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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

^Redaktion ^und °Exp'editto"n:^Mar^ to"to9 Jlluftrirtes Sonntagsblatt. Redaktion und Expeditton?MaE 1 3Rar6ur6'

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (rxkl. Bestellgeld)^ Jnserattonsgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg;, Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Freitag, 29. September 1893.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annorcen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Mosse in Frankfurt a. M., Beilin, München ».Köln; G. L. Daube u, Co. in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Pari?;

XXVIII. Jahrg.

HLrrM. Lrituug

K flFtttlrthttttrt I Der y^fPhprflPrrtnn l natürlich Gegenleistungen gewährte. Da fiel es denIrubelscheiue, oder das angesammelte Gold muß wieder

^VVVUntIUCIlW"ltiniUllUng T"1 . Russen mit einem Male ein, an uns Forderungen heraus. Da keine große Ausfuhr von Getreide be-

<Ulf daö bktk Duatiol btt IDCT DCUtjCl) - TUfflfu)Clt Hllllbktsber-1 zu richten, ohne wirkliche Gegenleistungen zu ge-I steht, so sollen die Bauern gezwungen werden, mög- trflrtä-SRprfirttthritttrtPtt währe», die solche genannt werden könnten. In lichst viel von den im Hnngerjahr geborgten Ge-

n Petersburg setzte man fest, wie weit Deutschland dem! treidemassen in die Volksverpflegungsmagazine zurück-

steht in wenigen Tagen, mit dem 2. Oktober, bevor. Zarenreiche zu Gefallen sein solle; folglich hatten zuzahlen. Diese Maßregel macht aber auch die nebst ihren Gratis -Beilagen I werden bekanntlich nicht mehr, auch wirbas gleiche Recht, konnten also festsetzen, Bauern nicht glücklich, also auch nicht zufrieden.

cyxXmUv; + - + Ar 4A.H k ?schriftlich zwischen was Rußland uns zn gewahren habe, damit der Die Kriegsverwaltuug kauft ja auch, trotz der stied-

Jltustrrertes Sonntagsblatt , den beteiligten beiden Regierungen in Berlin unb neue Handelsvertrag praktischen Wert für uns ge-Ilichsten Gesinnung, große Getreidemassen billig auf.

Kreisblakt" für die Kreise Marburg Petersburg, sondern mündlich zwischen Abgeordneten winne. Das wollte man aber an der Newa nicht Dies muß aber immer mit unseren eigenen Papier- «nd Kirch h ain und Ziehungsliste derlei; , aten geführt werden, die zu diesem i gelten lassen und berief sich auf seine Interessen. I rubeln bezahlt werden, macht uns al'o nicht reicher.

Preußischen Klassenlotterie. ES äUJ.,ner Konferenz inBerlin zusammentretcn Ja, haben wir denn keine Interessen? Doch ganz Wir fitzen in einer Sackgasse und hoffen, daß die eß,, f. . Ä .. . I werden, wahrend früher der Schwerpunkt in dieser gewiß; das lehrt uns schon ein Vergleich der Be- deutsche Industrie, welche ja auch stark leidet, aber

Bestellungen bitten nur auswärts sofort! Angelegenheit au der Newa lag. Ort und Art der träge, für welche wir heute Fabrikate über die Ost-1 mehr klagen darf, als wir, auf die deutsche Regierung erneuern zu wollen, damit sämtliche Nummern Verhandlungen haben also gewechselt, aber es ist grenze bringen und ftüher gebracht haben. Außerdem so starken Einfluß üben wird, daß sie sich zuerst zur rechtzeitig geliefert werden können. DerIf^was zu weit gegriffen, wenn nun hierin unter allen!müssen wir die Summen mit einander vergleichen,»Nachgiebigkeit neigen wird.' Geschieht das so ist Abonnementspreis beträgt bei allen Postan- erblickt werden welche Rußland für seine Produkte von uns erhält, Finanzminister Witte mit dem ganzen russischen

kalten Deutschlands 2 Mk 65 Ma in! uw rZ. nd,t? Hoffnungen wiegt, der wird! und die, welche wir von dort für unsere Fabrikate »System obenauf. Bleibt aber die deutsche Regierung EL SVS Ä werden, das kann man auch von erhalten. Diese stehen gar nicht im Verhältnis zu standhaft, so muffen wir bis zum Frühjahr weit Marburg ber der Expedition 2 Mk. diesen Verhandluugen sagen, in welchem nur größte einander, müssen aber doch in einen Einklang ge- entgegenkommender werden und die deutsche Regierung

Gediegene Leitartikel und politische Korre-!o^"gkeit und vollste Energie zum Ziele führen! bracht werden, wenn das neue Vertragsverhältnis behält die Oberhand in der Handelspolitik.^ Damit spondenzen werden die Leser derOber-1 ; m hindurch auch nicht das »für uns überhaupt einen Wert haben soll. Man list die Situation ganz richtig gekennzeichnet: Die

hessischen Zeitung" über alle Fragen unb Ör 0e?abh seiner sagt mit Recht, daß ein magerer Vergleich besser sei, Russen hoffen, Deutschland soll mürbe werden, und

Vorgänge von allgemeiner Bedeutung auf ÄKrÄÄ0nb "ST? fetfe,r ^ID$oc6' unb baS raa0 auä) für diesen seine Hoffnungen auf Bewilligung seiner nur billigen

Vorgänge von augememereocutung aus Wohlstände vorteilhaft ist, wenn es einen Handels- Zollkrieg gelte». Aber was Rußland uns bot, war Forderungen aufgeben. Daraus wird nun keinesfalls

dem Laufenden erhalten. Den Vorgängen! vertrag mit Deutschland abschließt. Seine Hand-l kein mageres Stück Fleisch, sondern nur ei» Knochen! etwas werden, um so weniger als der russische

M unserer Stadt rote M der Provinz und! lungsweise hat sich ganz direkt auf entgegengesetztem ohne Fleisch. Wie soll da für uns ein Interesse Flottenbesuch in Toulon zeigt, wie der Wind im

den angrenzenden Landesteilen widmet biel .cte ?.etoC6..' e5 W fetaeSöHe fort »nd fort bis daran liegen, einen Vergleich zu Stande zu bringen? Zarenreiche weht. Deutschland läßt sich vom östlichen

Oberhessische Zeitung" eine besondere Auf-Ter ?ÖKeTTSTb*' T Handelsvertragsverhandlungen werden neu be- Nachbar keine Rolle mehr anweisen, weder in politische», Merksamkeit Der feuilletonistische Teil der ,tiDn. toeIl^r T Rutsche Reich, welches bis ginnen, aber bewahrt auf ihnen Rußland nicht eine noch in wirtschaftlichen Dingen.

rZ o+A« JSÜT ♦ff « Ä T starke Judustrieans,uhr nach dem östlichen Haltung, welche von seiner frühere» so verschieden -

Oberheff. Ztg. bringt rntereffante Erzah-! Nachbarstaate besessen hatte, naturgemäß den empfind-1 ist, wie der Tag von der Nacht, dann wird bei diesen I

lungen von guten Autoren und dasJllu- lichsten Nachteil haben mußte. An Vorstellungen, an mündlichen Verhandlungen gerade so wenig heraus- Deutsches Reich,

strierte Sonntagsblatt" wird wie bisher den Mahnungen zur Güte hat es von unserer Seite damals kommen, wie bei den schriftlichen herausgekommen ist. W. Aerkin, 28. September. Unser Kaiser Lesern eine angenehme Unterhaltung bieten. SSL S6 -breut^e Fabriken haben Wir müssen von einem neuen Vertrags Verhältnis mit ist am Mittwoch ftüh von seinen Reisen in Oesterreich Inserate finden in keinem anderen täglich I na6 h b T* ^»btußland wenigstens einigen Nutzen haben, ohne wohlbehalten im Neuen Palais bei Potsdam einge»

Sertreitung tote durch dieOberhefi. Ztg .»deutschenVorstellungen, es doch nicht gar zu arg zuIbann ist ihnen eben nicht zu helfen. INeuen Palais nahm Se Majestät im Laufe bes

Neubestellungen auf dieOberhessische I treiben, gehabt? Gar keine. Man that, was man Was man in Petersburg denkt und hofft, er- Vormittags einige Vorttäge entgegen unb empfing Zeitung" für das vierte Vierteljahr 18931 S=ltnoT£2?T T * bbLmÜlbT !iebt SAau8 ^^^»ber Zuschrift aus bei russischen mehrere Mflitärs. Gegen^Abend hat fich ber Kaiser werden von allm Postanstalten, den Land- |aIIJ? inen "m hochgestellter russischer Beamter, auf ber Stettiner Bahn von Berlin aus nach

briefträgern, in der Expedition (Markt 21), nirgeubwo bestehe» Schon lana^e vorder > US gegenüber Swinemünbe begeben, woselbst bie YachtHohen-

Nie °-n 'unferen Film-, in §L7d,-?L.mL^ »ÄÄ

Kirchhain, Neustadt, Wetter und Gladenbach I alte Urfache, dem rültflchtslofen Nachbarn energisch Mel in Nischuey Nowgorod. Bei sehr großer Ernte UegtlAbend. Don dort ans begiebt stch der Kaiser zur entgegengenommen. I bef r%be" ^iede«s willen ist I die Getreideausfuhr lahm und die Preise find so Elchjagd nach Herljunga. Nach Beendigung ber

Neu eintretende hiesige Bezieher erhalten I' Te gefallen, daß sie bie Arbeitskosten nicht becken. Die lJagbe» in Schweben wirb Kaiser Wilhelm, wie die

d.« Blatt bis zum ©Wfe be§ (QUfenben bra WW aufL®. Ztg." erfährt, mit derHohenzollern" vo»

Monats unentaeltlick ,Slb be^nbctenp Monate zu 3-/, Prozent Zinse»; aber bieeMaß-Gothenbnrg nach Danzig fahren, wo bie Ankunft

wconais unenigelllrcy. Staaten Vertrage abschloß, unb für Leistungen > regel führt entweber zu einer Vermehrung ber Papier- am Sonnabenb erfolgen soll Der Kaiser wolle die

Am Nerenskk. I »^»^1-, um meinetwillen ertrage ne. StrafeI Unb wieder klirrten Vasen und Nippes zur Erde;!Engel. O, schafft sie mir wieder zurück ich flehe

Rom«, von Hella Limpurg- »rch mcht noch mehr. mdem^Neuendorf medest." umsonst suchte der Freiherr sie zurückzuhalten; mit Euch an; 'wenn ,sie^ih"e w7che^^Hand auf meine

sNachdruck verbotemj | '^"b b?^.^^enjee, meinst Tu, Rudolf? Er!der den Geisteskranken eigenen übernatürlichen| Schläfen legt, dann wird es besser, dann erlischt

(Fortsetzung) |q1 1' ^r nahm m.r!Körperkraft schüttelte sie ihn ab, so daß er endlich|das Feuer, welches drinnen wühlt und hämmert"

ÄinÄÄ , 7, " teÄSÄÄSe*6Rne,e -»«fc ST'ÄÄIS

-x ar . L ''Pem und nochmals new, lchne sie plötzlich »mit einer Fremden, ich will nur meine Annemarie! hineingeschüttet; NUN brachte sie den Trank der Frei-' .O, Mutter, wenn ich Annemane nie gekannt Im f° wahnsinnige Wut verfallend, daß sie am Ium mich haben, doch sie wird nicht kommen, denn!stau, welche ihn zornig zurückwies.

Ute, dann würde ich in dieser Stunde nicht so | ganzen Körper züter.e und weißer Schaum vor | Rudolf hat ihr Herz gebrochen. Aber nein, nein | Ah da ist fle wieder die Kunstreiterin * Wirie mb sein, aber einer solchen Frau entsagen, die!Mund trat,eher will ich mich selbst erwürgen,! auch ihn will ich nicht mehr sehen; er war mein I sie mit flammenden Augen,und sie will mich au» ebe zuchr um einer Kunstreiterin wtßen aus bereis daß ich mit dcr Verfluchten eine Luft atme. I letztes, einzigstes Kind, und ich lebte nur für ihn! dem Wege schaffen. Nicht wahr, ich soll Gift trinken- fe^etLba l? tr^tbar' eS 9C^ bbmah Überla hat mir meinen Sohn gestohlen, und sie ist »allein. Ich will ihn keiner Frau abtreten, o nein.'!haha, das wäre sehr leicht zu erreichen.' ferne fefie Manneskraft. |?\ir unt Leib und Seele. Du sollst mir »Denn damals, als ich krank war unb max mich!Nicht doch, Tante, es ist kein Gift ich werde

Mein armes Kmd,' hier brach ihre Stimme keine Schwiegertochter bringen, sollst mir gehören fortbrachte, da dachte ich es mir so schön, ihn ganz selbst davon trinken' und mbia s^te die Krästn td zum ersten Mal legte sie ihm die Hand auf W allein. , Hörst Du, Rudolf ich werde sie zer- für mich zu haben und jede Frau, die'e/ fi^en Ls @Ia7aR bk Si^n, m eiS Schluck m ! St'.rn,Du büßest schwer zene Leidenschaft, und »treten, wie eine Schlange am Boden.' I möchte, mit dem Dolche niederzustoßen.' , trinken W ^lua iU

Jörne Dir nicht - nur jenem Weibe kann ich Der starke Mann bebte zurück vor dem Wut-Mama," bat Rudolf und suchte der Wahn- Erschöpft nach dem entsetzlichen Anfall ließ sich ^ nstklch es nie vergeben, daß sie voll Rafftne-1 ausbruch der Wahnsinnigen, mit einem Sprunge I sinnigen ein Buch zu entwinden, welches sie sich 6eJnun endlich die Freifrau zur Ruhe bringen aber W M an sich zog. Ich sah sie in München, war er an der Klingel und scharf an derselben, strebte zu zerreißen,komm zu Dir, sieh, wir sind Thielen bestand Luß den Ar? hoL » sie auf der Treppe an mir voruberging, und wahrend die Freifrau, fortwährend gellend auf, ha beide um Dich, Dein Sohn und Annemarie.'Ich lasse Dich nicht allein mit ihr' erklärte er äkää-a«L® W kää

BWäL aus

m* » sm kUb fbl°^e mi rner|o enam.? ^rab, daß sie krachend zerbrach,wie jene I marie, welche mein Kind liebt.' junb eine Beruhigung, Dich hier zu haben."

bitter web' 9 ' L? ßere!"6 ' P fleib$n' benn & |«$ si"hen, bte Mörderin ber Diva. Und doch an den Freiherrn.Es ist ein schwerer Fall, Herr

9 ' * *e?e I hatte ich ihr allem Rudolf gegeben, denn sie ist ein! Baron,' begann er,und ich weiß nicht, einmal, lb