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ülls zu interessanten Enthüllungen führen, indem man daraus ersehen kann, wer die dunklen Hinter­männer Witboys sind, von wem er die Munition bezieht und dergleichen. Hornkranz wurde, nachdem man genaue Pläne davon ausgenommen, von den Siegern als wertlos wieder aufgegeben. Witboys Heer, 400 bis 500 Mann, ist vollständig zersprengt. Die Orlams treiben sich in kleinen Trupps und Ab­teilungen auf dem ganzen Gebiet von Rehoboth bis Walsischbai umher und haben einen förmlichen Guerrilla- krieg gegen Deutsche und Hereros begonnen. Die Straße nach Walfischbai kann nur noch unter starker Bedeckung benutzt werden. Windhoek wird jedenfalls aufgegeben werden müssen, da es bei seiner einge­keilten Lage als zu gefährlich gilt." Drei Tage später erbeutete, wie dem genannten Blatt aus Walfischbai geschrieben wird, Hendrik Witboy 110 Pferde, welche einem Deutschen gehören und am selben Tage 30 weitere den Truppen gehörige Pferde. Hendrik scheint sich noch wehren zu wollen. Zwei Mal innerhalb der letzten 14 Tage trafen zwei von seinen Leuten mit Briefen für den Magistrat n Walfischbai ein. Herr v. Bülow mit 28 Mann ist wieder auf Hendriks Spur. Die „Arcona" erwarten

— (Ein Schurkenstreich gegen eine Braut.) Die 20jährige, unverehelichte Schneiderin Marie Zumbrock in Berlin hat sich am Sonnabend das Leben genommen, indem sie vom Holsteiner Ufer in die Spree sprang. Wie sich jetzt herausgestellt hat, ist sie durch eine höchst frivole Handlungsweise eines Mannes, der sie angeblich liebte, in den Tod getrieben worden. Marie Z. hatte sich vor einigen Monaten mit einem Eisenbahn - Assistenten verlobt, der sodann nach Posen versetzt wurde. Seitdem näherte sich ein Mann dem Mädchen, der sich Alexander P. nannte und vorgab, bei einer am Berliner Hofe akkredierten Botschaft angestellt zu sein. Wiederholt warb er um die Liebe des wirklich schönen Münchens, erhielt aber von Marie Z. stets eine abweisende Antwort mit dem Hinzufügen, daß ihr Herz bereits einem Anderen gehöre. Jetzt griff P. zu einem verwerflichen Mittel. Nachdem er sich einige Tage nicht hatte sehen lassen, erschien er am vorletzten Dienstag wieder mit der Nachricht, daß er seinen

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Ueber die Erstürmung von Hornkranz 11

berichtet die „Südafrik. Ztg." Folgendes:

Hauptmann v. Francois hörte, daß Witboy einen neuen Raubzug nach Rehoboth Plane, ^n aller Stille machte er deshalb seine, vor wenigen Tagen flUs Walfischbai eingetroffenen Mannschaften, etwa 200 Mann, marschbereit und rückte vor Witboys --estung Hornkranz, wo es ihm unter dem Schutze per Nacht gelang, am 13. April unbemerkt einzutreffen «nb die Bergaufgänge bis auf einen einzigen zu blockieren. Zur Besetzung dieses letzten wurde eine Abteilung Soldaten abkommandiert ehe dieselbe je­doch am Bestimmungsorte eintraf, hatten die Hotten­den im anbrechenden Morgenschein die Deutschen flickt. Der Hottentotten-Posteu gab sofort Feuer auf den nächsten Soldaten, welcher, schwer in den Unterleib getroffen, zusammenbrach und bald verschied. Dies wurde Veranlassung zum sofortigen Angriff. Die Soldaten stürmten die Zinnen der Feste, konnten jedoch den Feind nicht mehr im Schlafe überrumpeln. Jetzt begann ein entsetzliches Schauspiel: statt sich wütig Mann gegen Mann zu verteidigen, waren die Hottentotten nur auf den Rückzug bedacht und diesen wußten ihnen die Weiber und Kinder decken, welche barrikadenartig von den Feiglingen vorgeschoben wurden. Die deutschen Soldaten wagten offenbar nicht zu schießen, denn sowie sie auf die Hottentotten anlegten, hielten ihnen diese Weiber und Kinder als Deckung vor. Witboy selbst entfloh auf einer Seite, von welcher kein Angriff gemacht worden war und entkam trotz eiliger Verfolgung. Es zeigte sich jetzt, daß der Verlust auf deutscher Seite aus einem Toten und drei Verwundeten bestand, während von den Hottentotten 80 getötet (beiderlei Geschlechts) unb etwa 100 verwundet waren. Unter den nach Wind­hoek geführten Gefangenen befanden sich Witboys Fran unb Tocher. Eine Anzahl unverwundeter Frauen blieben mit andern zur Pflege der Verwundeten zurück. Die Deutschen entfalteten gegen Letztere die größte Humanität. Großes Bedauern herrschte da­rüber, daß so viele Frauen und Kinder, welche zwischen die Kämpfenden geraten waren, getötet worden sind. Gewehre, Munition und Pferdesättel fielen den Siegern in großer Mange in die Hände. Die Flucht war so eilig, daß Witboy nicht einmal seine Prioat- korrespondenz mitnehmen konnte. Dieselbe wird jeden-

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und dabei erschossen habe. Ja, er ging soweit, die Zweifel der jungen Braut dadurch zu zerstreuen, daß er ihr auf den Tod des Bräutigams bezügliche 1 Papiere vorzeigte,, die aber gefälscht waren. Das 1 aufgeregte Mädchen gab sich ganz der Trauer um ■ den Tod des Bräutigams hin und teilte Sonnabend , Bekannten mit, daß sie nach dem Ableben des Ge­liebten keine Freude am Leben mehr habe und in den Tod gehen wolle. Diesen Plan hat sie auch bald darauf ausgeführt. Die Duellgeschichte ist von dem cynischen P. von Anfang bis zu Ende erfunden worden, weil er hoffte, die Neigung der Z. nach und nach für sich zu gewinnen, wenn sie ihren bisherigen Bräutigam für tot halten mußte.

— Die Ueberschwemmnngen in Galizien haben auch in zahleichen Ortschaften des Stanisbiuer Bezirks große Verheerungen angericht. Die Saaten sind vernichtet, Brücken und Straßen zerstört. — Der größte Teil der Geschäftsgegend in der nord- amerikanischen Stadt Fergo ist durch Feuer zerstört Tausende sind obdachlos, der Schaden wird auf zwei Millionen Dollars veranschlagt. — Zur Über­schwemmung in Galizien wird noch gemeldet: Es ist unmöglich, gegenwärtig die Größe der Uber schwemmungskatastrophe festzustellen. Das ganze ostgalizische Flußnetz ist aus den Ufern getreten, fast alle an diesen Flüssen gelegenen Ortschaften sind ganz oder teilweise überschwemmt, auch Menschenleben sind zu beklagen. Viele Gegenden wurden noch von Hagelstürmen heimgesucht. Auch aus Westgalizien lauten die Nachrichten unerfreulich.

— (Ein Knabenduell.) Aus Paris wird folgende, kaum glaubliche unb doch wahre Geschichte mitgeteilt: Zwei Knaben, der 12jährige Louis Michelin unb ber 13jährige Paul Abadin, „verliebten" sich in die 11jährige Alice Dupuy. Sie beschlossen, sich zu duellieren. Sie nahmen große Küchenmesser und suchten einen ein gezäunten Bauplatz bei ihrem Wohn­hause auf. Nach kurzem Kampfe sank Abadin mit durchstochener Lunge nieder. Michelin floh, ohne sich um den Sterbenden zu kümmern, der erst nach einer Stunde tot aufgefunden wurde.

— (Eine neue Mackenzie-Brochure.) In London ist eine Mackenzie-Brochure erschienen, die in Form einer Biographie die Krankheit Kaiser Friedrichs unb Mackenzies bekannten Streit mit ben deutschen Aersten nochmals erörtert. Thatsächlich

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Ueber den von mir hier eingeführten deutschen

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schreibt Herr vr. H. Brackebusch in Berlin: Nach der Untersuchung stellt dieser deutsche Cognac den eigentlichen Typus eines reinen und guten Weindestillates dar, welches nicht leicht wieder erreicht und kaum übertroffen werde» dürfte. Das Bouquetdieses Fabrikates über­trifft unzweifelhaft das französische Vorbild.

Ferner bezeugt Herr Dr. F. Fürst, pro». Arzt in Langen: Nach den langjährigen Erfahrungen, welche ich mit verschiedenen Cognacsorten gemacht habe, hat sich nur dieser deutsche Cognac für medizinische Zwecke als am brauchbarsten, billigsten und den teueren französischen Cognacs in keiner Weise in therapeutischer Beziehung nachstehend bewährt. ________

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Das deutsche Geschäft der Gesellschaft verlief In be­friedigender Weise und bezifferte sich die Prämien Einnahme in Deutschland infolge eines Zuwachses an neuen Prämien im Betrage von Mark 169 071.57 auf Mark 3 026 135.90.

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