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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain

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Es weiß, daß es erst mit Deutsch- «, bevor eS den Bosporus be-

wendung kam. aud abrechnen

komme» kann.

Wie denken

Kaisers?

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Ich weiß darüber nichts. Jedenfalls aber hat der Kaiser die Augen weit offen, und er weiß genau, was überall vorgeht. Aber er ist von den Gefahren des Krieges, selbst deS erfolgreiche», für Kultur, Zivilisation und Humanität tief durchdrungen und hat den sehnlichste» Wunsch, seinem Volke und ganz Europa den Frieden zu erhalten. Deshalb ist er besonders vorsichtig. Im übrige» ist er gar nicht eroberungslustig und weiß, daß er bei jedem Kriege, auch wenn er siegreich werden sollte, nicht viel ge­winnen würde. Die deutschen Geschäftsleute fühlen dies auch und wisse», daß der nächste Krieg größten­teils dazu diene» wird, Kastanien für England aus dem Feuer zu holen.

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nicht verschnindeu zu sollen. Namentlich wird in Frankreich mit ehernem Kehrbesen i» de» Schlupf­winkeln der Dynamit-Unholde herumgefegt und werden tagtäglich neue zahlreiche Verhaftungen gemeldet. Die von der französischen Regierung entfaltete Um­sicht und Energie in Verfolgung der wahnwitzigen Menschenfeinde verdient die Anerkennung eines jede» Kulturfreundes. Hätte man in Paris früher dazu- gethan um Ordnung zu mache», so wäre die Ausgabe allerdings um ein Bedeutendes leichter zu lösen gewesen.

Das Unziemliche, daß die Minister tu Eng­land Direktoren von geschäftlichen Gesellschaften find, ist fchou häufig in der englische» Presse be­sprochen worden. Mehr als ein Minister, wie z. B. Lord Rosebery, hat das auch eingesehen und sei» Amt als Direktor niedergelegt, sobald er in das

bemächtigten sich die Meuterer nicht uur deS Re» gieiungsgebäudeS und verjagte» die Beamten, sonder» griffen auch die Faktoreie», darunter die der eng­lischen Firme» in Kamerun mit Erfolg an. Der KreuzerHyäne" operierte mit Unterstützung der Kaufleute gegen die Meuterer, die schließlich verjagt wurden, nachdem Kamerun nenn Tage i» ihrer Ge­walt gewesen. Die Waren in den Faktoreien bliebe» »»versehrt. Die von de» Meuterer» geplünderte» Regierungsgebäude waren außer dem Gouvernements- )ause, der Pulverschuppen und die Montierungskammer, die wie dieKöln. Ztg." schreibt erst im Laufe des letzten Jahres neu errichtet wurden. Der Pulverschuppen, 38 m laug, 11 m tief ans einem 60 cm hohen Betonsockel errichtet, enthielt elf Abteilungen, die de» Kameruner Kaufleuten zur Unterbringung ihrer Vorräte an Schußwaffen nud Muuilio» über­wiesen Ware». Die Moutierungskammer war 15 m lang, 8 m breit und enthielt drei Räume, von bene» der erste zur Aufbewahrung von Gewehre» und Ge­schützen, der zweite zur Aufbewahrung von Munitio» und der dritte zur Aufbewahrung von eigentliche» Montierungsstücken diente. Hier fanden die Meuterer reichen Vorrat, so daß ihr zäher Widerstand, namentlich angefichtS der Abwesenheit von S. M. SchiffHyäne", sehr wohl begreiflich erscheiut. Bei der Telegraphen­station t» Kamerun, die am 21. Febr. v. I. eröffnet nnd durch Kabel mit Bonny, von wo die erwähnten näheren Nachrichten datieren, verbunden worden ist und die dem Postageuteu in Kamerun untersteht, waren zur Hilfeleistung zwei im Telegraphendienst ausgebildete Schwarze aus Accra und Sierra Leone angestellt.

Geh', geh', Jllonka; ich fühle es, daß es mit mir zu Ende geht," drängte der leidende Mann und suchte bittend die Hände zusammenzufalten; frag' nach dem Wendingbauern sag' meinem Vater, sein Sohn wäre gekommen der alte Mann soll zu mir kommen; ich kann nicht sterben, bis er den Fluch von mir genommen hat den Fluch, den Fluch!" Seine Stimme ging in ein unartikulierte« Stammeln über.

Das junge Weib nickte ergebungsvoll mit dem Kopfe.

Gundula, mein Kind," wendete sie sich an das kleine, kaum vierjährige Mädchen, welches zur Seite des Sterbenden kauerte,hab' acht auf den Vater, mein Liebling; gleich, gleich bin ich wieder bei Euch." Sie hob mit verzweiflungsvoller Geberde die ge­falteten Hände empor. .O, Herrgott im Himmel Herrgott im Himmel!" schrie sie auf,nimm ihn mir nicht, nicht jetzt; was soll ich arme«, schutzloses Weib allein mit meinem Kinde auf der Welt?"

Geh', geh', Jllonka," drängte der Sterbmde wieder mit brechender Stimme,sag' meinem Vater, er soll kommen sag' ihm, sein Sohn, fei» Gabriel"

Das junge Weib nickte ihm noch einmal lebhaft zu, dann raffte sie rasch eine Decke, welche iksr zum eigenen Schutze gedient hatte, von den Schullern und legte sie noch über den Leidenden.

So halt' Dich ruhig, mein Gabriel", flüstette sie mit zärtlichem Beben in der (Stimme;gleich bin ich wieder bei Dir; Gott will da» Schlimmste nicht ich bringe Dir Deinen Vater mll, und im Vaterhause wirst Du wieder gesund werden."

Sie sah weder da» schmerzliche, entsagungsvolle Lächeln de» Sterbenden, noch hötte sie den hohlen, unheimlichen Husten, der ihre Watte sofott Lügen

Auch der Bauernstand hat seinen Adel. Be. sonder» die Bauern, welche in starrer Abgeschieden­heit von bett übrigen Menschen ihre Tage vollbringen und, nur auf sich und ihre Kraft angewiesen, in harter, schweißtreibender Arbeit der Gebirgseinöd ihr Dasein abtrotzen, haben ihren Stolz, der sich kaum von demjenigen blaublütiger Geschlechter unter­scheidet.

Fast nie ereignet sich der Fall, daß sich einma ein Fremdling in die Gebirgseinsamkell verirrt un gar seßhaft unter dem trotzigen Geschlechte sich machen will. Geschieht e» aber dennoch, dann treffen ihn, wo er nur gehen und stehen mag, mißtrauische, übelwollende Blicke in Hülle und Fülle; auf Schritt und Tritt läßt e» ihn der Angesessene merken, daß er nicht» al» ein überflüssiger Frrmder ist und bleiben wird. In solchem Falle nötigt dem trotzigen, verbiffenen Sinne der Gohrunger nicht einmal der Reichtum de» Fremden Achtung ab; da» will aber viel heißen, berat bei Gebirgsbauer, welchem bie Silbetthaler nur gar spärlich zufließen unb der zu­weilen Goldstücke kaum vom Ansehen lennt, hat sonst einen gar großen Respekt vor dem gemünzten Metalle.

Unter den Bauern in Dorf Gohrungen, deren Vorfahren schon fett Jahrhunderten auf der nächt­lichen Scholle gesessen hatten, war unstreitig einer der angesehensten und reichsten der junge Großbauer Kolmar Wendig.

Dieser besaß einen statttichen Hof stattlic) freilich weniger durch sein schmucke» Aussehen, denn be» Wendingbauern Gehöft war alt »nd verräuchert,

BeraMwortlicher Redakteur: Dn H. W. Kühne w Marburg. Redaktion und Expckition: Markt 81.

Die Herrn-Kundel.

Roman von Georg Höcken

(Nachdruck »erboten.]

(Fortsetzung.)

O, Mann Mann, welche» Unglück!" schrie jammernd die Frau auf und wendete sich hände­ringend gegen da» Innere de» Wagen»;wir können nicht weller da» Pferd ist gestürzt e» ist tot!"

Ein schmerzliche» Aufseufzen entfuhr den Lippen be» Seibenben, unb dieser starrte mit weit ausge- riffenen glanzlosen Augen vor sich hin.

Aber wir finb nicht weit von bet Heimat, wir finb ganz nahe ganz nahe," stammelte er dann mit kaum vernehmbarer Stimme;ja, ja, ich kenne euch wieber, ihr Bäume; ihr nickt mir zu e» ist bie Heimat, bie mich umgiebt, ich bin am Ziele am Ziele!"

Was thun wa» thun?" jammerte bas Weib

über den deutsche» Kaiser abzudrucke». Dem Redakteur wurde bedeutet, daß i» Rußland die Leute kein Lob des deutsche» Herrschers zu lese» notwendig hätten. Rußland hat in letzter Zeit alle Bewegungen auf seine» Bahnen sehr geheim gehalten. Zuweilen wurde tagelang der ganze Verkehr auf de» Bahnen mit Ausnahme des Verkehrs der Regierung einge- iellt. Sonderbar genug ist es, daß alles Geld, welches für Forts und Kriegsvorräte ausgegeben wurde, fast ganz gegen die deutsche Grenze zur An-

nier - Lio te 1. Et< | hstraße! iberweit külz-r.

4 Zim» vermierh! raße 28.

Politische Rundschau.

-e. Tie RubrikAnarchistisches" aus der politische» Tageschronik leider noch

Poultney Bigelow.

Der bekannte amerikanische Schriftsteller Poultney Bigelow ist nach mehrmonatlichem Aufenthalt in Dentschland unb England dieser Tage wieder in New York eiugetroffen. Ein Vertreter der Associated Preß hat ihn sofort interviewt. Was Poultney Bigelow über die europäische Lage sagt, ist intereffant genug, daß europäische Blätter eS abdrucken, auch »en» sie int einzelnen anderer Ansicht find. Das Interview verlief folgendermaßen:

Wie denken Sie Über die Absichten Rußlands?

Ich kenne Rußland genau, obgleich oder soll ,ichdenn" sagen? ich aus Rußland ausgewiesen bin. Rußland will Konstantinopel und trifft Votbe- Teilungen, es zu nehmen. Rußland kann diesen Wunsch nicht ausführen, ohne vorher Oesterreich zu bekämpfe», u»d dies kann nicht geschehe», ohne daß Deutschland mitbekämpft wird. Rußland will bie iünduvg bei Donau, eine Forderung so ftemd- tig, als wenn Frankreich wünschen sollte, Louisiana tber zu besetzen. Rußland hat einen Feind be- anders im Auge, das ist Deutschland. AuS diesem Haß gegen Deutschland wurde die komische Freund- schast zwischen Rußland und Frankreich geboren, denn Kankreich gedenkt Elsaß-Lothringen zurückzunehmen. Der Ernst der gegenwärtigen Aussichten liegt nicht so sehr in der Thatsache, daß Rußland und Frank­reich individuell Deutschland nicht leiden mögen, sondern in der Thatsache, daß sie in ihrem Hasse, der alle andere Leidenschaft absorbiert, verbunden find.

Glauben Sie wirklich an die Kriegslust Frankreichs ?

Daß Frankreich sich nach einem Kriege sehnt, kann für den, der das wahnsinnige Benehmen der Franzosen bei der Begrüßung der russischen Seeleute in Toulon und Paris gesehen hat, keinem Zweifel unterliege»; ebensowenig kann es bestritte» werde«, daß Frankreich jetzt besser für einen Krieg gerüstet ist als je zuvor. Rußland sondierte Frankreich und ist mit dem Ergebnis zufrieden. Wenn der Krieg erklärt wird, find die beiden eins, Armee und Flotte.

Treffen die Russen Kriegsvorbereitungen?

Die russische Regierung hat jetzt ihre aktive Armee westlich von Moskau zusammeugezoge» und die Hanptttuppeu in Polen. Sie verfolgt die deutsche Sprache und die lutherische Religio» in den Ostsee- Provinzen und facht den herrschenden Haß gegen Deutschland zu heller Flamme an. Ein Redatteur i» Polen wurde kürzlich mit Verbannung nach Sibirien bedroht, weil er es gewagt hatte, einen unparteiisch gehaltenen Artikel deS Century-Magazin

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Feiertagen. - Quartal-Ab-uncmentS-BrriS bei bet Sxpe- VUllG

Litton 2 MI., bei alle» Postämtern 2 Mt. 2» Pfgi (exkl. , . . on .

Bestellgeld). JnserationSg^Lhr für die gespaltene Alle SoNNllbeild, 6. JttNUllr 1894

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i von neuem auf

Jllonka!" rief bei Sterbende wieder,komm ! her, ahe zu mir, mein Liebling mein v. Glück!" flüsterte er mit einem schwachen Lächeln

ueallee !' um die erstarrten Lippen, als das junge Weib sich -------- dicht über ihn beugte, unb ein unbeschreiblich inniger Ausbruck hat babei auf seinem Antlitze hervor Geh' nur voran so rasch Du laufen kannst; ich bitte Dich, mein Herz in wenigen Augen­blicken mußt Du Dorf Gohrungen erreicht haben ich sehe es vor mir liegen bort, dort muß e» fein," babei beutete er mit ungestüm heftiger Be-

Deutsches Reich.

Iterkip, 4. Jan. Heute Vormittag arbeitete der Kaiser von 9 Uhr ab mit dem Chef des Militärkabinetts und empfing später den Minister des Königlichen Hauses von Wedell-Piksdorf, den Oberhoftneister Ihrer Majestät, Frhrn. v. Mrbach, de» Chef des Geheimen Zivilkabinetts, sowie de» Baurat Schwechte» zu gemeinsamen Vortrage unb reifte mittelst Sonderzuges um 12 Uhr 45 Minute» »ach Bückeburg, wo er gegen 6 Uhr Abends einzu­treffen und int Fürstlichen Schlosse Wohnung zu nehmen gedenkt. Eine hier verbreitete Meldung besagt, daß der Schah von Persien nach Ostern eine Reise »ach Frankreich antreten werde.

Die deutsch-russischen Zollver- handlunge» wurden von neuem ausgenommen.

als durch seine räumliche Ausdehnung, Felder und Wiesen und dazu in den Ställen glattgestrigelte Pferde, welche mutig scharrend an den Krippen standen, bundzescheckte Ochsen unb Kühe unb eine schier enblofe Anzahl von Kleinvieh. Zehn Köpfe stark war bas Gesinde unb es hatte männiglich zu thun, um neben bem Großbauern wie der Bewirt­schaftung von dessen Grundbesitz fettig zu werden. Freilich auf den Felbern gab e» nur wenig zu thun, denn der magere Boden trug höchsten» spärliche Frucht ober Kartoffeln, kaum ausreichend für den Hausbedarf Aber um fo mehr gab es in bei um- faffenben Waldung zu schaffen, welche bem Kolmar Wending zugehörte. Vom begmnenben Herbste an, den langen, eintönigen Winter hindurch erschallte ruhelos die Axt im düsteren Forste. Stamm um Stamm wurde gefällt und brach ächzend unter den erbarmungslosen Streichen zusammen. Wenn e» dann Frühling wurde in der Natur und die mun­tern Gießbäche zu tosenden Waldströmen anwuchsen, wurde das gefällte, roh zubehauene Holz thalabwärt» gebracht. Dort verkauften es die Bauern an die Holzhändler, welche die schlanken Stämme bis nach Holland unb noch weiter ben großen Schiffszimmereien hüben unb brüben bes Oceans zuführten

Kolmar Wenbing war verhältnismäßig noch jung an Jahren, er mochte kaum ein beginnenber Dreißiger sein unb hatte auch etwa erst vor acht Jahren ei» junge», hübsches Weib auf ben Hof gebracht, bal ihm einen stattlichen, munteren Knaben beschert hatte, bei nun während der Winterszeit bas erste Jahr in ber kümmerlichen Dorfschule bie Anfangs- grtnbe ber Lese- und Schreibekunst beigebracht erhielt.

Bei Beginn unserer Erzählung war e« kaum ein Jahr, baß Kolmar ben Hof von feinem Vater übernommen hatte. Der letztere hatte bi« zu seinem

Ministerium eintrat. Gesetzlicher Zwang dazu liegt allerdings keiner vor, aber eist neuerdings ist es m Parlameute angeregt worden, die Niederlegung sicher einträglicher privater Posten obligatorisch zu wachen. Zur Sache schreibt der konservative Spektator":Die jetzigen Gehälter der englischen Minister find durchaus nicht zu hoch. Werden sie »eschnitteu, wie gewisse Radikale wünschen, so werden ich früher oder später Einflüsse bei dem Kabinett fühlbar machen, die gefährlicher sind, als der Posten eines Gesellschaftsdirektors. Aus dem Grunde möchten wir auch sehen, daß die Minister ihre Amtswohnungen habe», wie es i» Frankreich der Fall ist. Wenn Jemand gleich in eine möblierte Wohnung einziehen kann, so ist ihm eine schwere Buße, die sonst mit der Annahme eines Amtes verbunden ist, erspart Ebenso wichtig ist die Aufrechterhaltung deS jetzige» Systems der Ministerpeufione» Ein gewesener Minister sollte sich nicht nach Direktorstellen oder litteraiischer Arbeit umsehe» müssen. Wir sind für Ministerpeufione» als Mittel gegen Corruptton. Man kann den Menschen im Allgemeinen nicht trauen, wenn man sie nicht zahlt in dem Verhältnisse, wie sie Gelegenheit haben, sich korrupt zu erweisen." Es ist dies Alles sehr klug und weise gesprochen. Doch bleibt es immerhin bemerkenswert, daß in dem konstitutionellen Musterstaate heutzutage uoch eine Frage erörtert werden kann, welche bei u»S gar nicht aufgeworfen werden könnte, weil da ein Minister oder auch nur höherer Staatsbeamter mit finanziellen Nebengeschäften absolut undenkbar ist!

Die Entsendung des Hauptmanns Morgen nach Kamerun, ist ohne Zweifel als eine glück­liche Maßregel anzusehen. Morgen hat es während seines mehrjährigen Aufenthaltes an der Küste und int Hinterlande von Kamerun wie kaum ein Zweiter verstanden, sich bei de» Negern in Respekt zu setzen, und wird deshalb auch sicherlich int Stande sein, Zucht und Ordnung in die Schutzlrnppe zu bringen und geeignete neue Kräfte anzuwerben. Die Schilderung, welche dasDepeschen - Büreau Herold" von ben Ursache» der Meuterei der Dahomeleute giebt, läßt offenbar eine große Ungeschicklichkeit und Unvorsichtigkeit in der Behandlung dieser Leute erkenne». Erfteulich ist, daß es mit Hilfe derHyäne" ft» schnell ge­lungen ist, den Aufstand niederzuschlagen und den Handelsverkehr wieder zu eröffnen.

Aus englischer Quelle liegen nunmehr wettere Nachrichte» über die Meuterei in Kamerun vor. welche eine Ergänzung und Bestätigung der bisherige» amtliche» deutsche» Berichte bilde». Nach denselben strafte, sondern so schnell sie es vermochte, eilte sie durch den fußhohen Schnee die Landstraße entlang unb war halb um bie nächste Waldesecke verschwunden.

M*Jllustrirtes Sonntagsblatt

Anzeigen nimmt entgegen die Expeditton dieses Blatte»,

sowie die Annoncen-Bureaux von tzaasenstein u. Vogler in VV1V rv.t...

Frankfurt a. M., Caflel, Magdeburg und Men; Rudolf AÄ1A; ^ydQTg

Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.

Daube u, Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

wegrrng nach vorwärtsein jede« Kind im Dorfe tarnt Dir ben Wendinghof zeigen."

...Aber mein Gott, ich kann Dich doch nicht allein n'VTT lassen hier auf ber Landstraße!" schluchzte dar junge