1,
er
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain.
$$***** in Marburg. EMdinon: Markty""1““”1 Jllustrirtes Sonntagsblatt. in Marburg. ^xp^diUon: Mmti *n*kTUcferel
M 42
Erscheint täglich außer au Werktag?« nach E»rm. Frirrtageu. — Qu«rtal»Äb»AieEit»-Prrig bei der Sxpe. Man S Mk., bei allen Pastämtrru 3 9Rt £5 Psß. (exkl. Mgrllgeld). JnseratiauggebAhr für dir «rlpaltene Zeile »der deren Raum 10 Mz., Krkla«nr kür die Zr«le 26 Pfg.
Marburg.
Dienstag, 20. Februar 1894.
Anzeigen ninmit entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein n. Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Men; Rudolf Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München m Köln; G. L. Daube n, Co. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Pari».
XXIX; Jahrg.
mit fremdem Getreide liegen; fie liegt vielmehr daran, daß gleichzeitig in den großen fremden Produktions- ländern die Ernte gut oder befriedigend ausgefallen war.
Statistisches zum russischen Handelsvertrag.
Seitdem das russische Getreide im Deutschen Keich höhere Zölle zu trage» hatte als Getreide aus meistbegünstigten Ländern, ist in der Herkunft des von uns aus dem Auslände bezogenen Getreides eine große Verschiebung eingetreten. In Rußland bestand die Meinung, Deutschland könne das russische Getreide nicht entbehren, eine Meinung, die viel dazu beitrug, daß man sich in Rußland im »origen Jahre weigerte, für den deutschen Vertragstaiif gleichwertige Zugeständnisse zu mache», wie es andere Staaten beim Abschluß von vauceie Verträgen mit uns getha» halten. Wie leicht indessen der deutsche Getreidebedarf von anderen Ländern als Rußland gedeckt werden konnte, ergiebl sich aus der deutschen Ein- fuhrstatiftik.
Fassen wir nur die beiden Brotfrüchte, Weize mtb Roggen ins Auge. An Weizen lieferten d Bereinigten Starten 1890 519 000 Doppe' zenlner — 7,7 Prozent unserer Gesamteinfuhr, dagegen 1893 3,1 Mtllone» Doppelzentner oder 44,7 Prozent; Rumänien 1890 428 000 Doppelzentner — 4,7 Proz. der Gesamteinfuhr, 1893 1,4 Millionen Doppelzentner — 20,4 Prozent; Argentinien 1890 124000 Doppelzentner = 1,3 Proz., 1893 1,5 Millionen Doppelzentner = 21 Prozent. Bei Roggen stieg der Anteil der Vereinigten Staaten an nnserer Gesamteinfuhr von 1890 bis 1892 von 2 auf 24 Prozent. Rumänien, das 1888 nur 1 Prozent geliefert hatte, brachte es 1893 auf 23 Proz. Infolge dieser Leichtigkeit, mit der andere Staaten an Stelle Rußlands auf dem deutschen Getreidemarkte getreten sind, hatte die deutsche Landwirtschast schon bisher im Wesentlichen nur mit dem Zollschutze des deutschen Vertragstarifs (3,50 Mark für den Doppel- Mtner Roggen und Weizen) zu rechnen, sodaß es für die landwirtschaftliche» Interessen keinen Unter schied macht, ob die höheren Zölle auf russisches Ge treibe (5 und 7,5 Mark) bestehen bleiben oder nicht.
Wegen der guten Ernten der Jahre 1892 und 1893 ist die Einfuhr von Brotftucht im vergangenen Jahre ungewöhnlich gering gewesen. Namentlich zeigt die Roggeneiufuhr einen sehr starken Rückgang, nämlich, unter Abrechnung der für den Mehlexport auf Mühlenlager gegangenen Mengen, von 6,7 Millionen Doppelzentnern im Jahre 1890 auf 0,9 Millionen Doppelzentner. Tie Schuld au dem Rückgang der Getreide-, namentlich Roggenpreise kann also auch nicht an der Ueberschwemmung des heimischen Marktes
Möge man i» den Verhandlungen über den russischen Handelsvertrag au diesen beiden etuwands- f- eie» Ergebnissen der Warenstatik festhalten: Der Differentialzoll gegen Rußland nützt der Landwirtschaft nichts, da unser Bedarf an ausländischem Getreide aus meistbegünstigten Ländern zu dem Vertragszoll eingeht, und für die ungewöhnlich niedrigen Preise ist nicht die Zollpolitik, sondern der reiche Erntesege« der Getreideländer maßgebend gewesen.
Politische Rundschau.
Kaiser Wilhelm stattet heute Nachmittag dem Fürsten Bismarck einen kurzen Besuch in Friedrichsruh ab. Der Jubel, mit dem die Reichshauptstadt am 26. Januar den großen ersten Kanzler des Reichs begrüßte, fand seinen Widerhall in ganz Deutschland und weit darüber hinaus überall, wo Deutsche wohnen, und mit der herzliche» Begrüßung verband sich der fteudige Dank au den Kaiser, daß er durch hochherziges Entgegenkommen, durch einen Entschluß, der ebenso politisch klug wie menschlich schön war, eine» bösen Zwiespalt aus dem uarionale» Empfinden des deutschen Volkes beseitigt hat. Für den heutigen Besuch beim Fürsten Bismarck ist dem Kaiser der doppelt herzliche Dank gewiß, denn er zeigt auch den Zweifler», daß die Begegnung am 26. Januar nicht ein vereinzelter Vorgang »hne weitere Wirkung gewesen, sondern daß ein ernstlicher Wandel in Verhältnissen eingetreten ist, deren uner- fteultche Folgen auf nationalem und politischem Gebiete immer dentlicher zu Tage getreten waren.
lieber den in Vorbereitung befindlichen neuen Flaschen. Wei »steuer-Gesetzen! wurf verlautet »ach der Mstteilung einiger Blätter, daß eine Weitsteuer von dem zum Konsum bestimmten Wein in Flaschen zum Preise von 1 Mk. und mehr für die Flasche erhoben werde» soll.
Die Konservativen haben im Reichstage einen ausgearbeiteten Gesetzentwurf über die B e st e u e r u n g der Margarine eingebracht.
Aus Wien wftd berichtet, der Kaiser Franz Josef werde den deutschen Kaisermanövern in Ost- »eußen beiwohnen.
Der Papst wird nach einer römische» Meldung >er „Pol. Korr." demnächst eine Kundgebunng wegen der r u s s i s ch e n K a t h o l i k e n veröffentlichen. Diese
Kundgebung wird sehr nachdrücklich zu Gunsten der religiöse« Freiheit der russischen Katholiken chüteten, jedoch Alles vermeiden, was die Empfindlichkeit der russischen Regierung verletzen könnte. Rusfischerseits werden die Bemühungen fortgesetzt, den Vatikan günstig zu stimmen. Der Plan der Errichtung einer ru'fischen Gesandtschaft beim Vatikan dürfte vielleicht diesmal verwirklicht werden.
Tie brasilianischen Regierungstruppen sollen nach einer Meldung aus Montevideo bei Pas so Fundo in Rio Grande do Sul einen Sieg über die Aufständischen erfochten haben. Der Verlust der Aufständischen soll 400 Mann betragen, der der Regierungstruppen dagegen nur 16 Mau». Aus Rio de Janefto wftd berichtet, daß sich Maftosen des Admirals Saldanha da Gama der Kanonen und der Munition des Forts Armecao bemächtigt habe«. ________________________________________
Manches Reich.
Merlin, 17. Febr. Der Kaiser war heute schon sehr zeitig im Arbeitszimmer zur Erledigung von Regierungsgeschäften erschiene», hatte alsbald eine kurze Besprechung mit dem Wirk!. Geh. Rat Dr. v. Lucanus und unternahm nach derselben mit der Kaiserin eine gemeinsame Spazierfahrt. Rück- kehrend von dieser fuhr der Kaiser zum Palais des Reichskanzlers Grafen Caprivi und «ahm dort de» Vorftag desselben entgegen, während die Kaiserin sich nach dem Königlichen Schlöffe begab. Später hörte der Kaiser im Königlichen Schlöffe den Vortrag des Chefs des Generalstabes, Graf v. Schlieffen, arbeitete daran anschließend längere Zeit mit dem Generaladjutanteu v. Hahnke, »ahm hierauf de» Vorftag des Staatssekretärs des ReichsmariueamtS, Vizeadmirals Hollmann, entgegen, und empfing kurz vor 1 Uhr den kommandierenden General des VII. Armeekorps, v. Goetze. Um 1 Uhr nahm der Kaiser militärische Meldungen entgegen und empfing dann noch den Domdechanten ans Naumburg a. S., Wirklichen Geh. Rat Dr. v. Brandenstein.
— Der Kaiser verlieh seinem Flügeladjutante» dem Oberstleutnant v. Hülsen, welcher z. Z. in Italien weilt, den Namen eines Grafe» v. Hülsen- Haeseler. Die Mutter deS Oberstleutnants war bekanntlich eine geborene von Haeseler und das Gräflich Haeselersche Fideikommiß ist in Erbfolge auf den Oberstleutnant v. Hülse« fibergegaegen. Der nächste Agnat zu dem Familieu-Fideikommiß ist der Bruder des Oberstleutnants, der Intendant des Kgl. Hoftheaters zu Wiesbaden Georg von Hülsen.
— Der Kaiser übersandte dem Kapitän deS Panzerschiffes „Brandenburg", Bendemann, ei« Telegramm, in dem er anläßlich der furchtbaren Katastrophe seine allerwärmste Teilnahme ausspricht. Der in treuer Pflichterfüllung erlittene Heldentod sichere den Gebliebenen einen Ehrenplatz in dem Gedächtnis des Kaisers und in de» Annalen der Marine für alle Zeiten. Das Telegramm schließt: „In festem Vertrauen auf Gott fügen wir uns in Ergebung unter seinen unerforschlichen Willen und sehen der Zukunft zuversichtlich und geftost entgegen. Ich werbe de« Gefallenen zur Erinnerung eine Gedächtnistafel in der Garnisonkirche zu Kiel stifte». Im übrigen: Volldampf voraus!"
— Der Kaiser sendet heute Abend einen große« Kranz für die auf dem Panzerschiff „Brandenburg" Verunglückten nach Kiel.
— Das StaatSministerium trat heute Vormittag wieder unter dem Vorsitz des Miuister- präfibenten Grafen Eulenburg zu einer Sitzung zusammen.
— I» der Stempelsteuer-Kommission des Reichstags wurde heute der die Börsengeschäfte betreffende Teil der Novelle in zweiter Lesung erledigt. Mit unwesentlichen, fast nur redaktionellen Abänderungen wurden die Beschlüsse der ersten Lesung durchwegs bestätigt.
-> Der „Reichsanzeiger" schreibt: Der Unglücksfall auf dem Panzerschiff „Brandenburg" ereignete sich, als das auf einer Probefahrt begriffene Schiff sich außerhalb des HafenS von Kiel befand. Sämtliche zwölf Keffel waren im Betriebe, die Maschinen arbeiteten mit etwa 7000 Pferdekräfteu, also nicht mit Forcftung, denn bei solcher werden auf diese» Schiffe» mehr als 10000 Pferdekräfte entwickelt. Das Unglück entstand durch das Los- reiße» der Befestigung des Dampf-Absperrventils der Steuerbord-Maschine. Dadurch wurde der Dampf auS sämtlichen Kesseln weg in den mit Menschen angefüllten Maschinenraum freigegeben. Er verbreitete sich in demselben sofort, alles verbrühend, waS er an lebenden Wesen vorfand, drang durch die offene Verbindungsthüre in de» Backbordmaschinenraum und durch die Niebergangsöffnunge» in die rarüber liegenben Räume für die elektrischen Maschine», die Destillftapparate, die Vorräte, überall sei» Ver- nichtungSwerk fortsetzend. Fast sämtliche in diese« Räumen beschäftigten Personen müssen dem augenblicklichen Tode verfallen gewesen fein, den» der ausströmende Dampf hatte eine Temperatur von etwa 180 Grad und wird von dieser bei der Ausbreitung
Dir Aereir-Srrrrdel.
Roman von Georg Höcker.
(Nachdruck verboten, j
(Fortsetzung.)
In den schon verglasten Augen des Burschen leuchtete e« habgierig auf. Fünfzig Gulden I Gerade so viel betrug sein ganzer Jahreslohn.
„Ich werd'» schon machen!" versicherte er und stürzte in gieriger Hast den Inhalt eine» vollge- stillten Weinglases durch die Kehle.
„Hast noch Geld genug im Sack?" fragte die Reta mit einem gewinnenden Lächeln.
„Hm, könnt' schon noch dazu brauchen —!" lachte der Bursche auf. „Wenn Ihr'» gerade im lieber, stuß habt, Jungfer!"
Die Reta griff nachlässig in die Rocktasche und drückte ihm dann verstohlen einige Münzen in die Hand.
„So, jetzt halt' Dich brav!" meinte sie, sich zum Gehen wendend. „Nachher, wenn'» geschehen ist, wagst Du trinken so viel Dir'» beliebt; jetzt aber nimm Dich zusammen —*
Sie unterbrach sich plötzlich und fuhr mit der Linken nach dem Herzen.
„Jesus Maria, dort kommm sie wirklich!" stieß sie mit erbleichenden Lippen hervor, während ihr Glick auf dem Saaleingange hasten blieb. „Er gilt — es gilt, Balzer, merk' Dir'»!" wendete ste sich »och einmal an dm Knecht und nickte diesem zu.
Dann eilte fie hastig einer anderen Gruppe im Saale zu, sich dm Anschein gebend, al« ob fie eben dm @intritt von Jürgen und Gundula, die jetzt Hand in Hand neben dem Thüreingange standen, Ächt gewahrt habe
Im Saale war e» ziemlich still geworden, denn die Mufikantm hattm schon ihre Instrumente ange
setzt, und im Augenblick mußte der Ehrentanz seinen Anfang nehmen.
Deshalb hatten nur die der Thür zunächst Stehenden den Eintritt de« Liebespaare» bemerkt.
Das änderte sich aber mit einem Schlage, als die Musikanten plötzlich mit einem schmetternden Tusch einfielen und die aurerwählten Paare fich zum Ehrentanz aufstellten.
Schnell zog Jürgen die totenbleiche Gundula mit sich in die vorderste Reihe, und man ließ ihn gewähren, roeil er ja de» Wendingbauern Einziger »ar. Doch ein von Moment zu Moment wachsen- des Zischeln und Tuscheln erhob fich, als man in seiner Tänzerin plötzlich die Hexen-Gundel erspähte.
Aber ehe noch jemand Zeit gefunden hatte, einen Ausruf de» Unwillen» oder gar de» Zornes laut werden zu laffen, gingen die Mufikanten in eine getragene Tanzweise über, und mit hochklopfendem Herzen tanzte das sich umschlingende junge Paar die geöffnete Tanzbahn entlang.
Reta stand mitten int dichtesten Knäuel der Zuschauenden. Auch fie war, al» fie wirklich das Liebespaar zum Tanz hatte antreten sehen, zu Tode erblaßt und ein dämonische» Feuer mtstrahlte nun >ren weitgeöffneten Augen. Sie fühlte e» wohl, wie ihre Nachbarn voll wachsenden Beftemden» auf te schauten, und jetzt, in diesem spannenden, ent- cheidenden Augenblicke, hätte fie vor gekränktem Stolz und Schamgefühl am liebsten in den Erd- roden verfinke» mögen.
„Sternsakra," schrie ein Bursche in ihrer Nähe, „de» Wendingbauern Jürgen mit der Hexen-Gundel? Jetzt wird'» Tag —!"
„Ist er verrückt geworden — ?" schrie ein an- )eret dazwischen. „Sich am helllichten Tag zu zeigen mit der verrufensten Dirn'!'
„Und noch gar zum Ehrentanz anzutreten mit ihr!" zeterte ein dritter.
„Der Tanzboden ist verschimpfiert —"
„Aus den Armen reißen sollt' man ihm die gottvergeff'ne Dirn'!'
„Und Zenner'» Reta, ich denk', ste soll versprochen sein mit dem Jürgen?'
„Pah, dort steht fie ja und guckt sich die Augen au» dem Kopf!'
„So will er Hochzeit machen mit dem Hexen- Gundel?"
„Ei ist nit möglich!'
„Himmelschreiend!'
So und ähnlich wogte e» die Reihen der Zu- chauenden auf und nieder. La, al» da» Murmeln der Entrüstung schon immer lauter und drohender wurde, geschah etwa» völlig Unerwartete».
Gleich einem lauernden Tiger war Balzer unbemerkt hinter den Rücken der Zuschauenden an die entgegengesetzte Ecke de» Saale» geschichen. Mit glühenden Augen und tückisch verzerrte Miene hatte er dem Liebespaare entgegenschaut, das, ohne ihn zu gewahren, in langsamer Weise tanzend auf ihn ; »kam.
Da, «I» Jürgen mit Gundula die Länge des Saales völlig durchmessen hatte und fich eben an- chicken wollte, umzukehren, schnellte Balzer mit einem »eiferen, tierischen Schrei vor, und dem nichts ahnenden Jürgen einen kräftigen Stoß versetzend, welcher den Burschen zurücktaumeln machte, riß er »emselben die Gundula mit roher Gewalt au» den Armen und preßte sie an die eigene Brust.
Die zu Tode Erschrockene schrie laut auf vor Schmach und Entsetzen.
„Laß mich lo» — laß mich Io«, Du wüßter Unholt! rief fie laut und suchte dabei vergeblich
sich dem mit roher Gewalt um sie geschlungenen Arm de» halb berauschten Elenden zu entmmben.
„Mein bist, lieb' Täuperl, mein bist!" schrie Balzer mit weithin hallender Stimme, während er die sich verzweifelt Sträubende nur noch enger an sich heranzog. „Bist nit mein Schatz? Hast mir'» nit verschworen mit tausend Küssen selbige« Mal, daß Du mein fein «olltst für« Leben? Mit mir mußt tanzen, sag' ich Dir, und nit mit des Wendingbauern Jürgen! Er hat kein Recht auf Dich, mein Täuberl, sag' ich Dir, eher —'
Er kam nicht weiter. In demselben Augen, blicke hatte Jürgen, welcher sich unterdessen völlig von seiner plötzlichen Ueberraschung wieder erholt, fich mit einem Schrei der Scham und Wut auf den jäh erbleichenden Burschen gestürzt.
„Zu Hilf! Zu Hilf!" schrie Balzer entsetzt, denn im Nu fühlte er fich das Mädchen aus den Armen gerissen und die eisernen Fäuste seines Gegner» würgend um feinen Hal« gepreßt. „Hierbei, Ihr Buben, Ihr müßt für mich stehen ich — ich —"
„Elender Schuft", schrie Jürgen, an allen Gliedern vor Wut und Ingrimm bebend, „willst mir den Schatz verunehren? Da--da und — nimm
da« zum Lohn!"
Dabei sauste zu wiederholten Malen, noch ehe tner der hastig herbeigerannten jungen Burschen ch zwischen Jürgen und sein Opfer hatte stürzen önnen, der kräftige Arm de« ersteren auf ben dicken Schädel des Tückischen nieder, daß dieser mit einem kurzen Aufschrei in die Äniee brach und betäubt am Boden liegen blieb.
In demselben Augenblick aber streckten fich auch chon dreißig bi» vierzig Fäuste mit drohender Ge- >erde gegen Jürgen au«.
(FortsHung folgt )