Einzelbild herunterladen
 

5 Mch'M Bcituily

_ !

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Sn«Job o^^^eri^nÄichdnckcrti Jllustrirtes Sonntagsblatt

M 282

Zweites Blatt

beschrieben werden?

«

;kel,

Em Antrag auf Vertagung wird abgelchnt.

Ms

>ie bei

bie Tagesordnung gesetzt.

01,000*

Vereins

Denkmal

Im Atelier sich an den

Ge­men« !aus- topf- i mit stguß ir in

abel, elfen« lide-

eibe- inen, linen ben-

eben, men.

Redakteur:Ja! Das

Naüanre».

Die mit einem Gehalt von 600 Mk. verbundene Kieis- tierarztstelle des Kreises Witzenhausen mit dem Wohnsitz in Witzenhausen ist durch Versetzung des bisherigen Stellen­inhabers erledigt. Bewerber um diese Stelle wollen ihre Gesuche innerhalb 4 Wochen unter Beifügung der Approbation und eines kurzen Lebenslaufes dem Regierungs-Präsidenten Haussonville einreichen.

Patent-Nachrichten.

30; November 1893;

Auszug für dieOberhcff. Zeitung" von BrockhueS & Eie, Technisches Patent- und UebersetzungS-Burea«; Köln a. Rh., Metzerstraße 6.

L Patent-Anmeldungen;

Signal-Vorrichtung zum Verhüten deS Ueberkochens der Milch. - H. H. Engel in Diedenbaum vor Minden (Westfalen).

Maschine zum Eutkernen von Früchten; H. Gaude in Görlitz, Bautzenstraße 44;

Bettstelle mit verstellbaren Stützen für den horizontalen Rahmen. A. I. Gordvin in Brooklyn, V. St. A.

Kneifer mit verstellbaren Augengläsern. I. L. Levy in Newyork.

Besatzgurt mit Metallöser; Molineus & Co. in Barmen. II. Patent« Erteilungen.

Schälmaschine. L. Flemig in Leipzig, Gartenstr. 611.

Deckbetthalter und Lüfter. O. Reich in Hannover, Karmanschstraße 14.

Selbstverkäufer für Fahr- und Eintrittskarten, Briefmarken u. dgl. N. Pülicher in Köln, Etntrachtstraße 145 und C. Buschmann in Köln, Trankgafse 1.

Hessen-Naffas.

Warönrg, 30. Novbr. (Weihnachtssen­dungen.) Das Reichs - Postamt richtet auch in diesem Jahre an daS Publikum das Ersuchen, mit den Weihnachtsverseuduugeu bald zu beginnen, damit

Vermischtes.

Berlin, 29. November. (Vom Kaiser Wilhelms I. in Berlin.) des Profeffors Reinhold BegaS lassen

gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes weißen Papiers, welches der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt werden muß. Bei Fleischsen­dungen und solchen Gegenständen in Leinwandver­packung, welche Feuchtigkeit, Fett, Blut rc. absetzen, darf die Aufschrift nicht auf die Umhüllung geklebt werden. Am zweckmäßigsten find gedruckte Auf. schrifteu auf weißem Papier. Dagegen dürfen Formulare zu Post - Paketadresseu für Paketauf­schriften nicht verwendet werden. Der Name des Bestimmungsorts muß stets recht groß und kräftig gedruckt oder geschrieben fein. Die Paketaufschrift muß sämtliche Angaben der Begleitadresse enthalten, zutreffendenfalls also den Frankovermerk, den Nach- uahmebetrag nebst Namen und Wohnung des Ab­senders, den Vermerk der Eilbestellung usw., damit im Falle des Verlustes der Begleitadreffe daS Paket auch ohne dieselbe dem Empfänger ausgehändigt werden kann. Auf Paketen nach größeren Orten ist die Wohnung deS Empfängers, auf Paketen nach Berlin auch der Buchstabe deS Postbeziiks (C., W., SO. usw.) anzugeben. Zur Beschleunigung des Be­triebes trägt es wesentlich bei, wenn die Pakete frankiert aufgeliefert werden. Das Porto für Pakete ohne angegebenen Wert «ach Orten deS Deutsche» Reichs-Postgebiets beträgt bis zum Gewicht von 5 kg: 25 Pfg. auf Entfernungen bis 75 km (10 Meilen), 50 Pfg. auf weitere Entfernungen.

Marönrg, 30. Novbr. (Baarbezahlen.) Nicht sowohl wegen der im Grunde genommen wenig ins Gewicht fallenden Ersparung deS geplanten QuittungSstempels, als wegen der großen wirtschaft­lichen und moralischen Nachteile, die daS Borgen im Kleinbetrieb und davon ausgehend auch im großen Betrieb mit sich führt, glauben wft allen Käufern und namentlich auch den Verkäufern eine energische Stellungnahme gegen den in Deutschland mehr als in anderen kulturell und finanziell gleich hochstehenden Ländern eingeriffenen Schlendrian anempfehlen zu sollen. Es heißt freilich gegen alte eingewurzelte Gewohnheiten kämpfen, wenn man verlangen will, daß Niemand, in welcher Vermögenslage er sich auch befinden mag, kaufen soll, was er nicht baar be­zahlen kann. Die sehr wenig Bemittelten sind aller­dings auf den Credit angewiesen und auch die viel angegriffenen Käufe auf Abzahlung lassen fich, wenn ste auf anständiger Grundlage stattfinden, in vielen Fällen rechtfertigen. Wer aber in der Lage ist, das, was er kaust, baar zu bezahlen und es aus Be­quemlichkeit oder anderen Gründen nicht thut, der handelt nicht nur gegen fich selbst schädlich, er schädigt auch die Allgemeinheit. Wir gehen nicht so wett zu sagen, daß jede Kleinigkeit, welche beim Krämer, Bäcker oder Metzger von der Familie geholt wttd, auf der Stelle baar bezahlt werden sollte, aber es böte allgemein der Grundsatz eingebürgert weiden, > zwischen diesen Lieferanten und den Familien allwöchentlich Abrechnung gehalten würde und zwar buten beide Teile streng darauf halten. Auch die gandwerker sollten es sich abgewöhne», dem Kunden, der soforttge Baarzahlung leisten will, mit der bei« iindlicheu Redensart zu kommen:Aber das eilt a nicht." Jeder Hauswirt, der seine Lteferanteu an Baarausgleich gewöhnt, wird von denselben beflere Bedienung und Behandlung verlangen könne» und der Zeit auch erreichen, als Derjenige, der ihnen das Geld lange schuldig bleibt. Daß durch das Baarbezahle» zur Sparsamkeit überhaupt angeregt­wird, wir) Mancher wohlthuend empfinden. Ganz besonders scharf aber ist die Gewohnheit mancher ehr gut fituierter Leute zu tadeln, welche gar nicht iaran denken, daß der Arbeiter, welcher mit be­grenzten Verhältnissen rechnen muß, selbst in Not age gerät, wenn er estrige große Kunden hat, die ha lange Zeit mit seinem verdienten Geld warten affen. Kommt er dann und macht bescheiden auf die Bedürfniffe aufmerksam, die es ihm angenehm erscheinen ließe», wenn seine alte Rechnung beglichen würde, so setzt er fich nicht selten unangenehmen ©eenen aus. Hier liegt et» Stück sozialer Frage, welches »ach Abhilfe schrett und wenn fich die rechten Männer zusammeufindeu, i» dieser Hinficht reformatorisch zu wirken, dann kann allerdings nicht auf einmal, aber doch vielleicht mtt der Zeit eine Umgestaltung »erbeigeführt werden, von welcher unser ganzes wirt- chaftlicheS Leben wohlthätig berührt werden wird.

heißt, am besten wird's sein, wenn Sie 's auf gar feiner Seite beschreiben l"

Kommunallandtag für Kurhessen.

Ns. Cassel, 29. Nov. 1893.

Der Kommunallandtag hielt am heutige» Tage keine öffentliche Plenarsitzung, doch traten die ge­wählten Ausschüsse zusammen, um in eine Vor­besprechung und Beratung der ihnen überwiesenen Vorlagen und Gesuche einzutreten. Außer den mitgeteilieu Gegenständen sind dem Landtage noch ferner folgende Vorlagen zur Beratung und Beschluß­fassung zugegangen: Bericht des Landesausschusses über Aufstellung eines anderweittgen Betriebsplanes der Hainaer Waldungen; Vorlage des vom Bezirks- verbande mit den Städten Cassel und Hanau vereinbarten Vertrages wegen Uebernahme der Land­straßen innerhalb deren Gemarkung; Gesuch des Hessischen Geschichtsvereins zu Caffel um Bewilligung von Beiträgen 1) zur Herausgabe der Urkunden des SttfteS zu Kaufungen, 2) zur Errichtung des Denk­mals für Landgraf Philipp den Großmütigen von Hessen; Bericht des Landesausschusses über die Aus­führung deS Beschlusses betreffend die anderweitige Normierung der zum Landwegebau zu verwilligevden Unterstützungen; Feststellung der Normalzahl der Freistellen und der zu zahlendeu Verpflegungskosten in den Landeshospitälern zu Haina uud Merxhausen. Ferner teilte Se. Exzellenz der Herr Oberpräfi- dent dem Landtage mit, daß Herrn Geh. Reg.-Rat Landrat Roth zu Schlüchtern sein Mandat für den Landtag niedergelegt hat und eine Ersatzwahl vor­genommen werden muß, sowie ferner, daß er zu seinem ständigen Kommissar während der Verhand­lungen Herrn Oberprästdialrat v. Poten bestellt habe.

(Vertrauliches aus einer Re­daktion.) In Kragujebatz erscheint seit längerem unter dem TitelSchnmadiski List" ein Wochenblatt, welches zu den bester redigierten Blättern deS Landes gehört. Zu einer seiner letzten Nummern ist auf der ersten Seite folgende, mit fetten Lettern gedruckte Ankündigung zu lese»:Wege» der unaussprechlichen Faulheit unseres Chefredakteurs Herrn Zrak, der seit Freitag de» 5. November de» Tag zur Nacht, die Nacht zum Tage umwandelt, d. h. die Nacht durch- jubelt und am Tage schläft, kann diese Nummer nur einen halben Bogen stark erscheine». Die Administration."

(MalitiöS.) Dichterling:Nicht wahr, Herr Redakteur, das Papier darf nur auf einer Seite

l», ligfl*1

Verantwortlicher Redakteur: Dr. H. W. Kühne in Marburg; Redaktion und Expedition: Markt 21;

Marburg,

Freitag, 1. Dezember 1893

Deutscher Reichstag.

Berlin, 29; November 1893. 1 Uhr.

Am Bundesratstische: Graf Caprivi, Graf PosadowSky, Dr. Miquel, Bronsart v. Schellendorf, v. Boetticher u. a.

Präsident v. Levetzow: Meine Herren! Das Haus war gestern schmerzlich berührt und tief entrüstet über die Nachricht von dem Versuch eines Attentats auf den Herrn ' Reichskanzler; Heute ist die Kunde hinzugekommen, daß l ein ähnlicher verbrecherischer Versuch auf Se; Majestät den Kaiser unternommen wurde; Ich glaube, ich spreche in Ihrer aller Namen, wenn ich erkläre, daß das Haus nicht mir diesen Versuch auf daS schmerzlichste bedauert, sondern auch im allerhöchsten Maße darüber entrüstet ist, und daß es Gott dafür bantt, daß dieser Versuch weitere üble Folgen l. für Kaiser uud Reich nicht gehabt hat; (Beifall.)

Nach Annahme des schleunigen Antrags der Abgg. Auer u. Gen. wegen Aufhebung schwebender Strafverfahren gegen den Abg.Bueb (soz.) während der Dauer der Session wird die erste Lesung deS Etats fortgesetzt;

Abg. Möller (nall.) erkennt an, daß der Etat im allgemeinen sparsam angelegt sei. Seine Partei stimme den Forderungen für Kolonialzwecke ziu Im Milttäretat ließen fich manche Abstriche machen. Redner tritt für die Reform des MilttärstrasprozesseS ein. Anerkennenswert sei die Spar­samkeit im Marineetat. Ein Teil seiner Partei wünsche, daß man mit der großen Finanzreform noch nicht vorgehe, sondern zunächst nur die Mittel für die Durchführung der Mintärvorlage beschaffe, wozu 60 Millionen nicht nötig seien; Ein großer Teil der Nationalliberalen halten Tabak und Wein für steuerfähige Objekte, aber die betteffenden Gesetzentwürfe seien verbesserungsbedürftig. Ein Teil der Partei befürworte die Eibschastssteuer und die Wehrsteuer;

Abg. Haußmann (sdtsch.BolkSp.)bedauert, daß der deutsche Geldmarkt Italien in seinen wirtschaftlichen Ver- legenhetten nicht beistehen könne, da Deutschland durch die Kosten der Militärvorlage und die Erhöhung der Reichs- schuld in Anspruch genommen sei. In der Kolonialpolttik fe^le der Regierung ein festes Programm. Redner wünscht Maßregeln vehufS Assimilierung von Elsaß Lothringen mtt Demschland, sowie eine Reform deS Milttärstrafprozesses Md Aendemngen deS Militärpensionswesens. Ferner spricht er fich gegen die Weinsteuer aus, sowie gegen die Tabak­steuer uud die Quittungsteuer; Er warnt davor, daß durch eine falsche ReichSfiaanzpolttik das Band gelockert werde, welches die Einzelstaateu Zusammenhalte.

Generalleutnant v; Spitz weist im Namen des er« krankten Kriegsministers die von dem Abgeordneten «auß- mann an der vorgestrigen Rede deS Kriegsministers geübte Kritik zurück und hebt hervor, daß das OsfizierkorpS vor der Kritik der Geschichte bestanden habe;

Staatssekretär Graf v; PosadowSki hebt hervor, daß die verbündeten Regierungen auf die Fabrttattabaksteuer zurückkommen müßten, da die Branntwein-, die Bier- uud die Stempelsteuer vom vorigen Reichstage nicht angenommen worden seien.

Finanzminister vr.Miquel erklärt die Bereitwillig - KU der Reichsregierung zur Umgestaltung der Steuer- Projekte, besonders bezüglich der Konttollvorschriften; Die ReichSeinkommensteuer sei pratttsch undurchführbar. Die indirekte Besteuerung sei bet uns weniger drückend, als in Frankreich und in England. Gegen die Vermögenssteuer lägen erheblich weniger B. denken vor als gegen die Reichs- eir kommensteuer. Dennoch wäre die Einführung unmöglich, wett in einigen Einzelstaaten ein entsprechendes Steuer­veranlagungssystem fehle. Die Vorschläge des Abgeordneten Bebel seien undurchführbar. Man möge fich auf den allein Praktische« Boden der Regierungsvorlage stellen. (Beifall.)

Abg. v. Kardorff (fit) erklärt, daß die der Reichs- Pattei angehörenden Mitglieder des Bundes der Landwitte glauben, ihre Königsrreue nicht besser berhätigen zu tonnen, als dadurch, daß sie sich bestreben, den <?tanb der Land­wirte lebensfähig zu erhalten, welcher zu allen Zeiten die

Arbeiten znm Nattonaldenkmal zur Zeit wieder große Fortschritte bemerke»; eine vorläufige Zusammen­stellung zeigt, wie daS Ganze werden wird. Die Figur des Kaisers zu Pfcrde und deS Genius, der das Roß am Zügel führt, find in natürlicher Größe fertiggestellt. Die Modelle der übrigen plastischen Werke sind nur angebeutet: die 14 Statuen, unter denen die Denkmäler Kaiser Friedrichs und des Prinzen Friedrich Karl neben anderen sechs Feld- herrustandbildern sich befinden; die 19 Hermen, die in den Nischen der archttettonischen Umrahmung, einer Halle, Platz finden sollen; die vier prachtvollen Löwen auf den Stufenecke» des Postaments, die mit ihren getoaltigen Tatzen die erbeuteten Siegestrophäen zu- sammenhalten; dazu an den Seiten die beiden Quadrigen, die den Sohn und den Neffen des großen Kaisers Wien, und noch etwa sechs Idealfiguren. Embleme und Reliefdarstellungen sollen das Ganze außerdem noch schmücken. Das Postament, das später aus Granit hergestellt werden soll, ist vor­läufig nur in Holz ausgeführt. Die Kosten des Denkmals werden, so weit fich dies bis jetzt über­sehen laßt, etwa 8 Millionen Mark behage». Pros. Begas erhält für die Herstellung der Modelle zu den Hanptfigmen eine Million als Honorar. Man hofft in Bildhauer kreisen immer noch, daß die Auf- träge zu de» anderen einzelnen Statue» und Hermen, vielleicht durch neue Einzelkonkurrenzausschreibe», auch Anderen zugute kommen werden.

Spandau, 29. Noobr. Hier wurde an einer 13jährigen Tochter eines Kapitäns ein Lustmord verübt. Der Thäter ist unbekannt.

Witten, 29. Novbr. Ein 17jähriger Kommis der Harpener Bergbaukasse ist unter Mitnahme von 11000 Mark durchgebrannt.

Flensburg, 29. Novbr. Die bereits ge­meldete Molensenkung ist verursacht durch den plötzlichen Eintritt äußerst niedrigen Wafferstandes, nachdem das letzte starke Hochwasser das Bollwerk unter­wasche» hatte. Die Senkung erstreckt sich etwa 120 Meter weit und beträgt zur Hälfte bis 4 Meter Tiefe. Von der Sttaße ist eine Sttecke von 5 Metern gesunken. Der verursachte Schaden ist noch nicht zu übersehe», da eine wettere Senkung befürchtet wird.

Fiume, 28. Nov. Das Wikiugerschiff ist auf der Rückkehr vo» Chicago nach Christiana im Golf von Biscaya infolge des StnrmeS geschettert und untergegangen. Die ganze Mannschaft würbe dmch ben AbriadampferDeal" gerettet.

Serfäkschte schwarze Seide. Man verbrenne em Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt fofort zu Tage: Acchtc, rein gefärbte Seide kräuselt fofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche van ganz hell- bräunlicher Farbe. Verfälscht- Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen dieSchußfäden" weiter (wenn sehr mtt Farbstoff er- chwett), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich m Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die Seiden-Fabrik G. Henneberg (L k. Hvflicf.) Zürich versendet gern Muster von ihren ächten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke potto- und steuer­frei iu'S Hau».

Saevii ? die Paketmafsen fich nicht in ben letzten Tagen vor «JLm dem Feste zu sehr gnfammenbrängen, wodurch bie _vL i Pünktlichkeit in der Beförberung leibet. Die Pakete find bauerhast zu verpacken. Dünne Pappkasten, (schwache Schachteln, Zigarrenkisten rc. stnb nicht zu benutzen. Die Aufschrift der Pakete muß beutlich, vollstänbig und haltbar hergestellt sein. Kan» bie Aufschrift nicht in deutlicher Weise auf bo8 Paket

Eingesandt.

(Ohne Verbindlichkett für die Redaktion;)

Z»ie Iortöildungsschnle in Marburg.

Diese nützliche Einrichtung, welche bezweckt, den Lehr­lingen Gelegenheit zu geben, die während der Schulzeit er­worbenen Kenntnisse im Deutschen, Rechnen, Freihand­zeichnen, Konstrukiionszeichnen rc. rc. tolltet zu befestigen, resp. sich für das zu eileinende Handwerk wettere theoretische Kenntnisie zu erwerben, ist so wichtig, daß wohl kein Hand­werksmeister dieselbe entbehren wollte, ttotzdem sie von dem Meister nicht unerhebliche Opfer verlangt. Einen Uebelstand wünschen dieselben aber abgestcllt zu sehen, um deffen Be- seitigung sie die zuständige BeSörde hierdurch dringend ersuchen, nämlich die ungünstige Zett der Schulstunden. Sie wünschen nämlich, daß die Unterrichtsstunden an Werk­tagen nicht wie seither in der MtttagSzeit abgehalten, sondern auf die Abendzett verlegt werden, und zwar im Sommer von 7-9 und im Winter von 6- 8 Uhr; an Sonntagen mag die MtnagSzett bleiben. Der Meister kann seine Lehr- ltnge am besten deS Abends entbehren, nicht aber am Tage. Während deS Tages ist der Lehrjunge bet dem ehun Hand- we ker in der Werkstelle, bet dem andern auswärts, sei eS mtt Gesellen oder auch mtt dem Meister bei Arbeüen be­schäftigt und absolut unentbehrlich, wenn nicht der Meister dadurch erheblich geschädigt werden soll. Es wird deshalb der oben ausgesprochene Wunsch umsomehr als berechtigt anerkannt weiden, als d:e seitherige Einrichtung in der Kreisen der Handwerksmeister allgimetu große Unzufrieden- hett hervorgerufen hat und da der Wunsch der Herren Lehrer, am Mittag Stunden zu geben statt des Abend», nicht so schwer in die Wage fallen kann, als die Schädigung der Handwerksmeister;

c Abg. Rickert (fteil'. Vereinigung) erkennt die moralische _ | Verantwortlichkeit zur Aufbringung der Kosten der Milttär- Bea^ Vorlage an, er fühle sich jedoch nicht verpstichtet, die vorge- ' schlagenen Steuern zu bewilligen und bebauett, daß die Regierung dem Bunde der Landwitte nicht schärfer gegen« en, über getreten ist.

Nach einer kurzen Bemerkung des Finanzministers Miquel wird die wettere Beratung auf morgen nachmitags 1 Uhr vertagt, außerdem wird die Jnvalidengesetznovelle auf

größte Stütze der Monachie gewesen sei und bleiben werde.

- (Beifall rechts.) Redner stimmt der vom Finanzminister -2i- ' Miquel vorgeschlagenen Reichsfinanzreform zu.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatter, sowie die Annoucen-Bureaux von Haasenstein iu Vogler in wtttii rx.

Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Men; Rudolf zULVlll; fcHDTfl.

Stoffe i» Frankfurt a. M;, Berlin, München u; Köln; G. L.

Daube u, Co. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, PattS;

Erscheint täglich außer an Werktagen »ach Sonn- und Feiertagen. Quattal-Abonnemertts-PreiS bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 28 Pfg; (exkl. Bestellgeld); JnserationSgebühr für die gespaltene Zelle »der deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 28 Pfg.