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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain.
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tzrfcheiitt täglich «ufeer «n Werktagen nach €»im« mtb tzeiertagen. — Quartal-AbonnemeutS-PreÄ bei brr oittou 2 Mk., bei allen Postämtern 2 3RL 35 Pfg. (ejfl. Bestellgeld): JnserattouSgebühr für die gespaürne Zelle ,der deren Raum 10 Wg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg,
Donnerstag, 4. Januar 1894
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moffe in Frankfurt'«. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u, Co, in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris.
XXIX; Jahrg.
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Zweites Blatt.
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Hessische Totenschau.
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Im Laufe des Jahres 1893 starben an namhaften Persöulichkeiteu: Am 7. Januar zu Berlin der Oberst a. D. Meusing im Alter von 75 I. Am 10. Jan. zu Zürich Prof. Dr. Aug. Volkmar im Alter von 83 I. Am 21. Januar zu Cassel Laudgerichtsrat a. D. C. Bernhardt im Alter von 80 I. Am 24. Ja», auf dem Gute BarSdorf bei Etrickau der vorhtunige kommandierende General des 11. Armeekorps v. Grolman im Alter von 62 I. Am 26. Januar zu Marburg der Amtmann a. D. August v. Basse im Alter von 72 I. Am 28. Ja», zu Cassel der Schulmann Dr. Wilhelm Jäger im Alter von 70 I. Am 1. Februar zu Wehl-
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Heiden der kgl. Ober-Medizinalrat Dr. Cramer im Alter von 85 I. Am 2. Febr. zu Philadelphia der Mineraloge Dr. Friedrich August Genth, geb. zu Wächtersbach, im Alter von 73 I. Am 8. Februar zu Cassel der Bankier Louis Pfeiffer im Alter \ von 83 I. Am 20. Febr. zu Marburg der Pfarrer Bernhard im Alter von 61 I. Am 24. Febr. ■31 Cassel der Sanitätsrat Dr. Andrae im Alter von 2 I. Am 4. März zu Allendorf a. W. der prakl. rzt. Dr. Weuderoth im Alter von 32 I. Am 5. März f a Cassel der kgl. Hauptmaun Heinrich Bernhard im Alter von 45 I., zu Wiesbaden der Stadtbau- ■ meister Israel im Alter von 49 I. Am 12. März zu Cassel der Regierungs- und Geheime Baurat Jakob Neumann im Alter von 63 I. Am 25. März zu WilhelmShöhe der Regieruugsrat Adolf Ritter tm Aller von 34 I. Am 2. April zu Cassel der Professor Robert Cauer im Aller von 63 I. Am 3. April zu Caffel der General a. D. v. Dörnberg im Alter von 64 I. Am 17. April zu Caffel der Dr. phil. Schöuemanu im Alter von 48 I., zu Cassil der Dr. med. Löhr im Alter von 60 I. Am 20. April zu Hersfeld der Rechtsanwalt G. F. Diehl im Alter von 71 I. Am 21. Aprll der kurhess. Hauptmann a. D. Th. Engelhardt im Alter von 86 I. Am 1. Mat zu Caffel der Justizrat und Rechtsanwalt Julius Primavest im Alter von 83 I. Am 21. Mai zu Wiudeckeu der Amtsrichter Hartert im Alter von 36 I. Am 30. Mai zu Marburg der Gymnasial- Direüor a. D. Dr. Müuscher im Alter von 89 I. Am 12. Juni zu Caffel der König!. Ober-Bergrat . a. D. Albert Bohnstedt im Alter von 76 I. Am 20.
Juni zu Eschwege der Superintendent Dr. Hochhuth im Alter von 70 I. Am 22. Juni zu EmS der AmtSgerichtSrat Carl Bezzenberger im Alter von 68 3., zu Frankfurt a. M. der Buchdruckereibefitzer Albert Baier im Alter von 71 I. Am 23. Juni zu Neuwied der Justizrat Dr. Carl Grimm im Alter von 68 I., zu St. Wendel der Forstmeister Theodor Heller tm Alter von 62 I. Am 5. Juli zu Homberg Dr. Wilhelm Hartung im Alter von 56 I. Am 6. Juli zu Cassel der Obeisorstmeister a. D. Wagner im Alter von 77 I. Am 7. Juli zu Caffel der Major a. D. HanS Otto von Stockhausen im Alter von 79 I. Am 12. Juli zu Caffel der Haupt
mann a. D. Pempel im Alter von 64 I. Am 20. Juli zu Hersfeld der königliche Baurat a. D. Friedrich Griesel im Alter von 82 I. Am 27. Juli zu Fulda der Apotheker Wilhelm Emanuel Comitti im Alter von 74 Jahren. Am 5. August zu Königsberg der Prof. Dr. theol. Rudolf Friedrich Grau im Alter von 58 I. Am 6. Aug. zu Dresden der Ingenieur-Hauptmann a. D. Louis Ferdinand Fihr. v. Eberstein im Alter von 68 Jahren. Am 15. August zu Marburg der Direktor Professor Dr. Cramer im Alter von 62 I., zu Wiesbaden der Architekt A. Rosen garthen im Alter von 85 I. Am 20. Aug. zu Cassel der Oberst z. D. Wilhelm 6. Haas im Alter von 76 I., zu Rotenburg der Deca» Hugo Tömich tm Alter von 42 I. Am 21. Aug. zu Cassel der kgl. Hofbuchhändler A. Freyschmidt tm Alter von 70 I. Am 24. August zu Berlin der Geh. Justizrat Dr. Carl Oetker im Alter von 71 I. Am 2. Sept, auf Schloß Berlepsch b. Witzenhausen Graf Ludwig Haus v. Berlepsch im Alter vvu 72 I. Am 15. Sept, zu Cassel der Oberst z. D. August Höhn im Alter von 69 I. Am 17. September zu Cassel der Geh. RegierungSrat a. D. Carl Franz Kuhnert im Alter von 76 I. Am 19. Sept, zu Cassel der vorm. kurfürstl. Oberstlieutenaut William Ralph v. Heathcote tm Alter von 76 I. Am 29. Sept, zu Marburg der Oberst a. D. Carl Müller im Alter von 57 I. Am 2. Okt. zu Gelnhausen der Postdirektor a. D. Aug. Hahn im Alter von 72 I. Am 5. Okt. zu Hanau der Realschuldirektor a. D. Friedrich Becker im Alter von 74 I. Am 7. Ott. zu Caffel der Oberbürgermeister Rang aus Fulda im Alter von 62 I. Am 9. Ott. zu Cassel der Hess. Schriftsteller I. Hoffmeister im Alter von 81 I. Am 12. Ott. zu Cassel der Vorsitzende des Hess. Volksschullehrervereins A. Rabe im Alter von 65 I. Am 2. Nov. zu Cassel der Oberstlieuteuant a. D. Wille im Alter von 79 I. Am 11. Nov. zu Marburg der ObergerichtSrat a. D. P l a t n e r im Alter von 80 I. Am 14. Nov. zu Wächtersbach der Generalmajor o. D. Graf Ferdinand zu Isenburg-Philippseich im Alter von 62 I. Am 17. Novbr. zu Cassel der Oberst a. D. Grouemann tm Alter von 61 I. Am 20. Nov. zu Cassel der Lehrer und Compoutst Richard Heinze im Alter von 48 I. Am 22. Nov. zu Fulda der Bibliothekar Amand v. Keitz im Alter von 76 I. Am 23. Nov. zu Schmalkalden der Bürgermeister Major a. D. Brack im Alter von 67 I., zu Neapel der Oberst a. D. Friedrich v. Starck im Alter von 68 I. Am 28. Nov. zu Hanau der Amtsgerichtsrat a. D. Carl Merz im Alter von 83 I. Am 13. Dezember zu Marburg der Oberbürgermeister a. D. Rudolph im Alter von 77 I. Am 23. Dez. zu Fulda der Superintendent a. D. Rollmaun im Alter von 80 I., zu Marburg der Superintendent Dettmering im Alter von 71 I.
Vermischtes.
— Die Universität Basel wird tu diesem Halbjahr von 87 Theologen, 46 Juristen, 160 Medizinern und 142 Philosophen besucht. Unter den Medizinern befinden sich 3 weibliche Studierende.
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Die Zahl der Zuhörer beträgt 82, darunter 12 weibliche in der philosophischen Fakultät. — Die Universität Bern wttd besucht von 35 Studierenden in der ev.-theologischen, von 7 in der katholischtheologischen Fakultät, von 119 Juristen, 215 Medizinern und 190 Philosophen. Die Zahl der weiblichen Studierenden beträgt in der juristtschen Fakultät 1, in der medizinischen 43, in der philosophischen 52. Die Zahl der Zuhörer beträgt 127, darunter 81 weibliche. — Die Universität Zürich wird besucht von 44 Theologen, 72 männlichen und 4 weiblichen Juristen, 216 männlichen und 74 weiblichen Medizinern, 171 männlichen und 44 weiblichen Philosophen. Die Zahl der Zuhörer beträgt 20 in der juristtschen Fakultät, 23 (19 männliche und 4 weibliche) in der medizinischen, 118 (65 mär,n liche und 53 weibliche) in der philosophischen Fakultät. — Zur Erweiterung des akademischen Krankenhauses in Heidelberg durch einen Neubau der medizinischen Klinik find in den badischen Etat 1894,95 als erste Rate 100000 Mark eingestellt worden. — Nach erfolgter Vollendung baul'cher Veräuderungen hat i« Jena in voriger Woche die feierliche Einweihung des von der Burschenschaft „Arminia" erworbenen BurgkellerS ftattgefunden.
— (G'rad' heraus!) In derOststeiermark, so erzählt die „Ostdeutsche Rundschau", waren heftige Niederschläge niedergegangen und die Ueberschwem- mung richtete bedeutenden Schaden an, so daß zu dessen Prüfung sich eines schönen Tages in einem Dorfe genannter Gegend auch der Herr Landeshauptmann, Graf W., einfand. Dieser sandte sofort einen Boten zum Gemeindevorsteher mit dem Befehle, er — der Gemeindevorsteher — habe sich auf der Stelle in das näher bezeichnete Gasthaus zu verfügen, da Se. Exzellenz ihn zu sprechen wünsche. Der Gemeindevorsteher — ein Bauer von allem Schrot — warf sich in seinen Sonntagsstaat und ging eilenden Fußes dem Gasthause zu. Dort angekommen, ttat der gute Mann sofort auf dm Landeshauptmann zu mit dm jovialen Worten: „Hob wuhl's Vergnügen, den Herrn Grofe» za sprech'«?" — „Nein" — meinte der Angesprochene, das harmlos drein- blickmde Bäuerlein mit wütenden Blicken durchbohrend und jedes Wort scharf betonend — „Sie haben richt das „Vergnügen", dm Herrn Grafen zu sprechen, sonder« Sie habe« die „Ehre", vor „Sr. Exzellenz-dem Herrn Landeshauptmann" zu stehen!" — Allein unser Bauer ließ sich nicht einschüchtern: „Wmn'S kaVergnüg'n is, nacha is akaEhr'!" ... 'mpfehl mi Jhna!" — Sprach's drehte sich auf dem Absatz um und fort war er, die verdutzt dreinblickende Exzellenz allein lassend._______________________________
Litterarisch es.
— AlSwirklichzuverlässigerFührer durch das große Gebiet des Zeitungs-, insbesondere der Annorcen- wesens erweist sich der prompt zum Jahreswechsel erschienene 1894et Jnsertiouskalender undZeitungskatalog der Annoncenexpedition Rudolf Masse. Es steht fest, daß dieser Katalog, nachdem er im Laufe der Jahre gar mannigfache Veränderungen und Verbefferunqen erfahren hat, nunmehr dem Inserenten, der ihn zu Rathe zieht, kaum Antwort schuldig bleibt. Da finden wir neben dem Tllel einer jeden Zeitung den Preis einer Anroncen- und Reclamezeile, dir Spaltenbreite und die Auflage der Blätter, die Einwohm r-
zahlen der Erscheinungsorte verzeichnet. Durch einen beson- de-en. im Katalog befindlichen Normal-Znlenmesier wird dem Inserenten eine Handhabe zur,sicheren Berechnung de- Jnserttonskostcn geboten: Diesen schon im letzten Katalog enthaltenen Ai gaben sind in diesem Jahre zwei neue wichtige Rubriken hinzugefügt. ES ist häufig für den Inserenten, welcher wünscht, daß seine Anzeige auf eine ganz bestimmte Klasse des zeitunglesenden Publikums wirken soll, wertvoll, die politische Haltung eines Blatter zu kennen. Dieseui tatsächlichen Bedürfniß wurde dadurch Rechnung gettagen, daß bet jeder Zeitung Deutschlands, Oestreichs und der Schweiz jetzt auch die politische Parteirichtung angegeben ifn Eine weitere neue Rubrik, welche angiebt, wieviel Jnferaten- spalten eine Annoncenseite jeder Zellung enthält, wirb vielen Inserenten erwünscht sein. In seinem Vorwort zeigt der Katalog ferner in mehr als 50 neuen und originellen Entwürsen für wirkungsvolle Clichs-Anzeichcn, wie sehr die Annoncen- Expcdition Rudolf Mosse bestrebt ist, dem praktischen Bedarf der Inserenten zu entsprechen. Der Katalog präsenttrt sich auch in seiner äußeren Erscheinung in einem neuen schmucken Gewände. Ein ebenso effcklvoller wie gediegener Einband schmückt das Buch, dessen ganze typographische Ausstattung ein schönes Zeugnis sür die Leistungen der Buchdruckerei von Rudolf Mosse abgiebt.
— „DieRomanwelt" (Verlag der I. G. Cotta'schen Buchhandlung Nachfolger in Stuttgart) bietet ihren Lesern eine überraschende Fülle der interesiantesten Romane und Novellen: Es erscheinen jetzt gleichzeitig in derselben die neusten Romane von Spielhagen: „Stumme des Himmels", von Sudermann: „Es war", von Wildenburch: „Schwester- Seele", sowie in vorzüglicher Uebersetzung JuleS LcmaitteS sensationeller Roman: „Die Könige" neben verschiedenen kleineren Novellen :c. Dabei haben die stattlichen, alle acht Tage erscheinenden Hefte den erstaunlich bMgen Preis von 25 Pfennig. „Die Romanwelt" kann sowohl durch die Buchhandlung als durch die Post bezogen werden:
Theater-Anzetgru.
Frankfurt.
Vom 4. bis S: Januar.
Opernhaus: Donnerstag den4:-. „Walküre". Im Aborn. Gew: Preise. Freitag den 5.: Vorstellung bet ermäßigten Preisen: „Wilhelm Tell": Außer Abonn. SamStag den 6., 87« Uhr: „Dorn-röschen". Ermäßigte Preise. Außer Abonn. Abends 7 Uhr: Gastvorstellung des Fräulein FranceSchrna Prevosti. „Vwletta" (La Traviata). Im Abonn. Große Preise. Sonntag den 7.: 3'1» Uhr: „Dornröschen". Außer Abonn. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: „Troubadour": Im Abonn. Große Preise.
Schauspielhaus. Donnerstag den 4.: „Char- leys Tante". Vorher: „Millionär a. D." Außer Abonn. Freit-g den 5.: Geschlossen. SamStag den 6.: Zum ersten Male: „Gygcs und sein Ring". Tragödie vou Friedrich Hebbel: Im Abonn: Gew. Preise. Sonntag den 7., 3* 8 Uhr: „Chai leys Tante". Außer Abouu. Kleine Preise: Abends 7 Uhr: „Talismann". Im Abonn. Gew. Preise. Montag den 8.: „DaS HeiratSnest". Im Abonn: Gew. Preise.
Professor Dr. Zdekauer in St. Petersburg, Leibarzt des verstorbeuen Kaisers von Rußland, faßt- sein Urteil über Apotheker Richard Brandt'? Schweizerpillen in solgende Worte: „Endlich kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung an mir selbst und einigen Pattenten ein Guiachten über Ihre trefflichen Pilulae Helvetieae (SchweizerPillen abgeben, welches ich so formuliere: „®it Pilulae Helvetieae des Herrn Richard Brandt gehören durch ihre glückliche Znsammersetzung unzweifelhaft zu den tonisch abführenden Mitteln, welche ohne alle Nebenwirkungen leicht und sicher wirken. — Nach längerem Gebrauch, bei bestehenden Konsti- patiomn aus Atonie des DickdarmS herrührend, regeln sich dir Tarmfunttionen und wenn fie daun ausgesetzt werden, hirterlassen sie keine Neigung zu Konstipationen, wie das bei den meisten Abführmitteln der Fall ist." Die ächten Apotheker Richard Brandt'schen Schweizerpillen mit dem weißen Kreuz in rotem Grunde find nur in Schachteln ä. 1 Mk. tu den Apotheken erhättlich:
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