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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Ouartal-Abonnements-PreiS bei der Erve- dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 26 Pfg. (erL Bestellgeld). JnserationSgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annovcen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ,

Donnerstag, 5. Oktober 1893 XXV,IL 2«^g.

Daube u, Co. in Franffurt a. M„ Berlin, Hannover, Paris«

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Redaktionund ExM^^Mar^21^^"^ Jllnstrirtes Sonntagsblatt. Redaktion und Expeditton^M^ikt ^21? SRar6ur®i.

21), sowie von 'unseren b’r SZK

in Kirchhain, Neustadt und Wetter entgegen-!und die bei Ausführung ^der Steuergesetze sich°etwaItok wir bereis"hervorboben"^nack^lter K^vssoaenbeitI.^ldparkstation begeben, too die Ankunft um 10 Uhr genommen. Neuzugehende Abonnenten er- herausstellenden Härten auszugleichen. — bereits begonnen, di?Angelegenheit zn Agitattous- die"Kaiserin"verweüte

halten den vom 1. Oktober d. Js. ab gültigen! Spä^r hiuß die Gesetzgebung die Organisation! zwecken auszunutzen. Ueberhaupt fängt die Wahl- die Stadt wie auch die Bura etnaebend"in^A«ae^ Winterfahrplan unentgeltlich. t8 ^»sschulw-snis und das in der Verfassung agitation allenthalben an, in Fluß zukommenSie fjeta p ne“™ ® ^"9^'"b Augen.

Die Exped. der „Oberhefs. Ztg." «Ä e V

------- Schulunterhaltungspflicht erheischen ein- gesetzliche ein- vollzogen Herr Richter witterte als erdas'^erWr FraMon M b<^«d-n d«

Wahlaufruf bePf bie ^«fewattoehogldcb eine Art .Kartell", ein Bündnis, die Mandate etaen Nachkla^de? Differen m ta bnXSS

U iW'* poitei darauf, daß die äußeren SchulangelegenheitenIder „Freisinnigen Volkspartei" bei Gelegenheit derlfraktion des letLn .l"”^*8'

2Bir stehen am Schlüsse der ersten fünfjährigen k" der innere» Ausgestaltung der Volksschule nicht preußischen Landtagswahlen aufzuteilen. Herr Richter gegenüber erklärt die ultramoutaue Köln B

Legislaturperiode und vor Neuwahlen zum preußischen! getrennt werden können, weil die festzuhaltende Grund- hätte gerne gewußt, wer die Anstifter des vermeint-! daß diese Schwierigkeiten hnnM«sf° 9k ' L°"dt°g-. - Christlichen und Konfessionellen notwendig lichen Komplotts seien, und He6 in fe£ WnJ ffn. überwunden

. Die konservative Partei kann mit Befriedigung k ^"e Gestaltung der: Volksschule beeinflußt. — Iöidfugenbe anbeutuuge» verstreuen, des Inhalts,\interessanten Punkt tu derWahlbewegung des auf diesen Abschnitt ihrer politischenThättgkeitzurück-!,.^H°"dtthatigkeit der nächsten und mancher daß man ja Kenntnis besitze, wer hinter dem oder Zentrums — und vielleicht den infereffanteften%unft blicken ; denn sie hat unter schwierigen Verhältnissen I E^-"u^^9^"^^eriobenwird fich der Erhaltung! jenem Artikel im Berliner Tageblatt stecke, oder, I in der Geschichte des ganzen Aufrufs ffirrnh» bl­au den altbewährten, im Programm vom 8. Dezember|“”J der Mittelklassen unserer ländlichen daß gewisie, deutlich beschriebene ehemalige Kollegen Möglichkeit, daß aus be»? Fehlen von Unterschriften

1892 neuerdings festgelegten konservativen Grnnd- ^,b/Men„ Bevölkerung Zuzuwenden haben. — mit den Nationalliberalen verhandelten... Wie, auf die Fortdauer von Differenzen geschlossen werden sätzen festgehalten. Diese Grundsätze haben sich als P‘e ?^en des Staats eine neue Verschwömng gegen Ihn, der doch auf könnte, hätte b“ 8u liegen 3?» E Efruf

das Heil des Vaterlandes fördernd wie stets so auch! , Monarchie, d« Bauernstand und der Hand-lallen Parteitagen immer als der „sturmerprobteizahlreichen Unterschriften auszustatten smJ „L,.» * bewert. SÄ' Bannerträger" des ffteisinns gefeiert 'i^urde, "dessen "hätte =7^2?,^ ff’JJ’we teT5

Die unter Kämpfen durchgesetzte Verlängerung | , I Morte als politische Offenbarungen galten und jetzt I Frhrn. v. Huene und Grafen Ballefirem eintrnAHart*

der Legislaturperioden auf 5Jahre hat sich als dneLj"^ ” £erbc" Sr ei»- besonnene -ine Gegenerklärung nach der andern hervorrufen. neben vr.Liebergestanbln hätten Am/N dem Lande vorteilhafte Maßregel -rwiesenj denn e8 $er ,S-b SfnnKHhn Jist überkommener Brauch in ber Politik; heute! von welchem Tag? ber Aufr?f" datier?" w^ar ^das wäre unmöglich gewesen, die großen Reformarbeiten I® bL «bb,D_f f ”Fraktion rot, morgen tot. Was entsteht erst aus dem hitzigen vielleicht noch nicht möglich - aber jetzt? Die durch

auf dem Gebiete der direkten Steuern mit einem! be8 Abgeordnetenhauses. >Hin- und Widerreden, wenn der Reichstag einberufen vi Lieber aus dem ReichstageGedrängt^ trugen

Abgeordnetenhaus von nur dreijähriger Mandatsbauer! ~ --------------------------|lp nnb die feindlichen Gruppen durch die Platz-«doch wohl noch einiges Bedenken Hand in Sand mit

einheitlich durchzuführen. — In dieser Reform sind Dlb SpültUNa der RreislNNiaeN rlbn?n9 bar! einander gebracht werden? Schon ihm vor die Wähler zu treten. Auch so schon legt

di- langjährigen Forderungen der konservativen Partei: $je „olitischen K nm s-!i-„ . f6ei ,ben Verhandlungen über die Heeresreform be-1die Wiederannäherung Zeugnis ab von einer Selbst.

Beteiligung der Grund- und Gebäudesteuer als | b J °>e“ So m m e r f eri en haben! sorgte man eine Katastrophe. Dies unbeschreibliche! Überwindung im politischen Interesse bie nirht fiir Staatssteuer, ihre Ueberweisung als Steuerquelle an wählen^und die @rkbiaE?be?^^^t?mrSh^Yn f?rfaft<J^e Sa^eI" Richters, wenn Herr Rickert mit! jedes menschliche Empfinden verständlich"ist. ^ die Kommunen, Reform der Einkommensteuer durch | r» b 9 m9««»» Mi ttarvorlage hielten I einer hohen Persönlichkeit, mit Herr» v. Bötticher! — Es taucht in der Presse mit Bern« mtf W

Einführung einer richtigen Einschätzung, zur Aus- I«wer rta«»«,Lba gar dem Grafen Caprivi, konferierte' Und das deutsch-russischen^ H°ÄlEe?traa immer

Wrung gelangt - damit ist eine erhebliche Ent- ÜÄ Dickerts, als obdie wieder bald in dieser, n jener Form der Wunsch

p lassen. Unser Verwaltungsapparat ist in den minder groß als im vergangenen Jahre ' Kurz ‘ ' l teilen eines Provisoriums würde der deutsche Handel

balb b-°" »»E d-»'°.r,e,e^LI-,«e^'L M 4"L'Ä

i ibJÄ... eic b°*bie ^"h'jTÄte'U'” ob ®b HZ L" W ““

(Nachdruck verboten.] „Allerdings Frau von Thielen, ich danke Ihnen, „O Gott im Himmel, es ist zu viel, ich kann übrigen »1° kann ich nichts dafür. Im

(Fortsetzung.) ist immer Nicht sehr angenehm zu fahren." !-s Nicht ertraaen," murmelte sie schmerzlich ibre! Ach mnas«! re (.-x rk, ,

kommt auf die Menschen an - Kunst- „Nun, wenn man dafür die Freude hat, heim Stimme, ihr Lachen ist mir antiMhisch und" der und Mmmert Euch SS wtermnen lernen es wohl nie, daß man ohne die zu kommen arme Rudolf sieht vergrämt, blaß und elend aus. ? 71 T Cure Pflichten.

«anege existieren kann." „Aus dem Grunde hat Mama allerdings samt- Aber das ist's nicht allein; nein, wenn ich Tantes! • S ^^och m dem Augen-

, Es war gut, daß der Wagen in den Parkweg liche Sttapazen gut überstanden." !freundliche Worte höre und ihr Lächeln sehe dannI»®u verstehst hier-

Wog, diese Bemerkung mußte überhört werden. Rudolf schaute in das ruhige, freundlich vor- * ich. wie sich eine eiskalte Hand auf mein Herz ™ S

An der Freitreppe stand eine zierliche Frauen- nehme Gesicht Annemaries; ein Gefühl inniger legt und die Ahnung kommenden Unhefls mich J J dasi Du Sbks?^ “L™

I : m hellgesticktem MuffelmNeid überflutet und Dankbarkeit regte fich in seiner Brust bei bem keift. Wenn sie doch lieber schroff und abstoßend ? räteft mftQnbm?-6 W ä“ **

tot a Wieselt mit schweren, dunkelrot seidenen Schärpen, Mutternamen, den er von ihren Lippen vernahm M-n die Schwiegertochter wäre!" - • -> rx .

Jtenbern und Lchlnfen. laber Ines richtete erstaunt den Kopf empor- Sie! 3*Zur bie junge Frau von Thielen war guter!doch sie tbat es l^ngeFrauschweigen,

- Sie wehte mit dem Taschentuch und nef lächelnd: I nennen Ihre Tante Mama?" fragte sie schnipMch Dinge, lachend wandte sie sich an ihren düster twein- Ztt m bann? 9?b°^r Hand und

Willkommen, Mama, wie schön, daß Du kommst! „da müßte ich als Schwiegertochter eigentlich Nn^ blickenden Gatten und sagte boshaft: „Nun, mein »nttol?2 b ^atte mtt dem

% treue mich unbeschreiblich darüber." fpruch erheben." 0 ^ bester Rudolf, ber Anfang ist besser von stattet SttHIe stn9' um nach dem kranken

Abermals biß sich Rudolf bei dieser Unwahrheit! D nein ^,Q11 Bnn o-6i.r.n w . gangen, als ich dachte; Deine Mutter behandelt mich!B". ri n

M die Lippen, sie hatte ihm noch vor wenigen! c^" m mer?en in|ungemein liebenswürdig, und nur diese unnahbareIdaraus nm >3nes, als sie gleich

r-gen, als er ihr die Ankunft der Mutter gemeldet ^ -1 Erlich finden, ftölt mich mit ihrem Hochmut." b"Ä “m ^sch urnherhantlerte, die Schwieger-

^te erklärt, wie deren Koinmen ihr viel Umstände SStter SnTen w h^be?" & * P'£,nC .Sprich nicht von chr," fiel er hier sich ver- L ® in ber

Weiten werde. Und nun flog sie als zärtlich lie- ’ / 9 T“ , 3 , , . Messend ein, „sie steht hoch über Dir und Deinem E ®* • 1 • ■ Zusammentreffen und de»

«de Schwiegertochter der Ankommenden entgegen. 'SÄgwi h?6»' meine,.Iiebe I Urteil, und ich dulde deshalb keinen Spott über sie", muß an bS^tnKnn?^ 68 ni<^L 3?un' et

®flr denn ferne Erinnerung mehr in beiden Herzen | «5 Dich die Treppen hinauf- j roir morren bo(6 re6en I Hexensee kommen; morgen früh wer-

. , »jene .rfle 8egtgnung «m&pnfee, °N tai», * «»>' '« ™ SoK' W • Ä 1« <*» to* «„b 2, 5“ !”hm "-4 mein tekru«

«4m di- Lippen der Dame an-g-Ipr-ch-n? SsL, Wuder ,ch°ß NU« den Augen der Fiiiftnn -inll? inne Dir T,n ;i, f?5,eI2? Md mr find sicher. Ich

\ ^en doch nicht; mit offenen Armen empfing fi«!^, feindlicher Blick auf die graziöse, bebänderte dafür ^das Leben zur Hölle machen —" | ermge Zeilen an ihn schreiben."

l? küßte sie zweimal auf Stirn und Wangen gestalt, doch sogleich bezwang sie sich wieder unb| Der Kutscher kam in dem Augenblick heran um!« ^sagt, grthan. Fünf Minuten später schlüpfte Abtritt ^i.aud sah das Flimmern ihrer Augen und dm legte ihre Hand m die ihr gebotene, um fich hinauf- zu melden, der Fuchs der gnädigen Frau habe' sich N^Ä/^es Briefbillet in Händen, hinaus zur ----- Flamen Zug um den Mund, niemand ahnte, daß! geleiten zu lassen. |^e rechte Vorderfessel etwas verstaucht, und der I ^t^che, doch gerade als sie es hineinstecken wollte, ttef innerlich un Herzen dachte: „Die Zeit ist! Rudolf folgte, neben der Gräfin schreitend, aber Tierarzt habe angeordnet, daß das Pferd drei Tage SHeUn^r 3,u' ebenfalls einen

st« sprachen beide nicht, dasHerz war ihnmzuvoll. stehen solle. Di- gnädige Frau wurde sehr uw Ldn Hand^ Ines schrak heftig zusammen Sten bei. ^lich nach beendeter Begrüßung mtt der Frn- Unter vielen liebenswürdigen Worten und Redens- gnädig und stampfte wild mit dem Fuße. X?’1 totenbleich und Mit einem wütenden Blickt

(595, Ekundenlang begegneten fich beider Blicke, sie ver-lThee hinunter auf die Veranda ru kommen"^ 3Um|^enn ba T®i en? , ^Lie ^e.blitzendenIselbst vergessend, hervor, „fangen Sie schon in der fern sich «Ä g-m-ff-n) ,®a.| ÄZ? Li° SÄ'0räftalÄ“'-'®,e M L-A"b° ®Iei Ä mich,: