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Zweites Blatt
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Molchen an; Sie haben sie wohl gekannt, und das
»ar schon ein Kind, so was Schönes haben Sie noch
richt gesehen und so was Schönes kommt auch nicht
tt gMt fcieber; Nun, und sehen Sie, das Kind ist gestorteu. "*** f .Mein Golt, eS sterben ja so viele Kinder!"
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träger auf mich zu und sagt: Da ist ein Brief für
der der
„Ja, weißt Du, Fanny, ich kaun'S gar nicht mehr aushalten vor Ungeduld. Ich möcht so arg gern tanzen, und der Vater meint ich dürste meine Sohlen nur auf dem Pflaster zerreißeu. Alle Tage kommen schon zu uns Einladungen zu Kränzcheu und Soireen, und der Alte nimmt sie dem Briefträger fort und wirft fie in den Ofen, damit ich's nicht merken soll. Aber ich weiß doch Alles. Und da hab' ich jetzt etwas ausgedacht, was großartig ist."
Die Favuy hebt den Kopf und fleht das Salcheu an, die mit ihren klugen Augen die Freundin au- bliuzelt und lacht.
„Weißt Du, es ist eine Einladungskarte zu nnL gekommeu für das große Fest, wo mein Later Mit glied ist und der Deine auch. Und--*
„Und? So erzähl doch Wester--"
„Und — da hab ich gestern au den gewissen Herrn ein Briefchen geschrieben, daß Du sicher hin- kommst".
„Aber, Rosalchen! WaS geht den» mich der Herr au? Der Mensch ist mir ganz gleichgültig".
„Fanny! Mir willst Du daS eiureden? Aber ich verlange von Dir auch einen Gefallen. Schreib' an >eu Herrn ein kleines Zettelchen, daß ich auch dabei ein werde. Mei» Later muß mich hinführen".
„Und der meine auch! Ich werde sehen, ob.ich nur dazu da bin, um deu ganzen Tag bei der Maschine zu fitzen. Ich hab', meiner Seel', sonst kein Interesse an der ganze» Geschichte und tanze» werde ich überhaupt nicht, aber ich will mich einmal uuterhalten".
„Und nach einer kleinen Panse setzt die Fnnuy zögernd hinzu: Und glaubst Tu, daß der Herr Doktor hinkommt?"
„Der schwarze Herr? Ob er hinkommt? Hin- aufen wird er, au der Thür wird er so lange tehu, als Du nicht kommst, der Mensch ist doch anz verschoffen in Dich! Also, Fanny, — Du wstst Deinen Later zwingen, hiuzugeheu?"
„Ja gewiß! wst werde» hingehen!"
„Das ist gut, das ist gut! Den» ich hab im Geheime» schon alles hergerichtet. Nun ja, er kommt der Winter und ich «erd' nicht mehr so dumm sein
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und mir erzählen lasten, wie es auf dem Balle hergeht".
Die Verschwörung der Freundinnen ist befiegelt, die Väter ahnen noch nicht, welches Attentat gegen ihren Stammtischbesuch, gegen ihre Börse und ihre Nachtruhe beim knisternden Feuer geplant wstd und es ist kein Zweifel, die Verschwörerinnen werden fiegeu, wir werden fie auf dem großen Festballe sehen „ und wenn der Vater in dem Saale gähnen und über de» sauren Wein schimpfen wird, wenn die Tochter überglücklich am Arme ihres Karl über das Parquet gleiten wird, dann werden die Mama und die Fran Nachbarin wieder Zeit haben, beim knisternden Feuer sich zu unterhalten und die Nachbarin wird dann sicher wieder eine seltsame Geschichte von dem Unsinn, hinter dem ei» so tiefer Sin» steckt, zu erzählen wiffen. H. W. K.
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von llern.
nm idolph. im Vor- tben.
IO die es Atem holt — und ich denke nichts Böses, «bet das Unglück war fertig. Drei Tage darauf kriegte daS Kiud Diphtheritie und aus warS. — Arade so ist eS mit dem Kartenschlagen. DaS ist doch der größte Unsinn, nicht? Ich geh so alle sechs ochen einmal zu einer Bekannten und was geschieht, e schlägt mir aus Spaß die Karte und'da fällt der Herzköuig neben Pick-Aß. Sie, Sie kriegen einen Grief, Ihnen steht ein großes Glück bevor, sagt die ekannte. Ich trink ruhig mein Köppche» Kaffee, k mir weiter nichts und geh »ach Hans. Ich gerade au unserer Straße, da kommt der Brief-
in Krosche, Gouvernement Kowno, geschloffen werde». Die Gläubigen blieben deshalb Tag und Nacht ver- sammelt. Nachts drangen Truppen unter Anführung des Gouverneurs in die Kirche und hieben auf die Menge mit blanker Waffe ein. 20 Personen blieben tot und über 100 wurden verwundet. Eine große Anzahl ist bei der Verfolgung durch Kosaken im naben Flusse ertrunken. Einige Hundert Personen wurden verhaftet und sollen vor ein Kriegsgericht gestellt werden.
— (Pietätlose Jugend.) Vier junge Burschen im Alter von 16 bis 18 Jahren, Max Lange, Förster, Karge u»d Schrode, sämtlich in Moabit bei den Eltern wohnhaft, standen am 25. wegen Störung einer gottesdienstlichen Handlung vor der zweiten Strafkammer am Landgericht II in Berlin. Zwanzig junge Burschen aus Moabit unternahmen am letzten Palmsonntag eine Partie nach der Jungfernhcide. Drei ertranken bei einer Wasscrfahrt, aber trotz dieses erschütternden Ereignisses trieben die Uebrigen allerei Thorheiten: Ein Teil der Gesellschaft kam am Nachmittag an den Friedhof der Nazarethgemeinde, wo gerade zwei Beerdigungen statt- faude», die eine mit Musik, die andere mit Gesang Die Burschen legten sich mit den Armen auf de» niedrigen Zaun; der eine krähte wie ein Hahn, ein anderer der Angeklagten, Schrode, rief: „Wartet nur noch ein paar Minute», bis ich mich aufgehangeu habe, dann könnt Ihr mich auch gleich mit Musik begraben!" Prediger Diestelkamp mußte wegen der Störungen wiederholt in seiner Grabrede innehalten. Durch deu Kirchhofsinspektor wurde schließlich ein Gendarm herbeigeholt, der die vier Angeklagten verhaftete. Die geladenen Zeugen vermochte» nicht die Teilnahme der einzelnen Angeklagten an dem lästerlichen Lärm genau festzustelleu. Der Staatsanwalt stellte anheim, die erste» drei Angeklagte» mit drei Tagen oder einer Woche Gefängnis zu bestrafen, für Schrode beantragte er dagegen ein Jahr und drei Monate Gefängnis. Der Gerichtshof wollte aber auch die drei ersten Angeklagten nicht so billig durchschlüpfen taffen und beschloß die Vertagung der Sache, um durch Veruehmung des Kirchhofsinspektors und eines namhaft gemachte» Kirchhofsarbeiters anch die Mitthäterschaft der sämtlichen Angeklagten ge- naver festznstelleu und entsprechend ahnden zu können.
— (Der Name Bronsart.) Ueber deu tarne» des preußischen Kriegsministers schreibt Dr. Max Oberbreyer dem „v. B.-C." auS Leipzig: Der Name Bronsart ist nichts anderes als unser altdeutscher Brunhart, d. h. schneidiger Krieger. Der erste Teil des Wortes kommt vom althochdeutschen „bruuja", dem mittelhochdeutschen „brünne" (glänzender Harnisch); der zweite Teil vom althochdeutschen „harto", daS zur Sanskritwurzel „kart" (zerhauen) gehört. Das „hart" der Kriegswaffe übertrug sich »an» auf de» Mau», der fie führt (so in Bernharb: bärenstark; Gerhard: lauzeukrästig). Bronsart ist also ei» gerüsteter, schneidiger Krieger. DaS paßt gut für eineu Kriegsminister!
— (VergnügungS-Etablissem eutS
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i Draei: Elisabeth chicksal»
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Am knisternden Feuer.
„Wahrhaftig, eS ist ein wahrer Jammer mit den Oefen! Der eine brennt gar nicht, der zweite frißt die Kohlen, daß man rein eine Kohlenfabrik haben sollte, und der dritte raucht. WaS ich mit dem scheußlichen Ofen da schon für Last gehabt habe, ist gar nicht zn sagen. Der Kerl ist verrückt. Gestern Bormittag hab' ich ihn geputzt und heul' raucht er, daß es nicht zum Aushalten ist. Da! sehen Sie nur wie et pufft und jetzt ist die Stube voller Rauch. Mach' ich's Fenster auf, so erfrier’ ich, laß ich's zu, so erstick ich — meiner Treu, es ist zum Verzweifel» mit so einem Ofen."
„Ich hab mich Gott sei Dank nicht zu beklagen. Mein Ofen ist recht brav und brennt schön, und tvenns gerade drängt, kann ich geschwind etwas darauf kochen denn er hat zwei Ringe, und wenn ich etwas mache, was ein Helles Feuer braucht, einen Eierkuchen oder sonst was, so geht es schon. Aber mit meinem Mann hab' ich meine Not; der will mir richt glauben, daß man tat Winter mehr braucht, als im Sommer, und er meint, er macht mich glücklich, toenn er mir Samstags Abends die 15 Mark hinlegt. Um ein Paar Groschen Holz kriegt man gerade so viel, daß man sich die Zähne damit stochern kann, die Kohle» kann Unsereins aber nicht im Großen dntaufe», und so ein Zentner ist rein wie Nichts. Heut leert bet Kohlenmann einen Zentner in bie Kiste unb morgen ist der reine Staub darin."
„Ja, ja! ich sag's ja, wenn nur der Winter schon vorbei wär'. So ein Winter ist für mich, als Denn er vier Jahre dauerte."
„Und dies Jahr wird er streng!"
„Glauben Sie? Im hundertjährigen Kalender hab ich gelesen: Der Winter 1893/94 wftd teils mild, teils strenge sein. Es wird sehr viel Schnee geben, aber auch viel freundliche Tage!"
„Ich bitt' Sie, das heißt ja gar nichts! Damit kennt sich ja kein Mensch aus: Wenn Sie wissen tvvllen, ob der Winter streng ist, da sehen Sie nur eine Katze an."
„Eine Katz'? Das ist aber ein widriges Vieh!"
„Mag sein, aber wenn die Katz nach Allerheiligen einen doppelten Haarboden kriegt und neben den langen Haaren recht kleine stehen, ist der Winter streng — unb bas ist bei unserer Katz' der Fall."
„Hahaha! Das soll wahr sein?"
„Ob Sie lachen oder nicht, Frau Nachbarin, das ist so wahr wie's Evangelium. Sehe» Sie, ich biu zumeist nicht eine, die auf solche Dummheiten fca8 gibt; aber man kann sagen was man will, es ist aber doch was dran."
„Ja, ja, da wögen Sie Recht haben, aber meta Gott, es ist doch auch viel Unsinn dabei!"
„Natürlich ist's Unsinn! Lauter Unsinn ist's,
Schiffsuochrichle».
Der Postdampfer .Westerland'' der.Red Star Linie" in Sntwerpen ist laut Telegramm vom 28. Novbr. wohlbehalten in Newhork ar gekommen. - Der Postda mpfer .Belgenland" der .Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 28. November wohlbehalten in Newhork angekommeu.
Vermischtes.
Berlin, 30. Novbr. Ein Privat-Telegramm „Voff. Ztg." aus Kowna meldet: Auf Befehl russischen Regierung sollte die katholische Kirche
ä 60 Pfg. per Glasdose zu haben in Marburg <u b. 2. bei: P. Tromm, Drog.; Th. Wolfart-Schubert sowie in den Artothek«.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoucen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler tu ,
Frankfurt a. M., Casiel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVIII. fcttöTÜ
Masse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. x> n
Daube u, Co. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt fit die Kreise Marburg und Kirchhain.
Jllnstrirtes Sonntagsblatt. tta —*
RenesteS Rezept für Zahnleidende!
Um der besorgniserregenden Verschlechterung der Zähne ein Halt zu «bieten, schreibt die Wiflenschast zur Pflege der Zahne wie folgt vor:
„Man nehme auf eine nicht zu weiche Bürste etwas
von Ldor'S Zahn - Ervme (Marke Lohengrin) und reinige täglich zu wiederholten Malen, unfehlbar vor dem Schlafengehen, Mundhöhle und Zähne. Hierdurch werden die Zabnpilze, welche die Zähne hohl machen, vernichtet, die Mundsäuren neutralisiert, der Atem gereinigt, die Zähne vor vorzeüigcm Verfall geschützt, ohne, wie man eS bei den seitherigen Mitteln fand, die geringste schädliche Nebenwirkung im Gefolge zu haben. Lvor'S Zavu-CrSme ist von allen Mitteln dieser Branche da» beste, wirksamste und unschädlichste der Gegenwart und ist
Dresden.! _ . ..
.ÄgubL, «bet gewisse Sachen muß man glauben, sonst macht (6061 »an sich doch nachher Vorwüfe. Sehen Sie meta
Theater-Anzeigen, «affet.
Königliche Schauspiele-
Vom 3. bis 10 Dezember.
Sonntag den 3.: .Rienzi". Anfang */i7 Uhr. Montag btn 4.: .Ein Tropfen Gift'- Dienstag den 5-: „Die Zauberflote"- Mittwoch den 6.: „Der Zauberlehrling". Donnerstag ben 7.: „Vasantasena". Freitag den 8-: Zum Besten der Genossenschaft deutscher Bühnenangehörigen- .Lohengrin. Anfang */»7 Uhr. Sonnabend den v-: Zum ersten Male: „Der Widerspenstigen Zähmung". (Bearbeitung von Kohlrausch.) Sonntag den 2u.: .Der Barbier von Sevilla". „Cavalleria rusticana“. Anfang */i7 Uhr.
am Tote» Meer.) Unter de» berühmte» See» der Welt wat bisher das T»te Meer noch nicht zu einem „public resort“ oder „watering place“ uwgewanbelt worbe». Diesem Mangel hat »u», wie
rt i Sie, da spare» Sie mir bas Treppensteigen. Ich
" »ach' meinen Brief auf und da steht dtta, daß meine xcm- Xante t» Meidtich gestorben ist."
Erscheint täglich außer an Werttagen nach Soun- und «IV .
Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe-
bitten 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. fafL
Sonntag 3. Dezember 1893.
„Aber das ist doch kein großes Glück?"
„Ich hab ja ihr HauS geerbt und zwei Aecker und bie Wirtschaft, bie verpachtet war. Freilich bie zwei Aeck-r sind für bie Dokters draufgegaugen und daS Haus war weniger wert, als was schon von der Sparkasse drauf war und der Pächter hat bis heut nichts gezahlt. Aber meta gehört die Wirtschaft doch! Und sieht man auch nichts, — aber es ist doch was btan an diesen Sachen!"
3m Ofen knisterts und raspelts so heimlich und traulich; der kleine eiferne Kobol schaut mit seinem roten Auge auf bie zwei Frauen, die ihre» kleinen Kaffeeklatsch halte» unb das eintönige Gesumm be8 Feuers wird nur hier unb da unterbrochen durch ei» abfallendes Stück Kohle. Draußen bläst der Wind, unb wie er burch bie Gewinbe des Kamins und bie Ofenröhre fährt, singt er in ben verschiebensten Tonarten und facht das Feuer manchmal an, baß eine Flamme heftig hinauslodert, bann drückt er wieder bie Glut und eine dichte Wolke erstickenden Kohlenranches füllt das Zimmer. Drin in der Nebenstube, deren Thür offen steht, damit der kleine Raum von der Stubenwärme etwas profitiert, sitzt bie Fanny bei ber Nähmsschiene und ber kleine Fuß läßt ununterbrochen ba8 Rädchen schnurren. Wenn fie den schönen braunen Kopf hebt und hinaus blickt auf das Dach, da fliegt eine brennende Röte über ihre Wangen, unb ein Helles Feuer zuckt aus ihren braunen großen Augen auf. Und es ist boch nicht so heiß in bem Stübchen! Unb boch rollt das Blut fiebeub in ben Abern bes hübschen Mäbchens. Wie klopft ihr bas Herz und tote tönen aus bem einförmigen Schnurren bes Rabes süße Melobien heraus, wiegende Walzerrhytmen Lingen ihr ins Ohr, tausend Lichter flammen auf unb ein bunter Reigen frohen Tanzes schwebt an ihr vorüber. Da legt sich eine Hand auf ihre Schulter unb bie Fanny schrickt zusammen, baß ihr die Nadel abbricht.
„Aber Fanny, Du schrickst ja zusammen, als ob ich ber gewisse schwarze Herr wäre, ber Dir neulich erzählt hat, daß Marburg bie schönste Stadt der Welt sei. Ich bin's ja, bie Rosalchen."
Die Fanny fühlt, daß ihr Gesicht glüht, unb fie beugt fich tief übtr die Leinwand.
englische Blätter mit!eilen, ein Amerikaner abgeholfen , der von der Pforte das Recht auf Ausbeutung des Tote» Meeres erhalten hat. Der Unternehmer will eine bequeme Verbindung mit Jerusalem Herstellen, Hotels, Konzeitsäle bauen, Gärten unb Lawn tennis - Plätze anlegen 20. Eine Dampfschiffahrt wird ebenfalls auf dem See eingerichtet. Außer durch bie Frembenindustrie gebenkt der unternehmende Mann die Gestade des Toten Meeres auch durch den Schwefel- und Asphaltexport zu beleben. Endlich will er noch ein Etablissement zur Salzbe- reituwg gründen.
Ritter ariftfl es.
— lieber das Dameusechten plaudert in seflelnder Weise der bekannte Wiener Fechtmeister Hartl in dem neuesten Hefte der bekannten illustrierten Zeitschrift .Moderne Kunst" (Berlin W. 57, Verlag von Rich. Bong- Preis des 14-TagShesteS «0 Pf.) Vorttefflich ist auch der zweite Artikel des HesteS, die Schilderung Budapest'S von Mox Rotbauser. Unter den Kunstbeilageu fisteln namentlich die doppelseitige Reproduktion dcs Kolosstil- GemäldeS von H. Siemeradzki: Scenische Darstellung des Urteil» oeS Paris im alten Rom und W. ScherefchcwSki'S „Nach Sibirien"- Die attuellen E eigniffe find in dem »Zick-Zack" in gewohnter reichhaltiger Weise besprochen und im Romanteil finden wir eine fistelnbe Erzählung von Helene Böhlan, „Im alten Rädchen zu Weimar". Novellen - Bibliothek der Illustrierte»
Zeitung. Vierzehr ter Band- Preis 2 Mark, in Original-Leinenband 3 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig.
Die g.diegene, mit bewährtem Geschmack zusammengestellte „Novellen-Bidliothkk der Illustrierten Zeitung" ist wieder um einen neuen Baud, den vierzehnten, vermehrt worden. Die .Novellen Bibliothek der Illustrierten Z itnng" mit ihrem reichen, wechsilvollen Inhalt von ausgewählten Schöpfungen der besten jetzt lebenden deutschen Schriftsteller hat sich seit large ei en großen Freundeskreis erworben, da sie allen Anforderungen, die man an eine Lektüre für die Familie stellt, in vollkommenster Weise entspricht unb für Jung und Alt Stoff z» angenehmer, erquicklicher Unter* Haltung liefert. Der 14. Band reiht sich in dieser Be- ziehung seinen Vorgängern würdig an und enthält nicht weniger als neunzehn intereffar te Erzählungen, von denen jede ihren besonderen, eigenartigen Reiz besttzt-
— Allen denen, die anläßlich des WeihnachtsfesteS Schriften zur Master Verteilung gebr«uchen, empfehlen wir angelegentltchst die W e i h n a ch t s g l o ck c n. Erzählungen für Jung und Alt von Ernst EverS. Verlag der Buchhandlung der Berliner Stadtmisfion in Berlin. Bisher erschienen 21 Hefte ä 10 Pfg.. 100 Hefte gemischt 7 Mk. Wir möchten auf diese Sammlung ganz besonders aufmerksam machen. Die Heftchen eignen fich für Bescherungen jeder Art, zum Verteilen in Sonntagsschulen, Jü glings- und Jungfrauen Vereinen, Krankenhäusern, Gefängnissen rc- Sie find ftisch geschrieben und stehen ihrem Inhalt nach alle mit dem WcihnachtSftst in engerem oder weiterem Zu- iamwkuhange. Hübsche Illustrationen auf Umschlag und im T-xt geben ihnen ein freundliches Ausi-Hen. Der Preis ist recht mäßig unb wünschen wir ben Weihnachtsglockeu weiteste Verbreitung.
«« o7< i „Aber Wege» was ist denn bas Malche» ge- ‘ o'zS ßorben? Verschrieen hat'S mir bas Lurnpeusauirnler- " ' »eib. Tie kommt zu mir wegen ber Knoche» unb fragt ob fie bas Stab sehe» bürste. Ich sag: Ja! ItiHt nab das Weib sagt: Jesscs, daS Kinb schläft gut, II so gut hab' ich »och »ie ein Stab schlafe» sehen unb