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»Als einzige Bemerkung zu unseren sämtlichen Ausführungen sei die gemacht, daß keius von den verglichenen Ländern eine so leichte Last für Staats­schulden und Landesverteidigung trägt, wie Preußen Deutschland. Das aber kommt erstens daher, daß selbst die absoluten Summen, die in Preußen für Landesverteidigung ausgegeben werden, im Verhältnis, vor allen Dingen zu Frankreich, klein find. Bei gleicher Volkszahl wie Frankreich, würde Preußen bei ebenfalls gleicher Belastung durch die Landes­verteidigung, wie dort, rund 630 Millionen für Landesverteidigung verausgaben, gegen rund 410 Millionen, die thatsächlich auf den preußischen Anteil für Landesverteidigung (odentliche und außerordent­liche Ausgaben zustimmen) 1892/93 veranschlagt worden find. Der zweite Grund aber ist, daß Preußen ganz unverhältnismäßig mehr Dominialeinnahmen hat als einer der in Vergleich gezogenen Länder;! das aber kommt daher, daß die sämtlichen Staats-! schulden Preußens zunützlichen Anlagen" verwandt worden sind, d. h. solchen, die ihre Anlagekosten ver-! zinsen und amortifieren und darüber hinaus noch! Ueberschüsse erbringen. Ueber die Staatsschulden haben wir uns an anderer Stelle**) ausführlich aus-1 gesprochen und dort nachgewiesen, daß dasselbe Ver-! hältnis wie in Preußen auch in den anderen deutschen Partikularstaaten vorherrscht, wie überhaupt alles das, I was wir vorstehend in allen unseren Ausführungen! für Preußen ermittelt haben, den Verhältnissen der übrigen Partikularstaaten fast identisch ist, somit für! ganz Deutschland giltig bleibt. Die Domnial-!^ etnnahmen entlasten eben den Deutschen Staats-^

Die Steuerlast Deutschlands.

Während die Freifiunigeu wie die Sozialdemo­kraten behaupten, Deutschland könne eine neue Be­lastung durch die Mtlitärvorlage nicht tragen, unser Vaterland müsse durch dieungeheure Steuerlast", die jetzt schon auf dasselbe drücke, zusammenbrechen, bringt Professor von Kaufmann in seiner soeben er- schienenm Schrift*) den Beweis für das Gegenteil. Der Verfasser zieht die Ausgaben und Einnahme» Deutschlands, Oesterreichs, Italiens, Frankreichs, Großbrttaniens und Rußlands in Betracht und ge­langt dabet zu dem folgenden Schlüsse:

»Sie zürnen mir doch nicht, daß ich mich selbst hn Ihre Feierstunden dränge?" hatte Gräfin Anna gefragt, als Margot, durch ein zierliches Billettchen in das Palais gerufen, an einem Sonntag Vor­mittag, drei Wochen nach der letztgeschilderten Scene, in das Atelier der vornehmen Malerin trat, und mit aufrichtiger Bewunderung in da« Geficht ihre» liebreizenden Modells blickend, fuhr sie fort:

Aber, wie schön Sie heute wieder find, Mar­got! - ich meine kaum je ein so holdselige» Menschenkind vor Augen gesehen zu haben, nun der Ausdruck süßesten Frieden» Ihre Züge noch verklärt!"

Vielleicht hatte Gräfin Anna erwartet,. das Mäd­chen, dem gegenüber sie in erster Linie immer nur die vorurteilsfreie Künstlerin herausgekehrt, würde ihr nun erzählen, was ihr das Auge so strahlend gemacht, die Wangen so blühend, aber Margot lächelte nur. (Fortsetzung folgt.)

I Bürger in viel wirksamerer Weise, wie solches in einem der anderen verglichenen Länder der Fall ist.

Weiter sei festgestellt, daß unter sämtlichen be­sprochenen Verwendungszwecken aus dem Gebiet der Zivilverwaltung keiner ist, in dem Preußen-Deutsch­land sowohl nach dem Pro-Kopf-Satz wie int Prozent­verhältnis der einzelnen Ausgaben zu den gesamten Ausgaben, nicht nur einen ehrenvollen, sondern in den allermeiste» Fällen den ersten Platz einnähme.

So werden für die Sicherheit int Innern, Wohl- Tätigkeit, Gesundheitspflege, Justiz und verwandte Zwecke in Preußen verausgabt pro Kopf 7,81 Mk., in Oesterreich 5,16 Mk. Italien 5 22 Mk., Frank­reich 5,08 Mk., Rußland 2,54 Mk.

Noch einen Moment sah das Mädchen zögernd vor sich nieder, dann aber schien sie endlich Mut gefaßt zu haben, denn sie sagte ziemlich fest:

Aber Margot, bedenken Sie doch, Sie leben tu der Hauptstadt."

»Frau Rätin, aber kann ich nicht mit meinem Mütterchen nach irgend einem Vorort der'Residenz ziehen? Ueberall ist ja Pferdebahnverbindung und 'ur em Billiges erreiche ich die Stadt und kann zu

>! jeder Zeit wieder das eigene Heim aufsuchen, viel- I üicht sogar noch mit weniger Kosten als jetzt, wo sich mein Weg doch auch nicht zu Fuß zurücklegen 11 läßt.

| Die Rätin blickte nachdenkend vor sich hin, wie Isie doch alles befremdete, was Margot heute sprach! i Jhre Mutter, von der sie immer nur wie von einer! I Verstorbenen gesprochen, sollte plötzlich auf die Bild­fläche treten und für sie suchte sie ein Heim, das I sie so wenig als möglich mit fremden Leuten in l Berührung brachte. Warum das? Für dieses I Rätsel konnte es nur eine Lösung geben: die Frau I war lange Zeit geistig tot, sie hatte in einer Jrren- I anstatt gelebt und ihre Nerven durften, nun sie I endlich genesen, so wenig wie möglich erregt werden. I I Ja, ja, so konnte es nur sein. I

I Die Rätin atmete förmlich erleichtert auf, nun! Isie den Schlüffe! gesunden zu haben glaubte für das! ganze so seltsam verschloffene Wesen des Mädchens.! Wer sagt denn auch gern:Meine Mutter ist im! Jrrenhause!" I

Freilich, es ist das ja keine Schande, nur ein! großes, schweres Unglück, immerhin aber fand sie, es begreiflich, daß Margot einen so dichten Schleier, über das ganze Elend, das sie mit dem Leiden der, Mutter getroffen, gebreitet. Und wie sie nun end-, lich vollständig klar zu sehen glaubte in allem, was, ihren Schützling anging, sagte sie denn auch, ganz, freundlich zu ihr niedersehend: ' |

|Diese Sorge, mein Kind, legen Sie nur ge-, tröst in meine Hand. Ich werde schon ein paffen-, des Quartier finden, wenn ich auch schmerzlich be-, daure, daß Sie mich verlassen wollen. Nun aber,, ich ttöste mich damit, daß unsere Freundschaft fort-, dauern wird, und ich mir vielleicht auch die Liebe, Ihrer Mutter erwer^n werde." j

Warum schluchzte da nur Margot so ki ampshast auf und barg ihr blasses Gesicht im Schoß der Ma- ltrone, während es wie ein Schmerzensschrei über ihre Lippen bebte?

Nein, Frau Rätin, Sie dürfen sich meiner Mutter nicht nähern und Sie werden es auch nicht thun!"

Dann sprang sie plötzlich auf und immer noch schluchzend, eilte sie aus dem Gemach. Kurze Zeit später aber hörte die Rätin, wie Margot ihre Thür verschloß und sie wußte: Jetzt führt sie der Weg nach der Tiergartenstraße.

Ihre Pflicht vergißt sie nie!" murmelte die alte Dame.Aber ein ganz seltsames und unver- ständliches Kind ist sie doch, trotz allen Liebreize» und aller Herzensgüte "

, beugte, um sie wieder aufzuheben, sagte sie etwas I befremdet:

,Aber das verstehe ich nicht, mein Kind! Sie I sagten oder deuteten wenigstens darauf hin, daß ,Jhre Mutter lange tot sei."

O, Frau Rätin, da mißverstanden Sie mich! Nein, meine Mutter ist nicht tot, sie lebt nur noch Wochen, und ich werde sie in meinen Armen halten, werde für sie arbeiten dürfen und ihr ver- gelten, was sie an mir gethan und was sie meinet­wegen gelitten, Frau Rätin," setzte das junge Mäd­chen hinzu, als sie sah, wie die Matrone wohl ein wenig mißtrauisch den Kopf schüttelt,o, Frau [ Rätin, noch einmal, lassen Sie sich nicht beirren durch das Geheimnis, in das ich mich Ihnen gegen- über hülle. Sie werden ja eines Tages auch die, Wahrheit erfahren, und ich weiß, dann verdammen, Sie mich nicht, dann werden Sie auch Mitleid, fühlen für meine angebetete, tief unglückliche Mutter.",

Bei der Förderung des Erwerbslebens wird Preuße» mit einem Pro-Kopf-Satz von 1,53 Mk. nur von Oesterreich übertroffen, welches hierfür 2,65 Mk. verausgabt, während sonst nur Frankreich hierfür etwas über 1 Mk., die anderen Staaten nicht einmal diesen Betrag, Italien nur 34 Pfennige, verwandten. Für Unterricht, Wissenschaft und Kunst werden verausgabt in Preußen 7,70 Mk. gegen in Oesterreich 4,39 Mk., Italien 3,09 Mk., Frankreich 6,63 Mk., England 6,30 Mk., Rußland 1,31 Mk. u. s. w. u. s. w.

Dasselbe günstige Bild aber zeigt sich bei den von uns ermtttelten Prozentsätze» der Ausgaben für die einzelnen Verwendungszwecke."

Planitz. Rach der Tafel unternahmen die Majestäten eine Segelpartie auf der Havel. Den Donnerstag, de» Sterbetag Kaiser Friedrichs, brachten der Kaiser und die Kaiserin in stiller Zurückgezogenheit zu. Gegen Mittag begaben die Majestäten fich nach dem Mausoleum in der Friedenskirche zu Potsdam, um dort am Sarge einen Kranz niederzulegen und einige Zeit in stiller Andacht zu verweilen. Auch die z. Z. [in Potsdam anwesenden Mitglieder der kgl. Familie! hatten im Laufe des Tages zumeist persönlich die Ruhestätte Kaiser Friedrichs besucht und gleichfalls Lorbeerkränze niedergelegt. Aus Stockholm wird derVoff. Ztg." geschrieben: König Oskar von Schweden-Norwegen hat Kaiser Wilhelm eiugeladen, am 29. d. M. der Elchjagd in Huuneburg beizu-, wohnen. Der Kaiser würde am 28. Abends in, Gothenburg eintreffen. DerReichsauzeiger"! schreibt:In einemDer russische Gegenvorschlag",

Durch Wolken.

Erzählung von M. W i d d e r n.

f Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung.)

Idie Reichstagswahlen und erklärt, wenn die An­hänger der Militärvorlage täglich wiederholen, Frank­reich sei der Erbfeind, die Franzosen wollten nicht vergessen, so sei dies richtig; gewiß wollen die Franzosen nicht vergesse» und werden nicht vergesse», aber sie vermögen zu warten, bis da» giftige Tier [an seinem eigenen Gifte verendet: sie verfolgen auf­merksam die latente Zersetzung dieses Kaiserreichs des Zufalls, dieser zusammengestückelten Macht.Frank­reich steht dem Koloffe mit den thönerne» Füßen furchtlos ins Gesicht. Es braucht die Stunde nicht zu beschleunigen, die Stunde wird kommen, fie naht bereits." Die bekannte Juliette Adam beschwört in einem vomJournal" veröffentlichten Artikel die IElsaß-Lothringer, Gegner der Militärvorlage zu wählen und schließt:Ich bete zu Gott, welcher Frankreich beschützt, und welcher der Gott Elsaß- I Lothringens ist, er möge in die Seelen unserer Lands- leute die Ueberzcugung einpflanzen, daß es ihm genüge, lwenn man christlich und anttdeutsch ist." | ~ Die Reichstagswahl ist nach den bisher

| vorliegenden Nachrichten recht ruhig verlaufen, auch in I Berlin hat die Agitation die üblichen Formen in keiner Weise überschritten. Die Sozialdemokraten, welche bisher zwei der sechs Berliner Mandate inne hatten, während die übrigen den Freisinnigen gehörten, hatten gewalttge Anstrengungen gemacht, weiteres Terrain zu erobern, und vielfach Frauen mit zur Hilfe herangezogen, blieben aber auch sehr ruhig. Abends bei der Verkündigung des Resultates ging [es in de» Straßen und Versammlungslokalen etwas lebhafter zu, aber bedenkliche Zwischenfälle sind nicht gemeldet. Im Ganzen wurde in Berlin in 628 ver­schiedenen Wahllokalen gewählt, die Gesamtzahl der Wähler beträgt 373 930 Personen. Der sechste Wahlkreis, der größte in ganz Deutschland, zählt 121567 Wähler. Die Beteiligung war vielfach nicht eben stark und erst die dringenden Anffordeiungen der Vertrauensmänner brachten manchen Säumigen herbei. Das Wetter war heiß. Die Polizei hatte keinerlei besondere Anordnungen getroffen, das Militär hatte Kasernendienst, konnte also eventuell sofort heran­gezogen werden. Im Wahllokale im Kaiserhofe wähtte | vormittags 11 Uhr auch der Reichskanzler Graf Caprivi, der schlichte Generalsunfform trag. Bei seinem Eintritt erhoben fich die Herren vom Wahlvorstande; der Reichs­kanzler überreichte dem Vorsitzenden feinen Zettel und entfernte sich dann schweigend. Die Arbeitermasseu strömten besonders von 56 Uhr abends znm Wahl- tische, trotz des verschiedentlich herrschenden Gedränges blieb aber alles ruhig. Die meiste Arbeit wurde auf

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Deutsches Reich.

W. Stettin, 16. Juni. Der Kaiser empfing Mittwoch Mittag den Generalleutnant Edler v. d.

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Margot hatte unter heftigem Schluchzen die Sprechen Sie nur, mein liebes Kind," flüsterte I Kniee der Matrone umschlungen und wie die Rätin die Rätin,was in meinen Kräften steht, chue ich! nun in das aufgeregte Gesichtchen blickte, streichelte schr gern für ©je!" Isie liebevoll das dunkle Haar ihres Schützlings:

Was ist Ihre Bitte, Kind?" sagte fie gütig »Helfen Sie mir eine Wohnstätte für die Mutter und mich suchen, eine Wohnstätte, sei dieselbe, wie sie sei, wenn sie die Arme nur nicht mit fremden Leuten in Berührung bringt ein kleines Heim, ein winziges Häuschen vielleicht inmitten eines Gartens."

Entwurf eines autonomen

Maximaltarifs entnommenes Verzeichnis von Ab- änderungen, vornehmlich Zuschlägen zum gegenwärtigen russischen Zolltarif mst der Behauptung, das- [ selbe bilde den Inhalt eines russischen Gegenvor­schlags an Deutschland, in dem letzterem der Fort-j genuß des gegenwärtigen russischen Zolltarifs mit gleichzeitiger ungünstiger Behandlung anderer Staaten als Aequivalent für die Herabsetzung der deutschen landwirtschaftlichen Zölle angeboten worden ist. Wir sind zu der Erklärung ermächttgt, daß der deutschen Regierung ein Vorschlag dieser oder ähnlicher Art von Seite» der russischen Regierung zu keiner Zeit ge- Imacht worden ist." Finanzminister Dr. Miguel, sowie andere, von RektorAhlwardt angegriffene Personen haben, denHamb. Nachr." zufolge, diesen wegen I Beleidigung und Verläumdung verklagt. Für die iReichstagswahl am Donnerstag waren nicht I weniger als 1401 Kandidaten in de» 397 Wahl­kreise» vorhanden! Es haben Kandidaten aufgestellt: Sozialdemokraten 359, Freisinnige 255, Zentrum 225, Nationalliberale 153, Konservative 135, Anti­semiten 89, Volkspartei 39, Freikonservative 36, Polen 29, Bayerische Bauernpartei 22, Welfen 19, Elsässer 14, Mecklenburger Rechtspartei 7, Wilde 2, Reußische Partikularisten 1, Bund der Landwirte 5, Lütauer 4, Domänen 3, Hessische Rechtspartei 2, Mittel- standspartei 1, Handwerkerpartei 1, zusammen 1401 Kandidaten. Eine sehr bemerkenswerte Erscheinung ist in der diesmaligen Wahlbewegung die völlige Zu­rückhaltung der Regierung. War auch sehr! übertrieben, was ftüher über Versuche, die Wahle»! zu beeinflussen, gesagt worden ist, heute müssen auch! die leidenschaftlichsten Gegner der Regierung. zuge-! stehen, daß ein Druck von oben in feiner Weise geübt I worden, das Verhalten der Behörden vielmehr in| jeder Weisekorrekt" gewesen ist int Sinne Der­jenigen, die behaupten, die Regierung habe bei den Wahlen nur den Zuschauer abzugeben. DieNeue Züricher Ztg." hält es für zweifelhaft, ob ein solches Verhalten doch nicht zu ideal sei für den großen Teil der Wählerschaft, der nicht in der Lage ist, sich ein selbständiges Urteil in politischen Dingen zu bilden und einer Führung bedarf. Unter der Herr-! schäft des allgemeinen gleichen Wahlrechts pflege Derjenige den Kürzere» zu ziehe», der die Dinge zu vornehm behandle. Nur allzu leicht werde solche Korrektheit" mit Schwäche verwechselt. Das Pariser BlattLe Jour" bespricht in einem LeitartikelDer Koloß mit den thönerne» Füßen"

*) Die öffentlichen Ausgaben der größeren europäischen Länder nach ihrer Zweckbestimmung. Jena 1893, Gustav Fischer. 8°. 67 S.

**) Finanzstatistisches zu den Schulden der europäischen Großmächte. Conrad'sche Jahrbücher. Jena 1887. j

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Rlnick und 8trlig. IOh. UIg, Koch, ttniversttitS-Bnr^rackerei in RorbnrU A4 * i o -»^**^*

Jllirstrrrtes Sonntagsblatt.

Die Rätin handelte, wie immer, so auch jetzt ihrem Grundsatz getreu, daß man sich in niemandes Vertrauen drängen dürfe und wartete geduldig ab, ob der junge Schützling ihr einen Kommentar liefern würde für diesen Glücksausdruck in seinen Zügen oder nicht. Aber herzlicher, mütterlicher noch al« gewöhnlich war sie mit dem jungen Mädchen, das ! heute noch in fieberhafterer Eile als sonst sein ein­faches Mahl einnahm Aber wie Margot endlich __so seltsam, ängstlich freudevoll möchte man sagen, ? zu ihr hinübersah und mit bebender Stimme sagte:

»O, ich hätte eine große Bitte an Sie, Frau Rätin!" zuckte es doch freudig in dem guten, schönen Matronenangesicht und das Herz schlug ihr hörbar in dem Gedanken:Jetzt wird sie fich vielleicht doch! noch entschließen!" I

Köller milie.

Satten k 37b H. baf.

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Ich will nur Ihren Rat, Ihren mütterlichen Rat, meine teure Wohlthäterin " Und bann fetzte sie hinzu:Ich ich bin nämlich genötigt, mich selbständig zu machen das heißt ich ich . nber lassen Sie mich kurz fassen: Meine Mutter 1 (wird Mitte Mai zu mir nach der Residenz kommen! (»71| unb natürlich mit mir zusammenleben ich"

Tie Frau Rätin hatte in grenzenlosem Er- »«unen Messer und Gabel zur Erde fallen lassen. während sie sich nun mit Margot zugleich nieder-1

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Amioncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ____

Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Ziudolf XXVIII. 5tafira. Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. M*)* 9*

Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Ifscheint täglich außer au Werktagen nach 8,«. ms .. z

föTfcÄ'ÄM. Marburg,

L' LSLL Sonnabend, 17. Juni 1893.