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Marburg, Dienstag 6 Juni 1893
Snzetgen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«,
'»wie die Annoneen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ,
Kraukfutt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVIII. (11)10. Moffe in Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. x) *1
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
" -** Jllustrirtes Sonntagsblatt. te
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Zur Wahlbewegung.
Aus unserem Leserkreis erhalten wir folgende Zuschrift:
Ja »der Mein.
Als Wahlparole für den gegenwärtigen Wahlkampf ist von dem Reichskanzler ausdrücklich der Antrag Huene ausgegeben worden; auf ihn heißt es in der Heeresftage mit „ja" oder „nein* zu antworten.
Wie kommen dieser unumgänglichen Verpflichtung die bisher in unserem Wahlkreis öffentlich ausgetretenen Reichstagskandidaten nach?
Ein klares „ja* hat der von dem Bund der Landwirte und den Konservativen ausgestellte Kan didat Lucke ausgesprochen. Auch der nationalliberale Kandidat Professor Kaiser scheint in diesem Sinn antworten zu wollen. Seine Ausführungen in der Saalbau-Versammlung ließen es, wie überhaupt, so auch mit Bezug auf die Militärvorlage an der erforderlichen Bestimmtheit und Klarheit fehlen. Als Gegner des Antrags Huene erscheinen die Herren Dr. Böcke!, Schott und John, die Kandidaten der demokraischen Richtung in ihren hier vertretenen Spielarten, der radikal-antisemitischen, der freisinnigen und der sozialdemokratischen Partei. Ein bündiges, einfaches Nein sagt aber von ihnen nur der Sozialdemokrat. Die beiden Anderen wagen dies unserer Bevölkerung gegenüber offenbar nicht, bezw. nicht mehr.
Schott verschanzt sich dahinter, daß er zwar nicht die von der Regierung verlangte Heeresoeistärkung, aber 30 000 Rekruten mehr als bisher und, wenn die Regierung es zum Konflikt deshalb kommen lassen sollte, auch 40000 Mann mehr bewilligen will.
Dr. Böckel ist nach seiner letzte» Erklärung bereit, sogar mehr Mannschaften als die Regie»ung verlangt, aber nur dann zu bewilligen, wenn zuvor — was nebenbei gesagt ein Unding ist — gesetzlich feftgelegt wird, wie die Mittel hierzu aufge- brachr werden sollen.
In dem neuen Reichstag wird nun aber alsbald wiederum über den von der Regierung zu dem ihrigen gemachten Antrag Huene abzustimmen sein und das geht nur mit „ja* oder „nein*. Auch Dr. Böckel und Schott müßten dazwischen wählen, ein drittes giebt es nicht. Sie müßten deshalb ebenso wie der Sozialdemokrat mit „nein* stimmen und die Phrasen, mit denen sie jetzt in Wahlreden und Flugblättern ihre ablehnende Haltung bemänteln und verdunkeln, fielen dahin als das, was fie sind, eitles
Blendwerk. Man lasse sich deshalb durch sie nicht irre machen! Klarheit und Wahrheit vor Allem in dieser ernsten Zeit! Wir rufen das besonders auch denen zu, welche sich von Dr. Böckel wegen seiner ablehnenden Abstimmung im letzten Reichstag weggewandt haben. Er würde auch im neuen Reichstag nicht anders stimmen. Der jetzige Standpunkt Dr. Böckels und derjenige Schotts haben keine andere Bedeutung, wie die Sache nun einmal liegt, als das Nein des Sozialdemokraten John. Man merke sich das wohl! Keinem dieser drei Kandidaten kann daher seine Stimme geben, wer dem vertrauensvollen Ruf unseres Kaisersan seinVolk folgen will, wer zur Erhaltung des Friedens unsere Heeres- macht gestärkt und zugleich dem Volk die Verkürzung der Dienstzeit auf zwei Jahre mit derSchonung der älteren Jahrgänge als eine wertvolle Erleichterung gewährt haben will, wer unser deutsches Vaterland vor den mit einer abermaligen Ablehnung der Militärvorlage im Reichstag verbundenen, unübersehbaren innern und äußeren Wirren bewahrt wissen will.
— In das Kapitel des Wahlschwindels gehören die mancherlei Zahlenkünste, die jetzt namentlich von der fteisinnigen Volkspartei in Reden und Flugschriften angewandt werden, um je nach Bedarf einmal die Regierungsforderungen recht hoch erscheinen zu lassen und es dann wieder so darzustellen, als ob die Mehrheit Richter-Lieber beinahe ebenso viel „angebotcn* hätte, als gefordert war. In einem von der „Freis. Ztg.* vertriebenen Flugblatte gegen den Bund der Landwirte wird die Zahl der verlangten Vermehrung des stehenden Heeres mit 90 000 Mann angegeben. Ein anderes Flugblatt mit demselben Fabrikstempel, das zur Aufstachelung der Beamten bestimmt ist, behauptet sogar, die neue Militärvorlage wolle das Friedensheer um mehr als 100 000 Mann verstärken. In Wahrheit verlangt die neue Vorlage nach dem Anträge Huene 59 000 Gemeine und 11000 Unteroffiziere, zusammen nur 70 000 mehr. Die falschen Zahlen 90000 Mann und mehr als 100 000 Mann hat Herr E. Richter aufgebracht. Er rechnet nämlich die Vermehrung der Verpflegungstage, die durch die Abkürzung der Rekrutenvakanz entsteht, in Menschen um, was natürlich ganz unzulässig ist. Ein Versuch der entgegen«
Durch WotLerr.
Erzählung von M. Widdern.
sNachdruck verboten^
. Die verwitwete Jntendantnrrätin Bergmann saß allein, ihren mächtigen Strickstrumpf in den weißen, wohlgepflegten Händen, auf dem behaglichen Plätzchen in der Festernische und ließ die Nadeln eifrig klappern. Dabei mochten aber ihre Gedanken weit abschweifen von der mechanischen Arbeit, fern hinaus aus dem kleinen Stübchen mit seinen altfränkischen, verschnörkelten Mobilien, denn in nervösem Er- schrecken fuhr sie zusammen, als sich die Thür leise öffnete und Hanno, die kleine Aufwärterin, durch die Halle sagte:
„Frau Rätin verzeihen, aber es ist ein junges Fräulein draußen, das Sie zu sprechen wünscht *
„So führen Sie es doch herein!* erwiderte die Matrone und man hörte es deutlich aus dem Ton ihrer Stimme, daß sie neugierig darauf war, wem diese Anmeldung galt.
Die Thür schloß sich wieder und die winzige Person verschwand, um jedoch gleich darauf von neuem auf der Bildfläche sichtbar zu werden. Ties- wal aber von einem bleichen jungen Wesen gefolgt, dessen schwarze Kleidung darauf schließen ließ, daß « erst vor kurzem einen herben Verlust erlitten.
Es lag etwas so Tiefergreifendes in der ganzen Erscheinung des fremden Mädchens, daß die Matrone am Fenster sich sofort von dem rührenden Liebreiz ihrer Besucherin bezwungen fühlte und ihr sreundlich entgegeneilte.
„Darf ich fragen, was Sie zu mir führt, mein jtäulein ?;' sagte sie nun mit ihrer weichen, wohl- tuenden Stimme.
Nur einen Moment blickten die ernsten Augen Fremden wie forschend in das Gesicht der alten
Frau, dann hob ein tiefer Atemzug ihre Brust und in schüchternem Tone erwiderte fie:
„Ich habe im Jntelligenzblott gelesen, daß Sie an anstänvige Damen etn Zimmer zu vermieten hätten; — würden Sie die Güte haben, mir den betreffenden Raum zu zeigen? — Ich mache sehr wenig Anspruch an Eleganz,* setzte sie noch leiser mit ihrem eigentümlichen fremden Accent hinzu. „Was ich wünsche, ist hauptsächlich, daß man mir Schutz in der Familie angedeihen läßt.* Und mit unnachahmlichem Ausdruck in Stimme und Geberde fuhr sie fort: „Ich stehe — momentan — ganz, ganz allein in der Welt!*
Der Jntendantnrrätin traten die Thränen in sie Augen und, vom Moment bezwungen, streckte sie dem armen Kinde beide Hände entgegen. Dann aber erwiderte sie mit vibrierender Stimme:
„So seien Sie mir jetzt schon als Hausgenossin willkommen!* Und auf eine Thür im Hintergrund des Gemaches deutend, fuhr sie fort: „Dort liegt das Zimmerchen, für welches ich eine neue Bewohnerin suche, ich vermiete es für jeden Preis, obgleich es das beste in meinem Quartier ist, wenn die Bewohnerin mir gefällt, denn ich will nur eine Gefährtin. Auch ich stehe allein, mein Kind, ganz allein, nachdem der Tod mir in einem Jahre Gatten und Kinder, zwei erwachsene Söhne, genommen —" Sie hielt leise aufschluchzend inne, bann aber trocknete ’ie sich rasch die nassen Augen und führte das junge remce Mädchen in das Nebengemach, einen kleinen, beinahe luxuriös ausgestatteten Raum, an den der mit einem baumwollenen Vorhang verhüllte Alkoven grenzte, welcher das saubere Bett barg.
„Wie hübsch es hier ist!* rief die Fremde, „fast zu hübsch für die Ansprüche, die ich machen )arf.*
gesetzten Art, nämlich das „Angebot" Richters künstlich in die Höhe zu schrauben, findet sich u. A. in einem Flugblatt für den Schildknappen Dr. Hermes an die Wähler des Kreises Jauer-Bolkenhain Landes- Hut. Hier lautet das Exempel: Der Antrag Huene will 53 500 Rekruten mehr, die freisinnige Parte bietet dagegen 17 500 Ersatzreservisten und 25 000 Rekruten zum Ersätze des dritten Jahrgangs, macht 42 500 oder nur 11000 Rekruten weniger. Hier steckt die Täuschung darin, daß 17 500 Ersatzreservisten, die übrigens gar nicht zum Friedensheere gehören, 17 500 voll dienenden Rekruten gleich gesetzt werden, als ob es keinen Unterschied für die Schlagfertigkeit des Heeres machte, ob die Ausbildungszeit des einzelnen Streiters nach Jahren oder nur nach Wochen zählt als ob ferner die den regelmäßigen Dienstbetrieb so sehr störenden Ersatzreserveübungen nach Einführung der abgekürzten Dienstzeit noch beibe- halten werden könnten! Das ist genau dieselbe, die Qualität der Truppen unterschätzende „Zahlenwut*, gegen die sich die Worte des Reichskanzlers vom November 1891 richteten. Wenn der Unterschied so gering ist, warum hat die freifmnige Partei nicht für den Antrag Huene gestimmt? Freilich wird der Pferdefuß sofort sichtbar in der Kostenrechnung. Das Flugblatt rühmt, daß es die um Richter um 40 Mill. Mark billiger gemacht hätten, wonach also ein Mehr oder Weniger von nur 11000 Rekruten einen Unterschied von sage und schreibe 40 Mill. Mk., also von 3636 Mark auf den Kopf, machen würde. Die Elsatzreservisten sind allerdings teure Mannschaften, aber nur deshalb, weil sie ihren Zweck nicht erfüllen und in den Rahmen eines in kürzerer Zeit gut zu schulenden Heeres nicht mehr passen. — Mit solchen Machwerken wird das Urteil der Wähler zu fälschen versucht!
— (Eine sozialdemokratische Wühlreise.) Die in Frankfurt a. M. erscheinende sozialdemokratische „Franks. Volksstimme* enthält nachstehenden sehr bemerkenswerten Bericht über eine Wühlreise in Nassau.
„Am ersten Psingstfeiertag unternahmen sechs hiesige Genossen eine Agitationstour in das Amt Usingen, die drei Tage dauerte. Unsere Ausnahme war gerade keine Gute zu nennen, was in Anbetracht des Umstandes, daß in fast sämtlichen Orten, die wir besucht haben, noch niemals eine sozialdemokratische Stimme abgegeben wurde, ganz erklärlich war. Gleich im zweiten Ort, den wir bearbeiteten, wurde uns ein Willkommen, wie: „Stromer, Vagabunden,
Und bann beinahe angstvoll zu ber alten Dame aussehend, setzte sie hinzu:
„Und ber Mietzins? — Der Begriff Ihrer Worte „für jeden Preis!" ist so relativ, Madame! — Ich habe im Moment freilich noch über ein 'keines Kapital zu verfügen, möchte mir dasselbe edoch unbedingt für bestimmte Zwecke belassen und nur von dem leben, ja noch sparen, was ich mir zu erwerben vermag.* Und bann fuhr sie schnell fort ehe bie Jntenbanturrätin noch Zeit zur Antwort gewann: „Erst gestern hier angekommen, ist es mir gelungen, ein Engagement zu erlangen; durch Vorzeigung eines Attestes über frühere Beschäftigung in ber Darnenkonfektions-Branche, habe ich bei „Amer und Setten* Placement als erste Arbeiterin, mit einem Monatsgehalt von sechzig Mark vorläufig, gefunben."
Die Jntenbanturrätin nickte mit bem ehrwürdigen, weißen Kopfe, auf welchem ein noch weißeres Mull Mbchen faß:
„Arner und Setten! Eine sehr geachtete Firma, mein Kind. Und ber Gehalt — nun, gar groß für bie Verhältnisse in der Residenz ist er nicht und von Sparen wird wohl kaum bie Rede fein können, immerhin vermögen Sie mit ihm auszukommen, hauszuhalten. Und was den Mietszins meines Zimmerchens anbelangt, nun fo wollen wir ihn nach Ihrem Einkommen bemessen Ich denke, zehn Mark ■ür den Monat wirb Ihnen gewiß nicht zu viel sein, sobald ich mich noch bereit erkläre, Ihnen bafür auch noch ben Morgenkaffee zu verabreichen Freilich, eine. Gegenleistung erwiinsche ich auch. Wenn Sie die Lektüre lieben, würden Sie mir am Abend wohl ein Stündchen vorlesen? — mir geht ein gutes Buch über alles und meine alten Augen verbieten mir doch jede Anstrengung.*
Landstreicher, Faulevzer!* u. dgl. m. zugerufeu. Rufe wie: „Geht Harn un lest die Bibel, deß iß gescheiter*, „Schütt en e Dippe (Tovf) voll Wasser über 'n Kopp" wurden vielfach laut. An manchen Orten mußten wir uns schleunigst aus dem Staube machen, um nicht eine Tracht Prügel zu bekommen. In Espa, dem letzten Ort, den wir besuchten, wurde uns bei Ausführung der Lasten, welche die Annahme der Militärvorlage dem deutschen Volke auferlegen würde, die Antwort zu Teil: „Unsere Söhne dienen mit Stolz unferm Kaiser, und wenn wir noch einmal soviel Steuern bezahlen müßten, so würden wir das mit Freuden thun. Steuern bezahlen ist für uns eine Ehrensache."
Deutsches Reich.
W, Werkt«, 5. Juni. Der Kaiser arbeitete am Sonntag Vormittag im Neuen Palais bei Potsdam während der Morgenstunden zuerst allein. Später begaben sich die kaiserlichen Majestäten mit größerer Begleitung nach Berlin, um dort der Einweihung der neu erbauten Himmelfahrtskirche beim Gesundbrunnen in Berlin beizuwohnen. Nach der Feier kam der Kaiser mit dem Herzoge Friedrich Ferdinand von Schleswig-Holstein-Glücksburg unter einer Ulanen» Eskorte nach dem Schlosse, wohin die Kaiserin mit ber Herzogin, ihrer Schwester, folgte. Später fand bei dem Kaiserpaare Frühstückstafel statt, der auch der Graf von Turin, der Vormittags den Gottesdienst in der katholischen Hedwigsttrche besucht hatte, beiwohnte. Am Abend .war Galavorstellung fin Opernhause. Die meisten der zu den Paraden nach Berlin gekommenen fürstlichen Gäste haben die Reichshauptstadt wieder verlassen. Der Prinz Leopold von Bayern hat sich Sonntag Nachmittag nach Halberstadt begeben, um in seiner Eigenschaft als Chef der zweiten Armeeinspektion die dortigen Schwadronen der Bismarckkürassiere zu besichtigen. — Eine neue rumänische Anleihe wird demnächst von deutschen Emissionsbanken auf den Markt gebracht worden. Die Finanzverhältnifse des genannten Staates geben zu größeren Bedenken keinerlei Anlaß, aber angesichts der nach Hunderten von Millionen zählenden Verluste, welche das deutsche Kleinkapital in den letzten Jahren durch die auswärtigen Papiere erlitten hat, die doch samt und anders von deutschen Banken auf den Markt gebracht wurden, wäre dringend zu wünschen, daß sich kein einziger Kleinkapitalist an der bevorstehenden Sub- kription beteiligt, damit den Herren Bankiers einmal
lieber das Gesicht des jungen Mädchens flog ein Teubiges Lächeln und für die Dauer eines Augen- 'licks machte es die bleichen, liebreizend keuschen Züge ideal schön.
„O, Madame, ich will alles thun, was Sie wünschen, wenn ich nur hier bleiben darf. Ach Gott,* fetzte sie dann hinzu, „feit Wochen werde ich ja endlich wieder das Gefühl des Zusammenseins empfinden!* Und plötzlich die Hände vor das Ge- rcht schlagend, kam es wie ein Schmerzensschrei über ihre Lippen: „Was hab' ich nur gelitten 1"
Minuten vergingen, es war ganz still im Gemach, die Matrone unterbrach mit keinem Laut, mit ‘einer Bewegung die Versunkenheit ihres Schützlings. Dann aber lösten sich die Hände des Mädchens von ihrem thräuenüberfluteten Gesicht:
„Verzeihen Sie, Madame,* flüsterte sie, „und 'ragen Sie mich nicht — nie!*
Die Jntenbanturrätin zögerte einen Augenblick, dann erwiderte sie jedoch, freundlich ihre kleine runde Hand auf bie Schulter des jungen Mädchens legend: „Nein, mein Kind, ich dränge mich in keines Menschen Vertrauen. Daß ich nicht einer Unwürdigen Teilnahme schenke, sagt mir ja eine lang- erprüfte Menschenkenntnis — ein Blick nur in Ihre Augen, die nicht zu täuschen vermögen. So, und jetzt auch genug davon; — aber Ihren Namen werben Sie mir doch nennen müssen,* setzte sie bann noch hinzu, „und ben Ort, woher Sie kommen!*
Wie ein Schauer durchrieselte es den schlanken Körper des Mädchens, ihre Stimme zitterte merklich, als sie leise erwiderte, während ihr Auge mit einem änderbaren, angstvoll gespannten Ausdruck an dem Gesicht der Matrone hing:
„Ich heiße Margot Gregoroff und komme von der deutsch-französischen Grenze, aus L.*