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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Uriiverfitäts-Buchdruckerei in Marburg. Verauiwörtlicher Redakteur: Dr. H. W. Kühne in Marburg.

Redaktion und Expedition: Markt 21. VHHidfly VtllTi* * Redaktion und Expedition: Markt 2L

JE 231.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-Abonnements-PreiS bei der Expe­dition 2 ML, bei allen Postämtern 2 Mk. 26 Pfg. (exll. Bestellgeld). JnseratiouSgcbühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 26 Pfg.

Marburg,

Sonntag, 1. Oktober 1893.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses BlatteS, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Caflel, Magdeburg und Wien; Rudolf Masse in Frankfurt a. M., Berlin, München u.Kölv; G. L. Daube u, Co. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris.

XXVIII. Jahrg.

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Neubestellungen

auf dieOberhessische Zeitung" werden noch fortwährend von allen Postanstalten, Landbriefträgern, in der Expedition (Markt 21), sowie von unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt und Wetter entgegen­genommen. Neuzugehende Abonnenten er­halten den vom 1. Oktober d. Js. ab gültigen Winterfahrplan unentgeltlich.

Die Exped. derOberhefs. Ztg."

Wochenschau.

Der Depescheuwechsel, welcher zwischen unserem Kaiser, von Güns in Ungarn aus, und dem Fürsten Bismarck in Kisfingen auSgetauscht worden ist, hat andauernd im Vordergründe des politischen Interesses gestanden, und diesem Interesse entspricht es, wenn nun auch der Text jener historischen Telegramme veröffentlicht worden ist. Es wurde erwartet, die Kundgebung des Wortlautes werde noch etwas be­sonders Bemerkenswertes bieten, indessen hat sich diese Erwartung nicht erfüllt. Beide Telegramme halten sich in ziemlich zeremoniellen Formen, das des Fürsten Bismarck noch mehr, als dasjenige des Kaisers, und ! cn8 den Worten des Altreichskanzlers ist unschwer zu erkennen, daß er keine Neigung hat, aus seinem heutigen Privatleben wieder in eine amtliche Thättg- keit hineiuzutrete». Es will auch scheinen, als ob eine persönliche Begegnung zwischen dem Kaiser und dem alten Staatsmann nicht so bald zu erwarten wäre, wenigstens dürste Fürst Bismarck, nach dem Wortlaut seiner Depesche au den Kaiser zu schließen, nicht den ersten Schritt dazu thuu, obwohl der Kaiser zuerst die Beziehungen wieder ausgenommen hat. Fürst Bismarck ist einer von den Männern, welche schwer vergessen können, das zeigt sich auch bei dieser Gelegenheit wieder. Eine Zeitungsmelduug, Graf Herbert Bismarck, der frühere Staatssekretär des Auswärtigen, würde i» absehbarer Zeit wieder in den Reichsdienst dn treten, hat sich ebenfalls als un­begründet erwiesen. Ausgefallen ist es vielfach, daß verschiedene Zeitungen, von welchen es immer ge­heißen hat, daß sie dem Altreichskanzler nahe stehen, wieder eine« sehr gereizten Ton gegen das heutige Reichsregiment anzuschlage« beginnen. Daß hier keine Inspiration Seitens des Fürste» vorliegt, kann man wohl annehmen, denn sdn Zustand läßt immer noch

zu wünschen übrig, wenngldch die Lebensgefahr, in welcher er tatsächlich geschwebt, erfreulicherweise längst behoben ist. Die Ueberfiedlung des greise» Staats­mannes von Kisfingen nach Friedrichsruhe wurde bis­her aufgeschoben, weil sich der Patient für diese lange Reise noch immer zu schwach fühlte. Nunmehr waltet kein größeres Bedenken mehr ob. Vielfach wurde erwartet, der Kaiser werde auf der Rückreise von der Donau, wo der Monarch nach Schluß der großen ungarischen Manöver »och einer Jagdein­ladung des Feldmarschalls Erzherzog Albrecht ent­sprochen hatte, nach Berlin einen Abstecher nach Kisfingen machen, allein der Kaiser hat die direkte Route beibehalten. Von Berlin ist der Kaiser jetzt einer Einladung des Königs Oskar von Schweden zur Elchjagd bei Gothenburg gefolgt, von wo der hohe Herr nach seinem weltentlegenen ostpreußische» Jagdschlößchen Rominte« zur kurzen Erholung reisen wird. Kommende» Sonntag soll in Anwesenheit des Kaisers und der Kaiserin die Einweihung der neuer« bauten Romiutener Kirche stattfinden.

Die Wiedereröffnung der deutsch-russischen Handels­vertragsverhandlungen zwischen den von den beiden Regierungen ernannten Kommissaren wird am Montag der nächsten Woche ftattfinden. Die russischen Be­vollmächtigten sollen ja Weisungen haben, Konzessionen zu machen, um ein Ende des herrschenden Zollkrieges herbeizuführen, welcher im Zarenreiche schon einen hochgradigen Geldmangel infolge der Unverkäuflichkeit des dortigen Getreides herbeigeführt hat. Ob aber das russische Entgegenkommen soweit geht, daß der neu zu schließende Vertrag für das deutsche Reich praktischen Nutzen gewinnt, ist die Frage. An der Newa sind sehr einflußreiche Kreise thätig, immer neue Schwierigkeiten zu schaffen, und es kann wohl dahin kommen, daß auch diese Besprechungen resultat- los verlaufen. VorauSzusehen ist allerdings, daß die Petersburger Regierung bald genötigt sein wird, den Zustand wieder herzustellen, wie er vor dem Zoll­kriege war, in welchem Falle voraussichtlich von unserer Seite das Gleiche geschehen wird. Momentan findet in Berlin eine Konferenz von Mitgliedern der Reichs­regierung mit Vertretern der Landwirtschaft, des Handels und der Industrie statt, in welcher diese ihre Wünsche zu den eigentlichen Vertragsverhand­lungen klar legen sollen. Die Verhandlungen der Steuerkonferenz, in welcher die Grundzüge der ge­planten neuen Weinsteuer und Tabakfabrikatsteuer in den Details umgearbeitet wurden, sind beendet, doch walten noch große Schwierigkeiten bezüglich der definitiven Feststellung dieser Gesetzentwürfe vor.

Die verbündeten Regierungen find durchaus noch nicht in allen Punkten einig, und namentlich in den süd­deutschen Staaten, wo die Interessentenkreise außer­ordentlich lebhaft agitieren, hat man noch schwere Bedenken. Ob die neuen Steuergesetze dem Reichs­tage gleich bei seinem Zusammentritt zugehen werden, der im letzten Drittel des November erfolgen wird, ist unter solchen Umständen recht fraglich. Die Wahl­bewegung für den preutzffchen Landtag ist im Großen und Ganzen sehr still; recht lebhaft ist es eigentlich nur in Berlin, wo die freisinnige Vereinigung eigene Kandidaten gegenüber der freisinnigen Volkspartei aufstellt. Der Zeitungskampf, der deshalb geführt wird, ist ein sehr heftiger gewesen, hat iudeffe» an der Differenz nichts zu ändern vermocht. I» München ist die neue Sesstou des bayerischen Landtages er­öffnet, dem zum ersten Male fünf Sozialdemokraten als Mitglieder angehören.

In Wien hat es große Genugthuung hervorge­rufen, daß der deutsche Kaiser den Feldmarschall Erzherzog Albrecht von Oesterreich zum deutschen Generalfeldmarschall ernannt hat. Erzherzog Albrecht hat 1866 sei» Feldherrntalent bewährt, wo er in Italien kommandierte und seinen Gegnern dne schwere Niederlage beibrachte. Er galt lange als ein Feind der deutsch-österreichischen Allianz, hat sich aber von deren Notwendigkeit überzeugt und ist auftichtig mit den nunmehr geschaffenen engen Beziehungen einver­standen. Bei ihm war unser Kaiser in Ungarn zur Jagd.

In Rom hat die Parlamentskampagne wieder ihren Anfang genommen. Man glaubt nicht, daß das Ministerium Giolitti fich lange am Ruder halten wird; es wird ihm vorgeworfen, daß es bei den Jtalienerhetzeu in Frankreich viel zu wenig energisch i aufgetreten sei, und dann, daß es zu wenig für die Abhilfe der schweren Finanznot thue.

Die Vorbereitungen für den Empfang der Russen werde» in Paris mit allem Eifer fortgesetzt, wenn auch nach dem Willen des Zaren der über die Maßen große Kreis der Festlichkeiten etwas eingeengt ist. Jedenfalls bleibt aber noch so viel übrig, daß die Russe» gehörig für Trinkfestigkeit sorgen müssen, wenn fie das ganze Programm durchführen wollen. Prästdent Carnot hat es fich angelegen sein lassen, in einer Rede zum Schluffe der großen Manöver nochmals Frankreichs Friedensliebe zu betonen und seine Landsleute zur Ruhe zu ermahnen. Ob fie in den Russeutagen wirklich Ruhe halten werden, muß man abwarte», denn es ist jetzt scho» in Paris zu wiederholten tüchtigen Prügeleien gekommen, weil Sozialisten, Anarchisten und Kommunisten anfangen,

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Am Herenstk.

Stoma» von H e l l a L i m p u r g.

(Nachdruck verboten.j (Fortsetzung:)

Ost, ja immer von neuem, preßte er das eng­lische Briefpapier, auf dem zwischen den energischen Schriftzügen der Gräfin noch andere Spuren ver­treten waren, getrocknete Thränen, an die Lippen tob murmelte heiße Liebesworte; dann aber, wenn die Vernunft zurückkehrte, schlug er sich vor die Stirn:Thor, der ich bin! Es ist ja nun ein Verbrechen, an sie zu denken, mein Kleinod und mein Stern."

Einst hatte er Ines einen Sonnenstrahl geheißen, tber derselbe war emporgestiegen an seinem klaren Lebenshimmel, um ihn zu verbrennen zu ver- Ächten für alle Zeiten.

Im Coupe saßen noch zwei Herren, aber er sah ie nicht an, sah nicht, wie der eine von auffallend französischem Typus ihn unausgesetzt fixierte; was Singen ihn auch die Fremden an?

Sie reisen nach München?" fragte der andere, sich zu dem bezeichneten Reisenden wendend,nun, k haben wir einen Weg und können wohl noch Nute Abend die italienische Nacht im Zirkus Perlotti mitmachen?*

Ah, in der That? Ich war dnige Wochen Nm München fort und weiß gar nichts von jenem 8efte*

Aber den Zirkus kennen Sie doch und dm Stern desselben, Sennora Ines de Felderop?"

Thielen zuckte nicht zusammen, regte fich nicht; tt lag in seiner Ecke mit halbgeschloffenen Augen drd hörte auf das Gespräch der beiden Reisenden, <1 ginge es ihn nichts an, und doch schlug sein Herz dabei wild und heftig.

O ja, die Sennora kenne ich sehr gut. Sie soll verlobt sein *

3a, mit einem deutschen Freiherrn, der enorm reich ist und die Schöne sehr liebt.*

Nun, Donna Ines wird gegen die genannte Eigenschaft ihres Gemahls auch nicht unempfänglich fein; sie versteht das Geldausgeben sehr gut*

Ah, mein Herr, sagen Sie mir doch, wer die Eltern der intereffanten Dame find?*

Ihr Vater, brn darüber ist wohl besser zu schweigen. Er soll bei der Gesandtschaft einen hohen Posten bekleidet haben und war Spanier, die Mutter war Ballettänzerin.*

Ah so, nun verstehe ich die Grazie, womit die Diva durch die brennenden Reisen fliegt.*

Wer giebt übrigens die italienische Nacht im Zirkus?* fragte der Fremde mit dem ausländischen Accent.

Die Sennora selbst. Morgen wird sie getraut, und heute giebt fie ihren sämtlichen Kollegen ein großes Fest, ihren Polterabend, wissen Sie.*

Ah, was aber sagt jener vornehme Freiherr dazu?*

,O, der ist natürlich nicht dabd. Er kommt wohl erst morgen an, um die Champagnerrechnungen U bezahlen, und es ist jedenfalls das beste, denn einem aristokratischen Empfinden könnte dieses Bacchanal wohl kaum behagen."

Ist es eine Heirat aus Neigung?*

Das kann ich nicht sagen. Doch wie ich die chöne Dame zu kennen glaube, wird fie das Ge­wisse für das Zweifelhafte nehmen und jenen Ver- ehrer mit ihrem glühenden Blicke gefesselt haben. Man ist nicht immer jung und bezaubernd, kann nicht bis zum Tode im Sattel fitzen und bann M solch ein vornehmer Freier mit offenem

Beutel und blinder Liebe ist nicht alle Tage zu finden.*

Ja, ja, er mag nicht alle Abenteuer seiner Er­wählten kennen, und das ist auch gut. Aber nun kommen Sie mit mir. Ich führe Sie ein.*

Der Zug hielt. Wie gebrochen stieg Freiherr von Thielen aus und ließ fich ins Hotel fahren; fie kamen an einem hellerleuchteten Gebäude mit Fahnen und Wimpeln dekoriert vorbei, und der Kutscher wandte sich um, mit der Peitsche darauf weisend:Sehen Ew. Gnaden den Zirkus Perlotti? Dort giebt die schönste Kunstreiterin desselben heute ein glänzendes Fest, und morgen heiratet fie einen vornehmen Mann. Ja, ja, die macht ein Glück.*

Erbleichend wandte fich der Angeredete ab. Also dort führte heut jenes Wesen den Vorsitz, mit sei­nem Ringe an der Hand, welches morgen vor Gott und der Welt sein ehelich Weib werden sollte. Er knirschte mit, den Zähnen, er blickte empor zum nächtlichen Himmel doch derselbe blieb schwarz und düster wie seine Seele.

* Im Hotel angelangt, schrieb er einem weitläufigen Bekannten, bat ihn, morgen beim Standesarnte und der darauffolgenden Trauung in der Kirche fein Zeuge zu fein, und begab sich dann zur Ruhe, nach­dem er eine bedeutende Quantität Morphium zu sich genommen hatte. Er wollte und mußte schlafm, nur die Träume floh er feit einiger Zeit, denn in ihnen sah er stets ein schönes, bleiches Antlitz einer Frau herauftauchen, die ihm ernst und liebevoll mit der weißen Hand winkte.

Aber wenn er zu ihr eilen, vor ihr zu Boden finken und ihr Gewand an die Lippen pressen wollte, dann entschwand fie, und dne Anzahl Teufelchen jagten herbei von rechts und von links, von oben und unten, die kicherten und höhntm, bis der ein-

gegen die hündische Kriecherei ihrer Laudsleute zu protestiere». Ein Blatt versteigt fich sogar zu dem schnöden Ausspruch, es seien deutscheAgentsprovokateurS in Paris, deren Aufgabe es fd, die friedlichen Franzosen zu allerld Tollheiten zu reizen. Bisher fahndete man nm auf Spione, die man nie erwische» kau»; »»» kommen also »och Agentsprovokateurs an die Reihe, die man aber ebensowenig kriegen wird.

Der große Strdk der Bergarbeiter in Nordftankieich dauert unverändert fort, doch hat das starke Militär­aufgebot Ausschreitungen verhindert. In England wird wieder einmal das endliche Erlöschen des Aus­standes angekündigt, und in Belgien ist der Versuch, einen Generalstreik der Bergleute herbeizuführen, ins Wasser gefallen.

Die Anarchisten in Spanien haben sich wiederum mit einem Attentat hervorgdhan, welches in Barce­lona gegen den dortigen sehr strengen General­kommandeur, Marschall Marttnez Campos, verübt wurde. Eine vor die Füße seines Pferdes geworfene Dynamitbombe zerschmetterte das Tier und tötete mehrere Personen, während der Bedrohte nur eine ganz leichte Wunde davontrug. Der Thäter ließ sich ruhig fest­nehme». In schwere finanzielle Verlegenheiten ist der griechische Staat geraten; der schon begonnene Staatsbankerott scheint schließlich in totale Zahlungs- unfähigkett ausgehen zu sollen. Für Haares Geld wird bereits dn Agio von 85 Prozent bezahlt, der­maßen ist das Land mit wertlosem Papiergeld über­schwemmt.

Der Bürgerkrieg in den südamerikanischen Republiken Brafilien und Argentinien dauert mit wechselndem Erfolge dort. Hier, wie da hat die Revolutions­partei, die Anfangs so sehr im Vorteil war, ver­schiedene Niederlagen erlitten, und die Entscheidung ist infolge dessen beträchtlich hinausgeschoben. Was Brasilien betrifft, so wird aber nicht bezweifelt, daß schließlich Admiral Mello, der Führer der Revolution, als Sieger aus dem Kampfe hervorgehen wird. Die Hauptstadt Rio de Sandro hat unter dem wiederholten Bombardement der Flotte schwer gelitten. Im nord- amerikanischen Senat in Washington werden die Verhandlungen über die Aufhebung des Silber­prägungsgesetzes gewaltig in die Länge gezogen. Vor­läufig wird wohl noch alles beim Alten bleiben.

Deutsches Reich.

Zterti«, 30. September. Unser Kaiser ist am Donnerstag Abend gegen 6 Uhr im Hafen von Gothenburg eingetroffen. Der Kronprinz von Schweden

same Schläfer stöhnend aufwachte. Aber heute schlief er traumlos in heller Betäubung, bis der Morgen hell und sonnenfrisch anbrach fein Hoch­zeitstag!

Wie anders hatte er sich einst denselben gedacht! Mit derselben finstern Miene als gestern ließ er sich das Frühstück sowie die Zeitung bringen, und als der duftende Kaffee vor ihm stand, vertiefte er sich in die Lektüre derselben, eine Beschäftigung, zu der gewöhnlich die Verlobten an solchem Tage kdne Ruhe haben.

Zur bestimmten Stunde traf sein Freund, Graf Senden, bei Rudolf ein, um ihn zu begleiten; sie schüttelten fich ernst die Hände und ersterer sagte warm:Weiß Gott, Thielen, unter den Umständen würde ich Ihnen lieber auf zehn Schritt Distance sekundieren.*

Sie haben recht, Senden; ich hätte mir auch schon längst eine Kugel vor den Kopf geschossen, wenn ich nicht mein Ehrenwort verpfändet, kein Selbstmörder zu werden.*

Hm, es ist jedenfalls schwerer und ehrenvoller weiterzuleben. Ich achte fie deshalb um so höher, lieber Thielen."

So kommen Sie, ich bin bereit *

Noch einmal trat er in das Nebenzimmer, um den Mantel umzuhängen, in Wahrheit jedoch, um ein trockenes, grünes Schlingblatt aus der Brief­tasche zu ziehen und leise zu küssen.

Dein Segen und Gebet begleüen mich, Anne­marie*

Die schöne Spanierin war schon in eleganter, hellblauseidener Toilette, die lange Schleppe fiel knisternd auf den Teppich, ein schwarzes Spitzen- fichu umhüllte die Taille und hoch oben auf dem schwarzen, krausen Geleck balancierte ein hellduftiges