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Verantwortlicher Redakteur: Dr. Hi W. Kühne in Marburgi Redaktion und Expedition: Markt 21;
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58 Mi«, traf sie iu Marienburg ein, wo sie Stunden zu verweilen gedachte, um die Burg die Stadt zu besichtigen. Heute Abend 9T/4 wird die Kaiserin auf Bahnhof Friedrichstraße treffen und sogleich nach Potsdam Weiterreisen, die Ankunft auf der Wildparkstation gegen 10
daß die bei den Wahlen zu wichttgem politischen Thun berufene Bevölkerung in allen ihren Schichten Klarheit bekomme über die Pflichten der Bürger, über die Zwecke und Ziele eigennütziger und überspannter Volksverführer. ES gilt die Unwissenheit zu bekämpfen und die Gewissen zu schärfen, damit die Erkenntnis überall zum Durchbruch kommt, daß „der Geist, der stets verneint" nicht geeignet ist, das Beste zum Wohle der Allgemeinheit zu erreichen.
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-e. Der Geist der stets verneint.
Wenn man dem Treiben der Oppositionspartei bei der Wahlbewegung auf den Grund geht, so findet man, daß alle Wahlreden und Wahlschriften ein und derselbe Geist durchzieht, der Geist der Unzuftieden- >eit, und ein und derselbe Zweck, nämlich der, diese Unzufriedenheit in möglichst weite Schichten der Bevölkerung zu tragen. Und Ben Akiba hat ganz recht, wenn er sagt, daß Alles schon dagewesen; denn derselbe Geist hat auch alle früheren Knndgebungen der Opposition bereits gekennzeichnet. Man mag die Thätigkeit der Gegner der Regierung betrachten wo man will — überall leuchtet dieser Geist und dieser Zweck hervor. Die Opposition bedient sich dieses Agitationsmittels, nämlich durch Erregung von Un- zuftiedenheit zu wirken, um so lieber, weil das sehr bequem ist. Zu allen Zeiten hat der Freisinn bewiesen, daß er etwas Positives zu leisten nicht im Stande ist; er repräsentiert lediglich den „Geist, der stets verneint", den uns Goethe in seinem Meisterwerke so trefflich charakterisiert hat.
Um nun im Wahlkampfe nicht in die Verlegenheit zn kommen, den Beweis liefern zu müssen, daß sie die Politik besser zu leiten im Stande seien, als die am Ruder befindlichen Steuerleute des Staatsschiffes, wird von den Freisinnigen einer solchen Eventualität dadurch vorgebeugt, daß behauptet wird, die gesamte Bevölkerung müßte mit dem „herrschenden System" »zufrieden sein. Ihrer Rolle entsprechend weisen sie nicht nach, daß und wie fie es besser machen könnten, sondern verneinen lediglich, daß es jetzt gut gemacht wird.
Um dieser Behauptung wenigstens einen Schein von Berechtigung zu geben, wird dann weiter gezetert, daß das Volk durch Steuern bedrückt, ja erdrückt werde und daß Freiheit und Bildung in die ärgste
erwartet wird. — Den Geburtstag weiland Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta brachten die Kaiserlichen Majestäten in stiller Zurückgezogenheit zu. — Aus Bremen wird geschrieben: Auf die Einladung des Senats wird Kaiser Wilhelm am 18. Oktober der auf diesen Tag vertagten Enthüllung des Denkmals Kaiser Wilhelms I. beiwohnen.
— Die „Hamb. Nachr." brachten am Sonntag folgende Meldung: „Unsere neuliche Mitteilung über die bevorstehende Rückkehr des Fürsten Bismarck haben wir heute dahin zu ergänzen, daß der Fürst nach seiner Erkrankung noch immer nicht die Körperkräfte wieder gewonnen hat, die zu einer so langen Reise wie von Kissingeu nach Friedrichsruh notwendig sind." Diese Mitteilung des Hamburger Blattes überholend, melden die „Leipz. N. N." aus Kisfingen als authentisch, daß, da sich das Befinden des Fürsten weiter gebessert und nach Ansicht des Leibarztes die Strapazen der langen Reise nicht mehr zu fürchten sind, die Abreise bestimmt am Dienstag, spätestens Mittwoch Mittag 12 Uhr erfolgen wird. Da der Zug auf kürzestem Wege geführt wird, trifft Fürst Bismarck bereits Abends 11 Uhr in Friedrichsruh ein. Der Fürst wird deshalb auch nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, Berlin berühren.
als an dem Parkgitter ein Reiter erschien und nach einem scharf spähenden Blick die Fensterreihe ent. lang sich galant verneigte und die Hand aufs Herz preßte.
l „Ja, dazu seid ihr Männer eben da, wenn nicht M Lieben, so doch zum Zahlen," lachte fie beißend vnd bog sich über den Rand des Balkons, so daß 8e es scheinbar gar nicht merkte, wie ihr Gatte Atging.
IBS,
zweifeln ließ; war fie denn wirklich mit der Schwiegertochter ausgesöhnt oder that sie das nur zum Scheine?
Was Annemarie gelitten und mit sich gerungen hat bei der Aussicht, nach Neuendorf zurückzukehren, wußte nur sie allein und Gott.
Die vor andern so vornehm ruhige Frau hatte mit aufgelösten Haaren an der Erde gelegen und bitter geweint bei dem Gedanken, den geliebtesten Mann, von dem sie genau wußte, daß sie ihm ebenso teuer sei, als Gemahl jener Reiterin wiederzusehen, um deretwillen ihr erster Gatte zum Selbstmörder geworden war. Niemand ahnte dieses Drama, sie hatte es nicht über die Lippen gebracht, davon zu reden, und wozu auch? Um die Erbitterung gegen Ines noch mehr zu nähren? Sie selbst verachtete dieselbe, für sie existierte die Spanierin nicht, wenn schon sie den Namen ihres Vetters trug.
Nur daß fie mit ihm zusammenleben sollte, ihn täglich sehen und mit ihm reden mußte von allerlei gleichgilttgen Dingen, nur nicht von dem, was bei, der Herzen erfüllte, das würde furchtbar schwer sein und sich nur tragen lassen durch den Gedanken an jenes ihm gegebene Versprechen, bei seiner Mutter zu bleiben.
Auch sie fühlte die Fessel zentnerschwer, welche Re, ihm auferlegt, das Leben zu tragen und nicht müde zu werden bei dieser Pflicht. O, fie war noch jung, sie konnte vielleicht noch lange Jahr« leben und zusehen, wie elend er sich gemacht hat.
Der Zug hielt und die Coupethür flog auf.
„Mutter, liebe, teure Mutter, willkommen!" sagte Thielen bewegt die Freifrau in die Arme schließend, „wie freue ich mich, Dich wieder zu haben! Du siehst wohl aus."
Dann gab er fie frei und trat mit aufleuchten.
Deutsches Reich.
3$erlitt, 2. Oktober. Am Sonntag wohnte unser Kaiser und die Kaiserin mit ihrer Umgebung der feierlichen Einweihung der St. Hubertus- Kapelle in Rominten bei. Die Kaiserin hat gestern die Rückreise nach Potsdam angetreten und kam nm 8 Uhr 45 Min. früh mit dem fahrplanmäßigen Zuge von Trakehnen in Königsberg an und setzte um 8 Uhr 50 Min. die Reise nach Berlin fort. Um 10 Uhr
Hand an die Stirn; wieder einmal, wie so oft, ergriff ihn dumpfe Verzagtheit. „O, das Leben, dies öde, freud- und lieblose Leben an der Seite dieses oberflächlichen, herrischen Geschöpfes, welches ®ir nach Luxus und Genuß strebte!"
Bedrängnis geraten. Wir bezahlen bekanntlich durchschnittlich weniger Steuern, als die Angehörigen der meisten anderen Staaten und der größte Teil dieser Stenern wird zur Erhöhung der Wehrhaftigkeit des Vaterlandes und damit zur Erhaltung des Friedens und folgerecht zur Förderung des Erwerbslebensund Nattoualwohlstandes verwandt. Die „Freis. Ztg." hat aber bekanntlich die zur Erleichterung der weniger bemittelten Stände ins Leben gerufene Steuerreform bereits nur als den „schönen Titel" für eine gewaltige Steuererhöhung für Heeres- und Marinezwecke erklärt. Wenn die Opposition auch die That- sacheu gegen sich hat, — mit einer kräftigen Lunge und einem nicht zu engen Gewissen bringt der Freisinn eS fertig, über Alles Hinwegzukommen, denn es spricht aus ihm eben „der Geist, der stets verneint", dessen wettere Charakterifierung ja in Goethes Faust nachgelesen werden kann.
Es find eben zwei schlimme Gegner zu bekämpfen: Unwissenheit und Gewissenlosigkeit. Eine große Anzahl der Wähler, welche ihre Stimme in freisinnigem Sinne abgeben, hat von den Konsequenzen, welche eine freisinnige Majorität im Abgeordnetenhanse haben würde, ebensowenig eine klare Vorstellung, als von den eigentlichen Zielen und Zwecken des Freisinns, besonders des Richter'scheu überhaupt. Aber durch Erregung von Unzufriedenheit, durch eine verlogene Agitation werden die Unwissenden fortgerissen und mit den Unverständigen wttd auch der Unentschlossene fortgezogen. Das Recht der Mttbe- teiligung bei der Gesetzgebung durch Ausübung des Wahlrechts ist eine der wichtigsten Gaben, welche der Bürger besitzt, und immer dringlicher gilt es einzuschärfen, daß die Pflichten, welche dieses Recht einschließt, nicht erschöpft sind, wenn wir alle fünf Jahre zur Wahlurne schreiten. Das Wahlrecht foD als Spiegel der Volksseele dienen, als politisches Bildungsmittel. Aber gar oft tritt bei der Ausübung desselben nicht das zu Tage, was au gesundem Sinn in der Tiefe der Volksseele schlummert, sondern Stimmungen und Verstimmungen des Augenblicks, welche durch geschickte und rücksichtslose Wühlerei an die Oberfläche gedrängt werden. Nur gar zu viele folgen gedankenlos dem lautesten Schreier, folgen dem, der am gröbsten und rücksichtslosesten auf ein augenblickliches Unbehagen hinweist, fie nehmen Lüge und Entstellung mit in den Kauf, weil sie nicht fähig sind, selbst zu prüfen und zu entscheiden.
Es gilt daher, hier mit den richtigen Mitteln einzusetzen. Jeder Einzelne, je nachdem er durch Wissen und Stellung dazu befähigt ist, muß dazu beitragen,
Am bestimmten Tage nun sollte die Baronin und ihre Nichte in Neuendorf eintreffen; Rudolf fuhr selbst zur Station, fie abzuholen, hatte jedoch die Anfrage seiner Frau, ob sie mitfahren könne, kurz verneinend abgewiesen.
„Ah ja, ich verstehe," nickte Jncs spöttisch, „Du willst keine Zuschauer bei dem Wiedersehen mit der schönen Cousine; o, wie thränenreich wird das sein, und wie schmachtend werden ihre blauen Augen dreinblicken I"
Er wandte sich zu ihr, die Zornesader war dick geschwollen, und zornig fragte er: .Woher weißt Du, daß Gräfin Rotenau blaue Augen hat?"
„Jenun, Du hast es wahrscheinlich einmal selbst erzählt; woher sollte ich es denn sonst wissen?"
Dröhnenden Schrittes ging Rudolf hinaus; es half ja nichts bei Ines, wenn er auch heftig auf. brauste; ihr beißender Hohn siegte bei allen Scenen und verbitterte ihn stets noch mehr.
Auch Annemarie und der greifrau wurde die Rückkehr nach Neuendorf schwer; letztere trug wohl eine leichte Heiterkeit, eine unbefangene Stimmung zur Schau, doch sah es in ihrem Herzen ganz anders aus.
Während fie fo in den Sammetpolstern lehnte, ne Augen halb geschlossen, die Hände lässig zu- ammengelegt, irrten die Gedanken umher, pochte 3a§ Herz stürmisch und kreiste das Blut hinter den Schläfen.
»Es kommt," dachte fie bei sich, und die Lippen preßten sich aufeinander, „die Stunde der Rache
Marburg,
Mittwoch 4. Oktober 1893.
schlägt, und wehe ihr — denn sie hat kein Erbarmen verdient. Aber still, still! Nur freundlich gelächelt und liebevolle Worte gemacht, daß sie denkt — haha, ich liebte sie. Damals, ja damals hatte mich der Hexenfee betrogen, er nahm fein Opfer nicht auf — und nun komme ich wieder."
„Annemarie, mein Liebling," fügte sie laut hinzu, und nun war's ein echtes, liebevolles Lächeln, das um ihre Lippen spielte, „freuft Du Dich, wieder nach Neuendorf zu kommen?"
Die Gräfin zog langsam den feinen, schwarzen Tüllfchleier beiseite; das schöne Antlitz sah unverändert nur etwas schmaler aus, die schönen roten Lippen und die großen, ernsten Augen schienen das Lächeln gänzlich verlernt zu haben.
„Für Dich, mein geliebtes Mamachen," erwiderte sie innig, „und um Deinetwillen werde ich mich auch dort wohl fühlen."
Annemarie nannte auf Wunsch der Freifrau sieselbe meistens Mutter; es war ihr eine liebe Bezeichnung, denn sie meinte, nun nicht mehr fo einsam in der Welt zu stehen.
‘ „Bist Du noch immer so unglücklich, Kind?" 'uhr die Dame fort, die schlanke, weiße Hand der jungen Wittwe in die ihrige nehmend, „sei ruhig, ;,eige es ihm nicht und bleibe wie immer unser aller guter Engel."
„Nein, Mama, Rudolf soll nur die Maske sehen, die ich vor der Welt trage; er leidet vielleicht noch mehr als ich."
„Da sind wir am Ziel, Liebling, aber traue auf mich, es soll noch alles gut werden; die Sonne geht noch nicht unter — ich wache für Euch."
Die Gräfin fuhr entsetzt zurück, denn da war abermals jener irrfunkelnde Blick, der fie immer wieder an der völligen Genesung der Freiftau
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annovcen-Bnreanx von Haasenstein u. Vogler in ,
Frankfurt a. M., Casiel, Magdeburg und Wien; Rudolf AÄVlll; StGÜTfl Mosse in Frankfurt a. M., Beilin, München u. Köln; G. L;
Daube u, Co. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris.
Neubestellungen
auf die „Ob er hessische Leitung" werden noch fortwährend von allen Postanstalten, Landbriefträgern, in der Expedition (Markt 31), sowie von unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt und Wetter entgegengenommen. Neuzugehende Abonnenten erhalten den vom 1. Oktober d. Js. ab gültigen Winterfahrplan unentgeltlich.
Die Exped. der „Oberhess. Ztg."
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. SS.
sonder« die gleiche Route wie bei der Hinreise wähle«. Die Umgebung des Rekonvaleszente« läßt dringend bitte«, von eventuelle« Ovationen auf den Stationen abzusehen. Ein unS aus Kissinge» zugehender Drahtbericht bestättgt, daß die Genesung des Fürsten, wenn auch langsam, fortschreite. Der Fürst fährt täglich aus. Die Rückreffe geht über Eisenach, Bebra, Göttingen, Hannover. Eine Abschiedsfeier findet nicht statt. Beunruhigende Angaben, welche vorgestern die Wiener „N. Fr. Pr." von andauernder Lähmung und greisenhafter Hinfälligkeit des Fürsten Bismarck brachte, werden von der nächsten Umgebung des Fürste» als völlig unbegründet bezeichnet.
— Der Aufruf des Zentrums zu den Landtagswahlen ist jetzt erschienen. Er fordert konfessionelle Volksschule, Aufhebung der Beschränkungen der geistliche» Orden, Parität bei Besetzung der Staatsämter, Abhilfe gegenüber dem neuen Landtagswahlgesetz, Aufbesserung der Beamtengehälter und Förderung des Wohles der Handwerker und Arbeiter.
— Zu dem fortdauernden Streit der beiden Bestandteile der verflossenen deutsch-freisinnigen Partei schreibt das zur freisinnigen Vereinigung übergetretene „Beil. Tagbl.": Seitdem der Streit zwischen freisinniger Volkspartei und fteistnniger Vereinigung bei uns acut geworden ist und aus dem Gebiete der Reichstagswahlen jetzt in dasjenige der Landtagswahlen hinüberschlägt, ergreift eine große Menge ursprünglich ganz freigesinnter Politiker ein solches Mißbehagen, daß sie sich von der Behandlung politischer Angelegenheiten mehr und mehr zmück- ziehen. In der That ist auch der Ton, den einzelne Führer anzuschlagen belieben, nicht dazu a«- gethan, ästhetisch veranlagte Gemüter den Reihen der fteistonigen Volkspartei znzuführen. (Heiterkeit Ihtf8 und rechts.) Als nun gar die freisinnige Vereinigung ihr gutes Recht in Anspruch «ahm, sich bis zu einem gewissen Grade auch in Berlin bei den Landtagswahlen zu bethätigen, da wurde« die von ihr in Vorschlag gebrachten Kandidaten — obwohl es zweifelhaft war, daß diese Namen hinreichen konnten, irgend eine Mehrheit auf sich zu vereinigen — mit mit einer Flut von Beschimpfungen und Verunglimpfungen Überschüttet, daß man nicht hätte glauben sollen, diese Männer hätten noch vor Jahresfrist i» Reih' und Glied mtt Denjenigen gestanden, die jetzt kein gutes Haar mehr an ihnen ließen.
—. Zu de» deutsch-russischen Zollver- tragsverhandlungen bringt die Wiener „Neue Freie Presse" ei» Petersburger Telegramm, worin gesagt wird, der russische Finanzminister sei gegen
Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe- dttion 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (ixkl. Bestellgeld). Jnserationsgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg,, Reklamen für die Zette 25 Pfg.
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain 6 $SRebaftton*unb °^peiütniOT^3to^2L^ra^er£^ Jllnstrirtes Sonntagsblatt
Der Gedanke, daß feine Mutter und Annemarie Atu bald kommen würden, ergriff ihn mit unsäglicher Freude und doch auch beklommener Unruhe. 8ürbe es nicht für ihn und die geliebte Frau eine Mchtbar schwere, eine unmögliche Ausgabe sein, tag» «h mit einander zu verkehren, täglich die Wunde viszureißen unter der Maske verwandtschaftlicher Gleichgiltigkeit?
Währenddem war Frau Ines sehr vergnügt und i^ftiebigt in ihr Boudoir geeilt, um womöglich die Ar verheißene Fensterpromenade noch zu genießen, «uchtend rot winkte der Mohn hinter den hohen Fensterscheiben, und daneben preßte sich ein reizendes stauengeficht gegen das Glas in dem Augenblick,
„Und wenn ich es Dir verbieten wollte, würdest :$u alles hinter meinem Rücken einrichten und mich Aus-k^ fcer Gesellschaft überraschen; die Rechnungen bleiben natürlich ohne Frage mein Teil."
Am Aerrrrsre.
Roman von Hella Limpurg.
(Nachdruck verboten.!
(Fortsetzung.)
„O, es wird sie gewiß auch erfreuen. Alten tarnen ist eine Zerstreuung sehr nötig; laß mich wr machen, ihr sollt schon zuftieden fein "
auchte ilson- llig zu : Ma- leprüft (5920 ftt.
Seife merie- klick», prä-