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öchentttche Beilagen: Meisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. s-4-b*kd**: te a”"6ro Jllustrirtes Sonntagsblatt.
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Som- und Feiertagen; — Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld); JnserationSgebühr für die gespaltene Zelle »der deren Rmm 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.
Marburg,
Dienstag, 21. November 1893
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u, Co. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, PariS;
nm Jahrg.
Zweites Blatt
Außerdem wurden die Weine der Company
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NB. Bitte Musterboge» gratis zu verlangen.
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Carl Leypoldt.
Veranlaßt durch die zahl- deu Platzkartenzwang hat
wo er sich erschoß. Als angeblich verfehlte große Tie Firma selbst ist un»
B. Lucas. Uhrmacher, Babnhofstr.
Hofstadt 25 (nahe dem Rathhaus.)
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nach dem Geschäftslokal, Motiv der That werden Spekulaiione« angegeben, beteiligt.
Köln, 18. Novbr.
Zustand seine, ihm vor Kurzem angetraute junge Frau vergiftet. Im Augenblicke, als der Unmensch seinem Opfer »och de« HalS abzuschneiden versuchte, wurde er überrascht und verhaftet.
Braunschweig, 19. Novbr. Die Jury der vom 4. bis 12. Novbr. c. stattgehabten Allgemeine« Deutschen Ausstellung von Nahrungs- und Genuß- Mitteln in Braunschweig erkannte den höchsten Ehrenpreis der Weinbranche, bestehend in einem goldene« Tafelaufsatze, der The Continental Bodega Company für ihre vorzüglichen Port-, Sherrys rc. Weine zu!
Martin Zelß
(Firma J. Hoehns.)
der goldenen Medaille ausgezeichnet!
Die beiden Götter.
Die alten Götter fitzen stumm In ihren Grabeshügelu, Nur zweie fliegen noch herum Mit nimmermüden Flügeln. Der eine scharfe Pfeile schnellt, Der and're klimpert mit dem Geld;
So zieh'n fie durch die Welt.
Den Bogenschützen jeder kennt. Der über sünfzeh» Jahre, Doch nach dem andern mancher rennt Vergebens bis zur Bahre. Sie finden meist sich einzeln ein, Und wem fie nahen fich zu zwei'», Der muß ein Glückspilz fei».
Du Kleiner mit dem Bogen, sieh, Ich wüßt' wohl einen Retter, D'rum thu' mir den Gefallen, flieh' Und schick' mir Deinen Vetter. Der stretcht herum, ich weiß nicht wo, Macht and're Leute reich und ftoh, Und ich lieg' auf dem Stroh.
Frisch gewagt!
Jedes Lees gewinnt sncc.
Ztehrmg am 2v.Srov.18S3 Barletta Goldloose deutsch gestempelt und m. Haupttreffer vo« 2 Mill., 1Mtlli»«,5vv,vvv, 100,000, 50,000, 20,000 FreS. re. re. Kleinster Treffer 100 FrcS.^80 M. Monat!. Einzahl, auf 1 ganzes Origiaattos Mk.4.-. 30 Pf. P»rto auch Nach». Bankgeschäft Louis Schmidt in Cassel 1.
gehegt, aber an dem Widerspruch Kaiser Wilhelms I. gescheitert war. ES war die Rede davon, Alexander eine hohe Stellung im Reichs- oder Heeresdienst zu übertrage«. Doch erhob der Reichskanzler Fürst Bismarck gegen die Heirat Einspruch, weil fie daS Verhältnis Deutschlands zu Rußland noch schwieriger gestalte» mußte, und fie wurde fallen gelaffen.
Nachdem Alexander Anfang 1889 aus der preußischen Armee, in welcher er den Rang eines Generalmajors bekleidete, ausgeschiede» war, vermählte er sich am 2. Februar 1889 mit der Sängerin am Darmstadter Hoftheater, Johanna Loistnger (geboren am 18. April 1865 zu Preßburg) und ließ fich mit ihr unter dem Namen eines Grafen von Hartenau (nach seinem bei Jugenheim an der Bergstraße gelegenen Gut Hartenau) in Graz nieder.
Vor drei Jahren trat Graf Hartenau in die österreichische Armee ein, und zwar wurde er als zweiter Oberst dem Infanterie-Regimente Nr. 27 zu geteilt, und im vorigen Jahre wurde er zum Generalmajor und Commandanten der 11. Infanterie-Brigade in Graz ernannt, in welcher Eigenschaft er an den heurigen Kaisermanövem teilnahm.
Im Jahre 1891 beschloß die bulgarische Sobranje ihrem ehemaligen Fürsten eine jährliche Dotation von 50 000 Francs zu widme«, die er mit Genehmigung des Kaisers von Oesterreich annahw.
Aus der Ehe des Grafen Hartenau entsproffen zwei Kinder: ein Sohu Alexander, der am 16. Januar 1890 geboren wurde, und eine Tochter, die erst vor einigen Wochen zur Welt kam und bei deren Taufe Erzherzogin Maria Theresia als Taufpatin fungierte.
Imprägn. Lampendochte sind gegen die gewöhnlichen billiger, sie halten länger; reinlicher, sie brauchen nur selten geputzt (üverstrichen) zu »erben; h ller, sie geben 25»/° mehr Licht; verminberu die Vrplostonsgefahr. Alleinverkauf bei (6646
». Albonesy, Wettergaffe 5.
Hanek am 5. April 1857 in Verona geboren. Ra- betzky hob ihn iit Mailand aus der Taufe. Der Prinz trat zuerst in das hesfische Dragoner-Regiment Nr. 24 als Lieutenant ein, diente dann in der russischen Armee während des Krieges gegen die Türkei. Er war mit dem damaligen Fürsten von Rumänien tot Hauptquartier des russischen Kaisers, deflen Neffe er war, beim Siege von Plewna und überschritt mit Gurko den Balkan. Bald nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er zum Regiment Gardes d« Corps versetzt und diente in Potsdam. Am 29. April wurde er von der bulgarischen Nationalversammlung in Ttrnowa zum Fürsten einstimmig gewählt!
Die Mächte gaben zu seiner Wahl ihre Zustimmung. Am 8. Juli 1879 hielt Fürst Alexander von Bulgarien in Ttrnowa seinen Einzug und leistete den Eid auf die Verfasfung. Seine Residenz schlug er in Sophia auf. Bald erlangte er im ganze« Lande eine ungeheure Popularität, wozu seine imposante Manneserscheinung nicht wenig beitrug. Die Vereinigung von Bulgarien mit Ostrumelien hatte im September 1885 einen Krieg mit Serbien zur Folge, ta welchem König Milan bei Pirot und Slivnitza von dem junge« Heldenfürsten besiegt wurde, und nur das Eingreifen Oesterreichs bewahrte Serbien vor weiteren Niederlagen. Durch diese glänzende Waffenthat sicherte fich Fürst Alexander einen ruhmvollen Platz in der Kriegsgeschichte. Die Beliebtheit des Fürsten hatte nach dem Kriege in Bulgarien ihre« Kulminationspunkt erreicht. Doch hatten die Siege das Mißvergnügen des Zaren erweckt, die rnsfischen Wühlereien gegen den Fürsten wurden iw ganzen Lande mit unerhörter Rücksichtslosigkeit be- ttiebeu und hatten schließlich den Erfolg, daß der Fürst in der Nacht vom 21. August 1886 in Sophia von verräterischen Offizieren und Soldaten überfallen, mit Waffengewalt 'zur Abdankung genötigt und nach der russischen Donaustadt Stent geschafft wurde. Schon «ach wenigen Tagen kehrte Fürst Alexander im Triumphe zurück und er wurde überall mit ungeheuerem Enthusiasmus empfangen. Ganz Bulgarien lag begeistert zu seinen Füßen. Am 3. September zog er in Sophia ein, dankte aber vier Tage später wieder ab, nachdem ein Versöhnungsversuch beim Czaren in schroffster Weise zurückgewiesen worden war.
Alexander begab fich nun nach Darmstadt und lebte hier in völliger Zurückgezogenheit. Tie überwiegende Mehrheit der Bulgaren hätte ihn gern wieder zum Fürsten gehabt, da er sich durch seine tapfere und geschickte Haltung 1885 und 1886 die Liebe des Volkes erworben hatte; doch hätte er durch Wiederbestetgung des Thrones die unversöhnliche Rache des Zaren nicht nur Über fich, sondern auch über Bulgarien heraufbeschworen. Seinen unbeweglichen Besitz kaufte ihm der bulgarische Staat für 2'/z Millionen FraneS ab; von dieser Summe gingen 84000 Francs ab, die er der bulgarischen Bank schuldete.
Als 1888 Kaiser Friedrich III. den deutschen Thron bestieg, wünschte die Kaiserin Viktoria Alexander mit ihrer zweiten Tochter, Prinzesfin Viktoria, zu vermählen, ein Plan, der schon ftüher
Zur Wiutersaison empfiehlt fich zum Zubereften von Hochretts« «nd Gesellschaft- «st-« in und außer dem Hause.
Julius Otto । Vrivatkoch,
einen Antrag auf Einlegung einer neuen Schnellzugpaares Köln-Hannover-Berlin ohne Platzkartenzwang einstimmig angenommen.
Schneidemühl, 18. Novbr. Eine außerordentliche Stadtverordnetenversammlung beschloß, den Brunnenmeister Beyer nur bis Montag Abend Weiterarbeiten zu laffen und den Oberberghauptmann Freund telegraphisch um seine Hierherkunft und um Erteilung weiterer Ratschläge zu bitten.
Chemnitz, 18. Novbr. Der ZuchthauSbeamte Mittasch auS Sachsenburg wurde von zwei Strolchen überfalle«. Dieselben gaben drei Revolverschüffe auf ihn ab und ergriffen dann die Flucht. Der Ueber- fallene ist schwer verletzt.
F r e i b n r g i. B., 19. Nov. Der in Ihringen a. R. ansäsfige praktische Arzt Schelldorf hat in trunkenem
Graf Hartenau f.
Boll tiefer Teilnahme blickt heute Europa, man könnte fast sagen, die Welt, nach Graz, wo ein hoffnungsvoller, reichbewegtes Leben einen jähen Abschluß fand. Braf Hartenau ist nach kurzer Krankheit, in Graz gestorben. Der Exfürst von Bulgarien hat ein Alter von sechsunddreißig Jahren erreicht, tat blühendsten Mannesalter ist er einer Blinddarm- Entzündung, von welcher er erst vor drei Tagen befallen wmde, erlegen. Graf Hartenau wurde als zweiter Sohn de» Prinzen Alexander von Hessen a»S beffen morganatischer Ehe mit der Gräfin Julie
Vermischtes.
Berlin, 18. Novbr. Sehr großes Auffehen erregt Hierselbst der heute stcttgefundene Selbstmord des Prokuristen des hiesigen Bankhauses Schlesinger, Trier u. Comp., Namens Felix Cohn. Derselbe war bei Beginn der Börse noch anwesend, ging bann
Dienstmann.
CD. Schäfer, Barfüßerstraße 5.
i.
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Ich habe mich hier als homöopathischer Arzt niedergelassen. Meine Wohnung befindet fich Ketzerbach 61 tat Danber'schen Hause. Sprechstunden mit Ausnahme des Sonntags Nachmittags täglich von 9—12 und 3-5 Uhr.
Marburg, 1. Oktober 1893.
Dr. med. M. Thilenius,
Saalbau-Theater.
H. W. K. Gestern Nachmittag fand eine Kindervorstellung zu ermäßigten Preise« statt, welche recht g«t besucht war u«d bei dem erschienenen kleinen Publikum jubelnden Beifall fand. Zur Aufführung kam eine Ktnderkomödie in 5 Bildern von Görver .Die drei Haulemäuxchen" oder .Das gute Liefe! und das böse Grete!". Den Schluß bildete eine komische Pantomime „Die Zauberglocke". — Die Abendvorstellung brachte ein Volksstück mit Gesang i in 4 Akten „Zwei vom Ballet" oder „Ihre Familie" von Sttnde und Engels, Mufik von Michaelis, welches zwar inhaltlich mancherlei zu wünschen übrig läßt, aber mit Geschick und Bühnenkenntnis anfgebaut, eine« Abend ta recht angenehmer Weise ausfüllt. Zum Teil mag dazu bettragen, daß,, nach jetziger Mode, etwas von der sozialen Frage darin abgehandelt wttd und daß das Sudermanusche Hinterhaus eine wesentliche Rolle darin spielte. Das zahlreich erschienene Publikum folgte der Vorführung mtt regem Interesse und lautem wohlverdientem Beifall. Gespielt wmde vortrefflich und verdient die Vorstellung im Ganzen wie im Einzelnen große An- erkenuung. Die „HtnterhauSfamilie" mit dem heruntergekommenen Oberhanpte Krüger, den beiden fleißigen und ehrenwerten Ballettänzerinnen, seinen Töchtern und dem gemütlichen Mechaniker Ludolf Maedicke wurde durch «ml Niemeier, Elsa Seigler, Mathilde Grohman» «nd Dttektor Reiners in höchst anerkennenswerter Weise charakterifiert. Die vornehme Gesellschaft, die hochmüttge Gräfin Eberbmg, ihr Sohn Georg als Marineoffizier, der Geliebte der einen Tänzerin, daS adelige Liebespaar Adelheid von Seefeld und Alexander vo« Felder« wmen dmch Luise Wehn, Otto Reiff, Elisabeth Schumann und Adolf Stückel ttefflich ver- tretoi. Besonder» Adolf Stückel zeichnete fich durch seine sorgfältige Zeichnung des gigrlhasten Mode- narren vorteilhaft aus. Auch die musikalische Aufgabe, welche hauptsächlich von Mathilde Grohmanu zu lösen wm, kam in anerkennenswerter Weise zu Gehör. Die > ganze Vorstellung verdiente den fich vo» Scene zu Sce»e steigernden Beifall des Publikums in vollem Maße. Morges Abend wttd Sudermanns „Heimath" »tt der berühmten Dmstellerin Fräulein Nufcha Butze de Saft zur Aufführung kommen.
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reichen Beschwerden über
der Beziiks-Elsenbahnrat Köln in seiner letzten Sitzung
^Sie Erben Heckman» von Heskem wollen
20 «ass. Ackerland, Gemeindenutzen und Hans, Stall, Scheuer n. tzaus- garter,
verkaufen. Termine hierzu sind auf Freitag, de» 24. Nov., Freitag, den 1. Dez. und 3. Termin Freitag, den 8. Dez., jedesmal Mütags 12 Uhr, ta der Schneider- scheu Wttthschast tu HeSkem anbe-
Thestrr-Anzeigen.
Frankfurt.
Vom 21. bis 27. November.
Opernhaus: Dienstag den 21: „Die verkaufte Braut". Im Abonn. Gew. Preise. Mittwoch den 22.: Geschlossen. Donnerstag den 23.: Zum ersten Male wiederholt. „Die Willis"; Hierauf: „DaS Versprechen hinterm Herd". Im Abonn. Gew. Preise. Freüag den 24.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. „Orpheus in der Unterwelt"; Außer Abonn. Samstag den 21.: Einmaliges Gastspiel deS Herrn Tumagalli: „Rigoletto". Rigoletto: Herr Tumagalli. Ballet. Im Abonn. Gew. Preise. Sonntag den 26., Nachmittag? SV» Uhr: „DaS verwunschene Schloß". Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: „Figaro's Hochzeit". Große Preise. Im Abonn. Montag den 27.: Abonnementsvorstellung für einen ausgefallenen Samstag (Abonn. 1892/93). „Die Willis". Hierauf: „Das Versprechen hinterm Herd". Gew. Preise;
Schauspielhaus. Dienstag den 21;: „Kabale und Liebe"; Im Abonn. Gew. Preise; Mtttwoch den 15.: Geschlossen. Donnerstag den 23.: Abonnementsvorstellung für einen ausgefallenen Mittwoch; „CharleyS Tante". Vorher: «Millionär a. D." Im Abonn. Gew. Preise. Freitag den 24.: Zum ersten Male wiederholt. „Rache"; Hierauf: „Milttärfromm". Im Abortm Gew. Preise; SamStag den 25.: „CharleyS Tante". Vorher: „Millionär o. D." Im Abonn. Gew. Preise. Sonntag den 26., Nachmittags 3 V» Uhr: „Mauerblümchen". Kleine Preise. Abends 7 Uhr: „CharleyS Tante"; Vorher: „Millionär a. D." Im Abonn. Gew. Preise. Montag den 27.: „Der Sohn der Wildnis". Im Abonn. Gew. Preise.
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