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MchM ZÄUM

M 273

11

Zweites Blatt

in

das lichtschkve Gesindel

indirekte Moloch

Xnt die Menschen selber. Wenn ich so zurück denke,

heüen gegeben, und da hat sich der Mersch ciuzu-

nen Abend, die Herren!" begrüßt er die An­

allein Schuld".

H. W. K.

Äl) schon wieder was giebt, an was die Leute sterben wv SinsenI"

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da hal's solche Sachen gar nicht gegeben. Eine ein mitleidiges Lächeln feine Mundwinkel umspielt Eisenbahn? Ist denn das notwendig, doß man heuteSie wissen nicht einmal, daß die Woche nur vor

den Hintergrund treten muß.

Tas stimmt nicht", erklärt ein Herr vom Neben-

Na, da soll er eben warten. Zu meiner Seit j hat'd ja auch eilige Sachen gegeben, und doch tooij keine Eisenbahn da! Nu» ist die Welt deswegen zu

in einen Waggon steigt und morgen schon i» Paris, den kommandierenden Generalen heranSgerufe» wird?" Tie Andern hören zu; ein militärisches Thema! Es \ ist selbstverständlich, daß vor diesem alles Andere in

Aber Bester", antwortet der Gefragte, während

Llatt, dos ist ja schrecklich. Ta lesen Sie:Der

,ber Pöbel"der Mob"die Radaupresse"

sich denkeu, wie mir das Blut in den Kopf stieg schließlich hab' ich mir aber gedacht, daß ich noch in Unannehmlichkeiten vor Gericht wegen so eines Menschen kommen könnte und bin still gewesen; auch verllagt hab' ich ihn nicht wer weiß, ob die Klage überhaupt angenommen worden wäre! Soll ich mir etwa Laufereien vor Gericht machen und schließlich geht der Andere noch frei aus? Nein, der dumme Kerl sollmeineihalben reden, was er will! Ich hör' ihm nicht zu."

Sehen Sie, das ist ganz mein Fall! Ich bin auch so nachgiebig 1 Aber neulich hab' ich mich doch nicht zurückhalten könne» und hab so einem Gesellen ein Paar gesteckt, daß er fich dreimal um sich selbst gedreht tat! nachher hab' ich ihm den Hut ange­trieben, hab' ihn am Kragen genommen und da ist dos Subjekt geflogen, daß ich geglaubt habe, er kommt gar nicht mehr zur Erde! Daun hat er ober Bekanntschaft mit dem Pflaster gemacht! Schließlich hat er mich dann noch verklagt, und nächster Tage habe ich Termin deswegen."

Nun", meinte der Alte,Sie haben sich ver­gessen, Sie sind eben noch jung und hitzig! Aber was hat er denn eigentlich gesagt, daß Sie so in Harnisch kamen?"

Eine Bedientenseele hat er mich geheißen der Kerl der weil ich konservativ bin!"

Bedientevseele" das ist allerdings stark! Sehen Sie, lieber Herr Nachbar, das Hots ftüher, ehe die Sozialdemokraten und Weltverbesserer aus kamen, alles nickt gegeben. Ta war jeder mit seinem Stande zufrieden. Aber heute da möchte jeder Eckensteher ei» Gutsbesitzer sein und weil das nun doch einmal nicht geht, so möchte» sie de» Guts" besitzet« ihre Güter auch obuehmen. Es ist, wie ich Ihnen schon gesagt habe, die Mensche» find au Allem selber schuld. Tas Schlimmste aber ist, daß so viele unzufrieden find mit dem, was ihnen befchieden ist, daß sie höher hinaus wollen, als ihnen zukommt. Tann kommen diese Volksredner und reden den Leuten »och allerhand vor, waS sie nickt verstehen, uud die Zeitungen treten die Geschichte noch rechi breit, daß jeder zu Hause seiner Frau und den Kindern vorlesen kann, wie schlecht es ihm geht Wenn dann die Wahl kommt, daun giebt jeder fiineu Zettel ab, nur um zu beweise», daß er nickt zufrieden ist. Was die Herren iu Berlin beratl» sollen und wie das Ganze eingerichtet werden muß, davon versteht natürlich keiner was und daran denki auch keiner daran find aber die Menschen ganz

? Die Lcm' verfäumeu ja doch nichts!"

Fünsbund rt Aerzte haben in böchst anerkennender Weise ihr Urteil über die nunmehr seit 14 Jahren existierenden Apotheker Richard Brardt'schen Schweizei Pillen dahin ab- gegeben, doß dieselben ein ganz vorzügliches, sicheres, zuver­lässiges urd ohne alle unangenehmen Nebenerscheinungen wirkendes Abführmittel sind. Kein anderes ähnliches Mittel hat jemals eine gleiche Aneikennung und Empfehlung seitens der Aerzte gesunden. Man nehme deshalb in allen Fällen, wo es fich darum handelt, eine regelmäßige Oeffnung zu erzielen, ohne den Körper zu schädigen, die ächten Apo­theker Richard Brandt'schen Schweizeipillen mit dem weißen Kreuz in rothem Grunde (erhältlich nur in Schachteln L 1 Mk. in den Apotheken) und nichts Anderes.

Neben dir vom Apotheker Ei Freyberg in Delitzsch fabrizierten Ratten kucheu haben fich in letzter Zeit viele landwirtsch. Zeitungen sehr lobend und anerkennend ausgesprochen, fe die Lardw. Tierzucht, Bunzlan, die Lardw. Preffe, Berlin, und das Organ der König!. Landwirtschastsgesellschast zu Hannover. Auch find dieselben überall mit den höchsten Auszeichnungen prämiiert worden, o zuletzt in der feit Neujahr 1893 stau finden den unter dem Protektorate der Königin von England stehenden Inter­nationalen Ausstellung für Hygiene, PharmacevticS uni Foods mit dem Ehrenkreuz und goldener Medaille Der Haupworteil vor anderen Präparaten besteht darin, daß Freyberg'S Rattevkucken Nagetiere in kurzer Zeit töten, anderen Tieren und Geflügel aber unschädlich find. Mau lege aber stets die genügende Anzahl von den Kuchen an», damit möglichst alle Ratten zu gleicher Zeit fitfftn. Di« Rattenkuchen find zu haben in der Trauben-Apotheke-

Wen» ober Einer was Eiliges zu thvn hat!"

Inzwischen ist ein neuer Gast an den Tisch ge­kommen und hat stillschweigend, die anderen mit einem stummen Kopfnicken begrüßend, eine Zeitung ergriffen

20 Millionen Lire vermachte. Der Verstorbene neigte sozialistische« Anschauungen zu. Er legte den Herzog- titel ab und wies die Erbschaft nach seinem Vater zurück. Er lebte in Paris als Professor der Mathe­matik. Ferrari weilte als Verwaltungsrat der Mittel- meerbahngesellschaft iu Padua, wo ihn der Tod er­eilte. Ferrari hatte das österreichische Staatsbürger- reckt und das Heimatsrecht in einer deutschen Stadt NordböhmenS erworben.

Madrid, 15. Novbr. Der FinanzministerGamazo ist aus Santander zurückgekehrt und hat der Königin genauen Bericht abgestattet. Danach fängt die Stadt an, fich zu beruhigen. Der verursachte materielle Schaden könne nur langsam ausgeglichen werden, da fast alle öffentlichen Gebäude zerstört find, ohne die Privatgebäude zu rechnen, die einen Wert von mehreren Millionen haben. Die gerichtlichen nnd technischen Untersuchungen sollen feststellen, wen die Verantwortlichkeit für das Unglück treffe 80 Personen find noch immer verschwunden.

(Aluminium.) Das Aluminiumwerk in Schaffhausen hat nach Angabe derBerg- und Hüttenmännischen Zeitung" im Jahre 1892 300000 kg Aluminium erzeugt. Die Produktion soll in diesem Jahre auf 1000 000 kg gebracht werden. Der Preis des Aluminiums, welcher im Jahre 1885 noch 1000 Mk. pro kg betrug, ist schon im Jahre 1888 auf 70 Mk. gesunken und beträgt gegenwärtig 5 Mk. das kg,

(EinRollenwechsel".) Newyorker Blätter melden:Der Bariton Marescalchi tritt vom Theater zurück, um sich einemnahrhaften Gewerbe", dem Wursthandel, zu widmen."

Die Zeitungsleser.

Wie ich sage, so ist es! es ist Immer das Mmliche uud kommt allemal auf dos Gleiche hincuS. find wer ist an dem Allen schuld? die Menschen! Nur die Menschen selber find schuld an solchen Ge­schichten! Sie sind doch auch kein Kind mehr, Herr Mäusebach."

Ich bin ein 50er."

So, ein 30er, da find sie allerdings gegen mich noch ein Kind. Wie ich auf die Welt gekommen diu, Halen wir 2 geschrieben; daS ist schon eine andere Zahl! Aber sehen Sie, Sie derken auch schon ein paar Jahre zurück! Hat man zu unseren Zeiten

Thraler-Anzeigen.

«affel.

Königliche Schauspiele Vom 19. bis 26. November.

Sonntag den 19.: .Militärfromm".Der Bajazzos Montag den 20.:Die Räuber". Dienstag den 21.:DaS Nachtlager in Graiada". Mittwoch den 22.: Bußtag. Do nerstag den 23.:Michael Kohlbaas". Freitag 24,: Geschlossen. Sonnabend den 25,:Macbeth". Sonntag den 26.: Neu einstudiert:Eine Tasse Thee".Der Bajazzo",

das ist ja gar nicht mehr sckön! Uebrigens was in deren Lektüre er sich vertieft. Ter Neuongtkommene ist den» eigentlich der indirekte Moloch? Tas muß ist ein Marn von ungefähr fünf uud fünfzig Jahre», türkisch sein!" iund sein Gesicht könnte hübsch genannt werden, wenn

Moloch? Moloch? Nein das find, wtffen Sie' cs nicht durch einen unausstehliche» Zug von Arroganz diejenigen, welche* j einen vnsymstatischen Ausdruck erhielte. WaS ihm

Ja! Ja! Ja! Und was bedeutet denn das: dies dünkelhafte Selbstgefühl verleiht, ist der Umstand, Xadaupreffe?" Ich hab' das Wort wein' Lebtag doß die kleine Zeitung, bei der er als Annoucensammlcr nicht gehört!" | angestellt ist, ein paar Artikel von ihm abgedruckt

Radaumacher? Wissen Sie, das find dann die hat. Seitdem hält fich der Marn für einen Cchrift- Lndeteri, aber eigentlich find'» die Nämlichen." stiller, und es hat sich in ihm die fixe Idee festge- At,a! Jetzt versteh' ich's. Aber sagen Cie setzt, doß in ihm ein zweiter Wildenbruch schlummere, msrichtig, Halen Sie zu unserer Zeit solche Tinge Der freundliche Nachbar des Anuorcensammlers gehört? Nein! Und wer ist an dem Allen schuld? wendet sich eben mit einer Frage an ihn.

Na", bemerkt sein Nachbar, mit malitiösem Blicke die hagere Gestalt Lcmpe'S messend,was soll denn einmal bei Ihnen verbrennen die paar Knochen!

Sie find also nicht für Leicheuverbrennurg?" fragt Lampe ruhig zurück.

Unsinn!" entgegnet der Andere.Ich finde das pietätlos im höckste» Grade."

Na", sagt Lompe in seiner ruhigen trockene» Weise, uud keine Muskel regt fich in seinem Gefichte wenn Eie nicht sür's Verbrennen find, dann können Sie sich bcgroben kaffen."

Herr Lompe Hot die Lacher natürlich auf seiner Seite und nimmt einen kräftige» Zug aus seinem Glase.

Herr Mäusebach berichtet währenddeß dem alte» Herrn, seinem Nachbar, über eine Gerichtsverhandlung, die er eben gelesen, in welcher von einem Streit er­zählt wird, der in einer Wirtschaft entstanden war, weil die Leute fich über Politik stritten.

Ja", sagte der alte 2er,sehen Sie, das ist Alles recht gut und schön, und Sie hoben ganz Recht, aber heraus kommt dabei Nichts. Da kommt jetzt olle Tage Einer in mein Stammlokal, wo ich zum Frühschoppen hivgeh', der über Alles, was konservativ ist, unbändig schimpft und alle Leute untereinander hetzt. Ich hab' ihr, nbtn lassen! So lang' er Tich nicht beleidigt, läßt Tu ihn gehen, hab' ich mir ge­dacht. Aber geärgert hat mich's ordentlich. Auf einmal kommt er so auf Allerlei zu reden von der Wahl und stichelt! Darauf hatte ich gewartet, spring' auf und ftag; wen er damit meint? Sagt der nn- verschämte Mensch mir nicht in's Gesicht, daß ich's auf mich beziehen könne, wenn ich wolle? Sie können

tiscke,es wird vielmehr vor jedem General ohne Gründ' gegangen? Früher har's ein paar Krank- Unterschied hcrausgerufeu."

Vermischtes. *

Berlin, 16. Novbr. In vergangener Mitter­nacht wurde der 46jährige Maschinenputzer Rudolf Jäckel, Fravksurter Allee wohnhaft, i» der Memeler- straße mit zerschmettertem Nasenbein tot aufgefunden. Es wird Totschlag vermutet.

Schneidemühl, 16. Novbr. Der Unglücks- brunnen ist vollständig mit Sand zugeschüttet und dem Erdboden gleichgemacht. Nach einigen Stunden brach aber klares Waffer an unzähligen Stellen der nenanfgeschüttete» Erdmasse durch. Der Geheime RegierurgS- und Bamat Reichelt-Bromberg verweilt hier zur eingehenden Besichtigung der llnglücksfiötte im Auftrage des Regierungs - Präsidenten. Man bringt hier den Bemühungen des Brunnentechnikers Beyer volles Vertrane» entgegen, erwartet aber eine völlige Hebung der Brunnenkalamität nur, wenn außerhalb der Stadt die Quelle abgefangeu wird, welche dem Unglücksbrunnen die Waffermengeu zuführt; hierzu ist aber wenig Aussicht vorhanden.

Köln, 17. Novbr. In Gegenwart einer statt­lichen Versammlung, darunter die Spitzen der Mili­tär- und Zivil-Behörden, fand am Mittwoch die Ein­weihung des neuen Postpalastes durch Staatssekretär Stephan statt, der in einem längere» historischen lleberblick die Vorgeschichte deS denkwürdigen Platzes gab, auf dem der Palast errichtet worden ist. Nach dim Hoch auf den Kaiser wurde ouf allerhöchsten Befehl der Palast eröffnet. Der Kölner Postdirektor Wagener brachte auf Herrn Stephan ei» Hoch aus. Nachmittags fand zn Ehren Stephans ein Prunk­mahl im Gürzenich statt.

Wien, 15. Novbr. Die ,N. Fr.Pr." meldet aus Patna: Gestern starb hier D. Ferrari, Sohn des Herzogs von Galliera, welcher der Stadt Genua

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg nnd Kirchhain.

' ''s^titlon'ünb e^Wn?M«B1SLnll,eIe* Jllustrirtes Sonntagsblatt. Redaktion und Expeditton: Markt $21. $

II. »jeder so ein Ding, das man gar richt auslprcchenn Abend Lampe,n Abend Lampekeu!" l* kann. Urd haben sie so eine neue Krankheit mit'schallt es zurück. Herr Lampe nimmt unterdeß die aller Gewalt heraus gekriegt, so thun sie, als wenn eben gebrachte Abendzeitung zur Hand und berichtet, nd 11» einen neue» Kometen entdeckt hätten. Es sieht doß sich ein Leicheuverbrernungs-Lerein gebiidet habe, Krade aus, als sollt,» wir uns bedanken, daß eS dem er beitreten werde.

Rerrestes Rezept für Zahnletdende!

Um der besorgniserregenden Verschlechterung der Zähne ein Halt zn gebieten, schreibt die Wissenschaft zur Pflege der Zähne wie folgt vor:

Man nehme auf eine nicht zu weiche Bürste etwa» von Ldor'S Zahn - Creme (Marke Lohengrin^ und reinige täglich zn wiederholten Malen, unfehlbar vor dem Schlafengehen, Mundhöhle und Zähne. Hierdurch werden die Zahnpilze, welche die Zähne hohl machen, vernichtet, die Mundsäuren neutralisiert, der Atem ge­reinigt, die Zähne vor vorzeitigem Verfall geschützt, ohne, wi? man eS bei den seitherig-n Mitteln fand, die geringste schädliche Nebenwirkung im Gefolge zu haben. Ldor'S Zavn-Cröme ist von allen Mitteln dieser Branche da» beste, wirksamste und unschädlichste der Gegenwart und ist ä 60 Psg per Glasdose zu haben in Marburg <u d. L. bei: P. Tromm, Drog.; Th. Wolfart-Schubert sowie in den Apotheken.

__ Alle schweige» kaz» n»d vertiefe» sich wieder eifrig

Michten genutzt mit einem Thee und Cenfteig-Um- in ihre Zeitungen. Uuterdetz nähert fich ein neuer schlügen uud Hundsfett aber heutzutage die Gast dem Tische.

koktors erfinde» ja olle Tage neue Krankheiten, snen Abend, die Herren!" begrützt er die An- Eehen Eie nur hier in die Zeitung, da ist schon wesende».

Hiebet so ein Ding, das man gar nicht auslprechen

Tltih fcrthcti fip In pwp NkiiP mir

vielleicht auf der Brust daun wußte man, was man zu thun hafte. Heute aber? Wenn die Stu­denten des abends oder nachts bis wer weiß wann, Skat gedroschen und schlechtes Bier gekneipt und noch schlechtere Zigarren geraucht haben und dann des anderen morgens nicht aus den Augen sehen können und jedes Haar einzeln auf dem Kopfe fühle» bann muß die Influenza herhaltcn!"

Und glauben Sie, es geht mit den anderen Sache» besser? In allem geht's schlecht, es ist eben eine elende Seit. Urb wer ist an ollem schuld? Nur die Mensche» selber. Tie Leut wäre» viel glücklicher und zufriedener, wen» es keine Menschen auf der Welt gab, denn an Allem sind die Mensche» schuld. Aber jetzt muß ich weiter lesen, Herr Mäuse­bach, die Geschichte ist zu interessant *

Urb bet alte Herr setzt die große Brille auf die etwas von solchen Dingen gehört? Nein! und jetzt-Nase und lieft weiter in seinem Leibblatte übet die --Ich bitt' Sie, da, sehen Sie himin in's Geschehnisse des Tages.

b.DaS ist genau meine Rede! Sehen Sie», stand neulich ein Artikel in der Zeitung über Nervo- ßtät und wos passiert? Krmm' ich nach Hanse, 8 wat vorige Woche, und gehe in die Küche, da ftzt die Lina, unser Mädchen, und hat den Kopf krtunbe». Ich frag', wos ihr benn fehlt, sagt fie ----- rrit nicht, daß sie nervös sei? Nu« bitt ich Sie, rin Tievfmädche» nervös! So was war zu unserer Seit überhaupt polizeilich verboten, und. wenn ein Mädchen nervös war, bekam'S eben von seiner Frau Paar und war kuriert!"

(706tWaS reden Sie benn! ToS ist ja gerade so Äe neumodische Krankheit! Wenn Einem gar nichts sthlt und er weiß nicht, waS er sage» soll, so sagt eben er sei nervös, oder wie es heißt. Früher kien die Leute gar keine Nerven gehabt. Mit der Äfluenza ist eS ebenso; ftüher bekam »an einen tüchtige» Schnupfen und Huste», ober ma» hatte es

Erscheint täglich außer «r Werktagen muh Sonn« und z» Anzeigen nimmt entgegen die Expeditton dieses Blatte»,

Feiertagen. Qnattal-Wonnemeuts-PreiS bei der Expr- JxVUVVUTQe sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in witiii rx. c

N b- allen P-stamtenr L Mk. 25 Pfg. (exkl. 7 Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVIIL Jahlg

Bestellgeld). JnseraAnSgebühr für die gespattene Zeile SoNNtüll 19. NüVeMbkr 1893 Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München «.Köln; G. L »

-der deren Raum 10 Pfg:, Reklamen für die Zelle 25 P g. a Daube u,Co. in Frankfurt a. M., BerliwHannover, Paris.

Da haben Sie ganz recht! Früher hat'S strpsweh und Fieber, Auszehrung und TyphuS ge- Kben, aber sonst hat man von Nichts gewußt, wenn richt gerade die Blatter» oder die Cholera gekommen M. Aber jetzt weiß ja kein Mensch »ehr vor leitet Krankheiten, was er sich aussuche» soll, wen» «8 »al zum Sterbe» kommt."

Aber ich bitt Sie, eS ist ja alles Schwindel. Früher Hat'S gesunde und kranke Mensche» gegeben! Ill stier heut? Heute giebrs schon gar keine Ge- ' sveden mehr. Und da sind die Zeitungen viel schuld, itte K Bell sie den Doktors immer helft» bei den neuen (705 sttankhetten."

les