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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Marburg,
Sonntag, 16. April 1893.
Anzeigen nimmt entgegen die Expevirion dieses Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in vv—„ _ ,
Frankfurt a. M., Toffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVIII. ScttDTÖ. Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München ».Köln; G. L. ' D
Daube u. To. in Frankfmt a. M., Berlin, Hannover, Pari».
Wochenschau.
Der letzte Akt der Parlameutssesfiou, dem allseitig mit so großer und gerechtfertigter Spannung eut- gegeugeseheu wird, hat seinen Anfang genommen. Kach Ablauf der ziemlich kurzen Osterferien hat zuerst daS preußische Abgeordnetenhaus, und nunmehr auch der Reichstag seine Arbeiten wieder ausgenommen. Die Entscheidung über die Militärvorlage, welche ursprünglich schon für Ende April erwartet wurde, wird sich nunmehr doch noch bis in die Mitte des Lenzmonates hinauSziehen, da eS gemeinsam dem Wunsche der verbündeten Regierungen und deS Reichstages entspricht, zuvor noch eine Anzahl von ander- weiten, schon seit langer Zeit im Parlament befind- Üchen Gesetzentwürfen erledigt zu sehen. Je näher «rn aber die entscheidende Abstimmung über die Milttärvorlage heranrückt, um so bunter schwirren wiederum die Allarmgerüchte im Kreise umher, und bald neigen sie hierhin, bald dorthin. Auf der eineu Seite hat man sich bis zu der Behauptung verstiegen, die Reichsregierung werde die neue Heeresorgauisation eigenmächtig durchführen, wenn nicht nur dieser Reichstag, sondern auch der nach der Auflösung neugewählte die Militärvorlage ablehnen sollte; auf der anderen Seite heißt «8, eS feien neue Kompromißverhandlungen mit der ZentrumSpartei im Gange, uud die Vorlage werde am Ende doch in einer der Reichsregierung genehmen Form bewilligt werden. Alle diese Meldungen find aber heute thatsächlich gar nichts weiter, als bloße Vermutungen; gewiß ist nur das Eine nach den eigentlich reichlich häufig wiederholten Erklärungen deS Reichskanzlers, daß an sehr wesentliche Abstreichungen von der Regierungsvorlage bei der Verwirklichung der zweijährigen Dienstzeit nicht zu denken ist. So steht die Sache, und mit diesem Faktum ist unbedingt von den politischen Parteien zu rechnen. ES giebt hier nur ein „ entweder — oder." Nach dem Wiederzusammentritt hat sich der Reichstag in erster Reihe mit der Lage deS deutschen Tabakbaues aus Anlaß des bezüglichen Antrages des Abg. Menzer uud mit der zweiten Beratung des Wuchergcsetzes beschäftigt. Das preußische Abgeordnetenhaus hat das neue Wahlrechtsgesetz gegen eine ziemlich erhebliche Minderheit angenommen. Die Vorlage geht nun an daS Herrenhaus, und es bleibt abzuwarten, wie dies sich aussprecheu wird. Die preußische Staatsregierung hat gegen die vom Abgeordnetenhause beschlosienen Aenderungm keinen bestimmten Widerspruch erhoben, obgleich die Abweichungen nicht unerheblich find. Nunmehr wird
Der Sieg der Liebe.
Romau von I. v. Böttcher;
I Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Als sie die kleine Lichtung erreicht hatte, zog Eva sich etwas zurück, um die Anderen vorzulaffen.
„Das Haus scheint verlassen," flüsterte Adelheid.
„Ein allerliebstes Plätzchen," sagte Frau Merlin, ihren Kneifer aufsetzend. „Wahrscheinlich ist Walter schon aus, um seinen täglichen Beschäftigungen Nachzugehen."
Eva, noch immer den Kopf stolz erhoben, aber mit leicht geröteten Wangen, trat vor und klopfte an die Thür-
Laut schallte das Klopfen durch das Haus, aber keine Anwort erfolgte.
„Klopfen Sie noch einmal"' flüsterte Adelheid „Aber um diese Zeit ist er sicher schon ausgegangen Drücken Sie aus die Thür, um Gewißheit zu "^Eva" drückte auf die Klinke, aber die Thür blieb geschlossen.
Zugeschlosien!" sagte Dürrenstein, während Adelheid an das Fenster ging und hineinschaute.
„Welche Unordnung da drinnen herrscht," sagte sie mit gedämpfter Stimme. ,
Eva fuhr zusammen. Sie -erinnerte sich der Ordnung und Sauberkeit, welche das hübsche Stübchen stets gezeigt hatte. ,, „
„Wir thäten am Besten, wieder umzukehren", sagte Dürrenstein. „Wahrscheinlich werden wir chm auf dem Rückwege begegnen."
Sie wollten schon gehen, obgleich Eva noch un- entschlosien vor der Thür zögerte, als sie hmter sich die Schritte eines Mannes vernahmen. Mit einer einer raschen Bewegung drehte sie sich uw, m der
in die zweite Beratung der außerordeutlich umfangreichen Steuerreformgesetzgebung eingetreten werden, deren Zustandekommen wesentlich von der definittven Annahme des neuen Wahlgesetzes abhängig gemacht wird. ES find kritische Zeitläufte - im Reichsparlament, wie in der preußischen VolkSverttetung.
Am deutschen Kaiserhofe find gegenwärtig die hauptsächlichsten Vorbereitungen für die Reise nach Rom beendet worden. Die Fahrt nach dem Süden wird noch dadurch ein besonderes Interesse gewinnen, daß der Kaiser und die Kaiserin auf der Heimfahrt offiziell von Verttetern der Schweizer Eidgenossenschaft werden begrüßt werden. Kann natürlich eine solche Bewillkommnung auch keinerlei politische Bedeutung habe», denn die Schweiz ist ein neutraler Staat, der sich auf keinerlei politische Sonderab- machuugen einlassen kann, immerhin zeigt die Begegnung, daß zwischen dem deutschen Reiche und der Schweizer Republik freundnachbarliche Beziehungen bestehe», was nur zur Förderung des Handelsverkehrs zwischen beiden Nationen diene» kann. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Frankreich sind bekanntlich wegen deS Zollkrieges und wegen verschiedener polstischer Zwischenfälle nicht eben erfreulicher Natur und was nach jener Seite hin etu- gebüßt wird, gereicht uns zum Nutzen. In Paris wird sowohl die ganze Reise nach Rom, wie dieser Aufenthalt in der Schweiz mit sehr gehässigen Worten begleitet, die Franzosen merken eben, daß Europa trotz der russischen Freundschaft noch gar nicht wieder nach ihrer Pfeife tanzen will.
Dem Fürsten Bismarck find in den letzten Tagen in Friedrichsruhe noch wiederholte vachttägliche Kundgebungen aus Anlaß seiner Geburtstagsfeier dargebracht worden; besonderer politischer Aeußerungen hat sich der Reichskanzler enthalten, aber in seinem Organ, den „Hamb. Nachr.", hat er doch mitteilen lasien, daß er sich jetzt recht wohl und behaglich in seiner Zurückgezogenheit fühle. Es heißt in der betreffenden Auslassung: „Der Fürst lebt behaglich und zuftieden und hat keinen anderen Wunsch, als den, daß es dem deutschen Reiche gut gehen möge." In einem kurzen Schreiben hat der Fürst seinen Dank für die zahlreichen Glückwünsche und Angebinde zu seinem Geburtstage ausgesprochen.
Die Verstärkung unserer deutschen südwestafrikanischen Schutztruppe ist jetzt wohlbehalten am Orte ihrer Besttmmung angekommen. In dem Schutzgebiete ging eS bekanntlich etwas sehr kuuderbund zu, weil die bisher dort anwesenden Mannschaften viel zu schwach waren, den raublustigen Eingeborenen
die Spitze zu bieten. Jetzt dürste sich daS Blatt bald wenden und die respettable deutsche Macht es verstehen, ohne nennenswertes Blutvergießen die deusche Autorität zu sichern. — Von den deutschen Marschallsinseln in der Südsee hat der dorttge Reichskommissar die ansässigen amerikanischen Missionare ausgewiesen. Der Schritt wird darauf zurückgeführt, daß die Amerikaner sich ttotz wiederholter Warnungen in Verwaltungsangelegenhesten gemischt haben, die sie absolut nichts augehm. Auch auf den Samoainseln habm sich Amerikaner uud Engländer gerührt, um den deutschen Einfluß zu untergraben uud womöglich die deutschen Verwaltungsbeamtev hinauszugraulen, ein Bestteben, das nun fteilich schwerlich auf Erfolg zu rechnen haben totrb. Die Verhandlungen zwischen den interessierten Staaten über die Regelung der Samoaaugelegeuheit sollen demnächst wieder ausgenommen werden.
Die Pariser Verhältnisse find momentan ziemlich ruhig. Der Prozeß gegen die Anarchisten, welche seiner Zeit das große Dynamitattentat gegen das Restaurant Bery verübte», in welchem ihr Anführer verhaftet worden war, bot nichts Neues und fand daher keine besondere Teilnahme. Einiges Aufsehen, aber doch meist nur in polstischen Kreise», hat eine neue Enthüllung gemacht, welche sich an die Begnadigung des im vorigen Jahre wegen Landesverrates verurteilten Turpin, des Erfinders der Melintt- bomben, knüpfte. Der ehemalige Kriegsminister Freycinet wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen, und eS soll in der Sache nun eine genaue Untersuchung veranstaltet werden. Größere Arbeiterstteiks find in Nordfrankreich auSgebrochen. Eine recht bedenkliche Wendung scheinen hingegen die Dinge in Belgien nehmen zu wollen. Die Deputtertenkammer hat aufs Neue die alte Forderung der belgischen Arbeiter nach Einführung des allgemeinen Wahlrechtes abgelehnt, das verlangt wird, weil die Militärpflicht für alle msttellose Personen obligatorisch ist, während wohlhabende Leute ihre Söhne durch Loskauf vom aktiven Dienst befreien können. Nach der erwähnten Ablehnung kam eS in Brüffel und anderen Städten zu Slraßendemonsttattonen und Krawallen, welche der Polizei tüchtig zu thun gaben. Auch Ausschreitungen gegen daS Eigenthum haben sich verschiedentlich Arbeiterttupps zu Schulden kommen lassen. Die Leitung der Arbesterpartei fordert zur allgemeinen Arbeitseinstellung im ganzen Lande auf, uud wenn dem auch wohl nicht im vollen Umfange entsprochen werden wird, so hat die Ausstandsbewegung doch bereits eine größere Ausdehnung ge-
Hoffnung, es könne Adalbert Walter sein, allein nicht er war es, sondern Blind.
Er zog ehrerbietig dcn Hut und wollte vorübergehen, aber Adelheid hielt ihn an.
„Ach, Blind," sagte sie, „das gnädige Fräulein wünscht Walter zu sprechen."
Blind sah sie erstaunt an.
„Junker Adalbert, gnädiges Fräulein," sagte er, zu Eva gewendet. „Der ist fort, gnädige« Fräulein."
Eva sah ihn an, ohne eines Wortes fähig zu fein, während die Anderen seine Worte wiederholten.
„Fort!" rief Adelheid. „Was wollen Sie damit sagen? Fort? Und wohin?"
Der Mann schüttelte den Kopf.
„Ich weiß e« nicht, Fräulein," erwiderte er.
„Aber, wie denn — ist er in das Dorf gegangen, oder sonst wohin?"
„Nein, Fräulein, er ist ganz und gar fortge- gangen, so höre ick wenigsten«. Ich dachte, entschuldigen Sie, gnädiges Fräulein," mit einem Blicke auf Eva, „daß Sie darum wüßten. Denn wir wenigsten« wußten es schon seit mehreren Tagen, daß er gehen würde."
Eva legte die Hand an die Thürbekleidung und obgleich sie tödlich blaß wurde, lächelte sie.
„Das ist Unsinn, Blind," sagte sie. „Junker Adalbert ist nicht fort. Er wird in den Wirtschaftsgebäuden oder irgendwo im Parke sein. Suchen Sie ihn und sagen ihm — oder vielmehr fragen Sie ihn, ob er die Güte haben will, zu mir zu kommen."
Blind drehte verlegen seinen Hut in den Händen herum.
„Bitte um Verzeihung, gnädige« Fräulein, aber Junker Adalbert ist wirklich fort. Bach sah ihn heute Morgen mit dem Schnellzuge abfahren. Er
hat es mir soeben gesagt, und auch, daß Junker Adalbert ihm noch mit der Hand zugewinkt habe."
Alle, mit Ausnahme von Eva, standen einen Moment schweigend und voll Bestürzung da
„Bach hat sich geirrt, Blind." sagte sie lächelnd. „Gehen Sie nur, und suchen Junker Adalbert."
Mit gesenktem Kopf eilte Blind davon.
„Wir wollen wieder in das Schloß zurückkehren und warten," sagte Eva. „Fort ist er nicht, das weiß ich "
„Aber der Mann hat ihn doch gesehen," warf Adelheid schüchtern ein.
„Ich sage, er ist nicht fort!" erwiderte Eva heftig.
„Da« Zimmer ist in der größten Unordnung," wagte Adelheid einzuwenden.
Unwillkürlich näherte Eva sich wieder der Thür. „Wir wollen hier warten," sagte sie, auf die Klinke drückend, bann aber fiel ihr ein, daß die Thür verschlossen war und sie ließ ihre Hand herabfinken
„Hier ist ja ein Schlüssel," sagte Dürrenstein, „vielleicht paßt er," dabei deutete er auf den Schlüssel, welchen Frau Merlin in Betty's Kammer gefunden und in Gedanken mitgenommen hatte.
Eva nahm denselben und steckte ihn in das Schloß.
„Aber Fräulein von Bärenseld!" flüsterte Frau Merlin.
„Ich habe das Recht dazu," sagte sie, sich fast zornig nach der alten Dame umwendend. „Dies Haus ist mein. Ich habe noch ein größeres Recht dazu als dieses."
Indem fie die» sagte, drehte sie den Schlüsiel um. und die Thür ging auf.
„Merkwürdig," murmelte Dürrenstein; „bet Schlüssel paßt Wo kommt der her?"
Wonnen und giebt zn ernsteren Bedenke» Anlaß Auch in England bestehen größere Streiks, die Besorgnis erwecken, namentlich tu Hüll, wo schon Militär aufgeboten ist. Im Londoner Parlament geht die Beratung der Gladstoneschen Homerulebtll für Irland ihren Gang weiter, ohne daß aber Jemand den Parlamentsdebatten eine größere Aufmerksamkett widmete; denn wenn auch das Unterhaus die Vorlage annehmen sollte, so ist doch ihre Verwerfung durch das Oberhaus zweifellos.
In Serbien hat sich, wie wir unseren Lesern per Telegramm bereits mitteilten, der junge König durch einen glücklich vollzogenen Staatsstreich zum Herren des Landes gemacht, was nach den bis jetzt aus jenem Laude eintreffenden Nachrichte« von der Bevölkerung mit großem Jubel ausgenommen worden sein soll. (Näheres S. im heutigen Leitartikel.) Viel Beachtung habm auch die wiederholten Besuche gefunden, die der Fürst Ferdinand von Bulgarien in Wien in letzter Zeit dem Kaiser Franz Joseph abstattete, und die dadurch hervorgerufene Aufmerksamkeit ist nun noch gestiegen, da bei Kaiser dm von den Russen so bitter gehaßten bulgarische« Premierminister Stambulow in besonderer Audienz empfangen hat. Der österreichische Kaiser hat damtt ganz offenkundig seine Sympathien für Bulgarien bekundet, wenngleich auch an praktischen Folgen hieraus nicht zu beiden ist. Soviel wissen aber boch bie Bulgaren, baß fie nun für ben äußersten Notfall einen Rückhalt habm. Die Hochzeit bes Fürstm Ferbinanb mit ber Prinzessin Maria von Parma wird in ben nächsten Tagen stattfinden. In Budapest ist auf den ungarischen Karbinalerzbischof Vaspary ein Attentat verübt. Der Kirchenfürst blieb unverletzt, währenb sein Sekretär, ber sich bem Angreifer eutgegmwarf, schwer verwunbet würbe. — In Rom sinb gegenwärtig bie Festvorbereitungen für ben Empfang bes deutschen Kaiserpaares im vollste« Gange. Der König Humbert hat in diesen Tagm der in Florenz verweilenden Königin von England einen Besuch abgestattet.
Recht erbaulich sieht es wieder einmal in Süd- und Mittelamerika aus. In Brasilien, Argenttnieu, Peru, Ekuador und sonst noch wo sind die Bürgerkriege wieder einmal im vollen Gange, und es scheint sich diesmal doch noch um etwas mehr, als um bloße Raufereien zu handeln. Auch die Iankee'S in Nordamerika haben ihren Aerger: Der großm Weltausstellung in Chicago drohen infolge der Stteik- lust der dortigm Arbeiter doch noch ganz bedeutende Schwierigkeiten. Zu wiederholten Malen sind bereüS
Es folgte ein Moment peinlichen Schweigens. Frau Merlin war aschbleich geworden, ihre Lippen öffneten und schlossen sich wieder.
„Es ist der Schlüssel, welchen ich in Betty'« Kammer fand," sagte fie endlich in ängstlichem Flüstertöne.
Adelheid prallte mit einem Ausrufe der lieber* raschung zurück, das Auge forschend auf Eva gerichtet, die sehr blaß geworden war, jedoch gleich wieder lächelte.
„Ist da« so wunderbar?" fragte fie ruhig. „Kann ein Schlüssel nicht zu zwei Schlössern passen?"
„Natürlich," rief Adelheid lachend. „Wie lächerlich argwöhnisch wir find! Daran find Sie schuld, Frau Merlin."
Frau Merlin wat schon zu einer Gegenrede bereit, al« Dürrenstein ihr zuvorkam.
„Ich wünschte, Sie ließen die Sache fallen, gnädige» Fräulein," fogte et mit leiser nachr» ück- lichet Stimme. „Was ich bereits vorhin gesagt habe, wiederhole ich nochmals, ich beargwöhne Adalbert Walter keinen Augenblick Und — und — verzeihen Sie — ich versetze mich in seine Sage. Mir würde e« auch nicht angenehm sein, wenn mein Häuschen während meiner Abwesenheit von gleichviel wem geöffnet würde."
„Da« Häuschen gehört mir!" erwiderte Eva herrisch. „Wenn ich es öffne und eintrete, geschieht e« um seinetwillen, um zu beweisen, daß er um jenen Diebstahl nicht weiß."
Sie stieß die Thür dabei weit auf und überschritt die Schwelle, und während die beiden anderen Damen ihr folgten, blieb Dürrenstein mtt erheucheltem Zartgefühl draußen auf ben Steinstufen stehen.
Als fie die Unordnung gewahrte, welche in dem noch vor Kurzem fo sauber gehaltenen Zimmer