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Marburg, Mittwoch, 19. Juli 1893

Die Zuchtlosigkeit unserer Jugend.

Gegenüber der vielfachen Zuchtlosigkeiten unserer Heranwachsenden Jugend, deren Ausschreitungen be allen besonnenen Männern, gleichgiltig welcher Partei, sehr oft zu bedenklichem Kopfschütteln Veranlassung gäben, sei auf den § 119a der Gewerbeordnung ver­wiesen, der im letzten Reichstage dem betr. Gesetze hinzugkfügt worden ist. Dort wird es den Ge­meinden überlassen, für ihren Bezirk verordnen zu können, daß der von minderjährigen Ar­beitern verdiente Lohn an die Eltern und Lormünder oder nur auf bereit besondere Zustimmung en die _ minderjährigen Arbeiter selbst ausgezahlt »erden soll. Leider ist von dieser Erlaubnis nur sehr wenig Gebrauch gemacht worden und obwoh man damit ein recht wirksames Mittel in der Hand hatte, die Autorität der Eltern und Vormünder, die leider recht häufig sehr ins Schwanken geraten ist, zu stärken, hat man dieses Mittel nur hier und da

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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

8tEla| xnb " Jllustrirtes Sonntagsblatt. und Expedöwn: MarV^LIi Marburg.

Pflicht.

Roman von C. Zoeller- Lionhcart.

fNachdruck beiboten.]

(Fortsetzung.)

in Sachsen, Thüringen und Baden angewandt. Es scheint die Angst zu sein, reaktionärer Bestrebungen geziehen zu werden, die viele Stadtväter abhält, I solch ein Ortsstatut zu erlasien. Man will seine s Popularität nicht verlieren. Um Gründe ist man nicht verlegen, mit denen man das Verlangen der Regierungen an einzelnen Orten abgelehnt hat. »Die Eltern könnten ja das Geld ebenso gut ver­schwenden" oderes wird böses Blut bei den Ar- s bestem machen, wenn ihr Lohn ihnen vorenthaltcn würde" und was der fadenscheinigen Ausreden mehr ßnd. Es wäre dringend.-zu wünschen, daß durch recht häufige Anwendung obengenannter Erlaubnis

Er und die Stiefschwester, die dem Alter nach mne Mutter sein könnte, sind zu grundverschiedene «turen, um sich nicht gegenseitig abzustoßen. Sie . leben jetzt auch in zu verschiedenen gesellschaftlichen £118* Sphären, um noch viel Erfreuliches von diesem Diebersehen erwarten zu können Aber er möchte «ch hören, was den Tod der rüstigen alten Groß­mutter so plötzlich herbeigeführt. Er schlüpft in dcn P«lz und zieht den Biberkragen vorsichtig in die We. Seine Konstitution hat sich in dem warmen

Deutsches Reich.

w. AerN«, 18. Juli. Die Kaiserin ist am Montag Morgen in Kiel ein getroffen und begab sich, vom Kaiser, welcher schon vorher eingetroffen war, empfangen, in dessen Begleitung von der Jenseu- I brücke an Bord derHohenzollem". Um 10 Uhr traten die kaiserlichen Majestäten an Bord der :Hohenzollem",, begleitet von den Torpedobooten 8. 27" und32", die Reise nach Gothenburg und i Bornholm an. Der AvisoBlitz", der die Kaiser- : Yacht gleichfalls begleitete, war schon früher in See 1 gegangen. König Oskar von Schweden l ist,, wie aus Stockholm gemeldet wird, am Montag I auf seiner DampfyachtDrott" in See gegangen und wird erst am Freitag nach Stockholm zurück- kehren. Eine Begegnung zwischen König Oskar und 1 Kaiser Wilhelm in den Stockholmer Schären ist nicht : unwahrscheinlich. Offiziell verlautet, daß der Kaiser und die Kaiserin am Freitag oder Sonnabend au: : Schloß Tullgarn zu mehrtägigem Besuche des Kron- 1 Prinzenpaares erwartet werden. Der Reichs- : kanzler hat seine Erholungsreise aufgeschoben. ®ra! Caprivi kann zunächst noch nicht daran denken, sich, ; wie er ursprünglich beabsichtigte, auf kurze Zeit zur Erholung von den Anstrengungen einer langen parla- meritarisch'u Kampagne in den Harz zu begeben. Er muß wegen der Venenentzündung am rechten Beine noch immer den größten Teil des Tages liegend zubringen, hofft aber in einigen Tagen so weit zu sein, um sich wieder ohne Schmerzen frei bewegen zu können. An der Absicht, im Herbst eine Kur in Karlsbad durchzumachen, hält der Reichs­kanzler fest. Es wird derPost" bestätigt, daß der Staatssekretär des Reichsschatzamtes, Frhr. von Maltzahn-Gültz, die Absicht habe, aus dem Reichsdienst auszuscheiden. Ueber seinen Nachfolger laufen nur Vermutungen um; u. a. wird in den beteiligten Kreisen von dem z. Z. im kaiserlichen Dienst in den Reichslanden als Unterstaatsfekretär der Finanzen fungierenden Herrn von Schraut ge­sprochen. Zu dem trotz aller Dementierungen nun doch erfolgten Ausscheiden des Erbprinzen von Meiningen, bisher Kommandant der zweiten Garde-Jnfanterie-Division in Berlin, schreibt noch dieVoss. Ztg.":Mit der am Sonnabend Vor­mittag erfolgten Abmeldung des Prinzen beim Kaiser in Potsdam hat seine militärische Jnaktivität be­gonnen. Es heißt, die erbprinzlicheu Herrschaften hätten noch eine Sommerreise vor und planten, zum Herbst ihren Wohnsitz nach Meiningen zu verlegen.

Werk vollbracht zu haben. Bureaus nehmen die Parterrewohnung ein. An dem Hausflur prangen Schilder von: Stubenbohner, Musiklehrer, Modistin Wäscherin.

Da, wo verschleierte Astrallampen ihr sanftes Licht in die Straße entsandten, leuchtet jetzt über hochbeinigen Pulten die plebejische Gasflamme. Wo sich die vornehmste Gesellschaft einst leise bewegte, stelzen steifnackige Bureaubeamte jetzt umher und räumen die Akten zusammen. Wie im Traum stiert Herbert Dropsen durch die Scheiben in die altmodischen Patrizierräume, die ihm einst das Höchste und Hehrste der Welt bedeuteten.

Er sucht die hoch aufgerichtcte, imponiernde Ge­stalt im bequemen Jnterimsrock, die lässig elegante, die dort im Mittelzimmer der langen Parterre­wohnung im Seffel zu ruhen pflegte, und dann spähen die Augen noch nach einer dritten umher, die hier im kleinen Blumenzimmer an der Staffelei gar oft zu sehen war und . . . Er seufzt auf, als an Stelle des wunderschönen Madonnenkopfes plötz­lich das seehundartige, kurzgeschorene Haupt irgend eines Aktenmenschen sich an die Scheiben drückt und zwei bebrillte Augen ihn fixieren.

Nichts mehr von der Vergangenheit ist da, auch sie Hinterhäuser mit ben weitgehenden schattigen Gärten sind verschwunden ihm zeigt's ein flüch­tiger Blick in den offenstehenden Thorweg. Eine neue Straße scheint dort sich mit dem Rücken an Jen winzigen Uebcibleibseln der Hoftäume anzulehnen, venn himmelhohe Häuser machen das Winkelchen tockfinster.

Vorbei, alles vorbei! Wenn sich die Vergangen­leit doch auch so spur!»» aus der Seele verwischen ließe, wie jene alten Plätze vom Erdboden ge-

beschlossen, eine Enquete über das Mißverhältnis der Engros- und Detailpreise landwirtschaftlicher Pro­dukte, Fleisch, Brot rc., anzustellen, um das gesamte Material zu sammeln. Nach Verarbeitung des letz­teren will der Vorstand etwaige Anträge den ver­bündeten Regierungen unterbreiten. Recht bitter äußert sich über den Parteitag der frei­sinnigen Polkspartei dieNat. Ztg." Das Blatt schreibt: Ter Parteitag hat sich, wie zu er­warten war, als eine Maschinerie erwiesen, die den Führern ermöglicht, Alles beim Alten zu lassen. Alle Anträge, welche bezweckten, den Parteigenossen im Lande größeren Einfluß auf die Parteileitung zu verschaffen, wurden abgelehnt. Schien cs einmal zweifelhaft, ob dies geschehen würde, so griff Herr Richter persönlich mit Erfolg ein, um es zu erreichen. Zur Förderung des Plantagenbaues unter Arabern und Eingeborenen in Deutsch-Ostafrika ist seitens des Gouvernements Herr John Schröder an­genommen worden, welcher sich bisher int Dienste der deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft befand. Herr Schröder wird die verschiedenen Küstenplätze bereifen, die einheimischen Grundbesitzer mit Anleitung im An­bau von Baumwolle, Sesam, Erdnuß, Oelpalmeu versehen und die (unentgeltliche) Verabreichung von Aussaat, sowie die Verwertung des gewonnenen Er- zeugniffes vermitteln. Wie Uganda, räumt die britisch-ostaftikanische Gesellschaft, die mit ihren Mitteln zu Ende ist, auch Witu. Nach einer Meldung der LondonerTimes" ausZanzibar marschierten am Sonnabend Truppen des Sultans von Zanzibar unter Befehl des Generals Hatch nach Witu zur Ueberuahme dieser Provinz. Andererseits beabsichtigt die d-«ffch-ostafrikanifche Gesellschaft, wie bereits mit­geteilt, ihre Handelsunternehmungen auf Witu aus- zudehuen. Die deutsch-südwestafrikanische Schutztruppe wstd, nach derNordd. Allg. Ztg.", eine Verstärkung von 90 Mann erhalten, die auS Freiwilligen der deutschen Armee besteht. Dieselben sind Sonnabend Nachmittag in Berlin eingetroffen und Montag eingekleidet worden. Sie werden heute, Dienstag, Abend nach Hamburg fahren, wo sie Tags darauf unter Führung des Leutnants Grafen Heltringk eingeschifft werden. Nach einer Meldung der Münch. A. Z." wird der beabsichtigte Burentrek nach Deutsch-Südwestaftika von der Reichsregierung nicht genehmigt werden.

(Eine neue Rede des Fürsten Bismarck.) In einer Ansprache an eine Deputation eines landwirtschaftlichen Vereins sagte der Altreichs­kanzler unter A.:Besonders wir Landwirte stehen, sich immer mehr bei ihm die Ueberzeugung, daß er hier in diesem Schmuckkästchen, das er für den Auf­enthaltsort irgend eines Prinzen ober Gesandten gehalten, das Richtige finden würde. Der Portier wies mürrisch mit einer geringschätzigen Grimasse von seiner Treppe aus mit dem gekrümmten Dau­men auf die breite Marmortreppe, die in das Hoch­parterre führte.

Da dieses moralische Achselzucken, dieses weg­werfendeDort", mit dem der Cerberus die Thür seiner Wohnung ihm vor der Rase zuschlug, un­möglich seiner eigenen Erscheinung gelten konnte, mußte es wohl an die Bewohner der zu vermieten­den Etage gerichtet fein.

In einem so prachtvollen Hause, und von dem Thürhüter mißachtet! Herbert mußte verwundert den Kops schütteln, als er auf purpurnen Läufern längs der dicken roten Seidenschnüre emporstieg und seine Augen über die mit Gemälden und Statuen geschmückten Wände hinschweifen ließ. Auf dem breiten Treppenabsatz schwebte aus einer Gruppe herrlicher Palmen eine lichttragende bronzene Psyche empor. Zu beiden Seiten schloffen sich schwere persische Vorhänge derartig vor der Treppe in die erste Etage zusammen, daß nur ein mattes Halb­dunkel von der Oberbeleuchtung auf den ersten Ab- satz fiel.

Im nächsten Augenblick bemerkte er ein paar Lastträger, welche eben den zweiten Flügel der Thür aufriegelten, und vier andere schleppten einen ne­igen Flügel hinaus.

Ein blondlockiges kleines Mädchen kam hinter­hergelaufen und sah neugierig dem Treiben zu.

Weshalb tragt Ihr Mamas Instrument fort?" ragte sie etwas herrisch.

Der, welcher der Anführer der Leute zu

Der Rücktritt des Prinzen, dessen wahre Gründe nur den alleniächsteu Kreisen bekannt sein dürsten, ist von langer Hand geplant. In militärischen Kreisen hält man daran fest, daß die Besetzung des Kommando? des Gardekorps nach dem Rücktritt des Freiherru von Meerscheidt - Hülleffem dabei mit- ' gesprochen hätte. Wie weit dies richtig ist, bleibt dahingestellt, ausschlaggebend war dieser Umstand jedenfalls nicht. Es heißt, der Prinz werde sich jetzt ganz feiner wissenschaftlichen Thätigkeit widmen, die besonders griechischen Studien gilt.

: Die Angabe, daß Se. Majestät der Kaiser den Frhrn. v. Stumm-Halberg im Reichstagsgebäude ge­sprochen habe, ist, wie diePost" jetzt erfährt, nicht genau. Se. Majestät ließ Herrn von Stumm mf d<u Potsdamer Bahnhof entbieten und hatte dort eine längere Unterredung mit ihm. Die Ordens­verleihung an den Freiherrn v. Stumm ist bereits am 14. d. Mts. in einem huldvollen Telegramm erfolgt. Die Nachricht, daß Freiherr von Stumm neuerdings zum Major ernannt worden sei, ist irrig; Herr von Stumm ist bereits 1891 ge­legentlich des Ständesestes in Düsseldorf zum Major der Landwehrkavallerie ernannt worden. Ueber den gegenwärtigen Stand der An­gelegenheit des BiSmarck-Denkmals hatte der konservative Verein zu Waldenburg i. S. eine schriftliche Anfrage an den Reichstags-Präsidenten Henn von Levetzow gerichtet, auf welche folgende Antwort erfolgt ist: Dem konservativen Verein zu Waldenburg erwidere ich ergebenst, daß das Komitee für die Errichtung eines Denkmals für den Fürsten Bismarck nach Abschluß der hier veranstalteten Samm- lsagen beschlossen hat, die Aufrichtung eines Denkmals so lange zinsbar anzulegen, bis mit der Errichtung des Denkmals für den Kaiser Wilhelm I. in Berlin würde vorgegangen werden, weil es nicht angemessen erschien, den noch lebenden großen Reichskanzler früher als ben bereits Heimgegangenen Heldenkaiser durch (in Denkmal zu ehren, und weil auch die Platzfrage nicht unabhängig davon erachtet werden mußte, wo das Denkmal für Kaiser Wilhelm I. aufgerichtet werden würde, v. Levetzow. Herr v. Plötz, der Vorsitzende derWirtschaftlichen Vereinigung", erklärte in einer Berichtigung an dieFrs. Ztg." die Mitteilung, daß er in derVereinigung" am Donnerstag eine Resolution gegen den russischen Handelsvertrag durchzubringen versucht habe, für un­zutreffend. Es sei in jener Sitzung vom russischen Handelsvertrag überhaupt nicht die Rede gewesen. Ter Vorstand des Bundes der Landwirte hat schwunden, jene Plätze, an die sich die seligsten Jugenderinnerungen knüpfen I

Mit welcher Macht die alten Bilder wieder er­scheinen. Er glaubte doch alles in sich gestorben und begraben ober wenigstens zur Ruhe gesungen! Wie lebendig alles wieder in ihm wird!

Gewaltsam will er sich losreißen. An der nächsten Gasflamme sucht er in seiner Brusttasche nach Christinens Adreffe. Das Begegnen mit dieser nüchtern alltäglichen Frau wird ihn am besten von all den Gefühlsschwelgereien kurieren, über die er selber verächtlich die Schultern zuckt und die ihn doch unwiderstehlich anpacken, da er zum ersten Mal wieder dem Orte gegenübersteht, auf dem seine aanze Jugend verflossen. Bergstraße 11, drei Treppen. Zum Glück steht Südwest dabei, er hätte sonst keine Ahnung gehabt, wo er die Straße suchen sollte.

Er schlendert noch eine Weile die Straße ent­lang, dann immer weiter und weiter. Plötzlich hemmt er überrascht den Fuß vor einem höchst ge­schmackvollen kleinen Palais im Renaissancestil. Das vornehme Häuschen hat nur Hochparterre und erste Etage mit weitbauchigem Erkerbau. Durch die »reite Spiegelscheibe der Haus- und Hofthür sieht man auf matt beleuchtete, jetzt freilich ganz entlaubte Baumkronen, inmitten bereit eine monumentale Figur aus einem Marmorbecken aufzusteigen scheint.

Das ist ber Platz, nach bem er suchte, unb ba, o Glückszufall, hängt hinter der breiten Scheibe ein Mietszettel:Hochherrschaftliche Parterrewohnung mit Garten unb Balkon, zehn Zimmer, ganz oder getrennt, auch einzelne Zimmer möbliert ober un­möbliert sofort zu vermieten" steht barauf.

Das war sein Fall. Als er eintrat unb von dem pompösen Portier sich Auskunft erbat, befestigte

Erscheint täglich «xßer en Seittegen aech Seim, xn»

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Beftällzeld). Jnseretirukgebähr für die grspelleul Zelle »ber deren Raum 10 Psg., Rekleixen für die Zelle LS Pfg.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes,

sovie dieAnnoncen-Bureaur von Haasenstein u. Vogler in VVT7TTT - , granffurt «. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf ÄaVIII. Jahr«. Mofle in Frankfurt a. M., Berlin, Mmichen u.Köln; Gi L. 1 ü

Daube x. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

n I? oder war's innerer Instinkt? in jene tot 11 ule Straße tragen läßt, bie für ihn so reich an < herzlichen Erinnerungen ist.

U ^a. liegt bas vornehme zweistöckige Haus mit £ breiten Fayade, damals in feiner majestätischen v®9e mit ber gewölbten Wagenauffahrt für ihn der Inbegriff aller Vornehmheit.

Die alle» nivellierenbe Zeit scheint auch hier ihr

die jugendlichen Arbeiter wieder enger mit der Familie IftC&l verkettet würden, daß die natürliche Grundlage allen staatlichen Wesens die Familie ihre Glieder fester umspannt und daß bann bort unmündige Ar­beiter etwa bis zum 19. Jahr innerhalb ber Familie bleiben und dort an Mäßigkeit und Sparsamkeit ge­söhnt und daß ihnen der Wert des Gelbes begreiflich Kurz« gemacht würde. Und dazu können die Gemeiude- ssemW deitretungen durch die Ausführung des § 119a IerJ?a'' recht gut beitragen. Wenn erst einmal alles unterhöhlt mW P, wenn alle, auch die letzte Autorität erschüttert teueftes jst, bann ist es zu spät. Noch ist in vielen, wohl ben meisten Fällen der Zusammenhang der Familie vicht gelockert, sorgen wir dafür, daß bie gelockerten EM.Familienbande wieder befestigt werden. Die Fa­milie ist der beste Damm gegen die auflehnenden Mächte unserer Zeit.

S*tuima doch verweichlicht, denn bie nordische Luft M ] Wägt ihm empfindlich entgegen, als er die Hotel- | hinab in das Menschengewimmel der Groß- $ schreitet. Wie hat sich alles verändert feit VJ bivnals! Die Stadt ist glänzender, prächtiger ge> Iniw Arden, bie Menschen sinb ihm alle fremb. Ter M sich gestreckt nach allen Richtungen. Be- _berj fieibene Häuser, bie ihm als Marksteine ber Er- ®jerung bienen sollten, find verschwunden unb A°en Prachtbauten Platz gemacht. Er finbet sich m- S1 mehr zurecht, unb boch mag er nicht fragen Z0® noch weniger einen Wagen nehmen.

Unwillkürlich zuckt er zusammen, ba er nach . halbstündigen Marsch sich vom blinden Zu-