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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
6 JllnftrirtesSonntagsblatt.
Verantwortlicher Redakteur: Christoph Rautenhau» in Marburg. Redaktion und Expedition: Markt 81;
Druck wb Verlag: JohiRn^Uoch, UntdersMEn^rnckerei stt Rarbnrg. Redaktion xttb Expedition: Markt 81;
M 124.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und Feiertagen.—Ouartal-Abouneweutr-Prei» bei der Expedition 8 Mk., bei all« Postämtern 2 Rk. 85 Big. (exkl. Bestellgeld). Jnseratiouigebühr für die gespaltene Seile »der deren Raum 10 Psg., Reklamen für die Zeile «5 Pfg.
Marburg,
Dienstag, 30. Mai 1893.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Amwncen-KmeLur von Haasensteiv u. Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Men; Rudolf Moste sti Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Haniwver, Pari».
XXVIII. Jahrg.
Neubestellungen auf die „Ob er hessische Zeitung" für den Monat Juni werben von allen Postanstalten, Landbriefträgern, in der Expedition (Markt 21), sowie von unseren Filial ° Expeditionen in Kirchhain, Neustadt, Wetter und Gladenbach entgegengenommen. Reuzugehende Abonnenten erhalten die „Ober- hesfische Zeitung" bis zum 1. Juni unentgeltlich.
Die Exped. der „Oberheff. Ztg."
Zu den Wahlen.
Die erste Woche der Wahlbewegung ist vorüber, vir können ein Resultat verzeichnen, wie eS kaum zu erwarten stand. Der Kandidat der Landwirte — der größeren und kleineren — Herr C. Lucke hat keine Mühe gescheut, sich mit seinen Wählern näher bekannt zu machen, zu ihnen zu reden und die Versammlungen gaben Zeugnis, welchen Anteil sein Bestreben hervorgerufen, welche freudige Zustimmung sein lebhaftes Eintreten für die Rechte des Bauernstandes gefunden. Es ist natürlich, daß seine ersten Besuche allen drei Kreisen galt. Obgleich nur kurze Zeit zur Vorbereitung, der Versamm- Iimgen gegeben war, so war der Besuch derselben ein sehr zahlreicher, aus allen Orten erschienen selbst zu dm ungünstigen Mittagstunden die Landwirte und Freunde —Personen von Ansehen und Einfluß —, mit der gespanntesten Aufmerksamkeit wurden die Ausführungen des Herrn Lucke verfolgt, es war nicht blos Beifall, der ihm gezollt, es war die Hoffnung auf eine bessereZukuuft unseres Volke», welche von allen Gesichtern erstrahlte. Herr Lucke konnte sich den Anforderungen kaum erwehren, welche ihm die Erschienenen stellten, auch zu ihnen, in ihre Heimatsorte zu kommen und die Leute aufzuklären über die Ziele, welche zur Hebung des wirtschaftlichen Lebens zu erstreben seien. Bet den Ausführungen des Henn Lucke über die Notwendigkeit der Heeresvermehrung zwecks Sicherung unseres Vaterlandes, Erhaltung des Friedens, beim Hinweis auf die Gefahren Setteusderrache- und beutedürstigen Nachbarn, da steigerte sich der Beifall zum enthusiastischen Ausdrucke der Vaterlandsliebe!
Ganz besonders muffen wir noch die Kirchhainer Versammlung hervorhebm, der große Saal war gefüllt — der blaue Kittel, das Ehrenkleid des Laud-
-er Sieg der Liebe.
Itonum v»u 3; d. Böttcher;
I Nachdruck verboten.)
(Firtsetzxmg.)
„Was soll das heißen?" ftagte er. „Hören Sie, was Ihre Frau sagt, Herr! Sie behauptet, sie habe den Check nie zuvor gesehm? Sagten Sie nicht, gnädige Frau, daß dies nicht Ihre Unterschrift sei? Sehen Sie dieselbe um Gotteswillen nochmals genau an!"
Eva ließ das Auge wiederum auf dem Check ruhen.
„Es ist nicht meine Unterschrift," wiederholte sie in demselben leism, matten Ton.
„Bist Du besten auch sicher? Sei ja vorsichtig, Eva!" sagte Dürrenstein mit finsterem, bedeutungsvollem Sttrnrunzeln.
Sie erhob ihre traurigen, stolzen Augen zu ihm und sah ihn fest an. „Ich habe das nicht geschrieben!" erwiderte fie langsam. „Es ist unmöglich, daß ich es vergessen haben könnte!"
Der Detektiv näherte fich leise Herrn Marttni und legte seine Hand auf dessen Arm.
„Lasten Sie mich in Ruhe!" schrie dieser. „Wenn es eine Fälschung ist, und es ist eine, wenn sie es sagt, dann bin ich nicht der Schuldige! Sie »eiben doch nicht glauben, daß ich so etwas thun würde?"
„Das wäre noch zu beweisen," versetzte der Detekttv mit ruhigem Lächeln. „Warum habm Sie «ns hierher geschleppt, um die Dame und den Herrn in dieser Weise zu belästigen? Warum haben Sie uns die Mühe gemacht, he?" dabei schüttelte er Marttni's Arm.
„Wie können Sie fich unterstehen?" schrie Herr Martini, blaß vor Wut.
mannes — überwog natürlich, aber auch die Städte hatten ihr zahlreiches Kontingent gestellt. Am Schlnste seiner Rede wurde Herr Lucke von allen Seiten umringt und um seinen Besuch nach vielen Gemeinden gebeten.
Soweit es nur irgend angeht, wird Herr Lucke schon im Laufe dieser Woche den Einladungen folgen; er wird in Wetter, Rosenthal, Gemünden, Halsdorf und Rauschenberg vor den Wählern reden, dann im Kreise Marburg voraussichtlich in Lohrä, Fronhausen, Niederweimar, dazwischen werden auch wie in der vorigen Woche kleinere Versammlungen stattfinden. Dieselben werden zeitig bekannt gegeben werden. Keine Mühe soll gescheut werden, die Wähler aufzuklären — es soll Niemand sagen können, er hätte nicht gewußt worum es sich bet dieser bedeutungsvollsten aller Wahlen gehandelt — wer den falschen Götzen opfern w i Ist', soll das mit dem Bewußtsein thun — daß er ftevelt gegen Kaiser und Reich! gegen fein Land, gegen feine Gemeinde, gegen fein eigen Fleisch und Blut. —
Prof. Kaiser in Hannover hat am Sonnabend eine Wahlrede im Saalbau gehalten, was er versprochen, sachlich ohne persönliche Angriffe zu sprechen — hat er gehalten. Seine Ausführungen in betreff der Wehrvorlage kann jeder Konservative unterschreiben, seine Darlegungen über die Landwirtschaft waren wohlwollend, wenn auch nicht warm. Den russischen Handels verttag versprach er zu prüfen und keine Beschädigung landwirtschaftlicher Interessen zuzulasten. lieber politische Fragen sprach sich Prof. Kaiser nicht aus, in betreff des allgemeinen Wahlrechts sagte er auf Grund einer Anfrage, daß so gut jeder deutsche der allgemeinen Wehrpflicht unterworfen sei, er mit eben dem Rechte eine Stimme bei der Wahl haben müsse. Der Anfragende erklärte sich mit dieser Antwort zufrieden und — wir auch!
D i e Frage aber drängt sich mti Notwendigkeit jedem auf: warum ist Prof. Kaiser hier gewesen? warum hat man mit seiner Aufstellung Verwirrung anrichten wollen? Nachdem Prof. Kaiser ganz bestimmt erklärt, daß der für ihn erlassene Wahlaufruf ohne fein Vorwiffen und Kenntnis desselben eilaffen, daß die Angriffe gegen die Konservativen und ihr Organ ohne seine Kenntnis, gegen seinen Wunsch und Willen erfolgt fei. Da ist die Antwort sehr naheliegend: Die Liberalen hiesigen Ortes haben Prof. Kaiser nicht über die Sachlage aufgeklärt und haben einen liberalen Kandidaten ihren eigenen Freunde» vom Bunde der Landwirte gegenübergestellt, um ihrer verbissenen
„Was, halten Sie mich etwa für Ihren Arrestanten?"
„Das thue ich in der That," erwiderte der Detektiv. „Also machen Sie weiter keine Umstände und lasten Sie sich ruhig abführen, ich denke, Sie haben hier genug Unruhe verursacht "
„Was?" rief Martini, ihn von fich abschüttelnd. „Ich soll hier als Sündenbock dienen? Ich sage Ihnen, ich habe den Check nicht gefälscht — ich bin ebenso unschuldig, wie jener Herr dort," auf Herrn König zeigend.
„Von wem erhielten Sie denn den Check?" fragte dieser. „Ueberleaen Sie wohl, ehe Sik antworten, denn alles, was Sie sagen, wird zu Ihrem Nachteile dienen —"
„Was liegt mir daran? Ich habe nichts zu befürchten! Von wem ich dm Check erhielt? Nun —"er hielt plötzlich inne und sah Dürrenstein an, besten stechende Augm drohend auf ihn geheftet waren.
„Wo haben Sie den Check her?" fragte Rechtsanwalt König, der ihn aufmerksam beobachtete.
„Von Herrn von Dürrenstein," antwortete Martini mürrisch. „Warum soll ich es verschweigen, da es doch früher oder später herauskommm muß?"
Herr König sah Dürrenstein an, auf dm jetzt Aller Augen fich richteten.
Mtt emstem mitleidigem Lächeln zuckte er die Achseln.
„Das ist nicht wahr," sagte er; „ich habe diesen Check nie zuvor gesehen."
Herr Martini rang nach Stern.
„Nie zuvor gesehen?" keuchte er. „Haben Sie ihn mir nicht gegeben?"
„Ganz gewiß nicht!" sagte Dürrmstein, welcher zu dem Resultat gekommen war, Marttni wmigstms für jetzt fallm zu lastm.
Parteileidenschast und persönlichen Eitelkeit ein Genüge zu thun. Für Prof. Kaiser bedauern Wir das nach seinem persönlichen Stuftreten dahier, den Angriffen deS „Marburger Tageblatts" hoffen wir bald den Rücken kehren zu können. Der Ernst der Situation Wächst von Tag zu Tag, eS ist nicht Zeit „zum ttndischen Spiele".
Zum „ttndischen Spiele" rechnen Wir zunächst den Scherz des „Tageblattes", den „Ungenannten", der die vertraulichen Mitteilungen von Herrn Lucke im Eisenbahnkoupee empfangen zu habm dem „Tageblatt" mitgeteilt hat, uns gestern (Sonntag) von 11 bis 12 Uhr vormittags in der Expedition jenes Blattes vorstellen zu Wollen. Hätte« wir auch die Einladung zeitig erhalten, so wären wir nicht in der Lage gewesen, davon Gebrauch zu machm — wir wünschen zunächst nur die Visitenkarte" des „Namenlosen", ehe wir ihn in Betracht ziehm. Er hat unwahren Klatsch verbreitet.
Herr Soldan teilt unS direkt mit, er habe „das recht schmeichelhafte Verbimst" nicht, Heim Lucke zur Gründungsversammlung des Bundes der Landwirte im landwirtschaftlichen Verein eingeladen zu haben. Wir berichtigen deshalb unsereAngabe. DieHerreu Soldan und Bene waren vom Vereine zur großen Tivoli-Versammlung nach Berlin geschickt, fie er- ftatieten im Vereine ihre ausführlichen Berichte — Herr Soldan voran, dann Herr Bene (siehe Referate in Nr. 62 und 63 der „Oberh. Ztg.). Herr Lucke wurde als Gast und Mitglied des Haupt-Vorstandes der Landwirte dem Verein vorgestellt, er hielt eine zündende Rede unter großem Beifall der Versammlung. Hierauf erfolgte die Gründung des Vereins, dem alle Anwesenden sich anschlosien. Daß Herr Soldan sich das Verdienst der Einladung erworben habe, ist ein verzeihlicher Irrtum, der dem geehrten Herrn gewiß nichts nachteiliges nachsagen wollte, zumal er selbst in Mitteilung persönlicher Dinge von so peinlicher Gewissenhaftigkeit ist. Demnach hat Herr Bene allein sich das große Verdienst erworben, Herrn Lucke zuerst hier eingeführt und später auf ihn als Kandidaten aufmerksam gemacht zu haben. Lassen wir vorläufig weiteres beruhen, das persönliche Auftreten des Prof. Kaiser berichtigt besser als unsere Gegenrede die unwahren Angriffe.
Aus dem Kreise unserer Leser gehen uns folgende von warmempfundenem patriotischem Geiste diktierte Zeilen zu, die wir gern der Oeffmtlichkeit übergeben;
„Sie thaten es nicht?" schrie Martini. „Ha, jetzt sehe ich, was Sie im Schilde führten! Dies war eine Falle! Eine Falle! Schön Herr Baron! Jetzt hören Sie mich an!" und sich zu Herrn König wendend, fuhr er fort: „Ich bleibe dabei, daß er mir den Check gegeben und ich will Ihnen auch sagen, wofür."
Dürrenstein erhob seine weiße Hand, die jetzt nicht mehr zitterte.
„Ich glaube," sagte er, „daß Herr Martini von einem Irrtum befangen ist. Es ist ein unangenehmer Irrtum zwar, aber ich denke denselben berichtigen zu können. Wollen Sie mich einige Minuten mit ihm allein lassen, meine Herren? Eva, geh' auf Dein Zimmer, dies ist kein Ort für Dich."
Eva näherte fich der Thür, allein Adalbert vertrat ihr den Weg und legte sanft seine Hand auf ihren Arm.
„Können Sie bleiben?" flüsterte er. „Fühlen Sie sich stark genug dazu?"
„Ich will alles thun, was Sie wünschen," er- widerte sie ergeben und er führte fie zu einem Stuhle.
„Verweigert man mir den Gehorsam in meinem eigenen Hanse?" fuhr Dürrenstein mit zornentstellten Zügen auf. „Verlassen Sie das Zimmer, meine Herren, und lassen Sie mich mit diesem Manne allein! Sie wagen —" rief er, als Adalbert fich vor die Thüre stellte.
„Einen Augmblick, meine Herren," sagte dieser, „Frau von Dürrenstein wünscht, daß Sie bleiben."
„Unverschämter!" schrie Dürrenstein aufspringend. „Sie unterstehen fich — dies Haus ist mein! Verlassen Sie dasselbe, ober ich übergebe Sie dem Gerichte!"
Auch ein Wort zur Reichstagswahl.
Regierung und Volk können nur ei« Ziel haben und haben in der That nur ei« Ziel. Fürst und Volk arbeiten gemeinschaftlich an des Vaterlandes Größe. Sie kennen beide nur ein Ziel, die Mehrung »es Reiches, nicht in kriegerischen Eroberungen, sondern in den Werken des Friedens auf den Gebieten der Freiheit, der Wohlfahrt und Gesittung. Bedroht aber scheint diese Friedensarbett durch feindliche, fich mehr und mehr rüstende Nachbarn im Osten und Westen. Um nun, wenn es nötig sein sollte, diesen kriegerisch gewachsen zn sein, hält die Reichsregierung eine Verstärkung des Heeres für notwendig. Ihre Vorlage entspringt nicht der Lust an Erhöhungen und Verstärkungen der Militärlasten ohne Not, sondern der tieferen Einsicht in die Bedürfnisse, welche erfüllt werden müssen, wenn des Vaterlandes Sicherheit und Bestand gewährleistet sein soll. Wer auf einem Berge steht, sieht wetter als derjenige, welcher im Thale steht. Sie weiß, daß das Land dessen bedarf, was auf militärischem Gebiete fie fordert, fie weiß auch, daß das Land das Geforderte zu leisten im Stande ist. Sie handelt, wie" fie nicht anders kann, nm ihren Pflichten, des Vaterlandes Sicherheit nach menschlichen Kräften möglichst zu gewährleisten, nachzukommen. Pattiotisch ist es, der Regierung zu folgen und mit ihr den Boden gemeinsamer Strbeit zu betreten, um abzuwägen, wie und wo der Hebel einzusetzen und etwa Erleichterungen noch zu schaffen wären. Hierzu aber eignen sich nicht ausgesprochene Oppofitionskandidaten, sondern Kandidaten, welche auf dem Boden der Devise: Suum cuique stehend mit Herz und mit Hand selbstlos im Dienste des Vaterlandes leben und wirken. Frei von Ehrgeiz und Selbstsucht, bekannt mit den Bedürfnissen und Verhältnissen des Volkes und voll von edlem Patriotismus wird ohne Zweifel Herr Lucke den besten Vertreter des Wahlkreises Marburg-Kirchhain- Fraukenberg-Vöhl in jeder Beziehung abgeben. Mögen deshalb am 15. Juni möglichst viele Stimmzettel auf
Kerr« Lucke lauten.
Deutsches Reich.
W. Aerki«, 29. Mai. Unser Kaiser wttd, von seinem Jagdausfluge von Pröckelwitz zurückkehrend, am 2. Juni auf dem Tempelhofer Felde die Parade der Berliner Garnison abhalten, nach
Adalbert lächelte, aber sein Lächeln war beredter als viele Worte.
„Nein," sagte er höflich, „dies Haus gehört Frau von Dürrenstein, Herr Baron. Herr Rechtsanwalt König," wendete er sich an diesen, der wie versteinert vor Erstaunen über diese sonderbare Verkettung dastand, „Herr von Dürrenstein hat mich des Einbruchs und des Diebstahls beschuldigt. Ich warte hier auf den Beamten, welcher mich verhaften soll. Ob ich unschuldig oder schuldig bin, ist in diesem Augenblicke von keinem Belang. Inzwischen jedoch ist hier eine Fälschung begangen worben, und der Mensch, welcher den Check präsentiert, erklärt, daß er denselben von Herrn von Dürrenstein selbst erhalten habe. Es ist daher sehr wahrscheinlich, daß sowohl der Mann, welcher den Check präsentierte, wie auch Herr von Dürrenstein unter Anklage gestellt werden, diesen Check gefälscht und präsentiert zu haben, welchen die gnädige Frau nicht anerkennt"
Dürrmstein sank wie vernichtet in feinen Stuhl zurück. Herr König sah bald den einen, bald den andern an und der Detektiv ließ seine eine Hand auf Herrn Martini ruhen, währmd dir andere mit den in seiner Tasche verborgenen Handschellen spielte.
Endlich fand Dürrenstein wieder Kraft zur Rede.
„Das — das ist ja eine niederträchtige Frechheit!" sagte er mtt funkelnden Augen. „Ich weiß nichts von diesem Check, aber ich kann wohl begreifen, daß ein Irrtum stattgefunden haben mag «nd ich werde dafür forgen, daß Herrn Martini daraus kein Schaden erwachse."
„Lassen Sie ihn mir hier, meine Herren," fuhr Dürrenstein fort, „und ich verspreche Ihnen, daß er fich stellen soll, wenn Sie es wünschen."
„Da haben Sie es I" tief Martini triumphierend au». „Habm Sie e» gehört — er will für mich