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einen wirklichen Krieg an uns erklären.
wi.tschaftlich...-^2st Gegenstand zu erneuten Streitereien geworden.
Vorläufig triumphiert man nun in Paris ob ter geleisteten Heldeuthaten, die gehörig zur Reklame für die Ende August stattfindenden allgemeinen Neuwahlen verarbeitet werden. In England ist ein ganz gewaltiger Bergarbeiterstreik ausgebrochen, der größte, welcher im Vereinigten Königreiche bisher stattgefun- den hat. Im Parlament hat es unter den ehrenwerten Herren, wie der offizielle Titel der britischen Abgeordneten lautet, tolle Szenen und sogar eine richtige Schlägerei gegeben. Man schämt sich in Loudon einigermaßen der vorgekommenen Skandalszenen, aber sie sind doch nun nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Italien hat mit seiner Geldnot viel Sorgen, und aus Spanien und Portugal werden verschiedene neue Vorkommnisse berichtet, aus welchen ersichtlich, daß die innere Zerrüttung in beiden Staaten immer weiter um sich greift. Auch in Serbien ist
die kurze Versöhnungspause, welche nach dem Staatsstreich des jungen Königs entstanden war, anscheinend unwiderruflich vorüber. Ter Strest um die Macht hat in Belgrad von neuem begonnen, und wenn die Dinge dauernd so weiter gehen, wie bisher sie angefangen haben, wird der junge König Alexander kaum sehr alt auf feinem Throne werden. Im übrigen ist aus den Oriertstaaten nichts von wesentlichem Belang zu verzeichnen. Die Unruhen in Süd- Amerika sind wirklich in Permanenz erklärt. I« Brasilien ist bei weitem die Ruhe noch nicht vollständig wiederhergestellt, und schon ist in Argentinien wieder eine revolutionäre Bewegung entstanden, die rasche Fortschritte zu machen scheint. In Nordamerika nimmt die dort infolge der Silbereutwertung ausgebrochene Geschästskrifis immer mehr zu. Zahlreiche Betriebselnstellungeu und Bankrotte werden aus den verschiedensten Landesteilen berichtet; im Laufe dieses Monats werden in Washington die beiden Häuser des Kongresses zusammentreten, um die Aufhebung der sogenannten Silberbill zu beschließen, auf welcher vornehmlich die Währung der Vereinigten Staaten von Nordamerika beruht, und von deren Beseitigung man sich Gutes verspricht.
Streitigkeiten dazu dienen werden, einen neuen Ver- folgungSseldzug gegen die Deutschen in Rußland zu veranstalten. Das ist bedauerlich, aber doch nicht von uns zu ändern.
In der inneren deutschen Politik ist es unverändert still. Unser Kaiser wird von seinem AuSfluge nach England, wo er den Regatten bei CoweS beigewohnt, zu Anfang nächster Woche heimkehren, Helgoland besuchen und den Uebuugen des Ostsee- geschwaderS beiwohnen. Daran schließen sich dann die Manöverrcisen. Tie Verhandlungen der bevorstehenden Konferenz der deutschen Finanzminister werden nunmehr endgiltig vom Reichsschatzsekretär von Maltzahn-Gültz präsidiert werden, dessen Amtsniederlegung vorläufig vertagt ist. An eine Anwesenheit des kommandierenden Generals Grafen Waldersee aus Altona in Berlin sind allerlei sensationelle Ge
rüchte geknüpft worden, indessen mit Unrecht. Es steht keine Persoralverävderung im Reiche, außer den schon bekannten, in Aussicht. Die Verteilung der durch die neue Militärvorlage bewilligten neuen Truppenteile wird jetzt vielbesprochen, da aus zahlreichen Städten Wünsche nach Militörgarnisonen laut werden. Im Ganzen werden aber doch wohl nur eine geringere Zahl von ganz neuen Garnisonen geschaffen werden. Fürst Bismarck ist von Friedrichsruhe in Bad Kissingen angekommen und ist dort, wie unterwegs, von seinen Verehrern mehrfach begeistert begrüßt worden.
Die Franzosen haben ihr siamesisches Heu im Trocknen. Dem von militärische» Hilfsmitteln so ziemlich ganz entblößten König von Siam ist unter dem Druck der französischen Forderungen und Drohungen nichts übrig geblieben, als sich zu fügen. DieS Ende des ganzen Streites ist von vornherein vorausgesagt worden und darum auch der Angelegenheit an den maßgebenden Stellen keinerlei besoudere Bedeutung beigemeffen worden. Die Siam-Affaire ist lediglich wertvoll als neuer Beitrag zu der Art und Weise, wie gegenwärtig von den europäischen Großstaaten zum Teil der Ländenaub betrieben wird. Die Eingeborenen in den Gebietsteilen Siams, welche künftig au Frankreich fallen, find übrigens keineswegs mit dem Herrenwechsel so ohne Weiteres einverstanden, und den Franzosen mögen daraus noch mancherlei Schwierigkeiten erwachsen. Die Grenzregulierung mit den Siam benachbarte« englischen Besitzungen soll im Wege der Verhandlungen erfolgen. Ob der Vertrag hier lange andauern wird, muß man abwarten, denn französisch - englische Nachbarschaft ist schon
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Beilegung des Konflikts nur vorteilhaft. Es ist vorauszusehen, daß in Petersburg recht bald andere Seiten aufgezogen werden, wenn man dort nur erst den schweren Schaden erkannt hat, welchen der Zollkrieg den ohnehin tief darniederliegenden russischen Finanzen und dem in den letzten Jahren arg herabgekommenen russischen Landbau bringt. Wie der am energischsten gefühlte militärische Krieg schließlich sich als der unblutigste beweist, so auch hier; und aus den russischen Zeitungen ist trotz aller heftiger Ausfälle gegen Deutschland schon zwischen den Zeilen herauszulesen, daß sie selbst nicht recht an einen Erfolg glauben. Deutschland hat nicht die Absicht, den östlichen Nachbar wirtschaftlich zu ruinieren; damit würden wir uns selbst nur eines Absatzgebietes berauben, das bei freundschaftlicher Verständigung doch ein ganz ergiebiges ist. Tas Deutsche Reich will nur dasselbe, was Rußland will, thuvlichst freies Feld für seinen Absatz. Zwischen Rußland und Oesterreich-Ungarn wird es allem Anschein nach nicht zum Zollkriege kommen; zwischen diesen beiden Staaten, bei welchen die Roggenzollfrage keine prinzipielle Rolle spielt, dauern die Handelsvertragsverhandlungen fort und werden in Ermangelung von tiefgehenden Differenzen auch wohl zu einer Einigung führen. Wenn von verschiedenen Seiten aus dieser Möglichkeit gefolgert wird, der deutsch-russische Zollkrieg könne politische Rückwirkungen haben, so ist diese Annahme kaum zutreffend. In Wahrhest liegen die Dinge, kurz behandelt, so: Rußland war seit Jahren nichts weniger, als unser Freund, aber um des Zollkrieges willen wftd es doch noch lange nicht
langen, genau so wie Rußland, und wenn es sich ilmrm handelte, die Dinge nicht zum Aeußersten zu treiben, sondern in den Verhandlungen fortzufahren, tonn brauchte ja Rußland nur Alles beim Alten zn lassen und seinen Moximaltarif nicht einzusühren. Ihn deutscher Seite wären ganz gewiß keine Re- pkssalien erhoben. Rußland hat den ersten Schlag jegen uns geführt, welcher durch den deutschen Zoll- pschlag pariert werden mußte, wenn er nicht treffen Wte. Soweit geht die Gutmütigkeit weder im pivaten, noch im staatlichen Leben, daß Jemand «eduldig auf sich losschlagen läßt. Das sofortige mb energische Vorgehen Deutschlands ist für die
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Deutsches Reich.
W. Berlin, 5. August. An der Wettfahrt um den von der Stadt Cowes gestifteten Preis nahmen am Donnerstag nur zwei Jachten Teil. Die Kaiser- Jacht „Meteor" begleitete die beiden Wettfahrer. Ten Sieg trug „Satanita" davon. Die Jacht „Nawahre" wäre infolge einer Boe beinahe umgeschlagen und mußte die Fahrt aufgeben. Die Jacht des Prinzen von Wales „Britannia" hatte bei ihrer siegreichen Fahrt um de» vom Kaiser gestifteten Ehrenschild den Mast gebrochen. Das Wetter ist rauh. Am Abend fand beim Kaiser an Bord der „Hohen- zollern" ein Galadiner zu Ehren des Prinzen und der Prinzessin von Wales statt, an welchem auch der Herzog und die Herzogin von Jork, die Prinzessinnen Viktoria und Maud von Wales, der Herzog und die Herzogin von Connanght, der Prinz und die Prinzessin von Battenberg, Marquis Lorne nebst Gemahlin, Prinzessin Viktoria von Schleswig- Holstein und mehrere Notabilitäten teilnahmen. — Die Abreise des Kaisers wird wahrscheinlich am Sonntag Abend oder Montag früh erfolgen. — Der Kaiser hat den Prinzen Rupprecht von Bayern eingeladen, den großen Flottenmanöver dieses Herbstes zwischen Helgoland und Cuxhaven
Wochenschau.
Der deutsch-russische Zollkrieg hat seinen Anfang genommen und wird von beiden Seiten mit gleicher ßntschiedenheit geführt. Die Erhöhung der deutschen Zollsätze für russische Produkte um 50 Prozent hat die Petersburger Regierung noch mit einem Zuschlag ga den schon außerordentlich hohen Sätzen ihres sogenannten Maximaltarifes beantwortet, und es tarn hiernach kaum noch einem Zweifel unterliegen, daß der Grenzverkehr zwischen beiden Staaten auf ganz geringfügige Umsätze beschränkt werden wird. K hätte hierzu auch des erneuten Zuschlages auf »isfischer Seite gar nicht mehr bedurft, die Zollsätze des Maximaltarifes find schon so hock, daß die Kutsche Industrie damit nicht viel mehr anfangen kwn. Auf russischer Seite ist man bemüht, Teutsch- lanb die Schuld an den nun eingetreteneu uvlicb- famen und unbequemen Zwistigkeiten in die Schuhe zu schieben, denn daß der Zollkrieg auch für be- fttamte deutsche Bezirke einen gewissen Schaden bringt, ist natürlich zweifellos. Die Behauptung, daß auf öftrer Seite die Schuld liegt, kann aber bei genauer Md gerechter Prüfung nur verneint weiden. Tie deutsche Reichsregierung hat, trotzdem ihr bekannt «ar, daß bei der gegenwärtigen Zusammensetzung des Reichstages nicht leicht auf eine Mehrheit für die »on Rußland geforderte Ermäßigung des Getreide- i»lleS z« rechnen war, dies Verlangen keineswegs do» vornherein abgewiesen, sondern nur Gegenbedingungen gestellt. Wenn nur Rußland wenigstens dn nennenswertes Gegenangebot gemacht hätte! Aber düs ist nicht geschehen; von Petersburg sind vielmehr nr solche Gegenleistungen zugestanden, die für ’X.J ihrer Winzigkeit wegen gar keinen praktischen Wert
sagte sie mit einem verunglückten Versuch, einen leichten Ton anzuschlagen. „Was, Sie stehen immer noch? Nehmen Sie mir nicht übel, wenn ich in der bequemen Lage verharre, mein steifer Nacken thut mir ein bißchen weh Bitte, rücken Sie Ihren Stuhl so, daß ich beim Sprechen Ihnen ins Gesicht sehen kann, ohne daß die Sonne mich blendet. — Danke."
Mechanisch hatte er gehorcht. Durch alle Nerven sog er den bestrickenden Zauber ihrer Umgebung, ihres ganzen Menschen ein.
In den Prunkgemächern war sie immer Frau Brünken, ihm entrückt, ja entfremdet. Hier war es die alte Ada, die er so unaussprechlich geliebt und betrauert hatte. Auch das einfache Hauskleid mit dem Mullfichu über dem Busen rief alte Zeiten wach. Es machte sie ihm vertrauter, als ihm die schöne, hoheitsvolle Hausfrau in dem modischen Kostüm von englischem Schnitt sonst erschien. Auch die Veranlassung, die ihn heute zu ihr tief, war die von früher. Heimliche Weihnachtsbesprechungen wie vor vielen, vielen Iahten, wo er sich durch die Hinterthür in den Gaitensaal schlich, um ihre Aufträge in Empfang zu nehmen.
„Wir haben nur noch ein paar Tage bis Weihnachten," sagte er und riß. sich so aus der wundersamen Traumsiimmung auf, die ihn in gefährlichem Schweigen mächtiger und mächtiger zu umspinnen drohte.
„Weihnachten!" sprach Ada träumerisch vor sich hin.
Dann richtete sie sich ein wenig empor und spähte durch die einbrechende Dunkelheit mit vorgebeugtem Oberkörper ihm ins Gesicht.
„Wissen Sie noch, Herbert, wie wir uns damals zur Hinterthür hinausschlichen und ich Taut-
chens Hut aufsetzte, um unerkannt zu bleiben und mir an Ihrem Arm das verbotene Paradies, den Weihnachtsmarkt, einmal zu besehen? Mein Gott — wie wir damals harmlos froh waren!" Und dann mit leiser Ungeduld in der Stimme, als er beharrlich schwieg: „Sie sind natürlich über all die Kindereien fort, so erhaben darüber, daß Sie nicht begreifen können, wie meine Gedanken oft noch sehnsuchtsvoll zu diesem ungetrübten Jugendglück zurückkehren."
„Im Gegenteil I" murmelte er. „Ich meine, liebe Ada," zwang er sich zum gemessenen Wesen, das er konsequent jetzt angenommen, „ich hätte sogar die wahnsinnigste Lust, mir die Weihnachtsfreuden der Heimat jetzt einmal mit meinen nüchternen alten Augen wieder anzuschauen. Aber ohne Gesellschaft hat das keinen Reiz. Schade, daß Sie sich heute nicht aufgelegt fühlen, ich hätte meine Einkäufe so gern von Ihrem weisen Rat dirigieren lassen. Vielleicht thut die Lust übrigens Ihrem schmerzenden Kopf gut?" fragte er etwas mutlos.
Mochte sie ihm diese erste Bitte nicht abschlagen? Stieg auch in ihr das unwiderstehliche Verlangen auf, einmal allein an seiner Seite das Fest der Erinnerung zu feiern ? War es ganz unbefangenes Nachgeben in seine Wünsche, oder mischte sich der glühende Durst nach persönlichem Glück ihr unbewußt in alles das ein?
Mit einem leisen Freudenruf sprang Ada auf und erklärte sich bereit, mit ihm zu gehen.
„Aber durch die Hinterthür," flüsterte sie mit einem verlegenen Lächeln.
„Natürlich durch die Hinterthür," bestätigte er schalkhaft und glücklich wie ein Knabe.
„Damit Margot nichts merkt und ganz über
rascht ist." entschuldigte sie sich nachträglich und ward rot dabei.
„Selbstredend."
Geräuschlos, wie zwei Diebe, Ada in ihren Abendmantel gehüllt und tief verschleiert, glitten sie über die Veranda in den Hof und durch den Seitenausgang auf die Straße.
Dichte weiße Flocken fielen lautlos vom Himmel und hüllten sie ein. Sie waren dadurch wie abge- trennt von der übrigen Welt. Der riefelnde Schnee bildete gewissermaßen eine durchsichtige Wand. Er reichte ihr wortlos den Arm, und stumm legte sie ihre Hand hinein, und fo schritten sie, Takt haltend, in die lichtfunkelnde Großstadt hinein. Keiner brach das Schweigen. Auf beiden lag es wie süße Beklommenheit. Keiner wagte mehr an der Vergangenheit zu rühren. Beide wußten jetzt, es war ein gefährliches Gebiet, das nicht ungestraft mehr betreten werden durfte.
O, der qualvollen Seligkeit, sie so an seinem Arm zu führen, die weiche Gestalt durch eine Unebenheit des Pflasters, ein schreckhaftes Auffahren bei einer zu nahe rollenden Droschke, während der Uebergänge sich an die Seite gedrängt zu fühlen, an ihrem vertrauensvoll zu ihm erhobenen Gesicht sich berauschen zu können!
Körperlich sich fo nah, und ach, wie himmelweit getrennt!
Mußte es fein? Mußte es fo bleiben?
„Wo wollen Sie hin? Sie biegen ja links dem Thore zu?" fragte Ada befremdet und durch- brach so den Zauber dieser schweigsamen Abendpromenade.
. Und wenn es mich einmal gelüstete, vom rechten Wege abzuschweifen?" scherzte er gezwungen. „So ließe ich Sie allein gehen," sagte Ada bestimmt.
Marburg,
Sonntag, 6. August 1893.
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Verein
-flicht.
Roman von & Zoeller-Lionheart.
(Nachdruck verboten.^
(Fortsetzung.)
Eine Sekunde lang stand er zaudernd auf der kchwelle.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - - 'ÄHt"*■ Jllnstrirtes Sonntagsblatt.
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«... hüte. Umsonst ist der Tod!, sagt der Volksmuvd,
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«nreigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Anuoncen-Bnreaur von Haasenstein n. Vogler in wtttti rv c
Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf AAV111. Jahlg
Rosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.
Daube n. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Grscheint täglich außer an «erktagen nach konn» xti Feiertagen.—Ouart,l.«b»unem-ntr-Breir bei der tzftpe.
183. HHm 8 Mk., bei allen PoSämtern 8 Mr. W- Bestrllzrld). Jnse-attonSgebLhr ffc die gespalvme Zeile »der deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 8b Pfg.
Sie hatte wohl vergeffen, wie mächtig sie die icifc ^gangenheit bei ihm wieder weckte. Die weiß- 'L Werten, geschweiften Möbel aus ihrem Elternhaus. Niqrt» nich heitere Erinnerungsbilder mußten sie wach- l Men! Dasselbe grüne Dämmern wie dort im (4457 fcrtenfalon, das hier wie dort durch die epheu- ier. ^sponnenen Verandafenster webte. Derselbe glut- Ae Sonnenball, der scheidend sein Purpurlicht über * Schneedecke des Gartens sandte, und in der i&n Beleuchtung dieselbe weibliche Gestalt, wie er ^tausendmal da fitzen gesehen auf der Tigerdecke Ruhebettes, die zarte Wange in die schmale vid gelehnt und den Kopf, aus dessen brauner vrpracht goldene Fäden sprühten, feitwärts gegen * Polster gedrückt.
Nur daß die stille, bleiche Frau mit dem schmalen *1 und den müden Augen nicht mehr das still- kitere, arglose Kind von achtzehn Jahren, er nicht Ar der Jüngling mit den kühnen Zukunfts- "iumen war.
.Hinter beiden lagen die Lebensträume zerronnen waren sie es noch nicht völlig?
Warum klopfte ihm sonst das Herz so mächtig Ü er auf einen leisen Wink dieser Hand tiefer ins ®nmer trat, wo ihn alles so bekannt grüßte? . . Mit ahnungslosester Unbefangenheit hieß sie ihn . ,unt h fitzen und reichte ihm die Hand, die er flüchtig ietfien. la^e und drückte in dem unbestimmten Gefühl, . 6 i hier doppelt aufmerksam bewachen zu müssen.
„Ich begrüße Sie in meinem eigensten Reich,"