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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ,
Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVIII. rXQDTQ Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. 'XJ *) a
Daube u, Co. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris.
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Wöchentliche Beilagen: Krcisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
**2ZZtoJllnstrirtes Sonntagsblatt.
m Schiedsspruch Thiers in dem Streite zwischen!^,- 7J TrV ' ° L X «glaub und Portugal wegen Abgrenzung der! Mund der Kanonen ivrickt c6en' toe *^e ber chilauischen Besitzungen; an den Schiedsspruch Kaiser der Kanonen spricht.
Wilhelms I. in der San Juan - Differenz zwischen!
ud das bleiche große Gesicht der Wahnsinnigen I halten, denn sie liegt — im ^rxrn,ro — ■ <
mgte sich triumphierend über das bezwungene I hu — sie wird frieren — und sie wollte mich | zu Ende gegangen. ,,
Ä- hmeinstoßen - hörst Du, wie die Erlen flüstern Währenddem war der Freiherr an der Spitze Hi
,O, schöne Diva, Tu dachtest mich zu bezwingen,! — und die Weiden winken — ach und der Mond.von sechs Männern, welche Fackeln trugen, nach dem!Rudolf obne Umttmetfp• gn,J„ ^f arX er » I-lbst ft-i MM*». «6er di- @6ttei Wen W mir ,u - W° I-mm-n di- »enschm d-nn s-k-n,-e groll. S tern &6en BmP
>anders beschlossen." Ih-r — laß die Musik schweigen, denn mein Kopfs Als sie dort angelangl waren, fließen ff- all-I-nnia bleiben'■ * , «6 fie schwach.
.Ich will aber nicht sterben, nein, ich will nicht/ schmerzt — und — es dunkelt — vor meinen einen Schrei des Entsetzens aus, denn auf der Das war ein furchtbarer ^chlaa >.„h
tie die junge Frau in qualvoller Todesangst, Augen -* Wasserfläche bauschte das gestickte Kleid, welches die marttsmttber MeooHe/^
fc «-.ich Dich selbst-" ... . _ ' 1 .. «Mta h. Mete Al-m; fe «griff W» Spanierin g-lr-gm h°«e. XV“ f’ L
। Gräfin Rotenau stockte der Atem; sie ergriff «schöne Spanierin getragen hatte. I sammenbrechend-n --ob» rt1lL0^; !"*"
Die Weiden und Erlen rauschten, das Wasser mit sanfter Gewalt den Arm der Wahnsinnigen .Herr des Himmels, die gnädige Frau ist ver. That der milde EnÄ der^sü?'all?sorgte und an cherte im Mondenschem, und jene beiden Gestalten »und bat freundlich: „Komm mit mir, liebe Mama, I unglückt und tot!* murmelten die Männer, und er,! alles dachte. — 9 9 6 an
»Ufer rangen lautlos miteinander; hier und da! Du mußt zu Bett gehen." ! der Gatte, lehnte an einem Baumstamm, das Ant- Und während droben im dichtverhanqenen Krankende ein Kieselstein bergab, em dumpfer Laut ! Als sie die Freifrau eben bewegen wollte, das litz mit der Hand bedeckend. zimmer Tod und Leben mit einander nm d?- ^
»chzitterte die Luft — dann endlich war's zu I H°us zu betreten, kam Rudolf und rief sichtlich! Endlich nach einer entsetzlichen Pause raffte er I Dame rangen, lag drunten im großen Saale die
~ „ I10iPattni‘ avxn?mxIie„6atteI!"1($ auf* »Faßt an, ihr Leute, zieht die — Leiche!Leiche der jungen Schloßftau. Man hatte nur ba8 ein gellender Ruf, em dumpfer Fall - und schon Angst um Dich und wollte Dich suchen* aus dem Wasser!* entstellte Antlitz bedeckt, so konnten denn die D°r^
knisterte im Gebüsch, leise, ganz leise, als ob I „Ich war auch fort,* flüsterte die Wahnsinnige, | ‘ Lange, schweigend arbeiteten die Männer beim | bewohner und alle sonstigen Bekannten
'Mensch horchend stehen bliebe und wieder weiter I seinen Arm fest an sich drückend, „am Hexensee,! grellroten Fackelschein, manches Auge ward feucht «Leichenschau kamen, das kostbar schimmernde Braut-
'M. — | denn — stehst Du, mein Kind, die Zigeunerin hatte | über das grauenhafte Geschick dieser jungen, schönen | gewand, sowie die Unmassen köülicker bmtcnhcr
Das Fest ging weiter, goldene FeuerräderIes mir prophezeit — und ich schwor einen Eid — IFrau, die ein so plötzlicher Tod aus Glück und!Blumen bewundern W ' 1
»taten durch das nächtliche Dunkel, bunte Ra- sie zu töten — jenes Geschöpf mit dem höhnischen I Sonnenschein gerissen. Erst als der Sarg geschlossen und der Geistliche
^ schossen empor und stoben schimmernd umher, Lachen. Run — liegt sie drunten — bei den! Nur Rudolf sah nicht in Ines blasses Toten. | wartend neben demselben stand, betrat der Freiherr,
J>on der Veranda her klangen gedampfte Me-IHexm — und die Schleppe wmkt — huh — fiel gesicht. Heftig winkte er, der Verstorbenen das Ge> | fiine Cousine am Arm führend, den Saal, beide in
bajwtfäen. Irom”r)~ ”,e e,n Leichentuch — Isicht zu bedecken, bann, als man bie eilig zurecht-1tiefer Trauer, beide ernst und bleich.
Grosin Rotenau ging, die Honneurs machend,! Mit gellendem Aufschrei sank sie m KrämpfenIgemachte Bahre aufnahm, schritt er hinterdrein, den! Unter den feierlichen Klänaen der Trauermusik Ädernd und lächelnd umher; eine dumpfe, un-1 zurück; nur sekundenlang trafen sich die Augen des | Kopf gesenkt, das starre Auge auf die Wasselspur I setzte sich her Rua in Bemeauua • mt» en»««« dch- Angst schnür!- ihr da- Her, ,»awm-n. -m- Fr-ih-rn, und Ann-w-ri-«. bann sprang er auj«LeXirt mffm ’n, Sm nramÄASW’.
»ng I-Lm-nb-n Unhril«. bi- ihr ,.Inn!.»l-ng sich -wparr ,Mm-chiig-r Himw-l - sie Hai - M
sw un*« - Jrves............... .tw»-; äF—- -» »s“ -
-e. Krieg oder Schiedsgerichte. I““ S| Deutsches Reich.
®iengtaß, ben 10. Oktober, tritt in Christtania I Streite zwischen Japan und Portugal, wegen des Schiffs! Aerkiv, 8. Oktbr. Unser Kaiser hat auch! hat, dem „Reichsanz.* zufolge am Freitag ihre der allgemeine Friedenskongreß zufammen. Dies!,Maria Lutz* und an die wiederholten Schiedssprüche! während der letzten Tage ununterbrochen des morgens! Arbeit beendet. Zur endgilttgen Feststelluna des “nb . .bf. ba6 bie 3b“' internationale des Köuigs Leopold der Belgier, an das berühmte Pürschjagden auf Hochwild in der Romintener Haide Berichts wird das Plenum^de/Kommisston auf den
te” r” ?1 b“r? K be51 Schiedsgericht über die Alabamafrage, endlich an die abgehalten, welche meist vom besten Erfolge begünstigt 10. November berufen werde».
Schlachten, sondern auf friedliche Weise, durch ILosurg des zwischen Deutschland und Spanien! waren. Ein Tiermalerist gegenwärtig damit beauf-1 , r „ .. —. .
Schiedsgerichte zum Austrag zu bringe», kürzlich schwebenden Konfliktes in der Karolioenftage durchtragt, die hervorragendsten Stücke Wild 06311*6«. eiBfü6niM r?J!*1’?1*'. b - 2B eberr
eiuen Sieg davougetragen hat, giebt Veranlassung, Papst Leo XIII. Während dieser Woche nahm der2er die Vorträa t f 1 ber Strafprozeß
nber hie Möglichkeit, bi-/Wirss°mkeit solcher Schieds- Aus diesen und anderen Beispielen ist mancher geneigt des Militär- und dis Zivilkabinets und des Geh. regiernngen" h^chr GnverMndÄ bereits 9Ä„ rr b/Mmmten Standpunkt die Folgerung abzuleiten, daß die Menschheit auf Regierungsrates Mießner entgegen und arbeitete in uebT^
018 be" chiigen festzustellen. diesem Wege allmälig zu dem von allen Friedens- den Abendstunden dann noch längere Zeit allein. | ^7» Ergebnis ®törteIU"8Cn'
D°” Mashiugto» und ^ondon! freunden avgeflrebten Ziele, dem Aufhören der Kriege! Am Montag Vormittag wird der Kaiser von Ro-I ~ h ... L , '
Ratten sich vach einem längeren Notenwechsel über und der Abrüstung der Staaten gelangen könne.!minten kommend in Eberswalde eintreffen und sofort! a s treten bie delegierte»
bas von kanadischen und englischen Fischern geübte, Dieses Ideal ist aber - wenigstens auf dem an- ,« Abhaltung vo» Jagden nach Jagdschloß Hu- Snh?fea” f 3“”n\ "nb a“8labcm
von den Amerikanern bchrittene Rech des Robben- gedeuteten Wege - ebensowenig erreichbar, wie bertusstock in der Schorfhaide weiierfahren. $em
5e8“(Ji 119Miie' aULbteÄnfT;9 °in-s manches andere Ideal, dem dieMenschheit seit Jahr- Vernehmen nach wird die Kaiserin sich am 9. d. Eu/rttch stattgehabten Erhebungen, betreffend die Aus- Schrebsgerichtes geeinigt zu welchem beide Reg erungen hunderten nachsttebt, und die Anschauung Moltke's, Monats früh von Potsdam aus ebenfalls über 58erIin *beSmun0.en “ber bike Sountagsru he in bie g^^e vouvölkerrechtskundigenVer-rauens- daß der Krieg eine Naturnotwendigkeit darstelle zur »ach Eberswalde und von dort nach Huberiusstock ®2 r ' ? bT k“ S?- ^eventuell dem und der Prasihent der franzostfchen Republik Ausgleichung der internattonalen Spannungen, wie begeben, um dort mit dem Kaiser zusammentreffe». Buni>esrate zu machenden Vorschläge sich zu einigen. . cnb£n ,eryen^en. sollte. Dieses Schieds-! die Gewitter zum Ausgleich der Spannungen in bei| — 3n dem Befinden der Frau Kronprinzessin! Gestern Nachmittag hielte» die deutsche» und gettcht ist im Juni in Paris zusammen getreten und I Atmosphäre naturvotwendig find, hat — vorläufig! bon Griechenlaud, die auf ihrem Landsitze! fasslichen Delegierten zu den Handelsvertrags- Hal nach längeren BerMunge» seinen Spruch gefällt.Iwenigstens — noch ihre volle Berechtigung. |®atoi bei Athen weilt, ist die erwünschte Wendunglaerhandlungen wieder eine Sitzung ab. Dem Bor der Abtretung Alaskas an die Vereinigten Alle die angeführten, durch Schiedsgerichte beige- Besser» eingetrete». Griechische blätter toiffen "®rraPbo”i“" zufolge ist zur Teilnahme an der ““hi “'M;*“ lIe9ten Streitfälle find ihrer Natur nach nicht darnach DDn ber treuen Pflege zu erzählen, die der Kronpttnz deufich-ru fischen Zollkonfereuz noch der Revisor des
Schiedsgericht feststellte, nie em über die üblichen angetha», um ein wichtiges Lebensinteresse eines der! s^r Gemahlin zu Teil werden läßt; er ist Tag Zolldepartements Iwanow von Petersburg nach 7U!= I streitenden Teile zu verletzen. In den Schieds-1"^ Rächt nicht von ihrem Bette gewichen. Eine! Berlin entsandt worden.
meerausaeübt^und ffi ° feSaJnfJi bnt^Änh ^richten ist unzweifelhaft ein treffliches Mittel vor- Freude bereitete der Fran Kronprinzessin die — Das Kaiserliche Gesundheitsamt macht folgende T " - " !H°"d-U' um ohne Krieg der staatlichen Ehre Genug-!Ankunft und der Aufenthalt ihrer Schwester, der Cholerafälle bekannt: In Kiel wurde von
Die R^te^nktnuh« finh .^ 11611111,9 leisten. Ein Urteil, dem man sich frei= | ^Iau Erbprinzessin von Meiningen. dem schwedischen Dampfer „Hjalmar*, welcher am
^iatrn^Sta^ttn "üb^raeaaua^n^E^Df-s-"haben unterwirft, kann keine Schmach involvieren. s ~ Der regierende MaHarajaH von 6. d. M. von Petersburg eingettoffen war und zwei
k"üali<fir änhSn 9 meX in ^r su^ Me h-n ®*116111 solchen Urteile unterwift man sich aber nur, Kapurthala (Indien), welcher die Hauptstädte Personen während der Reise an Cholera verloren WnS b' pb^ wm« man keine Sorge zu haben braucht, daß durch Europas besucht und bei den Kaiser-Manöver« vom! hatte, eilt Erkrankter in die Baracke ausgenommen.
?elaraT der politische Lebenssaden durchschnitten Kaiser empfangen wurde, ist in Berlin eingettoffen. In Stettin eine Erkrankung, in Altdamm ein tätlich
fien^ könnte. Bezüglich der Carolinen und der - Die Kreuzzeiiuug* meldet: Der kommandierende verlaufener Krankheitsfall (von Stettin eingeschleppt).
Er kann man sich jedes Urteil Gen-ral des 3. Armeekorps, von Versen, ist gestern Münch-«, 8. Oktbr. Im Landtag gab der
SchiedsgeriM hat überdies ttu aus mehreren Artttel»! Jaffen> England kann aber kein Schieds- Mittag gestorben Kriegsminister in einer großen, von dem Abg. von
Wehendes Reglement festgesttzt welch s sich auf k7^^ ,.“ber,bie Besetzung Egyptens, Deutschland - Der Nordd. Allg. Ztg * zufolge wurde Vollmar eingeleiteten Debatte über Soldatenmiß-
L Schutz und die Erhattung' de^außerhatt» der "ber den Besitz Elsaß - Lothringens zulassen, bwh«^noch nicht beschlossen, daß wie die Blätter Handlungen, von der Gepflogenheit seiner Vorgänger
ZunMktions" Greußen de"r bettiliaten "Staaten be P61 ““ biefe ober ä6nIic6e Dinge rühre» tooHte, “eIbe“' dem Landtage in der nächsten Session eine abweichend, keine besonderen Zusicherungen auf Ab-
Mchen Bebrinasmeer-Robbm bettebt b'' der würde eben den Krieg heraufbeschwören, ohne Landgemeindeordnu-g für Hessen-Nassan Hilfe, sondern bedauerte die Interpellation, welcheim
^Mr"solchera"esta?^auf frie"liche^Weise geschlichtete E Möglichkeit bestände, daß ein Schiedsgericht Zugehe. Auslände den Anschein erwecken müsse/als ob in
-tteit verrn7brt9die Rah? ber ersolareiLen Aniuiunaeu bemfeIBen vorbeugen könnte. In nebensächlichen ~ Rach Meldungen eines parlamentarischen Bayern die Soldaten ganz besonders geschunden
S Dingen können Schiedsgerichte mit Aussicht auf Er- Berichterstatters wttd oas Zentrum den Jesuiten- würden; er betonte, durch Arbeitermanieren werde
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Reichstagssesfion eingehen werden, wird, laut der annehme, so verteidige die Militärverwaltung ihre Berliner „Post*, die Novelle zum Unterstützungs- Offiziere, die auch Söhne des Volkes und nicht die Wohnsitzgesetz gehören. schlechtesten desselben seien.
Am Arrmsre. Arm berühren heiseres Keuchen drang ihr entgegen, sellschaft, als bie Unglückrbotschaft laut warb, baß Speisesaas, wo noch bie lleberreste des alänrenden
Roman von Hell» Limpurg« |unb fte sich umwandt^ stand die alte Freifrau!die Freifrau von neuem in Tobsucht verfallen sei.«Festes standen, setzte man die Bahre nieder ?
(Nachdruck verboten.) jöor ihr tn einem entsetzlichen Zustande. 133alb lag der Garten verödet da, und nur bie| Noch in derselben t.- k. 7 r
(Forffetzmlg.) I „Komm her, mein Liebling, meine Annemarie'!Strahlen des Mondes glitten hier und da über ein rasendes Nervenneber nutz es? bnb h^E?
Das Kleid zerriß, die Blumen lagen am Boden,!nun ist's geschehen, ich habe meinen Schwur ge-!einige Kleiberfetzen, welke Blumen unb leere ®läfei;!fonen die Patientin kaum »t 1 ™
I hna bleiche nrnfee Gesicht der Mabniinniaen I halten, denn sie liegt - drunten im Hexensee ->das Fest war vorbei, mit einem grellen Mißklang der Arztz der mit Annema?ie unb bem Sri' zu Ende gegangen. I nicht vor^, Lagerwich, sah^furchtbar ernst a«. Dcü
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