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Deutsches Reich.
W. Wrtfin, 13. Septbr. Unser Kaiser hat cm Montag in Karlsruhe, bald nach der Rückkehr von der Parade, den Vortrag des Reichskanzlers entgegengenommeu. Bei dem Paradediner brachte Se. Maj. der Kaiser in Erwiderung auf eine Ansprache des Großherzogs folgenden Trinkspruch aus: .Durch Eurer Königlichen Hoheit gnädige Worte und durch den Empfang, den Sie mit Ihrem Hause und Volke Mir bereitet, haben Sie Mich zu Ihrem Schuldner gemacht, und bewegten Herzens spreche Ich Ihnen Meinen innigsten Tank dafür aus. Wie sollte es auch anders sein! Führt Mich doch der Weg, den Ich bis hierher gemacht habe, von dem Schloß am Rhein, wo Ich soeben noch unter den schönsten Erinnerungen weilen konnte, über die Stätten dahin, auf denen Unser Reich geschmiedet und die deutsche Kaiserkrone erkämpft wurde, hierher in dieses herrliche Land, in dieses gastliche Haus, in dessen Mir wohlbekannte« Räumen allerorten Erinnerungen anstauchen, die in einer unlösbaren Kette sich aneinander schliu gen gleich denen, wie Ich fie in Koblenz verlassen habe. Und auch der heutige Tag auf dem Felde da draußen, wer würde nicht schweren Herzens an die Zeit zurückdenken, da die letzten Manöver vor Meinem Großvater sich hier entrollten? Und wer vermißte nicht mit schwerzdurchzuckter Seele vor de» beiden Regimentern, die heute vorbeigerückt find, die hehre Gestalt des Einigers des Deutschen Reiches unb die Siegfriedgestalt des Kaisers Friedrich? Von Eurer Königlichen Hoheit und Ihrem Hause werden mit inniger Anhänglichkeit au die früheren Zeiten die Erinnerungen an das hohe Paar gepflegt und gehegt. Eiud Sie doch sowohl wie die hohe Landesmutter hier in Ihrem Leben nachfolgend und nachwandelnd auf den Bahnen geschritten, die jene beiden Großen Aus vorgewandelt fiud, stets treu uud ergeben Ihren hohen Pflichten und Ihre Gedanken stets auf das Wohl Ihrer Unterthauen gerichtet. Und Sie thun dies, Königliche Hoheit nicht nur als Landes Vater; wch den General vergessen Sie dabei nicht. Der heutige Tag hat bewiesen, daß das 14. Armeekorps auf der Höhe seiner Leistungen steht, vollberechtigt «eben den anderen. Auch an das 14. Armeekorps knüpfen Mich teure Erinnerungen aus vergangener Zeit. Habe Ich doch in dessen Reihen selbst mit erleben dürfen, die Zufriedenheit des dahin gegangenen Allerhöchsten Kriegsherrn zu erwerben; ist Mir doch wf badischem Grund und Boden daS Regiment verliehen worden, dessen Rock Ich heute trage, das
Am Hrrrnsre.
Roma« von HellaLimpurg
(Nachdruck verböte«.) (Fortsetzung)
Cie hatte seine Liebesworte angenommen, seinen Ring an den Finger gestreift — und dabei an einen andern gedacht, mit dem sie hinausfliehen wollte in bie bunte Welt, qis der sie gekommen. War das Frauenliebe? Leise aufstöhnend schwang er sich in «n Sattel und ritt heimwärts mit dumpfem Weh in der Brust und starrem, teilnahmlosem Auge.
.Fort, fortl Könnte ich davonreiten, um die Heimat nicht mehr zu sehen, die ich mir so herrlich Wmalte — an ihrer Seite. *
Unwillkürlich hatte er den Weg am Hexensee Ungeschlagen; dm Ort, an welchem er Ines zum ersten und letzten Male gesehen, wollte er nochmals aufsuchen; er wollte brechen mit aller und jeder Erinnerung, wollte das falsche Geschöpf vergeffen und verachten, welches ihn erhörte um seines Reichtums Men.
Aber in diese bitterm Gedanken hinein trat dann wieder das Bild der schönm Spanierin voll hegenden Zaubers; der stattliche Mann stöhnte qualvoll, wenn er ihre Augen vor sich zu sehen glaubte, »eich, träumerisch und doch wieder glühend.
Er gab dem Pferde die Sporen, daß es dahin- Saloppierte, dem Hexensee entgegen; hier bäumte es Plötzlich und wieherte laut auf. An einem der Felsblöcke dicht am Uferande lag ein Männerhut, vor ihm hatte das Tier geschmt.
.Sollte dar nicht Papas Hut fein?' murmelte fielen zerstreut, .aber wahrhaftig, dort liegt auch tin Portemonnaie? War ist denn geschehen?
kein Unglück?'
i Ein sonderbarer Empfinden ergriff ihn, er sprang
einzige, welches Ich je kommandiert habe. Un> die Worte, die Mein Großvater damals au Mich gerichtet hat, fiud mit goldenen Lettern in Meine Seele eingeschrieben. Ich habe fie Mir ge- gewählt zum Maßstab für Mein milttärisches Leben. Noch weiter reicht Eurer Königlichen Hoheit Einfluß i« militärischen Dingen. Wenn Ich daran erinnern darf, wie Ich in diesem Frühjahre mit der Erlaubnis Eurer Königlichen Hoheit wenige Stunden der Ruhe hier pflegen durfte nach den herrlichen Tagen im schönen südlichen Lande, da drängte sich nicht nur Uns Beiden, sondern manchem guten deutschen Mann der Gedanke auf: Wird inrer Volk seiner Aufgabe noch gewachsen bleiben? Will es wirklich lenken von den Wegen, die Kaiser Wilhelm ihm vorgezeichnct? Will es sich unwürdig erweisen der großen Thaten des Kaisers Friedrich? Uud als die Entscheidungsstunde nahte und unser Volk von neuem auf den rtchttgen Weg gewiesen werden mußte, waren es Eure Königliche Hoheit zuerst, die mit inhaltsreichen goldenen Worten jene Saite auschlugen, die bei unserem Volke immer durchschlägt. Tie militärische Ader wurde geweckt und von Gau zu Gau über die badischen Lande hinaus unter den Kriegern, die mit Kaiser Wilhelm und Kaiser Prsidrich gelockten, deren Brust Ehrerzeichen aus vergangenen Feldzügen bedecken, lebte der neue Gedanke auf und unser Volk fand sich wieder. Ich danke Eurer Königlichen Hoheit für diese Unterstützung und gleich Ihnen danke Ich Meinen Vettern im Deutschen Reiche. Jeder Fürst hat dos ©einige gethon, uns seinen Mann wieder heranzuführen und neu zu schaaren um das Panier des Reiches. Tank ihnen allen steht neu gerüstet als schirmende Wehr das deutsche Volk, wie einst jener alte Gölterheld Heimdal, wachend über den Frieden der Erde, am Thore des Tempels des Friedens nicht nur Europas, sondern der ganzen. Welt. Möge es unserem deutschen Volke vergönnt sein, daß es dieser hohen Kulturmisfion, dieser Aufgabe, die ihm von Gott gestellt und von Meinem Großvater vorgezeichnet ist, nie untreu werde! Mögen in Zeiten der Prüfung und des Zweifels stets solche Fürsten ihm beschieden sein, wie Eure Königliche Hoheit und Meine Vettern! Dann wird es von uns und von dem Deutschen Reiche ebenso heißen, wie dereinst von Meinem seligen Urgroßvater und Großvater: Sie haben mich gedrängt von Jugend auf, aber fie haben mich nicht Übermacht! Und nun erhebe Ich Mein Glas und trinke auf das Wohl Eurer Königlichen Hoheit, Eurer Königlichen Hoheit Haus und Badens schweribewährte Söhne, alt und jung, fie
aus dem Sattel und hob die beiden Gegenstände auf. Wie kamen fie hierher? War der Freiherr ausgestiegen, um zu Fuß weiterzugehen, oder was konnte fich sonst ereignet haben?
Seltsam, die Farnblätter dort an dem Felsblock waren zerdrückt — auch Blutspuren sichtbar. Vor Rudolfs Blicken dunkelte es, feine Miene wurde tiefernst und er warf fich in den Sattel, fein Pferd zu wahnsinniger Eile antreibend.
Im Torfe wichen die Leute bei feinem Anblick cheu zur Seite, die Frauen nickten einander traurig verständnisvoll zu, und die Kinder flüsterten zu ammen, heimlich mit den Fingern nach dem Schloß zeigend.
Totenbleich, fest überzeugt von einer ihn erwar- enben Hiobsbotschaft, sprengte der junge Freiherr m den Hof, stieg ab und warf die Zügel dem icrantietenben Reitknechte zu.
.Was ist vorgefallen?* fragte er mit vor Erregung heiserer Stimme, „ist benn ein Unglück qe- chehen? Meine Mutter — ?*
„Rein," stotterte ber junge Mensch, während Helle Thränen ihm aus den Augen schoflen, „die gnädige Frau liegen oben bewußtlos — aber — aber — der gnädige Herr —*
«Allmächtiger Gott, mein Vater! O, ich Miß aller — er ist am Hexensee verunglückt!"
Und er stürmte ins Schloß, halb besinnungslos vor Aufregung, riß die Thür zum Zimmer des kammerherrn auf — und blieb reglos vor der rillen Leiche stehen, an deren Kopfende der alte r kammerdiener Wache hielt.
Ja, er hatte es geahnt, von dem Moment an, ja er vorhin jene Blutfpuren am Hexenfee gesehen; ein Unglück kommt selten allein, und wie Keulenschläge traf da» unerbittliche Geschick fein Haupt.
leben hoch, nochmals hoch und zum drittcumale hoch!" Auf das Paradediener folgte eine Galavorstellung im Theater, wo der Kaiser bei seinem Erscheinen mit den anderen Fürstlichkeiten enthusiastisch begrüßt wurde. — Am Donnerstag reist der Kaiser nach Stuttgart, wo die Ankunft auf Nachmittags 5 Uhr festgesetzt ist. Die Kaiserin Augusta Viktoria trifft eine Viertelstunde später aus Cassel ein. Am Freitag nach der Kaiserparade findet Frühstückstafel in der Villa Berg, abends im Weißen Saale des RefidenzschlofseS die Paradetafel statt. Arn Sonnabend werden die Kaisermanöver abgehalteu, am Abend ist Familientafel im Schloß. Nach demselben erfolgt die Abreise des Kaisers und der Kaiserin. — Der deutsche Kronprinz, welcher bekanntlich vom König Albert von Sachsen ä la suite des 101. Grenadierreglments gestellt ist, wird sich in sächsischer Uniform am 24. Oktober dem König Albert vorstellen, an welchem Tage letzterer fein 50jähriges Militär-Dienstjubiläüm feiert. Wie das amtliche „Dresd. Journ." mitteilt erfolgte die Ernennung, weil vor 25 Jahren der König Johann dem damaligen König Wilhelm von Preußen das betr. Regiment verliehen hatte. — Die Angaben eines Berliner Blattes, daß die Absicht bestehe, den Schwerpunk der kaiserlichen Hofhaltung für die Zukunft von Berlin nach Pots- bam zu verlegen, wirb in bem angegebenen Umfange bestritten. Es seien, so heißt es, nur Maßnahmen getroffen, um bem Hof bei seinem Aufenthalt in Potsbam Bequemlichkeiten nnb Erleichterungen zu verschaffen, bie bi? dahin vielfach vermißt worden waren. Im Großen und Ganzen aber würde bezüglich der Zeitdauer, wie der sonstigen Einrichtungen des Hoflagers in Berlin und Potsdam eine Aenderung nicht eintreten. — Finanzminister vr. Miquel hat Sonntag der Stadt Osnabrück, deren Bürgermeister er in den siebziger Jahren war, einen Besuch abgestattet und eine längere Rede über die Ausgabe der Kommunalverwaltung unter der neuen Steuerreformgesetzgebung gehalten. Auf eine Anfrage wegen der geplanten Tabakfabrikatsteuer ging der Minister nicht ein. — Staatssekretär v. Bötticher ist am Montag Abend nach Ablauf seines Urlaubs wieder in Berlin angekommen. Mehrere andere Mitglieder des preußischen StaatsministerinmS treffen im Laufe dieses Monats wieder in Berlin ein. — Der deutsche Kolonialrat ist bekanntlich znm 19. d. MtS. zu- sarnmenberufen. Unter den Drucksachen, die demselben bereits zugegangen find, befindet fich n. a. wie verlautet, der Entwurf einer Verordnung betr. die Unterbringung befreiter Sklaven, sowie die Aufhebung der
Halb zerschmettert sank ber stattliche Mann neben dem stillen Lager zu Boden; ber eine heiße Wunsch an Stelle des Vaters hier liegen zu dürfen, erfüllte seine Seele; wie ein Sturm wirbelten die Ge- ranken durch sein Hirn ; es war beinahe zu viel des Schmerzes selbst für seinen ernsten Mannesmut.
.Wo ist meine Mutter?' fragte er endlich, als er sich wie gebrochen erhob; ber alte Äammerbiener lerichtete stockend unb von heftigem Schluchzen hier unb ba unterbrochen, was sich zugetragen, unb daß ne gnädige Frau noch bewußtlos drüben in ihrem Zimmer liege. Totenbleich, mit ber Wucht seines Schmerzes ringenb, eilte ber junge Freiherr zu ihr, )ie vor einigen Augenblicken erst zur klaren Be- rnnung zurückgekehrt war. Aber fie blieb ruhig, b ruhig unb reglos, baß die Jungfer etwas wie Entsetzen darüber empfand.
.Ist mein Sohn zurück?' fragte fie langsam, «ich will ihn sogleich sprechen, um ihn zu trösten über bas große Unglück.'
Unb Rubels kam, er sank ihr zu Füßen und drückte sprachlos ihre beiden Hände an seine Lippen, während die Thränen über fein gebräuntes Antlitz rannen.
«Meine arme, arme Mutter!'
Da richtete fie fich empor mit geisterhaft schimmerndem Blick, hob abMhrend die Hand und sagte eise: «Still, Rudolf, sprich nicht von mir. Be- xiure mich nicht, denn es ist ihre Rache; fie zog ich den Vater nach in die Tiefe des Hexensees — genau wie es einst bie Zigeunerin mir wahrsagte — unb ich muß still halten — bi» hier brin im Herzen — ber nagenbe Wurm stirbt Bis bahin — reibe ich meine Stirn — fort unb fort — um bas Kainszeichen zu verwischen — Huh — es flammt so grell I Siehst Du es — «nb verfluchst Du Deine Mutter?'
Havdelsgerechtsame in Kamern». — lieber die Antwortnote der russischen Regierung auf die handelspolitischen Vorschläge Oesterreich - Ungarns teilt die „N. Fr. Pr.' mit, die russische Regierung habe in der Angelegenheit des Handelsvertrags neue Forderungen gestellt, die die Fortsetzung der Verhandlungen als notweudig erscheinen ließe». Eine Zoll- und Handelskonferenz werde demnächst neue Anweisungen aus arbeiten. Rußland dürste auf der Forderung der ermäßigten Getreidezölle, wie fie Serbien eingeräumt wurden, schließlich nicht bestehen; für die Verhandlungen dürfte auch der Verlauf der Verhandlungen zwischen Deutschland und Rußland von Bedeutung fein. Andererseits wird indeß, wie der „Frkf. Ztg.' ans Wien mitgeteilt ist, dort behauptet, Rußland beharre ans der Zuwendung derselben Vorteile, wie sie Serbien im Grerzverkehr genießt. Die österreichische und nngastsche Regierung würden nun unter einander verhandeln und nötigenfalls eine Zoll- uv d Handelskonferenz einberufen.
— (Der Tod Emin Paschas.) Znrnenesten Meldung über den Tod Emin Paschas, der auf Ende Februar und an den Lualabafluß verlegt wird, mag nur an den Brief Raschids bin Mohamed erinnert werde», den er an seinen Oheim Tippn-Tip nach Sansibar schrieb. Der Brief war vom 2. Dezember datiert, an den Stauleyfälleu aufgegeben und gelangte über de» Kongo uud über Europa im April zu Sansibar in die Hände Tippu-Tips. Danach war Erni» Pascha mit Seid bin Abed el Khuduri, dem 24 bis 25 Jahre alten Sohne eines verstorbenen Oman-Arabers, der in den Gegenden zwischen den Jtnri und Manyema vorzugsweise Sklaveujagdeu abhalte, in Kampf geraten und nach einem zweitägige» unglücklichen Gefechte auf dem Rückzüge mit allen seinen Begleitern niedergemacht worden. Nur die im Lager zurückgebliebenen Leute Emins wären am Leben geblieben. Das Ereignis wäre in den Monat November zu verlege». Tippu Tip fügte damals mündlich hinzu: Der Ort, wo der Pascha seinen Tod gesunden, heiße Mlttnani, liege eine Tagereise von den Flüsse» 3turi und Nyoro, etwa 30 Tagereise» von den Sianleyfällen entfernt. Zuerst hatte die „Morning- Post' in London am 10. Dezember 1892 gemeldet, ei» gewisser Awad (Awed, Abed) habe gemeldet, Emin Pascha sei am 9. März 1892 am Jtmi von War yema ermordet worden, die ihn »ach dem Kongo hätten führen sollen. Nun wird feine Ermordung auf den 26. Februar verlegt und zwar südlich der Stanleyfälle: aber überall spielt der Name des Said ben Abed eine Rolle. Unterdessen ist
Der unglückliche Mann erbebte am ganzen Körper. Der Vater tot, die Geliebte falsch und die Mutter — wahnsinnig. War's nicht zu viel für eines einzigen Menschen schwache Kraft?
„Beruhige Dich, Mama, komm mit mir hinüber zu unserem lieben Toten. Er schlummert so sanft, unb wir wollen zu seinen Füßen mtt einanber beten.'
»Ja, Rubols,' nickte bie Freifrau, bereit Antlitz unter seinen bernhigeuben Worten förmlich versteinerte, «Du hast recht. Ich will bei ihm bleiben, bei meinem Manne, bis sie ihn hinabsenken zu seinen Ahnen.'
Kerzengerabe stanb fie vor ihm, noch in bem weichen lila Morgengewand, bas fie meist zu tragen pflegte; mit einem Male bemerkte sie basselbe unb hielt wieder inne.
.Nein, mein Sohn,' sie schüttelte bas ergraute Haupt, unb momentan irrte ein herzzerreißender Ausdruck von Weh um ihre Lippen, „so kann ich nicht zu Thielen gehen; fort mit dem bunten Ge- Ende, ich muß ein schwarzes anlegen unb einen Schleier, benn ich bin nun — Witwe geworden — Witwe unb —'
Sie brach ab, unb roieber preßten sich bie Lippen fest aufeinander; Rudolf ging hinaus, er war nicht im stunde länger zuzuhören, bas Herz brach ihm beinah vor übermäßigem Weh. —
Währenb all ber Zett bis jur Beisetzung wich sie greifrau nicht von ber Seite bes Gatten; mtt ihren eigenen Händen half sie ihn in ben Sarg betten, orbnete Blumen unb Kränze unb wehrte eisig jebes Trostwort ab: «Still, er schläft, stört ihn nicht '
Auch Rubols vermochte nicht, fie von ihrem Platze für kurze Zett zu entfernen. «Laß mich hier,