MchUch Btitiuifl.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham.
Dr»ck wb Berlefl: 3»fr Äx& Koch, UniverfitätS-Bxchdruckrrci in Marburg. Ä -4-^44 Verantwortlicher Redakteur: Christoph RauteuhauS in Marburg.
Redaktt-n und Expedition: Markt 81. ^UU|uUlC9 Redaktion und Expedition: Markt 21.
JE 72.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen.—Qnartal-LlbonnementS-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Psg. (exkl. Bestellgeld). JnserationSgebühr für die gespaltene Zelle oder deren Raum l0 Pkg., Reklamen für bu Zelle 25 Psg.
Marburg,
Sonnabend, 25. März 1893.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie dir Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt <u M., Casiel, Magdeburg und Men; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München ».Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
XXVIII. Jahrg.
Deftell««gen auf das zwette Vierteljahr 1893 der,,Ober hessischen Zeitung" nebst ihren Beilagen „Illustriertes Sonntagsblatt" und Kreisblatt" für die Kreise Marburg und Kirchhain" bitten wir auswärts sofort erneuern zu wollen, damit sämtliche Nummern rechtzeitig geliefert werden können Der Abonnementspreis beträgt bei allen Postanstalten Deutschlands 2 Mk. 65 Psg., in Marburg bei der Expedition 2 Mk.
Gediegene Leitartikel und politische Korrespondenzen werden die Leser der „Oberhessischen Zeitung" über alle Fragen und Vorgänge von allgemeiner Bedeutung auf dem Laufenden erhalten. Den Vorgängen in unserer Stadt wie in der Provinz und den angrenzenden Landesteilen widmet die „Oberhessische Zeitung" eine besondere Aufmerksamkeit. Der feuilletonistische Teil der „Oberheff. Ztg." bringt interesiante Erzählungen von guten Autoren und das „Illustrierte Sonntagsblatt" wird wie bisher den Lesern eine angenehme Unterhaltung bieten.
Auch wird den Lesern des 2. Ouartals unentgeltlich ein in handlichem Formate hergestellter Sommerfahrplan der Eisenbahnstrecken Frankfurt-Caffel, Marburg-Laasphe und Marburg-Frankenberg geliefert werden.
Inserate finden in keinem anderen täglich erscheinenden Blatte Oberheffens eine so große Verbreitung wie durch die „Oberheff. Ztg".
Neubestellungen auf die „Oberhcssische Zeitung" für das zweite Vierteljahr 1893 Werden von allen Postanstalten, den Landbriefträgern, in der Expedition Markt 21), sowie von unseren Filial - Expeditionen in Kirchhain, Neustadt, Wetter und Gladenbach entgegengenommen.
Neu eintretende hiesige Bezieher erhalten das Blatt bis zum Schluffe des laufenden Monats unentgeltlich.
Per Sieg -er Liebe.
Roman von I. v. Böttcher
i Nachdruck verboten.^ (Fortsetzung.)
„Nein, ich darf nicht bleiben, ich muß gehen," sagte er. , „ t
„Gehen Sie nicht!" flüsterte sie, kaum wissend, was sie sagte, nur der Eingebung ihres Herzens folgend. „Ich wünsche, daß Sie bleiben."
„Sie wünschen es," sagte er langsam mit erstickter Stimme; „Sie wünschen es, jetzt, wo Sie wissen — gnädiges Fräulein — Eva —*
Bei dem Tone seiner Stimme, die ihren Namen nannte, erbebte sie und sie erhob die Augen zu den feinigen. Ihre Blicke begegneten sich und mit einem Schrei unendlichen Entzückens eilte er auf sie zu und schloß sie in seine Arme.
Eine Weile hiell er sie fest umschlungen, seine Augen auf die ihren geheftet, seine Lippen verlangend über ihr Antlitz gebeugt- Dann, wie plötzlich zu sich kommend, «ich er, die halb Ohnmächtige noch immer haltend, etwas zurück.
„Oh, meine Geliebte, meine Geliebte, was habe ich gethan?" rief er im Tone aufrichtigster Reue. „Was habe ich gethan?"
Eva fah mit bebenden Lippen zu ihm auf.
„Was habe ich gethan?" wiederholte er ver- zweiflungsvoll- „Vergieb mir, Geliebte, ich, der ich unwürdig bin, Deine Hand zu berühren, habe es gewagt — Eva, ich habe Deine Liebe gewonnen und ich bin doch zu gering für Deinen Haß! Möge der Himmel mir vergeben I" und er beugte feinen Kopf auf ihre Hand nieder.
Mit leichter, bebender Berührung legte sie ihre andere Hand auf fein Haupt, während ihre fchönen
Der Reichstag
ist in die Osterferien gegangen und hat die Erledigung des größten Teiles seines Arbeitspensums für spätere Zeiten aufgeschoben. Von wesentlichen Vorlagen ist eigentlich nur der Reichshaushaltsetat für 1893/94 erledigt. Dagegen find in der abgelaufenen Tagungszeit die ausgedehntesten Erörterungen über Angelegenheiten gepflogen worden, die mit gesetzgeberischen Schritten an sich unmittelbar nichts zu thun hatten. Wir erinnern an die Debatten über den angeblichen Notstand, über den sozialdemokratischen Zukunftsstaat und über das Bouquet der Ahlwardt-Auschuldigungeu. Solche Diskussionen haben positive Wirkungen nicht sofort im Gefolge. Trotzdem find fie von Wert, weil fie Blitzen gleich die politische Situation erhellen. Man ersteht bei ihrem Aufleuchten einmal, daß weite Schichten der Bevölkerung, wie fich das ja bei den sozialdemokratischen Wahlen schon früher gezeigt und bei de» Reichstagswahlen der allerletzten Zeit wiederholt hat, von Agitatoren verleitet, an das Märchen von einer durch die beffergestellten Gesellschaftsklassen wehenden allgemeinen Korruption glauben. Wer allerdings die Entwickelungen früherer Geschichtsperioden mit Verständnis zu überblicken in der Lage ist, wird sich sagen müssen, daß auch durch lügnerische Agitationen Schaden genug angesttftet werden kann, wenn nicht eine Regierung den Staat leitet, die Straft genug besitzt, allen An- stürmen, wie fie von den Volksverführern angezettelt zu werden Pflegen, Stand zu halten. Bisher war unsere Regierung in der Lage dazu. Ob fie es später sein wird, wer weiß es? Im Raume, wo die Sachen hart fich stoßen, stützen das Ansehen einer Regierung im Grunde nur Realitäten. Das Heer ist die Stütze der Regierung, ohne welche fie Anstürmen stärkerer Art nicht gewachsen ist. ES ist deshalb für alle Parteien, welche die heutige Staats- und Gesellschaftsordnung erhalten wollen, Pflicht, diese Regierungsstütze so stark als möglich zu machen. Die Militärvorlage sollte hiernach die besten Ausfichten auf ein Zustandekommen haben. Fast das Umgekehrte aber ist der Fall. Mit einer sonst selten im Reichstage vorhandenen Einmütigkeit ist die Mehrzahl der großen politischen Reichstagsparteien einig im Verwerfen der von den verbündeten Regierungen gemachten Vorschläge. Glücklicherweise bricht fich in der einfichtsvollen Bevölkerung immer mehr und mehr die Ueberzeugung Bahn, daß die Regierungen ein Recht darauf haben, die von ihnen vorgeschlagenen Kompensationen für die Einführung der zweijährigen
Augen mit dem Glanz der ersten Liebe auf ihn herabstrahlten.
„Adalbert! Adalbert!" murmelte sie.
„Nein, nein, sprechen Sie nicht zu mir — Eva — Fräulein von Bärenfeld! Großer Gott, wie soll ich es Ihnen sagen? Ich bin nicht einmal wert, zu Ihren Füßen zu fnieen. Ich liebe Sie! Ich liebe Sie! Aber Sie — Sie dürfen mich nicht an- sehen — mich nicht berühren! Eva, ich bin nied- tiger als der niedrigste Ihrer Diener — auf meinem Leben ruht ein Makel — *
Er brach ab, atemlos, nach Lust ringend, und statt aller Antwort murmelte fie nochmals:
„Adalbert!"
„Ein Makel ruht auf meinem Leben, welchen selbst der Tod nicht von mir nehmen kann," fuhr er hastig, fast ingrimmig fort. „Versuchen Sie mich nicht, Eva, oder ich könnte vergessen, daß ich ein Ausgestoßener und namenlos bin,"
Sie wich zurück, mehr erschrocken über die Heftig- kett seiner Worte, als über deren Bedeutung.
„Hören Sie es?" rief er heiser. „Namenlos! Wissen Sie, was das heißt? Können Sie die Tiefe meiner Erniedrigung ermessen? Und glauben Sie, ich würde Sie zu mir herabziehen? Eher als das könnte ich Ihren Zorn und Ihre Verachtung ertragen. Eva, haben Sie Mitteid mit mir! Schicken Sie mich mit Verachtung fort, wie ich es verdiene, aber versuchen Sie mich nicht!"
Der Anblick seiner Qual raubte ihr alle Kraft.
Mit einem leisen Schrei wich fie noch weiter von ihm zurück und lehnte fich wieder, fast in ihrer früheren Stellung, an den Baum.
Eva erhob fich, blaß und erschöpft.
„Eva, hören Sie mich! Sprechen Sie nicht zu mir, sehen Sie mich nicht an, ober ich bin ver-
Dienstzeit zu verlangen. Ohne dieselben wäre die für die weitesten Bevölkerungskreise mit den größten Vorteilen verknüpfte zweijährige Dienstzeit eine Schwächung der besten Stütze der heutigen Staatsund Gesellschaftsordnung. Daß eine solche Schwächung aber herbeigeführt wird, will man fich in den einsichtsvollen Streifen, welche die durch die oben gekennzeichneten Erörterungen beleuchteten Gefahren sehen, nicht gefallen lasse». Ma» will, daß die Militärvorlage angenommen wird, damit wir stark genug sind, nach Außen und Innen allen Stürmen gewachsen zu sein. Und diese» Willen wird man hoffentlich den Reichstagsabgeordneten i» den Osterferien so eingehend darstellen, daß dieselben mit anderen Anschauungen als bisher nach Ostern das Reichstagsgebäude wieder aufsuchen.
Deutsches Reich.
W. Berkin, 24. März. Die Uebersiedelung des kaiserlichen HoflagerS nach dem Neuen Palais bei Potsdam findet voraussichtlich in der zweiten Hälfte des April statt. Vorläufig verlautet, daß die Prinzen am 18. April dahin überfiedeln sollen. Die Kaiserin beabfichtigt, in diesem Jahre mit den jüngsten Prinzen und der Prinzessin in dem Bade Saßnitz auf Rügen einen längeren Aufenthalt zu nehmen. Auch geht das Gerücht, daß die Kaiserin ihren Gemahl auf der diesjährigen Nordlandsreise begleiten werde. — Die kaiserlichen Majestäten sahen am Mittwoch Abend die Generaladjutanten Fürst Anton Radziwill und Graf Lehndorff, den Ober- Gewandkämmerer Grafen Perponcher, den Kommandanten deS kaiserlichen Hauptquartiers General ä la suite v. Plessen, sowie den Abteilungschef im Militärkabinett Oberst v. Lippe als Gäste an der kaiserlichen Tafel. Am Donnerstag Vormittag unternahmen die Majestäten eine gemeinsame Spazierfahrt. Im Schlosse arbeitete der Kaiser sodann mit dem Chef des Militärkabiuetts und «ahm die Meldungen des Prinzen Friedrich Karl von Hessen und des Generals Bronsart v. Schellendorff entgegen. — Der Fürstbischof von BreSlau, Kardinal Dr. Kopp, ist von Berlin wieder nach Breslau zurückgekehrt. — In der „Nordd. Allg. Ztg." ist zu lesen: „Das ist das Bedenkliche im Ahlwardttsmus, daß er in der an äußerliche Einwirkungen gewohnten Menge die Begriffe von Wahr und Unwahr, von Recht und Unrecht, von wohlmeinender legitimer Autorität und tückischer, nichtsnutziger Verführung in völlige Verwirrung stürzt, und, daß diese Wirkung
loren! Eva, ich wußte nicht, ich ahnte nicht, daß — daß Sie mich liebten! Hätte ich es gewußt, würde ich mir eher die Zunge abgebissen haben, als daß ich mich Ihnen gegenüber verraten hätte. Eva — oh — wie soll ich es Ihnen sagen? Nein, ich kann es nicht! Ich kann Ihnen nur sagen, daß wir scheiden müssen! Ein grausames Verhängnis trennt uns. Andere werden Ihnen sagen, was ich bin! Ersparen Sie mir, e« Ihnen selbst zu sagen. Genug, daß ein Band zwischen Ihnen und mir unmöglich ist. Oh, Himmel, wie hart es ist, aber trotzdem will ich Sie vor mir, vor Ihnen selbst behüten. Ich werde gehen, sogleich — morgen — übermorgen. Oh, suchen Sie den heutigen Tag aus Ihrem Gedächtnisse zu verwischen, lassen Sie ihn vergessen sein — für immer 1 Vergessen Sie auch, daß je ein Mann wie Adalbert Walter existiert hat. Seien Sie glücklich und ich werde glücklich fein. Und wenn auch tausende von Metten uns trennen, wenn wir uns auch nie wieder in das Auge blicken werden, so werde ich zuftieden sein Denn ich habe bett beseligenden Trost, Eva, daß, wenn das Schicksal weniger grausam gegen mich gewesen, Sie die Meinige geworden wären."
Er schwieg, von seinen schmerzlichen Gefühlen übermannt.
„Kommen Sie," sagte er endlich, noch immer bleich und zitternd, doch fest und unerschütterlich in seinem edelmütigen Entschlüsse, fie vor fich selbst zu retten. „Kommen Sie! Lassen Sie uns das Geschehene vergessen. Sie find die Herrin von Bären- felbe und ich bin Ihr Untergebener, Ihr Diener "
Er stand neben ihrem Pferde, den Stopf stolz erhoben in dem Bewußtsein seiner heroischen Selbstüberwindung, und wartete aus sie.
Sich gewaltsam fassend, näherte sich Eva ihm.
sich selbst bei Persönlichkeiten äußert, die durch Erziehung, Beruf und Lebensstellung gegen solche Einflüsse gefestigt fein sollten, kann die Besorgnis vou der dauernden Schädigung der Volksseele nur erhöhen. An den Reichstag ist nun die Aufgabe herangetreten, durch volles Licht dem Unfug aufhetzender Verdächtigungen und Verleumdungen ein Ende zu machen. Möge der obersten Instanz des Volkswillens ein nachhalttgerer Erfolg zu Teil werden, als dem Ausspruch der Gerichte, der int Gegenteil bei der Wahl im Wahlkreise Ftiedeberg-Arnswalde als Agitationsmittel für den Verurteilten ausgenützt worden ist. Eine Ahlwardssche Schule, in unserem öffentlichen Leben ständig, würde im Verstand und Gemüt des Volkes verhängnisvollere Verheerungen anrichten, als Krieg und Pestilenz, denn in letzteren wirken jeder Zeit bedingt erziehende Momente mit, die bei der Landplage sittlicher Brunnenvergiftung völlig fehlen. — lieber die Verhandlung des Senioren- konveuts des Reichstags teilt die „Frs. Ztg." noch folgendes mit: „Der Seniorenkonvent trat in Anwesenheit des Abg. Ahlwardt, des Reichskanzlers, der Minister v. Bötttcher und Miquel zusammen, um das Vorgelegte zu prüfen. Das Vorgelegte bestand aber lediglich in geschäftlichen Quittungen über Zahlungen und Darlehen aus dem Jahre 1872, ausgestellt von der DiSkontogefellfchast gegenüber der rumänischen Eisenbahngesellschaft. Bekanntlich hatte die Diskontogefellschaft damals interveniert, um den Verfall dieses Strousbergschen Unternehmens zu verhüten, wodurch das in Rumänien angelegte Kapital verloren gegangen wäre. Es handelt fich also hier lediglich um Schriftstücke einer Privatbankgesellschaft gegenüber einer ausländischen Privateisenbahngesellschaft. In Bezug auf den Reichsinvalidenfonds wußte Herr Ahlwardt weiter nichts vorzulegen, als ein Exemplar des bekannten Pamphlets von Rudolph Meyer von 1877." — Der preußische Kultusminister hat im Einverständnis mit dem Finanzminister in einem an sämtliche Provinzialschulkollegien gerichteten Entscheide bestimmt, daß bei der Berechnung der von den wissenschaftlichen Lehrern an höheren Unterrichtsanftalten zu erteilenden Pflichtstunden davon auszugehen ist, daß diejenigen Lehrer, welche in Zukunft die feste pensionsfähige Zulage von 900 Mk. jährlich erhalten, in der Regel im Maximum 22, alle übrigen wissenschaftlichen Lehrer aber 24 Unterrichtsstunden zu erteilen haben. — Die dreißigste Allgemeine deutsche Lehrerversammlung wttd in der Pfingstwoche, vom 22. bis 25. Mai d. I. in Leipzig abgehalten werden. Der Besuch dürste
Er zitterte bei ihrer Annäherung, denn die Sehnsucht, sie in seine Arme zu schließen und fie aller Welt und seinem Gewissen zum Trotze festzuhalten, überwältigte ihn fast, allein er widerstand.
Sie legte ihre Hand auf seine Schulter.
„Ist das Ihr letztes Wort?" fragte sie mit bebender Stimme.
„Das letzte!" sagte er dumpf. „Es muß fein," aber als er sie auf das Pferd hob, neigte er den Kopf und küßte die Falten ihre« Reitkleides, als es fein Gesicht streifte.
„Das letzte!" wiederholte fie und ihr Gesicht wurde totenbleich, als sie mit leerem Blicke vor sich hinstarrte. „Dann haben Sie mir das Herz ge- brachen"
15.
Fünf Minuten später, nachdem Eva und Adalbert die Stelle verlassen und der Schall der Hufschläge ihrer Pferde auf dem Grase verklungen, trat eine große Gestalt aus dem Gebüsche. Es war Günther von Dürrenstein.
Einige Sekunden stand er mit zitternden Lippen und wutfunkelnden Augen und starrte ihnen nach, dann setzte er sich und seine heiße, brennende Stirn in die Hände stützend, murmelte er:
„Ich will nachdenken, ich muß überlegen!"
Der Zufall war Dürrenstein heute Morgen günstig gewesen. Er war Eva und Walter nicht gefolgt, sondern hatte einen wetteren Spaziergang gemacht und bei dem plötzlich eintretenden Regen schon vor ihnen Schutz unter jenen Bäumen gesucht. Bei ihrer Annäherung hatte er fich jedoch vorsichtig zurückgezogen und hinter einigen Sträuchern versteckt ihr ganzes Gespräch, Wart für Wort, mit angehört.