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. Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
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yy£flTPllT<Ie sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in VVIV
* "" Frankfurt a. M., Caffel, Magbeburg und Wien; Rudolf XÄLX. -fQÜIQ.
Mittwoch. 3. Januar 1894 Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.
.VUUUWU^ U. Daube u, Co. in Frankfurt S.M., Berlin, Hannover, Paris.
Jllnstrirtes S-nntagsblatt. Berantwortlicha^R^aVwr^ ^witton^M^rtt*21.
Die innere Politik 1893.
Die innere Politik war mit zwei großen Aufgaben, der Neuordnung des Heerwesens im Reiche nnd der Fortführung der Steuerreform in Preußen, die sich an Bedeutung mit der Militärreform von 1860 und der Steuergesetzreform von 1820 messen dürften, in das Jahr 1893 eingetreten. Der Kampf mn die Militärvorlage führte zur Auflösung des alten Reichstags; erst mit dem im Juui neu gewählten Parlamente gelang eine Verständigung, der sich heute auch viele der ehemalige» Widersacher i, dem Bewußtsein freuen, daß Zeiten kommen könne», in denen wir zur Wahrung unseres nationalen Besitzstandes so stark als möglich sein müssen. Daher klingt auS den schweren Kämpfe» des ersten Halbjahres kein erregter To» i» der Gegenwart mehr »ach, und wirkt nur das neu gestärkte Vertrauen fort, daß- wir vor kriegerischen Gefahren gesichert sind.
Leichter wurde das andere große Werk, die Steuerreform in Preußen, zu Stande gebracht. In hingebender Arbeit erledigte der Landtag in einer lange» Session die drei Gesetze über die Aufhebung direkter Staatssteuern, über die Einsühruug einer Vermögenssteuer und über die Neuregelung der Kommunalabgabe». Durch diese Maßregel» wird ohne Mehrbelastung für die Gesamtheit der Steuerpflichtigen eine gerechtere Verteilung der Steuerlast herbeigeführt, indem die bisherige Vorbelastung des Grundbesitzes und des Gewerbes beseitigt, alles Einkommen aus Besitz, auch das aus Geldkapital gerechter Weise stärker herangezogen und durch Ueberlassung der Ertragssteuern an die Gemeinden der Steuerdruck der Gcmeindezuschläge zu der Einkommensteuer bedeutend ermäßigt wird.
Somit hätte «ach solchen glücklich vollbrachten Leistungen eine gewisse behagliche Ruhe das politische Leben durchdringen können. Allein das zweite Halbjahr brachte neue Aufregungen, die zum Teil fast noch tiefer gehe», als die inneren Kämpfe nm die Wehrkraft der Nation. Schon vor den Reichstagswahlen hatte sich die agrarische Bewegung weiter ausgebreitet, der Bund der Landwirte war mit einer Reihe von Forderungen, namentlich in der Zoll- und Währungspolitik, auf deu Plan getreten und fand in der allgemeinen Stille des Geschäftsgangs und besonders in den durch ungewöhnlich niedrige Getreidepreise verschärften Leiden der Landwirtschaft ein fruchtbares Feld für seine Agitationen vor. Als Sündenbock für die wirtschaftliche Ungunst der Zeiten erschienen die Handelsverträge, obgleich der Rückgang
Auf de» kofoten.
Novelette vsnJohannaBerger.
sRachdruck »erboten.] (Fortsetzung.)
Ein langer wimmernder Klageton gab ihr plötzlich da» Bewußtsein zurück. Sie richtete sich mühsam aus und horchte gespannt: — Da — von neuem der Klagelaut. Sie rieb sich die Stirn — war das nicht Hjalmars Stimme? Und jetzt schon wieder ein leises Aechzen.--Nun hielt sie sich
nicht länger, sondern stürzte ohne Weg und Steg, quer über die Felsblöcke und Steine der Gegend zu, aus der die Klagetöne gekommen waren, bis sie mit wankenden Knieen und stockendem Herzschlag Halt machte.
In einer Bodensenkung, welche frischgrüne Steinbirken wohlthuend beschatteten, lag Hjalmar mit geschloffenen Augen vor ihr. Sein Antlitz glühte im Fieber, die Kleider hingen ihm in Fetzen vom Leibe. Das linke Bein war stark geschwollen und mit geronnenem Blut bedeckt. Er hatte einen Arm tief in das Heidekraut gewühlt und die bläulichen Lippen murmelten irre Worte, wobei der Name Gerda unaufhörlich wiederkehrte.
»Hjalmar! — allmächtiger Gott! Hjalmar!* schrie das Mädchen in hellemgJammer.
Er hob müde die Augenlider. »Bist Du es, Gerda?* flüsterte er.
»Ich bin's — kennst Du mich nicht? O Du Armer, Armer, Du bist fürchterlich zugerichtet! — Was ist mit Dir geschehen? ach sprich doch, Hjalmar, damit ich Dir helfen kann.'
Sie warf sich zu ihm nieder, bettete seinen Kop in ihren Schoß und streichelte ihm die brennenden Wangen.
der Geschäfte lange vor dem Abschluß der Verträge mit Oesterreich-Ungarn:c. als unmittelbare und notwendige Folge der allgemeine» Ueberproduktion von 1889 begonnen halte, und obgleich die Absatzstockung u allen Kulturstaate», gleichviel welche Haudels- wlitik sie betreiben, wahrzunehmen war. Untier» Sennbar beginnt sich die wirtschaftliche Lage zu bessern, wen» es auch nicht in allen Erwerbskreisen fühlbar st. Ohne die Handelsverträge, die uns wichtige Absatzgebiete im Auslände gesichert und schon in mancher Beziehung unsere Handelsbilanz verbessert ljaben, würde die Lage wahrscheinlich viel schlimmer gewesen fein.
Bei den Debatten über die Handelsverträge mit Rumänien, Spanien und Serbien, welche der Judufttie tarke Vorteile bieten, ohne der Landwirtschaft int geringsten zu schaden, ging manchem Vertreter des Bundes der Landwirte das Herz mit dem Kopie durch, man griff zu sehr einseitigen Uebertreibungen und persönlichen Anfeindungen, durch welche die bisherige Interessengemeinschaft unter de» großen Erwerbs gruppe» bedenklich gelockert worden ist. Die Aufklärungsarbeit, die im Reichstage mit sachliche» und unwiderlegt gebliebenen Gründen verrichtet wurde, wird noch weiter fortzusetzen sein, namentlich auch in dem Falle, daß die deutsch-russische Zollkonferenz zur Beseitigung des Zollkampfes und zu einem Abkommen mit dem Nachbarreiche führen sollte. Im Hinblick auf die wirtschaftlichen Kämpfe, in denen mit mancherlei irrigen Vorstellungen operiert wird, hat sich der Minister des Innern veranlaßt gesehen, von Neuem die Vorschriften des königlichen Erlasses vom 4. Januar 1882 über He Beamtenpflichten und insbesondere über die Pflicht der politischen Beamten einzuschärse», an oppositionellen Agitationen nicht Teil zu nehmen und die Politik der Regierung Sr. Majestät vor Verdunkelungen zu schützen. Man hat die Verfügung des Ministers als praktisch bedeutungslos aus dem Grunde hiustellen wollen, weil e? sich bei den handelspolitischen Fragen um Reichsangelegenheiten handele und man nicht wissen könne, wie die preußische Regierung dazu stehe. Diese Behauptung ist natürlich hinfällig, da die königliche Politik ganz mit der kaiserlichen im Reiche übereinstimmt.
Hoffentlich bringt uns das neue Jahr die erwünschte Beruhigung in den Jntereflenstreitigkeiten und teilen die Handelsverträge das Schicksal der Militärreform, daß nämlich nach der Hitze des parlamentarischen Kampfes die wohlthätigen Wirkungen allgemeiner empfunden werden. Hoffentlich gelingt
„Was ist Dir nur zugestoßen, Du armer Bursch?* fragte sie nochmals, fast von Thränen erstickt.
„Ich habe Unglück gehabt,* versetzte er matt »Als ich gestern in See ging, kämpfte ich wacker mit dem Sturm, denn der hohe Preis schwebte beständig vor meinem Geiste. Schon hatte ich den Fjord gewonnen, da trieben losgeriffene Felsstücke in meinem Fahrwasser und zerschellten mit ihren scharfen Kanten das leichte Boot. Ich sank in die Tiefe und glaubte in dem Strudel von Gischt und Schaum zu ersticken Die Brandung schleuderte mich hin und her und wild gegen die Riffe, daß meine Glieder krachten und ich vor Schmerz die Besinnung verlor. — Als ich wieder zu mir kam lag ich hier auf dem Platz. Die Sturmflut hatte mich hergespült, that mir aber nicht» mehr zu Leide. — Nur gänzlich erschöpft bin ich und im Kopf spür ich ein brennendes Feuer. E» ist nur zu gut, daß das Heidekraut noch naß ist, das hat meine Schmerzen gelindert.*
Gerda meinte leise vor sich hin.
„Du kannst hier nicht liegen bleiben,* sagte sie. »Komm, stütze Dich fest auf meine Schultern. Ich führe Dich zum Boot und rubere Dich nach Hanse *
„Nein — lrß mich — ich kann nicht! Mein Bein ist gebrochen — auch der linke Arm ist ent- zwei und zu nichts mehr nütz! — Aber ich freue mich, daß Du gekommen bist — Gott segne Dir i dafür! Du bist mir da» Liebste auf der Welt und wenn ich sterben muß, sterb' ich für Dich — Weine nicht, Gerda, wir treffen uns wieder an einem Ort, wo mir daheim find — wenn'» auch nicht das Daheim ist, das wir uns gewünscht. — Ach Liebste, schaff mir ein bischen Wasser her, mich dürstet so!*
Er schloß leise ächzend die Augen, sein Atem flog heiß.
es auch, wftksame Maßregeln gegen die Leide» der Landwirtschaft zu ergreifen. Deu Landtag erwartet eine Vorlage über die Errichtung von Laudwfttschasts- kammern, bei deren Beratung sich der entschiedene Wille der Regierung zu Gunsten der Grundbesitzer von Neuem offenbare« wird. Endlich darf man auch auf eine Lösung der finanziellen Aufgabe hoffen, die das Reich in das neue Jahr hinübernimmt, nämlich die Kosten der Militärvorlage aus Reichseinnahmen zu decken und das finanzielle Verhältnis zu den Einzelstaateu von seinen störenden Schwankungen zu befreien.
Politische Rundschau.
-e. Das politische Situationsbild Europas beim Beginn des neuen Jahres ist ein richttges fin de siede - Bild in den düstersten Farben. Wohin man blickt, steht man die Umsturzparteien an der Arbeit, die gesellschaftliche Ordnung zu zerstören und die Fundamente des Staatsbaues zu unterwühlen. Sozialisten und Anarchisten, Nihilisten und Nationalisten bilden eine Feuerlinie, welche den reichlich vorhandenen Brennstoff in Flammen zu setzen versucht.
In Spanien — um mit dem Haupte der alten Jungfrau Europa zu beginnen — fördern die Untersuchungen gegen die Anarchisten haarsträubende Erscheinungen zu Tage, welche sonst nur in den unwahrscheinlichste» Romane» vorzukommen pflegen. Die Panik ist im ganzen Lande eine so große und intensive, daß beispielsweise am Sonntag Madrid von dem Gerüchte eines Attentates gegen die Königin- Regentin in Schrecken versetzt wurde. In Frankreich werden täglich neue Dynamitoerstecke und Sprengstoff-Laboratorien entdeckt und die Zahl der ausgehobenen Anarchistennester vermehrt sich stündlich. In Holland wagen sich die Sozialisten immer kecker auf die Straße und bestürmen das Königsschloß. In Sieilien herrscht der Aufruhr. Er hat dort eine Höhe erreicht, daß die aufstäridischen Elemente sich stark genug fühlen, die Hauptstadt Palermo belagern zu wollen. In Irland hat der fenische Mörderbund neue Lebenszeichen gegeben und in Rußland flackert der unterirdisch glimmende Nihilistenbrand bald da bald dort bedrohlich empor. Daß Oesterreich von der epidemischen Mordseuche nicht verschont geblieben ist, dankt es den Jungczechen. Das Tyiamit» Attentat von Rakonitz, der Mord an Mrva, die Geständnisse der Mörder Dolezal und Dragoun zeigen, daß 'der Boden Böhmens durch die jungczechische Agitation in einem die öffentliche Ordnung und deu
Gerdas Herz wollte vor Mitleid und Kummer brechen.
»Du wirst nicht sterben, Hjalmar, nein, nein! — Gott wird sich Deiner erbarmen!" tröstete sie mit weicher inniger Stimme. Dann hielt Re die hohle Hand unter das Rinnsal, das neben ihr aus dem Gestein tröpfelte und labte den Kranken mit dem erquickenden Getränk. Sie legte auch feuchtes Moos auf fein wundes Bein und band es mit ihrem Busen» tuch fest. Als sie nach seinem Arm sehen wollte, da hauchte er kaum hörbar: »Nein, laß — rühr nicht daran — das Heidekraut ist schön kühl!*
»Ich laufe und hole Hilfe für Dich!* schluchzte sie
Und ehe er etwas erwidern konnte, hastete sie fort, zu den roten Klippe» hin, w» fich noch immer der alte Fischer befand.
»Vater, um Jesu willen helft! helft!* rief Re atemlos. „Der Hjalmar liegt drüben bei den Birken und ist völlig zerschlagen. Ich bitt’ Euch, kommt mit und steht ihm bei in seiner Not!*
Bjarne horchte hoch auf, dann verzerrten stch seine Züge. »Wa—a«, der Hjalmar?* kreischte er auf. »Hehl hehl — er lebt? — Und zerschlagen ist er? — meinst Du, heh! — Hat wohl zu viel Toddy getrunlen und ist im Rausch zu Fall gekommen? Ja, ja, so wird's wohl fein! — Na, jetzt soll der elende Bursch mich erst kennen lernen. — Will ihm schon zeigen, daß ich der Herr bin, der den faulen, ungetreuen Knecht auf die Beine bringen darf.*
Gerda hörte die schändlichen Worte kaum zu Ende. Sie wandte stch mit Abscheu von ihrem Vater fort und rannte wie gejagt davon.
Wieder bei Hjalmar angelangt, fand Re ihn entschlummert. Der kühle Trunk hatte ihm wohl» gethan. Sie kniete neben ihm nieder, faltete die
Bestand der Gesellschaft aufs höchste gefährdenden Grade uuterwühlt worden ist und daß die Regierung nur zu wohl daran gethan hat, zu Ausnahmsmaß- regeln zu greifen, um den drohenden Brand im Glimmen zu unterdrücke».
Die Apanageu-Angelegenheit des Herzogs von lloburg will nicht zur Ruhe kommen. NeuerdiugS hat das Mitglied des englischen Unterhauses Morton den Anttag eiugebracht, die Königin um Annullierung des Gesetzes zu ersuchen, durch welches der Herzog von Koburg eine Apanage von 10000 Psd. St. ährlich erhält. Unseren festländischen Empfindungen nach müßte die fortwährende Aufwerfung dieser Frage den Herzog von Koburg peinlich berühren und ihn zur freiwilligen Verzichtleistung auf die Apanage veranlassen. Allein der Herzog von Koburg ist ein englischer Prinz und als Engländer gewohnt, auch die heikelsten Diskussionen int Parlamente nnd in der öffentliche» Meinung über sich ergehen zu lasse». Der eigene Luftstrom des öffentlichen Lebens in England härtet die Haut der im öffentlichen Lebe» stehenden Persönlichkeiten gegen derlei festländische Sensibilitäten ab.
Scheuen sich doch die „Times" nicht, dem englischen Premier Greisenhafttgkeit vorzuwerfen und ihm zu empfehlen, sich wegen seine» hohen Alters ins Privatleben zurückzuziehen. Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, daß Gladstonne am Freitag sein 84. Lebensjahr vollendete. Er ist 1809 in Liverpool geboren. Häufig nimmt man an, daß er der älteste Parlaments-Abgeordnete ist. Das ist aber unrichtig. Es giebt zwei ältere — VillierS, der 1802 und Sir Jsac Holder, der 1807 geboren ist. Aber von allen Drei trat Gladstone freilich zuerst in das britische Parlament ein. Es war im Jahre 1832, als er für Newark gewählt wurde. Im Jahre 1834 war er bereits jüngerer Lord des Schatzamtes. Was die großen englischen Staatsmänner betrifff, welche ein hohes Lebensalter erreicht haben, mag angeführt werden, daß Lord Palmerston 81 Jahre alt, während er Premierminister war, starb. Lord Sidoiouth erreichte ein Alter von 87 Jahren, Lord Ruffel von 86, der Herzog von Wellington von 82 und Lord Grey von 81 Jahren. Alle vier Letzteren hatte» fich aber schon Jahre vor ihrem Tode ins Privatleben zurückgezogen.
Deutsches Reich.
Aerttn, 31. Dezbr. Unser Kaiser ist gestern Abend von seinem Ausfluge nach Kiel wieder hierhin
Hände und betete inbrünstig zu Gott, daß er den erhalten möge, den sie liebte mit der ganzen Glut ihres reinen unschuldigen Herzens
Da fuhr plötzüch eine rohe Faust auf sie nieder, packte Re am Arm und schleuderte Re eine Strecke fort. Und dieselbe Faust ergriff auch Hjalmar, riß ihn wild vom Boden in die Höhe und versetzte ihm einen solchen Schlag ins Gesicht, daß sein Kops hart auf das rauhe Gestein aufschlug. Es war der alte Bjarne, der die Miffethat vollbrachte und der unbemerkt herangekommen war.
»Himmelkreuzsakerment!* brüllte er zornbebend, »ein schöner Knecht das! — so ein pflichtvergessener, der fich volltrinkt und am helllichten Tag im Kraut liegt und faulenzt. — Und Du — Du ehrlose Dirn, schämst Dich nicht mit dem miserablen Kerl den dummen Liebeströdel fortzuführen. — Doch ich hab genug bamit — ich hab'» satt und werde Euch lehren, daß ich kein Narr bin, der mit sich spielen läßt!*
Gerda war bleich wie eine Tote. Sie schaute mit »eit aufgerissenen Augen, in furchtbarster Angst auf den Geliebten, der keinen Laut von sich gebend, am Boden lag und von dessen Stirn blutige Tropfen herabrieselten ' Doch im nächsten Moment raffte sie sich gewaltsam zusammen, warf sich zwischen ihn und den Vater, der eben zum neuen Schlage ausholen wollte und zerrte letzteren mit der Kraft der Ver» zweiflung von seinem Opfer fort.
„Wenn Ihr ein Christ sein wollt, bann laßt von ihm ab!* schrie sie mit ganz heiserer Stimme. »Seht Ihr nicht, daß er am Sterben ist und nicht trunten, wie Ihr meint! Ach einen Stein könnt'» erbarmen, nur Euch nicht — Aber jetzt leide ich'» nicht mehr, daß Ihr auch nur den Finger aufhebt gegen ihn — nein, ich leide es nicht, und wenn