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jdtfhl , Wie nicht anders erwartet werden konnte, ge- IVvl ßaltete sich die erste Beratung des Staatshaushalts'
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LS 9er «nsamen Waldeshütte zu lenken und Gundula
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gehorsam und Ehrerbietung gewöhnt, als daß er [ nut daran zu denken gewagt hätte, etwa gar von teiner Kenntnis der Vorgänge Gebrauch zu machen und wider den Vater aufzutreten.
Aber gerade weil es ihn so namenlos bedrückte ■h bei?e£ arxen r^uen betrogen zu wissen und'
iS? Unb Graten! Jürgen selbst war ja noch emmal volle zwanzig. Was konnte sich alles ereignen, bis sie im günstigen Falle vor Gottes Sitar zu treten vermochten l
in Hoffen und Bangen wieder ein Ä dahm. ohne daß Jürgen zu einem
ding-Hofes — dann aber war das schwere Unrecht wenigstens zum Teil gesühnt, das der Eltern Eigen- >nutz Gundulas Mutter zugefügt hatte.
/ber damit hatten die seelischen Kämpfe des wackeren Burschen noch lange kein Ende erreicht. Hastte er auf der einen Seite durch seinen Vorsatz die schuld der Eltern wieder gut zu machen, so mußte er auf der anderen Seite das allerschlimmste
|~ , ®er Äänig von Sachsen empfing am I §°untag im königlichen Schlosse den Afrikareisendeu 'Otto Ehlers in längerer Audienz und ließ sich von demselben nochmals eingehend über dessen Plan den - ""3 und die Zähmung des afrikanischen Elephaute» !*a7 indischem Muster in unseren afrikanischen Kolonien einzuführe», informieren. Bei dieser Gelegenheit nahm der König auch aus den Händen des Reisende» eine Prachtausgabe seines Werkes „An indischen Fürsteuhöfen" entgegen und ließ sich den tletnen indischen Diener, der Herrn Ehlers schon seit mehreren Jahren begleitet, vorstellen.
um auf de» Sarg des am 25. d. M. verstorbene» Zeuerals der Kavallerie Grafen Georg vou der Groeben einen Lorbeerkranz mit Atlasschleife für den Kaiser niederzulege».
Die Reichsfinanzreform im preußischen Abgeordnetenhause.
Wenn es früher in den Landtagen nicht üblich iwr, die Reichspolitik zur Debatte zu stellen, so hat w, gelinde gesagt, kühle Aufnahme der zur Er- toing der Reichsfinanzreform vorgeschlagenen Steuer- tolte vou Seiten des Reichstags diesmal den Ver- tea der Havptparteien im Abgeordneteuhause die Rge gelöst. „Denn es handelt sich um Deine Me, wenn das Haus des Nachbarn brennt* — kfer Horazische Vers bezeichnet die schwebende Frage das Treffendste. Werden die Steuerprojekte im mchrtag nicht angenommen, daun müssen die Einzelnen den Schaden tragen, und dies wird nur in! tt Weise geschehen können, daß wir unsere Ein-1 «mensteuer erhöhen müssen. Die Redner der xservatioe», der fteikonservativeu und der national-1
|_ — @ine Meldung des Wölfischen Bureaus sagt: D°r „Lokal. Anzeiger" veröffentlicht ein Interview I feines römischen Korrespondenten mit Crispi, wonach I Letzterer erklärte, die Hauptursacheu der gegenwärttgen haltens lägen in der Abschaffung der I Mahlsteuer und der sogenannten Kriegszehntelzuschläge hu den Grundsteuern. Er beabsichtige, ein Börse», gesetz vorzulegen, welches die Ultimospekulatiou gegen |i£n Kredit Italiens erschwere. So lange anständige Menschen in Italien regieren, würden alle Verpflich- I tungen prompt erfüllt werden. Seine Politik bedeckte ftüher wie heute, durch Stärkung der wirt- sthastlichen, militärischen und finanziellen Kräfte das Sanb fo zu stärken, daß es ei» starkes Friedens. ! gewicht ausüben könne. Die stcilianische Bewegung I" durch revolutionäre Agenten des Auslandes pro. tweiert. Crispi beziffert übrigens das gegenwärtige | Defizit sehr hoch, aber er hat die Mittel dagegen bereit.
— Die „Nordd. Allgcm. Ztg." schreibt: Bei de« Eroteruugen, die in der Presse über die für nächstes Jahr beabsichtigte Aenderung in de» Eisenbahn - Direktionsbezirken gepflogen werden, bleibt vielfach mit Unrecht außer Betracht,
(Fortsetzung.)
Jürgen konnte das Weinen nicht verhalten. Er We auf seinen Vater, und es war ihm, als ob h dieser Thränen in den Augen schimmern haben * Aber mit einer selbstherrlichen Miene, als M gar nicht angehe, was der Geistliche eben *ienb sprach, stand der Wendingbauer hocher- j
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Die Herrn-Gnn-el.
Roman von Georg Höcker.
(Nachdruck verboten.^
I — Zum Bismarck-Besuch wird der „Krzztg." uoch geschrieben: Das hochherzige Geburtstags.
Ibe8 Kaisers an das deutsche Volk findet I selbst an Orten seine gerechte Würdigung, an welchen sonst die Ereignisse des öffentlichen Lebens i» der Ferne vorüberrausche». So nahm auch gestern — »ei” höchst bedeutsames Zeichen für die Intensität dieser Begegnung — der Generalsuperintendeut Or. Dryander in der Dreifaltigkeitskirche zu Eingang |ber Predigt Gelegenheit, dieses Ereignisses mit Dankesworte» zu erwähnen. Er führte ans, welch' hoher Sinn des Kaisers in diesem Akte läge und wie die ganze Nation denselben als eine frohe erneute Bürgschaft für die edel menschliche Empfindung?. ait des Monarchen betrachte.
L . - Prinz Albrecht wird heute Nachmittag in seinem Palais hier den spanischen Botschafter Mendez beJBigo in Audienz empfangen. Heute Abend findet IS bem Priuz-u und der Prinzessin Albrecht ein 25 Gedecken statt. Morgen wird der mÜ s^ner Gemahlin und dem Prinzen
| Friedrich Wilhelm nach Braunschweig zurückkehre». L s^on mitgeteilt, ist dem Kaiser aus | Anlaß seines 25jährigen Militärjubiläums von dem I Friedrich Leopold namens des Offizierkorps Ibc8 Regiments der Gardes du Corps ein Pallasch La Gliunerungsgabe überreicht worden. Die Waffe | list nach den Angaben des Kommandeurs des Regiments | la * en Friedrich Leopold, entworfen und in sehr! ftailer Vergoldung ausgeführt. Die Klinge ist aus| I türkischem Damaststahl geschmiedet und mit der| eiba6enen 3nfd6rift versehen: „Dem allerhöchsten ^bef. Das Regiment Gardes du Corps am 27. | Januar 1894." Auf der Rückseite der Klinge be-1 ftnbcn sich sämtliche Namen der aktiven und inaktiven | Offaere des Regiments. Die Schriftzeichen sind gotisch ausgeführt. Die Klinge steckt in einer | mafftöen silbernen Scheide. Das Ganze ruht in «1?-/""Irisch gediegen ausgeführteu Etui. Diel, Ausführung der Ehrenwaffe war dem Hoflieferanten i Eduard Schultze in Potsdam übertragen. L
Deutsches Reich.
Aerki», 29. Jan. Heute früh arbeitete der
tiati für 1894/95 im Abgeordnetenhause zu einer Erörterung über die Notwendigkeit der Reichsfinanz, itfirm. Denn die gegenwärtige schwierige Finanzlage Preußens rührt in der Hauptsache her vou seinem Verhältnis zum Reich, dessen erhöhte Ansprüche nun , schon seit drei Jahren, und so auch namentlich nach! Älitan Voranschlag für das neue Etatsjahr, über die ' ordentlichen Einnahmen Preußens hinausgehen. Aber (611 richt nur dieser Umstand, der übrigens in gleicher
Weise auf die anderen Bundesstaaten zutrifft, hat verbündeten Regierungen zu dem Vorschlag einer »eichsfinanzreform veranlaßt, sondern ebenso auch| Bie aus den schwankenden Ueberweisuvgeu vom Reich j pb den ebenso schwankenden Leistungen au das Reich | M die Bundes staateu erwachsende Unmöglichkeit, zu| Ftr gesicherten und geordneten Finanzwiitschaft zu| »langen. I
Abonnmten erhalten die „Oberhess. Zeitung bis zum 1. Februar unentgeltlich.
Die Exped. der „Oberhess. Ztg."
Für Jürgen Wending brach eine trübe Zeit an.
Das Geständnis, welches die Mutter ihm auf
bem Sterbebette gemacht, hatte einen gar nach, i — um«« grauen veirogen zu haltigen Eindruck in fernem Herzen hinterlassen. Erahnen doch nicht helfen zu können, mied er'änasili DrxM°5 er ü6lr bie Wandlung, bie badurch |eine jede Begegnung mit ihnen und snchte ben^ei plötzlich ferne ganze Gefinnungsart hatte crleiben |il9en Trost in ber Arbeit, muffen, ohne weiteres hinwegzusetzen. j !-------
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^N?°undliche Weise er den Leichenschmaus|beladen vor."Hl gewaltigem"Schlage bränatHbn
Werkes hergerichtet hatte Wer an dem | sein Herz, gut zu machen, was der Vater verbrochen '.*/■ vetwrenen
zu diesen Stunden »orübergegantzen Aber in demselben Augenblick schon mußte er fi* I ro^T9Iben f,nnt?' Wie Schuppen fiel es
Die Anerkennung von der Notwendigkeit der m sOn!ICtDrm — b®8 ist das Hauptergebnis ber Budgetdebatte im Abgeordnetenhause. Wir wollen «n8 mit dem Finanzminister der Hoffnung hingeben baB ber Reichstag seine mit ber Vermehrung berj Ausgaben übernommene Verpflichtung schließlich doch einlösen werbe.
saß Jürgen auf dem Bettrand, er hatte das Gesicht m beiden Händen verborgen und schluchzte bitterlich I
I ‘htn, trotzigen Hauptes da unb verhielt sich hinter |' vor gestreckten Dreispitz mühsam ein Gähnen ß u kümmerte es ihn! Der alte Mann sprach 1 ^nge gut. War er nicht der Wendingbauer •r hatte alles, was fein Herz begehrte?
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muffen, ohne weiteres hinwegzusetzen. ! Doch stärker als sein Wille war boch der unoe. SrAt/n Rotzigen Sinn des Vaters
Den einzigen Trost für ihn bildete bie Arbeit. I stüme Schlag feines Herzens, der ibn mü »3t •? te bte£ Werbende Mutter schon
M mo bie Mutter tot war unb der Vater, der vollem Drängen hintrieb zu den sinnigen ba6 b” $.ater f® S°r wenig
stch rm Laufe der Jahre immer mehr dem Trünke | fernen der liebliche», unschuldsreinen Gundula 9 ' ^en^ern n?$ ”te ,or auf seinem
ergeben hatte, ohnehin nicht mehr sonderlich um den Und als er einmal TS", „ beharren wollte; wie würde er es nun auf.
Der I Hof sich bekümmerte, mußte Jüraen vollend i» Sand da - nach Wochen ihr gegenüber-1 nehmen, wenn Jürgen ihm bie Hexen-Gundel als eßen I erftcr SRetfip ftpfian Mi- «m s»?^.—er__ftgif zu suchen ! vor b' ba kam er sich wie ein armer, blöder Thor I Schwiegertochter auf den Wending.Hof brächt/? *
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SSkäflSBMjyjtollg Mittwoch, 31. Januar 1894. SÄM.ÄaaÄi.ti xx,x- S^rg.
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Neubestellungen ni4t ttHr anerkannt, ---------------------------
, , ■ r-., , N Isondern sehr nachdrücklich die Verpflichtung des Reichs
auf die „Ob er hessische Zeitung" für I betont, den Einzelstaateu aus ihrer Fiuanznot heraus, bie Monate Februar und März werden von buhclfen. 9
allen Postanstalten, Landbriefträgern, in der ? " Expedition (Markt 31), sowie von unferen 2«“
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Von Seiten des Zentrums I und darauf den kommandiereudeu Admiral, Admiral
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| Mitwirkung au der Reform bereit staden laste» Mn* I ?aLel ^at hen ^ai°r Grafen von|
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I ^ Bundesstaaten gewahrt werden. Auf der anderen | Seite aber — das hob der freikonservative Redner Mrtjr. von Zedlitz ebenso wie der Firauzmivister percor, und dieser Punkt verdient eine nachdrückliche Pe vuung - würde im Falle des Scheiterns der Jicfotm, wenn demgemäß die direkten Steuern in ben Einzelstaaten erhöht werden müßten, in den Einzelstaaten selbst eine Mißstimmung gegen das so brudenbe An,prüche erhebende Reich großgezogen totrben. ©ine solche Mißstimmung zu erzeugen liegt E nicht im »attonalpolitischen Interesse. Weiter führte der Minister aus, wie die von freisinniger «eite stets aufgestellte Forderung der Einführung | einer 6etoegIi(ben Steuer gerade in der Finanzreform st«de, insofern als das Reich in Zu-1 tunft Zuschläge zu den indirekten Steuern werde aus-1 Mreiben müssen, wenn durch Gesetz de» Einzelstaaten ein feffer Ueberschuß der Ueberweisungeu garantiert! toetbe. Unb jetzt, wo diese Forderung in Erfüllung | gehen soll, find die Freisinnigen wieder nicht dafür! zu haben l I
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ick, » ^Versammlung ein gar freubige» und reich, die Hänbe ruhen lassen, eett jener Verhängnis «begreifen konnte »6er er
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»sse 4. ^Wending war ein ganzer Mann, ber ließ begegnen. Nur
t»r «n k- ' '— . ' — —it— v“, •»oimijumwi xyuiuceuuut zu lernen uno ounbuia ru! svied Jürgen bas liebliche Mäbchen durch
Wending war em ganzer Mann, ber ließ | begegnen. Nur er wußte, welche Schuld seine Eltern! un^ Meder gab er sich rückhaltslos ber
*ü6t lumpen! Noch nach Jahren mußte man, | gegen die unglückliche Frau uno deren Tochter aufreibendsten Arbeit hin. Aber da
metnte,iMDon Treiben, auf welch prächtige «sich geladen hatten, kam er sich selbst wie schuld.! zerrisset« a endlich hoffend durch sein schmerz.
ft“? ? EVerse er ben Leichenschmaus|beladen vor. Mit gewaltigem Schlage drängte ihnI?rc glaubte plötzlich einen Aus-,-—» uuyu., u9ne oan Jürgen iu einem
Werkes h^sisnchtet hatte Wer an dem | fein Herz, gut zu machen, was der Vater verbrochen l'th-EsSL öv haben, der ihm den verlorenen | festen Entschlüsse gekommen »ar Da kam nlfthttis /£fe .iu diesen Stunden »orübergegantzen IAber in demselben Augenblick schon mußte er sich!Schuppen fiel es!die Reihe an ihn, dem Könige seine schuldigen drei > Trauerhaus zu sehen,|eingestehen, daß das ihm vorläufig unmöglich war !aller F,U9en' " Gundula liebe mit|Jahre abzudienen. Der $ßenbingbauer hatte bis
7--1 'Uf die Dorfstraße hinaus drang ein fort- Sein Herz zog chn nach kr lur lieblX" I SSfa3tbrun? felnei unberührten Jünglingsherzens, zum letzten Augenblicke gehofft T
“nb ®^eten kl "u rechen-!Rädchenknospe herangeblühten Gundula. Sein nüü innerootneTmrbe^1«11” ^mlöor Militärkommisfion freikommen^»er^ür.
%|, J“. _. . v _ |lelbsv»lle» Empfinden gehörte der schweroeurüsten. Inatürlick^" 6 ^d. War aber ist|gens hochgewachsene Gestalt hatte den Herren nur
” ^inrrrer^ahm an ber affgemetnen|betrogenen Jllonka — aber seine Pflicht hielt ihn|raten?° 8 iie Iieben- hei.|zu gut gefallen. Er war gleich angenommen »erben
«te m» teil Okn in fnnee Wb«|u, Baiertr «J ?n W term^rlunb mu«, He,b« fRS ",bm
1 (Fortsetzung fotzt.)