Einzelbild herunterladen
 

Marburg, Freitag, 28. April 1893.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ,

Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf ääviii. 5tanra. Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. *v> j a

Daube n. Co. in Frankfurt cu M., Berlin, Hannover, Paris.

©fcrMfdje ZMG

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

taä flnlH Illnstrirtes Sonntagsblatt. KM Expedöftn: Markt LI. 6

Erscheint täglich außer en Werktagen nach Sonn» und

-g/i nn Feiertagen.Quartal-AbonnementS-Prei» bei der Srpe- J12, dition L Ml., bei allen Postämtern L Mk. LS Prg. (exkl.

Bestellgeld). JnserationSgebähr für die aefpaltme Zelle »der deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zelle LS Pfg.

Neubestellungen auf dieO b e r h e s s i s ch e Zeitung" für den Monat Mai werden von allen Postanstalten, Landbriefträgern, in der Expedition (Markt 21), sowie von unseren Filial - Expeditionen in Kirchhain, Neustadt, Wetter und Gladenbach entgegengenommen. Neuzugehende Abonnenten erhalten dieOber­hessische Zeitung" bis zum 1. Mai unent­geltlich und ebenso wird allen neuzugehenden Abonnenten der vom 1. Mai ab gültige Sommerfahrplan nachgeliefert.

Die Exped. derOberHess. Ztg."

Ahlwardt.

Am Dienstag fand im Reichstage wieder eine Ahlwardt-Sitzung, hoffentlich die letzte dieser Gattung, statt. Herr Ahlwardt brachte endlich nach mehrfachen Lerschleppungsversuchen seinen Antrag auf Einsetzung einer Kommission zur Prüfung der vorgelegtenAkten­stücke" ein. Der ReichStagspräfideut, Herr v. Levetzow, versuchte mit Recht eine materielle Diskussion der Aktenstücke zu verhindern, allein Herr Eugen Richter wollte durchaus seine Debatte haben, uud so wurde dem Antragsteller gestattet, alle die unerhörten Be­schuldigungen, die er von zweifelhaften Zuträgern erfahren haben will, oder die er sich in seinem wirren Kopfe selbst zusammenphantafiert hat, vor offenem Parlament unter dem Schutze der Indemnität vor­zutragen und deren weitere Verbreitung durch die Presse zu ermöglichen. Es ist ja richtig, daß die mündlich vorgetragenen Beschuldigungen ausnahmslos und aktenmäßig sofort als Verleumdungen zurückge­wiesen worden sind; aber gleichwohl wurde, wie Herr Freiherrr v. Manteuffel treffend bemerkte, dem Abge­ordneten Ahlwardt mit der ganzen Diskussion viel zu viel Ehre erwiesen.

Die Wahl der besonderen Kommission von 21 Mitgliedern hat inzwischen stattgcfunden. Das Resultat der Kommissionsberatungen kann nach dem Verlauf der Diskussion im Plenum nicht wohl zweifel­haft sein. Um weiteren Verschleppungsversuchen AhlwardtS vorzubeugen, provozierte der obengenannte konservative Führer eine Erklärung desselben, sämt­licheAktenstücke", die Ahlwardt noch hinter sich hat, vor dem Zusammentritte der Kommission herbeizu­schaffen. Diesem Untersuchungs-Ausschusse wird auf Wunsch des Antragstellers auch ein antisemitischer Abge­ordneter angehören; die sozialdemokratische Fraktion

-er Sieg -er Liebe.

Rom«, von 3. v. Bällchen

! Nachdruck »erboten.] (Fortsetzung.)

»Seien Sie nicht hart gegen mich fragen Sie mich jetzt noch nicht! Es ist erst sehr kurze Zeit her, seit"

Seit wir uns kennen! Ach, Eva, mir scheint « ein Menschenalter, Eva, ein Menschenalter der Marter und der Seligkeit! Seien Sie nicht grau­sam! Werden Sie mein Weib, Eva! Geben Sie wir noch heute Ihr Jawort!"

Nein, nein!" stieß sie hervor.Soffen Sie Mir Zeit."

»Sie scheinen in der That vergeffen zu haben" sagte er, während seine Züge sich verfinsterten.

Sie schauderte und lehnte sich gegen die Brust­wehr der Terrasse.

Es war demnach nur ein kalter, nichtssagender Dank. Sie verstanden darunter nichts weiter, als rin einfachIch danke Ihnen!" Aber es war dennoch ein Vertrag, Fräulein von Bärenfeld. Run, Sie haben denselben gebrochen und können sich somit nicht beklagen, wenn ich mich gezwungen sehe, Ihrem Beispiele zu folgen."

So sanft und glatt seine Stimme auch klang, tag doch eine Drohung darin, die nicht mißzudeuten war. Eisige Kälte ergriff sie und zitternd wendete ne sich nach ihm um.

Was wollen Sie damit sagen? Ah, Sie wer­den doch Ihr Wort nicht brechen wollen? Nein, <8 ist nicht möglich."

'Eine Leidenschaft, wie die meine, kann einen Mann zum Aeußersten treiben," antwortete er düster. »Tag für Tag scheinen Sie sich mehr und mehr

hat sich bereit erklärt, dem designierten Vertrauens- manue Ahlwardts einen Sitz zu überlasse». Wen» aber derVorwärts" schreibt, dieser Beschluß sei nur ein eventueller uud er trete erst iukraft,wenn die Herrn Ahlwardt nahestehende konservative Parte diesem keinen Platz in der Kommission abtreten wolle", so muß diese perfide Insinuation entschieden zurück- gewiesen werden. Die konservative Partei hat mit Herrn Ahlwardt absolut nichts zu thuu; ist es dem Genannten überhaupt möglich gewesen, eine gewisse Popularität zu erlangen, so tragen im wesentlichen die Vertreter der parlamentarischen Linken und deren Organe, die dem Auftreten Ahlwardts eine ganz unverdiente Wichtigkeit beimaßen und ihm ab und zu eine gewisse Berechtigung gaben, sich als Märtyrer aufzuspielen, die Schuld. Die Konser­vativen haben das Treiben Ahlwardts sehr bald richtig erkannt und ihn demgemäß mit verdienter Zurückhaltung behandelt.

Deutsches Reich.

W. Norlin, 27. April. Römische Kaiser­tage. Der Kaiser unternahm am Mittwoch einen Ausflug in das Albanergebirge, während die Kaiserin die Sammlungen auf dem Kapitol und im Vatikan eingehend besichtigte und alsdann zum Quirinal heimkehrte. Das italienische Königspaar wohnte der Eröffnung einer National-Ausstellung in den Bädern des Diocletian bei. Der Kaiser wurde auf seinem Ausflüge in Albano von einer großen Menschenmenge empfangen, die ihm jubelnde Ovationen bereitete. In einem vierspännigen Wagen besuchte der Monarch alsdann Genzano, wo er die Villa Ssorza-Cesorin besichtigte. Den Schluß des Ausfluges bildete der Besuch des herrlichen Frascaft. Auf Schritt und Tritt wurde der Kaiser von den von nah und fern herbeigeströmten Landbewohnern umjubelt. Nach­mittags traf der Kaiser wieder im Quirinal ein, wo mau sich jetzt schon zur Reise noch Neapel vorbereitet. Am Freitag Vormittag werden die Majestäten mit gesamten Gefolge eine Rundfahrt durch den wunder­baren Golf von Neapel unternehmen, auf der Sorrent, Capri, Ischia, Preeida und Pozzuoli berührt werden. Am Montag erfolgt die Ankunft in Spezzia, dem italienischen Hauptkriegshafen, an der Riviera di Levante, zwischen Pisa und Genua gelegen. Der Kaiser wird die Marine-Anlagen am Lande und in der See besichtigen und eine Parade über die Marine- truppen abnehmen. Neber Genua erfolgt alsdann die Reise nach der Schweiz. Der deutsche Staats-

von mir zurückzuziehen. Sie sind von Männern umgeben"

Eva winkte ungeduldig mit der Hand.

Die mir höchst gleichgiltig sind/ sagte sie.

Aber von denen sie einen schließlich heiraten werden," unterbrach er sie heftig.Eva, ich kann es nicht länger ertragen, wir müffen heute Abend zu einer Entscheidung kommen." ,

Muß es denn heute Abend sein?" ftagte sie klagend.Geben Sie mir noch eine kurze Frist."

Heute Abend noch!" wiederholte er.Halten Sie mich nicht für grausam, bedenken Sie, daß mein ganzes irdisches Glück davon abhängt. Ach, Eva, wenn Sie wüßten, wie streng ich mein Ver­sprechen gehalten. Selbst jetzt noch hafte ich mich durch unser Uebereinkommen gebunden, obgleich ich heute gehört habe, daß die Polizei"

St!" hauchte sie, ihre Hand aus feinen Arm legend und sich ängstlich umsehend. ,Um des Him­mels willen, feien Sie vorsichtig! Es könnte Sie jemand hören Soeben noch waren Leute dort unten! Ach, seien Sie vorsichtig!"

Er lächelte innerlich über ihre Angst.

»Ich werde vorsichtig fein. Niemand kann uns ;ören."

»Nun dann reden Sie," sagte sie in fieberhafter Aufregung.Was haben Sie gehört?"

»Ich habe Nachricht erhalten, daß die Polizei ihre Hand auf"

Keinen Namen, keinen Namen!" hauchte sie, einen entsetzten Blick um sich werfend.

Auf die Ihnen bekannte Person legen kann," agte er finster.

Sie Sie haben also dennoch die Polizei aus ihn gehetzt," sagte fie mit dumpfer klangloser Stimme.

sekretär des Auswärtigen Freiherr von Marschall hatte am Mittwoch eine längere Unterredung mit dem italienischen Minister des Auswärtigen, Brin. Folgende Mitteilungen bringt diePost":In der Unterredung zwischen dem Kaiser und dem Papst wurde, wie wir aus Rom erfahren, die deutsche Militärfrage mit keiner Silbe gestreift. Wie aus Petersburg von vertrauenswürdiger Seite mit­geteilt wftd, sei die russische Antwortnote auf die deutschen Vorschläge für den Abschluß eines deutsch- russischen Handels Vertrags nach Berlin abgegangen. Die Wahrscheinlichkeit, daß es bei der Abstimmung über die Militärvorlage zu einer Spaltung der frei« finnigen Partei kommen werde, wftd in den leitenden Kreisen der verbündeten Regierungen als sehr gering bezeichnet." Zur letzten Ahlwardtsitzung im Reichstag schreibt dieRordd. Allg. Ztg.":Sicher­lich werden die Kommission des Reichstags bezw. dieser selbst der Untersuchung derAften" ein ange­messenes Verdikt folgen lassen; denn darüber kann Niemand im Zweifel mehr sein, daß dieAkten" nicht beweisen können, was fie beweisen sollen. Aber was wird dieses nach Außen helfen? Werden nicht immer wieder die Ahlwardts bei Jenen reuisfieren, welchen die Unterscheidung von gut und böse, von edel und gemein, von erhaben und nichts würdig ver­loren gegangen ist, weil eine auf ihre brutalen Jnstinfte berechnete Agitation ihre Begriffe verwirren durste? Dem Giftstoff, den diese Agitation der Volksseele zuführte, wurde zu lange Zeit gelassen, zu wirken, man hat versäumt, dem liebel in seinen Anfängen energisch und wirksam vorzubeugen; man hat es vielleichl in allzu gewissenhafter Auffassung der gezogenen gesetzlichen Schranken versäumen muffen. Diese Versäumnis wieder gut zu machen, wird sehr schwer sein; der Reichstag selbst hat die Schwierigkeit vermehrt, indem er Herrn Ahlwardt von vornherein gegen die Konsequenzen außer parlamentarischer Ver­sündigungen behütete." DerAbg. Richter-Hagen hat folgende Interpellation im Reichstage eingebracht: Im Bereiche des 7. Armeekorps soll nach öffent­lichen Bläftern bei den Frühjahrskontrollvcrsamm- lungen ein Korpsbefehl verlesen worden sei», welcher mehrfach zu dem Mißverständnis Anlaß gegeben hat, als ob die Personen des Beurlaubtenstandes im Beurlaubten-Verhältnis in Bezug auf ihre staats­bürgerlichen Rechte irgend welchen besonderen Ein­schränkungen bei der öffentlichen Erörtemng allge­meiner Fragen der Militärgesetzgebung unterworfen wäre». Ich erlaube mir daher, den Herrn Reichs­kanzler zu fragen, ob derselbe geneigt ist, durch Mit-

Jch habe seine Bewegungen beobachten lassen, ja," versetzte er.

Sie hielt sich an der Brustwehr fest und ließ den stolzen Kopf sinken.

Ich habe es um meiner selbst willen gethan," murmelte er.Beurteilen Sie mich nicht hart, Eva. Bedenken Sie, wie wenig geneigt Sie sind, den Ihnen zukommenden Teil des Vertrages zu erfüllen! Hatte ich nicht ein Recht dazu, mich vor- zufehen?"

Sie barg schweigend das Gesicht in die Hände. Ein Wort von mir, und er ist ein Gefangener. Es liegt in Ihrer Hand, ob ich dies Wort aus- sprechen soll. Ich sehe," fuhr er fort, als sie noch immer schwieg,daß mir keine Hoffnung bleibt. Sie rnd entschlossen, unfern Vertrag zu brechen. Nun, auf alle Fälle bleibt mir die Genugthuung, einen Schurken dem Arm der Gerechtigkeit überliefern zu können," und mit einem tiefen Seufzer trat er von ihr zurück.

Bleiben Sie!" stieß sie hervor, während ihre Züge in schmerzlicher Verzweiflung zuckten.Das dürfen Sie nicht thun! Nein! Ich will den Ver­trag halten! Ich will". Sie legte die Hand an ihre Kehle, allein vergeblich, die Worte wollten nicht über ihre Lippen.

Sie wollen mich heiraten?" flüsterte er, ihre Hand ergreifend.Sie wollen mein Weib werden?"

Sie ließ ihm ihre Hand, aber er empfand es mit, wie sehr sie dabei erschauerten.

Ja," sagte sie mit erstickter Stimme,ich will Ihr Weib werden, ich will Ihr Weib werden unter >er einen Bedingung, daß Sie ihn nicht weiter ver- 'olgen und seinen Namen nie wieder in meiner Gegenwart aussprechen!"

Niemals wieder!" beteuerte er inbrünftig.Er

teiluvg des wirklichen Sachverhaltes der weiteren Ver­breitung solcher Mißverständnisse entgegenzutreten." DerStaatsbürger-Ztg." geht von Professor Dr. Schmoller folgendes Schreiben mit der Bitte um Veröffentlichung zu:Ich lese eben ht derTägl. Rnndfchan" vom 22. d. M., daß Sie in derStaats­bürger-Zeitung" meine Aenßernngen über die Juden- ftage, welche Herr Bahr in der WienerDeutschen Zeitung" veröffentlichte, tu einer Weise wiedergeben, die ich nicht unwidersprochen lassen kann. Ich muß Sie daher bitten, in Ihrer Zeitung folgende Berich- ttgung aufzunehmen: Ich habe nicht gesagt, daß die Verschiedenheit der Sitten und der Moral der Ger­manen und Semiten so groß sei, daß sie ungünstig wirken müsse; ebenso wenig, daß die Juden als gleichberechtigte Staatsbürger nie hätten zugelasseu werden sollen. Ich habe nur historisch betont, daß, wo die Rassenverschiedenheit zu groß sei, die Bei­mischung zu viel fremden Blutes große Gefahren für das Volkstum in sich schließe. Ich habe aber daneben betont, daß bei geringen Zusätzen fremder Rasse eine Mischung sogar Vorteile habe, sowie, daß die Juden manche Eigenschaften besitzen, deren Auf­nahme in die Sitten der Germanen nur wünschens­wert fei. Die gesetzliche Gleichstellung der Juden habe ich ausdrücklich gebilligt, mit dem Hinzufügen, daß i die sittlichen Grundanschauungen unterer Pastoren und Rabbiner, wie sie unter dem Einflüsse der Philosophie des 18. Jahrhunderts sich gebildet, für so ziemlich ähnliche oder gleiche halte. Mit diesen Vordersätzen erhält auch meine Bemerkung über gewisse wirtschaftliche Mißbräuche jüdischer Bankiers, Wucherer, Biehversteller und s. w. eine ganz andere Bedeutung, als der Auszug Ihrer Zeitung derselben giebt." Komische Geschichten werden noch vom Besuche des deutschen Kaiserpaares beim Papst erzählt. So meldet ein Sensationsblatt, der Kaiser habe bei der letzten Verabschiedung einen Verfvch gemacht, dem Papste die Hand zu küssen; der Letztere habe aber die Hand zurückgezogen, und die Rechte des Kaisers beim Abschiede dreimal gedrückt. Genau dieselbe Ge­schichte wurde auch beim Kaiserbesuch 1888 erzählt. Sie war damals Unsinn und ist es heute. Unzu­treffend ist auch eine Behauptung, der Kaiser habe beim Weggänge aus dem Vatikan müde und nach­denklich ausgesehen. In Wahrheit schaute er recht munter und angeregt drein, und vom Papste gilt das Gleiche. Die Vermutungen über den Inhalt des Gespräches find so zahlreich, wie Sand am Meer, und werden noch mehr wachsen, nachdem nun bekannt geworden, daß der Kardinalstaatssekretär den Schwarzen

ist jetzt vor mir so sicher, als läge er im Grabe. Sie werden die Meine! O, Eva!" und er ver­suchte sie an sich zu ziehen, aber sie wich vor ihm zurück.

Nicht doch," murmelte sie mit bleichen, zucken­den Lippen.Ich bin müde und krank! Lassen Sie mich! Sie Sie haben ja mein Wort!" Und mit schwachen, unsicheren Schritten entfernte sie sich und trat durch eine Nebenthür in das Haus.

Ja, ich habe ihr Wort!" wiederholte er, als er sich allein befand.

Nun?" fragte eine Stimme dicht neben ihm.

Er wendete sich mit siegesbewußtem Lächeln um und sah Adelheid an, welche vor ihm stand.

Nun?" wiederholte er triumphierend.Warum fragen Sie noch? Sie haben uns ja belauscht!"

Nein," sagte sie langsam,ich begegnete ihr im Korridor, das ist Alles."

Das ist Alles!" frohlockte er.Das Spiel ist gewonnen, teure Freundin, sie hat versprochen, die Meine zu werden!"

Endlich!" sagte sie gelassen.

Endlich!" wiederholte erEs hat einen langen Kampf gekostet, aber er ist beendet, und der Preis ist mein!"

Das danken Sie mir!" versetzte sie.

Ja, Dank Ihnen!" stimmte er hastig bei.O, ich werde Sie, liebe Freundin, nicht vergessen!" Er sagte dies schon in einem gewissen Gönnertone, und ihre schmalen Lippen verzogen sich zu einem flüch­tigen Lächeln.Sehen Sie!" fuhr er fort, ihren Arm ergreifend und auf den Park, die Wiesen und Felder deutend, welche sich vor ihnen ausdehnten, blicken Sie um sich!" lief er frohlockend,das ist Alles, Alles mein! Von Rechtswegen gehörte es mir immer zu, allein ich verlor es, nun ober habe ich