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Roman von Hella Limpurg
(Nachdruck verboten^
(Fortsetzung.)
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preußischen Rheinlandes die Truppen besichtigt, die, auf gefahrvollem Posten stehend, berufen sind, treue Wacht au der Mosel gegen den Franzmann zu halten. Mit dem Kaiser sind der König Albert von Sachsen, im letzte» Kriege Befehlshaber der Maas-Armee, der Kronprinz Victor Emanuel von Italien, der bayerische Thronfolger Prinz Ludwig und zahlreiche andere Fürsten und Prinzen gekommen; aber es ist nicht so schr diese glänzende Fürstenversammlung gewesen, welche die Augen der außerdeutschen Staaten von Europa nach Elsaß-Lothrtngen gewandt hat, als vielmehr das wütende Gebühren der Pariser Chauvinisten und Revauchemänner, welche im Besuche des italienischen Kronprinzen in Metz eine Beleidigung Frankreichs erblicken wollten, wie sie angeblich ärger uicht zu denken wären. In ihrem Gegeiser gegen Deutschland und das befreundete Italien vergaßen die Herren in Paris nur die Gesetze der Klugheit md Vorsicht, welche man niemals außer Acht lassen soll, und verstiegen sich zu dem Ausspruch, die „Elsaß- Lothringer würden mit ihren französischen Brüdern über die Frankreich angethane Schmach trauern." Sogar die russischen Zeitungen, die heute doch wahrlich etwas Besseres zu thun haben sollte», stimmten in ihrem fanatischen Deutschenhaß in diese Tonart mit rin und sagten gerade heraus, daß Deutschland durch die militärischen Festlichkeiten in Metz seinen westlichen Nachbarn eine schwere Kränkung zusüge. Was sollte man dazu sagen? Es war schwer, die richtige Antwort zu unterdrücken, aber es ist geschehen, und hiersür haben die Elsaß-Lothringer die einzig richtige und allein würdige Antwort gegeben. Ter deutsche Kaiser und seine Gäste haben am Rhein, wie an der Mosel einen so freiwillig herzlichen und begeisterten Empfang gefunden, wie er im deutschen Reichslande bisher noch nicht dagewesev, und die sranzösischen Hetzereien haben also nur bewirkt, daß der Jubel- sturm zur Begrüßung des Kaisers in ein viel helleres Licht getreten ist, eine viel größere Beachtung weit
woher, und sie haßt meine Ims, meinen süßen Sonnenstrahl! Gott behüte uns alle, daß es nicht zu einem furchtbaren Ende kommt."
In dem Moment trat der Kammerherr ein, Mm Fortfahren gerüstet, und blickte erstaunt und beunruhigt bald auf den verlaßenen Frühstückstisch, bald auf den Sohn, der mit untergeschlagenen Armen an der geöffneten Balkonthür stand und finster hinab in den Garten blickte.
„Sie ist wahnsinnig," murmelte er dumpf vor stch hin, „sie kennt mein Geheimnis, weiß der Himmel
Wochenschau.
Die Blicke von ganz Europa richten sich heute «ich der äußersten Westmark des Deutschen Reiches, wo Kaiser Wilhelm II. »ach kurzem Besuche des
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„Vater," antwortete Rudolf schwer betonend und wandte sein beschattetes Antlitz dem Frager voll zu, »das Unglück ist wiederum bei uns eingekehrt; Mama hatte soeben einen ganz entsetzlichen Anfall, tob der Arzt muß unverzüglich kommen, um sie zu behandeln."
„Allmächtiger Himmel," stöhnte der Freiherr, wie vom Blitz getroffen zurückfahrend, „so hat meine Ahnung mich doch nicht betrogen; ich wußte längst, baß es wieder im Anzug war. Was sollen wir lhun, Rudolf, muß sie in eine Anstalt?"
„Vielleicht wird alles noch bester, als wir fürchten, Papa. Cousine Annemarie hat sich zum Besuch togesagt, und Mutter liebt sie bekanntlich sehr; vielleicht daß deren Pflege und Gegenwart gut auf Ke einwirkt; es ist ja nur ein Versuch, gebe Gott, baß er zum Guten aurschlägt. Ich werde ihr so Keich schreiben."
„Unb ich muß unglücklicherweise zum Schwur-
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w „Was ist denn geschehen?" fragte er hastig, „wo 85» H die Mutter?"
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gl imb breit, nah und fern gefunden hat, als es sonst met $ der Fall gewesen wäre. Selbst die Pariser Journale ^51$ i gestehen, wenn auch unter sehr vielen bissigen Seiten-
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Ansprachen genommen, in welchen er beständig seine unbedingte Friedensliebe hervorgehoben hat. In Paris ist man gerade hierüber kurz genug sortge- gangen. Hingegen hat eine größere Rede, welche der Kaiser auf einem Gastmahl gehalten hat, das er den Zivilbehörden der Stadt Metz gab, doch in Paris eine» gewaltigen Nachhall gefunden. An der Hand der Thatsache, daß er in der Moselveste einen so außerordentlich begeisterten Empfang gefunden, wies er darauf hin, wie nun die Lothringer ihre Stellung im Deutschen Reiche erkannt und würdigen gelernt hätten Der Kaiser betonte auch mit allem Nachdruck, daß diese alten deutschen Lande deutsch sind und auch deutsch bleiben werden, „dazu verhelfe uns unser Gott und unser Schwert." In den folgenden Uebungen, die außerordentlich interessant verliefen, hat auch der Kaiser selbst das Kommando geführt, wie dies bei jedem Kaisermanöver seit seinem Regierungsantritt der Fall war. Am letzten Wochentage erfolgt bei Straßburg große Parade des elsässischen Armeekorps.
Die Kaiserworte, welche von Metz so machtvoll nach Paris Hinübeiklangen, find nicht ohne Absicht gesprochen, denn den Franzosen war ihre sprichwörtliche Eitelkeit schon wieder einmal in höchstem Maße zu Kopfe gestiegen. Mehr als zwei Jahre hatten sie vergeblich auf die Erwiderung ihres Flotten- besuches in Kronstadt gerechnet, auf Rußland gezetert und gezürnt; nun endlich, da der russische Finanzminister dringend eine neue große Anleihe gebraucht, die er nur jenseits der Vogesen auftreiben kann, jetzt läßt der Zar in Paris amtlich den Besuch eines Geschwaders in Toulon für Mitte Oktober ar kündigen. Sofort schlägt die Stimmung in Frankreich um, Jubellieder ertöne», und den Chauvisten erscheint der Revonchefieg als etwas ganz Selbstverständliches. Daß Frankreich in der entscheidenden Stunde auf Alexander III. rechnen kann, diese Melodie klingt aus allen Zeitungsspalten mit größtem Nachdruck heraus, und da war es wohl an der Zeit, daß von Metz aus eine Abkühlung erfolgte, zumal die Rusten nur immer mehr Oel ins französische Feuer gossen. Zu gleicher Zeit mit der offiziellen Ankündigung vom Russenbesuch ergab sich in Paris auch das Resultat der Stichwahlen zur Deputtertenkammer. Der Sieg der republikanischen Abgeordneten ist ein vollständiger, wenn auch die sozialistischen Abgeordneten bedeutend zugenommen haben. Einem der Letzteren, dem in Paris gewählten Chauvin, wird jetzt schon von den Blättern die Hölle heiß gemacht, weil er von den deutschen Sozialdemokraten eine Geldsumme zu Wahl
gericht," sagte der Freiherr verzweiflungsvoll, „wenn cs irgend geht, lasse ich mich auslosen und bringe den Sanitätsrat mit —"
„Gut," fiel Rudolf ein, „inzwischen werde ich nach dem Bade reiten und bringe den dortigen Arzt mit, damit er die ersten Mittel verschreibt. Helfe uns Gott, armer Papa!"
Mit ernstem Händedruck gingen Vater und Sohn auseinander. Ersterer versuchte seine Frau aufzu suchen, um ihr Lebewohl zu sagen, doch ste halte stch fest eingeschloffen und öffnete durchaus nicht trotz Bitten und Flehen, obschon man ste unruhig umhergehen hörte. Endlich stieg Herr von Thielen seufzend die Treppen hinunter; der Wagen wartete bereits auf ihn und fuhr gleich darauf rasselnd zum Hof hinaus. Rudolf war schon fortgcritten. Der alte Herr sah recht ernst aus, und kein Blick fiel auf die rings im schönsten Schmucke prangende Landschaft ; wie glücklich hätten sie alle drei doch in Neudorf leben können, wenn nicht jener gefürchtete Schatten drohend von neuem herausgestiegen wäre.. Die Aerzte hatten es ihm längst gesagt, daß seine Gattin bei jeder neuen Erregung oder Erschütterung einem Rückfall ihres Gemütsleidens ausgesetzt wäre, doch er konnte es nicht glauben, und erst die furchtbare, nun eingetretene Gewißheit warf ihn moralisch fast völlig nieder.
Wie eine Ewigkeit erschien ihm der Weg; das Auslosen währte viel länger als sonst, und als er nun wirklich frei kam, da fuhr er, so rasch die Pferde nur konnten, zum Sanitätsrat, um denselben mit nach Neudorf zu nehmen.
Doch der joviale Mann war schon über Land geholt worden, und so mußte der Freiherr allein wieder heimfahren.
„Die Pferde find recht unruhig, Herr Baron,"
zwecken annahm. Tie Sache soll sogar in der Kammer zur Sprache gebracht werden. Nicht wiedergewählt find die einflußreichsten Mitglieder des alten Parlaments, die Abgg. Clemenceau und Floquet. Beiden hat der Panamaskandal das Genick gebrochen, unb man kann nicht eben sagen, daß es um sie Schade ist. Präsident Carnot kränkelt, und einmal wurde er sogar tot gesagt. So bös hat es mit ihm nun.nicht auSgeseheu, immerhin ist sein Gesundheitszustand ein derartiger, daß er alle Ursache hat, auf sich zu achten.
Das politische Leben im deutschen Reiche beginnt langsam wieder anzuheben. Die Verhandlungen der Steuerkonferenz, welche die neuen Entwürfe, wie Weinsteuer, Tabakfabrikatstkucr u. s. w. aus arbeite» soll, habe» in Berlin begonnen; eS zeigt sich aber jetzt schon, daß die Schwierigkeiten, besonders bei der Tabaksstemr, ganz bedeutende find, und man wird darüber denn doch nicht so bald Hinwegkommen, wie wohl mehrfach erwartet worden ist. Tie Verhai d- Inn gen mit Rußland wegen des neuen Handelsvertrages, die nun mündlich in Berlin geführt »erden sollen, beginnen im Oktober; wie aber bei der gegen wärtig in Petersburg bestehenden fanatischen Deutschenhetze viel dabei herauslommeu soll, ist wirklich nicht zu erkennen. Was Hilst alles Entgegenkommen in Berlin, wenn die Panslawisten wieder Alles oder das Meiste ins Gegenteil zu verkehren wissen? Diese ganze Gesellschaft sollte Kaiser Aüxander nach Sibirien schicken, dann würde es um fein Land besser stehen. Mit dem Fürsten Bismarck, der noch in Bad Kisfinge» verweilt, soll es einige Tage recht bös gestanden haben, viel ärger, als der Fürst wohl selbst gewußt hat. Zu einem heftigen Anfall seines alte» Venenleidens kam ein hochgradiger Kräfterückgang, der auch heute noch nicht völlig überwunden ist. Die Altersschwäche macht sich eben auch unerbittlich bei dem eisernen Kanzler geltend. Emin Pascha ist wieder einmal tot gefaxt. Er soll nicht blos ermordet, sondern nebst allen Begleitern mit Haut und Haar verspeist sein. Beweis für seinen Tod ist dies Ge rücht bei Weitem »och nicht, aus Afrika sind schon ganz andere Dinge erzählt, die den Stempel diel größerer Glaubwürdigkeit trugen, und hinterher sich doch als arabische Flunkereien herauSstellte». Um die Cholera komme» wir erfreulicherweise in diesem Jahre ohne erhebliche Opfer herum. Selbst die vereinzelten Fälle, welche in Deutschland zu verzeichnen waren, lassen schon erkennen, daß der Charakter der Epidemie ein erheblich milderer, als 1892 ist; aber auch im Auslande, wo die Seuche einen Moment
bemerkte der Kutscher, als man die Stadt hinter sich hatte, „besonders das Sattelpferd scheut vor jedem raschelnden Blatt."
„Sie werden stallmutig sein," meinte Herr von Thielen zerstreut, „denn sie haben zwei Tage im Stall gestanden. Fahre übrigens den näheren Weg am Hexensee vorüber."
„Am Hcxensee?" fragte entsetzt der Mann, als habe er falsch gehört; „gnädiger Herr, der Weg ist schlecht und bei den umuhigen Tieren —"
„Ach was, Johann," rief der Freiherr ärgerlich, „Du wirst Dich doch nicht wie ein altes Weib vor dem See fürchten? Ich will bald zu Hause fein, also basta — fahre, wie ich Dir besohlen habe."
„Mir soll's recht sein," brummte der Kutscher sorgenvoll, „aber wenn sich ein Unglück zuträgt, bin ich unschuldig."
Und dahin flogen die jungen, feurigen Rosse, mutig ins Gebiß schäumend, bei jedem noch so leisen Geräusch unruhig die Ohren spitzend und nur mühsam von dem Kutscher im Zügel gehalten. Herr von Thielen war viel zu sehr von sich und seinen Sorgen in Anspruch genommen, um auf all die Einzelheiten zu achten; e# drängte ihn vorwärts nach Hause, er hätte auf Flügeln der Equipage vorauseilen mögen.
Ta plötzlich, Johann bog soeben nach dem dunklen Hcxensee zu, knallte ein Schuß, laut kreischend flatterte aus dichtem Gebüsch ein fiebriger Erpel hervor, und im selben Moment stiegen die wild erschrockenen Pferde kerzengerade in die Lust. Der Kutscher erschrak heftig, mit aller Kraft zog er die Zügel zu sich und schnalzte beruhigend mit der Zunge. Doch cs half nichts, kaum standen sie auf den Füßen, als ein zweiter Schuß laut wurde und die Pferde dahinsausten über Stock und Stein.
epidemieartig auftmrereu schien, nimmt fie jetzt ganz erheblich ab.
Große Manöver haben auch in Oesterreich ihren Anfang genommen; sie werden in Galizien trotz der dort herrschenden Cholera abgehalten und Kaiser Franz Joseph wohnt einem jeden Uebungstage bei. Der Gesundheitszustand der Truppen läßt nichts zu wünschen übrig. Der italienisch-französische Konflikt, der sich ans der brutalen Mißhandlung der italienische» Arbeiter in Frankreich herleitete, ist zwar offiziell in aller Form beigelegt, aber das parlamentarische Nachspiel in Italien selbst steht noch bevor. In der Deputtertenkammer in Rom sind etwa zwanzig Anträge eingebracht, welche stch alle mit diesem Gegenstand beschäftigen. Der Ministerpräfident Giolitti wird insofern keinen leichten Stand habe», als ihm vielfach vorgeworfen wird, er habe de» Franzose» gegenüber nicht hinreichend Energie gezeigt. Im Unterhaus des englischen Parlamentes ist die neue irische Homemlebill nun mit einigen dreizig Stimmen angenommen, nachdem daran fast hundert Sitzungen gftoenbtt unb über den Gegenstand gegen 1500 Reden gehalten worden sind. Für diesmal ist der Liebe Mühe freilich umsonst gewesen, denn das Oberhaus, dem die Vorlage jetzt zugegangen ist, wird dieselbe ganz sicher ablehnen und wenn der alte Gladstone sich nicht zur Parlamentsauflösung entschließt, kann die ganze Arbeit mit nächster Session von Neuem beginnen Ter große Streik der Bergarbeiter naht sich zweifellos seinem Ende, verursacht aber doch in seinen letzten Zuckungen noch große Schwierigkeiten. Die ihre Sache verloren stehenden Bergarbeiter haben sich große Ausschreitungen zu Schulden kommen lassen, in welchen auch recht viel Eigentum zerstört worden ist.
Empfindlicher Geldmangel tritt in Rußland ein, so daß der Zinsfuß gewaltig in die Höhe schnellt. Die russischen Landwirte, welche keinen Absatz für ihr Getreide haben, nehmen bei den Banken Vorschüsse auf dieses, aber die Geldnachfrage ist mit der Zeit eine so gewaltige geworden, daß man in bittere Verlegenheit kommt. Die spanische Regierung ist der bösen Schwierigkeiten, welche ihr die unruhige Bevölkerung der baskischen Provinzen bereitete, nun endlich Herr geworden. Mit dem ersten Oktober sind die neuen Reformen, welche von den Basken so heftig bekämpft wurden, nun endlich ins Leben ge» treten und man hofft, daß fie für das so tief herab- getommene Land eine bessere Zeit bringen werde». In Schloß Fredensborg bei Kopenhagen ist der Prinz Wilhelm von Augustenburg, jüngerer Bruder
Herr von Thielen, die Gefahr der Situation überblickend, öffnete den Schlag zum Hinabspringen, aber der günstige Moment war verpaßt, und gerade wie die Tiere anzogen, verlor er das Gleichgewicht. Ein Fall, ein erstickter Schrei — und weiter jagte das Gefährt in toller Raserei; der bleiche Kutscher auf dem Bock sah sich nach seinem Herrn um und sah das dunkle Gewässer des Hexensees hoch auf» spritze». Und bann, als der Lärm des dahin» sausenden Wagens verstummt war, lag wieder dieselbe Todesruhe über dem unheimlichen Ort; kein Zweig regte sich, kein Insekt schwirrte, und nur eine schillernde Eidechse schlüpfte hastig vorbei an der reglosen Menschengestalt, die halb im, halb außer dem Wasser lag, das Gesicht im Uferschilf verborgen. Nur leise, leise rieselte und sickerte es zwischen letzterem hervor — warmes, rotes Menschenblut — ein Opfer des Hcxensees 1
Bald darauf gelang es den Landleuten auf dem Felde den Thielen'schen Wagen anzuhalten; am ganzen Leibe bebend, schaumbedeckt standen die Pferde, und Johann suchte sie durch Streicheln und beruhigenden Zuspruch wieder still zu bekommen, doch er war fahl im Gesicht, und kaum vermochten die Umstehenden seine Stimme zu verstehen: „Der gnädige Herr ist aus dem Wagen gestürzt — er muß am Hcxensee liegen — Großer Gott im Himmel, wenn er nur am Leben geblieben ist!"
Unverzüglich eilten die Männer mit Stangen und Messern bewaffnet an die genannte Stelle, allen voran der alte Schäfer, der im Dorfe eine große Autorität war; sie sahen von weitem schon den Verunglückten liegen; Entsetzen in aller Mienen, traten fie näher, zogen die Mützen vom Haupte und murmelten ein leises Gebet.
(Fortsetzung folgt)