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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchkai« Jllnstrirtcs Sonntagsblatt. *»
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstei» u. Segler in TTBm ,
grcmffurt a. M., Casiel, Magdeburg und Men; Indols XXVIII. ^QfirfL
Moffe in Frankfurt«. M., Berlin, München u. Köln: ®. L. “
Daube n, So. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris.
Erscheint täglich außer en Werktagen nach ©ernt- und rww» . .
j2 285 feÄÄWKS Marburg,
Dienstag, 5. Dezember 1893
Erstes Blatt. |S.“»ä«g ÄäÄÄ ÄÄWS
tDie „Franckensteinfche «laufet." £% SÄ’SfiÄ’ÄÄS Ä
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Die Einkünfte des Deutschen Reiches setzten sich!Festlegung der Mattikularbeittäae auf fünf Fabre lein Autraa her »hash«X tour^|braute der Justizminister den Gesetzentwurf, bett, die
«sprünglich aus den Einzelbeiträgeu der Bundes- Weiter bewirkt die Finanzreform zwar keine Be-ldrei Jabr/tu bewilligen ab'oelebnt^^ ”ttr "^ Regelung deS Eherechts, der Kultusminister den Ge- steten zusammen Mit der Zeit tat sich jedoch das settignng der Franckensteinsche!. Lustl wohl aber KauÜ--erf &Ä« bielt bei der Bctr- bie Abänderung des Gesetze- Über
Einnahmen verschafft, Einnahmen eine Veränderung derselben insoweit, als die Ueber- gest^en Parade der hiesigen ffiainHoi eine iZtoM L» ^^gnngSrecht der Eltern hinsichtlich der reli- «s den Zöllen, aus der Branntweinsteuer, den | Weisungen des Reiches an die Einzelstaaten ebenfalls licke Ansvracke an hiT ,,.r u 0iö,en Erziehung ihrer Kinder, ein. Der Justiz-
Msstewp-labgaben «sw., und der Reichstag wird für fünf Jahre im voraus bestimmt werden. Beide Oftizttre^wol» ”u6 bKmS erklärte, durch diese Gesetze sei das kirchen-
ßmuächst über neue Steuern beschließen, die eben- Neuernngen sind, wie sich aus dem Bem rkten erSebt aefnmmrä fÄh SMer- politische Programm der Regiemng abgeschlossen.
« auch em Reiche direkt zu gut kommen sollen, ziemlich schneidender Art, traf beute früh ,
vor, daß dE Reiche eigene durchaus nicht sicher, daß der Reichstag sich mit den. nm Die gesamten republikanischen und
«-nahmen von einer Höhe erwachsen würden, die selben einverstanden erklärt. KMralleeein Von konservative» Blätter beurteilen das Ministerium
«beim besten Willen nicht verbrauche» ra™* - I°.aiiLra“te g’,.. Son, betJm-Pf 8 - 1 V4rier aünftio: die radikalen Blätter äußern, das
«halb wurde int Jahre 1879 die Bestimmung ~ o m , r------------- S Sanvork^b fMnt,r t ? ^ Ministerium sei ein reaktionäres und gebe» ihrer Be-
geführt: Das Reich nehme für seine Zwecke 130 Deutsches Reich. 5 ©ÄtoalmUh friebtflU"9 darüber Ausdruck, daß jetzt wenigstens die
Mionen Mark; was darüber hinaus aus den! AerN«, 8. Dezember. In der Wildvarkstation I teilnahmen % " Hallerbruche, an dem die Gäste «Zweideutigkeit geschwunden sei. — Die neuen Minister
>llen und der Tabaksteuer vereinnahmt wird, ge- find der Kaiser und die Kaiserin vo/tzannover - Sanvnrk 2 Derbr Der Kaiser scknü auf ... haben beschlossen, sofort in die Diskussion der Kammer dsche Klau? Es lieöt a^?hie^ock ?^-kommend, mittelst Sonderzuges um 5 Uhr 52 Mi». PÜr^fahrt 3'Schaufler,' 2 Saue», 3 dem !bg? d“e 3°t-rpellation an sie ge-
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Ortzeit der Einzelstaaten hat Herr Miquel einllich der Entscheidung über die Embleme^ welcke anlru Ebre»^de«softes m |während des Aufenthaltes des Hofes in Philippopel
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Mn Wnnd«r, daß die Finanzminister die nenelBessermia in demBestnden des K al in smH.Hi.ral btnab30 Iwanow ein langer Mann, der von Rustschal mit
».nag der Dinge mst Frende. be,«Mn. ErfS““Äto Ä »ta sÄ Ä b“ k »--- -in-- M«°- NM-.im»-ndl-r-dn-chge-
Nun könnte es jawohl dem Steuerzahler ziemlich | hat nachgelassen und der Kräftezuftand ist nut" H„,r «.:*a ^enzwei Entwürfe zu I gangen war. Im Gefängniffe geberdete er sich wütend
e»jh™ ? 5 r < "der sich recht scharf gegen Hildegard I und sie in ihren Umschlingungen erdrücken wollte. I geben, eine Schwenkung zu vollziehen: aber Hilde.
Erzählung von F. Ar ne feld. sobasi, diese ebenfalls für jenen eintrat. Und sie mußte Stand halten; nicht Vater, nicht gard schwieg. Sie wußte ja, daß sie durch jedes
^^druck beiboten.] r ÄtefM m demer selbst sich befand, ließ «Mutter, nicht Bruder konnte sie zu ihrem Schutze Wort der Verteivigung den Vater nur in die Oppo- ._ ./Fortsetzung.)Ichn bald für, bald gegen den Angeklagten Partei«herbetrufen. „Nicht zur Rechten, nicht zur LinkenIsition treiben und die beiden anderen dock keine» ,Sc> ist es. stimmte Flöricke lebhaft zu. Erl greifen und immer die gerade ausgesprochene Mei. I kann ich vor der Schrecknis flieh»!' klang es kost-1 Bessern Überzeugen konnte und auch ihr Vertrauen spmnt^ letzt das Netz, in welchem er sich nung mtt Hartnäckigkeit bekämpfen. los in ihrem Herzes ' zu Gotthold^ hatte 7nen Stoß bkkommem Mch!
. , „ . L Seit der Kadett das Vaterhaus wieder verlassen! Für den Augenblick schien der Rittmeister heute! daß sie ihn für Adelheid» Mörder gehalten hätte,
l°r£enJ r c!8 enger und! hatte, gab es allerdings für den Baron nur noch «aber von anderen Gedanken in Anspruch genommen laber sie zieh ihn einer andern Schuld, welche in ^ ^barer werde gelobte sich Warnbeck im! einen Opponenten, seinen ältesten Sohn; denn | Wohl wußte er seine Hand geschickt mit Hildegards | ihren Augen auch recht schwer wos
Amtsrichter die Hand schüttelte! Hildegard vermnk mehr und mehr in Schweigen |in Berührung zu bringen als diese ihm eine Tasse | „Streiten wir nicht länger, der Tag de» Ge- sich mit Danksagungen empsahl. «und zog sich, soweit die» anging, in die Einsamkeit|Kaffee reichte, dann aber wandte er sich mehr demIrichts ist nicht mehr fern," lenkte der Rittmeister
3?QAUenre ^ch Lettenhofen, wo et M paron und dem Leutnant zu und erzählte ihnen, ein; sich zu Hildegard wendend fügte n hinzu-
^"g oer tägliche Gast war, und kam dort! Auch letzt war sie wieder bte schweigende Zu-«was er soeben von Flöricke erfahren, woran er seine! Treten wir lieber unseren gemeinschaftlichen Pilger- nTnrt 'lu mie beren letzt nur allzul hörerm eines sehr erregten Gesprächs zwischen Vater | Auffaffung von der Sache knüpfte. Lang an; mein Diener hat die Blumen gebracht und
LsLZL «„ft r„ K » o- dru er und stand soeben im Begriff, das! „So ist es! So ist er! Jetzt habm wir ihnI"| erwartete mich schon bei meiner Ankunft damit.'
Ka« was aus dem emst so harmomschen Fa- Zimmer zu verlassen, als der Rittmeister von Warn, rief Bodo aufspringend. Fast jeden Taa sandte ober brockte er ™
der Vater mtt einen. ermibS^^ÄM
R® lich doch gegenseitig angedeihen zu lassen, unter diesen Besuchen des Rittmeister» am schwersten „Er macht sie auch zur Diebin- sie soll einen L JL ” &
Hildegard, das sonst so gleichmäßig heitere Mäd-1 litt. SeinBenehmm gegen sie peinigte und ängstigte I Nachschlüssel aebabt haften!* fuhr Bodo fnrt L »^ttier Mutter Mr de ich inzwischen Gesellschaft der Sonnenschein des Hauses, war traurig, sie, um so mehr, al» es ihr nicht möglich aewes?n ’ S J < « J • Z LI t Ä"' Ersetzte der Baron mit einem verweisenden Hast und sehr ungleich in ihrem Betragen;! wäre, genau anzugeben, wodurch es sich von^seinem I ft-llt"^ "müüt- Ad^id 'die S dem Rittmeister; auf Wiedersehen,
»eit reizbarer war aber der Baron geworden; früheren Verhalten gegen sie unterschied K ?» grausige That schon lieber Warnbeck!'
ruhige, gelassene Mann schien wie ausgetauscht | Auck iefct hott» ,r Mm «in»- I ,U9? 9^’Iant ^be"' H5b das werden Sie doch nicht! W»e um jede Widerrede seiner Tochter abzu-
1t er in diesem Augenblick den Leutnant wegen Wort är BegMung sondern^nur ^ettien^Bttck Ünh l Lt^"' ”°nbte Warnbeck an seimn Schwieger-1 ^neiden, ging er ans dem Zimmer, und wenige t Auffassung der Dinge und seiner Aussagen einen SnSrf „nr ISE R. IT?, SIt° Pttter- x , Minuten später verließ Hildegard, welche den Anzug
Gericht, so konnte er int nächsten wieder Fritzi klaren blauen Auaen ertornrf^'I s. "«u Wet! n«t'_?W8 rch glauben soll!' stöhnte | von schwarzem, stumpfen Wollmstoff, den sie im eigen gebieten, welcher die Unschuld feinesIöfter, so hatte fie^das Sfüftl als ob fi.fi^ 51p a trug, nur durch einen Krepphut mit Schleier
»Bodmer in erregten Worten gegen den Bruder | Schlange nähert die fie durck iLnt* I PrUte "Odb seiner Tochter um, in der Hoffnung «und schwarze Handschuhe vervollständigt hatte, in
»luuei । erlange nähere, die sie durch ihre üugen bannen! diese «erde ihm durch eine Bemerkung Gelegenheit l Begleitung de» Rittmeisters das Hau» und schritt