Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
D«ck ®edeg* tem"b"t Jllustrirtes Sonntagsblatt.
M 259
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Marburg,
Freitag, 3. November 1893.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Caflel, Magdeburg und Men; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u, Lo. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris,
XXVIII. Jahrg.
± Wirtschaftliche Befangenheit.
Der Mouat Oktober steht wie seine Vorgänger in wirtschaftlicher Beziehung in dem Zeichen des Mißtrauens. Der Fall der italienischen Rente, die geschäftlichen Krisen in den Vereinigten Staaten, die Feste von Toulon und Paris, die Steuerpläne der Reichsregierung, der Ansturm des noch einmal sich auffraffeuden Bimetallismus, die Wirren in Oesterreich: das alles ist geeignet, die Geschäftswelt vorsichtig, selbst ängstlich zu machen. Dazu kommt noch die unbefriedigende Lage einzelner Erwerbsgruppen. Wie der Zollkrieg mst Rußland, von dem ein Ende noch nicht abzusehen ist, die Industrie und den Handel Ostdeutschlands lähmt, so wird die bäuerliche Bevölkerung Südwestdeutschlands durch die Differentialzölle geschädigt, die es den preußischen und rnecklen- bmgischen Großgrundbesitzern ermöglichen, ihr billig produziertes Getreide auf den süddeutschen Markt z« werfen. Auswanderung und politische Opposition sind die, man möchte fast sagen, unvermeidliche Folge der gedrückten Erwerbsverhältuifle.
Droht wirklich wieder eine jener Krisen, wie sie periodisch, zuletzt 1889, jeder Berechnung spottend, alles vor sich niederwerfend, de» Weltmarkt mit unwiderstehlicher Gewalt ergreifen? Nehmen wir ein Beispiel: Wie ist der Sturz der ttalienischen Rente zu erklären? Niemand kann ernstlich glauben, daß Italien — selbst wen» nicht politische Gründe eS unmöglich machten, daß Deutschland und Oesterreich eS zugäbeu — seine Zahlungen einstellen werde. Auch zur Zeit der Schlachten von Magenta und Solferino ist eS seinen Verbindlichkeiten pünktlich »achgekomme». Ein Berliner Blatt giebt die Er- Lärung, der Sturz der italienischen Reute sei eiu Werk deS BaukenkonsortiumS, das die neue italienffche Anleihe übernehmen will, nm sich unter Hinweis auf die Krediteinbuße Italiens für die Anleihe günstigere Bedingungen zu schaffen. Sei der Zweck eneicht und das Publikum aus dem Besitz der Revtentitel „heraus- geängstigt*, so werde der Kurs schon wieder steigen. In der That deute» besonders die Vorgänge an der Pariser Börse auf eine derartige Spekulation hin, wenn MM nicht einfach annehmen will, daß die Franzose», um Platz für die russischen Milliarden zu machen, alle überhaupt verfügbare Rente abzugebe» suchen. Der weitere Ausfall au der Berliner Börse aber rührt von ke Verkäufen deutscher ängstlich gewordener Besitzer der Rente her und — hier liegt der wunde Punkt — do» denjenigen italienischer Spekulanten. Mau kann wohl sagen, daß die augenblickliche Finanzverlegen-
Aer yrrle Knf.
Erzählung von Oskar Höcker,
f Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
»Warum hält er dann aber damit zurück?*
»Weil er sich nicht traut, Ihren Vater aufzu- suchen. Auch mag er sich vor ihm wohl zu sehr schämen. Thun Sie also das Ihrige, liebe Selma, ich bitte Sie darum.*
Sie neigte bejahend das Haupt.
»Ich werde demnächst auch Ihren Vater besuchen,* fuhr Willy fort, »um mich mit ihm ans- psprechen. Aber nicht nur wegen de» Mißverständ- Ässes, in dem ich mich ihm gegenüber befand, sondern auch - - . nun vermögen Sie es nicht zu «raten, Selma?*
Sie blickte ihn fteundlich an. „Ich will mich Ächt zieren,' sagte sie mit der ihr eigenen Offenheit, „Sie wollen dem Vater sagen, daß Sie ein Anrecht auf mein Leben habm, weil Sie e» mir retteten.'
„So ist e», teuerste Selma. Pflichten Sie mir krin nicht bei?'.
»Es kann mich nur freuen, wenn er Wert für Sie hat.'
»Und welchen Wert,' rief Willy stürmisch, »umschließt es doch mein ganzes Glück!'
Er umfaßte Selmas Hände und preßte sie an seine Brust.
In diesem Augenblick erschien Frau Frank. Sie war nicht überrascht beim Anblick de» sich zärtlich Umschlingenden Paares, und al» der Sohn ihr fröhlich zurief: »Mamachen, wir haben uns foebm von neuem verlobt!' da nickte sie fteundlich mit hem Kopfe, schritt auf die Liebenden zu, umschlang sie und sagte bewegt:
hest Italiens, wen» auch »icht geschaffen, so doch wesentlich verschärft wurde durch die wüste ttalieuische Spekulation, gegen welche die italienische Regierung sich leider nicht stark genug erweist. Wer noch vor kurzem in den Städten Oberstaliens war, vor allem in Mailand, weniger in Genua, hat eS am eigene« Leibe gemerkt: Gold war kaum mehr zu sehen, da es sackweise nach der Schweiz gebracht worden ist; größeres Papiergeld konnte nur mst Verlust eingewechselt werde». Statt aun die Spekulanten kräftig anzufaffen, die auf diese Weise die ungünstige Lage des eigene» Landes ausnützen, belästigt die italienische Regierung das Ausland. Es sollte Sache der Regierung sei», dafür zu sorgen, daß nicht Italiener ihre Rente im Auslande eiukasfiereo, um das Gold" aufgeld zu profitiere»; aber die italienische Regierung sollte nicht die deutschen Gläubiger behellige». Auf dieselbe Inanspruchnahme des Auslands läuft die Erhebung der Zölle in Gold hinaus; eine Zollerhöhung z» Ungunsten des Auslandes, welche die Zugeständnisse Italiens in dem mit uns abgeschloffenen Handelsverträge zum Teil zu Nichte macht.
Aber Italien ist zu reich an natürlichen Bode»- schätzen und begünstigt durch Begabung und Genügsamkeit seiner Bewohner, als daß ein ernster Grund zur Besorgnis für die Besitzer ttalievtscher Rente vorhanden wäre. Die Bankhäuser, die jetzt die Reute zu unerhört niedrigen Preisen aufkaufen, dürften ihres Gewinnes ziemlich sicher sein.
Die entscheidende Ursache der allgemeine» wirt-, schastliche» Befargenhett ist die Last des bewaffneten Friedens. Vor allem wir empfinden das augeoblick- lich, jetzt, wo die Aufgabe der Kostendeckung für die Heeresverstärkung aktuell wird, ohne daß bis jetzt eine wirklich volkstümliche Lösung fich zeigt. Die wirtschaftliche Depresfion steht mit der politischen in nahem ZusammeohMge. Die Diplomaste vermag durch rastloses Bemühe» um die Sicherung des Friedens die materiellen Zustände des Volkes zu heben. Eine Gewähr dafür, daß in den nächsten Jahren der Fstede erhalten bleibt, wird mehr zur Gesundung der wirtschaftlichen Lage beistagen, als alle noch so künstlich ausgesonnenen wirtschaftlichen Reformen.
Ein Lichtblick ist die Befferuug deS deutschen auswärtigen Handels. Nach der amtliche» Ueberficht find bis zum Ottober dieses Jahres für 166 T/2 Millionen Waren mehr ausgeführt worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders Material- wareu, Zucker, Wolle und Wollwareu, sowie Etseu nehmen teil an der Vermehrung der Ausfuhr. Im
„Des Himmels Segen sei mit Euch, wie e» der meinige ist!*
XIII.
Der Sternwirt Weber saß in seinem Bureau am Pult.
In behaglicher Stimmung blickte er durch das Fenster auf den Hof, wo Maurer und Zimmerleute in voller Arbeit waren, die niedergebrannten Wirtschaftsgebäude durch neue zu ersetzen. Auch von dem Dachstuhl des Sternwirtshauses ertönte dar Geräusch der dort arbeitenden Arbeiter. Webers Blick streifte das nachbarliche Besitztum. Dort herrschte keine ftöhliche Thätigkeit, da lag alles noch in Schutt und Asche. Lechner mangelte es an den nötigen Geldmitteln, um den Wiederaufbau seiner Fabrik zu beginnen. Er hatte dieselbe fteilich hoch versichert gehabt, allein die Feuerverficherungtgesell- chast erhob Schwierigketten, da Brandstiftung vor- ag, und wollte den Thäter erst ermittelt wissen Mit den finanziellen Mitteln der Chemikers schien es überhaupt schlecht zu stehen, und int Städtchen munkelte man bereit» von einem Vergleich, den er mit seinen zahlreichen Gläubigern anzustrebm suche, >er aber wegen der großen Passiva kaum zu stände kommen werde. Seit letzter Zett war er int Städtchen nur selten zu sehen, da er fich fast beständig auf Geschäftsreisen befand.
Durch Konrad hatte der Sternwirt erfahren, daß Frau Jost den Chemiker noch immer protegierte und die über seine zerrütteten Verhältnisse kursieren- )en Gerüchte für müßiges Geschwätz der Leute halte. Zu ihrem Bedauern sah sie sich jetzt nicht mehr in der Lage, Lechner ein größere» Darlehen zu gewähren, was ihn geschäftlich wieder flott machen konnte, — da ihr die freie Verfügung über das
ganze» erhält durch diese Ergebniffe auch die Haudels- polttik der Regierung eine Rechtfertigung.
Deutsches Reich.
Hlertt«, 1. Novbr. Die „Nordd. Allg. Ztg.* bestättgt, daß der Kaiser den Reichstag persönlich eröffnen wird. Heute Morgen hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs deS Zioilkabinets und arbettete sodann mit dem ReichskMzler. Mittags nahm er die Rapporte der Leibregimenter entgegen. Auf dem kaiserlichen Schlöffe Urville werden zurzeit auf besonderen Befehl der Kaisers mehrere bauliche Veränderungen vorgenommen. Dem Vernehmen der „Voss. Ztg.* nach soll mit der Anordnung dieser Baute» zugleich die Nachricht dorthin gelangt sein, baß die Kaiserin mit den kaiserlichen Prinzen zu Anfang des kommende» Frühjahrs einen längeren Aufenthalt auf Schloß Urwille nehmen wttd.
— Es darf als feststehend betrachtet werden, daß der Reichstag fich mit den durch dm hannoverschen Spielerprozeß aufgedeckten Mißständen beschäftigen wird. Ferner wird »ach Beendigung des Prozesses eine unmittelbare Aeußerung deS Kaisers, sowie die Bestrafung der kompromitterte» Offiziere erwartet.
— Die »Post* erfährt, bet der in Aussicht ge- nommeuen Verdoppelung der Börsenumsatzsteuer soll eine gewifle Erleichtemng für Report-, sowie für VermittelnngSgeschäfte der Provtnzial- Bankiers Platz greifen. Die Quittungssteuer soll 10 Pfennig betragen von Quittungen über 20 Mark; sie soll möglicherweise auch von Checks und Giroanweisungen erhoben werden. — Die „Nordd. Allg. Ztg.* hört, es sei beabsichtigt, einen Stempel von 10 Pfg. auf Frachtbriefe einzuführen. Da jedoch der 50 Pfg.-Postpaketverkehr vom Stempel frei bleibt, sollen auch Gsenbahnftachtpapiere so weit fteigelaffen werden, daß keine Prägavierung der Eisenbahnftacht gegenüber dem Postverkehr eintritt. Der gleichen Behandlung wie die Eisenbahnfrachtpapiere sollen auch die Papiere des Schiffahrtsverkehrs unterliegen. — Bei der Reform des Reichsstempelgesetzes ist eine Erhöhung der Stempel für Lotterieloose um 60 pCt. in Aussicht genommen.
— Der Po stet at für 1894/95 fordert die Umwandlung der Stelle des eine» Direktors im Reichspostamt in die eines Unterstaatssekretärs, wodurch 5000 Mk. Mehrkosten entstehen. Unter den zahlreichen neuen Postgebändeu ist eines für Biebrich und ein Erweiterungsbau für Frankfurt angegeben.
Gesamtvermögen seit Olgas Großjährigkeit nicht mehr zustand.
Bisher war cs Olga nicht gelungen, die Mutter für Konrad freundlicher zu stimmen, es mußte dies der Zeit überlassen bleiben, so schwer es den Liebenden auch ward. An dem Rus von Konrads Vater vermochte die Rendantin freilich nicht mehr zu mäkeln, da demselben nicht nur durch Frau Petzold, sondern auch durch Willy Frank und dessen Mutter eine vollständige Ehrenerklärung zuteil geworden war
Die Freunde und Bekannte, die sich von dem Sternwirt und seiner Familie in auffälliger Weise zurückgezogen hatten, kamen jetzt alle wieder zum Vorschein und überboten sich an Aufmerksamkeiten und freundlichem Wesen. Weber ersah darin eine große Genugthuung, und seine fröhliche Laune, die ihm seit langer Zett abhanden gekommen war, kehrte zurück- Mit Willy Frank hatte er fich gleichfalls ausgesöhnt, und die Kunde von der Neuverlobung Willys und Selmas bildete bald das Gespräch des Tages.
Im Stern stellten sich auch die untreu geworrenen Mittags- und Abendgäste wieder ein, trotz »er kleinen Widerwärtigkeiten, welche die Anwesen- )eit von Bauhandwerkern mit fich bringt.
Selma hatte ihr Versprechen, das sie Willy gegeben, gehalten und bei dem Vater zu gunften Christels ein gutes Wort einzulegen gesucht. Noch war aber der Sternwirt gegen den Verleumder zu ehr aufgebracht und hielt auch dessen geheimnisvolle Andeutungen, daß er ihm wichtiges zu entbeden habe, für leere Redensarten.
Des Sternwirts zufriedene Miene machte daher rasch dem Ausdruck einer unangenehmen lieber* rafchung Platz, als am heutigen Vormittag im Bureau die lange, hagere Gestuft des alten Kantors
— Die »Nordd. Allg. Ztg.* bespricht die Lage in Marokko und sagt: Tie spanische Regierung habe fich mit dem Bemühen, die Melilla-Affafte tat Geleise korrekter völkerrechtlicher Erledigung zu erhalte», Verdienste um den Völkerfrieden erworben. Marokko sei der Brennpunkt vielfach divergierender Interessen. Mau brauche nur an Tuat und Tanger zu erinnern, um daran gemahnt z» werde» und Genugthuung darüber zu empfinden, daß nicht eine augenblickliche Erregung und selbstsüchttge Interessen in der Frage maßgebend seien, die nur besonnenste Erwägung ohne Gefahr vor Konflikten bannen könne.
— Das Kaiserliche Gesundheitsamt macht folgende Cholerafälle bekannt: AuS Tilsit wurde am 31. Ottober eine Neuerkravkung gemeldet. I» Grabow, Kreis Randow, ein tötlich verlaufener Krankheitsfall. Unter denNord-Ostsee-Kanal-Arbettem bei Landwehr ist eine weitere ®rtrantung festgestellt worden. In Grünewald, Kreis Templin, ist ein cholerakraukes Schifferttnd von einem Flußfahrzenge, welches in den Humboldthafen zu Berlin eingelaufe» war, zugereist.
gßeitttwgen, 1. Novbr. Es verlautet, daß das Kommando der 22. Division auf Wunsch des Erbprinzen hierher kommen werde.
Ausland.
Hesterreich - Aagur«. Uebereinstimmend wird der Stand der Minister-Krisis dahin präzisiert, daß die Demission des Kabinetts Taaffe zwar noch nicht formell genehmigt, daß aber an deren Genehmigung nicht zu zweifeln sei. Gleichzeitig wird das kommende Kabinett als ein solches charakterisiert, welches i» seiner Zusammensetzung die Majorttätskoalitiou der gemäßigten Parteien des Abgeordnetenhauses repräsentieren würde. Inzwischen ist die Einigung zwischen den koalierten Parteien überraschend wett gediehen. Als Grundlage für eine eventuelle Koalttions- Majorität würde die in der letzten Thronrede geforderte Zurückstellung aller nationalen und sonstigen Parteiansprüche und die Entfaltung einer gemeinsame» wirtschaftlichen Attion dienen. Von speziellen Fragen und Vorlagen wolle» die drei Klubs die Vorlagen über de» Ausnahmszustand in Prag und die Landwehrvorlage Mnehme», ferner die Steuerreform fortführen und schließlich eine Wahlreformvorlage fertig» stellen, welche die Erweiterung des Wahlrechtes unter Beibehaltung des Prinzips der Jntereffen-Verttetnng zum meritorischen Inhalte hätte.
Wien, 1. Novbr. Dem Vernehmen nach lehnt Fürst Alfred Windischgrätz aus Famllienrückstchtm
auftauchte, der offenbar im Namen seines Sohne» einen Versöhnungsversuch anzubahnen versuchte.
Der Sternwirt empfing ihn nicht eben fteund- lich, es mangelte ihm jetzt an Zeit, um Besuche empfangen zu können, dm Bauhandwerkern müsse man, auf die Finger sehen, — vielleicht später einmal.
»Ich will Sie nicht lange aufhalten, Herr Weber,* äußerte bedächtig der Kantor, „es liegt mir auch fern, für meinen Sohn Ihre Verzeihung zu erwirken. Er hat sehr unrecht an Ihnen und Ihrer Familie gehandelt und muß dies selbst aus- baden. Aber er muß mit Ihnen sprechen, denn e» handelt sich wirklich um wichtige Mitteilungen. Mehrmals war er auf dem Wege zu Ihnen, allein er getraute sich nicht vor Sie hinzutreten, er fürchtete Jhrm gerechten Zorn.'
Weber blickte dm Kantor mißtrauisch an.
„Ihr Sohn,* entgegnete er nach einer Weile, „wird ja wohl vor Ihnen keine Geheimnisse haben, mithin können Sic mir sagen, was er mir so wichtiges mitzuteilen hat.*
„Etwas kann ich Ihnen allerdings anvertraum," äußerte der Kantor, dem Sternwirt aus einer run» >en Schnupftabaksdose eine Prise anbietend, die tiefer jedoch ablehnte. Nachdem der alte Herr feine Nase erfrischt, fuhr er fort: „Die wichtigste Entdeckung hat jedoch nur Wert, wenn Sie dieselbe aus dem Munde meines Sohnes hören, und ich möchte Sie deshalb bittm, Jhrm gerechten Unwillm zu dämpfen und meinem Sohne die wohlverdiente Zurechtweisung zu ersparen *
»Das wird fich finden,' gab der Sternwirt kurz zurück. »Lassen Sie mich zunächst wissen, worin die weniger wichtige Entdeckung besteht "