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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Son», und - Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2 M!., bei. allen Postämtern 2 ML. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnserationsgebühr für die gespaltene Zelle oder bereit Raum 10 Pfg., Reklamen iür die Zelle 25 Pfg.

Marburg,

Sonntag, 26. Februar 1893.

Anzeigen nimmt entgegen die Expeoirion diefeS Blattes, sowie die Annoncen-Bureaur von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Mofle in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfmt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

XXVIII. Jahrg.

Neubestellungen auf die „Ober­hessische Zeitung" für den Monat März «erden von allen Postanstalten, den Landbrief- trügern, in der Expedition (Markt 21), sowie von unseren Filial - Expeditionen in Kirchhain, Neustadt, Wetter und Gladenbach entgegengenommen. Neuzugchende Abon- nmten erhalten die „Oberh. Ztg." bis zum 1. März unentgeltlich.

Die Exped. der „Oberhess. Ztg."

Wochenschau.

Hochflut herrscht im Gebiet des politischen und wirtschaftlichen Lebens des deutschen Reiches, und es ist nicht leicht, die zahlreichen Einzelbilder, welche sich Tag für Tag zeigen, in ein großes Gesamtbild zu­sammenzufassen. Der Mittelpunkt der lebhaften Erörterungen, welche in der letzten Woche allent­halben ausgetauscht worden sind, bildete die große Frage der Lage der Landwirtschaft, welche in aus­giebigster, zuweilen recht stürmischer Weise verhandelt wurde. Der deutsche Reichstag, das preußische Ab­geordnetenhaus, eine Anzahl von landwirtschaftlichen Versammlungen in Berlin, alle haben sie sich mit dem gleichen Thema beschäftigt. Ans den so ungemein zahlreichen Reden, welche in dieser und jener Tonart gehalten worden sind, ergiebt sich das, daß die große Mehrheit der deutschen Landwirte von dem Abschluß eines Handelsvertrages mit Rußland, durch welchen die deutschen Getreidezölle auch diesem Staate gegen­über herabgesetzt werden, absolut nichts wissen will, weil sie neue Schwierigkeiten daraus für sich erwartet. Die Reichsregierung hat über den Abschluß der vom russischen Reiche angeregten Handelsvertragsverhand­lungen keine sichere Auskunft zu geben vermocht, sie hat ihre Bedingungen gestellt, und auf diese die russische Rückantwort erwartet. Wenn in voriger Woche Aussicht auf eine Vereinbarung zwischen beide» Reichen zu bestehen schien, so ist diese heute schon erheblich gesunken; es wird meist angenommen, daß die Verhandlungen am Ende sich zerschlagen werden. Der Reichskanzler Graf Caprivi, wie der preußische Ministerpräsident Graf Eulenburg haben versichert, daß die Interessen der Landwirtschaft von ihnm stets berückstchttgt würden, eS hat sich aber doch eine ver- schiedenartige Auffassung über manche Punkte geltend gemacht, welche zur Gründung des Bundes der deutschen Landwirte geführt hat, der die Interessen

der Landwirtschaft mit aller Energie vertreten will. Man kann hoffen, daß es trotz aller momentanen Erregthest nicht zu scharfen Konflikten zwischen Land­wirten und Reichsregierung kommen wird, die doch nun einmal Beide aufeinander angewiesen sind. Keine Reichsregierung kann der deutschen Landwirtschaft Daumschrauben anlegen wollen, und keine Landwirt­schaft kann ihren Beruf darin finden, Mtnisterstürzer zu spielen. Und gerade die Landwirtschaft ist es, welche am meisten Ruhe und Frieden braucht.

Die Vertreter der deutschen Landwirtschaft im Osten haben ihre Wünsche in einer Denkschrift zu- sammevgestellt, und dieselbe dem Kaiser persönlich überreicht. Der Empfang war ein durchaus huld­voller. Der Kaiser hat es als den festen Willen seiner Regierung und seiner selbst hingestellt, den Schwierigkeiten und Sorgen abzuhelfen, mit welchen die Landwirtschaft, zumal im Osten, zu kämpfen hat. Der Monarch hat aber auch kein Hehl darüber ge­lassen, daß es nur in einer längeren Zeit und bei voller Wahrung des Friedens gelingen wird, dem angestrebten Ziele näher zu kommen. Nach Möglich­keit sollen die Wünsche der Landwirtschaft be­rücksichtigt werden, die sich gerade so der Fürsorge des Kaisers, wie aller seiner Vorgänger erfreue. Der Herrscher erblickt in der Landwirtschaft eine Säule des Königtums, die zu erhalten und zu festigen, ihm Pflicht und Freude ist. Diese kaiserlichen Worte werden sicherlich in der Landwirtschaft Beruhigung schaffen, wenn auch der Kaiser damit nicht aus dem Rahmen der Erklärungm heraustritt, die von dem leitenden Staatsmanne gegeben worden sind. Man kann wohl annehmen, daß nunmehr Maßnahmen ergriffen werden, die bezwecken, die Lage der Land­wirtschaft genau festzustellen, sowie das, was zu ihrer Besserung dient. Daß die maßgebenden Kreise dem neuen Bunde der Landwirte keineswegs feindlich gegenüberstehen, hat sich bereits gezeigt. Der Land­wirtschafts Minister von Heyden hat im Kongreß der deutschen Landwirte erklärt, daß er die neue Organi­sation mit Freuden begrüße, habe er selbst doch schon lange der Landwirtschaft geraten, sich zu organisieren. Von allen politischen Gesichtspunkten ganz abzusehen, bedeuten die Ereignisse der jüngsten Tage immerhin ein kräftiges Aufraffen der Landwirtschaft, das nur dazu beitragen kann, einen allgemeinen Aufschwung des wirtschaftlichen Lebens herbeizuführen. Mögen auch die übrigen Vertreter des Nährstandes die Hände nicht in den Schooß legen; Wollen ist halbes Handeln, und nur energisches Handeln kann eine wahre Besserung bringen.

Der Reichstag, tote das preußische Abgeordneten­haus haben nach Beendigung der großen landwirt­schaftlichen Debatte die Etatsberatung fortgesetzt, die indessen nur sehr langsam fortschreitet, da hier wie da die Erörterung ganz außerordentlich weit ausge- sponuen wird. Der Reichstag steht noch immer beim Etat des Reichsamtes des Innern, das Abgeord­netenhaus beim Kultusetat, und die Aussichten, daß die Arbeit rechtzeitig bis zum 1. April beendet wird, was verfassungsmäßig der Fall sein soll, sind recht gering geworden. Ganz und gar nicht abzusehen ist der AuSgang der Militärvorlage; man hoffte wenigstens, die Reichstagskommission, welcher der Entwurf zur Spezialprüsung überwiesen ist, werde dies Stück Arbeit bis Ostern schaffen, aber es scheint kaum, daß es dahin kommen wird. So haben beide Parlamente die besten Aussichten, bis weit über Pfingsten hinaus tagen zu müffe». Auch das Schicksal der Militär­vorlage hat sich bisher in keiner Weise geklärt. Die Zentrumspartei, welche die Entscheidung in der Hand hat, verharrt in tiefem Schweigen. Nur soviel wird als sicher angenommen, daß die Reichsregierung die Abstimmung in dieser Session herbeigeführt sehen will. Unter Dach und Fach ist jetzt auch die preußische Steuerreformgesetzgebung. Die Parteien im Abge- ordnetenhause hatten bekanntlich s. Z. ihre definitive Zustimmung zur Reform von der Fassung des er­forderlichen neuen Wahlgesetzes abhängig gemacht.. Letzteres ist nun schon in der Kommission mit sehr großer Mehrheit angenommen worden, so daß es als gesichert gelten kann. Auch das vielumstrittene Gesetz über die Bestrafung militärischer Geheimnisse wird voraussichtlich noch in dieser Session zum Abschluß gebracht werden.

Unser Kaiser ist von seinem Ausflug nach Wil­helmshaven, Helgoland und Oldenburg wohlbehalten wieder in Berlin angekommen; gleich nach seiner Ankunft hatte der Monarch eine längere Unterredung mit dem Reichskanzler Grafen Caprivi, deren Kern­punkt jedenfalls die landwirtschaftliche Bewegung ge­bildet hat. Mitte der Woche entsprachen die kaiser­lichen Majestäten einer Einladung des Großherzogs und der Großherzogin von Mecklenburg-Strelitz nach Neustrelitz. Viel Aufmerksamkeit wurde der Reichs­tagsersatzwahl im Wahlkreise Liegnitz entgegegenge- bracht, in welcher der Verteidiger AhlwardtS im Judenflintenprozeffe, der Rechtsanwalt Hertwig, als Kandidat aufgestellt war. Die Erwartung der anti- semittschen Partei, die Wähler mit sich fortzureißen und den freisinnigen Gegner, wie im Wahlkreise Friedeberg-Arnswalde, ans dem Felde zu schlagen,

hat sich indeffen nicht erfüllt; der fteisiuntge Kandidat hat einen sehr weiten Vorsprung und wird in der erforderlichen Stichwahl jedenfalls gewählt werden. Eine größere Verstärkung für unsere südwestafrikanische Schutztruppe ist jüngster Tage dorthin abgegangen. AuS Deutsch-Ostafrika heißt es, daß der neue Gouver­neur, Freiherr v. Scheele, feine Rundreise durch das Schutzgebiet sehr schnell und mit gutem Erfolge be­endete. Von seinem Vorgänger, dem Freiherrn von Soden, wird mit geteilt, daß er ganz und gar aus dem Reichsdienste scheiden will. Gegenwärtig weilt er zu feiner Erholung in Bombay.

Die Politik int Auslande gestaltete sich in der letzten Woche, von einzelnen Zwischenfällen abgesehen, ruhig. Diese Zwischenfälle fanden im österreichischen Abgeordnetenhanse statt, wo ein czechischer Redner sich soweü hinreißen ließ, von „infamer Beamten­bagage" zu sprechen. Es gab darüber gewaltigen Skandal und der Redner mußte seine Aeußerungen zurücknehmen, doch wäre etwas mehr Energie von Seiten der Minister zu wünschen gewesen. Im ita­lienischen Parlament gab es verschiedene größere De­batten, doch unterblieben in denselben alle weit­tragenden Zwischenfälle. Der italienische Abgeordnete De Zerbi, welcher in den Bankenskandal in Rom so arg verwickelt und wegen Bestechung angeklagt war, ist, gerade zur rechten Zeit, an einer Herzkrankheit gestorben. Papst Leo XIII. feierte unter größter Teilnahme der katholischen Welt feto fünfzigjähriges Bischofs-Jubiläum. Die Feier verlief in der ewigen Stadt im Ganzen ruhig, nur einige kleine turbulente Szenen kamen vor. Das französische Ministerium hatte in der Deputiertenkammer ein volles Vertrauens­votum verlangt und erhalten; seine zeitweise sehr ge­schwächte Position ist damit wieder gefestigt worden. Mit großer Spannung steht man dem im März be­ginnenden zweiten Panamaprozeß entgegen, für welchen angeblich auch der Präsident Carnot als Zeuge vor­geladen werden soll. Indessen scheint das doch etwas wenig glaubhaft. Im britischen Parlament hat die erste Beratung von Gladstones neuer Home - Rule- Bill.für Irland stattgefunden; bei dieser Beratung kannte man die Einzelbestimmungen des Gesetzes noch zu wenig, um ein entscheidendes Urteil abgegeben zu können; jetzt wendet sich die Stimmung in hohem Maße gegen die Vorlage und es ist recht zweifelhaft, ob es gelingen wird, sie durchzusetzen. Die Verei­nigten Staaten von Nordamerika, die die neue Re­publik Hawaii zu annektieren gedenken, haben bisher nur Widerspruch bei der ehemaligen Kronprinzessin von Hawaii gefunden, und darauf wird nicht geachtet.

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-er Sieg der 5'iede.

Roman von I. v. Böttcher;

jNachdrnck verboten.) (Fortsetzung.)

Walter wendete sich lebhaft nach einem der Diener um.

„Lausen Sie in das Haus und laffen Sie sich von der Dienerin de» gnädigen Fräuleins einen Sonnenschirm für ihre Herrin geben,* sagte er

Nachdem Eva gesagt hatte, „es schadet nichts,* hätte diese eigenmächtige Handlungsweise des jungen Mannes als Anmaßung ausgelegt werden können; allein die Art und Weise, in welcher er den Befehl erteilte, war keineswegs verletzend und als der Diener mit dem Schirm kam und ihn Walter über­gab, nahm Eva, welche entschloffen gewesen, ihn zu- rückzuweisen, denselben doch an und sagte freundlich: „Ich danke Ihnen."

Mit einem Kopfnicken entließ Walter den Diener und öffnete eine der Stallthüren.

„Die Wagenpferde, Baroneß, es find derm acht.*

Es warm herrliche Tiere und Eva drückte ihre Bewunderung über sie aus.

„Ja, sie sehen sehr schön aus,* stimmte Walter bei, „aber es find nur vier darunter, die etwas taugen die Anderen haben nur ein schönes Aeußere. Eie sollten verkauft und vier junge — wir haben deren genug — eingefahren werden. Es ist Kraft­vergeudung und das ist — entschuldigen Sie, gnä­diges Fräulein," unterbrach er sich, al» Eva ihn verwundert ansah. ,Zhr Onkel erlaubte mir, mich gegen ihn auszusprechen, al» sei ich seinesgleichen. Ich vergaß, daß ich zu Ihnen sprach."

„Und Sie denken, daß ich weniger tolerant al» mein Onkel sei," sagte Eva mit einem strahlenden Lächeln, glicht wahr?"

Er sah sie eine Sekunde an.

„Er und ich waren alte Freu— kannten uns eine lange Zeit. Für Sie bin ich nur einer der Diener — ein neuer."

Eva blickte wieder nach den Pferden.

„Sie mögen die Pferde verkaufen, wenn Sie es für ratsam halten," sagte fie kalt.

„Wie Sie befehlen. Baroneß," sagte er ernst. „Dies sind die Reitpferde —" dabei zeigte er mit der Hand auf eine Reihe prachtvoller Tiere. „Der Herr Baron war stolz auf seine Pferde und sie werden auch nur von wenigen übertroffen."

Eva trat vor, um den Namen über einem der Stände zu lesen, gleichzeitig spitzte das Pferd die Ohren und erhob den Huf. Walter, welcher sich abgewendet hatte, drehte sich rasch um und Eva am Arm ergreifend, riß er sie zurück.

,Zch bin ein nachlässiger Dummkopf," rief er mit leidenschaftlichem Selbstvorwurf. „Ich hätte es Ihnen sagen müssen, daß ein oder zwei Pferde dar­unter sind, denen man nicht zu nahe kommen darf. Ich — ich hoffe, daß ich Ihnen nicht wehe gethan Habe," stammelte er, als Eva erschrocken und schweigend auf ihren Arm sah.

„Nein, nein," sagte sie, indem fie fich bemühte, ruhig und gelassen zu sprechen. Mit diesen Worten trat fie in den nächsten Stall. Er hatte ihr nicht wehe gethan und dennoch fühfte fie, wie der Griff seiner starken Hand noch immer ihren Arm um­spannte.

„Diesem hier können Sie sich getrost nahen, gnädiges Fräulein, e» ist sanft wie ein Lamm," versicherte er. *

Eva näherte fich dem Pferde und streichelte es. Walter holte eine Hand voll Hafer.

„Sitte, halten Sie Ihre Hände auf, damit ich

den Hafer hineinschütte," sagte er, „es wird den­selben wie ein Hund hinnehmen."

Eva hielt mit kindlichem Vergnügen lachend dem Pferde den Hafer hin, welches seine sammetweiche Nase in die Hände tauchte und die Körner aufsog.

Walter betrachtete sie mit bewundernden Blicken. „Die meisten von ihnen sind dankbar für die ihnen erwiesene Liebe. Dieses hier wird Ihnen von Ijeute an wie ein Hund folgen. Und wenn Sie jenes reiten, wird es ebenso besorgt für Sie sein, wie ein Mensch nur sein kann."

„Wenn ich reite," meinte Eva, lächelnd die Brauen in die Höhe ziehend. „Nicht retten, wo ich alle diese schönen Pferde habe? Das wäre Kraft­vergeudung und Kraftvergeudung ist — was wollten Sie doch sagen, daß es sei?*

Er errötete vor Vergnügen, al» er seine Worte wiederholen hörte.

„Verschwendung, gnädiges Fräulein!* sagte er gelaffen.

„Nun, da ich keine Lust habe, Verschwendung zu üben,* entgegnete fie unbefangen, „werde ich reiten. Und Sie find der Ansicht, daß dieses Pferd für mich paffe?"

„Ja, ein besseres Pferd als „Psyche* können Sie nicht finden, Baroneß. Ich habe fast alle Pferde hier dressiert, selbst diese beiden Ponnies" und dabei öffnete er eine andere Thür.

Eva stieß einen Ausruf des Entzückens aus. Die Ponnies waren ein vollständig paffendes Paar schwarzer Pferdchen, voll Mut und Feuer, die in der Sonne wie Atlas glänzten.

„Es giebt kein schöneres Paar in der ganzen Provinz,* sagte Walter mit Stolz. „Ich seÜ>s kaufte sie und gab sechshundert Mark für das Stück Es waren wahrhaftige kleine Teufel; der Herr

Baron lachte mich aus und meinte, ich würde nie etwas aus ihnen machen Jetzt indeffen find sie wie die Kätzchen und reichlich das Doppelte wert. Man hat dem Herrn Baron schon tausend Mark geboten und als ich fie mir heute Morgen ansah, freute ich mich, daß fie nicht verkauft wurden.*

„Warum?* fragte Eva.

„Weil Sie gekommen find und weil diese Pon­nies gerade für eine Dame paffen und Sie mit denselben fahren könnens"

„Es ist mir auch lieb, daß fie nicht verkauft sind,* entgegnete Eva lebhaft. „Aber fahrm — ich kann nicht fahren *

„Dann werde ich es Ihnen lehren,* erwiderte er eifrig; dann aber verbesserte er sich und sagte: „WennSie es erlauben, gnädiges Fräulein, meine ich.*

„Ja,* sagte sie kühl, „das können Sie.* Sie betrachtete unterdessen die Ponnies mit verlangenden Blicken, während ihre weißen Hände deren weiche Nasen streichelten. Als habe er ihre Gedanken er­raten, sagte er gelassen:

„Wann wünschen Sie zu beginnen, Baroneß?" „Recht bald," erwiderte fie.

„In zehn Minuten können sie eingespannt sein,* sagte er in überredendem Tone. Eine Tour wurde ihnen gut thun. Wenn e» Ihnen beliebt, soll e» gleich geschehen.*

Eva» Augen glänzten.

„Aber ich bin nicht angekleidet, das heißt nicht ( zu einer Ausfahrt und —*

„Sie können ja im Park bleiben,* entgegnete er ruhig.

„Nun gut,* erwiderte sie, „bann bitte, sogleich * (Fortsetzung folgt.)