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Unter ter Uönigstauue.
Preisgekrönt« Ronton von M. Th. May.
(Nachdruck verboten.) (Aortietzung.)
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg nnd Kirchbain
Reaktion und <^peditior^Mar'l^L^"^^ Jllustrirtes Sonntagsblatt. Redaktion uud^ Expäöüm^ Markt"si""^ ” aRar6urfl*
^zeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Magdeburg und Wien; Rudolf XXVIII.
Moste M Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. “
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Erscheint täglich allster an Werktagen nach Soun- und zvii f
Ja 26 Marbnrg,
dl- --iMüm- Z-ue Dienstag 31. Januar 1893.
Neubestellungen auf die „Oberhessische I untenichtet, noch bevor sie an diel In Paris war trotz aller Herzlichkeit des Empfanges I zum Fest in der russischen »wum«
Zeitung" für die Monate Februar und März! ®ie ru^,'^e Militärpartei — ttuegewisse Zurückhaltung geboten. Man soll bemMlles wartete auf den Großfürsten-^dieser aber traf
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irtgetn, i» her El»°diti°n («Qiartt 21), gÜgSä‘L£1 «--lmd-Ick,, BI- dl-f-m z-itpuM ,E- di- s,°i«
sowre von unseren Filial-Expeditionen in zu wirken. Man bewies Alexander HI., daß es thun? Mr. WaMngton mußt? keine»Sotf dlt» , 8[n,bert
«irchhain, Neustadt, Wetter und Gladenbach Mer oder später zum Äricge zwischen Rußland und geben und der Großfürst soll^darauf gesagt haben: zugeam gewesen — Bei^?F«st^ab?
entgegengenommen. Neuzugehende Abon- £50“^“ müsst, namentlich wegen der „Waddington genüg?nicht in London und L-Ehr^ vonLdLrk mLrlin-L nenten erhalten die „Oberh. Ztg." bis zum 7^" bul«arW-n Ereignisse - daß es bester sei eine Gefahr in Berlin.« Dann reiste er nach gegeben wurd hat Kaiser Wllbelm nack der W ?
Eine französische Ente. Ä"ÜnkwLm S?e”Ä
die letzten Tage wieder einen schlagenden Beweis er- vertraulichen Sendung nach Rom, London und Paris Eindrücken kebrte er !ack N?»8b^ »S b£en !efnen ö°“ ®^e der Vaterlandsliebe, als die Träger bracht. Schon der Besuch des Großfürsten«Thron- betraute, von der im vorigen Monate stvieldie Rede war bat seither Man Mer hochgeehrten Namen. Wenn die deutsche Flotte
folgers an sich verstimmte. Der ungewöhnlich glänzende Man fügt hinzu, daß der Großfürst beauftraat war' Reisen ????£?' ?“?'o“?bef°nberS iUr Sicherung der Erhaltung des Empfang, der ihm zu teil wurde, steigerte das Miß. sich übeVdi-Gesinnung b«@taXLrbe8$atiB 0£t L* T Sbenl fei' fo toerbe boch, seiner An-
behage», und bie Rebe Kaiser Wilhelms hat, wie man! und Londons, sowi? d« französischen Reaiernnas-! Wilhelms^un?ain"at«?nei^n^3^ s ""ch, ihre Pflicht thun, wenn sie zum
iu sag'« Pflegt dem Faß den Boden ausgeschlagen, kreise zu unte'rrichten, um f efST ttrfe fe e£ Sn - und am Geburtstag des Kaisers teilzu- Kampfe flMen Würbe Unb sollte es sich einmal Um nun bie für den ftanzöstschen Chauvinismus eventuelle Kriegserklärung aufnehmen würden Nun SoweÜ Mr Jules Luret m«, m bajLbte englische unb deutsche Marine
schweren Eindrücke dieser an sich gewiß nicht «e-!weiß man nicht wie, unddurch wen eine Indiskretion! Erzähle? eraie'bt llck « s Schnlter an Schulter gegen einen gemeinsamen Feind
dentungslosen, aber doch auch in ihrer Tragweite! stattfand, so daß die spanstche Botschaft in Beters-Lumeift h«r ihnftmth m* Unr8 kämpfen hatten, dann würde die berühmte Parole:
keineswegs zu überschätzenden Ereigniste zu mildern, bürg davon erfuhr Die Aufteaung war aroß d? nunm br S S?L®n„0lanb “toaitet' ba6 jeder Mann seine Pflicht
treten unsere Herrn Nachbaren jetzt mit der unge^ spanische Reaieruna wurde soaleiL uv??ick!e?' „nh I SSE rot JL ^ge treibende Element Ithue«, welche der größte Seeheld Englands vor der Heuerlichen Sensation hervor, daß vor noch ganz!gab ihren Vertretern in Paris und London den!di« Russen «warten dürfen, daßISchlacht von Trafalgar ausgegeben, ein Echo in dem
kurzer Zeit der Zar alle Vorbereitungen zn eL-mILtttr^M,Zn^n JfgX toiebe« C patriotischen Herzen der deutschen Marin- finden." -
Angriffskriege gegen Deutschland fertig gehabt habe, So geschah es, daß noch vor Eintreffen des Groß- I Der Kaiser hat dem früheren preußischen Justizminister
und losschlagen wollte. fürsten der Zweck seinerReise im wesentlichen denen Deutsches Reich. s^Blldut«^v,?«^ i“9
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seinen weiteren Verlauf nimmt, haben, ohne daß man! unvermeidlich und unmittelbar bevorstehend • 8f«iL ®cr|be8 Garde-Schützenbataillons ernannt worden. Im
es ahnte, di- vier europäischen Höfe'die furchtbaren LZchePhantasie zch? ihm bmit? 6e"e k°mm°nbi-rt der 24jährig- Prinz,
Anftegungen eines unmittelbar bevorstehenben Krieges! überschritten unb bie Armeen in Fühluna Endlich I Mttaa/ tn ®araai,oni?r^e! | ^er seit 28. September 1892 Oberst ist, das in
durchlebt. Wie ich mir die nun folgenden Enthüllungen traf in Potsdam ein kategorisches Telegram^ aus Sn?He t nri^ch ?cs Kaise^ Äd»82!?^ Schützen-(Füsilicr-)Regiment Prinz
verschafft habe, ist gleichgültig, mein Gewährsmann London ein, das versicherte, die ausgesprengt? G-- an der Havel bei' V ® °RrA ®in Berliner Gerücht, der
möge mir verzeihen, ich werde ihn, wie ich mit meinem I rüchte seien falsch und daß im übrigen England I lassen tnbh tor a or@aor -1 Thronfolger, werde sich mit der 19jährigen
Ehrenwort versprochen habe, nicht nennen. Es war einer russischen K^egserklärung nicht gleichgilüg g^egen- G^uüswa^ hat d^Kai? ? der Sc{fttl JeDbor“ D.on Schleswig-Holstein, jüngsten
zur Zeit des Skandals wegen der deutschen Flinten. Überstehen werde Inzwischen tourbe fflrnH K?? Ä f r«h reiche Schwester der Kaiserin, verloben, wird von autori-
Mcm erinnert sich, daß an dieser Stelle Jacques St.-! überall miss?este AW £faJSS?1 “”n b?-ren st-rter Seit- der Begründung für entbehrend erklärt. Cöre die möglichen Folgen «»beutete: wenn di- sich de X, bafe '|£| m3m ’S?^an?f «r«n^PIenJ<f^e ®taat8min{<ierium Löweschen Flinten in bcn Händen des Schützen war und vom Vatikan erhielt er bte I ärontone? ht russischen I am Sonnabenb unter dem Vorsitz bes Minister.
eMlobierten, was bedeutet da die bentsche Infanterie man werde in einem Kriege, der für ba§ 3 ä^tetifle^ber $rin«ffht £Mreät«9'«6Mth? frartbenten ®tafen Elenburg zu einer Sitzung zu- t- Die -uffisch- R-gi-m-, wmd- mm S»»-n mglückU» fri, ,I»° Slr-f-SE U d°, wft 'schloß taSff ff«» S* b°
i-d°chU°n«-e°.im? ~■*-'1116“jöÄXI’ÄÄÄ?
..„Ich büte, Herr Direktor," sagte Della eben, Einmal hatten bie dunklen Augen Siegfrieds -Und Sie lieben die Unabhängigkeit?" warf Lu füllen, habet war das goldene Tbeelöffelckm
«ährend ein höheres Rot ihre Wangen färbte, I die ihrigen gesucht, das war damals vor dem Häuschen | Nell« ein. | glirrend herabgefall? N-Med bob es aus atl!
i,»ollen Sie Ihren Thee nicht kosten ich fürchte, Onkel Valentms gewesen als Siegfried sie auf das ,Ja, sehr " entgegnete Siegstied anscheinend statt -s jedoch in Yellas ausgestreckte Hand zu geben uh habe ihn mcht suß genug gemacht." Pferd gehoben hatte. Heute war es Della, als gleichgilttg und fuhr fort: „Der Fürst schreibt mir, legte er es auf den Kaminsims etwas mi«
„Ich danke," sagte Siegstied kühl, „her Thee wären feit jenem Augenblicke lange, lange Jahre daß er bereits in L. bei Sonndorf und Söhne ge-Izweifelte Bitterkeit stieg in Pellas Herzen auf
§ gut." verflossen. wesen sei unb mit den Herren gesprochen habe @i,flfr{«h will mZL i e
Der Blick des Direktors glitt an dem schönen! Vella hatte sich still wieder an die andere Seite Man habe ihn davon verständigt, daß ich hier, meine Land iu berühre?- ÖU en'
«§chte des Mädchens so gleichgilttg vorüber, als Tante Lonas gesetzt; da sagte der Baron plötzlich, weile." Da klonst« «s • «n«
»öie es das einer Puppe. Mit einem leichten Imdem er seine Brieftasche hervorzog: I Fürst Altmark weiß was er tbut* fant« I fU rtnL
Seufer wandte sich Yella ab. Er ist unerbittlich!! .Daß ich nicht vergesse, lieber Direktor, ich er- Strehlen bedächtig, .einen besseren Forstdire'ktor wie atte Förster dierEtÄ!?
Rur flüchtige Grüße und ab und zu eine höfliche hielt heute einen Brief des Fürsten Attmark mit Sie, kann^7r p?\a gor KÄS
Redensart waren zwischen beiden gewechselt worden einer Einlage an Sie. Der Fürst bittet mich so doch jedenfalls annehmm ?" Maaen m^nf sS ÄZ er'
kL!°uem unheilvollen dritten Weihnachtstage; und dringend, Ihnen sein Schreiben womöglich persönlich .Nun, Überlegt will die Sache denn doch sein. I ersetzt auf. ^ 9 3 ®efeBW fpra"8
^utte kein so strenges Wort der Baronesse deut-1 zu übergeben, daß es ohne Zweifel sehr wichtiges »Ich schätze den Fürsten sehr hoch und die Be-I Im Wald« Kein» Fällens- $rnnt» h»r
Aer sagen können als diese höfliche Kühle, daß enthalten muß." Idingungen find recht aünstia" I ^on.
^reftor fieMed es ihr nie vergeben werde, daß Damtt reichte der Baron dem Direktor einen Dieses letzter? Moment könnte Sie doch nicht! meldet! Paul Sch^tenwege zur Straße herab, ? ^uen so schmählichen Verdacht gegen ihn gehegt, I geschlossenen Brief, welchen Siegstied dankend in die I bestimmend beeinflussen?" fragte Äella mit ihrem I Laß sofort bie 9ßferbe satteln " befahl », daß sie alles gethan habe, um sich die Beweise Tasche stecken wollte. alten aristokratifcken Lä-heln 9 Wfort die Pferde satteln, befahl Slegfned
die Wahrhett dieses Verdachtes M verschaffen.! .O nein" rief Rotheim, .Gott weiß was Alt- .Wamm niA?"Änn mir alle Übrigen Neben- Li AuMbl^?" ' 8“ °mme
j k . feilen Diener, einen Dieb und Diebesgenossen I war! von Ihnen will, lesen Sie nur gleich. Die I umstände behagen, so fällt auch her Höhepunkt I Warten Sie" faate her Ra«an «mi spnth»«wt
^ [te. a^ ^ie9^ri!bS ^lle ebenso gefühlt und Der Direktor überflog das Schreibm und faltete! Siegstieds Blick flammte auf, eine Sekunde nur I schehen ist' Wer weiß, ob Sie 'noch" helfen" tönnm*
^att6' o” gewissen Hebung!es dann lächelnd zusammen. .Der Brief enthalt!streifte er die weiße Mädchenstirn, über die sich so!Der Schnee liegt fußhoch und wtt bekommen eine
l-c?® fle seinen Zorn, za selbst seinen Haß ertragen I allerdings etwas wichtiges," sagte er, zu den Herren I dunkelgolden das schimmernde Haar lockte. .Es ist! bitterkalte Nacht."
i Li» m dem war Nichts zu merken I gewendet. .Fürst Attmark macht mir das Aner-I sthr bequem, das Geld zu verachten; häufig thun es I „Sage dem Förster er soll beraufkommen. Fm
Aw tn®einjuSer^I^ek v%. |bieten, die Leitung seiner Forstverwaltung zu über»!jene, welche das Geld im Dienste niedriger Leiden«!Uebrigen bleibt es bei dem, was ich anaeorbnet
ni4 Beachtung nnd biefe Erkennt-1nehmen; bas könnte sehr verlockend für mich werben.!schäft verwendet haben," sagte Siegstied mtt ruhigem! Habel" ,
^drüM sie um so schwerer, ^da ^ber Ton ledeslJch habe mich im vorigen Sommer auf Schloß I Sarkasmus, halb zu Tante Sona gewendet. | Paul entfernte sich
wtes, leber Blick, den Bella fett dem Tage ihrer j Attmark aufgehatten, habe die rrefigen Waldungm! Wie heiße Flammen schlug es in dem lieblichen! Ein langes Schwigen war eingetreten. Della