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Berlin, 19. Juli. Die Hochstaplerin FarkaS, alias Fran v. Hagen, hat stch der Polizei selbst ge- stellt. Sie erschien auf einem hiestgen Polizeirevier und erklärte dem herbeigerufeaen Reviervorstande: -Ich bitte, mich zu verhaften; ich bi» die Katharina FarkaS, welche unter dem Namen Frau von Hagen die Fam'li: E. betrogen hat." Sie wurde daraufhin alsbald in Haft genommen. — Wie man noch erfährt, ist die Mutter der Hochstaplerin, Frau Katharina Farkas, geb. Gelenk, welche mit ihrer Tochter Alice nach Gotha gereist war, dort wegen Hehlerei ver­haftet worden und wird in das hiesige Untersuchungs­gefängnis gebracht werden. Gegen Alice Farkas, welch: Gothaische Hofopernsängeriu ist, liegt nichts vor.

Bremen, 19. Juli. Ein großer Briefmarken­schwindel fand hier vor der Strafkammer seinen Abschluß. Es handelt stch um äußerst stech und erfolgreich verübte Betrügereien dreier Handlungs- gehülfev, des 19jährigen Ernst Antholz, des 18jährigen Bruders Karl Ludwig Antholz und des 18jährigeu Andreas Schmitt. Sie ließen stch zunächst von be­deutenden ausländischen Firmen unter Vorspiegelung falscher Thaisachen kostbare Marken kommen, ohne je zu bezahlen. Andere Firmen gaben ihnen Vor- schüffe auf bestellte Marken, die aber nie an jene abgesandt wurden. Mittels uachgeahmter Stempel fälschten fie alte, ungestempelte Bremer, Hamburger, Lübecker und Elsaß Lothringer Marken, ferner die Hongkong-Jubiläumsmmke. Siedruckten gewöhnlichen, billigen Hongkongmarken einfach den 1891er gefälschten Jubiläumsstempel, bis es Käufern auffiel, daß zu viele Marken geliefert wurden. Wie geschickt die jugendlichen Taugenichtse zu Werke gingen, beweist der Umstand, daß Firmen, welche die Macken bezogen, solche von Sachverständigen eingehend prüfen ließen und letztere den Schwindel nicht merkten. Mancher glückliche Besitzer seltener Marken mag solche gefälschte Exemplare besitzen und sie teuer bezahlt haben. Nebenbei kam Ernst Antholz noch auf einen seltsamen Einfall, den in Wien zu Besuch weilenden Millionär Kornelius Vanderbilt um eine Unterstützung von hundert Dollars anzugehen, indem er stch brieflich als 66jährigen Vater von neunzehn Kindern ausgab. Vanderbilt war aber schon abgereist, der Brief kam als unbestellbar zurück und fiel der Polizei in die Hände. Ernst Antholz erhielt zehn Monate, Karl Antholz vier Monate und Schmitt ein Jahr Ge­fängnis.

Ortelsburg, 18. Juli. Auf dem Schieß­stande schoß gestern ein Oberjäger der 4. Kompagnie des hiesigen Jägerbataillons mit dem Gewehre eines Gesteiten und stellte es alsdann b.i Seite, ohne die Sicherheitsklappe vorzuschieben. Der Gefreite, nichts ahnend, nahm das Gewehr unter den Arm und muß hierbei, wie man der„Danz.Ztg." berichtet, an den Abzugsbügel gekommen sein, denn plötzlich knallte der Schuß und der entgegenkommende Jäger Ziems stürzte, in den Kopf getroffen, todt nieder. •

Bochum, 18. Juli. (Elektrische Bahn.) Die Firma Siemens und Halske, Berlin, welche die elektrische Straßenbahn von Bochum nach Herue baut, wird auch eine solche von Bochum nach Witten erbauen.

Essen, 18. Juli. (Verunglückt.) Inder Zeche Ewald bei Recklingshauseu wurde gestern der Schachtsteiger durch das Pumpengestänge infolge eines mißverstandenen Signals in die Tiefe gezogen, wobei sein Körper zerrissen wurde.

Neuwied, 18. Juli. (Kollision auf dem Rhein.) Der Salondampfer „Deutscher Kaiser", auf der Thalfahrt nach Köln begriffen, kollidierte hier mit einem Segelboot. Die Jnsaffen desselben fielen ins Waffer und einer von ihnen ertrank.

Aus Thüringen,18. Juli. Die Notwendig­keit der Veröffentlichung der Standesamtsnachrichten macht der folgende Fall anschaulich. Der Färberei­arbeiter Karl Hochheim, Mühlhausen, las in der Zeitung die Standesamtsuachrichten und fand darin zu seinem Erstaunen unten den Geburten verzeichnet: „20. Mai, dem Färbereiarbeiter Karl Hochheim, Ziegelstraße 12, 1 Sohn." Da weder ihm noch seiner Frau von diesem Familienzuwachs etwas be­kannt war, so begab Hochheim sich zum Standesam und erfuhr hier, daß die Anmeldung und Eintragung regelrecht erfolgt war. Die angestellten Ermittelungen ergaben, daß Hochheims Schwager, der Färberei­arbeiter Mock, auf dm iugenieusen Einfall gekommm war, eine Finanzoperation in der Weise voMnehmm, daß er die Geburt anmeldete, um ans den Geburts­schein hin von der Krankeukaffe 6 Mk. zu erhebm. Er wird diese Fälschung schwer ,u büßen habe».

Leipzig, 18. Juli. Für dm vom 11. bis 15. August er. in Leipzig abzuhalteuden X. Bundes­tag des Deutschm Radfahrer - Bundes, für deffm HauptauSschuß der Gauvorfitzmde Herr G. Adolf Simon (Leipzig, Reichsstraße 6) dm Vorsitz wieder übernommen hat, find nun die Vorbereitungen sowett gediehm, daß die Koupoubücher (nebst Führer durch und Plan von der Feststadt) in allernächster Zest, zum Preise von Mk. 6.—, mit Festesten Mk. 8.—, reich illustrierter Führer ohne Koupous 50 Pfg. zur Versendung kommm können, und werdm unsere SportS- genostm, die sich damst — was sehr wünschmSwert l — vorher versorgm wollm, ersucht, sich zu diesem Zwecke au dm Vorfitzeudm deS FinanzauSschusteS, Herrn Fritz Bärwolf, Leipzig, Salzgäßchm 11, zu wenden. DaS spezielle Programm zum BundeSfeste wird im Laufe der allemächstm Zett bekannt gegeben werden, übrigens von dem vorläufig veröffentlichten nicht wesentlich abweichm, außer daß da» im „Schützeu- hofe' geplante Abend - Volksfest tat Etablissement „Drachenfels" abgeh alten werdm soll.

— Aus Alt-Heidelberg kommt seltsame Kunde: Unter Geschäfts-Nummer 51016 hat das Bezirksamt verkündet, daß alle nächtlichen Ruhestörer, die Skandalszenen und dergleichen vollführen, von etzt an mit Geldbuße nicht unter zehn Mark, bezw. mit sofortiger Hast bestraft werden sollen. Dies bezieht sich auch auf Ruhestörungen, die innerhalb der Wirtschaften nach elf Uhr Abends durch Singen, Musizieren u. s. w. bei offenen Fenstern verübt werden. Auch soll die gebräuchliche Verlängerung der Polizeistunde aufgehoben werden. — „O alte Burschenherrlichkeit.....!"

Wien, 18. Juli. (Tod infolge eines Bravour- tückchenS.) Ein etwa 35 jähriger Mann wollte gestern Nachmittag ein „Kunststück" ausführen und quer über dm Donaukanal hin- und zurückschwimmen. Beim Otte'schen Zimmerplatze beim Gaswerke au )er Erdbergerlände entledigte er sich der Oberkleider und Stiefel, sprang taS Master und schwamm that- achlich ans andere User. Als er dieselbe Tour nach dem Landstraßer Ufer wieder zurücklegen wollte und ungefähr in der Mitte des Flustes angelangt war, versank er, wahrscheinlich infolge von Ermattung und kam nicht wieder zum Vorscheine. Passanten, die Zeugen der Scene warm, haben die Leiche so­fort gesucht, ohne sie jedoch finden zu können.

Aus Venedig, 18. Juli, wird uns folgender Zwischenfall beim Examen berichtet: In der hiesigen Handelsschule griff geftem ein Student, der die Prüfung in der deutschen Sprache nicht bestanden hatte, mit einem Messer den Prof. Müller an und brachte ihm schwere Verletzungen bei; der Attentäter warf dann noch ein Buch, das er in der Hand hatte, dem Vorsitzenden der Prüfungskommission ins Gesicht und ergriff die Flucht.

Zakopane (Galizien), 16. Juli. Ein Aus­stand der Kurgäste' droht in unserem sehr besuchten Kurorte. Wegen verschiedener durch die Kurkom- misfion begangener Unregelmäßigkeiten ist zwischen den Kurgästen und der Kommission ein Konflikt aus- gebrochen. Die Kurmufik, die Lesehalle und der Kur­park wurden geschlossen und die Gäste drohen, den Kurort zu verlassen. Sie entsandten eine Petition an den Statthalter Grafen Badeni um Abhilfe und es wird auch eine Petition an den Kaiser geplant. Man erwartet die Auflösung der Kurkommission.

— (Schwindel!) Der Ortsgesundheitsrat in Karlsruhe warnt vor dem Ankauf einer sogenannten Heilkette, welche unter der Bezeichnung „Der Talisman" von einer Londoner „Talisman Elektr'chygiean Chain Company —London W. C." in dm Handel gebracht wird. Die Kette soll gegen alles Mögliche, vor­züglich ober gegen Gicht gut fein, ist aber in Wahr­heit keinen Pfifferling nutz und wer daher 8 Mk. für dieselbe zahlt, hat dieses Geld einfach znm Fenster hinausgeworfen.

Menge und Beschaffenheit.

Trotz der eingehenden militärischen Erörterungen herrscht noch immer manche schiefe Ansicht über das Verhältnis und die Bedeutung der Zahl und der Tüchtigkeit des Heeres im Kriege. Der Abg. Lieber tröstete sich damit, daß der Deutsche um so mutiger sei, wenn er es mit einem der Zahl nach überlegenen Feinde zu thun habe. Umgekehrt sagen die Sozialdemokraten, auf die tüchtige Ausbildung des Soldaten komme nicht so viel au, ein recht zahlreiches Milizheer könne Wunder thun. Eines ist so verkehrt als das Andere. Man darf die Frage nicht znspitzm: Quantität oder Qualität, Menge oder Tüchtigkeit. Es muß immer darauf ankommen, daß ein Krieg möglichst kurz fei und möglichst wenig Opfer koste. Mit einer geringwertigen Truppe läßt sich ein kurzer Krieg nicht sührm, mit einer an Zahl zu schwachen Truppe ebenfalls nicht. Ja einem wie in dem anderen Falle müssen die Opfer an Gut und Blut außerordentlich groß sein.

Eta gutes Beispiel dafür, daß Kriege mtt Milizheeren sehr blutig und kostspielig sind, liefert der amerikanische Bürge.krieg. Ein anderes Beispiel, das zeigt, daß die beste Truppe den Krieg nicht zu entscheiden vermag, wen» fie an Zahl zu schwach ist, führte der Reichskanzler gegen den Zmtcumsabgeordneten Gröber an.

Dieser hatte gemeint, in einem Kriege mit Frankreich könnten wir eine Schlacht schlagen, die ftauzösischm Grmzprovinzen besetzen und danndns Weitere abwartm, eine sehr billige Meinung, bei der übersehen ist, daß daS Stehenbleiben unseres Heeres doch wohl von den Franzose» abhängen würde. Und wie lauge sollte ein Krieg bauern, wenn der Sieger stehm bliebe und wartete bis der Gegner von Nmem vorgingeZum Beweise dafür, daß die beste Truppe bei ungenügender Zahl keinen ganzen Erfolg zu erringen vermag, erinnerte Graf Caprivi an die Schlacht von Viouville: „Daß wir damals eine Truppe hatten, so gut, wie die Wett keine hatte, wttd Niemand bestreiten wollen; i» der Bewaffnung warm verschiedene Nüancm vorhanden. Wtt find ta die Schlacht von Vionville gegangen und eS haben von deutscher Sette Tett genommen 63 000 Mann gegen 113 000 Franzosen. Anhänger der Qualttät und Gegner der Quantität sagen: Seht Ihr, mit 63 000 Mann besiegtet Ihr 113 000 Mann; wtt warm 50 000 Mann schwächer. Richtig! Wie stand es aber am Abend von Viouville? War da die dmtsche Armee im Stande, die Franzosen zu »erfolgen und dm Sieg auSzunntzm ? Wie dokurnmtierte sich der Sieg? Nicht etwa dadurch, daß wir die Franzosen von ihrem Bodm hernnterverfm, fonbern baburch, baß die es für geraten fanden, zurückzugehm. ES »erging der 17., und wir warm nicht tat Stande,

am 17. die Franzosen anzugreifen, fonbern mußten warten bis zum 18. Warum hatten wir am 18. Erfolg? Weil stch inzwischen bnrch bas Hinzukomrneu deutscher Tmppen bas Zahlenverhältnis verschoben ijatte, sodaß wir nun mit 187 000 Deutschen gegen 112000 Franzosen standen. Wir würden also niemals einen vollen Erfolg durch Vionville trotz >c8 Sieges gehabt haben; wtt hätten de» Sieg nie­mals verwetten können, wenn wtt nicht ta der Lage gewesen wären, nach zwei Tagen unsere Truppen o zu verstärken, daß wir nun ein Plus von 74000 Mann auf unserer Seite hatten. DaS beweist also, daß auch die beste Truppe, wenn ste dem Fttnd nicht überlegen ist an Zahl, Schwierigkeiten in der Aus­nutzung ihres Erfolges haben kann. Wir würden niemals ein Gcavelotte geschlagen haben, wenn wir nur die Stärke gehabt hätten, wie bei Vionville und niemals ein Sedan, wenn wtt nicht so zahlreich gewesen wären, daß wir die französischen Truppen, die uns zuletzt noch entgegentraten, umzingeln und zur Kapitulation zwingen konnten."

Also nicht gute Tmppen allein, sondern gute Truppen in genügender Zahl verbürgen den Erfolg und die auch genügender Zahl soll uns durch die Wehc- vorlage verschafft werden.__

Futtergewinnung durch Stoppel­kultur.

Wenn ta nächster Zeit mehr Regm fällt, gelingt es noch, zumal daS Getreide früh reift, viel Futter durch Stoppelkultur zu gewinnen. Wir halten es deshalb für angezeigt, ans einem größeren Aufsatz von Dr. Brümmer einige Mitteilungen im Auszug wiederzugeben.

1. Man breche das Stoppelfeld möglichst gleich nach der Ernte um: „Morgens gemäht, Mittags ge­pflügt und stickstoffbereichirnde Pflanzen gesäet". 2. Man dünge vor dem Umbrechen mit einem leicht­löslichen Düngemittel, wenn nicht „alte Kraft" ge­nügend vorhanden ist. Der Dünger befördert ein schnellks Wachsen uib der Kostenaufwand wird auch durch die bessere Qualität der Stoppelst licht reichlich gedeckt. Säet man sog. Stickstoffsammler (Legu­minosen), so ist eine besondere Stickstoffdüngung in den meisten Fällen überflüssig. 3. Tüchtiges An­drücken des Sarnms mit der Ringelwalze befördert und sichert die Keimung. 4. Man spare nicht an Saatgut; Futterpflanzen sollen einen dichten Stand haben. Je dichter derselbe, je schneller auch das Längenwachstum. 5. Man wähle womöglich solche Felder, welche im Herbst nicht mehr mit Winterge­treide bestellt werden sollen, weil a) es zur Kultur von Wintersaaten nach Abemtnng der Stoppelftucht oftmals zu spät wird; — b) der Boden durch die Stoppelftucht zu viel Feuchtigkeit verliert, zumal, wenn er sowieso leicht an Trockenheit leidet, wodurch das Auflaufen und Gedeihen der Wintersaat gefährdet werden könnte; — c) man öfter solche Futterpflanzen wählt, die überwintern und im nächsten Frühjahr (Mitte bis Ende Mai) noch einen zweiten, sehr wert­vollen zeitigen Schnitt liefern. Für diesenFall wählt man ein solches Feld, das „gebracht" oder mit Pflanzrüben, Buchweizen, Mais u. bergl. erst etwa Mitte Juni des nächsten Jahres bebaut werden soll. 6. Fällt die Bestellung schon in die 3. und 4. Juliwoche, so lohnt das Verpflanzen fiugerstarker Runkel- und besonders Steckrübenpflanzen noch. Mit Stoppel- rüden kommt man längst nicht so weit; dieselben werden auch ost von Erdflöhen vernichtet. Anfangs bis Mitte August wählt man Inkarnatklee, weißen Senf, Qelrettig, Raps, Rübsen, Sandwicken, Wick- gemenge (Wicken, Erbsen, Pferdebohnen, Roggen und Buchweizen.) Auf leichtem Boden säet man besonders Seradella. Sollen die Pflanzen Über­wintern, bann Inkarnatklee, wo derselbe gut durch­wintert, mit italienischem Raygras und Stauden- roggen mit Sandwicken; letztere Mischung auch für sandige Aeckec. Rübsen und Raps verdienen auch Beachtung; man baut diese Kreuzblüter allein oder im Gemenge mit obigen Pflanzen. — Will man Ende August ober Anfang September noch eine Pflanze aussäeu, von ber man im Herbst noch Futter ober Dünger zu erhalteu hofft, so muß man bie Auswahl auf ben weißen Senf beschränken, während es zur Kultur behufs Gewiunuug von Futter Grün­dünger im Frühjahr noch nicht zu spät ist. Inkarnat­klee und italienisches Raygras müffeu freilich möglichst bis Mitte September gesäet werden; Roggen mit Sandwickm durchwintem noch gut bei einer Bestellung anfangs Oktober. — In diesem Jahre, wo wegen Trockenheit die Stoppelkultnr unsicher und die Leguminosen sehr teuer, wttd man die billigen Samen, wie Smf, Rübsm n. s. w. vorziehen.

G. Jaeger.

'Aeichsgerichts-Kntscheidnngen.

— Bei einem Z vangSveraleich hastet, nach einem Urteil des Reichsgerichts, III. Zivilsenats, vom 14. «pttl d. I., regelmäßig der VergleichSbärge in Höh- der Slccordrate nur für denjenigen GesamtforderungSbetrag, welcher bis zum Zwangsvergleich int Konkursverfahren angemeldet worden ist. Dagegen kann ein Gläubiger, desien Forderung im Konkursverfahren nicht angemeldet worden ist, zwar vom Gemeinschuldner, nicht aber vom DergleichSbürgen die auf fthic Forderung fallende Slccordrate verlangen.

- Die Bestimmung des 8 S deS Preußische« Ent- eiguungSgesetzeS vom 11. Juni 1874, wonach der Eigen­tümer, wenn nur ein Dell von einem Grundstück in An­spruch genommen wird, verlangen tarnt, daß der Unter­nehmer daS Ganze gegen Etttschadignua übernimmt, wenn da» Grundstück durch die Abtretung so zerstückelt werden würde, daß da» Restgrundstück nach seiner bisherige« Be- itimmnng nicht mehr zweckmäßig benutzt werden tarnt, findet, nach einem Urteil de» ReichSg-richt», V. Zivilsenat», vom

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klassisch zu nennen. Es über- ascht unS der äußerst mamch-i. . £ faltige Inhalt, dann aber auch die Vorttesflichkttt dcsielbe» * *3

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„Juli" von S. v. Adelung vetsetzt un» in die Alp.« in* a_ erzählt von der edlen, tapferen, rettenden That eines gs

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15; April 1893, auch auf die teilweise Entziehung des der Festsetzung neuer Fluchtlinien bettoffenen Grundes tnmS Anwendung. Ja diesen Fällen der teilweisen , etgnung aber hat da» Baufluchtgesetz vom 2; Juli iz?- auße.dem dem Eigentümer durch § 13 Abs. 3 auch dann daS Recht eingeräumt, die Uebernahme des ga«-» Grundstück» verlangen zu können, wenn dasselbe durch Fluchtlinie entweder ganz oder soweit iu Anspruch genomU» wird, daß daS Rrstgrundstück nach den baupolizeilich» Vorschriften deS Orte» nicht mehr zur Bebauung geetp» : ist, obgleich es bis zu der Festst.llung der neuen Fluch-nfl liniert überhaupt nicht bebaubar gewesen war. Er

mütvollen Knaben. Eine Peile scheint un» aber „Fu? tapsen" von H. Rodatz zu fein. Die kleine Ei Zahlung gmß ja bis in daS Innerste der Seele hinein, erweckt die edelsten Regungen, ist vortrefflich in allen Einzelheiten; Wir glaube» daß die Lektüre, tote sie neuerdings die Jugend Garten-

— ParisindenfchönenTagendeSFrüh«^ lingS und Sommers zu schildern fft eine Aufgabe, der sich die Künstler stets mit Vergnügen unterziehen werde» Denn stärker noch, als in anderen Großstädten ist in Pani das Zusammenstt ömen aller eleganten Elemente, farbenreich» pittoresker das Bild, daS die Promenaden, die Boulevard» und Parks gewähren. Die neuesten Moden erscheinen » Frühling auf dem grünen Rasen der Rennplätze und» dem duftigen Gewoge der Blumenschlachten, die Pariser» selbst zeigt eine Verjüngung, die mit der der Natur gleicha Schritt hält; So ist da» Paris der Mai- und Juni-MonÄ mit einer glänzenden Reunion zu vergleichen, die Am umfaßt, was Kunst und Natur an Wunderwerken heE bringt. Ein reizvolles Bild des heutigen Pariser Lebe» bringt die neueste Nummer der Modernen Kuss (Berlin W. 57, Verlag von Rich. Bong), au» ber Fe» F. Hermann's, wohl des ältesten und erfahrensten Mitglied« der Zunft ber brutschen Parisschilderer.___

bnrch sämtliche Buchhandlungen.

— Jugend-Gartenlaube (Verlag der Kinde- Gartenlaube in Nürnberg. Vierteljährlich 1 Mark) - Band IV Hefti (1893). Das vorliegende Heft ist gerade

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Nehmen wir die Gedichte, so zieht uns „DaS Vog lach' an. Von den Erzählungen ist eine jede vorzüglich. „Zn*r köpfchenS Großihaten" von C.Zast oto ist lebhaft, bewegt! es schildert die Erlebnisse eines Knaben im Kriege 1870/71

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Zur Bequemlichkeit des reisenden PrE likums sowohl, als derjenigen Zeitungslesetz die in Kurorten und Sommerfrischen kürzer» oder längeren Aufenthalt nehmen, haben

Reise-Abonnements eingerichtet. Die Kosten betragen für Abo» nement und Frankatur innerhalb Deutle lands und Oesterreichs 50 Pfg; für Schweiz, Italien sowie das übrige Auslaß 60 Pfg. pro Woche. Das Abonnent kann jedm Tag beginnen. -

Bestellungen bitten wir direkt an Expedition richten zu wollen.

— (FrankfnrterStadttheater.) U;bet dz künstlerische T ättgk-it in ben buben städtischen Theater.) , <

währenb ber abgelaufenen Saison (Opernhaus vom 17.

1892 bis incL 2. Juli 1893 unb Schauspielhaus biwI^ILI 31. Juli 1892 bi« ircL 2. Juli 1893) bürste nachfolgend,^ Aufstellung von Jntereffe fein. In ber Oper wurden iz s verschiedene Weik: neu in das Rep-rtoir aufgenommen mg , zwar tarnen zum 1. Male zur Aufführung: „@rtngotie* ■. .Bastle« und Bastienne", „Der Bajazzo", „Diamant ixjtz Geisteikönigs" (Märchen), „Die Rantzau", „A santa Lucia«,E „Galeano" (Operette), „Das Sonntagskind" und das Ballet- § „Eine Emfüh ung aus dem Ballsaal". Neu einsludteit-f „Czaar und Zimmermann", „Liebestrank", .Sneewittchen- (Märchen), „Das Pensionat"; Im Schauspiel wurden 4j . verschiedene Wette neu dem Reprto'.r eingefügt, wovon ü 1 zum ersten Male dargestellt wurden unb zwar: .Jos phin, yet 1 Bonaparte", „Rosa Dom'no", „Eine Ltttion", 1

Jubiläum", .Man soll nichts verschwören", „Nach Madrid',i „Die Schwestern", „In Zivil", „Einsam", „Das Wunder- kind", „Cäsar Borgia's Ende", „Orient-eise", Der Comödtant", „Weh bem der lügt", „Zwei glückliche Tage", „Heimath«, „Nathalie", „Hertha", „A santa Lucia“, „Talismann', .Kriemhilde", „Coll ge Crampton", „Wahlverwandt', „Vasantasena“ „Fron - F.ou", „»■'*

Diese Ansicht hat aber nur bei einseitigen Zeitschriften Be­rechtigung. Tas beliebte Universalblatt „Mode und Haus", bas seinen Inhalt genau ben Zeitverbältmffi anpaßt, bringt neben Unterhaltendem so viel Nützlicher, schafft Bequemlichkeit für unb während der Reise und bietet tn flirren durch die beigegebenen Schnittmusterbcgen srlbifldei 1 K anzufertigenden praktischen Modeabbildungen rc. die Hand- r habe zn wesentlichen Ersparnissen. Handarbeiten sind gerade » . .< im F eien bei zwangloser Plauderei eine angenehme Be- schäfligung. Und in diesem Fach excelliert „Mode und Haus". Man abonniert auf „Mode unb Haus" zu IM vierteljährlich (zu 1* < Mk. mit Colorits) bei allen Buch­handlungen unb Postanstalten. Unentgeltliche Proberuin mm »bet 1 si

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__________ ,,Nach dem Ball", .6» 1 gu Mustergatte". Außerdem wurden neu ei studiert gegeben; e,r 1 $Ri „Manfred", „Hermanne schlacht", „Dierelegierten Studenten', „Camelien-Dame", .Ahnfrau", „Fernande". „Waise an» Lowood", „Nora", „WasJhrwollt", „Macbeth", „Tartuff', „Der Geiz'g", „Odette", „Registrator auf Reisen", „Land-, , - . pa thie nach Köntgsstein", „Der eingebildete Kranke", „Mechtzdek 1 sei neuer Hut", „Ein Knopfl