Erstes Blatt
vv mi itiHcm Letzten Veryor Wlbert hat; das glaube nicht nur ich, das glauben “ Sie, Herr von Warnbeck.*
I (Z° JT un^ das ^uyr °nnM!n, und so hellsehend werden Frauenaugen auch
patsche Anklage wird auf Ihr Haupt zurück-1 durch die Liebe. Finde ich Dich auch hier auf ” I nm gn.*. fO.Mf.-rk «B-k__O m.. r.nn re
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte»,
sowie die Anuoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in vvntII ,
Frankfurt tu M., Cafiel, Magdeburg und Wien; Rudolf AaViII. ScQDTfl.
Mofie in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; ®. L. v 7 3
Daube u, Co. in Frankfurt a-M., Berlin, Hannover, Paris.
Ti. m-k__.. <_b . an-n- I •, xixw nur einen axann, oen I ein naoenoer Dkyrm
i ^ßeres Wissen ver-1 es liebt/ knirschte er die Zähne zusammenpressend, I stand der Landbriefträger.
i das sage ich Ihnen herunter freiem Himmel, während er sich in die Polster seiner Wagen» warf /' 1 " ~ “
J m Auge; aber ti wird Ihnen nicht gelingen, und dem Kutscher ein gebieterische» .Fort " 7h mtrh ioirt» ilmAuih I r_ t.rrr «
k ft fte c>"de sich der Ab' -In den htefigeu Kirchen wurde gestern in das! Kovurg, 4. Dezbr. Die „Koburger Zeitung" k”b ^Cn * bk! n«e'I"Sememe Kirchengebet auf höhere AnordnungImeldet: Der Herzog von Koburg legte die Mitglied-
W? „ ’?Ue I£b^n ^rer Mitglieder die Ab- aus Anlaß der gnädige» Bewahrung des Kaisers schäft des englischen Geheimen RateS nieder.
T ElN „großer Taa" im Reichstaae. »^E ^ "k' degaunen die längeren und Königs bei dem neulichen Attentatsversuch ein Mönche«, 4. Dezbr. Die Abgeordnetenkammer Aus dem SibunaSsaale drana laute» besonderer Dank mit Fürbitte eingelegt. Auch an beriet den Mliläretat weiter; dabei kam besonders
gttamenaemirr wTen Trtaünenemvor Erftn!ck a"0a ablehnenden die Provinzial-Konsistorien ist die Anweisung dafür die Meinungsverschiedenheit zwischen Militär- »ud
SSnltern ffirntfenf*t5«n,n n,r5 25 £“? I Standpunktes In raschem Creszeudo schwoll das ergangen; bei der Kürze der Zeit wird die Aus- Zivilärzten hinsichtlich der Tauglichkeit der Rekrutm
«taten IreS Zentrum an und es wurde zu einem führung aber wohl nur in de» Städte», wo die zur Sprache. Ferner wurde verhandelt über den
JLt wäre/ die Bank/ des äentrama6 Jh ou8 tinet Ä$.Ic- Df. LieberIKonsistorien ihren Sitz haben, möglich gewesen sein. Penfionsansprnch nach absolvierter Dienstzeit und
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L» und 7e7LÄZetäk LkLia^L ^b-r sprach- gegen -Wie verlautet, hat der Kaiser «m^ed
inzwischen Im Gegensatz zum Gr°fen'H°m"p-sch"macht-"er ztem- je'nach ihrer vetEguu/zm Sren^ wkrde^' bot,etW
s“ Eegrn"b"ng s^nes Antrags die Tribüne erstiegen, lich viel von einem etwas geschraubten Pathos Ge- gerichtlichen Untersuchung herauzuzieheu. I
s edt weißkopfiger, mittelgroßer Herr, i» der Hand-1 brauch. Herr Blos von den Sozialdemokraten war I — Die Nordd Alla 3ta * bürt der tat Fuitir-1
koegung an Wiudthorst erinnernd. Sofort entstand! der erste, der die Zustimmung seiner ganzen Fraktion I Ministerium "ausgearbeitete Gesetzentwurf betr die! AUÄlMd.
i Z«tmm"in dnMUte /e?Saales^°Gras°H?mvesck « KL? ” f° ft riioat^fr Abänderung des Strafprozeßverfahrens, JrauLreich. (D e p u t i e r t e u k ° m m e r.) Der
Zwirum In der Mute des Saales. Graf Hompesch I Rede, daß das Zenttum von diesem Helfer wenig »liege augenblicklich dem StaatSministerium zur Be.IAndrang isi aroü die Divlomatenloae gefüllt tzrach langsam und deutlich, vollkommen ruhige» erbaut schien. Blos hat offenbar viel über de» schlußfassung vor ' $ i Cafimir Verier verlas die min^
lDem Satz fiel^eiue FraMonmit^taem übÄuaten » «°b allerlei, zum Teil ganz - Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine An- welche allseitig, mü Ausnahme der Sozialisten, b£
Seta nhL^ Srnbn? £ historische Rmiiuiszenzen zum besten. In- Weisung der Minister des Inner» und für Handel, fällig anfgenomme» wurde. Der Sozialist Pascal
in™« 6 r- r " / k I haiten die beiden Ex. Diplomaten Graf! betreffend das Verfahren bei der Ausstellung und I Grouffet beantragte eine allgemeine Amnestie Minister
iriStiflnikr^ir ^erbert ^smarck und Graf Limburg-Sttrnm eine dem Umtausch von Quittungskarten (§§ 101 ff. des!Rayna! verlangte die sofortige Diskussion welche
Äff &XÄ > «SÄ '*5 'S “I* ?"•'*. . . . . b-1-ch-.d di- JuvaltditätS. "undlouch beschlossen wurdr. Grouff«t plaidl^k'für"^e
IXlSi7°"?. Bötticher^ schrieb,! Mt besonderer Spannung sah das Haus dem Altersversicherung, vom 22. Juni 1889), Bergarbeiter und forderte auch eine Amnestie der x t b f <n, 3u[a®meni ersten Auftreten des „Preußeuftlfsers" Dr. Sigl der Versicherten, die Mtglieder einer besonderen verbannten Boulangisten Raynal bekämpfte die M waren nur wL/anLd L »^esratS- entgegen. Sein Aussehen ist nichts weniger als Kasseneinrichtung (§§ 5 bis 7 °. a. O.) ». 1 des
Ii4 anf fienbeT^ta f/tanaelnrtiTsntpn aT ba8 ®erft<?‘ ^u aus- - Die erste Lesung jebes einzelnen Steuer- Verrats bes Vaterlandes ^Verurteilten. (Heftiger
S dem ftentnlm tee2ttck^d,n^ k° « k,@£ ?? Mn besonberergesetzes im Reichstage wirb mindestens drei Widerspruch bei den Sozialisten.) Mery griff Raynal
»I* Ä. » dem Sprecher, versteht es aber, die Pointen — mehrmals, Tage dauern. Das Stempelabgabegesetz wurde auf an, nahm jedoch schließlich seine Vorwürfe zurück.
l^öham" half. $ Wort das Sentrunt ttfreutit fji bte Seifantmlnn9 an einem Kernwort— die morgige Tagesordnung gesetzt. Freitag findet Raynal erklärte, eine milde Anwendung des Gesetzes s Selten ttnrfi' hnhMt 6.4 <4nrr i; , | jugufp^en unb effeftboU zu gebe». I feine Sitzung statt. Am Samstag wirb bas Tabak-! gegen bie verurteilten Bergarbeüer sei hinreichend.
Sam« 1 brr Ä b “I ^L”18 beT uamentlichen Abstimmung er Isteuergesetz, sobann bas Weinsteuergesetz beraten. Am Der Minister beharrt darauf ohne Schwäche zu
Je solche RMe gespielt wi bn £ «eleS- S” lebhaftester Spannung. 16. Dezember beginnen die Weihnachtsferie». handeln und mit Strenge gegen Revoluttanärelinzu-
ijT ' OT0“e ^’pitu rote D“ "^£r Gelegen-«Trotz der ungewöhnlich laugen Dauer der SitzungI — Die ,Nordd. Allg. Ztg." meldet: I» der!schreiten (Beifall im fteütrum 1 Nack einer Rebe
dkl' Konservativen ^enta^aes^^ tonm eincr- ®ine Bewegung desIheutigen Beratung der Handelsvertragskom-!des Boulangisten Roche wurde die Diskussion ge-
n; CrDk tiCft ^^eaeugeseheu. Obgleich ihr I Triumphes ging durch das Zentrum, als der Präfi-!mission des Reichstags wurde die Frage erörtert ! schloffen Die Kammer lehnte mit 257 aeaen 226 Lorlesung" doch eine' sehr dramatische"Wttkwia .Sp* — Stn”abme be8 2tntia9e8 lesistellte. inwieweit andere Mächte mit den Rumänien gemachten iSttmmen ab, in die Diskussion der einzelnen Artikel M Krum Noch mehr ?ma e bie fS® nnr Wnrh------------ Zugeständnissen aufgrund der Meistbegünstigung Vorteil einzutreten.
tckaaene Erklärung be8 öemt Merback kl -* n ziehe», ferner wurden die Interessen Deutschlands an Paris, 4. Dezbr. Im Senat verlas Spuller
£if!nf,rh5h7n Qm,|8 grl”! pon be“| . Nertt«, 4. Dez. Im Laufe des heutige» Vor- dem Zustandekommen des Vertrags erörtet, wobei die ministerielle Erklärung; einige Punkte wurde« kam die mttags arbeitete der Kaiser von 8 Uhr ab zu- hervorgehoben wurde, daß die Mehrzahl der Jndnsttiellen beifällig,^die ErMrnng im Ganzen ab?r mtt ein^ mrdsen Sozialdemokrat-»^"!! »tat T?” L be§ Wirkll Geh. schon die bloße Bindung des mmänische» General- gewissen Kälte aufg"nomme» '
Lücken n'ua^ntä fn .4«, "IßucaBu8 und nahm dann die Marine-Itarffs einem verttagslosenZustand vorzöge. Sodann! Italien. Nachdem Stnator Jnghilleri dasJuüir-
»tate Unwillig winkte Iw/hntt srr}^rnnerMnberB|®rtIa0embÄ8 kommandierende» Admttals Frhrn. von I wurden die Bestimmungen über de» Erwerb von! Portefeuille angenommen hat, find alle Ressorts be- Spöttern htaüber Erblick «vei^balbe /nsggen" |lnben=S9ibra“ ,i”t9C9e”-. $ie Mittag geplante Gmndbefitz in Rumänien unb die bem rumänischen setzt. Die Krtfis barf als beendet angesehen werde».
htn von Holleuffer tiinbtate Mmn/einer^Ser' ^Hlnrn«1n0tbC m ®"tfe”Tan9 mu6te ber unguustigen Getreide zugegangenen Ermäßigungen sowie das General Baratteri wird Minister des Aeußern, Sa» -H » ^alleuffer kündigte namens einer Minder-j Witterung wegen ausfalle». System der Ursprungszeugnisse besprochen. Marzano Kriegsminister, Racchia behält das Marine-
MchUch Milm
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg nnd Kirchhain.
*** ^8teb«fti6n8iuib ^^^^^^Ernckerei " Jlluftrirtcs Sonntagsblatt. 8ta"e"*"%Äi
Irrtümer. ®r war einige ©dritte zuruckgetreten und be- wieder kreuzen. Rache an ihm und Rache an ihr. Posttasche für Lettenhofen.' Er reichte Hildegard
Erzählung von Fi Arnefeld. trachtete zornig und doch voll Bewunderung das O, diese Rache wird süß sein!' — einen Bries, welche die augenscheinlich von einer
sRachdruck verboten.) I IW Mädchen, denn fte war ihm noch me so schön! Hochaufgerichtet, tiesatmend stand Hildegard in I Frauenhand herrührende Aufschrift, die ihr bekannt
(Fortsetzung.) «erschienen wie fetzt, al» ne hoch aufgerichtet, um.Iber kleinen Psorte des Parkes und blickte, gedeckt!vorkam, mit Verwunderung betrachtete.
6m böses Lächeln zuckte um den Mund besinnen vom rötlich goldenen Lichte, mit blitzendenIvon den herniederhängenden Zweigen einer mächtigen| .Von wem kann der Brief fein?* sagte sie vor Meisters, wich aber sogleich wieder dem AusdruckI•Äu9en unb glühenden Wangen vor ihm stand. «Esche, dem davonrollenden Wagen nach. ,O, das! sich hin, während sie ihre Geldtasche zog und dem «Bekümmernis. „Ich weiß, was es ist,* seufzte! „Mt einem Weibe streitet und kämpft manj$at mir ro®$[ gethanl* rief sie. „Endlich habe ichIBriefträger eine Münze reichte. Dieser bezog aber L1®1'W «8 mir und Bodo, daß wir eine!nicht, das besiegt und besitzt man, und ich werdein6 Gesicht gesagt, wie ich über ihn denke. Idie Frage auf sich und erwiderte, indem er ihr ver-
।L-r .IDich besitzen, Du schöne Rachegötttn,* dachte er;| „Aber was hat es genützt?* fügte sie traurig|traulich einen Schritt näher trat:
«n r1 k^o- Peroe^en' bas GescheheneIlaut aber sagte er: „Wären Sie ein Mann, Hilde-1hinzu. „Er hat mich behandelt wie ein Kind, dessenI -Ach, gnädige» Fräulein, von wem der Brief oem Mantel der Liebe zuzudecken, nicht es igard, so müßten Sie mir für diese Worte blutige I Worten man keine Bedeutung beizulegen hat, und, kommt, weiß ich fteilich nicht, ich wünsche aber von ^iam an die Oeffenllichkett zu zerren,* antwortete! Genugthuung geben, da Sie ein Weib und noch I morgen wird er wiederkommen, mich abermals mit! Herzen, er möchte gute Nachrichten bringen I Wenn n’kk m , , n „ «dazu meine Schwester find, so verzeihe ich fiel seinen Basiliskenblickm anschaum und mich mit! man so lange Jahre Briefe austrägt und auch noch
»imf ben ^b^recher straflos zu lassen!* fuhr! Ihnen; der Augenblick ist nicht fern, wo Sie sie I seiner scheinheiligen Trauer an den Grabhügel! beim Ein- und Auspacken der Briese in bie Brief- - « -er.. ,. „ «mir abbitten werden. Darf ich alsdann die Sühne I meiner armen Schwester schleppen. Und ich bin! beutel helfm muß, da kommen einem allerlei Ge-
gE hier keinen Verbrecher.* «bestimmen?* «macht, und schutzlos gegen ihn. Was ich ahne, was!danken über die Leute, die schreiben und an die
t. l?xet jr“ „ I „Wenn dieser Augenblick je kommen sollte so!fürchte, könnte ich nur mit abgewendetem Gesicht|geschrieben wirb. Ich habe mir manchmal die
. .Sefier aU je. Es hat sich alle«, aller zuge-ls^ ei!« riej pe uni) |o6 wJqa die Hand- aber!dem Ohr einer Mutter anvertrauen, und zu meinerIBriefe angesehen, die da, arme gnädige Fräulern iS E Bodmer es m semem letzten Verhör«^ wird nicht kommen.* ’ * j armen Mutter darf ich nicht mit so erschütternden,an ben Herrn Bräutigam abschickte und gedacht:
Miwert hat; das glaube nicht nur ich, das glauben I . IDingen tommen; es könnte ihr Tod werben!* iNa, der wird sich freuen, wenn er ihn liest. Noch —*
.Hildegard!* Rammelt# #r «vr ftarn kaum ein»«!liebe Gegnerin!" 'könnte! Beinahe beneide ich die Katholiken, welche! »Guten Abend,* erwiderte Hildegard ganz me-
MeT Sta p ' ”°r3or faum ex f. am Beichtstuhl niederknieen und chner bedrückten chanffch und nickte ihm ,U- Sie hatte den Brief
Sie wuüte nickt, mnher ihr her Mut tam verbeugte fich artig und schntt semem Brust vor dem verschwiegenen Beichtiger Luft machen geöffnet, seinen Inhalt überflogen und stand NUN
ten Sr ÄJ ’ * Mut kam, un.! Wagen zu. Idürfen.* mtt nassem Blick und hochklopfendem Herzen.
w n ' 1 verteidigt em Weib nur einen Mann, ben| Ein nähender Schrift ließ fie aufsehen; vor ihr! „O Gott, ich danke Dir, Du hast mein Gebet
*' - «erhört!* flüsterte fie die Hände faltend. „Da» Herz,
„Finde ich Sie endlich, gnädige« Fräulein!"«nach dem ich mich sehnte, das Ohr, in das ich ttt wird^eineÜnfckuL an" da« Lickt Triitam I “nntTtT kTk"" •$ort: «urief.! sagte der Mann, die Mütze ziehend- ,@» ist ein «meine Zweifel und meine Klagen ergießen taffen
1 faiTA? J1 !lk H'!'.^"b J° ^üsehend^werden Frauenaugen auch nur «Bries für Sie angenommen, und weil eigenhändig kann, ist gefunden. Gotthold» Mutter ruft mich,
y. ™i mn.Ia^ugeben darauf steht, so sagte der Herr Sekretär,IGotthold« Mutter kommt mir entgegen; ihr tarnt,
inem Wege, G^thold Bodmer? Du sollst ihn mcht|ich sollte chn Herdringen; er gehöre nicht in die>ihr will ich alle« anverttauen.*
strfchetat täglich außer es Werktagen nach Soun» xnb rwi ■<
M 286. ÄKlÄffÄS Marburg, Ramn^10 fÄdKLW Mittwoch, 6. Dezember 1893