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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Bestellgeld). JnserationsgebLhr für die gespattene Zeile Sonntaq, 5. Februar 1893.
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Wochenschau.
Der Reichsboten hat sich bereits die Erkenntnis bemächtigt, daß die parlamentarischen Arbeiten dieses Winters doch sehr viel länger andauern werden, als bisher vielfach geglaubt worden ist und darauf mit ist es zurückzuführen, daß die Sitzungen im Reichstage, wie im preußischen Abgeordnetenhaus zur Zeit recht schwach besucht find, so daß der Reichstagspräsident von Levetzow seine Herren Kollegen schon in recht väterlichem Tone zur größeren Pünktlichkeit hat er- Whnen müflen. Die Beratungen der Militärkommission, von deren Dauer die Dauer der ganzen AeichstagSsession abhängt, ziehen sich über alle Erwartungen in die Länge. Drei Wochen hindurch hat die Kommission unter reger Teilnahme des Reichskanzlers und anderer Vertreter der verbündeten Regierungen die Grundzüge der neuen Heeres- organisation erörtert und ist nunmehr zur Prüfung der finanziellen Gefichtspuukte übergegangen. Das wird auch wieder geraume Zeit dauern, dann folgt die eigentliche Spezialberatung des Gesetzentwurfes mtb dann erst die Abstimmung. Es ist recht wahrscheinlich, daß fich das Plenum des Reichtages vor dem Osterfeste überhaupt nicht mehr mtt dem wichtigen Gesetz befassen wird. Inzwischen ist der Reichstag in die zweite Beratung des neuen Reichshaushaltes eiugetreten. Gleich zum Beginn gab es eine längere Debatte über die Handelspolitik der Reichsregierung, in welcher der Staatssekretär von Marschall be- stättgte, daß wegen Rußland Handelsvertragsver- handlungen zur Zeit schweben. Wie der Ausgang sein wird, ist nicht abzusehen. Diese Ankündigung hat aber sofort im Reichstage sowohl, wie im preußischen Abgeordnetenhaus die Vertreter der landwirtschaftlichen Interessen zu lauten Protesten veranlaßt. Der preußische Landwtrtschaftsmtnister betonte, wie hier gleich erwähnt sein mag, daß nach seiner Ueberzeugung die mißliche Lage der Landwirtschaft nicht von der Zollherabsetzung herrühre; chm verursachten die wachsende Verschuldung des Grundbesitzes und die zunehmende Entvölkerung des platten Landes größere Sorgen. Es scheint, als ob in diesen beiden Richtungen umfassendere Schritte bevorstehen. Im Reichstage ist auch das bekannte Mißlingen einer Weltausstellung in Berlin erörtert; von Seiten der Reichsregierung wurde auf die mancherlei Vorstellungen geantwortet, daß fie dieser ganzen Angelegenheit mit vollster Neutralität gegenüberge- standen habe. Sie sei von dem Plane erst und nur deshalb zurückgetreten, weil in der deutschen Industrie
Unter -er Königstauire.
PrrtrgekrSutrr Stouum von M. Th. May.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzmq.)
„Gewiß/ entgegnete Paul. „Ich schließe die Thür alle Tage sorgfältig zu und hier durch und dort hinaus kann keine Katze, ohne daß wir davon wissen"
Der Polizeibeamte wandte fich verstimmt zu dem Hausherrn, der bei fich etwas erstaunt war, daß der sonst so intelligente Paul nun heute auf einmal «it einer Art von naiver Tölpelei sprach
„Es ist mir unerklärlich, auf welche Weise Sal« berg erfahren hat, daß man ihn sucht," sagte der Beamte „und daß er es erfahren hat, scheint mir kaum zweifelhaft zu sein. Wir wollen doch ein. Ml selbst nachsehen, wenn Sie es erlauben, Herr Direktor."
Nach einer äußerst höflichen Entschuldigung gegen den Direktor entfernten sich die Herren durch das Arbeitszimmer, deffen Thüre der jüngere der Be- amten erst aufschließen mußte.
Baron Rotheim nickte freundlich dem Direktor i» und folgte den Herren, deren Suchen natürlich vergeblich war.
Als Paul zurückkehrte, trat Della aus der Fenster- Äsche hervor und hob das Krystallfläschchen auf, das unter einen Seffel gefallen und von den Herren nicht bemerkt worden war. Sinnend hielt fie das kleine, glänzende Ding in der Hand, sie dachte daran, wie viel Elend in dem kostbaren Spielzeug für sie hätte eingeschloffen sein können.
Paul wendete sich zu Siegftied.
„Für Polizeibeamte ist |bie Höflichkeit ein gefährliches Ding," sagte er mit einem Versuche zu
das Interesse für das Projekt zu gering war. Endlich gab es wieder eine Handwerkerdebatre. Es wurden die Anträge verhandelt, die sich gegen die Waarenlager, Wanderauktionen, Abzahlungsgeschäfte und das Haufiergewerbe richten und die nach lebhaftem Hin und Wieder alle der Gewerbekommisfion überwiesen wurden. Eine so lebhafte Debatte, wie feit Jahren nicht hatte das preußische Parlament, als die Judenfrage auf das Tapet gebracht wurde. Die Geister platzten außerordentlich heftig aufeinander. Der preußische Ministerpräfident Graf Eulenburg beteiligte sich nur mit wenigen kurzen, aber sehr bestimmten Erklärungen an der Erörterung. In beiden Parlamenten ist trotz des schwachen Besuches die Etatsberatung ein ganzes Stück vorgeschritten, und auch in den Kommissionen ist recht fleißig gearbeitet worden.
Die zahlreiche» fürstlichen Gäste, welche zu den bekannten Festlichkeiten nach Berlin gekommen waren, find sämtlich wieder abgereist. Der Besuch des russische» Thronfolgers, des Großfürsten Nikolaus, scheint doch eine höhere Bedeutung gehabt zu haben, als mau ihm anfänglich zuzugesteheu geneigt war. Es steht fest, daß der deutsche Kaiser zu wiederholten Malen sehr lange Unterredungen mit seinem jungen Gaste gehabt hat, sowie ferner, daß zwischen dm beidm Höfm recht herzliche Telegramme gewechselt find. Jedenfalls find die persönlichen Beziehungen der beiden Kaiser die alten guten wieder geworden. In Paris scheint dies gewaltige Sorge hervorzumfm, alle Zeitungen beschäftigen fich mit dem Ereignis, und zwar weit mehr, als die deutschen, indem fie ihren Befürchtungen oder ihrem Unmut darüber, daß der Sohn des Zaren nicht auch nach Paris gekommen ist, lauten Ausdruck geben. Wir wollen diesen ganzen Zwischenfall nicht zu hoch anschlagen, aber so viel scheint außer Frage zu sein, daß Zar Alexander III. seit dem Panamaskandal von seinen Pariser Frmnden doch etwas ganz anders denkt, wie zur Zeit der Äron- stadter Festtage. Eine Art von Nachspiel hat der Prinzenbesuch insofem gehabt, als die deutsche Reichsregierung sofort Schritte that, um ein lügenhaftes Extrablatt, welches von einem Attentat auf dm Zaren zu berichten wußte, in das rechte Licht zu stellen. Der Staatssekretär des Auswärtigen stattete sofort dem russischen Botschafter einen Besuch ab, um ihm das Bedauern der Reichsregierung über das Machwerk auszudrücken, das in Berlin verbreitet worden war.
Verschiedene Vorkommnisse gaben zu wiederholten Malen Gelegenheit, sich mit der politischen Seite der neuen Militärvorlage zu beschäftigen. Bei den üblichen
lächeln, obgleich das Entsetzen der letzten Minuten ihm noch in allen Gliedern steckte.
„Wenn der Herr hier nicht die lange Rede ge- halten hätte, so würde der Vogel nicht Zeit gehabt haben, aus dem Käfig zu entschlüpfen. So konnte ich noch rechtzeitig die Außenthür ihres Arbeitszimmers wieder verschließen."
Della trat zu Paul.
»In diesem Fläschchen war das Gift, das er in das Getränk goß, welches für Ihren Herrn bestimmt war. Sie haben einem Mörder zur Flucht Der« Holsen," sagte das Mädchen mit ernstem Vorwurf.
„Mein Herr wünschte es," versetzte Paul einfach, „sonst freilich —"
„Sonst, Paul?" fragte der Direktor.
„Seien Sie mir nicht böse, wenn ich's gerade heraussage. Ich wäre im Stande gewesen, den Menschen wohl hier auf dem Platze niederzuschlagen," rief Paul voll ehrlicher Entrüstung; ein Ausruf, der ihm von Seiten seines Herrn indeß nur ein tadelndes „Paul" eintrug.
Die Baronesse nickte dagegen sehr beistimmend, die stohe Tochter des Schloßherrn und der plebejische Diener dachten in diesem Augenblicke ganz gleich.
„Geben Sie mir das Flacon," sagte Siegftied zu Della, doch diese hatte das Fläschchen bereüs in die Tasche gleiten lassen.
„Nein, Herr Direktor, dieser Flacon hebe ich mir auf zum Andenken daran, daß ich zur rechten Zeit hier gewesm bin. Doch nun ist eS notwendig, daß Sie zur Ruhe kommen. Ich bin leider eine schlechte Krankenpflegerin gewesen."
Siegfried antwortete nicht; er schloß müde die Augen, als ob er schlafen wollte. Della bereitete zuerst sorgsam einen neuen erfrischenden Trank für
Baukettteden am Geburtstage des Kaisers hatten mehrere kommandierende Generale in ihren Trink- sprüchen auf den obersten Kriegsherrn auf die unsichere Zukunft Deutschlands und die Notwendigkeit einer kräftigen Waffenrüstung hingewiesen. Namentlich wurde die Rede beachtet, welche der ftühere Generalstabschef Graf Waldersee, heute kommandierender General in Altona, gehalten hat. Dann gab auch die Thatsache, daß der Kaiser zum bevorstehenden Jubiläum des Papstes den kommandierenden General von Los als Spezialgesandten nach Rom entsenden wird, zu mancherlei Kommentaren und zu der Vermutung Anlaß, daß der General beauftragt sei, wegen der Militärvorlage mit dem Vatikan Fühlung zu gewinnen, um diesen zur Beeinflussung der Zenttums- partei zu Gunsten der neuen Heeresorganisation zu vermögen. Darauf wftd aber nun im Organ des Reichskanzlers in der allerbestimmtesten Weise konstatiert, daß die Mission des Generals lediglich ein Höflichkeitsakt sei, der nicht das Mindeste mit politischen Verhandlungen zu thun habe. Endlich hatte noch ein rheinisches Blatt behauptet, der Kaiser wolle wegen des neuen Heeresgesetzes eine besondere Botschaft an den Reichstag richten. Auch das ist nicht zutreffend. In verschiedenen deutschen Großstädten haben in den letzten Tagen wieder Krawalle von Arbeitslosen, bisher nur in kleinerem Umfange, ftattgefunben, deren die Polizei ohne nennenswerte Schwierigkeiten Herr zu werden vermochte. Im Reichstage ist das Thema der Arbeitslosigkeit auch nochmal erörtert, und das ist mit großem Nachdruck hervorgehoben, daß die Unklugheit, welche so viele Tausende zur Ueberftebelung nach der Großstadt veranlaßt hatte, wo sie sich nun selbst Konkurrenz machten, jetzt einfach ihre Früchte trage.
Der Panamaskandel in Patts macht im Augenblick weniger von sich reden, da die parlamentattsche Antersuchungskommission außer Stande ist, gewichttges Material zn ermitteln. Die etwas wissen, sagen nichts, um sich nicht selbst bloszustellen, tonnen dazu auch nicht gezwungen werden, weil der Kommission ttchterliche Befugnisse nicht zustehen. Aus den Kammer- verhanbluugen liegt von größerem Interesse nichts vor. Man ist dort ersichtlich bemüht, über die unliebsamen Panamaenthüllungen einen Schleier des Vergessens zu ziehen. Die Schwierigkeiten, welche die Engländer gegenwätttg mit dem aufsässigen Khedive von Aegypten haben, werden in Paris mit hämischer Freude betrachtet. Man möchte auch gern ein greifen, aber leider fehlt nur eine praktische Handhabe. Die Schwiettgkeiten, welche die Bttten in Kairo haben,
sind in der That nicht gering. Der junge Khedive Abbas hat bekanntlich ein paar gute Worte gegeben, aber heute macht er schon wieder, was er will, und ärgert die Engländer, wo er kann. Und fein treues Volk tritt natürlich in die Fußtapfen des vielver- sprechmden jungen Landesvaters. Die Verstärkung der britischen Garnisonen am Nil nimmt unter solchen Umständen ununterbrochen ihren Fottgang. Wie bet Gelegenheit der soeben erfolgten Parlamentseröffnung in London mitgeteilt worden ist, denkt die englische Regierung nicht an dne Annektion Aegyptens, aber ebensowenig daran, das Land zu verlassen. Das Parlament ist damit einverstanden. In der gegenwärtigen ParlameutSsesfion wird es übrigens für den alten Herrn Gladstone schlimme Tage geben. Er hat nun das Gesetz ein gebracht, welches der Insel Irland eine Selbstverwaltung geben soll, aber die darin enthaltenen gesetzlichen Bestimmungen beliebigen, wie voranszusehen war, die machthnngttgen Söhne der grünen Insel auch nicht entfernt. Sie nennen Gladstone's Gesetz Phrasen und Wortschwall. Wenden sich aber die Irländer von dem heuttgen Ministerium ab, so hat es keine Mehrhttt mehr. In Wien, Pest und Rom vollziehen fich die parlamentarischen Verhandlungen ohne wesentliche Zwischenfälle. Ans Madttd kommt die Meldung, daß der kleine König Alfonso wieder ttnmal erkrantt ist, und zwar an einem leichten Scharlachfieber. In Wahrhttt steht die ganze spanische Monarchie auf ebenso schwachen Füßen, wie die Gesnndhttt des jungen Königs.
Auch eine Revolution ist zu verzeichnen: tief, tief unten in der Südsee, int Reiche Hawaii, ans welchem der vor ein paar Jahren verstorbene König Kalakana so lange Rundreisen dmch Amerika und Europa unternahm, bis Geldmangel ihn zum dahdmbleiben zwang, hat der dort allmächtige amerikanische Zucker, plautagenbefitzer Klaus Spreckels eine Revolution arrangiert, durch welche die regierende Königin, eine Schwester Kalakaua's, gestürzt wurde. Man hat nun die Republik ausgerufen, und zugleich die Vereinigten Staaten von Nordamerika ersucht, die Annettion des Reiches Hawaii vorzunehmen. In Washington hat man dazu aber herzlich wenig Lust, wenn man auch keineswegs dulden will, daß fich ein europäischer Staat in Hawaii festsetzt. Die Republik Hawaii wird sich also vorerst selbst überlassen bleiben, das heißt dem Einfluß der großen amettkauischen Plantagenbesitzer, die dott hansm.
Deutsches Reich.
W. Zterki«, 3. Febr. Der Kaiser und bie
den Kranken; Paul brachte alles Nötige dazu herbei, vor allem ein frisches Glas, das Gefäß, in welches vorhin Salderg das Gift geschüttet hatte, mußte Paul auf Deltas Befehl forttragen und zerbrechen.
„Wird bas gnäbige Fräulein sich jetzt zur Ruhe begeben?" fragte Paul, besorgt in bas blasse Gesicht Deltas schauend.
„Nein, Paul, ich bin nicht müde und werbe noch hier bleiben. Sie können schlafen gehen, wenn Sie wollen."
„Jetzt schlafe ich sicher nicht mehr ein, gnädiges Fräulein und wenn nicht irgend etwas in den We n gemischt gewesen wäre, so würde mich auch vor Ihrer Ankunft kaum eine so seltsame Müdigkeit überwältigt haben. Ich trank ja kaum zwei Gläser davon."
„Wer gab Ihnen den Wein?"
„Das blonde Hannchen; die ist aber seit neuester Zeit sehr gut mit dem Monsieur Louis gewesen."
„Nun, wir werden ja morgen erfahren, wie es fich dabei verhält. Gehen Sie jetzt ins Vorzimmer, ich werbe Sie rufen, wenn ich fortgehe.'
Paul entfernte sich, nachdem er bie Lampe fo gestellt hatte, baß sie ben Kranken nicht belästigte unb schloß bie Thür hinter fich.
Della nahm ihren vorigen Platz wieder ein. Kein Laut, als bas gleichmäßige Ticken ber Uhr unterbrach bie tiefe Stille, die in dem Gemach herrschte und in dieser Ruhe, in dieser Stille be- fänftigte sich allmählich der Sturm, ben bie Vorgänge ber letzten Minuten in Delias Seele entfesselt hatten.
Was war alles in biefen kurzen Minuten vorgegangen, was hatte fie gesehen unb erfahren I Ein Verbrechen war unmittelbar vor ihren Augen von dem Manne vorbereitet worben, bem fie einst gewillt
war, ihre Hanb für bas ganze Leben zu reichen unb Rolf Siegfried hatte bem Frevler zur Flucht ver- halfen
Wie gleichmütig und gelassen Siegfried auch in dem furchtbarsten Momente geblieben war! Er hielt das Gitst schon an bie Lippen unb verlor bei ihrem angstvollen Zurufe seine Besinnung nicht.
Warum flößte Della biese unerschütterliche Ruhe gerabezu Ehrfurcht ein? Warum entdeckte sie nicht an ihm Fehler wie an Anderen? Warum konnte er im Gefühl feines Wertes so stolz auf alle Uebrigen herabsehen — doch nein, das that er ja nicht! Nur ihr, der schönen Della von Rotheim, ließ er es fühlen, daß fie an sittlichem Werte tief unter ihm stand, daß fie zu niedrigen Mitteln gegriffen hatte, um ihren schmählichen Verdacht bestätigt zu hören. Das freilich konnte er nicht vergessen unb nicht verzeihen.
Aber war er in feiner Unversöhnlichkeit nicht doch nur ein Mensch mit einem heißen, verwund- baren Herzen?
Della hatte es ja doch geahnt, daß Rolf Sieg- fried nicht teilnahmslos an ihr vorübergeschritten war. Einmal schon hatte fie sein Arm umfaßt gehalten und fein Blick sich in ben ihren versenkt, und in diesem Blicke hatte sie eine süße beglückende Kunde von dem Märchenschatze gelesen, ber in ber Tiefe feiner Seele schlummerte.
Aber ber Schatz war längst wieder versunken, sie sand bas Wort nicht mehr, bas bie Pforte erschloß unb ben Schlüssel hatte fie selbst ftevelnd in’i Meer geworfen. Zu schwer hatte sie an Rolf Siegfried gesündigt.
Unb nun? Ach, er bürste nicht sterben, nein, er durste nicht. Was sollte ans ihr werben, wenn fie zurückblieb, ohne daß feine Augen ihr wieder