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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain.
Dr*S Md Brrim. “*■ Jllnstrirtes Sonntagsblatt. Redaktion und Expeditwn^ Äartt^Ll" to Ma bu g
Jtl 50.
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Marburg,
Dienstag, 28. Februar 1893.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoneen-Bureaux von Haaseustein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u.Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
XXVIII. Jahrg.
eingetreten, so viel ist sicher und durch nichts kann dies Faktum abgeschwächt werden.
Vielleicht gehen Diejenigen etwas zu weit, die da meinen, in jedem Falle werde unter Hinzuziehung der Zentrumspartei die in dieser wichtigen Frage abermals den Ausschlag giebt, eine Verständigung zwischen Reichsregierung und Reichstag herbeigeführt werden. Unvorhergesehene Ereignisse, ganze Kleinigkeiten, können oft einen Querstrich durch die schönsten Pläne machen; aber wer vorurteilsftei und streng sachlich die gesamte» Verhältnisse, wie sie heute liegen, prüft, der wird allerdings der Ansicht zuneigen, daß eine Einigung über die Militärvorlage sehr viel wahrscheinlicher ist, als ein schwerer Konflikt. Thatsäch- lich ist heute bereits eine feste Mehrheit im Parlament vorhanden, die der Ueberzeugung zuneigt, daß die weit vorgeschrittenen Rüstungen in Frankreich und Rußland auch eine Verstärkung unserer deutschen Wehrmacht als unabweisbar erscheinen lassen, und die weiß, daß in weiten Volkskreisen dieselbe Ueberzeugung besteht und der Wunsch immer lauter wird, die Militärvorlage der Regierung zur Annahme zu bringen.
Deutsches Reich.
W. Aerlitt, 27. Febr. Unser Kaiser hatte am Frestag Abend einer Einladung des Staatssekretärs | von Bötticher zur Tafel entsprochen und bis Mitternacht bei demselben verweilt. Am Sonnabend Vormittag empfing der Monarch nach einer gemeinsamen Spazierfahrt mit der Kaiserin den Präsidenten den evangelischen Ober-Kirchenrates Barkhausen, sowie den Divisionsgeneral Freiherrn von Hodenberg. Am Nachmittag fuhr der Kaiser beim Reichskanzler Grafen Caprivi und beim Minister des königlichen Hauses, von Wedell, vor. Abends fand aus Anlaß des Geburtstages des Königs Wilhelm von Württemberg bei den kaiserlichen Majestäten eine Soiröe statt. Sonntag Vormsttag wohnten die Majestäten mit dem Hofe der Einweihung der Gethsemane-Kirche in der Stargardter Straße bei. Später empfing der Kaiser den Besuch des in Berlin anwesenden Statthalters Fürsten Hohenlohe aus Straßburg. Am Abend wurde das Opernhaus besucht. — Der Landtag der Mark Brandenburg wurde am Sonntag Mittag in Berlin von dem Oberpräfidente» Staatsminister von Achenbach mit einer längeren Ansprache eröffnet. Dem am kommenden Mittwoch stattfindenden Landtagsfestmahle gedenkt der Kaiser ebenso, wie in den früheren Jahren, beizuwohnen. Die Trinksprüche
auf diesem Mahle benutzt der Kaiser, wie bekannt, mit Vorliebe zu polittschen Kundgebungen. Die vorjährige Rede betraf das Thema der „Nörgler/ — Im Reichstage unterhielt man sich am Sonnabend viel über das am Freitag stattgehabte Festmahl des Staatssekretärs v. Bötticher, an dem der Kaiser teilgenommen hatte. Der Kaiser unterhielt fich mit vielen der Anwesenden, und namentlich mit den Künstlern, welche Gäste des Herrn v. Bötticher waren, über die projektterte Umgestaltung des Schloßplatzes in Berlin, über den Dom- und den Reichstagsbau. Viel bemerkt wurde eine lange und eingehende Unterhaltung, die der Monarch mit dem Finanzminister Dr. Miquel hatte. Mit dem Vorsitzenden der Militärkommission des Reichstages, Frhm. von Manteuffel, sowie mit einigen Mitgliedern der Kom- misston unterhielt sich der Kaiser lebhaft und gab dabet dem Wunsche und der Hoffnung auf eine schließliche Verständigung über die Militärvorlage Ausdruck. Die agrarische Bewegung berührte der Monarch nicht. Während der Tafel erhob fich Se. Majestät und sprach: „Ich trinke auf das Wohl des Reichskanzlers Grafen Caprivi, deffen Geburtstag heute ist." Der Kaiser hat dem Reichskanzler an seinem Geburtstage einen Ehrensäbel überreicht, dessen Klinge mit einem finnigen Vers geziert ist. — Der Kaiser ist dem Freimaurer-Orden, welchem sein Vater und sein Großvater angehörten, zwar selbst nicht beigetteten, aber seines Wohlwollens entbehren die Freimaurer darum nicht. Bei dem jüngsten Besuche des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen in der Loge Friedrich Wilhelm zur Morgenröthe konnte der Landes-Großmeister hervorheben, daß der Kaiser die direfte Veranlassung zum Eintritt des Prinzen in den Freimaurerbund gewesen ist. — In parlamentarischen Kreisen Berlins wird von Neuem erzählt, daß der Leiter der Kolonialabtellung, Geheimrat Kayser demnächst zurückzutteten beabsichtige. Sein Rücktritt soll in der That nur eine Frage kurzer Zeit sein. — Die „Militörkommission des Reichstages hat am Sonnabend die Beratung der fiananzpolitischen Anttäge beendet, die für die Entscheidung über die Vorlage selbst noch nicht maßgebend sind. Am kommenden Mittwoch wird die Kommission die Beratung des § 2 des Entwurfes beginnen, zu welchem Abg. v. Bennigsen folgende Anttäge stellt: 1) „Vom 1. Oktober 1893 ab wird die Infanterie in 538 Bataillone und 173 unvollständige (Ersatz-) Bataillone formiert." 2) Dem § 2 folgendem neuen Absatz anzufügen: „Die 173 unvollständigen (Ersatz-) Bataillone werden nur so lange
Was wird es mit der Militärvorlage?
Ein Vierteljahr ist bald vergangen, seitdem sich der deutsche Reichstag zum ersten Male mit der neuen Mlitärvorlage befaßt hat; ursprünglich meinte man, die Entscheidung über das große Gesetz und die mit demselben verbundene neue Organisation des Reichsheeres würde schon zum Weihnachtsfest kommen, dann sprach man von Ostern, heute sagt man von Pfingsten und wenn wir noch einige Wochen weiter sein werden, wird man vielleicht in den Hundstagen den Abschluß der Verhandlungen erwarten. In Wahrheit stehen heutt ttotz aller stattgehabten Sitzungen und Reden die Dinge noch ziemlich genau ebenso, wenigstens äußerlich, wie zu der Zeit, als die Militärvorlage an den Reichstag kam und es ist auch noch gar nicht abzusehen, wann schließlich die Ausschlag gebende Abstimmung erfolgen wird. Der Reichskanzler Graf Caprivi hat es in der Militär- kommisfion des Reichstages an sehr ausführlichen, sehr beredten und sehr sachlichen Darlegungen zu Gunsten der Milttärvorlage nicht fehlen lassen, aber ttotzdem wird hier wohl kein positives Resultat erzielt werden, sodaß am Ende der ganzen Beratung gar nichts Reelles beschlossen ist und der Reichstag wieder von vorn anfangen kann. Es ist erfteulich, daß die ganze Debatte über die Militärvorlage in vollster Ruhe und mit strenger Sachlichkeit geführt wird; die Reichsregierung zeigt durch nichts, daß sie nach einem langwierigen und verhängnisvollen Konflikt mti der Volksvertretung strebt, und auch aus der Haltung der Parteien im Reichstage ist zur Genüge zu erkennen, daß ihnen nicht daran gelegen ist, nun unter allen Umständen einen Zwist herbeigeführt zu sehen, von dem in jedem Falle gewiß ist, daß eine schwere Schädigung unseres wirtschaftlichen Lebens, das so wie so genug zu leiden hatte, die Folge sein wttd. Eine Zeit hindurch hieß es sehr laut und sehr bestimmt: Dec Reichstag wttd unter allen Umständen aufgelöst! Leute, welche den heißen Boden des Hauses in der oberen Leipzigerstraße in Berlin genau kennen, haben nie daran geglaubt, und zwar mit Recht. Gewiß, ein Zwischenfall mag die Auflösung des Reichstages herbciführen, aber die Art und Weise, in welcher die Verhandlungen über die Mtlitärvorlage begonnen wurden und heute noch fort- geführt werden, enthielt eine solche Aussicht in jedem Falle in keiner Weise. Mußte wirklich die Reichstagsauflösung eintreten, dann wäre sie auch schon
Der Sieg der Diebe.
Roman von 3i v. Böttcher
sNachdruck verboten.!
(Fortsetzung.)
Walters Augen strahlten, als er den Befehl zum Anspannen gab und als er sie nach dem nächsten Stalle führte, stürzten drei Knechte auf die Ponnies zu, als sollten dieselben an einer Feuerspritze angk- schirrt werden und eS sei Gefahr im Verzüge.
Walter führte Eva von einem Stalle zum anderen und sie bemerkte, wie alle Tiere ihn zu kennen schienen; jeder Hund lief ihm entgegen und selbst ein alter Rabe, welcher Eva vom Stalldach aus be- äugelt hatte, kam herab und setzte sich aus Walters Hand, als dieser ihn rief, indem er ernst und heiser Wa — Wa krächzte.
„Was will er damit andeuten?* fragte Eva und Walter lachte.
„Es ist alles, was er von meinem Namen her- vorbringm kann, Baroneß!"
„Die Pferde scheinen alle Sie lieb zu haben," meinte Eva, so kalt sie konnte.
Er nickte.
„Sie kennen mich alle schon eine geraume Zeit," entgegnete er. „Tiere find die besten Freunde, die ein Mensch haben kann. Giebt man chnen einen Zoll, so gehen sie eine Elle zurück."
Als fie in den Hof zurück kamen, stand ein reizender kleiner Phaeton mit den Ponnies bereit
Den Hut in der Hand Waller, um Eva beim Einsteigen behilflich zu sein, allein fie verschmähte seinen Beistand. Auch er stieg ein und ergriff dir Zügel
Der Stallknecht ließ die Pferde loe und wie zwei Pfeile schossen die beiden Tiere au» dem Hofe.
„Sieber Himmel," sagte Eva, al« fie um die
Ecke der Terrasse und den Parkweg entlang stürmten, „sie scheinen entsetzlich wild zu sein."
„Das ist Leben, Jugend und Uebermut* sagte Walter mit kurzem Lachen. „Sie sind nicht bösartig. Wenn sie sich etwas beruhigt haben, Baroneß, dann können Sie, wenn es Ihnen beliebt, die Zügel nehmen."
„Ich werde furchtbar ängstlich sein," meinte Eva.
„Das glaube ich kaum," versetzte er ruhig.
Eva lehnte sich in dm Wagen zurück und be ttachtete ihn von der Seite. Er hatte ein Paar Reithandschuhe angezogen und fein Anzug war der eines Herrn vom Lande. Nichts in seinem Gesicht ober in feiner Haltung kennzeichnete den Diener. Wer war er ? Und warum war jedermann, namentlich der alte Rechtsgelehrte, gegen ihn eingenommen
Schweigend fuhren sie eine zeitlang dahin und Eva glaubte, daß seine ganze Aufmerksamkeit von den Ponnies in Anspruch genommen sei, allein er schien das Auge eines Falken zu haben, dem auch nicht die geringste Kleinigkeit entging
»Ist Ihnen kalt, gnädiges Fräu^in?" fragte er plötzlich. „Wir hätten sonst ein Jaquett fordern können, denn es stand eine Dame auf der Terrasse."
„Eine Dame? Ich habe keine gesehen."
„Ja, sie stand hinter einer Urne — eine junge Dame mit blondem Haar und lebhaftm Augen."
Adelheid Braun — Fräulein Braun," verbesserte Eva fich. „Ich habe fie nicht gesehen."
Walter schwieg, er sagte nicht, daß er gesehen, wie die Dame fich bei ihrer Annähenmg zurückgezogen hatte.
„Jetzt, gnädige» Fräulein, find die Tiere beruhigt. Wollen Sie nun kutschieren?'
Er gab ihr die Zügel. Eva nahm dieselbm nnb verzog da» Gesicht.
„O, wie sie mir in die Finger schneiden! Ich habe keine Handschuhe an und kann sie nicht ruhig halten," rief sie
Er sah sich verlegen um und sein Blick fiel aus die Handschuhe, welche er eben ausgezogen und auf den Sitz geworfen hatte. Ihr Auge folgte der Rich- tung seines Blicke».
„Diese Handschuhe sind zu groß," meinte Eva lächelnd.
„Erlauben Sie einen Augenblick," sagte Walter, sein Messer herausziehend und einen Zoll von den Fingerspitzen des einen abschneidend, reichte er ihn Eva, welche denselben anzog.
„Aber ich weiß nicht, wie ich die Zügel halten muß und die unruhigen Tierchen fangen schon an zu tänzeln."
Er legte ihr die Zügel in die Hand.
„Ich fürchte, ich bin sehr ungeschickt," sagte Eva gelassen.
„Nein, nein," erwiderte er lebhaft, „das ist ganz natürlich "
„Natürlich, daß ich ungeschickt bin? Das ist gut. Aber wie die Tiere ziehen, fie werden mich noch au» dem Wagen reißen!"
„Nicht, so lange ich hier bin, Barmeß, um Ihnen die Zügel abzunehmen."
„Welch' reizende Pferdchm! Mache ich e» so recht, Walter? — Was ich fragen wollte, wie nennt man Sie hier?"
Funker Adalbert," erwiderte er zerstreut, die Augen auf seine Hände geheftet. „Verzeihm Sie, gnädiges Fräulein, ich meine Walter. Sie können mich ja nennen, wie e» Ihnen beliebt," setzte er dehmütig hinzu.
„Es wird am besten sein, wenn ich Sie so nenne, wie die Anderen," sagte Sva kalt, ein Er-
formiert, als der aktive Dienst bei der Fahne für die Mannschaften der Fußtruppen auf zwei Jahre festgesetzt worden ist. — Die deutsche Antwortnote auf die russische Note vom November bett, den möglichen Abschluß eines Hmdelsverttages ist nunmehr endgilttg festgestellt. Der deutsche Generalkonsul v. Lamezan, welcher zur Beratung der bezüglichen Fragen nach Berlin berufen worden war, da er von früher her die russischen Handelsverhältnisse genau kennt, reift nach Antwerpen zurück. — Vom Major v. Wißmaun sind, wie die „griff. Ztg." meldet, am 24. d. Mts. vom Nyassa Nachrichten eingelaufen, die bis zum 20. Dezember reichen. Wißmaun hat zwar den See erreicht, doch befindet er sich körperlich so schlecht, daß er sich selbst schlimmen Befürchtungen hingiebt und man mit Sorge weiteren Nachrichten entgegensehen kann. — Es ist bekanntlich erwiesene Thatsache, daß britische Missionare vor dem unglücklichen Kamvf zwischen dem Freiherrn von Bülow und den Moschi-Lcuten im Kilimandscharo- gebirge an die Schwarzen Waffen und Munitton verteilt und denselben so erst die Feindseligkeiten ermöglicht hatten. Die Missionare, unter welchen sich besonders ein gewisser Steggall in deutschfeindlichem Sinne hervorthat, räumten nach jenem Gefecht frei» willig das deutsche Gebiet, um einer Ausweisung zuvorzukommen, siedelten fich aber im benachbarten Britisch - Ostafrika unweit der deutschen Grenze an. Der würdige Mr. Steggall, der seine Kultur und Friedensmission in so eigener Weise ausübt, setzt auch jetzt noch seine Aufreizungen gegen die Deutschen und die Waffenverteilung fort, bis nun endlich der deutschen Reichsregierung die Geduld gerissen und sie in London energisch die Entfernung dieses sauberen Patrons aus der Nähe des deutsches Gebietes gefordert hat. Man kann wohl annehmen, daß die britische Regierung diesen berechttgten Beschwerden Rechnung trägt. O
Kamßurg, 26. Febr. King Bell ist vorgestern Abend an Bord des Dampfers „Aline Wörmann" tot Hamburger Hafen angekommen. Das Schiff war festlich beflaggt und passierte im vollen Lichterschmuck die St. Pauli-Landungsbrücke. Soviel bekannt, be- giebt sich King Bell vorerst nach Altona, um dort zunächst die Lehrstätte seines Sohnes, die Schmidtsche Fabrik, zu besuchen. Später beabfichttgt die schwarze Majestät, sich nach Berlin zu begeben.
Liegnih, 26. Febr. Die Sttchwahl zwischen Jungfer (freisinnig) und Hertwig (Antisemit) im Wahlkreise Liegnitz findet am 4. März statt. Der Abg. Ahlwardt wird sich sofort in den Wahltteis
röten bekämpfend, dessen sie sich schämte. „Wie fie ziehen, meine Arme werden mich tagelang schmerzen "
„Geben Sie mir die Zügel, Baroneß."
„Nein, nein, ich will lernen und muß mich daran gewöhnen. Welchen Weg sollen wir nehmen?"
„Wenn Sie nach links umwenden, können Sie eine Fahrt rund um den Park machen."
„Ja, aber wie soll ich wenden?"
„Erlauben Sie, daß ich es Ihnen zeige." Er legte seine lange, schmale Hand über die ihre und die Pferde schlugen den Weg nach links ein.
„Was ist das?" fragte fie, nach einem kleinen, mit Stroh gedeckten Häuschen weisend, welches auf einer Lichtung zwischen den Bäumen stand.
„Tas ist meine Hütte, erwiderte er," „das heißt, dort habe ich gewohnt," verbesserte er sich rasch und mit leiser Stimme. „Baron Bärenfeld gab — lieh sie mir, aber Rechtsanwalt König nahm den Schlüssel an fich und trieb mich hinaus, wozu er ja auch berechtigt war"
Eva sah gerade vor fich hin.
„Warum that er bas?" fragte sie.
Er schwieg einen Moment.
„Ich hatte kein Recht an dem Häuschen, denn Herr von Bärenfeld war tot und der Herr Justizrat sagte, ich müsse gehen, da» Häuschen gehöre Ihnen und er wisse nicht —"
„Wo haben Sie denn gewohnt, feit man Sie ausgewiesen?" fragte Eva.
„Im Freien, in den Ställen, Überall"
„Das war grausam," sagte fie unwillkürlich. „Sie sollen die Hütte wieder haben."
Er antwortete nicht gleich, bann, ohne sie anzusehen, murmelte er etwa», da» wie: ,Zch banle Ihnen" klang unb al» fie ihn anblickte sah fie, daß seine Züge bleich unb erregt waren.