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<■> blühende Industrie, die Heraufbeschwörung der Gefahr,
den Reichstag daS bestimmte Ersuchen ausgesprochen,
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MiuisterkrifiS gemeldet. Dieselbe ist die Folge eines Zerwürfnisses der Regierung mit der Rechten. Der Konseilsprästdent Beernaert hatte beretts in aller Form erklärt, daß er zurücktreten würde, falls die proporttonelle Verttetung bei den Wahlen von der Rechten nicht angenommen werden sollte. Die übrige» Minister schlossen fich dem Konseilpräfidenten an, wonach die Rechte eine Kommission mit der Aufgabe bettaute, Mittel und Wege zu finden, um eine annehmbare Form für diese proporttonelle Vertretung vorzuschlageu. Es gelang jedoch der Kommission nicht, geeignete Vermittlungsvorschläge zu mache», so daß Herr Beernaert ihr mitteilte, daß er bet seiner früheren Entschließung beharren müßte.
Uebereiustimmende Meldungen aus Rom lassen die revolutionäre Periode in Sicilien als abgeschlossen erscheinen. Die Auflösung und Entwaffnung der siciliauischen Klubs geht ruhig von Statten. Die Furcht vor den allenthalben eingerichteten Staud- gerichten hat auf die ganze Bewegung einen lähmenden Einfluß ausgeübt. Dem „Messaggero" zufolge wurde» bisher circa zweitausend Gewehre und vierhuudert- zwanzig Revolver und Pistolen beschlagnahmt. Die Verhaftungen indessen dauern fort. Bezüglich der Aufstände in Apulien glaubt man, daß die Energie der Regierung ernstere Konsequenzen avSschließen werde. Da man indeflen in Barletta und Lorat» neue Tumulte befürchtet, gingen weitere Verstärkungen dorthin ab. Die Stadt Gibellina, die das Milstär hatte räumen müssen, wurde ohne Widerstand durch ein Bataillon neu besetzt. Bei dem Tumult in Rnvo wurden drei Brandstifter getötet und viele verwundet. Einzelne Berichte gehe» so weit, die Aufhebung de» Belagerungszustandes, sowie den Zusammenttitt der Kammer» für de» 25. d. M. bereits mtt Bestimmtheit vorauszusage».
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Am Montag soll auch der preußische Fiuauzmiutster Dr. Miquel noch sprechen wollen. Nach den Be- schlüssen des Seniorenkonvents des Reichstages fällt am Dienstag wegen der Eröffnung des Landtages die Plenarsitzung aus. Der nächste Mittwoch, 17. d., soll daun ein sogen. Schwerinstag sein, an dem ZentrumSanttäge zvr Verhandlung gelangen werden. Am Donnerstag, 18. d., beginnt dann die Beratung des WeiusteuergesetzeS.
Der sozialdemokratische „Vorwärts" nennt die Verurteilung des Attentäters Vaillant durch die Pariser Geschworenen einen „Skandal". Er schließt damit würdig die Reihe seiner Meiuuugsäußerungen über das anarchistische Attentat in der Pariser Deputierten-Kammer. Scho» wellige Tage nach dem Attentat und nachdem der Abg. v. Bennigsen die frivole Besprechung desselben durch den „Vorwärts" im Reichstage öffentlich gebrandmarkt hatte, machte das sozialdemokratische Hauptorga» die Mordwaffe zur „Sardineubüchse"; jetzt ist es für ihn „ein mit irgend einem Sprengstoff gefüllt gewesener Kochtopf, oder ein sonstiges Gefäß", und der Attentäter hat nur in einer „Wahnvorstellung" gehandelt. Der „Vorwärts" mag ja seine Gründe haben, die anarchistische That zu beschönige», er darf dann aber nicht verlangen, daß er auf eine wesentlich andere Stufe gestellt werde, wie der Berüber dieser That.
Das württembergische „MlstärverorduuugSblatt" veröffentlicht einen Erlaß des Kriegsministers, wonach künftig die württembergischen, »ach Preuße» kommandierte» Offiziere, königliche Flügeladjutaute» ausgenommen, preußische Uniform tragen und umgekehrt. In der betteffenden königliche« Ordre heißt es, der König habe, geleitet von dem Wunsch, die Dienst- alterS- und BefördernugsverhältMe der württb. Offiziere mit denen der preußischen in Ueberein- stimmung zu bringen, i» Gemäßheit der Arttkel 5, 8 und 12 der Militärkonveution beschlossen, die Beförderung der württb. Offiziere fortan nur unter dem Gesichtspunkt duftete» zu lassen, daß alle Schwierigkeiten vermiede» werden, welche fich bisher unerwünschter Weise »nd zum Nachteil der württb. Offiziere bei der Kommandierung »ach Preußen und umgekehrt gelteud machte». Nach mündlicher Vereinbarung mit dem König von Preuße» traf daher der König die schon beka»«t gegebenen Anordnungen. Der „Staatsanzeiger" fügt hinzu: Weitere Ab- machungeu fanden nicht statt, insbesondere seien wesentlich ausgedehntere Kommandierungen als bisher nicht in Ausficht genommen.
Aus Belgien wurde die längst vorhergesehene
die Tabakfabrikatsteuer rundweg abzulehuen. Am beste» wäre es, der Reichstag leistete der Aufforderung Folge und sparte die ganz überflüsfige Kommisfions- beratung einer Frage, die bis in die kleinste Einzelheit schon erörtert ist, über die jeder mit Politik fich Beschäftigende nachgerade ei» Urteil habe» muß.
Die Weinsteuer wird anscheinend nicht mehr recht ernst genommen. Vielleicht entschließt sich die Re- gierung doch noch, von einer Debatte über den Entwurf abzustehe»; denn es könnte vorkomme», daß der Vertreter einer süddeutsche» Regierung dabei das Wort ergriffe zu einer nachdrücklichen Erklärung gegen diese Steuer...
Prüft man vorurteilslos die Vorschläge des Herrn v. Diest-Daber zu einer auf andern Grundlagen gestellten Brauntweinbesteuerung, so verdient das Projekt insofern vor der Tabakfabrikatsteuer Bevorzugung, als es das bei weitem kleinere Uebel ist. Zunächst find keine Arbeiterentlassungen mit jener Branntweinsteuer — feste Taxen für Hersteller und Verkäufer — verknüft; der Branutwein wird ferner nicht verteuert; die Landwirtschaft, die namentlich in den Gegenden mit starkem Kartoffelbau auf das Brennereigewerbe angewiesen ist, erhält eine größere Gewährleistung der Einnahme; das Reich erzielt einen Mehrertrag von jährlich 96 Millionen; endlich und vor allem: durch die Einführung des Reinigungszwangs wird dem Verkauf der direkt gesundheitsstöreuden Erzeugnisse ein Ende gemacht. Die Kehrseite der Medaille ist freilich, daß die Kleinverkäufer von Branntwein vielleicht ei» Dritteil weniger als jetzt am Liter verdiene». Dafür sollen die Branntweinverkäufer dadurch eine gewisse Entschädigung erhalten, daß neue Konzessionen zum Ausschank nicht erteilt werden dürfen, falls an einem Platze auf je vierhundert Seelen mehr als ein Ausschank kommt.
Soweit im Reichstag in Erfahrung zu bringen war, hält man die Vorschläge des Herr» v. Dieft nicht für undiskutabel.
Politische Rundschau.
-e. Der Reichstag führte die erste Beratung der Tabaksteuervorlage am Sonnabeud noch nicht zn Ende. Von den Freunden der Vorlage sprach der Pfälzer Dr. Clemm - Ludwigshafen; die anderen Redner: Dr. Schneider (stets.), v. Hammerstein (deutschkons.), Dr. Böckel (Antis.) und Rösicke (wild- lib.) Ware» sämtlich gegen die Vorlage. Von Seite» der Regierungen sprachen der bayerische Finanzminister v. Riedel und der Schatzsekretär Graf Posadowski.
1887)
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Strohschütte des Planwagens verborgen habe. Dort müsse fie fich jedenfalls befinden.
Bereitwillig ging der alte Pfarrer mit ihr nach der Scheune, wo der kleine Wagen noch immer so stand» wie er an jenem verhängnisvollen Abende hineingefahren worden war. Aber zu ihrem grüß, lichsten Entsetzen fand die suchende Fra» die Tasche nicht.
In aufgeregter Hast kehrte fie das Oberste zu unterst und durchsuchte aller noch einmal, jedoch ohne Erfolg. Die Tasche mit den wichttgen Dokumenten war und blieb verschwunden.
Dem alten Pfarrer fiel er bei, daß ja dar kleine Töchterchen bei dem Verstorbenen gewesen sei, und er drang liebreich in die Kleine, ob fie nichts von der vermißten Brieftasche wisse.
Die Kleine schaute ihn mit ihren großen, dunklen Auge» schüchtern an. Aber die liebevolle Art de« alten Manne» gewann diesem doch ihr Verstaue».
„Der böse, stemde Man» — er hat Streü gehabt mit meinem lieben Vater, und be hat er plötzlich die Tasche genommen!" sagte fie in ihrer kindlichen Art, aber offenbar ihrer Sache gewiß.
Der Pfarrer schaute besteten auf Jllonka.
„Der böse, fremde Mann!" meinte er dann stutzig; „wer kann dar anders sein, als Kolmar Wending?"
In den dunklen Augen der jungen Weibe« glühte es haßerfüllt auf.
„£>, ich trau' es ihm zu!" rief dieses hastig; „denn er gefiel mir nicht vom ersten Augenblicke an — o, daß ich ihn allein gelassen habe mit Gabriel! Ich wußte es gleich damals, daß es ein entsetzliche« Unglück geben werde!"
(Fortsetzung felgt )
rir ob die vor Schmerz halb Wahnwitzige den Toten wieder au« der Erde heraurkratzen wollte, um ihn üvch einmal zu befitzen.
sonnenklar z» Tage. Sie war die Nachfolgerin ihres verstorbenen Mannes und berechtigt, für ihr Kind den Besitz des Wending-Hofes anzusteten; mochten die Gohrunger Bauern darüber noch so zeter» und die Hände über den Kops zusammenschlagen. Indessen, der alte Pfarrer mußte fich sofort gestehen, daß die Angelegenheit nicht ohne erhebliche Schwierigkeiten geordnet werden könnte Da« ganze Verhalten des jungen Großbauern bewies, daß er fich ernstlich auf die Hinterfüße zu (teilen gedachte, und dies konnte ihm der Geistliche schließlich auch nicht gerade verdenken. Es wehrt (ich ja ein jeder um seinen Besitz, und für Kolmar Wending mußte es natürlich sehr hart sein, einem unbekannten, fremden Weibe, von dessen Existenz er bis vor wenigen Tagen nicht die geringste Ahnung gehabt hatte, den stattlichen Hof seiner Väter zu übergeben, welchen er bis dahin für sein berechtigtes Eigentum gehalten hatte. Indessen hoffte der alte Pfarrer schon einen billigen Vergleich zwischen beiden Parteien zuwege bringen zu können. Die unglückliche Frau ließ fich vielleicht mit einer Summe Geldes abfinden, welche groß genug sein mußte, um fie »nd ihr Kind vor Mangel zu schützen.
In diesem Sinne gedachte der würdige Mann denn auch zu wirken.
Wie sehr erstaunte er aber, al» er nach dem Begräbnisse zum jungen Wendingbauer hinging und dieser, al» er ihm die Sache vortragen wollte, chm gelassen entgegnete, er halte es für unmöglich daß sein Bruder Gabriel wirklich heimgekehrt sei; eine zufällige Aehnlichkeit habe ihn verblendet. Jeden- fall» komme man nicht so ohne weitere» in ein Tors hereingeschneit und suche ehrliche Christen- meuschen um den ihnen rechtlich gehörenden Besitz zu bringen. Wenn da» fremde Weib von ihm
etwas wolle, so solle es nur zum Gericht gehen und dort die Ansprüche beweisen. Hoffentlich müsse es doch Schriftstücke »bei sonst wa« Aehnliches haben; das habe er damals schon gleich dem Herrn Pfarrer gesagt, als er mit ihm bei der Seidje des unbekannten Mannes zusammengetroffen wäre. Es falle ihm, dem Wendingbauer, nicht im Schlafe ein, auch nur das geringste Zugeständnis freiwillig zu machen.
Kopfschüttelnd und betrübten Herzens kehrte der wohlmeinende Mann zu feinen Schützlingen zurück. Jetzt hielt er er für angemessen, auch mit dem jungen Weibe eingehend und offenherzig zu sprechen.
Anfangs wollte ihn Jllonka kaum verstehen; als aber der alte Pfarrer mit zögernder Stimme den vom Wendingbauer ausgesprochene» Verdacht berichtete, daß der Heimgekehrte gar nicht Gabriel Wending gewesen oder zum wenigsten doch nicht Jllonka dessen ehelich angetrautes Weib sei, da flammte die Heißblütige zornbewegt auf. Man wolle ihr die Ehre und den guten Namen rauben, das sehe fie jetzt wohl ein; aber glücklicherweise sei sie im stände, ihreu ehrlichen Namen zu behaupten. Gleich einem Hciligtume habe ihr verstorbener Mann immer die Dokumente bei fich gehabt, welche auf ihren Familienstand Bezug gehabt hätten. Von Dorf zu Dorf umherziehend, mären fie gar ost ix die Notwendigkeit versetzt worden, fich mit ben Papieren zu legitimieren. Sowohl ihr eigener Trauschein, als der Taufschein ihres Kindes seien zur Hand. Ihr Mann hätte beide nebst einem Schmuckstücke von seiner Mutter in einer kleine» Leder- lasche verwahrt gehabt »nd diese weder bei Tag noch bei Nacht von fich gelassen. In der namenlosen Erregung ter letzten Tage habe fie ganz die Tasche vergessen; aber fie erinnere fich jetzt deutlich, daß fie ihr verdorbener Mann neben sich in der
Nun, nachdem wieder ein Tag verflossen war, entstand die Frage, was aus der Fremden werden Mte Bisher hatte der alte Pfarrer fie in ihrem Egen Schmerze nicht stören wollen, Ioniern rück- «fchtsvoll alle grogen auf später verschoben. Jetzt wo Erde den Sarg des müben Schläfers be-
*dte, trat die rauhe Wirklichkeit wieder in ihr an-
Deutsches Reich.
Iierti», 14. Jan. Gestern Vormittag hörte der Kaiser de» Vortrag des khefs des General» stades, Generals der Kavallerie und Geueraladjutanteu Grafe» v. Schlieffen, und arbeitete sodann mit dem Chef des Milttärkabinets General der Infanterie n»b Generaladjutante» v. Hahnke. Von 1 Uhr ab »ahm der Kaiser eine Reihe militärischer Meldungen eit« gegen. — Der Prinz und die Prinzessin Heinrich werde» am Montag Abend mtt ihrem ganze» Hofstaat zu längerem Aufenthalt von Kiel nach Berlin reifen. — Der Reichskanzler Graf Caprivi erschien heute Mittag 1 Uhr auf der russischen Botschaft, »m
Eine anderweitige Besteuerung des Branntweins.
Herr v. Diest - Daber hat einen Gesetzentwurf aßt betreffs auderweitiger Besteuerung des Brannt- s, der in parlamentarischen und anderen Kreise» hast besprochen wirb. Die zuweilen zu offiziösen eilungen benutzteu „Pol.Nachr." wollen allerdings ,„en, daß die Regierung zu diesen Vorschlägen keine tellung genommen habe. Aus der Veröffentlichung Herrn v. Diest geht ober unzweideutig hervor, dies doch der Fall ist, daß zum mindesten anzminister Miquel dem Entwurf in den Gruud- zügen zustimmt. Herr v. Diest schreibt z. B., er be fich dem von maßgebender Stelle geäußerten unsche aus Beseitigung der Maischraumsteuer ge- „t, nachdem die Zusicherung erteilt war, daß eine autel in das Gesetz ausgenommen werden soll, welche den notwendigen Schutz des Kartoffelbaues irkt. Weiter spricht Herr v. Diest von dem Ge- etzentwurs, „wie er bisher vereinbart wurde". Die gebliche Richtigstellung der „Pol. Nachr." ist also enstandslos. Es verlautete ferner im Reichs- daß auch der bayerische Finauzminister von ben erschlügen Kenntnis habe u»b fie billige. Ans lamentarischen Kreisen wirb barüber aus Berlin chrieben:
Nun liegt bie Sache so, baß bie Regierung zu- ächst versuchen wirb, bie Tabakfabrikatsteuer unb
Weinsteuer burchzubringeu. Mau rechnet in Re ngskreisen barauf, mit Hilfe beS Zeuttums einer aksteuer unter Freilassung ber geringwertigste» ebrilate bie Annahme zu sichern und dadurch merhin etwa 30 Millionen statt ber gewünschten 5 Millionen jährliche Mehreinnahme z» erzielen. Hatsache ist allerbivgs, baß im Zenttum seit längerem bänberungsanttäge in biesem Sinne erwogen werben, ber nach ber Darlegung Sachverständiger ist bie chätzung ber Regierung bezüglich des Ergebnisses ter Tabakfabrikatsteuer viel zu hoch gegriffen, öchstens dreizehn Millionen würben infolge ber beenden Kosten ber Steuererhebung, Kontrolle usw. kommen bei voller Annahme ber Regierungsvor- e, mithin unter ber erwähnten Beschränkung etwa ben bis acht Millionen Mark. Und nm solche Lappalie — wen» bie angeführte Darlegung „Sach- verstäudiger" zutrifft — ei» schwerer Eingriff i» eine
Mawmtes Recht zurück. Was sollte au» ber jungen Am »nb ihrem Kinde werben? Für ben alten Pfarrer lag freilich da» Recht de» jungen Weibes
Marburg,
Dienstag, 16. Januar 1894
imittel. baß Tausende von Arbeiter» entlassen werbe»? Line ganze Anzahl angesehener Hanbelskammer» hat an
Erscheint täglich aber cn Werktagen nach 6etm» and Feiertagen. — Ouartal-rlbonnementS-Prei» bei tat Sxpe- Mtion 2 ML, bei allen Postämtern S Mk> 28 Pfz (ejfl. Bestellgeld). JnseratiouSgebnbr für die gespaltene Zeile »der deren Raum 10 Pfgi, Reklame» für die Zeile 28 Pfg.
Air Herr«-Guir-el.
Roman von Georg Hocken
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Nur mit großer Mühe gelang es bem geistlichen , die schreiende und jammernde Jllonka vom abe zurück wieder nach dem Pfarrhause z« bringen, bie blieb neben dem Totengräber stehe», der lässig »nd mechanisch sein gewohntes Geschäft verrichtete die Erdschollen polternd auf den Sarg herunter- schaufelte. Dann, al» sich der Hügel rasch gewölbt hatte, stürzte Jllonka mit einem wilden, verzweifelten Aufschrei über demselben zusammen. Ihre Finger
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg nnd Kirchhain.
BeriM! °(^|kto5'rte(fR«ft1Slbnltftrei b”"6ro Jlluftrirtes Sonntagsblatt. antwortlichn^R^datteur. 8"
Bei den noch immer auf dem Kirchhofe ©affen» brn erregte ihr in Schmerz aufgelöstes Gebaren selbstredend ungeheuren Anstoß. Da» fei kein - Aristenbrauch, sich so gar arg zu stellen, brummten 9 nnn* ■ Mißvergnügten, und die Weiber wußten noch » i 2 A spitzere Reden hervorzubringen. Rur der alte ä » 1 t^artct verstand wieder den Schmerz de» unglück- * * ’ uchen jungen Weibes. Er nahm diefes endlich bei M., I der Hand und führte es nach dem Pfarrhause zurück
»«zeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«, sowie die Annoncen-Bureanx von Haasenstein u. Bögler in VVIV -
Frankfurt tu M„ Cassel, Magdeburg nnd Men; Rudolf AAIA; -iQDTl
Moste in Frankfurt a. SBt, Berlin, München u. Köln; G. L.
Daube u, Co, in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris.