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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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Redaktion, Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Univrrfitätt-Vuchdruckorei in Marburg. Expedition: MarA 21.

reich in jeder Beziehung, denn mein ist auch des Gedankens Welt, ich brauche keinen Erwerb, kann

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Loß habe er in den letzten Tagen einige Gemalt' stücke zum besten gegeben, welche diejenigin seiner Vorbildes »och um ein Bedeutendes Übertreffen. So zum Beispiel habe der Herr Graf, der sich vor einige» Tagen in einem der ersten Berliner Hotels eiulogierte und der neben seiner Dienerschaft eine garzc Hunde- meute mit fich führte, von seine» Dienern mehrere Bund Stroh ins Hotel bringen, damit die kostbaren Smyrna Keppiche bedecke» lassen u»d fich mit seine» Hu»deu auf dem Stroh umhergewälzt. Natürlich sei er, da durch diese» Scherz die Teppiche u»d Seidenmöbel beschädigt wurden, am nächsten Tage exmittiert worden. 3» einem bekannten, meist von Engländer» frequentierten LokalUnter den Linden" habe er jüngst eine» anderenScherz" t» Sceue gesetzt, indem er dort den Cylinderhut eines anderen Gastes elkamotierte und ihn zum Gaudium der ih» begleitenden Kohorte mittels BrennspirituS in Brand steckte. Er habe schließlich, »achdem er demütig um Verzeihung gebeten, für den beschädigte» Hut 20 Mark Entschädigung zahlen müsse». Vor dem Hotel, i» dem er logierte, ''habe er Ende »origer Woche etwa 25 Droschke» erster Klaffe vorfahre» laffe», an» scheinend mit Kennerblick Pferde uud Wage» be­sichtigt, und dann sei er mit dem letzten Kutscher auf und davon gefahren, de» andere» unnütz herbei- gerufene» Kutscher» daS Nachsehe» laffe»d. 3» den Chambres separees einer der distinguiertesten Restaurants habe er mittelst eines BrillautringeS einen kostbaren Trumeaux derartig zerschnitten, daß der Spiegel nicht wehr zu gebrauche» ist. Hier habe der Rowdy 1000 Mark Entschädigung zahlen müsse». UebrigenS soll der vielleicht Geistesgestörte von einem Hotelier in Leipzig wegen großer Zech­schulden seit längerer Zeit gesucht werde».

(Mann und Frau ein kleiner Vergleich.) In einer englischen Zeitschrift fanden wir kürzlich die folgenden Betrachtungen, die aller­dings nicht sehr höflich gegen das weibliche Geschlecht klingen, in mancher Hinsicht aber doch das Richtige treffen: Der Mann ist ein Geschöpf von eisernen Gewohnheiten, die Frau paßt sich den Umständen an. Ein Mann versucht nicht eher einen Nagel einzuschlagen, als bis er einen Hammer hat. Eine Frau zögert nicht, eine Feuerzange, den Hacken ihres Schuhes oder den Rücken der Bürste zu nehmen. Der Mann hält es für durchaus nötig, einen Kork­zieher zu haben, um eine Flasche aufzuziehen. Die Frau versucht den Kork mit der Schere, dem Messer oder einem Schuhknöpfer herauszuholen. Kommt er nicht heraus, so wird er hineingestoßen, denn die Hauptsache ist ja schließlich, daß man aus der Flasche herauskriegt, was drin ist. Für den Mann ist ein Rasiermesser nur zu einem Zwecke da. Die Frau hat von seiner Verwendbarkeit eine höhere Meinung. Sie gebraucht es, um Bleistifte und Hühneraugen damit zu schneiden, und dieser heimliche Mißbrauch veranlaßt natürlich den Gemahl, auf die Rasiermesser und ihre Fabrikanten zu schimpfen. Wenn ein Mann schreibt, muß alles sich diesem Umstande an­passen. Feder, Tinte und Papier müssen genau so oder so" sein, die Familie wird in den Bann des Stillschweigens gethan, und wagt kaum, über­haupt nur zu denken. Die Frau sucht sich irgend ein unbeschriebenes Papier, ein loses Schreibbuchblatt oder die Rückseite eines alten Kouverts. Sie spitzt den Bleistift mit der Schere, legt das Papier auf einen alten Atlas, zieht einen Fuß unter, schaukelt mit dem Stuhle hin und her und bringt unter periodischem Saugen an Halter ober Bleistift ihre Gedanken zu Papier. Es stört sie wetter nicht, daß die Kinder dabei laut ihr Einmaleins hersagen oder krampfhaft Tonleitern üben und daß die Köchin sie ab und an um das Herausgeben von Haushalts- sachen angeht. Er schilt und zankt, wenn das Löschblatt nicht zur Hand fft. Sie bläst die Tinte mit dem Munde trocken, schwingt das Papier in der Luft hin und her oder hält es an das Lampenglas, bis es braun anläuft und nach Brand riecht. Er macht die Tinte, wenn sie zu dick ober zu dünn ist, so schlecht, baß bie Feber sich sträuben würbe, es niederzuschreiben. Sie kratzt mit Gleichmut aus ben Ecken unb von unten glücklich so viel zusammen, baß bie Feber in Fluß kommt unb bie Epistel mit Gebulb unb Spucke" zu Ende geführt werben kann. Der Mann steckt einen Brief ohne Bedenken in den Briefkasten. Die Frau lieft erst noch einmal bie Abreffe burch, bann sieht sie zu, ob ber Ver-

daher meine volle Zeit ihnen widmen. Auch möchte ich, die» ist ein weiterer Grund, den Leuten zeigen, daß Höherstehende ein Herz für sie haben, eine wirkliche Freude empfinden, ihnen zu nützen Mir hat sich oft und damit will ich schließen unb

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Durch zufällige Arrangement», welche das Ver- gnügungs'Komitee in H. veranstaltete, kamen Lydia unb Wilhelm vo» Lenthe in den nächsten beißen Wochen mehrmals zusammen und hatten längere Unterredungen miteinander. Betrafen dieselben auch nicht so ernste Fragen, al» es einmal geschehen war, so überzeugten sie doch Lenthe, das Lydia ein eben« fe tüchtiges als kluges Mädchen sei.

Lydia ward bald den angenehmen Eindruck ge­wahr, den sie gemacht hatte und begann eine Ver­bindung mit Lenthe ins Auge zu fassen. Er gefiel chr sehr gut, ja viel besser als irgend ein junger Rann, dem sie bl« dahin näher getreten war. Doch

vermischtes.

Berlin, 11. Febr. (El» zweiterKleist vorn Loß".) Nach der Mitteilung eines Berliner Berichterstatters ist et» aristokratischer Rowdy, an­geblich ei» Graf H., ber »och vor kurzem als Offi­zier i» Potsdam gestände», bis er infolge seines hypernervösen Zustandes de» Abschied erhielt, zurzeit der Schrecke» der vorvehmsten Hotels und Restau­rantsUnter den Linden" und l» der Friedrichstadt. Nach dem berüchtigte» Muster des Grase» Kleist Bem

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hatte sie stets eine andere Existenz sich »orgestellt, als die Gattin eines Valkswalts zu werden, dessen Bureau von Proletariern belagert wird. Und Lenthe schien nicht der Mann zu fein, welcher Frauenwünschen einen entscheidenden Einfluß auf seine Entschlüsse einräumen würde.

Die Zeitungen brachten in den nächsten Tagen die Nachricht über ein furchtbares Eisenbahn-Unglück Der Mittelpfeiler einer Brücke, über welche ein von zwei Lokomotiven geführter Eisenbahnzug gefahren war, hatte nachgegeben, die Brücke barst und Hunderte von Reisenden stürzten in das Wasser. Der Ver­lust an Menschenleben war sehr groß! An dem dritten Morgen nach der Kunde des entsetzlichen Vorfalls traf bei dem Major von Lenthe zuerst eine telegraphische Depesche ein, welcher kurze Zeit da­rauf ein ausführlicher Brief des Grafen Wallboth folgte. Unter den um des Leben gekommenen be­fanden fich auch der Majoratsherr von Planitz und dessen Sohn Lothar, verlobt mit der Komtesse Wallboth.

Durch den Tod dieser beiden Männer fiel dem Major von Lenthe das Majorat Albrechtsau zu, eine der schönsten Besitzungen in Rorddeutschland Lenthe hatte die beiden Männer nicht persönlich gekannt, auch niemals, da sowohl der Vater als auch der Sohn gesunde, kraftvolle Naturen waren, dem Gedanken Raum gegeben, er könne dereinst an ihre Stelle treten. Der Brief de» Grafen Wallboth, dem der künftige Schwiegersohn, ber von seiner Tochter heißgeliebte Verlobte entrissen war, versetzte ihn in tiefe Trauer. Der große Besitz, welcher ihm zufiel, ließ ihn gleichgültig. Wer würde nach ihm denselben antreten? Wilhelm nicht--ein tiefer

Seufzer entrang sich ber Brust des Mannes und mit einem schmerzvoll bewegten Antlitz reichte er dem eintretenden Sohne das Telegramm unb ben Brief. Auch bei diesem war die Trauer vorherrschend unb erst nach einer Weile sagte er zögernd:Vater, Du wirst sehr viel Gutes thun können, ein fast überreiches Erbe ist in Deine Hände gelangt--

Wilhelm" der Major zog den Sohn säst leidenschastlich an feine BrustDu ahnst nicht, von welcher Bedeutung diefe Todesfälle für mich find. Ein Bekenntnis, da» manche» Mal auf meinen Lippen schwebte und das ich zurückgedrängt habe, weil ich fürchtete, es könne in unserem Verhältnis vielleicht eine wenn auch geringe Aenderung herbeisühren, muß jetzt abgelegt werden. Ich liebe Dich, wie außer meiner verstorbenen Frau mir nicht» teuer gewesen ist, Deine Siebe ist mein höchstes Gut aber Du bist nicht mein Kind--*

Vater" Wilhelm umschlang den Major mit beiden Armenwas könnte zwischen uns treten, was könnte Jahre der edelsten Sorge verdunkeln?"

Laß mich ruhig berichten Meine Ehe war die denkbar glücklichste, zweimal schenkte meine Frau mir ein Kind, doch die kleinen Wesen waren so zart und schwach, daß sie schon nach wenigen Tagen dahinfiechten. Als sie zum dritten Male Mutter­freuden entgegensah, riet mir unser Arzt sofort, mit der geliebten Frau nach der Riviera zu reifen, da­mit sie schon einige Monate vor der Geburt des Kindes die balsamische, kräftigende Lust jener Gegenden einatmen und sich stärken könne. Es ward uns ein Knabe geboren, meine Frau fühlte sich jedoch sehr schwach, schwächer noch als in früheren Jahren. Sie war ganz apatlsch, fragte nicht einmal nach dem Kinde Am dritten Tage verschied auch dieses so sehnsuchtsvoll und mtt so großen Hoffnungen er­wartete Wesen. Der Arzt und ich mußten ben ver­hängnisvollen Moment ins Auge fassen, an welchem die junge Mutter sich nach dem Kinde erkundigen und ben Tod des Kleinen erfahren würbe. Ddi Augenblick trat ein, sie sprach gegen ben Arzt, welcher an ihrem Bette saß, den Wunsch aus, ihr Kind zu sehen. Der treue Helfer erfaßte ihre Hand unb schwieg einen Augenblick.

Wo ist mein Kind, lebt es ebenfalls nicht mehr ?' Die Augen der Kranken strahlten in fieberhaftem Glanz, der Pulz schlug beängstigend schnell.

,Die Amme wird es bald Ihnen bringen, es wurde vor einer Weile gebadet unb schläft jetzt so sanft,' sagte er, um Zeit zu gewinnen. Beruhigt fchloß meine Frau bie Augen, unb zum ersten Male senkte ein erquickender Schlummer sich auf sie her­ab, der mehrere Stunden antaueite. Der Arzt wurde unmittelbar, nachdem er mit der Kranken gesprochen, zu einer Fischerfrau gerufen, welche in

wahrscheinlich blamieren werben"--

Nein, nein, ich bin heute vielleicht zufällig fehr ernst gestimmt, lassen sie mich weiter hören, wa» Sie bewogen hat Volksanwalt zu werden."

Wenn Sie es gestatten, so will ich berichten, und bitte nur um Verzeihung dafür, daß ich Sie langweilen werde. Also: kleine Leute verstehen nur in de» seltensten Fällen, wie sie dem Rechts­anwalt die Sache, um welche es sich handelt klar machen sollen; ich habe bei Terminen oft wahrge­nommen, daß geraume Zeit vergeht, ehe man bei großer Aufmerksamkeit erfährt, was sie eigentlich beabsichtigen. Die viel beschäftigten und deshalb erfahrensten Rechtsanwälte, deren Zeit kostbar ist, vermögen sich diesen Leuten nicht so zu widmen, als es not thäte. Auch haben sie vielleicht für den Unterhalt einer größeren Familie zu sorgen und

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mich Ihnen empfehlen das Bild auf gedrängt,

Neue Wege.

Roorllette von E- Rudorfs.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

Große Künstler und berühmte Virtuosen bitben Ausnahme; wie ihr Genie ein ungewöhnliches ist, so sind ihre Hände auch mit besonderen Fähigkeiten aurgestattet, welche für die Masse unreichbar bleiben. Hier ist nur von den Durchschnittsmenschen die Rede, deren Kapital ihre zehn Finger bilden, deren Hand wir als ihre eigentliche Ernährerin betrachten müssen. Die Landwirtschaft ist der einzige Beruf, in welchem die Hand wegen der wechselnden Thätigkeit sehr langsam altert, sie ist deshalb der naturgemäße Stand für den einfachen Arbeiter."

Nun, Ihr Herr Vater nennt ja eine der schönsten Besitzungen sein eigen, da werben Sie daran fich erfreuen können, wie gut in jeder Be­ziehung Ihre Arbeiter gefielt sind."

Fräulein, ich gedenke gar nicht auf dem Lande zu leben, ich habe Jura studiert, um Rechtsanwalt oder vielmehr Volksanwalt zu werben. Ich will die geringen Leute vertreten, ihre Klagen führen, ihnen den geeigneten Rat erteilen."

Wie sind Sie eigentlich auf diese Idee ge» kommen?"

Da» Beispiel des ebeln Bayernfürsten, der jede» Jahr mit feiner Gemahlin in den Thälern und Dörfern feine» Heimatslandes erscheint, um die Augenheilkunde bei den Armen auszuüben, gab mir den ersten Anlaß Und bann doch alle diese Dinge können eine junge Dame nicht interessieren. Wir wollen von etwas leichterem, anmutigeren sprechen, z B. von der morgenden Soiree, in welcher zwei hübsche Badegäste durch Gesangs-Vorträge sich

einer Hütte ganz nahe unserer Wohnung ein Stübchen inne hatte. Sie war mit ihrem Manne zum Fifch fang auf dem Meere gewesen und ein plötzlich her­einbrechender Orkan hatte das Boot zum Sinken gebracht Der Mann fand feinen Tob in den Wellen, bie Frau wurde noch atmend von anderen Fischern aus dem Wasser gezogen. Eine Stunde später gab sie einem Knaben das Leben, dann starb auch sie."

Der Major machte eine Pause und sagte dann, Wilhelms Hand ergreifend:Es waren Deine Eltern, mein Sohn."

Also auf dein Grunde des Meeres fand mein Vater feine letzte Ruhestätte wie zog es mich stets so geheimnisvoll zu den branbenöen Wogen! Die Stelle" Wilhelm schwieg einen Augen­blick, als ob er Scheu trüge, etwas Ungehöriges zu sagenauf welcher meine Mutter ruht, kann wohl nicht ermittelt werben?"

Ich habe sie durch ein Kreuz bezeichnen lassen und unter Obhut gestellt; auf eine Frage solcher Art mußte ich vorbereitet sein."

Edler, gütiger Mann, wie sehr wächst noch meine Dankesschuld"

Laß mich fortfahren, lieber Sohnl In der Hütte, in welcher Du das Licht der Welt erblicktest, gab es niemand, der sich Deiner hätte annehmen können; man fragte den Arzt, was mit dem Kinde geschehen solle. Er wies auf das Waisenhaus hin, kam jedoch zuerst zu mir. Er sagte, daß der Zu­stand meiner Frau ihm sehr bedenklich vorkäme, meinte, man solle das rosige, frisch zappelnde Kind vorläufig ihr als das eigene zeigen. Nach ihrer völligen Genesung wäre e« ja Zeit, eine Aufnahme im Waisenhause zu beantragen. Voll Sorge um die teure Frau gab ich meine Einwilligung; Du wurdest in die bereit gehaltenen Hüllen gewickelt. Niemand kann fich eine Vorstellung davon machen, wie wunderbar der Anblick des frischen, gesunden Kindes auf bie Kranke wirkte. Es schien, als ob sie neues Leben schöpfte, wenn sie Dich betrachtete, unb noch hatte sie nicht bas Bett verlassen, als es mir unb bem Arzte klar würbe, baß wir das Kind nicht mehr von ihr trennen könnten Du, mein Wilhelm, hast mir die geliebte Frau nicht nur durch alle die Jahre erhalten, sondern durch die Freude an Dir ist ihre Gesundheit auch eine festere ge­worden. Ich adoptierte Dich; die Urkunde liegt bei einem alten, treuen Freunde; meine Frau ist heimgegangen, ohne eine Ahnung davon zu haben, was vor Jahren geschehen ist. Auch jetzt möchte ich den Schleier nicht von bem Geheimnisse ziehen, ist es doch möglich was Gott verhüten wolle baß Du heimgehst vor mir, und bann braucht nie­mand zu wissen, was einst sich zugetragen hat. In dieselbe treue Hand werde ich ein zweites Dokument legen, welches besagt, aus welchem Grunde das Majorat nicht auf Dich übergehen könne."

Bis zur späten Nachtstunde saßen die beiden Männer nebeneinander unb sprachen aus, was ihre Herzen erfüllte unb nach ben verschiedensten Richtungen hin bewegte. An dem nächsten Morgen reisten sie nach Albrechtsau, um der feierlichen Beerdigung des verstorbenen Majoratsherrn und feines Sohnes beizuwohnen.

Als der Major und Wilhelm nach wenigen Tagen zurückkebrten, wurde befchloflen, den Badeort zu verlassen. Der Major gedachte zuerst für einige Wochen nach seiner Besitzung Elmenhorst zu gehen, um dort alles sv einzurichten, daß er im Herbst einen längeren Aufenthalt in Albrechtsau nehmen könne. Wilhelm wollte nach Italien reifen und dann in ber Residenz sich niederlasen.

Lydia war gerade in ihr Zimmer gegangen, um ben Hut unb Sonnenschirm zu einem Spaziergänge zu holen, als bie Dienerin ein trat unb eine Visiten­karte überreichte.

(Schluß folgt.)

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als ob die Befitzenben und ihre armen Brüder auf A zwei durch einen breiten Strom von einander ge« trennten Gebieten stehen. Da müßte jeder Menfchen- S6| freund e» versuchen Brücken zu schlagen, um eine 87* Vereinigung herzustellen, neue Wege ausfindig

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Lenthe verbeugte fich und verließ die Veranda. 2Ein seltsamer, doch ein edler Mensch!" sagte 83- Lydia, welche dem schnell in voller Jugendkraft 86» Dahinschreitenden eine Weile sinnend nachgeblickt 100 I hatte ioo-

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Erscheint täglich ««Ber u Werkt«,cu »ach Gon»- und _**<** *»^* Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«,

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