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Betreffs des deutsch-spanischen Vertrags, dessen Ähalt ja seit längerem bekannt war, hat der „Bund ia Landwirte" vor einiger Zeit erklärt, man werde «it der vollzogenen Thatsache sich abzufinden suchen. Der serbische Vertrag berührt die heimische» land- Mchaftlichen Jntereffen in nur geringem Grade. Mithin bleibt Gelegenheit zum Widerspruch allein bei ki Abmachungen mit Rumänien. Hier wollen die

K Die Handelsverträge.

Auch von deu Handelsverträgen Pit Spanten, ßklwänien und Serbien läßt fich sagen, was von den wirtschaftlichen Abmachungen mit Oesterreich- Ungarn, Italien u. s. w. gilt: der Wert der Ver­träge ist mehr negativer als pofittver Art, er beruht nicht in neuen Vorteilen, sondern in der Abwendung ton Nachteile» für den deutschen Ausfuhrhandel. 68 stand eine Gesamtausfuhr von jährlich etwa hundert Millionen Mark in Frage, wen» die Regierung mit dem Abschluß einer Vertragseraeuerung zögerte, und diese Jntereffen mußten bedeutend genug er- scheinen, vergleichsweise minderwertige Rückfichten, iusbesondere Rückfichten auf die deutsche Landwirt- f schüft, in die zwefte Reihe zu stellen. Gewiß ist es unserer Landwirtschaft nicht erwünscht, daß nun dauernd, zunächst ans zwölf Jahre, das rumänische Getreide zu den ermäßigten Zollsätzen an den deutsche» Markt gelaugt, daß andererseits im deutsch-spanischen »ertrage ketne Zugeständuiffe für die Spritausfuhr erzielt werden konnten; allein der Nachweis ließe fich wohl ziffernmäßig erbringen, daß hier bei weitem nicht die Summen in Betracht komme» wie für handel und Industrie. Zudem liegt die Spritausfuhr »ach Spanien schon seit Jahren brach. Frankreich veigert fich, den mit deutschem Sprit versetzte» spanischen Wein bei der Verzollung als „Wein" -uzuerkenne»; also Spanien selbst befindet fich in der Beziehung in einer Zwangslage. Nicht zu leugnen ist die keineswegs unerhebliche Benachteiligung der deutschen Landwirtschaft durch deu erleichterte» Zugang beS rumänischen Getreides. Man sagt zwar, es sei zlrichgültig, ob Rumänien oder Oesterreich - Ungarn »der die Vereinigten Staate» ihr Getreide an deutschen Rarkt bringe», die Konkurrenz gegen das heimische Ketreide bleibe dieselbe; allein es werden dabet die besondere» Eigenschaften des rumänischen KornS über- scheu, die es zu einer gesuchten Ware machen. Das «mänische Getreide ist eine Spezialität, und insofern Alt die Zollherabsetzung thatsächlich eine Begünstigung b« Wettbewerbes dar.

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öchentliche Beilagen: Krcisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbain

Druck rwd Lerlagr Job. Ang. Koch, Univerfitäts-Buchdruckerei tu Rarbura. Off , J w**»*vw*ö

Jllustrrrtes Lormtaasblatt. ^Redaktion ^und ^pedt^in^MmV ^1.* ®Zai6nr9i

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Erscheint täglich außer an Werktagen »ach koun-nnd cm *

teSSiSaWÄS Marburg,

»ÄfiÄfteK Freitag, 24. November 1893.

Irrtümer.

Erzählung von F. Arne seid.

^Nachdruck verboten.j (Fortsetzungi)

Otto von Warnbeck war der jüngere von zwei ’äpien des Besitzers von Falkenhorst und Blanken­de gewesen und hatte in seiner Kindheit und ersten »Und wenig glänzende Aussichten gehabt, da die der ein Majorat bildeten, und für die jüngeren «der im Familienstatut nur eine mäßige Rente Ammt war. Den Traditionen seines Hauses »Äß, ward er Offizier, zeichnete sich dmch seine ine Erscheinung, seine glänzende Unterhaltungs- «, seine Gewandtheit in allm körperlichen Uebungen roar Sieger bei allen Rennen, ein bevorzugter «jer, ein Günstling der Damm. Er genoß das ben n vollen Zügen; man erzählte fich von wlben in ganz ansehnlicher Höhe, die der alte »joratrherr widerwillig genug für feinen Zweit- Irenen bezahlt hatte, und prophezeite ihm eines h« einen unfreiwilligen Abgang, wenn sein als ks haushälterisch bekannter Bruder an des alten fcn von Warnbeck Stelle in Falkenhorst herrschen ” es Otto bis dahin nicht gelungen sein würde, * Hand einer sehr reichen Erbin zu erlangm.

Die Prophezeiungen trafen nicht ein, denn Edgar h Warnbeck, der Majoratserbe, wurde noch vor "em Vater durch einen Sturz mit dem Pferde 6 einem raschen Tode ereilt; bald darauf folgte i.der alte Herr von Warnbeck, und Otto war «Niger Besitzer von Falkmhorst und Blankenfeld, £ einer der reichsten Edelleute der Provinz. Der ^willige Abgang vom Militär war ausge- Mn, er dachte aber auch fürs erste an keinen Willigen, sondern nahm nur einen kurzen Ur- und ließ sich aus feiner bisherigen Garnison Eurem der Kavallerie-Regimenter in Berlin per«

Mch 2 w 2 ” h°bm würbe: bittet b-r-it-,.

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Da begegnete ihm etwas Neues: er stieß bei!empörte ihn^auss"äußerste daß^ Adelbrtd^wett"meb?!n'sprudelnd von Geist, einer Bewerbung auf Gleichgiltigkeit bei der Mutter, I den Hauslehrer tu suchen 'toten als hiefcr «»• I unö ^edhaftigkei. hatten Adelheid alle gesehen, auf Widerstand bei der Tochter I es mSe ibn fast bMnken alS wende iener £ H* ro^renb Brautstandes in ihre 3®

auf feinem Gute Falkenhorst einige Wochen jüngeren Schwester mehr Aufmerksamkeit zu und die 2^4 für^chre Eltedunb^G?LEm w fT «^l-nd, um d,e Jagden abzuhalten, hatte er Adel leidenschaftliche Adelheid suche eine Gewalt über defröhstcheselweB^aÜt K SV®

Herd von Letten kennm gelernt. Das schöne, eiqehJ feine Seele, die sie mtweder nie befeffen oder an I Itl ’Ä - ™ dre Mutter,

"tige Mädchen mit dem dunklen Haar, dem weißen! die erst vor kurzem aus der Pension zurückgekehrte! ihrer Tochter mtt B^enk"^lrelem! Smnesän^rung Gesicht und den großen, dunklen rätselhaften Augm Hildegard verloren hatte, im Men, aär aufteibm. mählich ÄubiÄe «hriS?* JftxM “x g-fi- ihm, ihr bald sprudelnd lebhaftes, bald schwör- den Ringm «iederzugewinnm. JJS Le an bö*.’*’ noch

Mädchms 1 jungen Frau zu machen, denn ferne mißglückten Werbungen! wer, mit dem sie früher so gern verkehrt bänsia

hültlLLb 5 “ Wunder- waren nicht unbekannt gebttebm, und er setzte etwas ein/ vornehme,'abweisende'Mieneannahm und Z ÄNsMäsEÄB

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Modifikationm nicht vornehmen darf wird durch die! __ Der »uLt mir’s c* m M I^.a^aiL^a au8 "ach der Küste zurückzukehre», und

TOÄ'ÄeM fe r»™ s £EiS-~SSS

Nach Berliner Berichte» wird n»u Graf Caprivi ^Brandmbura" bettuwobne^ Pm-r-rschiffes Aegypten, überwinter». Nach anbeitoeite» Berichten

bei Einbringung der Verttäge Gcleaenbeit^ nehmen r — SS ....... I^int Bezirksamtmann Sigl, der von Tabora nach

über seine Stellung zur landwirtschaftlichen Bewegung betteffendDeutsch?Ostak!i?!"8^esmtot^iePE «qog« ist, die Führung der Miß-

uS Ä - w. 4 H°udelsverttage an fich als unter Aufzählung der Ereiguiffe irn Laufe des Jahres, u

«martert Ä Landwirtschaft" zuden Fortgang der Usambarabahn, die Post- und Ausland.

ln 8anWW lm9‘ * HssÄä ÄÄfidÄÄÄ » »Ä «Ebiete zu erwarten sei Di^Denkfchrtft bettagt d^u auffMger Wch'e, ba6inb^?en1m^^^$TSe“8[^

Deutsches Reich. SSÄ SÄ a Äl8?T?,U”9^ b‘rrei9Un9 0e0en ben verstorbenen Grafen Hartenau Nttki», 22. Novbr. Gestern Vormittag empfina rm ^SckÜkaeblrt S? bhC Haudelsverhaltntsse auch nach beffen Tode dokumenttert, inbent, ttotz bet

12 Uhr hatte das Präsidium des Reichstages die — Mnisterprästdevt Dupuy eine Erklärung des Mi-

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Anzeigm nimmt entgegen die Expedition dieses Blatter, ^^blnuovcen-Mreanx von Haasenstein u. Vogler in VVTTIIT _ j,

Magdeburg und Men; Rudolf XXVIII. SfcdfiTfl.

Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln;©.& -O ***#*»♦

Daube u, Co. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris.

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