Wöchentliche Beilagen: Krcisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
tmi «6 ®erUe* Jllnftrirtes Sonntagsblatt. Redaktion und Expedüw»^ Markt^Ll"
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Marburg,
Frettag, 17. März 1893.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaur von Haasmstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Casiel, Magdeburg und Men; Rudolf Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München «.Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
XXVIII. Jahrg.
Syndikatsbestrebungen.
Im preußischen Abgeordnetenhause haben vor Staigern wieder einmal Erörterungen über die Vereinigung von Produzenten zur besseren Verwertung ihrer Erzeugnisse, die sogenannten Syndikate, stattgefunden. Die Erörterungen knüpften an die Bildung des großen Kohlensyndikats an, erstreckten fich aber auch auf die Syndikatsbilduug tat Allgemeinen. Es giebt Leute, welche den Produzenten überhaupt das Recht absprechen möchten, fich zur bessern Ausnutzung ihrer Erzeugnisse in Vereinigungen zusammenzuthun. Die Einen thun dies aus angeblichem Interesse für die Konsumenten, die Anderen, die sogenannten Vertreter der Arbetterinteressen, aus anempfundenem Haß gegen die Arbeitgeber. Nun giebt es aber nichts thörichteres, als den Produzenten ein Recht absprechen zu wollen, das bett Konsumenten im Allgemeinen sowohl wie den Arbeitern im Besonderm zusteht. Noch Niemand hat den Konsumenten verbieten können, Konsum-Vereine zu gründen, in welchen sie den Bezug der für die Konsumtion notwendigen Waaren zu billigeren Preisen erhalte», und wer die Koalttions- freihest der Arbeiter hätte in Abrede stellen wollen, der wäre gesteinigt worden. Man sollte deshalb denken, daß überall der Ausspmch Giltigkett habe, was dem Einen recht, sei dem Andern billig. Jedoch einzelne Kreise unserer Bevölkerung habm fich in einen solchen Haß gegen die arbettgebenden Produzenten hinetngeredet, daß fie diesen die Koalitionsfreiheit, die Möglichkeit, fich zur Besserung ihrer Lage zu- sammenznthun, absprechen. Glücklicherweise hat die Gewerbeordnung die Koalition für alle Staatsbürger in gleicher Weise verbürgt. Von irgendwelcher Ungesetzlichkeit kann deshalb bei den Syndikaten der Produzenten nicht die Rede sein. Nun lebt aber in anderen Bevölkernngskreisen die Anschauung, als ob die Syndikate zur Ausbeutung des Publikums gebildet würden. Dieser Anschauung liegt eine Verwechselung mit den sogenannten Ringen, den Trusts, zu Grunde, welche von Spekulanten zur Gewinnung von Reichtümem gebildet werden. Diese Ringe sind zu trauriger Berühmtheit gelangt. Sie haben, wie noch in den letzten Jahren der Kupferring, der Zuckerring u. s. w., das größte Unheil angesttstet. Die Syndikate aber dürfm doch dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Gewiß find fie auch dazu bestimmt, eine Preisregulieruug herbeizuführen. Aber die in Vereinigungen zusammengetretenen Produzenten wissen sehr wohl, daß sie, ohne eine Katastrophe für ihren ganzen Berufszweig herbeizuführen, die Preise
Aer Sieg btt Liebe.
Roman von Z. v. B Stichen
sNachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Die Begrüßung der beiden jungen Damm war ein Muster schlauer Berechnung. Während er für Adelheid achtungsvolle Bewunderung zu zeigen schien, trug er schüchterne Demut und ehrerbietige Anbetung Eva gegenüber zur Schau.
.Wir glaubten schon, wir würden Sie nie hier scheu, Herr Baron/ sagte Adelheid mit schelmischem Nicken.
Er sah sie fast flehend an und dieser Blick entging, wie er beabsichtigt hatte, Eva nicht.
.Ich, ich/ stammelte er mit meisterhaft gespielter Verlegenheit, .ich glaubte, Sie würden einen solchen Ueberfluß an Besuchern in den letzten Tagen gehabt haben, Fräulein von Bärenfeld, daß ich er kaum gewagt haben würde, Ihnen heute Nachmittag meine Aufwartung zu machen, wenn mein Gärtner mich nicht ersucht, oder bester gesagt mir befohlen hätte, Ihnen einige Orchideen zu bringen, die, wie er behauptet, einzig in ihrer Art find.*
Er hatte einen Strauß seltener Treibhauspflanzen in der Hand, welchen er Eva mtt tiefer Verbeugung überreichte.
Eva nahm die Blumen und betrachtete fie.
.Sie find außerordentlich schön/ sagte fie fteund- lich, um so freundlicher, als Adelheid vorher geäußert hatte, daß sie ihm kalt begegnen würde.
.Es freut mich, wenn fie Ihnen gefallen/ sagte er.
„Sind fie entzückend!* rief Adelheid. .Wir habm hier nichts Dergleichen aufzuweifen."
.Nein/ entgegnete Eva, dm Duft der Blumen einatmend. .Ich möchte wohl ähnliche Orchideen haben/
gär nicht derartig festsetzen können, daß eine Bedrückung der Konsumenten entsteht. Sie wollm nur verhindern, daß fie ihre Erzeugnisse zu den Herstellungskosten oder gar darunter absetzeu müssen. Sie wollen einen Unternehmergewtan für ihre Mühen und Sorgen haben. Die Syndikatsbestrebuuge» sind deshalb geradezu zu fördern und es ist nur zu wünschen, daß in möglichst vielen Berufszweigen die Produzenten fich zu solchen Vereinigungen zu- sammenthuu.
Deutsches Reich.
W. Merlin, 16. März. Unser Kaiser wohnte am Dienstag Vormittag in StammerSdorf größeren Schießübungen bei. Nach erfolgter Rückkehr nach Berlin begab fich der Kaiser nach dem Reichskanzlerpalais und nahm dort den Vorttag des Grafen Caprivi entgegen. Am Abend entsprach der Monarch einer Einladung deS kommandierenden Admirals Frhrn. v. d. Goltz zur Tafel. Am Mittwoch Morgen unternahmen die kaiserlichen? Majestäten eine gemeinsame Spazierfahrt. Im Schlosse hörte der Kaiser sodann den Vorttag des Chefs des Zivilkabiuetts und darauf den des Chefs des Militärkabinetts. — Auf Befehl des Kaisers, uach welchem die kirchliche Fürbitte für den glücklichen Verlauf der bevor- steheudeu Mederkunst der Prinzessin Friedrich Leopold von Preußen ohne Verzug beginnen soll, hat, wie die „Post* schreibt, der Evangelische Oberkirchenrat angeordnet, daß die übliche sonntägliche Fürbitte in das allgemeine Kirchengebet aufzunehmen ist. — Der Kaiser hat eine Kabinettsordre vollzogen, wodurch der graue Mantel, wie er in den letzten Monaten probeweise vielfach getragen wurde, anstelle des bisher üblichen schwarzen Mantels für die Generale der preußischen Armee als Dienstkleidungsstück eta- geführt ist. Für alle anderen Offiziere und Mannschaften bleibt zunächst der schwarze Mantel Dienstkleidungsstück. — In einem längeren Arttkel giebt die „Nordd. Allg. Ztg." den Standpunkt der Reichsregierung in Sachen der Militär Vorlage wie folgt wieder: „Die verbündeten Regierungen haben von Hause aus erklärt, daß es fich bei der Militärvorlage um sehr ernste, militärisch notwendige, wirtschaftlich erreichbare Ziele handle. Diesen Standpunkt zu verlassen, haben sie auch nach dem Ausfall der ersten Lesung in der Militärkommisfiou keine Veranlassung. Sie können sich einem Patteistaudpunkt nicht anpassen, welcher darauf hinauskommt: Wtt nehmen das, was uns parteipolittsch znsagt, und
„Sie sind eine besondere Spezialität meines Gärtners," versichert er. „Wenn er Ihnen —*
„Ich werde gehen und einige unserer armseligen Exemplare holen/ unterbrach ihn Adelheid, .damit Sie sehen, wie weit sie uns überflügelt haben, Herr Baron* und fie lief so harmlos wie möglich aus dem Zimmer.
Dürrenstein nahm auf einem Stuhl neben der Chaiselongue Platz.
„Ich kann Ihnen kaum aussprechen, wie dankbar ich Ihnen bin, gnädigste Baroneß/ sagte er.
„Dankbar?* fragte Eva, ihn erstaunt anblickend
„Daß Sie mich empfangen haben/ fuhr er hastig fort. „Ich hatte erwartet, Sie würden mich abweisen. Ich verdiente es und jede andere Sttafe, die Sie mir meines Bettagens wegen auferlegen würden. Aber wenn Sie wüßten, wie schwer ich schon durch das Bewußtsein, Sie erzürnt zu haben, leide, würden Sie Nachsicht üben und mir verzeihen. *
Eva errötete und beugte fich über die Blumen.
„Das Beste wäre wohl, Herr von Dürrenstein, wenn wir jenes Vorfalles im Park nicht mehr er« erwähnten*
„Es ist so schwer, nicht davon zu sprechen/ murmelte er, „wo die Ereignisse jenes verhängnisvollen Morgens meine Gedanken wachend und ttäurnend beschäftigt haben.*
Eva zog die Brauen leicht zusammen.
„Sagen Sie nicht» weüer/ sagte fie. „Wenn Sie glauben, mich erzürnt zu haben, wie viel mehr Ursache habm Sie nicht, zu bebenlen, daß Sie eine andere Person schwer kränkten?*.
Einen Augenblick preßten fich seine Lippen zusammen, dann sah er sie mit demütiger Bitterkeit en.
.Ich verstehe, Sie meinen den jungen Mann, Walter. Ich beleidigte ihn und kränkte ihn,
taugen nicht danach, was die Armee braucht, um ihre Aufgabe dem Vaterlande gegenüber im Frieden wie im Kriege voll und ganz erfüllen zu tonnen!" — An der Berliner Mittwochs-Börse hatte das Gerücht, der Kaiser habe die Zurückziehung der Militärvorlage angeordnet, Spekulationseffektm um 2 Prozent steige» gemacht. Die „N. A. Z." be- merkt hierzu: Hoffentlich wird eS gelingen, den Biedermann festzustelle», welcher die Börse zu dieser eigenartigen Bekundung ihrer spezifischen Logik veranlaßt hat. Mit wieviel Prozent würde wohl s. Z. die Berliner Börse einen Minderwert deutscher Wehrkraft zu büßen haben?
— Beherzigenswerte Worte spricht eine Schrift Rudolf von GneistS „Die Militär Vorlage von 1892" (Verlag von Jul. Springer, Berlin) über die gegenwärtige Stellung Deutschlands. Sett den ruhmreichen Tagen von 1870/71 habe sich unsere militärische Lage völlig verändert. Die beiden Großmächte im Osten und im Westm hätttn ihre aktive Heeresmacht annähernd verdoppelt in der erklärten Absicht des Angriffs gegen Deutschland. Daß es den Franzosen Ernst sei mit der Idee der Revanche, werde dadurch bewiesm, daß ihnen kein Geldopfer zu groß erschienen sei für die Schaffung einer feldtüchtigen Armee. Wie es in Deutschland gegenüber dieser Sachlage ausfieht, schildert Herr v. Gneist wie folgt:
„Sett zwei Jahrzehnten stehm nun im Osten und Westen Deutschlands schwere Gewitterwolkm am Himmel, die durch periodisches Wetterleuchten das verkündm, was hinter ihnen steht. Aber für Deutschland ist diese Situation so sehr zur Gewohnheit ge- tooiben, daß man inzwischen auf dm Lorbeer» des deutschm Kriegsruhms ruhend, Zeit zu anderen Bestrebungen gefunden hat. ES erinnert das einigermaßen an die Umwohner des Vesuvs, die bei dem auffteigenben Ranch unb beut unterirdischen Rollen fich nichts mehr zu denken vermögen. Es steigt habet eine ominöse Reminiszenz auf an die Zeiten vor der Schlacht bei Jena, wo man in Berlin unb bem gebildeten Deutschland keine wichtigere Thätigkeit fand, als sich in dem Streit über ästhetische unb litterarische Fragen zu erhitzen. Wie muß wohl heute Deutsch- lanb bem Außenstehenden, insbesondere ben uns fetabselig gesinnten Nationm sich barstellen in einem Stabium, in welchem eine in ber Weltwirtschaft stetig wicberkehrenbe Depression unfere gesellschaftlichen Klassen ber Reihe nach ergriffen hat: ein „notleidender" Ackerbau (vor Allem), ein „notleidendes* Gewerbe, eine „notleidende* Jndnsttie, eine „notleidende"
ja unb wünsche dringend, mein Unrecht wieder gut zu machen. Ich habe ihn schon in dieser Absicht ausgesucht, aber er geht mir, wie ich glaube, gefliffent- lich aus bem Wege. Glauben Sie mir, ich will gern Alles thun, was in meiner Macht steht, ihm Genugthuung zu geben unb wenn es mir gelingt, darf ich bann zu hoffen wagen, daß Sie mir diesen Ausbruch von Heftigkeit nicht allein vergeben, sondern fie ihn auch vergeffen werden?"
Eva konnte ber bittenben Stimme, dem demütig flehenden Blicke nicht widerstehen. Lächelnd hielt sie ihm die Hand hin. Sein bleiches Gesicht errötete, als er ihre Hand nahm und an seine Lippen führte. In diesem Augenblicke kam Adelheid, die draußen auf einen paffenden Moment gewartet hatte, einzutreten, wieder in das Zimmer zurück.
„Hier find die armseligen Exemplare/ sagte sie; „und ich habe noch sehr bitten müssen, um fie zu erhalten."
„Wirklich!* sagte Dürrenstein. „Wie gern möchte ich den Damm meinen Orchideenflor zeigen. Wäre es denn nicht möglich?* fragte er, die eine und die andere bittenb cmsehend.
„Einem Mann ist nichts unmöglich/ sagte Adelheid munter. .Ich sehe nicht ein, warum wir fie uns nicht ansehen sollten. Frau Merlin kann uns ja begleiten, um den Anstand zu wahren. Was sagen Sie dazu, Eva?*
Eva, welche glaubte, es könne unfreundlich erscheinen, wenn fie ablehnte, erhob fich sogleich.
„Ich werde Frau Merlin fragen, ob fie uns begleiten kann. Sie meinen doch, daß wir sogleich mit Ihnen gehen?*
„3a, wie Sie befehlen/ sagte er mit unverkennbarer Freude. „Man muß den Augenblick benützm. *
„Ich werde ben Herrn Baron unterhalten, «äh-
Rhederet, ein „notleidender" Bergbau, eine „notleidende" Arbeiterschaft, ein „hungerndes* Proletariat, ein „notleidendes" gelehrtes Proletariat, — Alle tat heftigsten Streit mit einander, wer am meisten Not leide — eine Nation von Notleidem an der Stelle, wo der Außenstehende erwartet hatte, ein Nation zu finden, die in bem erhebenden Bewußtsein einer wiedergewonnenen Einheit unb Weltstellung auch unter ber Ungunst wirtschaftlicher Verhältnisse boch ein stolzes Bewußtsein dafür bewahrt, „daß wir nun endlich wissen, wie stark wir sind, wenn wir einig find." Wer sich den Glauben an das Volksgewissen unserer Nation bewahrt hat, wer rückwärts auf ähnliche Perioden eines Niederganges ber öffentlichen Meinung in unserem Vaterlanbe unb ihre machtvolle Wieber- erhebung 'blickt, wer in der gewaltigen Bewegung der heutigen Weltwirtschaft weiß, daß große Industriestaaten, namentlich England, in manchem Jahrzehnt ebenso schwere Krisen ber Industrie unb des Ackerbaus überftonben haben, wie wir, wirb ben Mut nicht verlieren. Aber für ben Gang ber politischen Ereignisse kommt es nicht barauf an, wie wir stab, fonbern wie wtt der mropäischm Welt erscheinen. Und diese Erscheinung ist die Gefahr, in welcher fich Deutschland zur Zeit befindet. Der Glaube, daß Deutschland entschlossen ist, seine militärische Ueberlegenheit auch mit neuen Opfern aufrecht zu erhalten, ist wie bisher die einzige Garantie zur Erhaltung des europäischen Friedens. Diese Gewißheit ist eS, die der in ihrem Stern unverändert gebliebenen Nation in das Gewissen gesprochen werden muß."
Presde«, 15. März. König Albert von Sachsen empfing am Mittwoch die delegierten zur internationalen Sanitätskonferenz. Zu Ehre» derselbm fand Nachmittags Galatafel statt, an welcher auch die Mitglieder des diplomatischen Korps und die sächsischen Staatsmtaister teilnahmen.
Stuttgart, 15. März. Zur Thronfolgefragc in Württemberg liegt eine interessante Meldung vor: In Stuttgart geht das Gerücht, daß Herzog Molaus von Wütttemberg sich mit der jüngsten Tochter Olga des Prinzen Hermann von Sachsen-Weimar, württem- bergischen Generals der Kavallerie, verloben werde. Die „Köln. Ztg." erfähtt, daß eine solche Verlobung in Streifen, die dem württembergischm Hofe nahe stehen, nicht überraschen würde; ob sie aber wttklich als Thatsache anzusehen ist oder sein wttd, ist nicht bekannt. Keine Frage aber ist es, daß die große Mehrheit des württembergffchm Volkes die Nachricht
renb Sie Ihren Hut holen," sagte Adelheid. „Nun?" wendete fie sich kurz zu Dürrenstein um, als sich die Thür hinter Eva geschlossen hatte.
Er lächelte.
„Wir haben Frieden mit einander geschlossen," sagte er gelassen.
„Oder vielmehr, Sie glauben es geihan zu haben," entgegnete sie. „Seien Sie dessen nicht zu sicher. Wenn Sie wünschen, daß fie die ganze Geschichte vergesse, so thun Sie, wie Sie gesagt haben, und entschuldigen sich bei Adalbert Walter "
Seine Züge verfinsterten sich und die Narbe an seiner Stirn rötete fich.
„Ich werde sehen," sagte er kurz.
„Gut. Und doch noch ein Wort der Warnung: Seien Sie nicht zu dringend. Sie begingen soeben einen Mißgriff."
„Einen Mißgriff? Jnwiefem?"
„Sie küßten ihr die Hand. Eva ist nicht die Frau, so etwas leicht zu nehmen. Mir könnten Sie zwanzigmal am Tage die Hand küssen, das würde mich ungerührt lassen, aber mtt Eva ist es anders. Seien Sie vorsichtig."
„Ich danke Ihnen," sagte er. „Sie halten Ihr Versprechen, Fräulein Braun. Sie werden unseren Verttag nie zu bereuen haben."
„Sie ebenso wenig," erwiderte fie.
In diesem Moment kamen Eva und Frau Merlin und alle vier traten den kurzen Gang nach Dürrenstein an.
Es schien, als sei eine schwere Last von Surren« Reina Herzen genommen und er zeigte sich als der angenehmste Gesellschafter. Meisten» sprach er zwar mtt Fra» Merlin, allein er trug stet» Sorge, Eva in die Unterhaltung zu ziehen, und allmählich be»