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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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Drei Tage darauf wurde die Wmdingbäuerin

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i eine Notstandsdebatte zu inszenieren. Das ge- ieht nun schon das dritte Mal, und jedesmal üer» jrt sie dabei nach einem feststehenden Programm, «bald der strenge Frost eintritt und insbesondere k Bauarbeit stille stehn muß, ergiebt sich in den Troß« ibten und namentlich in Berlin für die beteiligten

üt. Daß unter diesen Leuten die Anhänger der yialdemokraiie und des Anarchismus, wenn sie

großen Kladderadatsch" hinausgekommen wäre; als er aber sage» sollte, wie denn die neue Weltordnung gemacht werden und aussehen sollte, da versagte seine Beredtsamkeit. Diesmal beschicke« sich die Sozialisten mit einer zweitägigen Debatte, und sie mußten ihre thatsächlichen Klage» auf dieVergewaltigung" der Arbeitslosen am 18. Januar es war nämlich a» diesem Tage als dem mutmaßlichen des Ordens- festes eine Kundgebung vor dem Königliche» Schlosse beabsichtigt gewesen und auf die traurigen Zu­stände bei den Weber» im Eulengebirge beschränken. Daß man in Deutschl«ud von einem allgemeinen Notstände reden könne, konnten sie bei dem gegen­wärtigen milden Wtuter noch weniger behaupten als

voriges Jahr.

Andererseits aber war der Staatssekretär Innern in der Lage, nach Berichten, die er sämtlichen Bundesregierungen erhalten hat, ei« gemeines Bild über die gegenwärtige Lage

des von all- des

der Lebenshaltung des Arbeiterstandes ergiebt sich auch [in der Abnahme der Steuerrückstände und des Leihhausverkehrs, anderseits in der Zunahme der Sparkasseneinlagen.

Man steht hieraus, daß die Herren Lieb­knecht und Singer keinen stichhaltige» Grund zu ihre» diesjährigen Notstandsreden gehabt haben; eS kam ihnen nur darauf an, Parteireklame zu treibe», und daß sie dazu den Hunger und das Elend ein­zelner Beklagenswerten und HülfS bedürftigen miß­brauchen, anstatt das Ihre zu thun in werkthätiger Hülfeleistung, das eben stellt sie dem hartherzigen reichen Manne gleich, von dem die Bibel spricht. Nur eine gesunde und praktische Sozialpolitik, die erfüllt ist von christlichem und patriotischem Geiste kann uns auf der Bahn des wirtschaftlichen Fort­schritts weiterbringe». Und das Reich einer solche» praktischen und christlichen Sozialpolitik istvon dieser Welt", während die sozialdemokratische Lehre »o» einem phantastische» Nirgendheim fabelt, das niemals und nirgends zu verwirkliche» sein wird.

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einige Zeit über Wasser zu halten; dieser Fall recht­fertigt sich ja vor dem parteipolitischen Gewissen dadurch, daß er eben wieder der parteipolitischen Propaganda dient, die ja meist um ihrer selbst willen die Ausstände frivoler Weise heraufbeschworen hat.

Als» werfthätige Hülfe kann und will die Sozial­demokratie de« beschäftigungslose» Arbeitern nicht leisten; aber fie nutzt sie für ihre Zwecke aus. Die Erfahrung der letzten Winter hat gezeigt, daß der Anfang regelmäßig den Anarchisten überlassen bleibt; fie berufe» eine Versammlung ein, an die sich eine große Straßenkuudgebnng schließen solle: der imposante Zug derArbeitslosen" soll zeigen, wie groß die unverschuldete Not ist und Staat und Behörde» sollen zur Abhilfe gezwungen werde» Die Ver­sammlung wird aufgelöst, die Zusammenrottung der Teilnehmer «nf den Straßen durch das Einschreiten der Polizei verhindert, wobei eS natürlich nicht immer mit guten Worten sein Bewe»den hat; kommt es zu Widerstand und ernsten Thätlichkeiten, so behauptet man kühn, die Polizei habe angefangen, »der eS seien Lockspitzel gewesen, die die Menge aufgewiegelt hätten, damit es zum Blutvergießen komme. Das ist daS Vorspiel; nun tritt die Sozialdemokratie, die wohldisziplinierte und wissenschaftlich geleitete, auf den Plan und veranstaltet ihrerseits Versammlungen der Arbeitslose», in denen diebrutale Verge­waltigung" deS notleidende» Volkes in wohlgesetzte» Resolutionen an de» Pranger gestellt wird. Diesmal aber find Einbcrufer und Redner gewitzigte Leute, die durch die Maschen des Gesetzes und Polizei- statuts durchzuschlüpfeu, Auflösung und Handgemenge wohl zu verhüten wisse». Diese Versammlunge« zweiter Ordnung stehe» sonach als unanfechtbarer Beweis da, wie selbst der notleidende Proletarier Mäßigung und Disziplin bewahrt.

Nu» kommt die dritte und Hauptaktion, die Inter­pellation im Reichstage:Welche Maßregeln haben die verbündeten Regierungen ergriffe» oder gedenken sie zu ergreifen, um dem notorisch vorhandenen Not­stand eutgegeuzuwirkeu rc. rc." Reichstag und Bundes­rat haben sich noch jedesmal diesen Interpellationen gegenüber sehr nachsichtig erwiesen, man ließ den sozialdemokratischen Rednern bereitwillig Raum, so viele und wie viel sie reden wollten, und ließ sich auch auf die ausführlichsten Auseinandersetzungen mit ihnen ein. Im vorigen Winter dauerte diese Notstandsdebatte volle fünf Tage und Herr Bebel hatte Gelegenheit, die ganze Theorie vom sozialistischen Zuknuftsstaat zu entwickeln. Oder vielmehr, er hätte fie gehabt, wenn er über die Androhungen vom

Die Heren-Gnn-el.

Roman von G e o r g H ö ck e r.

sNachdruck verboten, j

(Fortsetzung.)

▼II.

us dieOberhessische Zeitung" für je Monate Februar und März werden von llen Postanstalten, Landbriefträgern, in der

deutschen Arbeitsmarktes zu geben. Danach zeigt fich et» gewisser Notstand lediglich in den großen Städten, und er trifft nicht allein die industriellen Arbeiter, sondern beschwert auch die industrielle« Arbeitgeber. Zu klage« haben das Baugewerk mit Ausnahme von Schlesien, Elsaß und Frauken; die Ziegeleien mit Ausnahme von Ost- und West­preußen, Schlefien und Hannover; die Eisenindustrie, der Erzbergbau und die Spiegelglasfabrikation. Günstig hingegen stehe« die Zuckerinduftrie, die che­mische u»d Schuhwaren - Industrie, die Brauereieu, der Kohlenbergbau und die Textilindustrie da letztere mit Ausnahme der Sammt- und Seiden­industrie am Niederrhein, der märkischen Tuchwirkerei und verschiedener Branchen im Königreich Sachsen.

Wenn auch in einzelnen Großstädten Mangel an Beschäftigung herrscht, so kann umgekehrt in anderen Distrikten die Nachftage nach Arbeitern nicht be­friedigt werden; so bei der Landwirtschaft in de» preußischen Ostprovinze», in der Pfalz, in Franke», Schwaben und im Königreich Sachsen; bei der Textil, industiie in Hannover, Westfalen und Württemberg; beim Handwerk in der Oberpfalz, Württemberg, Schwaben und Lothringen.

Was die Lohnverhültnisse betrifft, so ergaben die Ueberfichten der Berufsgenossenschaften den rechnungs­mäßigen Beweis für die bekannte Thaffache, daß fich die Löhne seit Jahren auf dem aufsteigenden Ast bewegen. 1886 betrug der durchschnittliche Einzellihn 732 Mark, 1892 aber 868 Mark; es ist in dieser Zeit um 18,5 Proz., im Durchschnitt jährlich um 9,7 Proz. gestiegen. Die Besserung

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igen.

Verantwortlicher Redakteur: Dr. H. W. Kühne tn Marburg. Redaktion und Expedition: Markt 21.

plötzlich so freudlos, das Leben selbst so vergänglich und nichtig. Er hatte Schiffbruch gelitten an seinem Kindesfühlen und kam sich nun mit seinen Ansichten, Hoffnungen und Plänen vor wie ein Kind, dar die ersten unbeholfenen Gehversuche macht. Er schaute den Vater nicht an, denn er wußte, daß er diesen nicht mehr mit dem Blicke gewohnter kindlicher Ehr- erbietigkeit anzusehen vermochte, sondern er schritt in fich gekehrt hinter dem Sarge einher.

Bald hatte der stattliche Trauerzug den oberen Ausgang des Dorfe» erreicht, und nun bogen, nach­dem die Schulkinder festlich vom Eingänge abge­schwenkt waren, die Träger mit ihrer schwankenden Last in den eigentlichen Bereich des Kirchhofes ein.

Hart neben dem Eingänge befand fich da« Grab des heimgekehrten Gabriel. Keiner der Leidtragen­den sah auf den unscheinbaren Hügel, und somit gewahrte es auch niemand, wie auf diesem ein bleichwangiges Weib mit gar vergrämten Zügen saß und mit irren, starren Blicken auf den Leichen­zug sah.

Nur Kolmar Wending blickte von ungefähr auf die einsam Hockende. Beider Blicke fielen plötzlich aufeinander und konnten fich nimmer voneinander trennen. Mit einem Male schnellte Jllonka, die« war die Einsame, vom Hügel in die Höhe und streckte den dürren, entfleischten rechten Arm mah­nend gegen den Himmel au«, während ein unsag­barer Ausdruck der Genugthuung und der Voraus­sagung künftigen Unhell» auf ihrem blaffen Ange­sicht zu Tage trat.

Kolmar Wending verstand fie wohl. Er wollte geringschätzig lächelnd von ihr wegschauen, aber er vermochte nicht zu lachen. Sein Gesicht verzerrte fich zur Grimaffe und er verfärbte fich.

Keiner im Trauergefolge hatte auf den fich

Politische Rundschau.

Ans zahlreiche» Städten im Süden md Norden des Reiches liege» bereits Berichte vor, daß der gestrige Geburtstag des Kaisers in besonders herzlicher und glänzender Weise gefeiert worden ist. Das Dankgefühl für das Entgegenkommen des Kaisers dem Fürsten Bismarck gegenüber hat zweifel­los überall die Lebhafttgkeit und Herzlichkeit der Huldigungen gesteigert, die dem Kaiser gestern dar­gebracht wurden. Die Thatsache, daß durch die Aussprache zwischen dem Kaiser und dem alten Kanzler ei» Zwiespalt aus dem nationalen Empfinden entfernt ist, daß der Weg wieder offen ist zwischen dem Königsschlosse in Berlin und dem Bismarckhanse in Friedrichsrnh diese Thatsache wird auch im Auslande in ihrer vollen politischen Bedeutung ge­würdigt, und die Feinde und Neider des Reiches, die fich des Ausscheidens des' großen Kanzlers ans seinem Amte freuten, halten ihr Unbehagen und ihren Mißmut nicht zurück, scheuen fich auch vor neuen Verdächtigungen nicht. Dem deutsche» Volke kann das die Freude an der schönen That seines Kaisers nicht trüben, im Gegenteil wird dadurch das, was am 26. Janunr geschehen, in noch helleres Licht gestellt es war nicht allein ein historisches Er­eignis, es war ein eminent politischer Vorgang.

Selten hat ein Gesetzentwurf eine so einmütige Ablehnung erfahren, wie im Reichstage die Novelle

offenkundig eine Form gewählt halte, welche schon von vornherein bewies, daß er auf eine Annahme der Einladung gar nicht gerechnet habe, so wurde der kleine Zwischenfall von der trinkenden und schmausenden Bauerngesellschaft bald vergessen, und man tuschelte fich sogar in die Ohren, daß der Wen- dingbauer doch ein verdammt stolzer Patron sei, da er so nichtachtend selbst mit dem hochwürdigen Herrn zu sprechen wage.

Bald war der Sarg ausgesegnet, die Träger luden ihn auf ihre Schultern und dann ging es mit der stillen, müden Schläferin hinaus aus dem Hause, in welchem fie so lange Jahre gewirkt und um dessen Besitz sie ihrer Seele Seligkeit verscherzt hatte hinaus in den Bereich des stillen Kirch­hoffrieden», in dieselbe enge Wohnung, wie solch eine vor Jahren schon dem damals heimgekehrten Gabriel bereitet worden war.

Vor dem Sarge schritten die Schulkinder unter Führung der Lehrers und sangen.

Hinter dem Sarge, der auf den Schultern der Träger beharrlich hin- und herschwankte, ging Kol- mar Wending ttotzig erhobenen Haupte« mit seinen gewohnten wuchtigen Schritten und der stolzen Miene, welch beide« allein schon verkündete, was für ein selbstherrlicher Mann er roar Reben ihm ging Jürgen gesenkten Haupte« daher. Die Mutter war ihm nie sonderlich nahe gestanden. Seitdem fie die Gewissensschuld im Herzen verborgen ge- tragen, hatte fie kein Wort heiliger mitteilsamer Liebe wieder finden linnen. Aber dennoch hatte Jürgen so viel Anhänglichkett an die Tote besessen, daß es ihm nun gar weh und schmerzlich zu Mute war. Zudem ging er noch unter dem frischen Ein­druck einer ihm gewordenen schrecklichen Offenbarung hinter dem Sarge her. Die Wett erschien ihm

schaulichen sollte, und die Weiber hielten die Taschen- tücher vor. die trockenen Augen.

Besonders als dem Ortsbrauche gemäß vor der eigentlichen Beerdigung ein reichlicher Imbiß im Wendinghofe aufgetragen wurde, wußten die Leid­tragenden de« Rühmens kein Ende.

Während die Männer verliebt nach dem goldig blinkenden Weine, der in dickbauchigen Glaskrügen auf die weiß gedeckte Tafel gestellt worden war, schielten, wurde e« ihnen noch rührseliger zu Mute, und die Weiber, von denen einige jetzt wirklich Thränen fanden, suchten ihren Schmerz augenschein­lich durch das eifrige Verspeisen der freigebig auf. gestellten Kuchenstücke zu lindern.

Darüber wurde der Toten beinahe vergessen. Der enge Schrein, in de» fie zum letzten traum­losen Schlafe gelegt worden war, hatte fich ohnehin schon geschloffen. Plumpe Tannenguirlanden, mit grellfarbigen Papierrosen besteckt, umhüllten den prunkenden Sarg, und er s,h so lieblos au», als wenn die Ranken gleich Ketten fich um letzteren geschlungen hätten, um ja die Tote nur nicht wie­der zum Leben zurückkommen zu lassen.

Dann kam der alte Geistliche in der Priester' tracht in da» Trauerhau«. Die voranschreitmben beiden Meßknaben schwangen die Rauchfäßer hin und wieder, daß ein betäubender Weihrauchgeruch in bläulichen Wolken durch alle Räume des Hause« wirbelte und fich mit den Ausdünstungen vermischte, welche der frische Oelfirni» de» Sarge» und die im Totenzimmer brennenden geweihten Kerzm hervor­gebracht hatte».

Allgemein auffällig wurde e» bemerkt, daß der alte Pfarrer die Nnlcümng de» Wendingbauern auf ein Gla» Wein rundweg abschlug.

Da aber Kolmar Wending vorsichtigerweise auch

Die Notstandsdebatte im Reichstage.

Die Heilige Schrift erzählt von einem reiche» tarne, der eiuem Armen dessen Lamm nahm und schlachtete, um eine Gasterei auszurichten. Just le der reiche Mann i» diesem Gleichnis verfährt

ater» dieser Arbeitslose» einen leicht zn be­enden Boden für die schlimme Saat ihrer ren. Die Sozialdemokratie rühmt fich der

nen, die sie ans den Pfennigbeiträge» ihrer inger znsamme»bri»gt. Das Geld gehört aber die parteipolitische Propaganda; damit werden Apostel der Gleichheiis- und Freiheitslehre bezahlt die Blätter nnterhalteu, mit denen man Stadt Land überschwemmt. Für die notleidende» ade» ist kein Pfennig übrig, den einen Fall enommen, wenn eS gilt, ausständige Arbeiter

;ten mi nicht die Mehrheit bilden, doch das große Wort (461 Iren, ist selbstverständlich; und die berufsmäßigen sschdsßi toetgänger, die aus der Sozialdemokratie oder dem WtrchisumS ein Gewerbe machen, finden in den

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aßenbese r&eiterfretfe ein Geschäfts stillstand, und die Zahl r Beschäftigungslosen wird, wie die Erfahrung lehrt,

Lrschriut täglich außer an Werktagen nach S»Ml« nud .***<** *

Feiertagen, -r- Quartal-AbormemeMS-Prei» bei der Sxpe- »VLflTDIlTtl,

diti-n L D»., bei allen Postämtern L Rk. S« Pf,, (exkl. _

ÄltaSÄSffrÄÄi' Dienstag, 30. Januar 1894,

bet deren staunt 10 tprg., vteluunen tut die Zeile 26 Pfg. v

,, e sozialdemokratische Fraktion, wenn ste die Winters- ül Eta & benutzt, die naturgemäß in gewisse» BetriebS- teigen zeitweilige Arbeitslosigkeit mit fich bringt,

-* eo- * *"6-- Jllnstrirtes Sonntagsblatt

waren fie denn auch in Hellen Scharen Wlontnten, um dem reichen Wendingbauer bei '.chm widerfahrenen Verluste ttostreich zur Seite Men Da» war ein Händeschütteln schier ohne * Die Männer zogen Gefichter, al» wenn fie * einen gar salzig-bittern Trank geschluckt hätten, 1 vermutlich die Rührung ihre» Innern veran-

js zum 1. Februar unentgeltlich.

Die Exped. derOberhefs. Ztg.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«, sowie die Annoncen-Bnreanx von Haasenstein n. Vogler in VVIV - ,

Frankfurt tu M., Cassel, Magdeburg und Men; Rudolf XÄ1Ä; ,5(U1T6

Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.

Daube u, Co. in Frankfurt «lSDL, Berlin, Hannover, Paris.

AK xpedition (Markt 21), sowie von unseren ^^Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt fh gd Wetter entgegengenommen. Neuzugehende _ bonnenten erhalten dieOberhess. Zeitung"

Ein gar stattliche» Trauergefolge fand fich ein, 1 der Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen, toger aus Liebe und Zuneigung zu der Ver- Men geschah es, daß die Menschen mit Strömen $ dem Trauerhause pilgerten und von stunden- fctt Entfernung nach dem abgelegenen Gebirgs- ffk sondern weil der Kolmar Wending to-öge seine» Reichtums weithin angesehen und $et »ar. Flößt doch dem blöden Menschenfinne »s eher und leichter Respekt ein, al» der Besitz ICH tienben, gleißenden Golder. Besonders die große ge, die nicht viel nach der moralischen Seite Denkens und Handelns fragt, sondern vor dem . tat der Welt bereitwillig anbetend niederfinkt ben Herrgott selbst darüber vergißt, ist es, blindlings dem Reichtum huldigt. Da mag Mensch ein aufgeblasener Tropf fein oder einen y ausgeprägter Verstand besitzen, da» gilt der Mosen Menge alle» gleich. Nur das Klirren ätzten Goldes weiß sie zu würdige», und diese» W läuft fie rückhaltslo» nach.