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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain
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Zweites Blatt.
Wildenbruchs Haubenlerche.
H. ’>V. K. Der Tragödiendichter Ernst v. Wildenbruch irollte fi.ch einmal einen lustigen Tag machen. Er legt- sein, schweres Rüstzeug ab und schrieb in Hemdö mein ei« schneidiges Volksstück. So entstand das di/akti:ge Schauspiel „Die Haubenlerche." Die selige Sirtj Pfeiffer ist wieder auf die Welt gekommen und hat die Hosen des Herr» v. Wildenbruch an! Ja, ja — daS Schauspiel „Die Haubenlerche" ist bei allen blendende» Eigenschaften nichts Anderes, als eine mit Sozial-Philosophie aufgekrempelte Birch- Pfeifferiade.
Zwei Stiefbrüder sind im Besitz einer von ihrem Vater, einem höheren Beamten, der wegen Meinungsverschiedenheiten mit seinem Vorgesetzte» nach langen Jahren eifriger Thätigkeit feinen Abschied nehmen mußte, gegündeten Papierfabrik. Der ältere, dessen Haare schon grau werden, ist der Vormund des jüngeren und hält diesen unter eisernem Druck, um ihn nach dem Wunsche des Vaters in die Papierfabrik eiuzuzwäugen. Aujust — so heißt der ältere Bruder — trifft von Tugend, Weisheit und Arbeiter- fteundlichkeit in geradezu erschreckender Weise, weshalb er von seinem jüngeren Bruder, einem liederlichen Tagedieb, nicht umzutreffend „Moralfatzke" oder „August mit de Prinzipien, zum Unterschiede von dem Aujust bei Renz, der aber viel amusanteris", genannt wird. Ein junges hübsches Arbeitsmädel, die Haubenlerche — von dem jüngeren Bruder so genannt, weil sie früh auffteht und dazu singt — macht von dem Rechte der Theater-Naivstät den um- faffendsten Gebrauch. Als lachende Tochter einer Fabrikarbeiterswitwe ist sie dem ihr ebenbürtigen Büttgesellen Paul Jhlefeld von ganzem Herzen zu- gethan. Sie schwebt in dem für ihren Stand viel zu hoch gegriffenen siebenten Himmel, aus welchem sie den» auch ein Heiratsantrag des Fabrikbesitzers jählings zu Boden schleudert. Der Fabrikbesitzer ist in die muntere Lerche mit dem neckischen Häubchen bis über die Ohren verliebt. Als wahrer Arbeiter- fteund kennt er keinen Standesunterschied uud sucht die soziale Frage für seine Person durch eine Verbindung mit der Arbeiterstochter zu lösen. Die Haubenlerche, mit der auch der jüngere Bruder Hermann tändelt, erklärt sich, um für ihre kranke Mutter die Kosten für eine Badereise zu bekommen bereit, den „juten Herr» August" zu heiraten, bereut das aber sofort wieder — ein Zug, der durch Wahrscheinlichkeit imponiert — als Jhlefeld davongehen will. Der jüngere Bruder beredet nun das Mädchen, mit ihm nach Berlin durchzugehe», natürlich in allen Ehren — das Mädchen glaubt das selbstverständlich, — uud ihn deshalb auf seinem Zimmer Nachts ab- zuholeu. Die Haubenlerche kommt, trinkt Malaga, nimmt eine Handvoll Goldstücke an, u»d mau könnte das Bedenklichste erwarten, als sie vom Fenster Jhlefeld sieht und zu schreien aufängt, worauf der „jute Herr Aujust" seinen Bruder erschießen will, schließlich aber doch diesen freiläßt uud ebenso die Haubenlerche, welche ihren Büttgesellen heiratet, während Aujust an das Herz seiner edle» Cousine stüchtet — hätte er das von vornherein gethau, so wäre das ganze Stück unnötig gewesen!
In der „Haubenlerche" hat man einen Epigonen von Sudermann's „Ehre" vor sich. Als dieses trotz seiner schwachen Setten beste moderne deutsche Drama seinen außerordentliche» Erfolg erzielte und seinen Siegesflug über die deuffchen Bühnen machte, hot es schnell Schule gemacht. Eine Maffe sozial- dramattscher Litteratur entstand in Anknüpfung an das Vorder- und Hinterhaus Sudermanns, u. A. Fulda's „Verlorenes Paradies", Philippi's „das ölte Lied", Böttchers „Strike" uud. Wildenbruchs »Haubenlerche." Alle diese Stücke schließen sich »icht nur hiusichtlich des „Milieu", in dem sie sich entwickel», sondern sogar tu der äußeren Oekonomie des dramatischen Entwurfs mehr oder weniger dem Sudermann'schen Muster an; doch unterscheide» sie stch von ihm bedeutend.
Sudermann's Ehre ist ein ReflexionS- und Teudenzdrama — Tendenz in gutem Sinne genommen. Es will beweffeu, daß der Begriff der Ehre ein absolut relativer ist, daß die Ehre des Offiziers z. 8. nicht die Ehre des Kaufmanns oder Handwerkers
sein könne, und daß deshalb au Stelle dieses veränderlichen Begriffs in der künftigen Entwicklung des Menschengeschlechts ein ständigerer Begriff der leitendeGefichtspunktbeimHandelnsein müffe: die Picht. Bei seinen Nachfolgern ist die Idee überall zu kurz gekommen; höchstens bei Fulda findet man noch einen Ersatz. Die meisten Anderen haben den großen Erfolg Sudermanns in zwei Nebenumständen gefunden: in der Verwendung des Berliner Dialekts und iu dem Fall Alma's.
Der weitere aus diesem Irrtum entspringende Fehler war der, daß man nun Sudermann in den Dingen zu übertrumpfen suchte, in denen man seine Stärke sah. Hatte Sudermann zum ersten Male mit dem Goethe'schen Diktum gebrochen: Man darf das nicht vor keuschen Ohren nennen was keusche Herzen »icht entbehren können — so ging mau jetzt noch weiter. War Alma bis Sudermann Episode, so wurde der fortgesetzte Ehebruch bei Philippi Hauptsache und Selbstzweck, umgeben von einer Atmosphäre von Patchouli uud Straßenkot, und Wildenbruch krönte sein Werk, mit dem er, der Dichter des äußerlichen Idealismus und dröhnende» Pathos, stch de» Neusten anreihen wollte, durch eine nächtliche Verführungsscene mit allen Finessen, wie sie auf deutschen Bühnen bisher noch nicht gewagt worden war.
Immerhin merkt man auch in der „Haubenlerche" Ansätze zu einer Idee, die stch aber vollständig verflüchtigen. Einmal scheint cs, als ob Wildenbruch eine zu weit gettiebene Arbeiterfreundltchkeit verspotten wollte, zumal wenn sie von dem Gebiet der reelle» Thatsachen des ArbeitsVertrags auf das allgemein Menschliche übergreift und in einer Verkennung der durch lange Jahre sich ergebenden Entwicklung mit einem Schlage alle Unterschiede der Bildung aus der Welt schaffen möchte. An anderer Stelle tritt noch ein anderer Gedanke auf, der wohl verdiente, einmal konsequent von einem wirklichen Dichter durchgcführt zu werden: der Unterschied zwischen dem Arbeiter, welcher mit Leib und Seele an der Arbeit hängt, die ihm eine erträgliche Existenz gewährleistet, und dem Arbeiter, welcher, verbittert und verhetzt durch Unglück oder eigenes Verschulden, nicht mehr im Stande ist, auch das Freudige im Lebe» zu erkennen und an jedem stets nur die häßliche Kehrseite sieht, der seinen Nebenmenschen nur deshalb haßt, weil er mehr Geld und einen guten Rock hat.
Aber, wie gesagt, das Alles verflüchtigt sich unter den Händen Wildenbruchs sofort wieder, und es bleibt nur ein Augeublicksbild, dem man in manchen Partien weder die Wahrheit, noch das Interesse absprechen wird, das aber immer erst durch die Macht des leitenden Gedankens zu einem Kunstwerk werde» könnte. Wir sind gewiß nicht der Meinung, daß eine bloße Schilderung des Elends ohne diejenigen Qualitäten, die nach unseren bisherigen dramattschen Gesetzen ein Drama machen, schon deshalb nicht auf die Bühue gehören würde. Die Regeln der Bühne sind flüssig, und wer weiß, wie bald das gelockerte Gefüge des tradittonellen Dramas gänzlich verlassen ist. Aber es muß doch ttgend ein ethischer oder ästhettscher Gewinn sich für die Zuhörerschaft ergebe» — und diese Eigenschaft bestreiten wir der Wildenbruch- schen „Haubenlerche" ganz entschieden. Den» einmal ist der Grund, auf dem sie sich aufbaut, ei» trügerischer, zum Anderen die Hauptfigur, der bis zur Selbstlofigkett, ja bis zur Ungerechttgkett gegen seine nächsten Famttienaugehörigen arbeiterfreundliche Fabrikant, eine absolut unwahrscheinliche und unwahre Figur, so lange er auf gesunde» Menschenverstand Anspruch macht, und dann ist die Entwickelung der Dinge ei»e künstlich auf die Spitze getriebene und im Schlußeffekt ebenso brntal, wie wenig eivleuchteud.
Zm Nebligen ist die „Haubenlerche" ei» Schauspiel, welches durch seine mit keckem Humor und scharfem Berliner Witz gezeichneten Figuren und Bilder anS dem Volksleben die Zuhörer packt und überall einen glänzende» Sieg erfochten hat.
Vermischtes.
Berlin, 1. November. Kürzlich führten vier Mitglieder deS königlichen Theaters auf der Bühne deS Opernhauses dem Kaiser eine modernisierte Gavotte vor. Die Wiederbelebung dieses Emptte- Tanzes verdankt die Gesellschaft der Genossenschaft deuffcher Tanzlehrer, die sich in ihrer Zeitschrift besonders der fast vergeffeueu Forme» des Menuetts
und der Gavotte angenommen hat. Der Kaiser zeigte für diesen Tanz so lebhaftes Interesse, daß er ihn unter dem Name» Gavotte-Lancter als Hostanz an Stelle der Quadrille ä la cour bestimmte. Diese neue Gavotte wird von vier Paare» getanzt. Das erste Kompliment gilt de» Zuschauern. Der Tanz wird durchweg im Gavotteschritt ausgeführt, wobei die Figuren der Quadrille, dem Kontretanz und dem Lancier entnommen sind.
— (Wie man in Amerika Zuckerrüben zieht.) In dem westlichen Teile der vereinigten Staaten schwärmen zur Zeit die meisten Landwirte für Zuckerrübenbau, da dieser infolge der von der Bundesregierung gezahlten Zuckerprämie größeren Nutzen verspricht, als der Getreidebau. Diese Schwärmerei wird bereits von Schwindlern ausgebeutet. Einige unternehmende „Geschäftsleute" in Newyork zeigten nämlich in einer Zeitung ein einfaches Mittel an, um Runkelrüben zu ziehe»: Franko- Autwoit nach Empfang von 1 Dollar in Postmarken. Verschiedene Landwirte riskierten 50 Zweicentmarken uud erhielten als Antwort die überraschend richtige Mitteilung: „Fasse die Rübe oben fest mit der Hand und dann ziehe."
— (Auszeichnung:) Seine Königliche Hohett der Großherzog von Hessen hat der Firma A. Zuntz fei. Witwe in Bon» den Titel als Hoflieferant verliehen, nachdem die Firma seit längerer Zeit die Großherzogliche Tafel mit ihrem geschmackvollen Kaffee versorgt.
Fremdenführer.
Reichspostamt, Bahnhofftraße 4. 8Uhr morgens bis 8 Uhr abends, Sonntags von 8—9 Uhr Vorm. und von 5—7 Uhr Nach«. Telegramme werden auch in der Nacht angenommen. Nebenstelle: Univer- fitätsstraße 18.
Bezirkskommando Marburg, Kasernenstraße 18. Hauptmeldeamt Marburg für die Kreise Marburg, Kirchhain und Biedenkopf: Anmeldestunden für Reservisten und Landwehrleute Vormittags 9—2 Uhr; außerdem für die Studierenden der hiesigen Hochschule Nachmittags 2—3*/2 Uhr.
Universität, Lahnthor 3. Daselbst: Kuratorium, Rektorat. Kasse, Sekretariat und Kanzlei; ferner: Aula, Hörsäle, Seminare, Kurzen
Universitäts-Bibliothek, Am Plan 2. Lesezimmer geöffnet täglich von 9 — 1 Uhr Vormittags und mit Ausnahme des Sonnabends von 2—4 Uhr Nachmittags: Bücherausgabe und Mcknahme am Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 2—4 Uhr, Mittwochs und Samstags 11—1 Uhr. Geschlossen an den Sonn- und Feiertagen. Während der Ferien nur Vormittags geöffnet.
Elisabethkirche, Schlüssel gegenüber beim Küster, 50 Pfg:
Schloß, Mittwoch von 2—4 Uhr frei, sonst 0.50 Mk. Im Schloß auch die Sammlung des hessischen Geschichtsvereins im Sommer Donnerstag von 4—5 Uhr frei.
Museen. Archäologisches, Barfüßerstraße 1: Geöffnet Sonntags von 11—1 Uhr frei, sonst öffnet der im Hause wohnende Pedell gegen Entschädigung: — Zoologisches Institut und Museum neben der Elisabeth- ttrche: Mttwoch und Sonnabend nachmitt: (frei). — Mineralogisches Institut ebendaselbst: Mittwoch von 1—3 Uhr (frei). — Geologisch - paläontologisches Institut, Mittwoch Nachmittag von Vt3 — 5 Uhr geöffnet, und mathem.-phhsikalisches Institut, Rent- hofftt: 6. Erlaubnis zum Eintritt beim Direktor einzuholen. — Sternwarte ebendaselbst, dem Publikum jeden Montag Abend von 9 Uhr an unentgeltlich geöffnet. Karten sind bis zum Montag Mittag beim Direktor der Sternwarte zu lösen: — Anatomie, Ketzerbach 63, täglich geöffnet, Sonntags frei: — Botanischer Gatten am Pilgttmstein, Werktags geöffnet von 6—12 und 1—6 Uhr, frei; Gewächshäuser im Sommer von 4 — 6, im Winter von 2—4 Uhr.
Gerichte. Landgericht Schloßberg 7: Amtsgericht Kugelgaffe 10.
Landratsamt und Polizei, Barfüßerstraße 11. Steuerkassen I. II., Barfüßerstraße 11. Geöffnet an den Wochentagen von 8—1 Uhr mit Ausschluß der Hebetermine und des letzten Werktags im Monat.
Saupt-Steueramt, Bahnhofftraße 12. reis-Kommunalkasse, Barfüßerstraße Str. 11.
Katasteramt I. und II., Barfüßerstraße 11:
Kgl Spezial-Kommission, Bahnhofstraße 1L Landesrenterei, Rotergraben 5, 1 Tr.
Landes-Heil- und PflegeanstaltenMedizinische Klinik (Poliklinik) Klinikstraße 1, Sprechstunden 10—12 Uhr V. Chirurgische Klinik (Poliklinik) Pilgttmstein 2, Sprechstunden 8—11 Uhr V. werktäglich und 10—12 Uhr Sonntags: Augenklinik (Poliklinik) Rosenstr: 4, Sprechstunden von 11 —12 Uhr Vormittags. Privatbehandlung 10—12 Uhr. Poli- klinik für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Rotergraben 4, Sprechswnden von 10— 11 Uhr. Zahnärztliches Institut (Poliklinik) Ketzerbach 54a, Sprechstunden 9—11 Vormittags: — Frauenklinik (Entbindungsanstalt), Pilgrimstein 3.
Sprechstunden der Aerzte: Dr. Abse, Barfüßerstrabe 2, 8 — 9 Uhr V., 3 — 4 Uhr N: Sanitätsrat Prof. Dr. v. Heufinger, Ketzerbach 14, morgens vor 8 Uhr, 12—2 N. Dr. H. Hildebrandt, Neustadt 25, 9—11 Uhr Vormittags. Prof. Dr. Hüter, Reitgasse 9, 12 — 2 N. Dr. L: Justi, Markt24, 8—9 V., 12—IN: Dr.Kothe, Kasernen- sttaße 7, bis 9 Uhr V., 12—2 N. Dr. Sardemann, Steinweg 35, V28—‘/^ V. und 11 '/a—1 N. Sani- tätSrat Dr. Wigand, Wörthstr. 1, bis 9 Uhr V:, •M—1/,2 N. Außerdem sind sämtliche Dozenten der medizinischen Fakultät, sowie die die Aprobation als praktischer Arzt besitzenden Jnstitutsassistente» zur Praxis berechtigt.
Zahnärzte: Gröll, Steinweg 35 A, 9—12 Uhr V. und 2—4 Uhr N. Sonntags 10—12 V. Witzel, Ketzerbach> 54 A, 2—5 N. Sonntags 10—12 V:
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Tarif für Dien st männer: Bis '/- Stunde 25 Pst, mit Gepäck bis 10 kg 30 Pfg., 15 kg 40 Pfg., 25 kg 50 Pfg., 50 kg 60 Pfg., über 50 kg je 10 kg 5 Pfg mehr. V- Stunde bis 1 Stunde ohne Gewicht 40 Pfg., mit Gepäck von 10—50 kg 50 bis 80 Pfg. Rückweg für Antwort die Hälfte der Taxe:
Chaisen-Fuhrwerk ist zu haben bei den Fuhrwerksbesitzern Eckstein, Ed. Heppe, Ochs, Petz, Schaaf, Schmalz, Schönbeck:
Droschken-Taris: Von der Bahn nach der Stadt 1—2 Personen 1 Mk>, 3—4 Personen 1 Mk. 50 Pfg Zeitfahrten durch die Stadt kosten bei 1—2 Personen 2 Mk., bei 3—4 Personen 2 Mk. 50 Pfg. pro Stunde. Omnibusfahrt zu jedem Zuge vom Bahnhof ab: Elisabethkirche und Universität vorbei nach dem Wilhelms platz und zurück nach dem Bahnhof. Fahrpreis ä Person 20 Pfg. Teilstrecken 10 Pfg: Kinder 10 Pfg.
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Ein Spielzeug ohnegleichen. Unter der Fülle von verschiedensten Spielsachen für unsre Lieblinge, die Kinder, stehen nach alter pädagogischer Erfahrung diejenigen vorn an, wodurch die Thätigkeit deS Kindes, insbesondere auch sein geistiges Vermögen, förderlich angeregt — ersprießlich angespornt wird. Von anerkanntermaßen erstem Rang in dieser, Sinne und Denken bildeten, Richtung sind die — es darf ohn' jede Ueberhebung ausgesprochen werden: weltberühmteu — Anker-Stein bau kosten, wie sie von der Firma F. Ad. Richter L Cie., K. K Hoflieferanten inRudolstadt (Thüttngen), in unerreichter Vorttefflichkeit dargeboten werden. Nichts gewährt den Kindern so viel Lust, so viel des feflelnden Vergnügens, als mit den sorgfältig gearbeiteten, blinkenden Steinen esties Richterschen Steinbaukastens entweder den buutgestattigen Entwürfen, die sich f r e i in des Kindes Vorstellungswelt aufbauen, Leben und anmutige Form zu geben, — oder noch mehr, an der Hand der beigegebenen prächtigen Vorlage-Hefte die erfrenenb schönen Bauten in reizvollem Wechsel n a ch z u b i l d e n. Wie sie sich über jeden schmuckvollendeten Bau aufs neue immer wieder freuen, die Kleinen uud nicht minder die Großen! Bei jedem neuen Werk, das unter den Händen der jugendlichen Künstler zierlich entftanben, müssen bie Eltern und Geschwister, Nachbarn unb Kameraden herbei, um solche „Arbeit im Spiele" zu bewundern.
Dazu ist noch ein Vorzug, der den eckte« Richterschen Stein- baukastm zu eigen ist, besonders schätzenswert: Das ist die Einrichtung, wonach ein jeder Kasten auffteigenb nach unb nach genau bmch passenbe ErgänzungSkaften vergrößert werden kann. Derart vermag dieser reizende Spielgegenstand im Sauf der Jahre immer stattlicher erweüett werben: eine Eigenschaft, bie ihn zugleich zum billigste», well auf bie Tauer wertvolle», Geschenke macht. Durch alle besseren Spielwaren-Handlnngen zum Preise von 50 Pf. bis 80 Mk: zu erhallen. Man achte barauf, daß jeher Kasten bie Fabrikmarke „Anker" trägt!
Bedeutende Bettiebsersparniffe maschinellen Anlage ber Großindustrie, des Kleingewerbes oder der Landwirtschaft dmch Aufstellung einer Wölfischen Loeomobile als Betriebsmaschine erzieltt Die von der rühmlichst bekannten Maschinenfabttk von R. Wolf in Magdeburg-Bucka« fest mehr als 30 Jahren als Specialität gebauten halbstationären unb fahrbaren Loeomobile» mit ausziehbare» Röhrenkesselu übertreffe» an Sparsamkeit be8 Brennmaterialverbrauchs, Dauerhaftigkeit unb Leistungsfähigkeit jegliche Motoren anberen Ursprungs und haben auf allen deutsche» Locomobil-Concurrenzen den Sieg davongetrage»: