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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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K Dienstag, 24. Januar 1893. XXVIII. Jahrg.

10 Pfg., Reklamm für die Zelle Lk Pfg.__________________________'V__Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Dl. 1. 1.20 , 1.30 , 1.20 h etc.

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Die Attacke gegen die Börse, oder richtiger, gegen die Auswüchse der Börse hat im Reichstage mit großem Nachdruck begonnen. Viele Freunde hat die Börse weder in der Bevölkerung, »och im Parlament, und hier trifft auch das Wor »icht zu: Viel Feind, viel Ehr'! Man braucht gar nicht zu befürworten, nun mit geradezu drakonischen Maßnahmen gegen dies Institut ins Feld zu ziehen wld wird doch der Wahrheit die Ehre geben und zugestehen müssen, daß manche Geschichten passiert find, die nicht sauber find. Die Börse hat ihre Existenzberechtigung; 'es sollte ein Platz sein, au welchem Angebot und Nachfrage für den Geldmark reguliert und die Kaufpreise der zahlreichen, dort gehandelten Werte amtlich festgestellt werden sollten. Das war der Beweggrund, welcher für die Einführung dieses Instituts maßgebend war, aber das hiermit verbundene Ziel ist für viele Schützlinge der Börse schon lange nicht mehr Hauptsache. Man treibt Scheingeschäfte und jagt die Kurse auf und nieder; Einer sucht den Andern zu drücken und möglichst vie! Verdienst aus jedem Geschäft herauSzuschlagen. Ge­wisse Kreise der Börse unterscheiden sich von abge­feimten Hazardspielern überhaupt nicht und von ihnen ist bedauerlicherweise ein großes Verkehrsinstitut zu einer ganz gemeinen Spielbude herabgewürdigt. In diese Kreise find dann wieder Privatpersonen verlockt worden, die von der Börsenmache gar keine Ahnung hatten und so ist die schlimme Wirkung des dortigen Treibens eine recht umfangreiche geworden. Die einfachste Forderung ist: Hinaus mit solchen Leuten Ms einem Hause, in welchem gerade die strengste Reellität wohnen soll! Aber wer will dem Anderen ins Herz sehen? So muß man sich denn darauf be­schränken, daS schlimme Treiben so viel wie möglich zu beschränken. Gewiß ist, daß Viele, welche An­klagen gegen die Börse erheben, nicht immer so ge­handelt haben, wie sie handeln sollten. Aber diesem weitgehenden Vertrauen gegenüber stehen die Börsen­praktiken um so krasser da. Im Reichstage hat ein Abgeordneter mit Recht betont, daß deutsche Geld­besitzer bei dem Ankäufe von fremden Papieren so viel Geld verloren haben, daß aus dieser Verlust­summe die Kosten der neuen Militärvorlage für manches Jahr hätten gedeckt werden können. Deutsch­land ist im vergangenen Jahrzehnt mit einer wahren Hochflut von Anlagepapieren für kleine Geldbesitzer überschwemmt worden, aber sie waren auch darnach, daß Gott erbarm'. Aus dem großen Publikum klagt Niemand über die wenigen Pfennigen Börsen-

Urrter -er Lönigsmrrrre.

Preisgekrönter Roman von M. Th. May.

(Nachdruck verboten.)

(Forvepung.)

Der Direktor verbeugte sich leicht.Ich freue mich dieser Leneung der Dinge so sehr," sagte er, scheinbar das Verletzende, das in Bellas Ton lag, vollständig ignorierend,daß ich sehr gerne bereit bin, sofort meine berechtigten Ansprüche auf die Ar­beitskraft Ihres Oheims aufzugeben."

Bella biß sich auf die Lippen. Mußte dieser Rann immer zu einer beschämenden Zurückweisung für sie da» letzte Wort haben?

Mein Vater wird selbstverständlich nicht an- stehen, jede Entschädigung* begann sie laut, je­doch in weniger sicherem Tone

Siegfried hob die Hand.

Ich bitte, Baronesse, dergleichen nicht zu er­wähnen," sagte er abweisend und wandte sich zu dem alten Valentin, der stumm, aber mit gespannter Aufmerksamkeit der Rede und Gegenrede gefolgt war.

Wenn die Wohnung, welche Sie in Nieder­rotheim beziehen sollen, bereits in Stand gesetzt ist und Sie mit Ihren Vorbereitungen fertig find," sagte der Direktor freundlich zu dem Alten,dann habe ich nichts dagegen, wenn Sie noch heute oder morgen den Wünschen des Herrn Barons von Rotheim nachkommen Sperren Sie nur ruhig das Häuschen ab und nehmen Sie den Schlüssel mit. Paul wird denselben bei Ihnen holen "

Verzeihung, Herr Direktor," entgegnete der Stets lebhaft,ich denke, ich habe in dieser Ange­legenheit auch ein Wort mitzusprechen. Wie sehr « mich rührt und erstellt, daß die gnädige Baronesse stch selbst zu mir armen alten Manne bemüht und mir für die letzten Tage meine» Leben» ein behag­

steuer, die ein Jeder beim Ankauf von Wertpapieren bezahlen muß, aber über die Millionen, die verloren sind beim reißenden Kurssturz der minderwertigen Papiere, darüber klagen Tausende. Hier lag ein Geschäft vor, gewiß. Aber die großen Geldhäuser, die unter ihrem Namen jene Anleihen auf den Markt brachten, haben nichtsdestoweniger eine schwere Schuld auf sich geladen; Millionen deutschen Geldes, für welches wir die beste Verwendung gehabt hätten, sind spurlos verschwunden. Dazu kommen dann noch andere bekannte Geschichten, und so haben es sich die Herren von der Börse selbst zuzuschreiben, wenn gegen sie ein heftiger Groll, ein großes Mißtrauen besteht, wenn das Publikum jede neue Verschärfung der Börsensteuer mit Schadenfreude willkommen heißt. Die jetzt vorgeschlagene Börsensteuer beschäftigt sic ja mit keiner Reform der Börseneinrichtungen, sie wi nur Geld haben, aber es ist zu hoffen, daß das Andere späterhin gründlich nachgeholt wird. Es kann den reellen Leuten von der Börse nur angenehm sein, wenn Denen, welche diese Einrichtung zu einer Spielhölle machen, entschieden der Weg gewiesen wird. Lieber eine kleine Börse, als ein Haus voll Jobber und Hazardspieler.

Noch weit schärfer klingen die Klagen über de« Unfug an der Produktenbörse, denn einen anderen Namen verdienen die Scheingeschäfte nicht, welche dort mit notwendigen Lebensmitteln und Konsum­artikeln getrieben werden. Bei Spekulations-Papieren, bei Unternehmungen, welche direkt auf unsichere Aus­sichten hin gegründet wurden, kann man stch allen­falls noch Truggeschäfte erklären, welche lediglich den Zweck haben, Geld zu machen. Aber beim Getreide, bet der Brodfrucht, auf deren Preis Millionen ängst- lich schauen, unb bei deren Verteuerung es für Hunderttausendeeinschränken" oder gardarben" beißt, wird solche Geldmache zum Besten der eigenen Tasche direkt strafbar, sie ist verabscheuungswürdtg, weil Ms abgeknappsten Pfennigen eine Million nach der anderen zusammenzubringen versucht wird. Wenn das unbedingte Verbot von Scheingeschäften an der Fondsbörse schwer zu ermöglichen ist und man davon abgesehen hat, weil es sich doch immer nur um die Schädigung von Einzelnen dabei gehandelt hat, so sollten doch bei der Produktenbörse die Schwierig­keiten des Verbots von solchen Geschäften nicht ab­schrecken. Kann man Scheinkäufe und Scheinver­käufe nicht anders hindern, so verbiete mm sie bei harter Strafe, dann wird sich die Zahl dieser be­dauerlichen Vorkommnisse schon vermindern. Ein Parlamentsredner hat behauptet, an der Berliner

liches Heim bereiten will, das auszusprechen, bin ich nicht im Stande. Aber annehmen kann ich das Anerbieten jetzt nicht, ich habe es dem gnädigen Fräulein bereits gesagt

So lange Sie hier bleiben, Herr Direktor, so ange bleibe ich auch hier als Wächter und Aufseher in der Sägemühle, wenn Sie wollen. Lassen Sie mich doch ein wenig dankbar sein " Und zur Baronesse gewendet, sagte der Alte:

Wenn aber Herr Direktor Siegfried fort sein wird" und die Stimme Valentins zitterte,

während Della die kleine Hand fest auf das offene

Buch, das neue Testament, stützteGott weiß,

ob einem Ihrer Freunde in der Stadt so bange nach Ihnen ist, wie es dem alten Valentin sein wird. Inb wenn ich nicht mehr arbeiten kann, dann will ich dm Herrn Baron und das gnädige Fräulein wohl bitten, mir das zu gewähren, wa» ich heute noch ausschlagen muß: ein Obdach und Unterhalt ür meine letzten Tage. Ich will an keinem anderen Orte als in Rotheim sterben "

Sie zürnen mir doch nicht, gnädige Baronesse?" ragte der Greis nach einer langen Pause.

Della hatte dm Blick gesenkt, denn während der Alte sprach, hatte sie die Worte des Apostel» gelesen: Die Liebe ist duldsam, sie suchet nicht das Ihrige, ie erbittert sich nicht; sie freut sich der Wahrheit; ie erträgt Alle»; sie glaubt Alles; sie übersieht Aller. Die Liebe hört nimmer auf!"

Jetzt hoben sich die gesenkten Lider und Della reichte dem alten Manne die Hand, welche dieser mit der Linken umfaßte.

Sie haben Recht, Onkel Valentin!" sagte das chöne Mädchen mit ernstem Lächeln," bleiben Sie

)ier, so lange Sie sich dazu verpflichtet halten und dann dann kommen Sic zu «n» und fordern

Börse würde etwa sechsmal so viel Getreide verkauft, als am Platze überhaupt vorhanden sei; das würde also bedeuten, daß auf ein wirkliches LieferungSge- schäft etwa fünf Scheinkäufe entfielen, bei welchen e8 fich nur darum handelt, die Differenz zwischen dem vereinbarten Preis und zwischen dem Marktpreis herauszuschlagen. Und da nun Niemand Geld ver­lieren will, so kann man fich denken, welche An­strengungen gemacht werden, eine» Preisstand herbei­zuführen, welcher den Interesse« der betreffenden Partei am nächsten kommt. Und folgt der Preis nicht willig, Iso braucht man Gewalt, entwickeln sich die Verhältnisse nicht nach Wunsch, so werdm sie künstlich beeinflußt, und das ists eben, was bei not­wendigen Lebensmitteln so verwerflich ist. Auf der anderen Seite spielen die Helden des Börsendifferenz­geschäftes aber mit den Produzenten, deren Maaren an der Börse gehandelt werden, förmlich Fangball. Hat Jemand einen Waarenpreis festzusetzen, so sind es die Produzenten, die am besten wissen müssen, was ihnen ihre Artikel kosten. Aber sie werden über die Kappe weg gleichmäßig geschoren. Beim Pro­duktenhandel heißtS heute einfach, so und so viel notiert die Berliner Börse, und dagegen gibt» keinen Widerspruch. Nun ist ja, wie hervorgehoben, gegen die Börsennotierungen absolut nichts einzuwenden, wenn hier nur nicht Stimmungs- und Spekulations­produkte so überaus häufig wären. Man braucht auf dies Börsentreiben keine Rücksicht zu nehmen das Jobberthum hat keine Existenzberechtigung, und die soliden Firmen werden froh sein, wenn ihnen diese Elemente vom Halse geschafft werden. Die Attacke gegen den Börsenunfug ist im Reichstag ein- gdeitet f hoffentlich wird der Angriff bald zum Siege führe».

Deutsches Reich.

W. Berkin, 23. Januar. Am Freitag Abend fand im Berliner Schlosse ein großes Ballfest statt, zu dem über 1600 Einladungen ergangen waren. Sonnabend Nachmittag ließ sich der Kaiser diejenigen Kadetten vorstellen, welche zum Frühjahr in die Armee eintreten und richtete an dieselben kernige Mahnworte. Vor der Familientafel unternahmen beide Majestäten eine gemeinsame Ausfahrt. Am Sonntag empfingen der Kaiser und die Kaiserin die Besuche der zahlreichen, zu den Hochzeitsfeierlichkeiten schon in Berlin an gekommenen fürstlichen Herrschaften. Am Abend vereinte dieselben große Familientafel. Der russische Thronfolger Nikolaus kommt Montag

Sie das, was ich Ihnen heute angeboten habe. Sie werden uns in jeder Stunde willkommen sein. Weder mein Vater noch ich pflegen ohne zwingende Gründe unsere Gesinnungen zu ändern. Ich will, währmd Sie hier bleiben, recht ost nach Ihnen ehen, schon damit Sie lernen, daß ich für Sie nicht die gnädige Baronesse, sondern nur Della bin."

Ehe der alte Mann, von den neuen, auf ihn eingestürmten Gefühle« überwältigt, etwas zu ant- Worten vermochte, setzte Della ihr Hütchen auf und trat vor da« kleine Bild unter dem Kruzifix.

Wie schlecht diese Photographie ist!" rief sie, einen heiteren Ton annehmend, unter dem sie ihre Bewegung zu verbergen suchte.Es ist wohl am Besten, ich nehme da» Bild gleich mit und schicke Ihnen ein besseres"

Valentin schaute den Direktor an, welcher dem Men rasch ein Zeichen gab, in den Tausch nicht zu willigen.

Bitte, lassen Sie mir diese Photographie hier," tot der Greis,Re ist mir so oft ein Trost ge­wesen, daß ich sie nicht gerne missen möchte; aber wenn Sie die große Güte haben wollten, mir auch ein Bild zu geben, da» Sie darstellt, so schön, wie Sie jetzt find, gnädige Baronesse" Dell« drohte cherzhaft mit dem Fingerso wie sie jetzt find, JeHa," verbesserte sich der Alte zaghaft,so würden Sie mir eine große Freude dadurch bereiten."

Sie sollen eine meiner letzten Photographieen »ekomrnen, Onkel Valentin," entgegnete die Baronesse reundlich. Da» Bewußtsein, edel und recht ge­rändelt zu haben, erfüllte Della» Herz mit einem Gefühle nie gekannten Glückes, ja fast überquellender Seligkeit. Dieses Gefühl machte ihr Auge in hellerem Glanze strahlen und übergoß da» ganze schöne Gesicht mit einem Schimmer weicher Anmut, den

Abend und wird, wie nun definitiv feststeht, nach dem großartigen Empfange in der Botschaft unter den Linden absteigen. DieNatlib. Korresp." schreibt: Auf dem Berliner Hofball am Freitag wurde eine längere Unterredung des Kaisers mit dem Landtagsabgeordneten Generaldirektor Ritter viel bemerkt. Der Kaiser soll fich darin über die Berg- arbeiterverhältniffe ausgesprochen und die Richtung, welche diese Bewegung neuerdings eingeschlagen, streng mißbilligt haben. Der kommandierende General des 10. Armeekorps, General Bronsart v. Schellendorff, hat abermals sein Abschieds­gesuch eingereicht. Es wurde ihm bekanntlich bereits im vorigen Jahre abgeschlagen; man glaubt jedoch, daß die Bewilligung erfolgen wird. Grund des Entlassungsgesuches ist die Krankheit seiner Frau. Als wahrscheinlicher Nachfolger gilt Generalleutnant v. Seebeck, Kommandeur der 16. Division in Trier. Der Staatssekretär des Reichs-Marineamts bringt nachstehende kaiserliche Ordre betr. Führung der Kriegsflagge der Kurbrandenburgischen Kriegsflotte auf S. M. PanzerschiffBrandenburg" zur Kenntnis der Marine:Ich habe genehmigt, daß die Provinz Brandenburg Meinem Panzerschiffe Brandenburg" eine Flagge widme, wie sie auf den Kriegsschiffen der Kurbrandenburgischen Flotte geführt worden ist, und habe das Oberkommando mit An­weisung dahin versehen, daß die Flagge als Toppflagge bei besonderen feierlichen Gelegenheiten geführt werden soll. Neues Palais, den 27. Dezember 1892. Wilhelm. An den Reichskanzler (Reichs-Marineamt)." An sämtliche aktive und inaktive Offiziere ist, wie dieGermania" wissen will, der militärische Befehl ergangen, über militärische Dinge nicht zu sprechen, wenn Gefahr vorhanden ist, daß die Unter­haltung von unberechtigter Seite angehört werden kann.

Ein soeben erschienener Aufruf a» die Berliner Judenschaft zur Abwehr gegen den Antisemitismus hat folgenden Wortlaut:

Die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit haben gezeigt, in welcher gewissenlosen Weise der Anti­semitismus weiteren Volksschichten einzuimpfen versucht wird. Nicht vieler Worte bedarf es, um die Ge­fahren zu schildern, die sich hieraus ergeben. außerordentlicher Rührigkeit und unterstützt von sehr großen Geldmitteln betreiben schon seit Jahren die Antisemiten ihre Agitation; uns fehlen die ent­brechenden materiellen Mittel, um in umfassender Wirksamkeit den ausgestreuten Verleumdungen und Verdächtigungen entgegenzutreten, die immer geführ-

es sonst nicht besaß, der es aber unsagbar lieblich erscheinen ließ.

Mit freundlichem Gruße gegen Valentin und nach einer etwa» förmlichen Verbeugung gegen den Direktor schritt Della zur Thür, vor welcher eben der Diener mit dem Pferde hielt. Rasch trat Sieg­ried hinzu, um der jungen Dame beim Aufsteigen zu helfen. Eine Sekunde ruhte ihr kleiner Fuß in einer Hand, ihre Gestalt in seinem Arme und dabei verschwand wieder jener Sonnenstrahl, welcher vor einem Augenblicke noch Della» Antlitz so wundervoll »riebt hatte.

Der Diener mußte noch einmal in das Häuschen zurück, um die Reitgerte zu holen, welche Della auf dem Tische liegen gelassen hatte

Siegfried reichte der schönen Reiterin mittler­weile die Zügel, dabei berührte ihre Hand von neuem die [einige und nun, als Della ihm für feine 1 )ilfe dankte, schaute sie auf unb sah, wie Siegfrieds Auge dar ihre suchte.

Sind Sie zufrieden mit mir, Herr Direktor?" ragte die Baronesse wie unwillkürlich, aber mit etwas herber Betonung

3a, mehr als ich Ihnen sagen kann, Baronesse Della," entgegnete Siegfried so warm und bedeut- am, daß Della ihm die Hand entzog, die er noch gefaßt hielt.

Rasch griff die Baronesse nach der Reitgerte, welche der Diener ihr brachte; ein leises Anziehen der Zügel und im nächsten Momente trug da« edle Roß seine stolze Herrin mit beflügelter Eile davon.

Direktor Siegfried sah der schönen Amazone nach, bis auch der letzte Schimmer ihres flatternden blauen Schleiers wie ein Wölkchen zerfloß.