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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain.

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Die Frankfurter beim Fürsten Bismarck.

Hunderte von Kissingern erwarteten am Sonntag Vormittag die Ankunft des Extra-Zuges, der die BiLmarck-Verehrer aus Frankfurt und Umgegend bringen sollte. Der Zug ließ thatsächlich auf sich «arten, er kam mit fast eiustündiger Verspätung um 11 Uhr 15 Minuten hier an. Die reich dekorierte Maschine hatte 24 Wagen zu ziehen. Die Zahl der Ankommenden, Herren und Damen, betrug 927, in überwiegender Mehrzahl Frankfurter, dabei jedoch auch Passagiere aus Darmstadt, Hanau und Aschaffen­burg. Laute Hoch- und Hurrah-Rufe und ein Marsch der Sulzthaler Musik begrüßten die ankommenden Käste, die alle Festschleifen trugen. Die Gelnhauser führten einen reichbekränzten Schild mit der Inschrift: Gott erhalte und schütze unfern allverehrten Alt- nichLkanzler, den Einiger Deutschlands." Das Epheulaub, das diesen Schild schmückte, hatte .historische" Bedeutung, es war von der alten Pfalz Barbarossas bei Gelnhausen gencmmen, einer der Etädte also, wo der erste deutsche Kaiser residierte. Ebenso waren tat Zuge, in Kisten ve, packt, prächtige Llumenspenden für den Fürsten mitgekommen. AIS Kurgäste hier anwesende Frankfurter hatten ein Komitee gebildet, um die Ovation beim Fürsten, die Verpflegung ihrer Landsleute, einen abendlichen Sommers u. s. w. vorzubereiten. Dieses Komitee Halle sich am Bahnhofe eingefunden, um mit Mit­gliedern der freiwilligen Feuerwehr die Führung der Festgäste, die in langem Zuge unter Lorantritt von Musik sich zur Stadt bewegten, zu übernehmen. Ein heftiger Platzregen störte einigermaßen diesen Einzug, nach welchem die Frankfurter gruppenweise die Hotels und Restaurants aufsuchtcn, um nach dem Mittagsmahl sich um 1 Uhr wieder bei der katho- Uschen Kirche zu sammeln. Von hier aus ging es abermals unter Musik und Voranttitt von Feuerwehr zur oberen Saline. Das Wetter hatte sich inzwischen aufgeklärt, aus blauem Himmel zwischen Wolken kam hie und da ein freundlicher Sonnenstrahl. Gegen 2 Uhr langte der stattliche Zug im Hofraum der oberen Saline an. Als der Fürst am Fenster er­schien, erschallten brausende Hochrufe, die Anwesenden saugen unter MusikbegleitungDeutschland, Deutsch­land über Alles". Als unmittelbar darauf der Fürst im Hofe erschien, in welchem durch Seile abgefperrt, eine zu einer Ruhebank führende weite Gasse gebildet war, wollten die Hurrahrufe kein Ende nehmen.

Justtzrat Dr. Humser aus Frankfurt a. M. be-

Uflicht.

Roma» von T. Zoeller-Lionheart.

(Nachdruck verboten.!

(Fortsetzung.)

Morgen wird sie ruhiger darüber denken," tröstete sich Pruß, als sie, ohne ein Wort noch zu wechseln, durch den Park bis an die Grenzscheide ihres Gebietes schritten und er da in ehrfurchts vollster Körperverbeugung, den Hut in der Hand, so lange verharrte, bis sie die oberste Stufe erreicht Dann wandte sie ihm noch einmal das reizende, voll vom Kandelaber erhellte Gesichtchen zu Die äugen standen noch voller Thränen, um das Münd­chen zuckte es aber schon wieder in Lachlust, und mit den Fingerspitzen warf sie ihm Kußhände zu

Chamäleon, unberechenbare Queckfilbernatur ®ott sei Dank, daß sie ihre Unruhe nicht in Dein Beben trägt," murmelte Pruß erleichtert, zog noch einmal mit tiefer Verbeugung den Hut und schritt nachdenklich zurück.

Vor dem Gitterthor, wie von Schwäche über­wannt daran gelehnt, stand eine dunkle Frauengestalt.

Großer Gott, was war das? Sein Herz stand All vor Schreck.

Beide Hände streckte sie ihm flehentlich entgegen.

Pruß, Pruß!" vermochte sie nur noch heraur- vpreffen. Dann wankte sie, brach in die Knie. Die schnellen Nachtreisen, die Entkräftung durch wongelnde Ernährung während dieser hastigcn^Fahrt, «ie unbeschreibliche Aufregung der letzten Stunde waren selbst für diese starke Natur zu viel geworden.

Er half ihr sorgsam auf, führte sie mit schonen- Fürsorge bis an den Rundsitz hinter der Fon­due hin und nötigte sie mit sanftem Zwang, da "iederzusitzcn.

grüßte namens der Festgäste in wenigen kernigen Worte» den Fürsten. Nicht Neugierde habe die Anwesenden hterhergeführt, sondern das freudige Bedürfnis, den Mann zu sehen, derunser Vater­land in die Angeln gehoben". Einige Frankfutter Damen überreichten nun dem Fürsten, an dessen Seite Professor Schweninger sich befand, Bouquets aus den seltensten Blumen, mit mächtigen weißroten Schleifen.

Fürst Bismarck, auf seinen Stock gestützt, wendete sich nun zu den Anwesenden und erwiderte etwa folgendes:Ich danke Ihnen von Herzen, daß Sie gekommen sind, mich hier zu begrüßen, und bitte nur um Nachsicht, daß ich im Verkehr mit Ihnen etwas be­hindert bin. Ich erhielt nämlich diese Nacht den Besuch alter Gäste ischiatischer Schmerzen. Ich wünsche niemanden, daß er sie kennen lernt; ich kenne sie seit 34 Jahren und habe sie zum ersten Male in Petersburg infolge des Klimas und der dortigen Aerzte (Heiterkeit) bekommen. Ich habe in meinem Leben unter schwerer Arbeit harte Kämpfe damit gehabt und überstonden und hoffe auch mit diesem verspäteten Anfall fertig zu werden. Ich habe mich durch dieses Hindernis doch nicht abhalten lassen wollen, gerade den Besuch aus Frankfurt entgegenzunehmen. Frankfurt ist die Stadt, in der ich nächst Berlin am längsten und liebste» gewohnt habe, ich war von 5159 mit meiner Familie dort wohnhaft und hatte kaum geglaubt, daß ich «och wo anders wohnen würde. Ich hatte mir auf dem Friedhöfe schon die Stelle ausgesucht, wo ich einst liegen würde. Es kam aber anders, ich wurde nach dem Norden geschickt und habe dann Frankfurt nicht wieder politisch ins Auge zu fasfeu gehabt bis 1863, als der Fürsten- kongreß dort tagte. Es ist natürlich, daß die alte Krönungsstadt etwas Anziehendes für die politische Entwickelung, die im deutschen Reiche stattfaud und statifindet, hat. Ich glaube, es war von Nutzen für unsere weitere Eutwickelung, daß dieser damalige Versuch, den Bundestag in handlicherer und schn eidigerer Form zu erneuern, mißlang; denn ich glaube, daß meine früheren Kollegen die ihnen verliehene größere Beweglichkeit kaum im Sinne des deutschen Volkes benutzt hätten für die Thätigkeit des Bundestages. Ich bin dann mit Frankfurt wieder in Berührung gekommen 1866 und zwar zu meiner Betrübnis als Gegner durch die Verschiebung der Situation, die sich im Lande gebildet hatte. Ich kann nicht leugnen, daß ich im Kriege 66 nie frei geworden bin von der Versuchung, daß Frankfurt mit dem preußischen Staat in ein näheres Verhältnis trete» müsse; aber

Mit über der Brust gefalteten Armen blieb er vor ihr stehen, und sein Ton blieb förmlich und kühl, als er zu ihr sprach:

Das ist ja eine unerwartete Ueberraschung Ich hoffe, daß keine sür Dich unangenehmen Be­weggründe Dich zur Reise nötigten?"

Freiwillig wärest Du mir doch in Deinem Leben nicht nachgekommen lag zwischen den kalten Worten.

Seltsame Begrüßungsform zwischen zwei Gatten, die seit Monaten getrennt waren!

Viktoria kannte den Mann da vor sich jetzt aber bis in den Kern seines Wesens, und auch seine eisige Zurückhaltung schreckte sie nicht mehr zurück, ihre seelische Neugeburt ihm zu offenbaren.

Wie das würdelose Weib da vorhin sich vor dem geliebten Mann auf die Knie werfen und um seine Liebe betteln, das konnte Viktoria um den Preis ihres Lebens nicht. Aber wie sie nun lang­sam aufsteht, auf ihn zukommt und vor ihm vor­gebeugt verharrt liebevolle Unterordnung in der Haltung, demütige Abbitte in jedem Zug ihres Ge­sichts, da spricht dieses Herabfieigen von ihrer hoch-' mutigen Höhe tausendmal beredter als die Er­niedrigung der temperamentvollen Kubanerin, die eine Laune jäh zu Extravaganzen hinreißt.

Das ist keine Augenblicksstimmung, das ist die innere Wandlung eines ganzen Menschen, einer ganzen Zukunft. Pruß sieht es in freudigem Staunen, Pruß begreist's mit wild ausschlagendem Herzen, und seine Großmut macht ihr die Umkehr nicht schwer.

Brief Antwort ich. . " ringt sich noch unzusammenhängend von ihren Lippen, da lieg! sie schon in seinen Armen Wie ein Blinder tastet er an ihr herum, kann vor Thränen innerer Rüh-

ich hatte nicht den Gedanken, daß dies widerwillig geschehe» solle. Es hat mich damals in Brünn der Senator Fellner besucht und ich habe ihm aufgetragen, zu Hause zu bestellen, daß, wie auch der Krieg ver­laufen würde, Frankfurt unbedingt preußisch würde, daß uns aber viel mehr daran liege, daß dies auf freiwillige Anregung der Stadt selbst geschähe. Es giebt ja mediatisierte Fürste», warum sollte es nicht auch mediatisierte Städte geben, die, ohne ihre Selb­ständigkeit zu verlieren, dem Reiche gewisse Rechte übertragen? Senator Fellner hat aber den Auftrag nicht bestellt, er erschien dadurch als abgelehnt, und es machte im Hauptquartier den Eindruck, als ob Frankfurt auf eine andere Wendung des Krieges rechnete, als sie im Juli in Brünn vorlag. Das waren Mißverstäudniffe, die zwischen guten Freunden zu mancherlei Verdruß geführt haben. Ich bin dann wieder und zuletzt nach Frankfurt gekommen 1870/71, um do t den Frieden mit Frankreich abzuschließen, und da erlaubte ich mir, dem regierenden Bürger­meister zu sagen, ich wünsche nicht nur den Frieden in Frankfurt, sondern auch mit Frankfurt mit nach Hause zu bringen. Wenn wir 1866 nach dem Besitz von Frankfurt strebten, so war das nicht nur ein preußisches Eroberungsgelüste etwa wie Friedrich der Große Schlesien «ahm sondern Frankfurt war die Brücke über den Main, der Brückenkopf für die Einheit Deutschlands nicht in militärischer sondern in geistiger und handelspolitischer Beziehung. Es war eine Anwartschaft auf die Verbindung zwischen Nord- und Süddeutschland, auf die Verbindung von Main und Mittelrhein. Es hat sich dies ja auch bestätigt, und wenn Frankfurt nicht norddeutsch ge­worden wäre, weiß ich nicht, ob nicht die nächstum­liegenden Staaten nach Süden hi», ganz ebenso be­reit gewesen wären, dem Beispiel dieses großen Handels- emporiums zu folge». Das ist doch zu entschuldigen. Frankfurt war eine Anweisung auf die Herstellung der Verbindung zwischen Nord- und Süddeutschland. Als ich 71 nach Frankfurt kam, waren manche Wunde», die der Krieg geschlagen, noch unvernarbt; seitdem habe ich stets gehört ich habe ja lange nicht so viele Frankfurter auf einer Stelle versammelt gesehen und Ihr Besuch ist mir ein Zeugnis dafür, daß Sie mit den Dingen, wie sie geworden, zufrieden sind, und mir, der ich zur Herstellung und Herbeiführung derselben mitgewirkt, nicht böse sind. Ich bin sehr viel daran gewöhnt, schon als Minister, und heute noch mehr, daß meine Bestrebungen und Ueberzeugungen von jenem Teile der Presse, die bei der Herstellung des deutschen Reiches nicht mitgewirkt

rung nicht sehen, nicht sprechen. Der Umschlag kam zu plötzlich.

Ich kann nicht ohne Dich leben!" bringt es wie ein Hauch an sein Ohr, und seine Lippen be­decken ihren Mund. Wie ein Sieger führt er sein Weib, nachdem sie noch lange lange im heim- lichen Myrtenhain unter Rosen sich ausgeplaudert und ganz roiebergefunben, in den Kreis seiner er­staunten Gastgeber.

Es beginnt für sie ein neuer Tag, unb bas Zusammenleben wird fortan zur süßen Pflicht, das liest jeder aus ben freudeleuchtenden Augen, unb die frostige Zurückhaltung der Wirte macht freubiger Ueberraschung Platz.

XL

Ganz ohne Bedeutung für ihre Gesundheit war Margots trauriges Abenteuer doch nicht vorüber­gegangen. Es stellte sich jeden Abend leichtes Fieber ein, und das arme Kind blieb in einem Zustand hochgradiger Nervenerregung. Bei jedem unerwarteten Geräusch schreckte sie zusammen.

Auf Geheiß des Arztes, der ein Nervensieber fürchtete, schloß sich Ada ganz und gar für Tage mit ihrem Kinde von jedem Verkehr ab, und selbst Herbert war trotz all seiner Bitten der Eintritt in das Krankenzimmer versagt geblieben.

Flüchtig nur sahen sie sich jetzt bei Tisch in Gegenwart Lillys, die in aufregender Thätigkeit mit ihren Reisevorbereitungen beschäftigt war. Sie kutschierte den ganzen Tag in der Stadt umher, um in Norderney eine Toilette entfalten zu können, welche die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich ziehen mußte.

Herbert gab bedachtlos, wenn sie immer neue Summen zur Bestreitung ihres unglaublichen Luxusbedürfnisies forderte. Seine Gedanken waren ganz wo anders. Sie beschäftigten sich unaufhör-

hai, wenigstens nicht aktiv und wahrnehmbar, ange­griffen werde.

Ich sehe mich täglich in Blättern, die mir zuge­schickt werden, ohne daß ich sie bestellte als Parti- kularist verdächtigt; das ist für mich tat Rückblick auf meine Lebensthätigkeit eine ziemlich komische Anklage. Man beschuldigt mich, ich Hetze die Parti- kularisten gegen das Reich! Wer alles was ich gesagt, mit der Aufmerksamkeit prüft, auf die ich Anspruch habe, der wird wisse», daß ich umgekehrt die Elemente, die bisher in der Reichspolitik sich nicht bemerkbar machten, für diese zu interessieren suchte. Ich habe gelegentlich bei Anwesenheit der Thüringer gesagt, ich wünschte daß die Landtage sich mehr mit der Reichspolitik beschäftigten. Ich kann damit nicht gesagt habe», daß die Landtage der Reichsregierung vorgreifen, oder dem Bundesrat das Konzept korrigieren sollen, ich meinte damit nur, über den deutsch nationalen Interesse» durften die anderen nicht totgeschwiegen werden. Die Landtage sollten nur ihre Minister in Sache» der Reichspolitik fragen, wie habt ihr sie gemacht, unb warum habt ihr sie so gemacht, damit das Interesse an den Dingen lebhaft bleibe. Es ist zweifellos, daß für den An­gehörigen eines jeden Einzelstaates die Fragen die für ihn in der Reichsgesetzzebung entschieden werden, wichtiger find, als die im Landtage. Die Reichs­gesetzgebung greift so in unser Staatsleben überall ein, daß es von großer Wichtigkeit ist, wie sie be­trieben wird. Ich sehe in den Landtagen etwas Aehnliches wie es in Preußen die Oberrechnungs­kammer den Ministern gegenüber ist. Die Landtage sollten, wenn ihre Regierungen im Bundesrat eine nicht ganz durchsichtige Haltung zeigten, so viel für die deutsche Hälfte ihres Wohlergehens sich interessiere», daß sie fragen, was habt ihr euch deun eigentlich gedacht? Wir haben keine gesetzliche Handhabe den Ministern gegenüber; die einzige ist, daß von ihren Landsleuten auch gesagt werden kann, da hast du dich recht ungeschickt, um nicht zu sage», dumm be­nommen. (Bravo!) Wie weit unsere Minister im Bundesrat ihre Eigenschaften bethätigen, wer weiß das? Der Bundesrat berät ja hinter geschlossenen Thüren und der Einzige, der das Recht hat darnach zu fragen, ist der Landtag des betreffenden Ministers. Wenn man sagt, das sei Partikularismus, so verdreht man die Worte. Vor 20 Jahren waren die Landtage die ersten Instanzen, jetzt ist es der Bundesrat. Man geht jetzt auf eine Ressorteinteilung aus und die deutsche Sache ist doch berechnet auf ein Zusammenwirken aller Faktoren in nationale»

tich mit der blaffen, verschloffenen Frau, deren um­schattete Augen schlaflose Nächte verrieten, und deren Wange immer schmächtiger, deren Gestalt immer schlanker, beängstigend schlank unb zart ward, als nage geheimer Kummer unaufhörlich an ihr.

Wie wird die Entscheidung ausfallen, wenn wenn sie erst wieder an sich und ihn denken darf?

Unheilverkündend, als wühlten neue Kämpfe in ihrem Innern, scheint ihm ihr blasser, gepreßter Mund, und daß sie sich vor ihm gleichsam zu ver­kriechen sucht, indem sie selbst die Thür des Kranken­zimmers vor ihm verschlossen hält, der so gern ihre Liebesmüh' auch da geteilt hätte, und der sich in unermüdlich wacher Sorgfalt um das Kind auch wohl den Platz an dem Krankenbett verdient hätte.

Auch diese Zeit geht endlich vorüber. Margot ist wieder auf. Ihre Nerven überwinden allmäh­lich die gehabten Eindrücke, die ausgestandene Angst. Es will ihm nicht als eine Notwendigkeit erscheinen, daß Ada auf dem Altan eine undurchsichtige Trennungswand errichten ließ, um sich mit der klei­nen Genesenden jetzt immer noch zu isolieren. Eine Ausrede scheint es nur, da doch Archie wieder zu Margot gelassen wird.

Weicht sie ihm nicht geflissentlich aus. und liegt hinter der leichten Frage an Lilly:Wann reifen Sie?" nicht ein angstvoller Nebengedanke?

Ende des Monats, wenn mein Schneider alles fertig bekommt," ist die kühle Antwort.

Lilly hat gar keine Eile mehr, jetzt, wo sich die beiden Menschen so sichtbar entfremdet sind und selbst sich aus dem Wege gehen, und sie will wie ein Meteor sicher erst in der hohen Saison in die Badegesellschaft hineinfallen. Ihr neulicher Eitel­keitstriumph hat ihren Geschmack an einen neuen Eroberungszug erweckt. (Fortsetzung folgt.)