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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Jllustrirtcs Sonntagsblatt. 8-*8SSiÄiäT*

M 151.

Erschemt täglich »cher «n Werktagen a«ch fettm- xnb Friert«,en. Quart»l.Ab«mr«rot»-Prei» bei der Liv«. Mtiett 8 Mk., bei «llen Pestämteru 8 ML 88 Pf,, (ejfl. kiestellgelb). Jnser«ti«ur,ebühr für die «fd«ltem Zeile »der deren Raum 10 Pf^. Rekünnev für die Zeile 968ff.

Marburg,

Freitag, 30 Juni 1893.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die »nnoncen-Bnreanx von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Men: Rudolf Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

XXVIII. Jahrg.

Bestellungen ans das dritte Vierteljahr 1893 der ,Oberhesfichen Zeitung^ nebst ihren BeilagenIllu­striertes Sonntagsblatt" und Kreis­blatt" für die Kreise Marburg und Kirchhain" bitten wir auswärts sofort erneuern zu wollen, damit sämtliche Nummern rechtzeitig geliefert werden können Der Nbonnementspreis beträgt bei allen Postan­stalten Deutschlands 2 Mk. 65 Pfg., in Marburg bei der Expedition 2 Mk.

Gediegene Leitartikel und politische Korre­spondenzen werden die Leser derOber­hessischen Zeitung" über alle Fragen und Vorgänge von allgemeiner Bedeutung au dem Laufenden erhalten. Den Vorgängen in unserer Stadt wie in der Provinz und den angrenzenden Lande-teilen widmet die Oberhessische Zeitung" eine besondere Auf­merksamkeit. Der feuilletonistische Teil der Oberhess. Ztg." bringt intereffante Erzäh­lungen von guten Autoren und dasIllu­strierte Sonntagsblatt" wird wie bisher den Lesern eine angenehme Unterhaltung bieten.

Auch wird den Neubestellern des 3. Quar­tals unentgeltlich ein in handlichem Formate hergestellter Sommerfahrplan der Eisenbahn- strecken Frankfurt-Cassel, Marburg-Laasphe u. Marburg-Frankenberg nachgeliefert werden.

Inserate finden in keinem anderen täglic erscheinenden Blatte Oberhesiens eine so große Verbreitung wie durch dieOberhess. Ztg".

Neubestellungen auf dieOberhessische Zeitung" für das dritte Vierteljahr 1893 «erden von allen Postanstalten, den Land­briesträgern, in der Expedition (Markt 21), sowie von unseren Filial - Expeditionen in Kirchhain, Neustadt, Wetter und Gladenbach mtgegmgenommen.

Neu eintretende hiesige Bezieher erhalten das Blatt bis zum Schlüsse des laufenden Ronats unentgeltlich.

Deutsches Reich.

w. Bern», 29. Juni. Die Abreise der r a i s e r - lichen Majestäten nach dem Norden wird wahr­scheinlich am 8. Juli erfolgen, die der kaiserlichen Kinder nach WilhelmShöhe bei Cassel am 9. oder 10. Juli. Der Abschluß der Sommerreise der Majestäten in der ersten Dekade des August wird in England in Cowes bei Osborne sein. Der Kaiser und die Kaiserin wohnen jetzt täglich in Kiel den Regatten bei. Bei der Regatta am Mittwoch gewann der Kaiser den ersten, Prinz Heinrich den zweiten Preis. An diesem Tage begab sich der Monarch mit dem Erbgroßherzog von Oldenburg auf der Dacht Meteor" und der Prinz Heinrich auf derIrene" zur Teilnahme an der Regatta des kaiserlichen Nachtklubs. Die Kaiserin folgte mit dem Kron­prinzen den Seglern auf derHohenzolltrn". Am Abend kehren die Kaiserin und der Äonprinz nach Potsdam zurück. DieKreuzztg." bringt folgend Mitteilung:Mittwoch Spätabend trifft der Groß­fürst Thronfolger Nikolaus von Rußland in Berlin ein, um nach dreistündigem Aufenthalt die Weiterreise nach England anzutreten. Der Thron­folger war in Berlin angemeldet und hatte vom Zaren den Auftrag, dem Kaiser einen Besuch abzu­statten. Als die bezügliche Meldung in Berlin eintraf, war der Kaiser schon in Kiel, wo er noch einige Zeit gebunden ist. Wir wir hören, hat Kaiser Wilhelm seinem Bedauern Ausdruck gegeben, den hohen Gast unter diesen Umständen leider nicht sehen zu können." Vielleicht wirft auch schon der mutmaß­liche deutsch - russische Zollkrieg seine Schatten. Dem Bundesrat liegt bereits der Antrag seiner Ausschüsse zu dem Gesetzentwurf betr. die Gewährung von Unterstützungen an Invalide aus den Kriegen vor 1870 und an deren Hinterbliebene Behufs Gleichstellung mit denen des Krieges von 1870/71 vor. Dieser Gesetzentwurf, der sich mit den Bestimmungen der Gesetze von 1871 und 1873 deckt, bezweckt die Beseitigung jener Härten, welche durch Anwendung der älteren Pensionsgesetze auf die durch die Kriege vor 1870 invalide gewordenen Personen, sowie auf deren Hinterbliebene, ferner auf die Hinterbliebenen der in diesen Kriegen Gefallenen entstehen, gegenüber den gleichen Kategorien, die nach dem Penfionsgesetze vom 27. Juni 1871 und dem Reichsbeamtengesetze vom 31. März 1873 und den später zu diesen Gesetzen ergangenen Novellen behandelt werden. Die Bestimmungen des Gesetzes sollen auch auf die früheren Angehörigen der schleswig­

holsteinische» Armee und deren Hinterbliebene An­wendung finden. Eine Nachzahlung für die vor dem Eintritt der verbindlichen Kraft des beabsichtigten Gesetzes liegende Zeit bleibt jedoch ausgeschloffen. Dem Bundesrat ist der Entwurf einer Verordnung betr. das Verbot der Ausfuhr von Streu- und Futtermitteln zugegangen. Die Vorlage steht bereits auf der heutigen Tagesordnung der Sitzung deS Bundesrats, außerdem die Militärvor­lage, welche lediglich nach dem tu der vorigen Session des Reichstages vom Abg. v. Hüne eingebrachten Anträge umgearbeitet ist, im Uebrigen keine Ab­änderungen enthält. Die sechsprozentigeu mexi­kanischen Staatspapiere, die ihrer hohen Zinsen wegen zu M illionen von deutschen Klein­kapitalisten erworben sind, wurden am Mittwoch an der Berliner Börse mit 63,75 Mark angeboten, ohne Nehmer zu finden. Diese Papiere haben also faf 40 Prozent des Nominalwertes verloren. Wie es mit der Zinsenzahlung steht, wird man nächstens hören; gut ist es, wenn sich die Besitzer dieser Papiere langsam aus Unerfreuliches vorbereiten. ES sind recht schlechte Aussichten. Kommerzienrat Kühne- mann, der Hauptförderer der Berliner Gewerbeaus­stellung für das Jahr 1896, berichtet derDeutschen Warte", daß 30 Millionen gezeichnet und über 3000 Anmeldungen eiugegange» seien. Der Ver­fasser der kürzlich beschlagnahmten antisemitischen Broschüre:Pharisäerund Heuchler", Plack-Podgorsk aus Friedrichshagen, welcher dasAktenmaterial" Ahlwardts der Nachwelt überliefern wollte, hat es vorgezogen, sich durch die Flucht der Verantwortung für seine Behauptungen und der Erbringung deS Beweises für die Echtheit derUrkunden" zu entziehen. Herr Plack ist jener aktenkundige Beirat, dessen der Rektor aller Deutschen in der Ahlwardt-Kommission zurzeit bedurfte, als er selbst in denAkten" sich nicht mehr zurecht fand.

Das Gesamtresultat der Reichs­tagswahlen liegt nunmehr vor. Gruppiert man die Gewählten nach der Seitens ihrer Parteien zu dem Antrag Huene bei den Wahlen genommenen Stellung, so ergiebt sich, daß 206 für den Antrag Huene, 191 gegen denselben gewählt find. Welcher Frattion die einzelne» Abgeordneten bettreten werden oder ob siewild" bleiben, steht nicht immer genau fest; wir geben die Zusammenstellung deshalb nach dem allgemeinen Programmstandpunkt der Gewählten. Gewählt sind: 75 Konservative (im vorigen Reichs­tage waren 67 vorhanden), 24 Freikonservative (bisher 18), 55 Nationalliberale (bisher 44), 13

Pnrch Wolken.

Erzählung von M. Widdern.

(Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung.)

Hin und wieder hatte sich der Administrator- ieffen Berufspflicht ihn nur zu ost durch den Park führte, auch zu dm grauen gesellt und sonderbarer Weise erfreute die Gegenwart des fremden Mannes Has unglückliche Weib, sie behielt auch dessen Namen mb nannte ihn immer ganz richttgHerr Gerhard". Und einmal, als er wieder unter die alte Eiche trat, unter deren Stamm sich die beiden Frauen niedergelassen, lächelte sie sogar und meinte:

O, nun sehe ich wieder Ihre Augen!"

Sind die Ihnen so sympathisch, Frau Herlo?" Ügte Gerhard, indem er sich seinen Freundinnen Fgenüber auf eine Moosbank setzte. Man sah ihm «v, seine ganze Seele war von Mitleid für die Arme erfüllt, die jetzt mit dem verhüllten Kopfe Nickte und ganz leise erwiderte:

Ja, sehr sympathisch! Und sie erinnern mich Ach noch an ein anderes Paar!"

Und wer besaß sie?" fragte er mit vibrieren- *r Stimme.

11 Sie sah einen Augenblick ausdruckslos in fein Besicht, dann erwiderte sie nach einem kleinen 6euf jer:Ich weiß es nicht mehr!"

Armes Weib!" flüsterte der junge Mann und ch traurig nach Margot hinüber. Eine Sekunde | Alfen sich die Blicke der beiden, das Mädchen aber Apfand in diesem Moment, Gerhard meine es auf- | nichtig gut mit ihr und der Mutter.

O, und er war auch der einzige, der, an die Nahrhaftigkeit der beiden Frauen glaubend, lange xdden Verdacht aus seiner Seele verbannt hatte. |unb wenn die Pastorin, die ihn von-Jugend auf

erzogen, und Elise immer noch von ihrm Ver­mutungen sprachen und es eine Schmach nannten, mit der Glücksritterin, wie Elise das fremde Mäd­chen hieß, unter einem Dache zu leben, so erwiderte er ernsthaft, beinahe streng:

Vielleicht ist es auch eine Ehre, denn ich wenigstens halte Fräulein Margot Herlo viel eher für eine Märtyrerin, denn eine Abenteurerin."

Und dann, dann war endlich ein Brief aus Italien gekommen. Graf Guido hätte längst ge- schrieben, wenn der Zustand seiner Gemahlin, die ihn wegen schwerer Erkrankung nur an ihr Bett gerufen, vielleicht um eine endliche Verständigung herbeizuführen, nicht alle seine Gedanken in An­spruch genommen.

Nun aber fiel sein Brief auch recht ausführlich aus, waren feine Befehle bestimmt und klar. Das junge Mädchen, welches mit chrer leidenden Mutter auf der Netterburg weile, solle sofort in das Amt einer Kastellanin eingesetzt werden und dasselbe so lange verwalten, al» Frau Beatrix unfähig blieb, irgend welche Pflichten auf sich zu nehmen.

Man möge den Damen auch alle Rücksicht er­weisen und ihnen das Leben leicht und angenehm U machen suchen Die jüngere sei ein Schützling >er Gräfin Anna und diese würde denn auch im Sommer nach Netterburg kommen, um persönlich iach dem Fräulein und deren leidenden Mutter zu ehen. Er selbst, Gras Treuden, wäre Voraussicht- ch für lange Zeit hinaus verhindert, da» herrliche

Stammgut seines Geschlechts zu besuchen.

Fräulein Elise halte der Großmutter den Brief wrgelesen und als der Administrator, der als Pflege- ohn der Pastorin an ihrem Tische feine Mahlzeiten einnahm, mit freudig aufblitzendem Auge rief:

Und was sagen Sir nun, liebe Mutter, Elise?"

da senkte die Matrone tief beschämt ihre Blicke. Elise aber erwiderte ruhig und kühl:Daß ich mich freue, meine großen Vermutungen nicht ver­gewissert zu sehen."

Auch die Großmama nickte jetzt mit dem Kopfe und meinte zustimmend:So recht mein Kind!" Elise aber fuhr fort:Und ich bedauere auch mein Auftreten den Frauen gegenüber und werde e» ihnen abbitten, so schwer es mir fällt!"

Elise!" In welch innig warmem Ton nun Gerhard jetzt ihren Namen nannte, sie blickte ihm forschend in das Gesicht und ein leiser, schmerzlicher Ausdruck zuckte um die Sippen des sonst so unbe­weglichen Antlitzes.

So freuft Du Dich, Leopold, daß ich ein an ben Fremden begangene« Unrecht gut machen will?* fragte sie, immer in dieser kühlen, abgemessenen Weise.

Ein heißes Rot flammte auf seinen Wangen, dann aber rief er lebhaft, indem er des Mädchens Hand ergriff:

Ja, sehr freue ich mich! Die arme Kleine that mir bitter leid! Es muß sehr schmerzvoll sein, Elise, Steine auf sich geworfen zu fühlen, wenn man sich keiner schlechten Handlung bewußt ist l"

Sie bewegte zustimmend in ihrer eigmtümlichen Weise den Kopf und sagte kühl:

Ja, sehr schmerzhaft."

* *

Noch am Mittag desselben Tages suchte Elise )ie beiden Frauen im Park auf und teilte ihnen uvörderst mit, daß der Graf geschrieben, Margot n die Befugnisse der Kastellanin einzuführen und ie darin zu belassen, so lange Madame Herlo kei­lend sei Und all es da in den Augen unserer üngen Freundin fieudig aufleuchtete und ein beinahe

freifinnige Vereinigung und 25 freisinnige Volkspartei (bisher 71 Freisinnige), 11 Süddeutsche Volkspartei (bisher 11), 92 Zentrumsleute und 4 katholische Anhänger deS Anttags Huene und 3 Mitglieder deS bayerischen Bauernbundes (bisher 106 Zentrums­leute), 19 Polen (bisher 17), 7 Welfen (bisher 10), 1 Däne (unverändert), 8 Elsässer (bisher 10), 16 Antisemiten (bisher 6), 44 Sozialdemokraten (bisher 36). Die allgemeine Ansicht geht übrigens dahin, daß auch von der Zentrumspartei noch eine ganze Reihe von Abgeordneten für die Militärvorlage stimmen wird. 5 Ersatzwahlen haben definitiv infolge von Doppelwahlen stattzufinden, und zwar für 1 Sozialisten, 1 Freisinnigen und 3 Antisemtten.

Als Preisrichter für die Weltaus­stellung in Chicago sind vom Reichskommissar eine größere Zahl hervorragender Männer aus de» verschiedensten Berufskreisen ausgewählt worden. Von diesen haben derNordd. Allg. Ztg." zufolge bis jetzt nachstehende Persönlichkeiten eine Zusage gegeben: Hofkammerpräfident Graf Adelmann - Sigmaringen (für Nahrungsmittel und Industrie), Handelskammer­präsident Coblenz - Bingen (für Wein), Stadtrat Duvigneau-Magdebmg (für Keramik und Mosaik), Geh. Hoftat Prof. Engler - Karlsruhe (chemische Technologie), Ingenieur unb Mitglied des Patent­amts Hofmann-Berlin (für Papiersabrikatio»), Ge­neraldirektor A. Haarmann-Osnabrück (für Eisen- bahnoberbau), Saurat Kyllmann-Berlin (für Architek­tur), Bergrat Dr. Klüpfel-Stuttgart, Hofgraveur R. Otto-Berlin, techn. Hilfsarbeiter bei der Normal- aichungskommisstou Berlin Pensky (für Maße unb Gewichte), Generaldirektor derAllgemeinenElekttizitäts- gesellschaft Rathenau-Berlin, Professor Stein-Bonn (Geographie), Kaufmann Salomon-Berlin (Leder), Weingutsbefitzer Sturm-Rüdesheim, Oberpfarrer Dr. Schmitz-Krefeld (kirchliche Baukunst), Fabrikbesitzer Samhammer-Sonneberg(Spielwaarenindusirie), Prof. Frhr. v. Schmidt-München, Konservator Prof. Dr. Stockbaner-Nürnberg (Kunstgewerbe), Prof. Uhde- Brannschweig (Maschinentechnik), Prof. Baurat Dr. Ulbricht-Tresdcn (elektr. Signalwesen), Prof. Dr. Vogel Berlin (photomechanische Reproduktionen), Hof- Buchbinder Vogt-Berlin, Mitglied des geodätischen Instituts Dr. Westphal-Berlin (Präzifionsmechanik), Geh. Rat Prof. Dr. Wittmack-Berlin (Gartenbau), Prof. Wiese-Hanan (Gold- und Silberwaaren und Juwele»), Prof, an der Technischen Hochschule Dr. Witt - Westend - Charlottenbnrg (chem. Technologie). Die Herren werden ihre Reise Anfang Juli antreten, um den am 15. genannten Monats beginnenden

glücklichesGott fei Dank!" über die Lippen tönte, faßte Elise ihre Hand und sagte, in einem Ton freilich, der nur zu deutlich verriet, es wurde ihr schwer, sehr schwer zu sprechen:

Fräulein, unb nun gestatten Sie nur noch ein paar Worte, es eilt, Ihnen ein schweres Unrecht abzubitten, ich"

So wissen Sie also jetzt, baß ich keine Aben­teuerin bin?"

Ich weiß, daß Sie bie Wahrheit sprechen unb noch dazu ein Schützling Gräfin Annas find," er» »iberte Elise unb ihr Gesicht verlor etwas von einer unjugenblichen Strenge.Das aber ist oielbebeitienb, beim Gräfin Anna ist bie Beste, die Ebelste ihres Geschlechts unb wen sie protegiert, ber muß mit zu ben Edelsten unb Besten gerechnet werden!"

Fräulein!"

Beinahe abwehrend hatte Margot gegen solches 3ob ihre Hände erhoben; bann aber lächelte sie kmblich glückvoll zu bem großen, ernsten Mädchen empor.

Ich freue mich, daß Sie gleich mir die Gräfin ieben unb verehren; nun habe ich doch jemanden, mit dem ich von der teuren Gönnerin reden kann und aber mein Gott, was schwatze ich da," unterbrach sie sich,weiß ich denn, ob Sie mir Ge- egenheit geben werden, überhaupt mit Ihnen über irgend etwas zu sprechen!"

Elise machte eine abwehrende Handbewegung, ernst und ruhig wie immer erwiderte sie:

Ich bin eines Predigers Enkelin und in strengen Grundsätzen erzogen. WerdenSie e« mir da übel nehmen, », da der Schein gegen Sie sprach u. wir nicht annehmen 'onnten, daß Ihre Frau Mutter die erwartete Kastellanin ei, ich keinen Verkehr mit Ihnen zu pflegen wünschte (F.s.)