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-e. Französische Spione in

kN angrenzenden Landesteilrn roibmet die

r um die tote Tochter überwog.

dem Baterlaude einen Dienst geleistet zn habe» und fteudig de» Schimpf der Gefangenschaft für dasselbe erleide» zu dürfen. Möge» auch Pläne und A»f. »ahme» u»b Notizen konfisziert Verden, ei» Maun, der nahezu ei» Jahrzeh»t tu Kartographie gearbeitet hat, bedarf derselbe» nicht; ei» so scharfer Beobachter trägt alles fest eingeprägt i» fich und weiß seine Beobachtungen »ach Zette» »och »utzbriugend zu ver­werten. Seine Worte fließen glatt und melodisch dahin, jede- einzelne ist sozusagen dmckferttg. Was er spricht, das ist scharf durchdacht und bedarf feiner Abänderung. Dar sagt ei« deutsches Blatt über ftanzöstsche Offiziere, die als Spione abgefaßt und verurteilt werde».

Als ob ein Mann wie Gotthold Bodmer durch Geld zu gewinnen fei/ sagte Fritz von Letten, der fich gerade zu Hause befand, um fich al» neuae-

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I Aufnahme» oder Arbetteu fertigt" u. s. w., doch haben die Angeklagten ja bereits zugestanden, daß ifie Offiziere find. Es würden somit deutsche >1 Offiziere, die tu -Frankreich abgefaßt wären, unter - die Guillotine gebracht, beziehungrweife erschaffen -Iwerden nämlich nach französischem Gesetz! Da, Reichsgericht hat den ftanzösischen Offizieren l mildernde Umstände zugebilligt und dieselben statt mit Zuchthausstrafe mtt Festungshaft bestraft, so daß I die Henn Spion« jetzt eine Zett lang in der CUadelle Ivo» Magdeburg, statt auf de» Stade» von Toulon loder Cherbourg spazttren gehen. Der tiefere Grund für diese Milde mag wohl der sein, daß man ver­meiden wollte, gleich im erste» derartigen Falle die

I ganze Sttenge des Gesetzes zur Anwendung zu bringen. lOb aber diese Mlde nicht über daS Ziel hinauS- I schießt, dürfte ftaglich fein. Der Herr Reichs- I anwalt war auch dieser Anficht, die von einem l «roßen Teile unserer Mitbürger geteilt wird. Er Imeinte, es sei notwendig, auf eine exemplarische zu erkeuneu, deuu venu bekannt würde, daß in Deutschland auch Offiziere ins Zuchthaus geschickt werde», we»» fie nach Deutschland als Kundschafter kommen, bann bürsten solche Reisen sich nicht so bald wieberholen. Wäre es ben Angeklagten ge- lunge», mit bem ihnen abgenommenen Material nach Frankreich zn entkommen, bann wäre vielleicht ein ! unsäglicher Schaben für Deutschlanb entstauben. Es muffe burch bie Verhängung einer harten Sttafe Frankreich gegenüber ausgesprochen »erben, baß bie beutschen Küstenbefestignngen nicht ungestraft abge­zeichnet werben bürfen, unb daß bie deutschen Kriegs-

Urlaub kommen konnte. Und endlich fiel der letzte ^Streich.

Die Zeitungen brachten Auszüge aus Gotthold Bodmer» Buch, es war das Ereignis des Tages, man verlangte allgemein die Berufung einer so be- deutenden Kraft nach Deutschland, ja es ward für eine nationale Ehrensache erklärt, ihn um jeden Preis dem Auslande wieder abzugewinnen.

Liebe geopfert, wir können nicht auch noch gen, daß fie ihre Hand ohne ihr Herz ver»

Neu eintretende hiesige Bezieher erhalte I Blatt bis zum Schlüsse des lausende mats unentgeltlich.

Der Nr. 1 des neuen Quartals wird eil bsch ausgestatteterWandkalender für dar hr 1894" beigefügt werden.

Die Exped. derOberhess. Ztg.

Ktiou 8 ML, bei allen Postämtern L ML 85 Ma. (erfL

Bestellgeld). 3nferfltien»r*M1- " - -

»der deren Raum 10 $ffc.

Irrtümer.

LqLhlung von 5; Arne selb.

sNachdruck verboteruj (Schluß.)

Eo erfuhr Hildegard, was er that unb dachte, ihm lag wiederum ihr stilles, entsagungsvolles m neben der leidenden Mutter und dem reiz, n Vater klar vor Augen. Es blieben ihm auch Kämpfe nicht verborgen, die fie zu bestehen ; wenn wieder ein annehmbarer Mann sich um Hand bewarb und fie ihn mit Entschiedenheit

Politische Rundschau.

-e. Die Nähe des Festes »acht fich in der Politik bemerkbar; indeß dürsten die parlamentarischen Weih- vachtsserien doch nicht ohne stille JnterimSarbett verlausen.

^stt^Richtung leisten die ,Leipz. Reuest. Nachr. könnte eine kühne Phantasie . 3 machen, daß der elegante, _ ), mit der eisernen Ruhe deS durch «Stürme des Meeres und des Lebens gefesteten l Charakter», den Typus jener Führernaturen re» präsentiert, die durch gründliches positives Aiffe», zähes Festhalten am errungenen und unerschrockene Kaltblütigkeit befähigt find, über dem Getümmel des Kampfes zn stehen, unb die fich soweit beherrschen, daß ihnen das Hi», unb Herwogen ber Schlacht ebensowenig ein Zucken ber Miene abzwingt, wie baS peinliche Befragen auf ber Anklagebank. So prekär diese Situation für den Offizier ist, ans dem kalte» klare« Auge leuchtet bie innere stolze Befriedigung,

gesprungen und erstickte ihn fast mit feinen

Laß mich los! Du würgst mich!" stöhnte der Baron, den Fähnrich abschüttelnd. .Gehe lieber aus Dem Zimmer und schreibe Deinem Herrn Bod, mer, er möge den Ruf annehmen, ich fei bereit, ihm bie gewünschte Frau Professorin zu geben."

,«$, Papa, ich habe ihm schon oft geschrieben, er solle kommen und sich die Braut holen- das Hilst aber nichts/ antwortete Fritz in? traurigen tnnw klang. .Du wirst

^ch wohl entschließen müssen, selbst an ihn zu schreiben." *

.Auch das noch! Ich soll ihm meine Tochter noch anbreten?!"

Staatsangehörigkeit fich Eingang ver- »v I?0"1 « eine Festung, einen Kriegshafen, ein ver- Ichanztes Lager, in ein beliebiges Festungswerk, ei» Staatsschiff oder eine dem Landheer ober der Marine gebötige Fabrik, unb bort zum Zwecke der Spionage Nachrichten entwendet ober gesammelt hat, I selche für bie Landesverteidigung ober bie äußere Sicherheit beS Staates von Wichtigkeit find. Für be» Nichtoffizier treten einige Mlberunge» ein, und zwar lebenslängliche Zwangsarbeit für Den- jenigen,der zum Zwecke der Spionage topographische!

Jflr* Bsstell«ngen auf das erste «ertetzahr 1894 derOberhesfischen Zeitung" nebst ihren Gratis - Beilagen M-l u st viertes Sonntagsblatt", IreiÄblatt" für die Kreise Marburg Mb Kirch hain undZiehungsliste der Preußischen Klwssenlotterie".

BestÄlungen bitten wir auswärts sofort «neuern zu wollen, bamit sämtliche Nummern «chtzeitig geliefert werden können. Der

»Kommen Sie doch und erlösen Sie die arme rgard wie Ulysses Penelope von ihren Freiern, limmt ja doch keinen andern als Sie/ schrieb bei einer solchen Gelegenhett halb im Scherz halb im Ernst an Bodmer; aber dieser er» le ihm im vollen heiligen Ernste:Ich habe em Vater mein Wort gegeben, mich Hildegard fieber zu nahen, und werde es halten. Nie»

könnte mich davon entbinden als er selbst.", r* wwicg uuci jtinertnugrung ourd)

liefern Aussprüche gemäß hatte Fritz gehandelt leinen Strom von Scheltworten gegen den Doktor dabei einen Beistand an seiner Mutter gefun» | unb feinen unberufenen Lobredner Luft machte «eiche fich bie Anhänglichkeit für Bodmer be»1 ~

Zu dem griechischen Staatsbankerott bemerkt die ,Berl. Börsen»Ztg." ber deutsche Ge­sandte in Athen sei von ber deutschen Regierung be» anftragt worden, gegen die Einziehung ber ben Staats­gläubigern verpfändeten Einkünfte zu protestiere» Das Blatt folgert aus dieser Voraussetzung,bamit °«rste dem, alle» Recht Hohn sprecheubeu Vorgehen des neue» griechische» Ministeriums, bas fkanbalöser Weise von ber Kammer gebilligt worden ist, endlich eine Schranke gezogen werden, zumal auch ber englische «nb ber ftanzöstsche Gesandte Einspruch erhoben haben " Demgegenüber wird demHan. Cour." ans Berlin als authentisch mitgetetit, die deutsche Regierung habe weder ihren Gesandte» in Athen angewiesen, gegen °as /inseitige Vorgehen ber griechischen Regierung unb bie bamit »otwenbigerweise verbundene Schädigung der auswärtigen, also auch deutschen Gläubiger Gnecheulands Einspruch zu erheben, noch beabfichtige fie, dies zu thun." In der That wird man bei rabiger Erwägung dessen, daß die deutschen Gläubiger Griechenlands ohne jede Anregung seitens der deutschen Regierung gttechische Werte kauften, mithin aus,^Öe"e Gefahr unb unter eigener Verant­wortlichkeit hanbelten, kaum umhin können unserer Regierung barin beizupflichten, daß fie die Mittel der Allgemeiuhett in ben Dienst einer verschwinbende» Minderheit weder stellen will noch stelle» kau». Es ist eine bedauerliche Thatsache, daß nach gewissenhafter Schätzung von der Gesamtsumme der griechischen Anleihen auS de» Jahren 1881,

den Gatten ihrer Tochter denken könne, so war ihre Antwort: .Ich möchte meine Hildegard glücklich, t® möchte auf ihren Wangen wieder die Rosen der Jugend blühen, möchte statt de» matten Lächeln­der Entsagung um ihre Lippen den Sonnen- schein der erfüllten Wünsche auf ihrem lieben Ant­litz sehen."

Deutschland.

Scho» wiederholt ist an der Hand von Verhaud» lnngeu des Reichsgerichts festgestellt worden, daß die Franzosen keine Mühe und keine Koste» scheuen, um bie Geheimnisse unserer See- unb Landmacht anszu- knndschasten. Bisher hat man die Spione, welche bei dieser Arbeit betroffen wurde«, einfach wieder über bie Grenze spediert, statt fie zur Abutteilung I bor das Reichsgericht zu stelle«. I» dem eben vor bem Reichsgericht beendeten Prozeß gegen zwei fran­zösische Offiziere, welche fich zu diesem Spiouendienst hergabe« unb zwar amtlich, benn sie erhielten ihre Instruktionen vom Generalstabschef ber ftanzö- PfÄen Marine hat man von tiefem VerfahrenI abgesehen unb bie öffentliche Meinung in Stanb ge» I ...... setzt, sich ei« Urteil barfiber zu bilbe», was die ftan-I Ober--läßfi,$e Regierung uns glaubt biete« zu dürfe«.

Die Verurteilung der-ftanzöstsche« Spione wird!

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ent Laufenen erhalten. Den Vorgängen daß der Gerichtshof gegen diese gefährlichen Jndivi- 8 unserer Stadt rate in der Provinz wibpuen nicht das strengste Strafmaß in Anwendung

-----------<- «- -........gebracht hat. Ma« wird eS im Volke nicht ver­stehe«, daß den ftanzöfischen Spionen, bereu Er­mittelungen, wenn fie geglückt wären, in einem Kriege mtt Frankreich möglicherweise für Tansenbe unserer braven Solbaten verhängnisvoll hätten werben können, I milbernbe Umstänbe zugebilligt wurden. Solche mäßige und nicht entehrende Strafe« können doch nur als Ansporn für weitere Spionage gelte». I

«MchUch 3i'ilunii

« - Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für bie Kreise Marburg nnd Kirchhain

«nfc Bertag: I»bi Ang. Koch, Universttüts-Bnchdrnckrrtt in Mnrbnra. PA *.A <2 /^/ . * . . " JwwW*

»fab. ot. »w, _________Jüustrirtes Sonntagsblatt, AS» Ä.'h

Lberhefsrsche Zeitung" eine besondere Aus- lerksanikeit. Der feuilletonipifche Teil der Oberheff. Ztg." bringt interessante Erzäh- »ngm von guten Autoren und dasJllu- rierte Sonntagsblatt" wird wie bisher den ssern eine angenehme Unterhaltung bieten.

WonnementSpreiS beträgt bei «Len Postan- Men Deutschlands 2 Mk. 65 Pfg., in iarburg bei der Expeditton 2 Mk.

m» -z,st<Mtem L ML 85 Pfg. (exkl.

Donnerstag, 21. Dezember 1893.

Sinnigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«, sowie die Amumcen-Bureaux von fcaafenftein u. Boaler in _____

t M., Saffet, Magdeburg und Men; Rudolf Hl Vlll.

»offe ta ^anffurt --M., Berlin, München u. Köln; G.L.

Dauben, Co. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, PariSi

Gediegene Leitartikel und polittsche Korre- hondenzm werde« die Leser der essischen Zeitung" über alle Fragen und.i, <. » - , --r -

RmbchMiNgn. ouf die A*

ntung" für das erste Vierteljahr 1894 Abänderungen am 26. November lagAer Sammer

irden von allen Postairstalten, den Land- der Deputierten zur endgiltigen Entscheidung vorge- die Angelegenhett bespricht DasLerv^ ra-Ee ?n ieflrägern, in de- Expedition Markt 21), Mim«t Strafe, . 2 ®eg% tiefer Rich?n»1 leisten die ,ÄS

Bie von unseren Mal - Expeditionen tnG ein,8 ?eib6 ^»mittels Bei- Vielleicht, heißt es da, ^stadt und Wetter entgegen- L*

»ommen. »oder seiner @>taat8nnn#68ri,iMf R* CHU.» I m.-.___. ~

»Thue es, lieber Erich. Setze Deinem schönm Werke bie Krone auf!" bat die Baronin.

,Da habt Ihr mich, wo Ihr mich haben wolltet," polterte der Baron, wischte sich aber verstohlen eine w c ""=; ff^un' 66 wird mir wohl . 3o, da» will ich sagen " antwortete der Fähn-I beißen; da^ist e^ sthon ^am^besten ich ttileÄeich f <. , ' - ,nch, indem er fich kerzengerade wie vor seinem Korn» I was ich doch thun muß " 9

Ji&egarb hat uns gehorsam hre erste und Maße der Gedanke an eine Verbindung zwsscheü .Erich," stimmte nun auch dieBaronin bei. bie * m bte 9lme ber Mutter zu führen. - e aeo er. mir nnen n "*-*> nrtA chr und Bodmer. Das Gegengewicht, welche» diel Hand des Gatten ergreifend, .laß Dich erbttten,/ernstÄ^w^a Withold Bodmer den

. r.f, - ' -,, ".Bemühungen der Baronm und ihres jüngsten Sohne» I mache Hildegard glücklich" W würdig abgefaßten Brief des Barons von

, , l«gte fie, wenn ihr Gatte voll Unmut I in Bodo gefunden, der, obwobl er fiA mit 9Rnhm»r I « , ,, ,r , . Letten in der Hand, und noch war kein Monat wt«

einem Manne, ber ihm al» Schwiegersohn I ausgeföhnt, doch einer Heirat seiner SLwester mit liier ®eut^Iankb 611,6,1®uen Professor/ gangen, da hatte er feine Verpflichtungen in Ena»

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Sprach die Baronin für ihre Tochter, fo scheute Fritz keinen Verweis und kein Verbot des Vaters, sondern brachte immer und immer wieder die Rede auf feinen Herrn Bodmer und dessen Tüchtigkeit

hinzuzufetzen, es wäre ein Jammer und eine Sünde I auL ^euzzeitung cor»

daß eine solche Kraft Deutschland verlrnm 2ge "S- ^6" drei« l" fügte er ver-

er wisse aber freilich, daß der Doktor nie zurück-'I o?t.? ^nfen r^.,ben die Herren

kommen werde, es fei denn * |3eitung»f4)reiber? Und wer soll ihn zahlen? Ich

L gekommen, dann 'Unb dieser eine bin ich, bas willst Du doch

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