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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Jllnstrirtes Sonntagsblatt.

M 110

«nchewt täglich «der tn Werktagen noch 6«nu» xnb Feiertagen.Ouartal-Abonuementr-Prei« bei der Expe- bttiea 8 Mk., bei allen P-stLmteru 2 3RL 25 Pfg. (ejfl. Bestellgeld). JnserationSgebühr für die «spallene Zeile »der deren Raum 10 Pfg., ReÜamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Donnerstag, II. Mai 1893.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bnreaur von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt cu M., Caflel, Magdeburg uud Men; Rudolf Mofie in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfmt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

XXVIII. Jahrg.

Eine Rede des Kaisers über die Militärvorlage.

Nach Schluß der Hebungen auf dem Tempel­hofer Felde am Dienstag Mittag rief der Kaiser die Generale und Stabsoffiziere zu sich, sprach sein Lob übet die sehr gelungene Vorstellung der Bataillone aus und erwähnte daun:Seitdem wir uns nicht gesehen, find eigene Wandlungen mit der Militär­vorlage vor sich gegangen. Ich habe nicht deren Ablehnung erwarten können und hoffte von dem patriofischeu Sinn des Reichstags eine unbedingte Annahme. Ich habe Mich darin leider getäuscht. Eine Minorität patriofisch gesinnter Männer hat gegen die Majorität nichts zu erreichen vermocht, dabei find leidenschaftliche Worte gefallen, welche unter gebil­deten Männern ungern gehört werden. Ich mußte zur Auflösung schreiten und hoffe von einem neuen Reichstage die Zustimmung zur Militärvorlage. Sollte aber auch diese Hoffnung täuschen, so bin Ich ge­willt, Alles, waS Ich vermag, an die Erreichung derselben zu setzen, denn Ich bin zu sehr von der Notwendigkeit der Militärvorlage, um den allgemeinen Frieden erhalten zu können, überzeugt. Man hat von Aufregung der Massen gesprochen. Ich glaube nicht, daß sich das deutsche Volk von Unberufenen erregen lassen wird. Im Gegenteil, Ich weiß Mich Eins in dieser Mlitärvorlage mit den Bundesfürsten, mit dem Volk und mit der Armee. Ich danke, meine Herren, Ich habe Mich Ihnen gegenüber nur aussprechen wollen, wie Ich eL_cheim.KvtstehHl.drx. Vorlage gethan."

Deutsches Reich.

W. Nerkin, 10. Mai. Unser Kaiser hatte am Montag Nachmittag in Ober-Finow, wohin er sich von der Wildparkstation auch begeben hatte, eine Pürsche auf Rehböcke abgehalten. Abends erfolgte die Rückkehr nach Berlin, wo der Monarch im dortigen Schlöffe übernachtete. Am Dienstag Morgen begab sich der Kaiser nach dem Tempelhofer Felde und besichtigte dort in Gegenwart von einer glänzenden Suite, einer zahlreichen Generalität :c. die Bataillone des 2. Garderegiments z. F. Nachdem die Be-

Der Sieg -er -lebe.

Xrautn 6en A v. Böttcher-

sNachdruck verboten.)

(Fortsetzung-)

:*Lassen Sie mich!" sagte er gebrochen.Ich kann nicht bleiben! Ich muß zu ihr!"

Er versuchte aufzustehen, fiel aber ächzend wieder zurück.

Zu wem wollen Sie? Wie ist Ihr Name und Ihre Adresse? fragte der Schutzmann.

Adalbert blickte verstört zu der Dame, welche noch immer seinen Kopf hielt, auf.

Wollen Sie mich nicht gehen lassen?" fragte er.Ich muß zu ihr zu der Dame in dem Wagen, welcher eben vorüberfuhr. Lassen Sie mich doch gehen."

Ter atme Mensch," murmelte die andere Dame.

Ja, ich sah sie. Rennen Sie die Dame?"

Sa, ja," sagte er hastig,ich kenne sie."

Es war Frau von Dürrenstein, nicht wahr, Fräuleiu?" fragte der Schutzmann.

Ja," sagte die Dame leise.

Adalbert erhob den Kopf, er hatte den Namen aufgefangen.

Frau von Dürrenstein?" keuchte er, die Augen zornig auf das junge Mädchen heftend, so daß diese erschrocken zurückwich.

»Ja," sagte die Dame.Es war Frau Baronin Günther von Dürrenstein. Ist das die Dame, welche Cie kennen?"

Statt aller Antwort wiederholte er ben Namen zwei-, dreimal, stieß ein unnatürliches Lachen aus und sank ohnmächtig zurück.

Um diese Zeit war der Reitknecht der Damen »it einem Arzte zurückgekehrt, den er am» der nächsten Nachbarschaft herbeigeholt hatte.

fichtignng ihr Ende erreicht und der Monarch noch einige Meldungen entgegengenommen, setzte er sich an die Spitze des Regiments und führte dieses nach der Kaserne zurück. Dort entsprach der Kaiser sodann einer Einladung des Offizierkorps zur Tafel. Nach­mittags erfolgte die Rückkehr nach Potsdam zurück. Der für den 15. Mai angekündigte Besuch des Kaisers in Wirschkowitz ist, nach derSchl. Zig.", aufge­geben worden. Ein Beispiel französischer Frechheit erzählt derBerl. Börs.-Cour." in folgender Notiz:Gestern hat Kaiser Wilhelm ans Paris ein Telegramm erhalten, das wir hier in wortgetreuer Abschrift folgen lassen:Paris, 12 Uhr 49 Minuten. Kaiser Wilhelm, Neues Palais. Meilleures felicitations. Undankbar." Dieses Telegramm hat der Kaiser als ein Kuriosum dem Auswärtigen Amte übersandt." Am Dienstag waren es 20 Jahre, seitdem Kaiser Alexander von Rußland dem Berliner Kaiser Alexander-Garde- Grenadierregiment angehört, dessen Ches er seit 10 Jahren ist. Die Kaserne hatte aus dieser Veran­lassung Flaggenschmuck angelegt; das Ossizierkorps bereinigte sich zu einem Festmahl. Die Beauf­tragung des Generalleutnants v. Winterfeldt mit der Führung des Berliner Gardekorps überrascht allgemein, da man anvahm, Prinz Friedrich von Hohenzollern, der z. Z. die 22. Division in Cassel führt, würde das Gardekorps erhalten. General v. Winterfeldt ist erst der fünfältefte Divisions-' kommandeur; vor ihm stehen außer dem Prinzen von Hohenzollern noch die Generalleutnants v. Götze von der 21., Graf Finck von Finckenstein von der 17. und von Bülow von der 25. Division. - Neue Vorschläge zur Deckung der Kosten der Militärvorlage werden bereits gemacht; man weist zunächst auf eine Wehr-, Quittnngs- und ver- schäofte Börsensteuer hin.-, einer Biersteuer .will. Niemand mehr etwas wissen, sodaß sie unwiderruflich begraben erscheint. DieP o st" fordert die Kartell- Parteien auf, sich bei der Nominierung der Kandidaten nicht um die einzelnen Wahlsitze zu streiten, sondern dem Kandidaten ohne Weiteres zuzustimmen, welcher die meisten Wahlchancen habe. Das preußische Herrenhaus wird am 25. d. M. seine Sitzungen wieder aufnehmen und an diesem Tage zur zweiten Abstimmung über das Wahlreformgesetz schreiten. Am 26. d. M. wird die geschäftliche Behandlung der Steuerreformborlage in Frage kommen. Das Abgeordnetenhaus, das sich am Dienstag bertagt hat, nimmt am 30. Mai seine Arbeüen wieder ans. Wie mitgeteilt wird, wird am 12. Mai der Vorstand

Der Arzt kniete neben der hingestreckten Gestalt nieder und schien sichtlich überrascht zu sein.

Ah," sagte er,ich kenne den Herrn, es ist Herr Walter. Bitte, mir eine Droschke zu besorgen."

Ist er sehr schwer verletzt?" fragte die junge Dame fast weinend.

Es muß ein sehr schlimmer Sturz gewesen sein," versetzte der Arzt bedenklich.Er ist mit bem Kopfe auf einen Stein geschlagen."

Die beiden Damen gaben ihm ihre Karten und ersuchten den Doktor, ihnen über das Befinden des Verwundeten Nachricht zukommen zu lassen. Unter­dessen war die Droschke angekommen und der Schutz­mann und der Arzt waren eben dabei, ben kraft­losen Körper hineinzuheben, als eine anbere vorüber­fahrende Droschke anhielt und eine junge, blonde Dame mit durchdringenden Augen ausstieg und zu ihnm heranttat.

Sie stieß einen seltsamen Schrei aus, als sie das blasse, blutbefleckte Gesicht sah, und der Doktor sah sie fragend an, denn sie war ebenso bleich ge­worden, wie der Verletzte.

Entschuldigen Sie," fragte er,kennen Sie diesen Herrn?"

Ja, ja," entgegnete sie, sich auf die Lippen beißend, während ihre Augen fast schwarz vor brennenbei Erregung wurden.Ja, ich kenne ihn. Er ist ein alter Freund von mir. Um Gottes­willen, was ist vorgefallen?"

Sie rief ihrer Droschke zu, gab dem Kutscher einige Anweisungen, stieg bann mit dem Doktor in die andere und war ihm behilflich, Abalbert zu unterstützen.

In wenigen Worten berichtete ihr bet Arzt ben Unfall.

Sie hörte chn mit fest znsammengepreßten Lippen

des Bundes der Landwirte und am 13. der Ausschuß des Bundes zu einer Sitzung in Berlin 8ufammentreten, in welcher u. A. festgesetzt werden soll, welche Stellung der Bund zu der durch die Reichstagsauflösung geschaffenen polittschen Lage ein­zunehmen hat. Der König von Dänemark wird sich, wie au8 Kopenhagen gemeldet wird, in Kurzem, wie alljährlich, nach Wiesbaden begeben, wo er vier bis sechs Wochen verweilen dürfte. Von unterrichteter Seite verlautet, daß König Christian IX. auf der Fahrt nach Wiesbaden oder was als wahrscheinlicher gilt auf der Rückreise dem Kaiser Wilhelm einen Besuch abstatten werde. Der Reichstagsauflösung widmet dieKöln. Ztg." noch folgende Zeilen:Allgemein ist die Ueber- zeugung verbreitet, und auch das Gemüt des einfachen Mannes verschließt sich ihr nicht, daß die neue Militär- Vorlage schließlich doch durchgeführt totrb. In dieser Frage giebt es für die Reichsregierung kein Zurück mehr. Denn ein schwächliches Zurückweichen der staat­lichen Autorität in einer Frage, die an die Wurzeln unseres Daseins als deutsches Volkstum heran­reicht, würde im Jnlande und im Auslande zerstören­der wirken, als die schärfsten Kämpfe. Unser Erwerbs­leben kommt also tn diesem Jahre überhaupt nicht zur Ruhe, wenn es nicht gelingt, einen anderen Reichstag zu schaffen. Ein führendes englisches Blatt, derStandard", ruft uns heute über den Kanal herüber, wir möchten eingedenk sein der hohen und verantwortlichen Stellung, die Deutschland in der Welt einnimmt; wir möchten uns stets vor Augen halten, daß Deutschland der Eckstein des europäischen Staatengebäudes ist. Da8 deutsche Volk hat gesunde Lebenskraft und gesunden Lebensmut genug, es wird den kleinlichen Politikern durch die Thai beweisen, daß ihm hoch über allem Fraktionstteiben das deutsche Vaterland und ein deutsches Heer steht, welches in Europa den Frieden gebietet".

Der Konflikt in der freisinnigen Partei dürfte schon bei der Wahlagitation zu manchen Gegensätze» führen. Die wegen ihrer Haltung zur Militärborlage aus der Partei ausgeschiedenen Abgeordneten denken durchaus nicht daran, auf ein Mandat zu berzichten, fonbent bewerben sich in ihren Wahlkreisen bon Neuem darum, sind auch hier und da schon wieder aufgestellt. Auf der anderen Seite wird doch aber die fteifinnige Partei den ehemaligen Mitgliedern Kandidaten gegenüberstellen, welche die Militärborlage ablehnen. Reibungen sind nicht aus­geschlossen. Dieses Auftreten einer entschiedenen liberalen Richtung zu Gunsten der Verständigung

an, und als er geendet, entschlüpften ihr die Worte: Das ist Schicksals Fügung!"

Wie meinen Sie?" fragte er.

Ich, ich sagte, es war ein glückliches Geschick, welches mich in diesem Momente hierher führte. Ich bin soeben vom Lande angekommen, wo dieser Herr ftüher lebte. Ich bin eine alte Freundin von ihm und wollte ihn besuchen. Ja, das Schick­sal muß es so gewollt haben," schloß sie und ihre Augen funkelten und glänzten.

Es ist jedenfalls ein glücklicher Zufall," be­stätigte der Arzt.Ich kenne ihn oberflächlich und bedauerte schon, genötigt zu fein, ihn in ein Kranken­haus zu bringen, da er zu Hause keine Pflege haben kann."

Die grauen Augen leuchteten aus bann zogen sie sich hinter bie gesenkten Lider zurück.

Bringen Sie ihn nach seiner Wohnung," sagte sie in entschiedenem Ton.Ich werde seine Pflege übernehmen. Als seine entfernte Verwandte kann ich das schon thun"

Der Dottor gab dem Kutscher Adalberts Adresse und in wenigen Minuten hielt die Droschke vor Herrn GeßlerS Hause. Dieser empfing sie mit großer Bestürzung und traurigem Kopfschütteln.

Ich wußte, daß es so kommen würde," sagte er.Ich fühlte, daß er ein Unglück geben würde, als er abritt."

Man trug Adalbert in fein Zimmer und bie Dame folgte in einer so selbstverständlichen Werse, daß Herr Geßler ihre Gegenwart nicht eher zu be- wer km schien, als bie sie Hut und Shawl ablegte.

Dann, seinen befrembenben Blick gewahrend, sagte sie ruhig, das Taschentuch leicht an ihre Augm führend:Ich hätte eS Ihnen gleich faßen sollen, Herr Geßler, aber bie Verwirrung und Aufregung

über die Militärborlage kann übrigens von sehr großem Einfluß auf die ganze Wahlbewegung werden. Bei den Septenatswahlen war eS noch nicht einmal o, und die Thatsache, daß die unbeliebte Bier- und Branntweinsteuererhöhung fallen gelassen werden soll, wird ihren Eindruck auf die Wählerfteise gleichfalls nicht verfehlen. Die neue liberale Partei, welche >ie aus der fteisinnigen Partei ausscheidenden Wähler bilden Werden, wird etwa ein Viertelhundert Mann stark sein. Die fteikonservative Post plaidiert bereits für Unterstützung der Kandidaten der neuen Pattei gegenüber einem fteisinnigen Kandidaten, falls dieselben beftiedigende Ettlärungen wegen der neuen Militär- Vorlage abgeben. Abg. Richter betont in einem Schreiben, daß über die Umtaufang und Programm- fetzsetznng der bisher fteisinnigen Partei demnächst Beschluß gefaßt werden soll. Er sagt, in der Patttt hätten schon längere Zeit Meinungsverschiedenheiten geherrscht, bis sich jetzt die Trennung als unvermeidlich herausgestellt habe. Im Wesentlichen scheiden ans der fteisinnigen Partei die ehemaligen liberalm und ftüher nationalliberalen Abgeordneten ans, welche 1884 mit der damaligen Fortschrittspartei zur frei» finnigen Partei zusammen traten. Die Mehrzahl der freisinnigen Zeitungen tadeln den Abg. Richter- Hagen in unverblümten Worten, daß er die Spaltung und Schwächung der Partei herbeigeführt habe. Besonders stark äußert sich in diesem Sinne das Berliner Tageblatt. In Wittenberg fand am Sonntag eine vom bisherigen freifinnigen Abg. Dr. Dohm einberufene Versammlung statt. Dr. Dohm entwickelte die Gründe, die zur Sezession geführt haben, und führte aus, daß er unter Verwerfung des Richterschen Standpunktes für eine Einigung mit der Regiemng in der Militärborlage einträte. Die Rede wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen und Dr. Dohm von der Versammlung einstimmig als liberaler Reichstagskandidat aufgestellt.

(Aus Deutsch-Ostafrika.) Der neue Goubemeur von Deutsch - Ostafttka, Oberstleutnant b. Schele, ist sofort nach seiner Ankunft in Dar-es- Salaam in entschiedenen Gegensatz zu seinem Vor­gänger getreten. Während Freiherr von Sodm sich nie aus Dar - es - Salaam entfernte, hat Freiherr bon Schele bereits zwei Inspektionsreisen unternommen. Die erste führte ihn fast bis nach Tabora, die zweite galt dem Kingani, den er auf einem Regierungsdampfer bis Madimola hinauffahr, sowie den uördlichm Küstenstädten. Der Gouverneur macht den Eindruck eines vvmtteilslosen und unter­nehmenden ManneS, der nach affen Kräften bestrebt

ließen mir keine Zeit dazu, daß ich Herm Walters Cousine bin. Ich kam in die Stadt, ihn zu be­suchen und sand ihn, als ich einige Minuten nach dem Unfall vorüberfuhr. Sie werden mir natürlich nicht verweigern, zu feiner Pflege hier- bleiben zu dürfen."

An der Stelle vorübergekommm feine leib» ließe Cousine! Das ist noch ein Glück bei der Ge­schichte !" versicherte Herr Geßler.Besuchen wollen Sie ihn, davon hat er mir nichts gesagt," setzte er harmlos hinzu.

Er wußte nicht, daß ich kommen würde," ver­setzte sie.Aber er hat sicher von mir zu Ihnen gesprochen. Mein Name ist Braun, Adelheid Braun."

Rein, mein Fräulein," entgegnete Herr Geßler. Aber das will nicht viel heißen, denn er sprach nie von seinen Angehörigen. Ich selbst weiß nichts über ihn, als daß er der zuverlässigste, redlichste Mmsch von der Welt ist, und daß ich gern tausend Thaler darum gäbe, wenn dieses Unglück nicht ge­schehen wäre. Ich bat ihn noch, dieses Tier nicht zu reiten, aber man kann gerade so gut zu einer Felswand sprechen, wie zu Adalbert Walter, wenn er einmal feinen Kopf auf etwas gefetzt hat. Also Sie find feine Cousine und wollen ihn besuchen? Nun, pflegen Sie ihn und sparen Sie keine Kosten, nehmen Sie eine Diakonissin an, wenn Sie wollen, thun Sie Alles."

Aber jetzt bat der Arzt um Ruhe und begann seine Untersuchung.

Adelheid trat an das Fenster mit ernst-ent­schlossenen Zügen, die Augen von den langen Wirn- pern verschleiert. Das Schicksal, was konnte es anders fein, hatte ihr in die Hände gespielt. Sie war an diesem Tage ausgegangen, um Nachforschungen anzustellen, welch« vielleicht Monate hätten dauern