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: auf sich nehmen, trotzdem sie doch sonst so sehr irauf bedacht war, immer mehr zu erwerben und h mit peinlicher Aengstlichkeit jeden Groschen zurück-

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Es waren, wie die Gräfin geplant, wirklich tag- ich zwei Stunden, die Margot im Atelier Anna Herzfelds zubrachte. Aus ihrem eigenen Heim kom­mend, wo sie in aller Hast zu Mittag gespeist, eilte das junge Mädchen, überall Pferdebahnwagen be­nutzend, nach der Tiergaitenstraße zu dem gräflich

schien den Augen der Erschreckten eine hohe Männer­gestalt, nur für eine Sekunde trafen sich ihre Blicke mit dem ernsten prüfenden Blick Graf Guidos.

Alle die jungen hübschen Kolleginnen Margots, heimlich selbst die gestrenge Direktrice des Mode- bazars vonArner und Setten*, hatten es ein großes, unerhörtes Glück genannt, das unserer jungen Freundin dadurch widerfahren, daß Gräfin Anna Herzfeld Gefallen an ihrer Erscheinung ge­funden, denn wie reich beschenkte die aristokratische Künstlerin nicht ihr liebliches Modell?"

Margot selbst fühlte sich auch, ganz wider alles Erwarten, heiter und befriedigt in der neuen Stellung, sie barg ja nichts Demütigendes, nicht» Entwürdigen- res für sie. Im Gegenteil, Gräfin Anna behan- ielte die kleine Modistin, soweit es ihre angeborene Vornehmheit erlaubte, mit hinreißender Güte und Herablasiung und sie verstand auch, sich das Ver- rauen ihres bewunderten Modells zu erobern. Das unge arbeitende Mädchen sprach der Frau von Geburt fast von allem, was sie erlebte bewegte nur über die Vergangenheit legte sie auch der Gräfin gegenüber einen undurchdringlichen Schleier und Anna Herzfeld war, gleich der greisen Rätin auch viel zu zartfühlend und viel zu edel, um Mar- got abzuringen, was sie sichtlich nicht freudig, viel­eicht nur mit der größten seelischen Ueberwindung emzugestehen vermochte.

legte, den sie sich nur irgend abdarben konnte. Zum Erstaunen der Rätin, der eine so beitriebene Spar­samkeit nicht recht gefallen wollte.

Anna verstand sie und ohne weiter in das junge Mädchen zu dringen, sagte sie nur:

»Nun, dann werde ich mit der Direktrice sprechen, wenn es sein muß, auch wieder mit Ihrem Chef, um dieselben zu veranlassen, Ihnen den Nach­mittagsdienst zu kürzen ... Sie opfern mir dann vielleicht die Zeit von 2 bis 4 Uhr?! Reden Sie nicht mehr dawider. Kind, ich würde doch Himmel und Erde in Bewegung setzen, um Sie zum Modell für meine Nonne zu erlangen. Wenn ich ein ganzes Jahr hindurch nur das Streben gekannt, ein Antlitz zu finden, dessen Züge sich für meine Lieb­lingsidee verwenden ließen und ich babe nun end­lich ein solches Gesicht gefunden, dann müßte mir jedes Künstlerstreben fern sein, sollte ich nicht alles aufzubieten versuchen, Gutes und Böses sogar, wenn er nicht anders geht, um mich auch in die Lage versetzt zu sehen, diese» Köpfchen wirklich für meine Zwecke zu benutzen."

So und ähnlich noch sprach die schöne Frau mit der hohen königlichen Gestalt, in deren Be­wegungen so viele Vornehmheit und stolze Würde lag, während aus den großen blauen Augen nur die Feuerseele der gottbegnadeten Künstlerin leuch­tete in das junge Mädchen hinein, bi» auch Margot Angst und Vorurteil vergaß und beinahe reudig das Versprechen gab, ebenfalls ihr Teil zu thun, um die Erlaubnis der gestrengen Direktrice zu erlangen.

Als sie dann das Gemach verlassen wollte, um wieder ihren Karton am Arme dje Droschke ;u besteigen, rauschte es plötzlich in der Portiere i um Nebenzimmer, und nur für einen Moment er-

Schwester gebeten, heimlich auch noch Portrait der Kleinen zu malen.

Wieder einmal saß das junge Staffelei gegenüber. Wie immer an

m» otterie g der Viertel vettere (3639 in.

Marburg,

Sonntag, 11. Juni 1893.

Wochenschau.

Die großen FrühjahrSparaden in Berlin und Potsdam hatten, wie bekannt, eine stattliche Zahl von Fürstlichkeiten an den deutschen Kaiserhof ge­rufen, die auch zum Teil in dieser Woche noch dort verblieben find. AuS dem Verlaufe dieser Tage nun find dem Kaiser mehrfache Aeußerunge» über politische Tagesftagen zugeschriebeu worden, namentlich bezüglich der Zweckmäßigkeit unseres heutigen Reichstagswahl­rechtes. Es ist indessen unverzüglich festgestellt, daß der Kaiser keinerlei Pläne hegt, welche mit einer Aenderung der Verfassung ober mit einer Abschaffung des henttgen allgemeinen Wahlrechtes in Verbindung stehen. Seine Sommerreisen wird der Kaiser voraus­sichtlich verschieben, bis die Entscheidung im Reichs­tage in Sachen der Mtlitärvorlage gefallen ist; auch von einer nahen Begegnung mit dem Kaiser Alexander von Rußland kann unter den obwaltenden Umständen keine Rede sein. Einer der bekanntesten deutschen Generale, General von Albedyll, Kommandeur des westfälischen Armeekorps, der langjährige Chef des MilttärkabineüS unter Kaiser Wilhelm L, scheidet seines hohen Alters wegen auS dem aktive» Dienste, gleichfalls ist im bayerischen Kriegsministerium ein Personenwechsel vor sich gegangen. Der bewährte Vizeadmiral unserer Kriegsmarine, Knorr, ist znm Admiral ernannt worden. Die deutsche Flotte hat damit ihren ersten bürgerlichen Admiral. Selten hat eine Ernennung solche Befriedigung erregt wie die in Rede stehende.

Von politischen Dingen liegt, da die Wahlbe­wegung olle Kreise in Anspruch nimmt, anS dem Deurschen Reiche sehr wenig vor. Zu bezeichnen ist, daß die Reichspost im letzten Jahre »ach dem eben getroffene» Abschluß wiederum einen beträchtlich ge­stiegenen Reingewinn hat, insgesamt also schon über 24 Millionen Mk., ein Umstand, bei Exzellenz Stephan nun boch wohl veranlasse» bürste, manchen Reform­wünschen eine etwas geneigtere Miene zu zeigen, als dies bisher geschehen ist. Als neuestes DeckungS- objekt der Kosten der neue« Militärvorlage bei einer eventuellen Annahme derselben wird jetzt eineReichs- erbschastssteuer genannt; es ist ober nicht recht klar, ob dies Projekt für die Gegenwart bestimmt ist, oder ob es sich nur um die Wiederholung eines früher gefaßten, aber bald wieder abgethanen Planes handelt. Der Großherzog von Baden, der zu den populärsten deutschen Fürsten gehört, ist auf einer neuen badischen Sriegerversammluug abermals zu Gunsten der strettigen MUitärvorlage ausgetreten. Der Kaiser hat in einem

»Da endlich ein Lebenszeichen von unserem lieben Major von Gronow!" rief er lebhaft. . . »Der Aermste hat wirklich wegen jenes unglück­lichen Sturzes vom Pferde feinen Abschied ge­nommen und fungiert jetzt kannst Du es fassen, Inna ? als Zuchthausdirektor in W am Rhein! . . . Kaum glaublich, nicht wahr, wenn man an die liebenswürdige Art Gronows denkt, an fein freundliches, gutes Wesen!"

»In W!' Wie ein Hauch nur war e» in­zwischen über die Lippen Margots gekommen. Nie-

Gras Guido kam auch fast täglich in das Atelier einer Schwester und hatte ein paar freundlich teil­nehmende Worte für die Tochter der einst so 83er» ehrten, jener Frau, um derentwillen ihn gewiß nur Margots Gesichtchen so interessierte,

diesem Platze o auch heute im grauen, schmucklosen Nonnenkleid und der einfachen Kopfbedeckung der Himmelsbraut, aus der das süße Gesicht mit dem seltsamen Teint «einahe befremdend schön hervorlugte.

Die beiden Frauen, welche sich in so verschie­denen Lebensstellungen befanden, unterhielten sich, während die Gräfin eifrig schaffte, auf das Leb­hafteste mit einander und hatten eben ihre Gedanken über ein neu erschienenes Buch ausgetauscht, al» Graf Guido, unangemeldet, wie e» ihm Anna ein für alle mal gestattet, in das Atelier trat, er hielt einen Brief in der Hand, und eilte nach kurzem, aber sehr höflichem Gruß für da» junge Mädchen rasch auf feine Schwester zu:

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Jllnstrirtes Sonntagsblatt. Redaktion'und ^pd>ftü>n^ Martt^Ll"

für feine Landsleute passende Rede zu halten, die man als sein künftiges Regierungsprogramm betrachten kann. Er stellte sich auf den Boden des Mittel­standes und der besitzenden Klassen, schmeichelte der gallischen Eitelkeit so viel wie möglich und that end­lich die unvermeidliche Portion Revanchepfeffer an das Gericht. Großer Beifall an allen Ecken und Enden, und nur die Radttalen, die ihm persönlich feind sind, sowie die Soufan giften, die ihm wegen der Verfolgung ihres durch Selbstmord geendeten Meisters hassen, schwören ihm den Tod. Wir können von dem neuen kommenden Mann Frankreichs nur sagen:Es giebt dort schlechtere, als er". Die Londoner Parlameutsverhanblungeu über Gladftone's Homerulebill schreiten in unveränderter Langsamkeit vorwärts. In Italien erweckt lebhaftes Aufsehen das Austreten des französischen Generals Fabre, welcher auch nach der Beiwohnung einer militärischen Feier noch längere Zeit im Lande blieb, um dort Stimmung für Frankreich zu machen. Gelingen wird ihm das kaum, denn die Franzosen haben eben erst wieder einmal ein Zeichen ihrer Abneigung gegen Italien gegeben, indem sie bei dem unter italienischem Protektorat stehenden König Melenik von Abessynien intrieguieren, sich von Italien loszusagen. Man wird in Rom de» augenscheinlich von Erfolg begleiteten französischen Schritt recht bitter empfinden. Ein kleiner revolutionärer Putsch, der indessen boch bie Heranziehung von Militär erforderlich machte, hat in der spanischen Provinz Navarra stattgefunden. Es handelte sich dabei um die Wiedergewinnung alter Privilegien.

Aus dem Osten ist nicht viel zu berichten; das Zarenreich dämmert in bekannter Einförmigkeit dahin, nachdem in bett letzten Tagen wieder Hunderte von Nihilisten und Verdächtigen ohne eigentlichen Richter­spruch auf dem Verwaltungswege nach Sibirien ver­schickt worben finb. Aus bem Orient ist vor allem zu melben, daß Griechenland nun glücklich beim Staatsbankerott angelangt ist. Das Gelb zum Zinsenzahlen ist alle geworben, unb zahlreiche brutsche Kleinkapttalisten, bie sich biefe schönen Papiere haben anempfehlen lassen, sind nun bie Hereingefallenen. Man weiß nicht recht, worüber man sich mehr wundern soll: über bie tolle Finanzwirtschaft in Griechenland ober über die Harmlosigkeit, mit welcher deutsche Bankinstitute solche Papiere dem Publikum aufgehalst joben. Wer nicht besser die Verhältnisse beurteilen änn, sollte erst einen Befähigungsnachweis als Bankier Ähre».

(3642 U.Nein, nein, Frau Gräfin, um Gotteswillen!" L, - Die ehrliche Arbeit aufgeben und nichts weiter als ff klModell" zu sein! Es schien ihr, selbst für das Atelier einer Gräfin Anna Treuden, nur eine Schmach und um keinen Preis der Welt wollte sie

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoneen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ,

Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVIII. Jahra. Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München m Köln; G. L. ®

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Deutsche Wahlgenossen!

Die Gegner der Militärvorlage behaupten, daß die Genehmigung derselbe» geschäftlich und ideal nachteilig wirken würde. Diese Behauptungen sind unrichtig, wen» wir uns nachfolgende Fragen be­antworten :

Gewährt nicht unser Vaterland allen Glaubens­bekenntnissen ien sichersten unb gleichmäßigsten Schutz? Liegt deshalb die Erhaltung Deutschlands nicht im gleichen Interesse aller Glaubensbekenntnisse?

Wttd selbst die kriegsbedürftigste Macht es wagen, unS anzugreife», wenn unsere Ueberlegenheit fest­steht? Bezahlen nicht den größten Teil der Kosten, dirett und indirekt, Diejenigen, welche Ueberfluß haben? Machen die Mehrkosten nicht einen ge­ringen Prozentsatz vom ganzen Reichshaushaltungsetat auS? Werden die Kosten, welche wir im Falle eines unglücklichen Krieges zu tragen haben, die Kosten der Militärvorlage nicht um das hundertfache übersteigen? Ist es nicht billig, daß jeder taugliche Deutsche, wie eS die Verfassung vorschreibt, Soldat wird, damtt im Kriegsfälle die Familienväter ge­schont werden können?

Wirkt nicht die militärische Erziehung vervoll­kommnend in geistiger und körperlicher Beziehung? Bietet nicht bie burch bie zweijährige Dienstzeit zu schaffende Erleichterung vollen Ersatz für die aufzu- biingenben Mehrkosten?

Vergrößert sich nicht durch bie Sicherung beS Stiebens bas geschäftliche Vertrauen? Wirb nicht Fleiß unb Intelligenz sich heben unb sich hierburch das Verhältnis der Ausfuhr zurEttrsuhr fortschreitend günstiger gestalten? Wttd nicht durch Hebung der allgemeinen Geschäftslage dem Wachstum der Sozialdemokratie mit Erfolg entgegengearbeitet? Ist es nicht heil'ge Pflicht, für unsere Kinder und Enkel das zu erhalten, was unsere Väter erworben haben? Wollen wir nicht Deutsche bleiben und als Deutsche sterben? Wollen wir nicht dafür eintteten, daß es wahr bleibt:

Deutschland, Deutschland über Alles!

Liebe deutsche Kameraden und Wahlgeaossen! Wir haben die Notwendigkeit der Militärvorlage erkannt und deshalb sei bie Parole beim bevor- tehenden Wahlkampf:

Mit Gott für Kaiser unb Reich zur Wahlurne unb für den gestimmt, welcher für die Militärvorlage Treuden'fchen Palais, wo Anna sie schon vrr ihrer Staffelei stehend erwartete.

Amch Volke«.

Erzählung von M. Widdern.

(Nachdruck verboten, j (Fortsetzung.)

Ich verlange nicht» Unwürdige» von Ihnen," sagte sie deshalb schnell.Sie sollen Ihr Gesicht­chen nur zu dem Bilde einer jungen Nonne her- geben, die vor dem Altar des Herrn in heißem Gebet mit ihren irdischen Wünschen ringt "

Und nun, ganz die Gräfin vergessend, beinahe mütterlich liebevoll über die Wangen des erschreckten Mädchens streichelnd, während ihre Augen im Künstler- eiser strahtten, setzte sie hinzu:

Den Bitten Anna Herzfelds dürfen Sie getrost Folge leisten, denn trotz alledem ist sie doch zuerst Weib und dann erst Malerin."

Nur einen Moment hoben sich noch prüfend die Augen de» Mädchens zu dem schönen Gesicht der Dame, dann neigte sie das Köpfchen und sagte mit Jeifer Stimme:

Ich will thun, was Sie wünschen, Frau Gräfin, aber ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, daß meine Zeit sehr in Anspruch ge­nommen ist "

___Und würden Sie meinen Wünschen zuliebe f nicht bis auf weiteres die Stellung in bem Geschäft aufgeben? Sie sollen sich pekuniär sehr viel besser stehen und auch sonst ein angenehmes Leben führen."

Telegramm seinem Oheim seinen Tank für dessen Worte ausgesprochen. Recht komplizierte Kolonial- verhandlungen wird wohl demnächst das Deutsche Reich mit Frankreich haben. Zwischen beiden Staaten ist schon im Jahre 1886 eine Vereinbarung über d e Abgrenzung des Hinterlandes von Kamerun getroffen, die ganz klar und zweifelsohne ist. Französische Forschungsreisende haben nun in jenen Gebieten mehrere Verttäge mit eingeborenen Häuptlingen ab­geschlossen, und bie Pariser Regierung verlangt nun, der früheren Konvention znm Trotz, bie Anerkennung dieser Verträge. Da aber die ganze Kamerunkolonie ihren Wert verliert, wen» das Hinterland vom Küsten­gebiet abgezweigt wird, heißt es von deutscher Sette natürlich:Was einmal geschrieben ist, ist geschrieben".

Eine ebenso bedeutsame wie unerwartete Er­klärung zur allgemeinen politischen Lage hat der österreichisch - ungarische Minister deS Auswärtigen, Graf Kalnoky, in den Parlamentsverhandlungen in Wien abgegeben. Er sagte mit deutlichen Worten, zwischen Oesterreich-Ungarn unb Rußland sei eine wesentliche Verbesserung der Beziehungen gefolgt, unb sprach sogar bie Hoffnung aus, biefe Verbesserung würbe sich derartig vertiefen, daß man schließlich die Rüstungen werbe einstellen können. Wenn Rußland mit dem Dreibünde wieder gut Freund wird, ver­ändert sich feine Stellung zu Frankreich allerdings bedeutend, aber ob dies Ziel sobald erreicht wird, erscheint denn doch mehr als ftaglich. Vor der Hand ist schon recht erfteulich, in den Erklärungen des Ministers ein neues und recht schätzenswertes Friedenssymptom zu finden. Ihre neuen Heeres- forderungen hält allerdings die Wiener Regierung in vollem Umfange aufrecht, und wie die Stimmung im Reichsparlament ist, werden auch sicher diese Summen, die sich in mäßigen Grenzen halten, be­willigt werden. Die Wiener Kundgebung wird von den Petersburger Regierungsblättern recht sympatisch besprochen. Die panslawistischen Organe hüllen ihren Zorn in tiefes Schweigen, und in Paris thnt man so, als habe man überhaupt nichts gehört.

Aber auch Frantteich hat in dieser Woche ein politisches Ereignis aufzuweifen gehabt, welches unser Interesse vor allen Dingen deshalb erweckt, weil es zeigt, wer in absehbarer Zukunft der Leiter der ftanzöstschen Geschicke fein wird. Es ist dies der ftühere Minister Constans, der s. Z. dem Bonlangismus mit großer Energie und ohne viele Skrupel unter­drückte, dem man aber auch großen persönlichen Ehr­geiz und starke Neigung zur Juttigue nachsagte. Jedenfalls hat er es diesmal verstanden, eine ganz

Erscheint täglich ocher tn Werktagen noch 6«m- xnb X» jo- Feiertagen.Ouartal-AbonnementS-Pret» bei der Erve-

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