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Anton Tohr, Werscheti, Ungarn.

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I. Meisel, Frankfurter str. 9.

aus Privatmittelu geleistet werden.* Dieser Antrag wurde ohne Debatte angenommen. (Schluß folgt.)

Gau-ershrimer SanitatsKase.

HM- Um die Aufnahme sämtlicher für die Sonntagsnummer bestimmte« Inserate zu ermöglichen, richten wir a« unsere verehrlichen Inserenten die Bitte, ihre Annoncen, besonders solche größere» Umsangs, unserer Expedition gefl. früh­zeitiger möglichst schon Donnerstag-- aufgeben zn wolle». Daß Annonce», welche erst am Sonnabend Morgen ein­gehe«, in der Sonntagsnummer »och Platz stude», dafür kann nicht garantiert werden.

ä Stück 50 Pfg. bei I

1859) P. Tromm. |

Umzäunungen

oox Karten, Bauplätzen re. über

Cassel, 11. Dezbr. Die fünfte öffentliche Sitzung des hessische« Kommunallandtages fand heute Vormittag um 10 Uhr statt. Herr Kammer­herr v. d. Malsburg - Escheberg führte den Vorsitz und machte zunächst einige geschäftliche Mitteilungen, u. A., daß die bisher fehlenden Abgeordneten Se. Durchlaucht Prinz Philipp von Hanau und Bürger­meister Knobel-Ehlen in das Haus eiugetreten find. Nach Mitteilung verschiedener Eingaben wird in die Tagesordnung eingetreien und gelangt zunächst die Vorlage betreffend die Denkmalspflege innerhalb des Regierungsbezirks Caffel zur Beratung. Als Bericht erstalter fungiert Herr Sanitäts - Rat Dr. Ende- manu - Cassel und giebt derselbe einen einleiten­de«, orientierenden Bericht über den Gegenstand. Dabei bezieht er fich auf die vorjährige ausführliche Behandlung dieses Gegenstandes im Landtage. Es war ein Beschluß gefaßt und derselbe dem Landes- ausschusse zur Ausführung überwiesen, doch hat im Laufe des Jahres die Sache keine endgiltige Er­ledigung gefunden, weil der Staat die von ihm ver­langte jährliche Beihülfe von 1 200 Mk. nicht leisten wollte, sondern fich nur zur Hergabe der Hälfte von 600 Mk., bereit erklärte. Andererseits wollte aber auch die Landesverwaltung die fehlenden 600 Mk. nicht noch zu den bereits verwilligten 1200 Mk. zuschießeu. Ein hiefiger Mitbürger hat fich bei dieser Sachlage nun, um das Zustandekommen der Denkmalspflege in Hessen endlich zu ermöglichen, an den Kultusminister gewandt und fich bereit erklärt, jährlich 600 Mark zu der Vergütung für den Konservator beizutragen. Der Herr Minister hat fich hiermit einverstanden erklärt und beantragt nunmehr der Hauptausschuß ia Verfolg der vom Laudesausschuß befürworteten Vorlage folgendes:Hoher Kommunallandtag wolle zustimmen, daß auf die Damr von 3 Jahren, also dis 1. April 1896, jährlich 1200 Mark als Ver­gütung für den Konservator zu bewilligen seien, falls die andere Hälfte in der Weise aufgebracht werde, daß 600 Mark aus der Staatskaffe und 600 Mark

F. Clobus, Sternweg 18 empfiehlt fich zur Besorgung von Auszüge» mit und ohne Möbel­wagen. Puckkörbc und Embal­lage stehen zur Verfügung.

Vermischtes.

Berlin, 10. Dezbr. Der Vorstand des Vater­ländischen Frauen-Vereins hielt am 6. Dezember d. 3. eine Sitzung ab. I» derselben wnrde die Mitteilung gemacht, daß fich neue Zweigvereine in Weißensee bei Berlin nnd in Schöneck int Kreise Berent ge­bildet haben. Nach Erledigung verschiedener Ver- waltuugsangelegenheiteu wurde über die von mehreren Zweigvereinen gestellten Anträge auf Bewilligung von Unterstützungen zu gemeinnützigen und wohlthättgen Zwecken Beschluß gefaßt. Solche Gesuche lagen u. A. vor seitens der Zweigvereine in Rakel, Dillenburg, Probsteierhagen, Tuchel und Osche sowie des hiesigen Frauen-Gros chen- Vereins.

Mannheim, 9. Dezbr. Der Neckar bringt seit Mittag leichtes Treibeis.

Priebus, 9. Dezbr. An den schwarzen Pocken find hier 4 Personen erkrankt. Infolge dessen ist die Impfung Erwachsener angeordnet worden.

Anssig, 9. Dezbr. Die Schiffahrt auf der Elbe ist eingestellt; beide Häfen find voller Schiffe; auf der Elbe selbst befinden sich dreißig Fahrzeuge.

Lemberg, 9. Dezbr. In Krechow in Galizien erschoß gestern ein Ulanen-Unteroffizier den Mtmetster vom 4. Ulanen-Regiment, Josef Barsch, als dieser fich entkleidete, um sich zu Bett zu begeben. Der Mörder feuerte die Büchse von der Straße aus in die Wohnung des Offiziers ab. Er traf sein Opfer mitten ins Herz.

Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegr. 18 30 (alte Leipziger). Es find vom 1. Januar bis Ende November 1893 5326 Versicherungen über 37130 750 Mark beantragt worden. Als gestorben wurden in derselben Zeit angemeldet 715 Mitglieder, die mit 4333900 Mk. versichert waren. Der Verfichernugs- bestand stellte sich Ende November 1893 auf 59000 Personen mit 404 Millionen Mk. Versicherungssumme. Bei der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine Gegenseitigkeitsanstalt ist, fließen alle Ueberschüsse den Versicherten wieder zn. Die Dividende der letzteren beträgt für die länger als 5 Jahre bestehenden Ver­sicherungen im laufenden Jahre 42% der ordent liehen Jahresprämie und bei abgekürzten Versicherungen außerdem 1% % der Summe der gezahlten Zusatz prämieu, was mtt Rücksicht auf anderweite Aus­lassungen über diesen Punkt hier ausdrücklich hervor­gehoben werden mag. Würde eine Dividende auf dir Zusatzprämie nicht gezahlt, so wäre der Dividenden­satz auf die ordentliche Jahresprämie noch wesentlich höher als 42%.

nach Nr. 2 zu reservierenden Beträge zur Deckung der Ausgaben des Bezirksverbaudes provisorisch zu verwenden, vorbehaltlich der späteren Bereitstellung des gleichen Betrages aus anderen Mitteln des Be­zirksverbandes.

4. Es wird genehmigt, daß aus dem nach ge­setzlicher Bestimmung zur Verfügung des Bezirks­verbandes stehenden Teil des Reservefonds der Landes­kreditkasse nach näherer Anordnung des Landesaus­schusses zur Bestreitung der dem Bezirksverbande ob­liegenden allgemeinen Ausgaben an den Bezirksver­band zu SVä Proz. verzinsliche kündbare Darlehen gegeben werden.

Zu Nr. 3 war von den beiden Vertretern für Hanau ein Zusatzantrag gestellt, dahingehend, am Schluffe zu sagen:für etwaige zu Gunsten der Grafschaft Hauan zu bewilligende Ausgaben*. Dieser Zusatzantrag wird mtt großer Majorität abgelehnt. Ferner stellte Herr Landrat Dr. Knorz, der Ver­treter für Fulda, einen neuen Antrag (als Nr. 2, A. ein­zuschalten):Der Landesausschuß wird ermächtigt, aus de« Mitteln der Leihbank zu Fulda einen Betrag bis zu 50 000 Mk. zur Errichtung einer Gewerbeschule zu Fulda zu reservieren oder zur Förderung eines ge­meinnützigen Zweckes in dem alten Leihhausbezirk Fulda, soweit er innerhalb der Grenzen der dem Bezirk obliegenden Aufgaben liegt." Nachdem die meisten Redner sich gegen diesen Antrag, weil der­selbe noch zu verftüht fei, ausgesprochen, wird der­selbe ebenfalls abgelehnt und die Sitzung um 3 Uhr geschlossen. _______________

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Litterarisches.

Ein Thüringer Landpfarrer im 30jährigen Kriege. Mitteilungen aus einer Kirchenkronik von E. Einert.

Das Bnch führt uns in den Schicksalen einer Bauernschaft und ihres geistlichen Hirten ein lebensvolles Bild jener Zeit vor Augen, wo der unheilvollste aller Kriege deutsches Volkswm und deutsche Gesinnung für immer vou der Erde zu tilgen drohte. Die Mitteilungen sind der Kirchen-Ehronik von Dorn- Heim, einem Dofte bei Arnstadt, entnommen. Unter den Stürmen des 30jährigen Kriege trug der würdige Pfarrherrn des Ortes in aller Kürze ein, was er gesehen, gehört, mit seinen Bauern erduldet.

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K-mmunallandtag für Kurhessen.

(Spezialbericht der Oberhessischen Zeitung.) (Schluß.)

Als. Cassel, 9. Dezbr. 1893.

Der 2. Berichterstatter, Herr Landrat v. Oertzen- Hanau, macht auf die rechtlichen Bedenken aufmerksam, die gegen die Heranziehung der Reservefonds der Lrihbauken sprechen; dasselbe thut Herr Oberbürger­meister Westerburg als Vertreter für Hanau, ebenso Herr Landesrat Dr. Knorz als Vertreter für Fulda. Herr Kammerherr vou Pappenheim widerspricht dieser durch nichts begründeten Auffaflung, denn man thue ja doch thatsächlich schon seit Jahren dasselbe mit dem Reservefonds der Landeskredttkasse. Dagegen habe aber noch Niemand irgend welche Bedenken zeltend gemacht. Ganz dasselbe Verhältnis wie hier mit der Landeskreditkasse walte in Hanau und Fulda mit den Leihbanken ob. Dieselben hätten ja auch ktaen örtlich beschränkten Geschäftskreis. Er könne deshalb nicht zugeben, daß irgendwelche rechtliche Be­denken gegen die Heranziehung der Reservefonds sprechen. Herr Justizrat Rieß ist derselben Meinung rmb befürwortet die Annahme der Ausschußanttäge. Er. Exzellenz der Herr Oberpräfident Magdeburg damit Veranlassung, zu erklären, daß er bezüglich der Beschlüffe des Landes - Ausschusses in rechtlicher Leziehuug zu irgend welcher ablehnenden Auffassung licht gekommen sei. Auch der Herr Landesdirektor ton Hundelshausen tritt den Ausführungen des Herrn d. Oertzen entgegen und verteidigt im übrigen jbie tzrrwaltnng der Pfandleihanstalt in Cassel gegen den Vorwurf einer schlechten Geschäftssührnng. Schließlich wird nach längerer Debatte, an welcher sich noch die Herren Berichterstatter, Landesdirektor, taudeSräte Dr. Knorz und Zuschlag, v. Pappeuheim, Oberbürgermeister Westerburg, v. Schenck u. A. be­teiligten, zur Abstimmung geschritten und werden die hier Anträge deS HauptauSschnffes in nachfolgender Fassung angenommen:Hoher Kommnnallandtag Nolle beschließen:

1. Die jetzigen Reservefonds des Leihhauses und tzfandhauseS zu Fulda und der Leihbank zu Hanau M, so weit sie sowohl den am 1. Juli des Jahres 1872 vorhandenen Vermögensbestand ohne den Wert deS Grundbesitzes als aus den Bettag von i Prozent der in Umlauf befindlichen Schuldver­schreibungen der betteffeudeu Anstalt übersteigen, zu dm allgemeinen Ausgaben des Bezirksverbandes zu torwenden. Die souach verbleibenden, ausschließlich ia den in dem § 6 des Gesetzes vom 10. April 1872, betreffend die Pfandleihaustalten zu Cassel rc., dorgeschriebenen Wertpapieren zn belegenden Reserve­fonds der genannten Anstalten sind aus der Höhe ton mindestens fünf Prozent der Verbindlichkeiten derselben zu erhalten und erforderlichenfalls durch die ihnen alSdnun znwachseuden eigenen Zinsen, sowie durch die Ueberschüsse und etwaige außerordentliche Einnahmen mindestens bis zur vorgeschriebenen Höhe ja ergänzen.

| 2. Der Landesausschuß wird beauftragt, den Dau eines den Bedürfuiffen entsprechenden Lavd- kkankenhauses zu Hanau vorzubereiten, dem Kommunal lundtage die erforderlichen Pläne und Kostenan­schläge vorzulegen und bis zur Beschlußfassung des 8ommunallaudtages über diesen Bau die nach Nr. 1 :btt Leihbank ,n Hanau zn entnehmenden Mittel licht definittv zu verwenden.

3. Der LandesanSschuß wttd ermächtigt, die

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Schauspielhaus; Mittwoch den 13.:Auf Triburg und Rodeck". Im Abonn. Gew. Preise. Don­nerstag den 14.:CharleyS Tante".Millionär tu D." Außer Abonn. Freitag den 16.:Hamlet". Im Abonn. Gew Preise. SamStag den 16;: Zum ersten Male. Hannele". Bühnendichtung von Gerh; Hauptmann. Vorher:Geschwister". Im Abonn. Gew. Preise. Sonntag den 17;, Nachmittags 3' - Uhr:CharleyS Tante"; Außer Abonn. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Zum ersten Male wiederholt:Hannele". Vorher:Gringoire". Im Abonn. Gew. Preise. Montag den 18.:JulinS Cäsar". Im Abonn. Gew. Preise.

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