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die Stetigkeit unserer wirtschaftlichen Beziehungen zu Rußland durch die lOjähttge Dauer d-S BnttageS gewährleistet und ferner der Grenz-, Eisenbahn- und Schiffsverkehr in erfteulicher Weise geregelt wird, m weiterer Erwägung, daß der Landwirtschaft, auf deren ! Kosten die Industrie nach wie vor keinerlei Vorteile erstrebt, nach dem Juslebentrete» der früheren Handels­verträge aus dem Fortbestände eineS^sheren Zolles ausschließlich Rußland gegenüber ein.Nutze-i bezüglich des SetreidepreiseS nicht erwachsen kann, spricht sich derVerein zur Wahrung der gemeinsamen wirt- schaftlichen Julereffeu iu Rheinland und Westfale» einstimmig für die Annahme deSdeutsch-nlsfischm ! Handelsvertrages aus, der zwar nicht allen Wünsch« |uHb Forderungen der deutschen Industrie gerecht wird, I jedoch unter der erfreulicheu Mitwirtang sachver- | ständiger Männer vereinbart, wertvolle Zugeständnisse I enthält, die manchen deutschen Jndustrieerzeuguiffe» Idie Einfuhr nach Rußland ermöglichen und damit zu einer Beftuchtuug «nsereS Erwerbsleben? bei-

' tragen werden, welche der Gesamtheit unseres Volkes zugute komme» muß. Der Verein richtet daher m deu hohen Reichstag das dringende Er ucheo d « deutsch-russischen HaudelSverttagdie verfassungsmäßige Genehmigung zu erteilen."

SestrSneld).

bei deren Raum 10 Ms

Irüykiugsv-Ie«.

Halbversteckt, als wollt' fich'S noch nicht zeigen, Sah ich ein Blümlein dort im Garten steh u, Beschützet noch von dichten Tannenzweigen Trotzte es dem letzten Sturmesweh'n.

Wohl prangt es nicht in reicher Blütenpracht, Wohl kommt e» nicht der stolzen Rose gleich Und doch besitzt er wunderbare Macht: ES macht das Menfchenherz so ftoh «nd leicht.

Schneeglöckchen heißt das Blümlein, da» ich sah, Da» erste nach so langer Winterszeit.

Bald blüh'« sie überall in Fern und Nah, Al« dust'ge Frühlingsboten un« geweiht.

Are Ntkttr-Ga«del.

gtoeurn von Geors Hocke ki fNachdruck oerbowmj

Das bürgerliche Gesetzbuch.

C. Marburg, 2. März.

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stellende» Teile sofort zur Prüfung vorgelegt werde» damit sie ihre Wünsche bei dem Reichriustizamt zur Geltung bringen köone». Die vorzubriogeuden! Wünsche und Erinueruuge» solle» dann hier gesichtet ! werden, und eS steht zu hoffe», daß diese Zusammen­stellung dann spätesten» mit dem Abschluß der Arbeiten in der Kommission dem BundeSrat wird vorgelegt

ablissig au» demselben. Do zerdrückte der Bursche einen Fluch zwischen den Lippen, und einen langen rachsüchtigen Blick noch auf Reta werfend, verließ CT b®te$mbaio*f sah die junge Bäuerta ihn geduckt wie eine raubsüchtige Katze über den Hos schreiten. De» »urschen erster und einziger Gang für den Tag war in» Wirtshaus. Dort faß er Mb fest und stürzte eine Unmaffe von den teuersten und schwersten Weine hinunter. Wenn aber der Wem ees Menschen Herz erfreuen soll, so war die« wenig­stens bei Balzer nicht der Fall.

I Der Bursche wurde im Gegenteil immer sinsterer lunb brütender, nur ab und zu murmelte er unver- ständliche Worte vor sich hin, oder er schta, mit der Faust auf den Tisch, daß e» dröhnte. Die übrigen .spärlichen Gäste achteten nicht »iel aus ihn; wnm sich aber einer die Mühe genommen hätte, den Burschen sich näher anzuschauen, dann würde er erschrocken fern v?r dE »licke teuflischer Rachsucht deS einsam Hockenden. _________________l Fortsetzung W)

Balzer starrte ihr mit blutunterlaufenen Augen! nach, bis sie hinter der HauSthür »erschwundm «ar; dann ballte er drohend seine Faust hinter ihr her.!

Wart', «art', Du stolze Dingerin, trägst die Ras'" so hoch," stammelte er schier sinnlos vor Wut und Rachsucht, .aber ich «il Dir's eintränken, so wahr ich Balzer heiß'; dm roten Hahn setz ich Dir |5 Dach; - oder halt, halt." unterbrach er sich bald darauf, während «n teuflisches Lächeln seme .Lippen verzerrte, «ich weiß noch etum» Beffere», sollst'» büßen, daß Du mich wie einen Hund davon-[ gejagt hast!" Die Wut erstickte seme Stimmt Astig schlich er sich nach seiner Kammer und packte I seine wenigen Habseligkeiten. f. w

| Unten in der Wohnstube wurde alsdann^kein .Wort mehr zwischen Km und« der Mgen Bäum«

glaubhaft klingendeEnthüllungen" deSN,ar°" zmückzuführrn fein. Wir haben dieselben bislang ignoriert, glauben aber doch davon Notiz nehmen zu müffen, da da» Pariser Boulevardblatt seine Er­zählungen hartnäckig auftecht hält. DerFigaro also berichtete: Da bei französische Militärattache ix Kopenhagen de Beauchamp persönliche Beziehungen zur Prinzessin Waldemar hat die dem Zaren sehr sympathisch sein soll, so hätte ihn der Präsident auf- gefordert, ihm persönlich mitzuteilen, erstens was Rußland von Frankreich erwarte, zweitens ob der Zar fich Frankreich gegenüber wenigstens im Falle der Verteidigung für verpflichtet halte? Beauchamp habe unter schriftlicher Vorlegung jener beide» Frage» .sich tu so aufdringlicher Weise au die Prinzessin .Waldemar gewaxdt, daß diese den direkten Borge-

«if» M-nich?"

ienb er rachsüchtig au« fernen Augen zu glühen ,begann.E? schaxt 3hr stolz, 3^. Ihr braucht t mich nimmer, und jetzt kann der Balzer gehinl. wvc c*hr sollt Euch verrechnen an mir, «er mich Mit IL Fuß A den Theiß' ich - «nd - und -

mit der Erzürnten daran war. Gleich allm be- Menschen glaubte er sich unersetzlich, be- welch- er Reta hatte lersten^dürsen.^ch, meintä scharf h-ut'mit mit!" I brummte er; .aber wollt Ihr'.« 'nit zu End hören, was ich Euch zu berichten hab ?

Reta schüttelte heftig mit dem Kopfe.

Gar nicht» hören will ich mehr von Dir, leben will ich Dich, Unhold. Marsch hm-! auf in Deine Kammer, und Deine Sachen zusammen, gepackt, dann kommst herunter m dle Wohnstub , daß I Deinen Lohn herausbezahl, ein fauler ^echt findet keinen Unterstand auf meinem Hosi^ .Also ist's ernst," zischte der Bursche mit noch .immer ungläubiger Miene. _ « »enbete

I Da» Mädchen nickte nur nachlässig und «enoere

E-n4- -i-Nich emftf' »°lx,

-- und wa» ich Euch aues zuiieo <1 rx, c may

em ledes Wort ist zu »m, w b Q(g ^»ngen war _

1 Aber Balzer «ußteihrkeinen^nk dafür.Ohne ein Wort zu sagen, strich er das Geld em und wmdete sich dann zur Thür. Rur zögernd ergriff [et die Klinke und drehte fich noch einmal halb nach^ dem Zimmer herum, al» ob er erwarte, Reta «erde ibn rurückrufen und ihn bleiben heiße«.

Aber nicht« von alledem geschah. Die 1»nge Bäuerin »ar an» Fenster gettetm und starrte xn-

aktuell bezeichnet werden. I

ZnstimmnngSkuudgebung zum Handels-! vertrag.

DerVerein zur Wahrung der gemeinsamen I |wirtschaftlichen Interessen in Rheinland undWestfale» I hat t» einer zu Düsseldorf abgehaltene» Generalver­sammlung folgenden Beschlußautrag einstimmig ange­nommen:In Erwägung, daß der rusfisch-d utsche Zollkkieg manchen Zweigen der deutschen Gewerb. ihätigkeit schwere Wunde» geschlagen hat, unds daß deshalb die thunlichst baldige Beendigung desselben dringend wünschenswert erscheint, in Erwägung, daß .hab' ich gestohlen oder geraubt, daß Ihr mich ver- .jagt wie einen räudigen Hund? stbne er, immer[ .wütender werdend, mit überschlagender Stimme. I Nit nit. Du bist mir lästig und hast zu geh'n; gefaulenzt hast, da« ist eine Todsünde auf meinem Hof," entgegnete die Reta gelassen darauf, und sich umwendend, schritt sie langsam über den Hof xon

meib®o ^nähert sich allmählich daS Werk sichtbar! seinem Ende; eS wird nicht um ei» »eueS Band sur die uatiouale Einheit sei» sondern die Grundlagen [deS inneren staatliche» LebexS deS Reichs befestigen helfen. ________

Politische Rundschau.

* Marburg, 2. März. Gerüchte.

Reichstage gab jüngst der Staatssekretär de» I i Oeirdsjustizamts Nieberdiug eine Ueberficht über den! Maugder Arbeiten zur Feststellung eines'bürgerliche» «esttzbuchS für daS deutsche Reich. Nach diesen Mit-l ^ln«aeu ist der Abschluß der Arbeite» tat Spätherbst I a Ht b-S R-Ich» dm« °>» »»m W.

»Mttnbei 1873 datterteS, die Verfassung auderades I Äef« auf das gesamte bürgerliche Recht ausgedehnt! and Zugleich die Ausarbeitung eines für das ganze! «eich fl6emetafamex bürgerlichen Gesetzbuchs beschloff n mnrben Bis dahin unterlag der Zuständigkeit des, »eicks ' abgesehen von einzelnen Spezialrechren, wie! MrnJrTx Reckt nur baS Obligattoxenrecht (Recht pa Forderungen, Recht bei Schuldverschreibungen). Seit 1869 besitzen wir ferner einhettlicheSG

-L ÄÄ* fflib eta einheitliches gericktliches Verfahren. Aber kstblnte?^ 1 ®aSge2!e»

siet arosie Rechtsgebiete: das Gebiet des gerneme» RecktS umfaßt die Mehrzahl der Einzelstaate»; hie'I finb für einzelne Stoffe deS Privattechts Spezial-1 aeietze soz B^Erbgesetze, BormundschaftSordnungen rc I

fetter das Gebiet des preußischenAllge | iäbriaes Jubiläum feiert; dieses umfaßt zwar daS I aonie Gebiet des Privatrechts, ist aber in einzelnen I L nur als subsidiäre, b- h. ta rechten nachstehende Rechts quelle an die Stelle deS V LJ ü «.treten D-mebe» besteht in ein- d-Ä ' @w" (R«M-°.d. »°d°, PM. md «ai - Lothlingev) da, ei*

ssxr * f**g*Äl «XhÄ »TJX d-mi-lbm L j- -- L -.d Mdta Ort dl- »«W-

M.wTloU u> -I-- W.f herbeisühre». Da eine feste gemeinschaftliche Gruud-

Seit einigen Tagen ist in der Preffe wieder von nahe bevorstehende» Aendernnge» ta preußischen Ministerien die Rede. Eine iu ihrem Ursprung nicht kontrollierbare Vermutung ist u. a. die, daß der [Oberpräfident der Rheinprovtaz einen Ministerposten erhalten solle. Ferner wird »euerdtags gemeldet, daß der Rücktritt zweier Minister zu erwarte» sei und t Frankreich eine Präsidentenwahl oder

daß bei dieser Gelegenheit einige Oberpräfidien neuk ^n, bevorsteht, werden von der

Qda w-rd-- tofto. »I- ml, P-.I,- «-»öd-»« Tte

I Gerüchte zur Zett jeder thatsächlichen Unterlage. Ueberl dtakr^^ gemtfie gntfe darum, die dem-

. die gegenwärttg vorliegenden politischen Frage» herrscht 1...^ Wiederwahl des Präsidenten Earnot z» im preußischen Ministerium völlige Einigkeit, und be- Derciteln, und auf diese Absicht scheine» °eue, wenig . stimmte schon früher gelegentlich zu tage getretene, .rein persönliche Wünsche, die an eine bestimmte Zeit nicht gebunden find, können heute keineswegs als

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läge gewonnen werden sollte, hergestellt in d-rfi^nfi ,ur Rrüfuna vorgelegt werden, Vollkommenheit, welche dem Maß der in der Natton vorhandene» rechtsschöpferischen Kraft »t pricht, so mußte davon abgesehen werden, dem kunftigeu Ge-I Isetzbuch eines der bestehenden Zivilgesetzbücher i«| Grunde zu legen. Vom BundeSrat wurde eine Kommission von 11 angesehenen Rechtsgelehrten ge­wählt, welche ei» allgemeiueS Gesetzbuch für das! ganze Reich auSzuarbeite» hatte. Die Verhandlungen ! begannen am 17. September 1^. Nachdem di für die fünf Teile des Gesetzbuchs bestimmte» fünf .Redaktoren ihre Entwürfe vollendet hatten, beMi» die erste Lefuvg dieser im Oktober 1881, die ©nbe 11887 abgeschlossen wurde. 3m Dezember 18881 wurde vom Bundesrat beschlossen, daß der Entwurf der Kommisstox, der tazwische» auch der öffenllichen . Kritik unterstellt war, von einer zweiten Kommission!

einer zweite» Lesung unterzöge» werden solle. W .zweite Kommission, die aus 22 Mitgliedern besteht, |unb bei bereu Zusammensetzung auf genügende Ver« ttetuug nicht nur der Theorie sondern auchs der

1 Praxis Rücksicht genommen wurde, hat ihre Arbeite^ |am 1. April 1890 begonnen. Diese Kommission .hat bereits de» erste» Teil, der die allgemetaen Grundsätze des Rechts umfaßt, sowie den zweiten Teil, der daS Obligationenrecht betrifft, i«. zweiter Lesung vollendet. Auch der dritte Te l, der das Sachenrecht zum Gegenstand Hat, ist bis »f! eine redaktionelle Durchsicht so wett fertiggestellt, daß! er unmittelbar »ach Oster» dem PnbUkmn ta. tnirh ruaänalick gemacht werde» können, wie otee i bereits auch mit den beide» ersten Teilen (der zweite»! Lesung) geschehe» ist. Inzwischen ist die Kommtsfion! aach schon seit einer Reihe von Monate» in die Be­ratung des vietten Teils deS Entwurfs über daS ! Famitiexrecht eingetrete» und dieses wichtige Kapitel Lta Laufe be» Frühsommers bieseS Jahres ver- .mutlich seinen Abschluß finbeu. Der fünfte unb .lebte Teil, welcher baS Erbrecht umfaßt, wirb voraussichtlich im Laufe des nächste« Winters burch-

! acarbeitet werden. Der folgende Sommer (1896)1 Lott dazu bienen, noch einige vorläufig früher zurück- gestellte Kapitel deS Werks zu erledige» und bas I Einführuugsgesetz zum Abschluß zubringen: mit dem Spätherbst des Jahres 1895 wurde alsdann, wie der Staatssekretär des Reichsjustizamts erklärte, das I gesamte Werk vollendet vorliegeu. ES wurden mithin

21 Jahre erforderlich gewesen sein für di-Fertig- .stellung deS bürgerlichen Gesetzbuchs. Um die Arbeiten

im Bundesrat zu beschleunigen, sollen den verbündeten I Regierungen diejenigen Teile deS Werks, die schon

(Fortsetzxng«) I

ich^ hab's lange genug angesehen, wie Du dem Herr- 8eU abstiehlst aus meinem Hof, nun bin

K. ^b-rtatt pack'Dein Bündel, Du kannst gehen.

Nita!" rinder Bursche »erblüffh dann , " häßlich auf.So, 'nausschmeißen

«ollt mich, «sie einen schlechten Hund?" grollte ^ mäbrend 7s tückisch in seinen Augen ausflammte;[

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