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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Dr«k enb Berlag: J,h. 8 M g. Koch, UniversitätS-Buchdruckeret tu M«rb«rg. <X*****4- .* -*&!*( zt 44- Berautworüicher Redakteur: Christoph Rautenha«» in Marturg.

Redaktion und Spedition: Markt 21. wVnUldßvPlUlU Redaktion und Expedition: Markt 2L

JE 79

Srschetut täglich außer an Werktagen nach Sonn» und Feiertagen.Quartal-AbouvenrentS-Prei« bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. L5Pfg. (exll. Bestellgeld). JnserationSgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 ^fg.. Reklamen die Zeile 2^ Psg.

Marburg,

Mittwoch 5 April 1893.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Men; Rudolf Mofle in Frankfurt a. M., Berlin, München ».Köln; G. L. Daube u. C». in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

XXVIII. Jahrg.

Ein Gesamtbild unserer heutigen Zustände.

Das .Dresdener Journal", das offizielle Organ der königlich fächfischen Regierung, hat vor kurzem unter dem TitelZeitbettachtuugeu eines Unbe­fangenen" eine Arttkelfolge, der wir weite Verbreitung wünschen möchten, zum Abdruck gebracht. Zwar lehnt das genannte Blatt im voraus die Annahme ab, als seien in diesen Betrachtungen die Anfichten der Staatsregierung wiedergegeben; aber der Um­stand, daß dieselben überhaupt Aufnahme in dem offiziellen Organ finden konnten, läßt diese Aufsätze noch beachtenswerter erscheinen, als sie es ohnedies schon sind. DerUnbefangene" faßt nun die heutigen Zustände in das folgende Gesamtbild:

Die christliche Religion ist durch die Gesetzgebung fast schutzlos gemacht und durch das Emporwuchern des Judentums in schwere Bedrängnis versetzt. Eine zuchtlose Presse sucht im Volke, insbesondere in der Jugend, die letzten Keime der Gottesfurcht, der Achtung vor Gesetz und Obrigkeit, Sinn für Ordnung und Recht, die bürgerlichen Tugenden des Fleißes, der Sparsamkeit und Genügsamkeit zu ersticken, reizt dagegen zu Unbotmäßigkett und Genußsucht an. Durch eine schrankenlose Freizügigkeit, durch die vom Unterstützungswohnsttze geförderte Heimatslofigkeit hat ein großer Teil der Bevölkerung die Seßhaftigkeit verloren und ist dem Landstreichertum verfallen. Der Gemeindeverband ist durch die aus der Freizügig­keit abgeleitete» Satzungen gelockert und dem Ein­dringen schädlicher Elemente preisgegeben. Die alten Ordnungen des Gewerbestandcs, so wesent­lich für die Erziehung zu Ehrbarkeit und guter Sttte und für eine gedeihliche Erwerbsthätigkeit find außer Straft gesetzt durch eine Gleich­macherei, die allen Unterschied zwischen Lehrling, Ge­sellen und Meister aus der Welt schaffen möchte; der Mittelstand ist durch ungezügelten Wettbewerb in seinem Fortbestehen bedroht. Ein bedenkliches Zuströmen erwerbs- und besitzloser Menschenmaffen nach den Städten auf der einen und eine die Er­werbsfähigkeit herabdrückende Entvölkerung des platten Landes von Arbeitskräften auf der anderen Seite; die Anhäufung unverhältnismäßiger Vermögeusmassev in den Händen Weniger gegenüber einer immer be­drohlicher anschwellenden Menge von Besitzlosen, die nichts zu gewinnen und zu verlieren haben, darum zu allem fähig sind; dazwischen eine Partei, die auf Zerstörung der ganzen heutigen Gesellschaftsordnung ausgeht, den Klassenhaß und die Unzufriedenheit

-er Sieg der Liebe.

Rom« von I. v. Böttcher:

s Nachdruck verbotemj (Fortsetzung:)

Wa« sollte aus ihr werden, wenn er gegangen. Das wußte und fühlte sie, daß, wenn er einmal gegangen, er durch kein Wort, kein Lebenszeichen feinen Aufenthalt ihr verraten würde. Die Jahre würden für sie in trostloser Einförmigkeit dahin schleichen, und ihrem Leben würde alles Licht und aller Glanz genommen sein. Sie bedeckte ihr Ge­sicht mit den Händen und stieß einen leisen Klage­laut au».

Aber, liebste Baronesse!" rief Frau Merlin. Fühlen Sie sich nicht wohl? Ich werde die Fenster herablassen hier ist mein Riechsalz"

Eva schob das Flacon mit einem hysterischen Lachen zurück.

Es ist nichts," sagte sie. Das Zimmer war sehr heiß, und ja, bitte, lassen Sie die Fenster herab."

Während sie sprach, hatte der Wagen vor dem Schlosse gehalten, sie stieg aus und ging eilig die Steinstufen hinan

D, das Haus ist glühend heiß," seufzte sie un­geduldig.Ich will ein wenig auf die Terrasse hinaustreten, um mich abzukühlen.'

Baroneß!" erlaubte sich Frau Merlin schüchtern einzuwenden, aber Eva unterbrach sie hastig, fast unwillig.

Ich kann noch nicht in das Haus gehen. Litte, lassen Sie mich allein!"

Die arme Frau Merlin beugte schweigend das Haupt vor der stolzen Schönen.

Soll ich Ihnen nicht einen Shawl schickm?" fragte sie fürsorglich.

anschürt, und kein Mittel verschmäht, das ihren Zwecken diene» kann; dem allem gegenüber die Re­gierungen, die wohl erkennen, was uns not thut und durch wohlthätige Einrichtungen den sozialen Miß­ständen abzuhelfen suchen, dabei aber auf Schritt und Trttt bekämpft werden durch eine vom verstockten und veralteten Freisinn angekränkelte Volksverttetung, die überall mittegieren möchte, auch da, wo sie nichts versteht; Regierungen, die an der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und der Durchführung der bestgemeinten Absichten durch beengende Vorschriften und kurzsichtigen Freiheitsdusel fortwährend gehindert werden, und btnen zur Aufrechterhaltung ihres An­sehens und zur Abwehr des geplanten Umsturzes fast kein anderes Mittel mehr zu Gebote steht, als eine, Gott sei Dank! noch fest in der Treue zu Kaiser, König und Vaterland stehende Armee. Das ist unsere heuttge Lage. Meinen Sie, daß ich zu schwarz gesehen hätte? Wenn Sie mich widerlegen können, will ich es Ihnen danken."

Deutsches Reich.

W. Berlin, 4. April. Die kaiserlichen Majestäten wohnten am Charfreitag dem Gottes dienst in der Dom - Jnterimskttche bet. Am Sonn­abend machte der Kaiser mit der Kaiserin eine ge­meinsame Spazierfahrt durch den Tiergarten, hörte nach der Rückkehr ins Schloß den Vortrag des Chefs des Generalstabes der Armee, Graf v. Schlieffen II., und dann den des Chefs des Militärkabinets. Nach­mittags nahm der Monarch eine größere Reihe mili­tärischer Meldungen und darauf die Monatsrapporte der Kommandeure der Leibregtmenter entgegen. Am ersten Osterfeiertag besuchtm die Majestäten den Gottesdienst in der Dom-Jnterimskttche, und unter­nahmen Mittags sowohl, wie Nachmittags eine ge­meinsame Ausfahrt. Zum Ehrendienst beim Kaiser Wilhelm sind während seines Aufenthaltes in Italien außer den Generalen Tessonnaz und Sterzone, auch die Flügeladjutanten des Königs Humbert, der Ge­neral Gozzani und der Oberst Paulucci kommandiert. DerBreslauer Generalanz." meldet, der Kaiser komme im Mai zur Jagd beim Grafen Hochberg in Wirschkowitz. Wie in Cassel bestimmt verlautet, totib der Kronprinz Wilhelm im nächsten Jahre das dortige Gymnasium besuchen und im Prinzen- Palais (neben dem Gymnasium) wohnen. Am Sonnabend hat Fürst Bismarck in voller Frische seinen 78. Geburtstag gefeiert. Aus An­laß desselben hatten sich in Friedrichsruh mehrere tausend Personen eingefunden, um dem Fürsten ihre

Ich danke, aber warten Sie, geben Sie mir den Ihrigen," versetzte Eva, und Frau Merlin hing ihr denselben um. Dabri hatte sich die Clematis aus ihrem Haar gelöst, Eva befreite dieselbe von den Fransen, in die sie sich verfangen, und barg sie an ihrem Busen. Dann ging sie raschen Schrittes die Terrasse entlang, an den Fenstern vorüber, lehnte sich über die Brustwehr und schaute nach der Rich­tung hin, wo die Hütte lag.

Wenn auch dort ein Licht brannte, so konnte sie dasselbe von der Stelle aus, wo sie stand, nicht sehen, aber sie quälte sich mit dem Gedanken, daß sie es könne und mit der Vorstellung, wie kahl und öde das hübsche Stübchen jetzt aussehen müsse, wo Adalbert gegangen war.

Eine Zeit lang stand sie schweigend und regungs­los, dann aber überkam sie ein unendliche» Ver- langen, nach dem Häuschen zu gehen.

Eine helle Röte färbte ihre Wangen bei diesem Gedanken, allein sie begann gegen ihre Ueberzeugung zu streiten. Wenn er fort war, so lag ja nichts Böses darin, nach der leeren Hütte zu gehen, es würde in ihrer jetzigen Stimmung ein Trost für sie fein, sie zu sehen, und wenn er noch nicht ge­gangen nun, dann würde er nie erfahren, daß sie ihm nahe gewesen.

Sie stand allein in der Welt. Sie «ar Herrin ihrer selbst und ihres Thuns und Lassens. Die Sehnsucht, das Verlangen wurde in ihr so stark, daß sie demselben nicht zu widerstehen vermochte.

Halb furchtsam stieg sie die Stufen hinab und nachdem sie den Rasenplatz überschritten, war sie bald im Schatten de» Gesträuches verschwunden- Fünf Minuten später huschte eine schlanke Mädchen­gestalt, in einen dunkeln Mantel gehüllt, in das Ge­büsch, Eva'» Spur folgend. E» war Adelheid Braun.

Glückwünsche darzubringen. Eine Ansprache des Gymnasialdirektors Wallis aus Rendsburg beant­wortete der Altreichskanzler mit einem Rückblick auf die Geschichte Schleswig-Holsteins, für daS er stets die lebhaftesten Sympathien gehegt habe. Der Fürst schloß mit einem Hoch auf den Kaiser als den Schirmherr» aller Stämme des deutschen Reiches, in welches die versammelte Menge jubelnd einstimmte. DieGetreuen von Jever" übersandten dem Fürsten Bismarck, wie alljährlich, 101 Kiebitzeier, während dieGetreuen auS Weener", der Hauptstadt des Rheiderlandes in Ostftiesland, 101 Enteneier dar­brachten mit dem von Herrn LouiS Viktor Israels zu Weener verfaßten launigen Begleitgedicht:Drum mein Fürst!Lat frist Di de Eier nu smecken, Dann können se ok kinerlei Anten uthecken!" Unter den zahlreichen Glückwunschtelegrammen be­finden sich solche vom Prinz-Regenten Luitpold von Bayern, von den großindustrtellen Verbänden Deutsch­lands, von den Lehrer-Kollegien der sämtlichen höheren Unterrichtsanstalten Berlins, von der fteikonservattven Partei, von der Stadt Köln u. A. Der Reichs- anzeiger veröffentlicht die Verordnung betr. die Ueberttagung landesherrlicher Befugnisse auf den Statthalter in Elsaß-Lothringen; ferner enthält der Reichsanzeiger ein neun Spalten langes Verzeich­nis von Gymnasial- und anderen Oberlehrern, denen der Charakter Professor beigelegt ist. Die Nationalliberalen zu Speier haben eine einstimmige Resolutton zu Gunsten der Militär­vorlage abgefaßt. Der laudwirtschafliche Verein zu Schönhausen hat den Grafen Herbert Bismarck als Kandidaten für die Wahlen zum Ab­geordnetenhause und Reichstage aufgestellt. Graf Herbert hat den Antrag angenommen. Die Handelskammer zu Insterburg sprach sich in einer Eingabe an den Reichskanzler für den russischen HandelSverttag aus. In die Schutz - truppe für Deutsch-Ostafrika werden am 4. April als Kompagnie - Offiziere neu eingereiht werden der Sekondeleutnant Frhr. v. Dobeneck, bis­her beim 5. Thür. Infanterieregiment Nr. 94 in Jena und der Sekondeleutnant Böhmer II., bisher beim 9. Sächs. Infanterieregiment Nr. 133 in Zwickau. Ausstellung von Sklavenfreibriefen. Im Jahre 1892 find in Deutsch-Ostafrika insge­samt 776 Sklavenfreibriefe ausgestellt worden. Die­selben »erteilen sich auf die einzelne» Bezirksämter wie folgt: Tanga 270, Pangani 22, Bagamoyo 174, Dar-es-Salaam 131, Kilwa 103, Ltndi 66, Mikindani 2, Saadani 8.

Nicht ahnend, daß ihr jemand folge, setzte Eva ihren Weg nach der Hütte fort; sie hatte die Lichtung, auf welcher sie stand, bald erreicht. Kein Licht mehr war an den Fenstern zu sehen und es war, als ob ein Hauch der Verödung die Stelle umwehe. Sie blieb stehen, die eine Hand auf den Stamm eines Baumes gestützt, während sie die andere auf ihr bebendes Herz preßte. Er war gegangen und hatte sie mit ihrem Schmerz allein zurückgelaffen! Sie sollte ihn nie wieder sehen!

Aber fast in demselben Augenblicke, wo dieser Gedanke sie durchzuckte, fach sie seine kräftige Gestalt zwischen den Säumen hervortreten Er blieb einen Moment stehen, erhob wie lauschend den Kopf und schritt der Thür der Hütte zu Noch einen Augen­blick und er war für sie verloren; denn die Hütte durste sie nicht betreten. Kaum wissend, was sie that, trat sie einen Schritt vor. Sein scharfes Ohr hatte sie gehört und er blieb stehen.

Sind Sie das, Betty?" fragte er.

Sie verstand feine Frage kaum Worte, deren sie sich später nur zu wohl erinnern sollte; sie kam aus ihn zu.

Als sie die kleine mondbeleuchtete Fläche durch­schritt, erkannte er sie und erschrak.

Himmel! träume ich?" murmelte er, ihr sein bleiches Gesicht zuwendend.

Sie blieb stehen und hielt ihm ihre Hand ent- gegm. Allein er zauderte eine Sekunde, wie unge- miß, ob da«, was er sah, nicht eine Sinnestäuschung sei, dann eilte er auf sie zu, ergriff ihre Hand und stieß in leidenschaftlichem Entzücken ihren Namen aus:

Eva!"

Adalbert," flüsterte sie, die schönen Augen,

Der Geburtstag des Fürste» Bismarck hat auch i» diesem Jahre wieder Anlaß zu unzähligen Kundgebungen der Dankbarkeit und Verehrung für den großen Kanzler gegeben. Die Hamb. Nachr." erörtern in ihrem Geburtstagsartikel die Frage der Wiederannäherung Bismarcks an de» Hof und bemerken darüber:

Daß Fürst Bismarck ttotz aller körperlichen und geistigen Frische je wieder ins Amt zurückkehren könne oder dies erstrebe, glauben selbst seine Gegner nicht. Und wenn sie es doch thun, so unterschätzen sie das Selbstgefühl des Fürsten. WaS sollte ihn, der Jahr­zehnte hindurch alle Macht und alles Ansehen deS größten europäischen Staatsmannes in sich vereinigt hat, wohl veranlassen, in seinem hohen Alter daS Nämliche noch einmal zu erstreben, was er früher längst besaß? Was sollte ihn bewegen, auch nur wieder den Einfluß auf die Leitung der Geschäfte zu gewinnen, den ihm Graf Caprivi selbst für den Fall der Annäherung abstreitet? Die Stellung des Fürste» Bismarck in der Weltgeschichte ist gesichert, weshalb sollte er sie am Abend seines Lebens ohne Not aufS Spiel setzen? Dies würde er aber thun, wenn die Annäherung, die von so Vielen ersehnt wird, wirklich stattfände. Von diesem Augenblick an würde Fürst Bismarck für Alles, was geschieht, mit verantwortlich gemacht werden, ohne daß er wie früher die Macht hätte, den Gang der Dinge, für die er dann mit i» Anspruch genommen würde, nach seinem eigenen Er­messen zu bestimmen. Aus diesem Grunde könne» die Millionen deutscher Patrioten, deren Herzen sich heute dem Fürsten Bismarck in Begeisterung zuwenden, nicht einmal wünschen, daß ihr Sehnen nach An­näherung in Erfüllung ginge; der Fürst würde dadurch in die Lage gebracht, die auf die Dauer nicht aufrecht zu erhalten wäre. Das braucht ihnen aber nicht das Gemüt zu bedrücken: im Gegenteil, je freier sie ihre Festesfreude von politischen Er­wartungen halten, desto vorbehaltloser und inniger können sie sich ihr hingeben, um so sicherer könne» sie sein, dem alten Kanzler im Sachsenwalde wohl­zugefallen. Daß dem Baterlande der Rat des große» Staatsmannes, einerlei von welcher Stelle aus, iu der Stunde der Gefahr nicht vorenthalten bleibe« würde, ist selbstverständlich und kann zur Beruhigung patriotischer Besorgnis völlig ausreichen. Die Haupt­sache ist, daß Fürst Bismarck überhaupt noch unter u»S weilt; das Uebrige ist seine Sache und die der göttlichen Vorsehung. An sie wenden sich heute Millionen von Deutschen mit der Bitte, daß der greise Held seinem dankbaren Volke noch lange in

welche in dem Feuer der ersten Mädchenliebe brannten, zu den seinigen erhebend.

Einen Augenblick hielt er ihre Hand fest auf ihr Herz gepreßt und schaute ihr schwer atmend in die Augen.

Sind Sie e» wirklich? O, mein Engel, meine Königin! Ach, ich träume von Ihnen. Ich dachte daran, daß ich Sie nie wiedersehen würde und Sie sind hier!"

Dann dann ist es wahr," sagte sie kaum hörbar,daß Sie gehen wollen?"

Ja, ja," flüsterte er, wie im Traume redend, die Augen innig auf sie geheftet,ja, ich wollte gehen, ich werde bald fort fein. Ich o, meine Königin, wie schön sind Sie heute Abend! Selbst jetzt kann ich kaum glauben, daß Sie es wirklich find, nicht etwa ein Trugbild meiner Phantasie"

Sind Sie erfreut, mich zu sehen?" flüsterte sie.

Erfreut? Glückselig!"

Warum? Weil" er legte die Land an die Stirn und sah sich um, als komme er erst jetzt zu sich.Eva," sagte er fast zornig,was wollen Sie hier, allein und bei Nacht? Warum sind Sie gekommen? Sie dürfen keine Sekunde keine Sekunde länger hier verweilen!"

Nicht in meinem eigenen Parke? fragte sie tonlos.

Nein. Nicht hier'" sagte er hastig.O, mein reiner, unschuldiger Engel, daß ich so zu Dir reden muß! Warum kamst Du nur! Es wird mir jetzt nur noch schwerer, noch härter, mich loszureißen." Und ihre Hand noch immer haltend, ließ er den Kopf auf die Brust finken.

Wenn e« so schwer ist, warum dann gehen?" flüsterte sie.Höre mich an, Adalbert," fuhr fu flehend fort, al» er das Haupt von ihr abwandt