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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchhain.
Druck «- Brrla,. o^,^UM«M»^>^rmickrrei *” Jllustrirtes Sonntagsblatt. Redaktion und Cxpeditwn^ Markts aRol6urfl‘
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Marburg,
Dienstag, 7. Februar 1893.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bmeaux von Haascnstein m Vogler in ä ,
Frankfurt a. M„ Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVIII. Stab™. Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. v 8
Daube u. Co. in Frankfmt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Deutsches Reich.
W. ^erlitt, 6. Febr. Unser Kaiser, welcher am Freitag in Schloß Räuden in Oberschlefien der Beisetzung des verstorbenen Herzogs von Ratibor beigewohnt hatte, ist in der Nacht zum Sonnabend wieder in Berlin eiugetroffen. Am letztgenannten Tage hörte der Kaiser im Schlosse zahlreiche Borträge und wohnte abends einer Festtafel zu Ehren des 80. Geburtstages des Generalobersten von Pape bei. Sonntags besuchten die Majestäten den Gottesdienst ta der Garnisonkirche, Nachmittags war größere Tafel. — Zur Vereidigung der Marine-Rekruten wird der Kaiser demnächst in Wilhelmshaven erwartet. — Der Kaiser hat auf die Beglückwünschung zu seinem Geburtstage dem BerlinerMagistrat folgendes Antwortschreiben zugehen lasten: „Dem Magistrat Meiner Haupt- und Residenzstadt spreche Ich für die herzlichen Glückwünsche zu Meinem Geburtstage Meinen wärmsten Dank aus. Wenn derselbe in der Mtt gewidmeten Adresse zu Meiner Freude des Bandes der Treue zwischen Fürst und Volk ver- ttauensvoll Erwähnung thut, so gebe Ich gern zu erkennen, wie auch Ich in diesem Bande die sicherste Bürgschaft für eine glückliche Fortentwicklung unserer Verhältnisse erblicke. Berlstr, den 30. Januar 1893. (gez.) Wilhelm R." — Der Großherzog von Oldenburg verlieh dem Reichskanzler Grafen Caprivi das Ehrengroßkreuz mtt der goldenen Krone und dm Schwertern am Ringe. — Die „Kreuzzig." schreibt, sie sei in der Lage, eine Mitteilung der „Münch. Allg. 3tg." als richtig zu bestätigen, wonach der Großfürst-Thronfolger die Versicherung nach Berlin überbrachte, daß ein Bündnis zwischen Rußland und Frankreich nicht bestehe. — Da bekannt ist, daß die geplante Biersteuer tn der Bevölkerung nachhaltigen Widerstand findet, werden immer neue Vorschläge für einen Ersatz laut. Besonders wird jetzt hartnäckig auf die Einführung eines Rohsptritusmonopols hingewiesen, doch ist alles, was hierüber mitgeteilt wird, nichts als Vermutung oder der Ausdruck bestimmter Wünsche. — Der Bundesrat hat einen Gesetzentwurf über die Pflichten der Kaufleute bei Aufbewahrung fremder Wertpapiere den zuständigen Kommissionen zur Prüfung überwiesen. — Unter den Dielen Sensationsnachrichten die neuerdings verbreitet werden, findet sich auch die, daß der Reichstag nach Erledigung der dringmdstm Geschäfte und vor der Entscheidung über die Militärvorlage bis zum Herbst vertagt oder die Session geschlossen werden solle.
Auler der Königstanne.
Preisgekrönter Rouum von M. Th. May.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung)
„Sie find noch hier, Baroneste?" fragte Siegfried. „Wo ist denn Paul?"
„Paul ist im Nebenzimmer. Verzeihen Sie, daß ich Sie weckte. Mich ergriff eine so thörichte Angst, daß Sie vorhin doch schon au» dem.Glase getrunken hätten, ehe ich Sie warnte *
Siegfried lächelte.
„Beruhigen Sie sich; ich habe nichts von dem Gifte genoffen. *
„Aber warum sind Sie hier, Baroneffe? Wollen Sie Frau von Balten vertteten? Sie find Nachtwachen nicht gewöhnt."
„Ach, lasten Sie mich doch," versetzte Yella beinahe bitter. „ Vom Krankenwachen macht man immer großes Aufheben, aber niemanden fällt es ein, uns wegen einer durchtanzten Nacht zu beklagen. Lassen Sie mich denken, daß ich ein wenig eine Pflicht der Dankbarkeit abtrage. Sie haben mir ja einst das Leben gerettet "
„Und nun retteten Sie das meine. Wir sind also quitt, Baronesse. Ich habe nicht vergessen, daß ich dafür noch danken muß, ich wollte nur dazu eine schicklichere Gelegenheit abwarten."
„Um Gotteswillen, nicht diese Ironie," bat 8ella bebend. „Sie wissen selbst am besten, wie viel ich Ihnen schulde" — Kella brach ab, die Stimme versagte ihr.
„Das Fräulein von Rotheim schuldet mir gar nichts; wir find uns fremd geblieben, wir scheiden al» Fremde," entgegnete Rolf, indem er an dem schönen Mädchen, das so flehend die dunklen Augen
In unterrichteten Kreisen ist von einem derartigen Plane nichts bekannt, und es sprechen die verschiedensten Gründe innerer nnd äußerer Art dagegen, daß eine solche Wendung ernstlich in Erwägung gekommen sein könne. — Im Reichstage find in der letzten Zeit eine größere Anzahl von Petitionen zn Gnnsten der neuen Militärvorlage eingegaugen. Besonders in kleinen und Mittelstädten, die bei der Armeevermehrung auf eine Garnison rechnen, soll sich eine stärkere Sttömung zn Gunsten der Vorlage geltend machen. — Die Reichstags- kommisfion für das neue SB uch ergestz begann die erste Lesung des Gesetzentwurfes. Sie lehnte mit Stimmengleichheit nach langer Debatte den ersten Paragraphen der Vorlage ab. — Im preußischen Abgeordnetenhause ist von den konservattven Abgeordneten in der letzten Zeit bekanntlich wiederholt erklärt, daß fie einem Handelsvertrag mit Rußland, welcher auch dem Zarenreiche gegenüber die Kornzölle herabsetze, entschiedene Oppofitton machen würden. Obgleich nun der Ausgang der Haudelsverttagsverhandlungen noch nicht abzusehen ist, wirb doch mit der Agitatton gegen den Vertrag bereits begonnen. Es find Aufrufe unter den Landwirten mit der Ermahnung verbreitet morden, Mann für Mann in dieser Frage Stellung zu nehmen und in allen Städten Versammlungen zu veranstalten, um gegen den Vertrag mit Rußland zu protestieren. — Die Gründung eines großen Zenttalvereins, welcher die Interessen der Landwirtschaft mtt vollster Energie vertteten soll, ist ttr Berlin von zahlreichen Sandtorten beschlossen, die sich dort zu diesem Zweck zusammengefunden hatten. Ein eingesetztes Komitee soll dort die näheren Statuten noch ansarbeiteu. 10 000 Mk. wurden bereits für Ber- einszwecke gezeichnet. — Zwischen Hendrik Witboy, den räuberischen Häuptling der Hottentotten in West- afrika und den Hereros scheint eine Art von Frieden geschlossen zu fein, wenigstens zwischen den bett. Gesandten, denn die Häuptlinge haben sich nie gesprochen. Auf Okahandja wttd ein großes Friedensfest geplant, worauf die neuen Freunde sich gegen die deutsche Herrschaft wenden durften. Unter diesem Gesichtspunkt gewinnt der Friedensschluß eine für uns recht unangenehme Bedeutung. Graf Caprivi hat f. Z. der Schutztruppe das Schießen verboten in der ganz richtigen Erkenntnis, daß die Schutztruppe für die Offensive nicht ausreiche, aber wenn die Verbündeten angreifen sollten, wo bleibt dann die Schutztruppe? Anstatt Hendrik Witboy s. Z. gemeinsam mit den Herero ernsthaft zu bekämpfen
auf ihn richtete, vorüber die Wand ansah. Aber dort hing ein kleines Aquarellbild:
„Die Königstanne am Rotheimpasse." Kella folgte diesem Blicke und unfähig, ihre Bewegung zu beherrschen, sank sie auf die Knie.
„Rolf," flüsterte sie mit heißen, trockenen Lippen, „warum sind Sie so grausam? Ich weiß es ja doch, ja, ich weiß es, daß ich Ihnen nicht ftemd bin, daß Ihr Herz mich niemals oergeffen wird. O! so verzeihen Sie auch, verzeihen Sie, was ich im Hochmut, in wahnsinniger Verblendung gefrevelt. Ich demütige mich, wie jene unglückliche Magdalena und ich — ach, machen Sie es mir doch nicht so unsäglich schwer, Rolf!"
Der schöne Kopf Kellas mit den herrlichen goldenen Haaren sank tief auf die gefalteten Hände und sanft legte Siegfried seine Hand auf das weiche Gelock.
„Verzeihm kann man bald, Kella," sagte er und auch feine Stimme bebte, „aber vergessen kann man nicht. Sie haben Recht, mein Herz wird Ihr Bild für ewig bewahren, aber fremd — fremd werden wir uns doch unser ganzes Leben lang bleiben."
„Stehen Sie auf, Baronesse, Sie find durch die Vorfälle des heutigen Abends sehr aufgeregt und handeln und sprechen unter diesem Eindruck"
Kella erhob sich gehorsamst.
„Warum müssen wir uns fremd bleiben?" fragte sie stockend.
„Weil wir uns niemals verstehen werden, weil unsere Anschauungen und Empfindungen einander so entgegengesetzt find, wie Wasser und Heuer."
„Anschauungen und Empfindungen können sich ändern."
„Die meinen nicht, Kella," entgegnete Siegfried lebhaft „und die Ihren auch nicht. Wenn Sie heute
oder mit ihm Frieden zu schließen, suchte man ihm die MnnttionSzusuhr abzuschneiden, damit so der Krieg in sich zerfallen sollte. Aber man übersah dabei die Verschlagenheit der Hottentotten, die mit einem Schachzuge antworteten: dem Bündnis mit den Herero. Und wenn die Hottentotten heute wenig Munition haben, so haben die Herero desto mehr, so viel, daß es den ausgedienten Soldaten der Schutztruppe, die sich in Otyizewa niederlassen wollten, zu gefährlich vorgekommeu ist und fie unter den Schutz des Forts von Groß-Windhoek sich wieder zurückgezogen haben.
Haskar, 4. Febr. Am gesttigen Erörterungsabend des hiesigen Nationalliberalen Vereins hielt der Vorsitzende, Oberlehrer Dr. Hilmer, einen Vortrag über die Militärvorlage. Zum Schluffe wurde eine Resolution angenommen, welche etwa folgendermaßen lautet: „Zur Sicherung des Friedens und im Interesse unseres Vaterlandes ist es dringend erwünscht, daß der Reichstag mit der Regierung auf Grund der Bennigsen'schen Vorlage zu einer Verständigung in der Militärvorlage gelangt." Dieser Beschluß soll unserem Reichstagsabgeordneteu von Minnigerode unterbreitet werden.
Kekgakaud, 3. Febr. Dem „Hann. C." zufolge wird eine Kompagnie des zweiten Seebataillons von Wilhelmshaven hierher verlegt werden.
Hessen-Nassau.
Marburg, 6. Februar. (Berufung.) Der Professor der klassischen Philologie und Eloquenz und Direktor des philologischen Seminars an hiesiger Universität, Herr Professor Dr. Birt, hat einen Ruf als Nachfolger des in den Ruhestand getretenen Professors Martin Hertz in Breslau erhalten. Wtt find jedoch in der angenehmen Lage gleich hinzufügen zu können, daß aller Wahrscheinlichkeit nach unsere Hochschule vor dem drohenden Verluste einer so hervorragenden Lehrttast bewahrt bleibt und Herr Professor Birt den erhaltenen ehrenvollen Ruf ablehnen wird.
Marburg, 6. Febr. (Bürger-AuSschuß.) Tagesordnung für die öffentliche Sitzung des Bürger- Ausschusses am Mittwoch, den 8. Februar 1893, Nachmittags 5‘/2 Uhr im Rathaussaal. 1. Bericht der Kommission über die Kanalisation der Grüner und Frankfurtersttaße; 2. Anstellung eines Hülfs- lehrers an der Realschule; 3. Vorberatung des Haushaltsplans für 1893/94.
-N. Marburg, 3. Febr. Gestern Abend fand auf Freidhoss Terrasse die 2. Generalver-
vielleicht glauben, jedes Vorurteil überwunden zu haben, fo ersteht es morgen doppelt fo stark. Wohl hat es einige kurze Augenblicke gegeben, in denen ich hoffte, ein allmächtiges Gefühl könnte Sie die Nichtigkeit des Vorurteils erkennen lehren, könnte die Stimmen des Hochmuts und der Selbstsucht in Ihrer Seele verstummen machen. Ich habe mich getäuscht. Meine Hoffnung ist erlofchen, wie ein Licht im Sturme."
Kella trug den Kopf stolz, wie sonst, aber jedes Leben war aus dem wuncerschönen Antlitz gewichen.
„Gute Nacht," sagte fie tonlos und verließ das Gemach. Noch einmal klang ihr Name durch den Raum, aber fie hörte es nicht mehr.
14.
Als der Frühling kam, da wurde e» licht Im rauschenden Tannenwalde, Maiglöckchen und Veilchen blühen so dicht Au sonniger duftender Halden
AIS der Frühling kam, da touibe eS licht!
Ein sonniger, warmer Frühlingstag lag über der Erde und der kräftige Hauch des gelockerten Bodens mischte sich mit dem würzigen Dufte der Waldlust.
In einem zierlichen Garten - Pavillon deckten zwei Diener den Tisch zum Frühstück. Bald dar- auf erschien die Freifrau von Balten in etwas reicherer Toilette, als fie sonst zu tragen pflegte; ja, das weiße Spitzentuch, beffen schöne Zeichnung sich wirkungsvoll von der dunkelgrünen Seide ihres Kleides abhob, war mit einem kleinen Strauße prächtiger Stiefmütterchen befestigt.
Nicht dem Fürsten Altmark allein, der tagsvorher als Gast im Schlosse Rotheim eingekehrt war, galt das festliche Gewand, sondern einem Manne, den Tante Lona schon lange im Stillen ihren Liebling nannte, ben sie in vielen Wochen der Sorge und
sammluug der ak. ev. Vereinigung statt. Den Vorttag hatte Herr stud. Martin übernommen. Eingangs seines Themas „Bilder auS dem religiösen Leben Süditaliens" führte er ans, daß seit den 30er Jahren in Deutschland eine Richtung in mächtigem Fortschreiten begriffen sei, die ihre Geistesverwandtschaft mtt dem Jesuttismus offen eingestehe. Vortragender suchte dann die Folgen eines endgültigen Sieges diefer Richtung durch Einzelbilder aus ihrem Herrschaftsgebiet zu beleuchten. Dann folgte eine anschauliche Darstellung der Vorgänge bei der Prozession von 41 neapolitanischen Santi zu Ehren des Hauptheiligen, deS „defensor et tutelaris urbis“ (Verteidiger und Schützer der Stadt) genannten San Genuaro, und des Treibens beim Flüsfigwerden deS angeblich von ihm noch erhaltenen Blutes. Vor- ttagender gab weiter die Schilderung verschiedener Heiligenfeste, z. B. der Madonna del porto salvo in Neapel, die der an ihrer Kirche angebrachten Inschrift zufolge als „Meereskönigin" kultisch verehrt und an ihrem Krönungsfest mit Raketen und Feuerwerk begrüßt wird. Zum Schluß seiner Ausführungen kam der Vortragende auf die Verbreitung ähnlicher Religiosität in Deutschland zu sprechen. Er verlas einige die Heiligeuverehrung Betreffenden Stellen aus päpstlichen Encykliken und verschiedene Vorschriften betreffend den Skapulierkult aus mehreren kirchlich autorisierten weitverbreiteten Büchlein. Dem gegenüber gab er der Hoffnung Ausdruck, daß die Katholiken Deutschlands gegen solche Trübung ihres Glaubens und ihrer christlichen Sitte doch protestieren und die Evangelischen selbst gegenüber dem gekennzeichneten Endresultat des Romanismus ihr protestantisches Rückgrat in unfern Tagen steifen möchten. Der mit großem Beifall entgegengenommene Vorttag erhielt durch Herrn Lic. Dr. Werner wertvolle Ergänzungen, indem derselbe einzelne seiner Erlebnisse in Italien und Sizilien zu schildern die Freundlichkeit hatte. Nach Schluß der Versammlung verblieben die Mitglieder der al. ev. Vereinigung mit den erschienenen Gästen noch einige Zett gemütlich beisammen.
Marburg, 6. Febr. (Erklärung.) Der General - Settetär des Landwirsschastlichen Zenttal- Vereins für den Regierungsbezirk Cassel giebt bekannt, daß der Zenttal-Verein schon unter dem 6. Septbr. v. I. eine Eingabe gegen den Abschluß eines Handels- Vertrags mit Rußland an den Herrn Reichskanzler und den Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten abgesandt hat.
Marburg, 6. Febr. (Landwirtschaftliche
Pflege immer fester in ihr liebevolles Herz geschloffen hatte und der heute zum erftenmale wieder in dem Familienkreise erscheinen sollte, welcher sich dem Fremden wohl nicht gleich, aber dann um fo herzlicher gastlich geöffnet hatte.
Rolf Siegfried hatte vor mehreren Tagen bereits vom Arzte die Erlaubnis erhalten, um die Mittagsstunde im Garten die erquickende Frühlingsluft zu genießen und heute durfte er sogar schon in Gesellschaft im Garten ftühstücken.
Tante Lona freute sich darüber und doch, der leichte Schatten der Sorge, der nun schon viele Tage über dem edlen, gütigen Antlitz lag, der wich nicht, selbst nicht in dem Hellen Frühlingsschein des Heu- tigen Tages.
„Guten Morgen, liebe Sona," tönte plötzlich die laute, sonore Stimme des Sarons Rotheim neben der alten Tante.
„Haben Sie dem Fürsten melden lassen, daß das Frühstück im Pavillon serviert wird?"
„Allerdings, Sibor," entgegnete tue Dame, „der Fürst hat jedoch einen Morgenspaziergang gemacht, von dem er noch nicht zurückgekehrt ist. Wir werden selbstverständlich auf ihn warten "
„Natürlich," sagte der Baron und ließ sich gemächlich auf einen der mit Kissen belegten Gartenstühle nieder
„Ich freue mich recht, den Fürsten wiederzu« sehen," fuhr der Schloßherr in behaglichem Plauder« tone fort. „Vorigen Winter, als ich mit Kella in ber Residenz war, trafen wir den Fürsten mtt seiner schönen Frau sowohl bei den Hofbällen als auch bei mancher anderen Gelegenheit. Seitdem sah ich ihn nicht, ich finde aber, daß er sich nicht im Geringsten verändert hat.
„@r erscheint mir als ein echter Edelmann in