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P1U“^aI=!?onn.nelnt,ü8=*Tti8 bri der Expr- VJldtblitd ^zeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatter,
2rf?°, bei allen Postämtern L Mk. L8 Pfm (erkl. sowie btt Annovcen-Bnreaux von Haasenstein u. Vogler in
«eRettgelb). JnserationSgebühr für die gespaltene Zelle 5SnntrprÄMrt 1« lüü9 §f“S^trLa- m- Eaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf
»der deren Raum 10 Pfgi, Reklamen für bk Zelle 25 a$fe <Wuner»lu|J 10. VlDvClttvCr loaD. Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. 2;
M 270
XXVIII. Jahrg.
Daube n, Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Parik
Erstes Blatt
-e. Die Aera Taaffe.
Demjches Reich.
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i Jahre.
gang im Park.
, re. * Z 7“' "re er in dem Briefe an Sie angiebt, z» 80* CrQ i° eiligen Abreise veranlaßt hätte?' fragte tttge# ** Amtsrichter weiter.
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^en Sie bestimmte Beweise dafür?' fragte er.
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U»d wer wollte, abgesehen ton all' diesen und zahllosen anderen Erfolgen auf dem Felde des wirtschaftlichen Staats lebens, die Bedeutung auch nur des einen positiven Erfolges auf rein politischem Gebiete verkennen oder uvterschätzm, welcher in der unleugbaren Thatsache gegeben erscheint, daß die! österreichische Volksvertretung aufgcböit hat, ein Rumpfparlament zu sein, daß seit 14 Jahren alle Völker und Stämme Oesterreichs auf gemeinsamer Verfassungsbafis zusammenwirken. Wenn in dieser Beziehung auch noch nicht mit der gewünschten Ein tracht zusammengewirkt wird, so kann doch nicht geleugnet werden, daß auch in dieser Hinsicht die Ver- hältniffe sich wesentlich gebessert haben. Schon das Zustandekommen des Koalitionsministeriums ist ein beredtes Zeugnis für das verdienstliche Wirken des! scheidenden Staatsmannes. I
Das Ministerium Taaffe ist seinerzeit thatsächlich auch als Coalitious-Ministerium auf dem Plaue er-l schienen, mit Stremayr, Horst, Korb-Weidenheim und! Chertek, durchaus bewährten Deutschliberalen, und! mit dm Vertretern der konservativen, auto»omistisch-nl Parteien. Die Partelltidenschaft hatte die liberalen! Kabinettsmitglieder leider nur zu bald von der Mit-1 Wirkung am Steuerruder verdrängt und erst über!
stellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte, der Steg über den Drachen Deficit in erster Linie der Bemteilung dar. Unter Taaffe's Aegide ist der österreichische Staatskredit ans tiefem Verfall empor- gehoben, ist dem Staate die nahe und gesicherte Aussicht erschlossen worden, mit geregelter Währung und wohlfuudierter Finanzwirtschaft den fortgeschrittensten Kulturstaaten sich ebenbürtig anreihe» zu können. Tie Verstaatlichung der Eisenbabneu in Verbindung mit einer zielbewußten Erweiterung des Reichsschieneunetzes, darunter der Monumentalbau der Arlbergbahn, hat dem Handel, dem wirtschaftlichen Leben des Staates dauernde Impulse gegeben, neue Bürgschaften einer gesunden Entwicklung verliehen. Die Reichswehr, welche beim Amtsantritte des Grafen Taaffe in Gefahr stand, vom Partei-1 seifte in ihrer Grund Organisation erschüttert zu! werden, ist während der letzten vierzehn Jahre, ge I sichert in ihrer Stetigkeit, zu einer von den ersten! europäischen Autoritäten anerkannten, imponierenden | Höhe der Vervollkommnung fortgeschritten. Die Re-1 ormen in sozialpolitischer Hinsicht, von denen dies Gesetze in Betreff der Verbesserung des Arbeilerloses ich geradezu als bahnbrechend erwiesen haben, tragen n gleicher Weise den Stempel des Taaffe'scheu Regime.
| el"en allzu langen Leidensweg sind die tonangebenden I Parteien wieder beim Ausgangspunkt angelangt, zur Eikenntnis gekommen, daß in einem Staate wie I Oesterreich die Hegemonie einer einzelnen Partei die bare Unmöglichkeit ist, daß einzig und allein in ber, durch die Selbstbeschränkung der Partei-Aspirationen zu erzielenden Coalüion der verschiedenen Elemente die Gewähr einer gesunden, konstitutionellen Entwicklung des Staates gesucht und gefunden werden müsse! Mögen daher zur Stunde noch manche und viele Gegner des Grafen Taaffe über dessen Sturz vielleicht jubeln, das hindert nicht, daß die Persönlichkeit dieses Staatsmannes von der unparteiischen I Geschichtsschreibung jenen historischen Gestalten wird! ! beigesellt werden, welche nicht blos durch die Reinheit ihrer Absichten, durch patriotischen Opfermut und! Treue- in der Pflichterfüllung, sondern auch durch rühmliche Erfolge sich ein unvergängliches Denkmal! in der dankbaren Erinnerung ihres Vaterlandes er I worben haben! |
_ »3a,' antwortete sie, und es klang wie ein Seutzer, .aber er ging früher als ich ins Haus urück — und — auch ihn sah ich nicht mehr.'
-Sprach er mit Ihnen von seiner bevorstehm-
Lebendeu', konfisziert, worin an die Anarchisten Ivon Chicago erinnert war und die Lebenden anfge» I fordert wurden, das Beispiel der Toten nachzuahmen. I — Die „Rordd. Allgem. Ztg.' weist nach, daß I die Berechnungen der Blätter unrichtig find, nach Idenen die neue Tabaksteuer ohne Verminderung «des Konsums 143600000 Mk. einbringen würde, während die Reichsregierung 104 Mill. Mk. erwarte. Diese Berechnung sei unrichtig, da sie den Wert der im Zollgebiete hergestellten Tabakfabrikate nach dem jetzigen Fabrikpreise auf 302 000 000 berechne, während die von der Regierung vernommenen Sachverständigen denselben nur auf 290 000 000 schätzen. Ueberdies lasse die obige Berechnung unberücksichtigt, daß von dem jetzige« Fabrikpreise künftig die durch Aufhebung der Jnlandssteuer und Verminderung des Rohtabakzolles etntretende Entlastung von über 32 Millionen abgezogen werden würde. Der aus der unrichtigen Berechnung gezogene Schluß, daß die Reichsregierung eine wesentliche Konsumverminderung erwarte, entbehre hiernach jeder Grundlage.
Tas umständliche Bild der vierzehnjährigen Geschichtsepoche eines Großstaates würde den engbe- grenzten Rahmen eines Tagesjour«als weit überschreiten »d müssen wir uns daher lediglich auf die hervorragendsten Momente beschränken, durch welche die «era Taaffe in vorteilhaftester Weise gekennzeichnet erscheint. In dieser Beziehung bietet sich die Her-
I »Ich wünschte, Sie kennten ihn, bann würden I Sie weiter keiner Beweise bedürfen,' antwortete sie Imit schönem Eifer. Ihr Auge belebte sich, die | bleiche Wange überflog ein flüchtiges Rot.
Der Amtsrichter dachte bei sich, daß er wahr- I scheinlich bald in die Lage kommen werde, Schritte! zu thnn, um sich diefe interessante Bekanntschaft zu verschaffen, laut sagte er: „Wir Juristen können uns letber mit solchen Beweisen nicht begnügen, aber vielleicht können Sie mir andere geben. Sie haben nicht» von einem Zerwürfnis zwischen Ihrer I Schwester und Dr. Bodmer bemerkt?' I
' »Nicht»,' sagte sie, aber e» klang dem Amts rechter, als zögere sie, ober als habe sie noch etwas! hinzusetzen wollen, was sie unterbrückte. I
»Er war viel in ihrer Gesellschaft?' I
»3a.' stieß sie gepreßt heraus. !
„Wissen Sie vielleicht, wann beibe zuletzt bei-! sammen waren?' |
I Ittliu, 14. Novbr. Unser Kaiser nahm il heute in Kuchelna als Gast des Fürsten Lichnowsky landen dortigenFasanenjagden teil. Abends 11 Uhr wird der Kaiser mit feiner Begleitung mittels Sonderzuges von Kreuzenort nach Potsdam zurück kehren um.morgen ftüh 7 Ubr auf der Wildpark- statiou eiuzutreffeu. — Ihre Majestät die Kaiserin list heute Nacht 12 Uhr 40 Minuten von Dresden auf^ der Wtldparkstation eingetroffen und hat sich Isogleich nach dem Neuen Palais begeben. — Die I Rekruteuvereidigung findet übermorgen mittags 123/4 Uhr in Gegenwart des Kaisers im Lustgarten statt.
I Der Kaiser trifft am Donnerstag den 23. November, I morgens, mittels Souderzugs in Kiel ein, um der I Vereidigung ber im Oktober unb November eingestellten Rekruten ber 1. Matrosendioifion, 1. Werft-1 divisilm, 1. Seebataillons, 1. Matrosen Artillerieabteilung, 1. Torpedoabteilung und der Manöoerflotte! beizuwohne». Nach der Vereidigung begtebt sich der! Kaiser zur Besichtigung an Bord des bis dahin hl Dienst gestellten Panzerschiffes „Brandenburg', wo selbst auch das Frühstück eingenommen werden soll.!
— Ueber die kaiserliche KabinettSordre! ans Anlaß des Spielerprozesses in Hannover! hört die „Köln. Ztg.', daß der Inhalt noch schärfer ist, als bisher bekannt war: „ES heißt in berI KabinettSordre nicht, daß gegen die blosgestellten Offiziere lediglich auf ehrengerichtlichem, sondern nach I
. »Er stand allen ings in Unterhandlung wegen 7* Stelle an einer Lehranstalt im Auslände,' 2®wttte ber Baron. „Ich kann aber nicht glauben, M es babei auf ein paar Tage angekommen wäre;
ob er gestern Briefe erhalten hat, weiß ich nicht, ba ich ben Tag über vom Haufe abwesend war' Meine Frau unb Tochter würben barüber vielleicht Auskunft geben können.'
„Ich batf bie Damen aber heute wohl kaum behelligen,' sagte ber Amtsrichter zögernd.
»Meine Frau bitte ich allerdings zu schonen; "«ne Tochter wird Ihnen Rede stehen; ich werde sie Ihnen gleich schicken.'
Wenige Minuten später betrat Hildegard von Letten das Zimmer, in welchem ber Amtsrichter mit feinem Protokollführer sich zum Verhör ber Haus- genossen niebergelassen hatte. Sie war bleich, verweint unb in einer solchen Erregung, daß sie zuerst kaum einige zusammenhängende Worte hervorzu-1 bringen vermochte; der Amtsrichter redete ihr in I freunbhd)fler Weise zu und entschuldigte sich, daß! die Pflicht seine» Amte» chn zwinge, in der ihr foJ eben geschlagenen blutenden Wunde zu wühlen. -Sie f wiffen aber, um welche Frage es sich hier handelt,' fügte er hinzu. I
Irrtümer.
Erzählung von F. Arnefeld.
sRachdruck verboten^
(Fortsetzung.)
i l heit zwischen beiden zu einer erregten Scene ge» I kommen fein könnte?' fragte der Amtsrichter, wo- I bei er Hildegard so forschend anblickte, daß diese in I sichtlicher Verwirrung die Augen zu Boden fenfte. |Erst nach einigem Zögern antwortete sie mit der I Gegenfrage: „Was könnten sie mit einander gehabt | haben? Ich hatte sie im besten Einvernehmen ver- I lassen '
| »Und wie verhielt sich Ihr Fräulein Schwester I später?'
| ,3ch habe sie lebend nicht wieder gesehenI' | schluchzte Hildegard von Letten, die Hände vor das Gesicht schlagend.
©er Amtsrichter blickte sie erstaunt an. „Wie
I war das möglich?'
. Abmd war so schön, der Flieder duftete, die Nachtigallen sangen, ich — ich konnte mich noch nicht losreißen und blieb noch eine Weile im Freiern al» ich in den Salon kam, sagte mir meine Mutter' Adelheid hätte ihr bereits gute Nacht gewünscht und sei auf ihr Zimmer gegangen.'
7^d Herr Bodmer?' fragte der Amtsrichter miwilllurlich etwa» zögernd; es ward ihm schwer, Hildegard über Dinge zu befragen, die ihr allem Anscheine nach recht peinlich warm, und doch durste er sie nicht schonen; mehr und mehr drängte sich ihm die Vermutung aus, daß sie mehr von dem Zusammenhänge der Dinge wußte, al« sie sich zu sagen getraute. „Blieb auch er noch im Garten?'
Der Rückttitt des Ministeriums Taaffe bezeichnet das Evbe eines bedeutungsvollen Abschnitts in ber Geschichte ber österreichischen Völkerfamilie. Mit ben schmeichelhaftesten Beweisen ungeschmälerter persönlicher Hulb seines Monarchen scheibet Graf Taaffe von bem hohen Vertrauensposten, auf welchem er vierzehn Jahre lang unter ben widrigsten Verhältnissen allen Stürmen ber zur hellen Lohe angefachten Patteileibenschaft, allen Gehässigkeiten des PatteigeisteS unb allen Exzessen ber vorgefaßten Meinung mit heiterer Stirn siegreich getrotzt hat.
Es war, man bars ba8 wohl sagen, eine große Idee, für welche biefer Staatsmann gegen eine Welt von Feinben mutig im Feuer gestanden, einer Idee, die in dem Begriff Völkerfriebeu, Völkerluteresse sich ausdrückt. Mau fragt in unserer Zeit leider nur feiten danach, ob das Streben eines Staatsmannes lauter, ob dessen Ziele gut.und edel waren. Man beurteilt den Wert und die Bedeutung des staatsmännische» Wirkens nach den Resultaten, dem Geschichtsschreiber muß eS überlassen bleibe», diese »esultate vorurteilslos zu prüfen. Allein wir meinen, daß selbst in diesem Augenblicke bereits, ba bie wahre Gestalt bes scheidenben Staatsmannes noch allzu sehr von ben Nebeldünsten umwogt erscheint, bie ber Gluthauch der Pmteileidenschast um seine Person bicht zusommeugeballt hat — die reichen Ergebnisse seiner vierzehnjährigen Amtswirksamkeit unmöglich verkannt werben können, vielmehr auch von ben politischen Gegnern gewürdigt werbe» müßten. Auch jetzt schon, da die Geister und Gemüter noch fieberisch erregt fiub von der Hitze beS Kampfes, wirb kein rechtlich benien- der Gegner bes Grafe» Taaffe diesem das Zeugnis versagen können, daß er mit makellos reinen Hände» viel segensreiche Saat ausgestreut, baß diese Saat auf ben mannigfaltigsten Gebieten bes öffentlichen Leders auch bereits aufgegaugen, zur hoffuunas- dollen Blüte gebiehen ist!
„Alle zusammen?'
„Anfänglich ja, dann wurde die Mama abgerufen, e» waren Hochzeitsgefchenke für Adelheid an- gekommen, ich ging mtt ihr und sie sagte lächelnd zu der Schwester, sie möge sich nur ein Viertelstündchen gedulden, wir hätten Heimlichkeiten.' i
»Ihr Fräulein Schwester blieb mtt dem Hauslehrer zurück?'
v »Könnte er wirklich eine Nachricht erhalten haben, 7M>n, wie er in dem Briefe an Sie angiebt, zu
I Befund auch auf gerichtlichem Wege borgegange« I»erben soll.' Dazu bemerkt bas Blatt: „Wir I zweifeln nicht, daß diese KabinettSordre unb namentlich bie Heranziehung ber Kommandeure sehr gute I Früchte tragen unb daß man in nächster Zeit von I Spielerprozessen nichts mehr höre» wirb. Daß solche I Befehle aber nicht bauernd wirken, beweist am besten I bie in ber Kabiuettsorbre erwähnte Verordnung von 11874, bie auch nicht befolgt worbe» ist. Wir I kommen »ieber barauf zurück, daß ein großer, wenn |nid)t ber größte Teil ber Schuld bie Rennen trifft unb baß eine bauernbe Besserung nicht zu erreiche« sei» wirb, wenn man hier nicht ganz rücksichtslos eingreift'
— Der Bundesrat genehmigte sämtliche Etat» und stimmte den Gesetzentwürfen, befr. die Festsetzung des Reichshanshalts-EtatS für 1894/95 unb bett, die Aufnahme einer Anleihe für bie Zwecke der Verwaltung bes Reichsheeres nnd ber Marine, sowie betr. ben Handelsvertrag mit Rumänien zu.
— Die „Nvrbb. Allg. Ztg.' teilt mit, baß bie 2. Lesung ber b e u ts ch - r u s si s ch en Tarif- fragen gestern beenbet wurde. Die russischen Delegierten machten im einzelnen einige Zugeständnisse. Ueber die Ergebnisse ber 3. Lesung, welche statt- findet, sobald der Zollbeirat von ben Resultaten ber 2. Lesung Kenntnis genommen haben wirb, läßt sich zur Zeit noch nichts sagen.
— Die Nummer 46 bes „Sozialist' würbe wegen eines Artikels, betitelt „Die Toten an die
„Ja, aber e» kann nicht lange gewesen sein, denn al« ich nach etwa einer halben Stunde wieder, zurückkam, sand ich Herrn Bodmer allein; Adelheid Iden Abreise?'
S?* *“ «, , I .®£ *. daß fein aufentw bä un.
„Glauben Sie, daß e» während Ihrer Abwesen-1nur noch aus wenige Tage bemessen sei,' entgegnete
g.
mk bei meint
i laute# hatte, du de» 58 ging beta»
e kau» te mlb war st limine»
gt!
nee.
»Sr hat zwar sein Vertrauen zu sich dadurch er sich heimlich au« dem Staube ge- M hat, obwohl er mir da« Versprechen gegeben Mr, noch zu bleiben,' fügte er hinzu; „aber trotz- 2®. Jann ich ihm da« nicht zutrauen. Welche ^unde könnte er benn für eine solche Schandthat Habt haben?'
„Gestern Abend; wir waren nach dem Abend- „ r , „ , ।fffen mit ihm und der Mama zusammen im ©arten,
„Ich weiß e«! sagte sie, auf ben Stuhl, den | falon und machten dann noch einen längeren Svazier- er chr geboten, niederfinkend, „fragen©ie, ich werbe'““* m " antworten; vor allen Dingen Horen Sie, ich bitte, ich beschwöre Sie, aber ein«: Gotthold Bodmer ist unschuldig!'
Der Amtsrichter blickte auf. Es war ein sehr »armer Ton, in bem die letzten Worte gesprochen wurden; etwa« von bem Aufschrei eine« Herzen«, ba« um sein Liebste« in Angst unb Sorge ist, lag I barm. Es schien, al« lasse jede Person, mit ber er hier in Berührung kam, eine neue Beleuchtung auf ben vielberufenen Bobmer fallen, aber statt badurch aufgeklärt zu werben, sah er sein Urteil nur immer mehr verwirrt.
Da war benn bie zweite Frage ebenfalls beantwortet, welche ihre Bestätigung auch durch den Ba- wn fand. Bodmer hatte einen Erlaubnisschein für H uw ^Ankauf von Gift besessen, er selbst hatte ihm räume» ^wen verschafft, da er verschiedener giftiger vlivstanzen zu den Experimenten, die er in seinem «Mirage gemacht, gebraucht hatte.
ev»«ß t,Daß Bodmer seiner Tochter das Gift gegeben ieg zp damit fie einen Selbstmord aussühre, erklärte .gagn- /.für unglaublich, wußte auch keinen Grund anzu- l Da»i. £7”, der sein lebensprühendes, schönes Kind zu «>km so unseligen Entschlüsse gedrängt hätte, eher er zu der Annahme geneigt, daß hier eine ver- Mgnisvolle Verwechselung vorliege, denn es sei M auch unmöglich, Bodmer für den Schurken zu Men, der ein so feiges, nichtswürdige« Verbrechen *tube.
—-.ÄÄdi. »reife SMmrg »«» Kirchham Jllustrrrtes Tonntaasdlntt.
Redaktion und Expedi^'n^Mar» \